{"id":114403,"date":"2015-12-21T16:43:08","date_gmt":"2015-12-21T16:43:08","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2015\/12\/brechbuehler-franz-01-02-2016\/"},"modified":"2023-08-23T23:11:04","modified_gmt":"2023-08-23T21:11:04","slug":"brechbuehler-01-02-2016","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2015\/12\/brechbuehler-01-02-2016\/","title":{"rendered":"R\u00fcckgewinnung von Indium aus Bildschirmen: Ist das sinnvoll?"},"content":{"rendered":"<p>In vielen Produkten unseres t\u00e4glichen Lebens, insbesondere in Elektronikger\u00e4ten, sind seltene Metalle enthalten (siehe <em>Kasten<\/em>). Meist in winzigen Mengen verwendet, erm\u00f6glichen die seltenen Metalle spezifische Eigenschaften der Ger\u00e4te und Produkte. Indium beispielsweise wird in Flachbildschirmen eingesetzt, weil es d\u00fcnnfl\u00e4chig aufgebracht werden kann, transparent und leitf\u00e4hig ist. Neodym, ein Seltenerdelement, wird f\u00fcr die Herstellung von Magneten mit starken Dauermagnetfeldern (sogenannte Permanentmagnete) ben\u00f6tigt, welche beispielsweise in Festplattenlaufwerken, Kopfh\u00f6rern und Lautsprechern zum Einsatz kommen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDurch den weltweit steigenden Bedarf an elektronischen Produkten wie Bildschirmen, Laptops, Tablets \u2013 aber auch Elektrofahrzeugen, Fotovoltaik- und Windkraftanlagen, Speziallegierungen usw. \u2013 steigt die Nachfrage nach seltenen Metallen.<a href=\"#footnote_1\" id=\"footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor\">[1]<\/a> Zurzeit werden viele dieser wertvollen Stoffe nicht rezykliert und gehen somit f\u00fcr k\u00fcnftige Generationen verloren.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDeshalb dr\u00e4ngt sich die Frage nach der M\u00f6glichkeit der R\u00fcckgewinnung von seltenen Metallen auf.<a href=\"#footnote_2\" id=\"footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor\">[2]<\/a> Besonders relevant ist dies bei Elektro- und Elektronikger\u00e4ten, da hier solche Stoffe besonders h\u00e4ufig zum Einsatz kommen. Zudem ist der Anteil an seltenen Metallen oft sogar deutlich h\u00f6her als in einer Mine.<a href=\"#footnote_3\" id=\"footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor\">[3]<\/a>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nEin Recyclingprojekt unter der Leitung der Eidgen\u00f6ssischen Materialpr\u00fcfungs- und Forschungsanstalt (Empa) hat sich zum Ziel gesetzt, die technische, die \u00f6kologische und die wirtschaftliche Machbarkeit eines Recyclings der seltenen Metalle Indium und Neodym zu analysieren. Das Projekt E-Recmet wurde vom Bundesamt f\u00fcr Umwelt (Bafu) und dem schweizerischen Verband der Anbieter von Informations- und Kommunikationstechnologien (Swico) mitfinanziert. Als Teil des Projektkonsortiums hat die Berner Fachhochschule beispielhaft eine dynamische Betrachtung der Wirtschaftlichkeit des Recyclings von Indium aus Bildschirmger\u00e4ten durchgef\u00fchrt.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nBei der technischen Machbarkeit deuten die Ergebnisse laufender Forschungsarbeiten (insbesondere in Deutschland und Japan) darauf hin, dass Indium aus Flachbildschirmen im industriellen Massstab zur\u00fcckgewonnen werden kann. Zudem haben erste \u00d6kobilanzen gezeigt: Das Recycling von Indium bei einer manuellen Vorbehandlung (Sekund\u00e4rproduktion) ist gegen\u00fcber der Gewinnung aus Erzen (Prim\u00e4rproduktion) als vorteilhaft oder zumindest als gleichwertig zu beurteilen \u2013 unabh\u00e4ngig vom Verfahren der R\u00fcckgewinnung.<a href=\"#footnote_4\" id=\"footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor\">[4]<\/a>&#13;<\/p>\n<h2>Einnahmen aus Rohstoffverkauf nicht kostendeckend<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie wirtschaftliche Machbarkeit des Recyclings von Indium wurde mithilfe eines dynamischen Modells des gesamten Systems \u2013 vom Verkauf der Ger\u00e4te \u00fcber die Nutzung bis zum Recycling und der Entsorgung \u2013 betrachtet und analysiert. Im Modell<a href=\"#footnote_5\" id=\"footnote-anchor_5\" class=\"inline-footnote__anchor\">[5]<\/a>\u00a0werden die Kosten den Einnahmen gegen\u00fcbergestellt: W\u00e4hrend Ausgaben beim Recycling der Bildschirme sowie bei der R\u00fcckgewinnung von Indium anfallen, stammen die Einnahmen aus vorgezogenen Recyclingbeitr\u00e4gen und dem Verkauf von Sekund\u00e4rrohstoffen (inklusive der indiumhaltigen Fraktion).&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie Ergebnisse der Simulationen sollen insbesondere zeigen, welche Zusatzkosten bei einer R\u00fcckgewinnung von Indium aus den Ger\u00e4ten entstehen w\u00fcrden. Die Kosten auf Stufe Recyclingbetrieb (heute ohne R\u00fcckgewinnung von Indium) werden aus den Einnahmen aus dem Verkauf der verwertbaren Materialien (sekund\u00e4re Rohstoffe) und den Beitr\u00e4gen der Systembetreiber an die Betriebe gedeckt. Diese Beitr\u00e4ge entstammen dem vorgezogenen Recyclingbeitrag, welcher durch die Konsumenten beim Kauf neuer Ger\u00e4te bezahlt wird.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDas Modell erm\u00f6glicht die Betrachtung der Ver\u00e4nderung der Gesamtkosten und des Gesamtertrags aus dem Recycling der Ger\u00e4te \u00fcber einen Zeitraum, n\u00e4mlich von 2016 bis 2030. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse sind wichtig, da sich die Menge der zu rezyklierenden Ger\u00e4te in den kommenden Jahren aller Voraussicht nach weiter erh\u00f6hen wird, was eine Auswirkung auf die Rezyklierungskosten haben wird.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie Analyse auf der Basis einer dynamischen Modellierung erm\u00f6glichte es, Einfl\u00fcsse u. a. folgender Faktoren auf die Wirtschaftlichkeit zu simulieren:&#13;<\/p>\n<ul>&#13;<\/p>\n<li>Menge der zur\u00fcckgegebenen Bildschirmger\u00e4te \u00fcber die Zeit (Sammelquote);<\/li>\n<p>&#13;<\/p>\n<li>Einnahmen aus dem bestehenden vorgezogenen Recyclingbeitrag abh\u00e4ngig von der Anzahl verkaufter Ger\u00e4te;<\/li>\n<p>&#13;<\/p>\n<li>Einnahmen aus dem Verkauf der zur\u00fcckgewonnenen Materialien (sowohl der Metalle wie Aluminium und Kupfer und des Kunststoffs\u00a0als auch\u00a0im Falle einer Indium-R\u00fcckgewinnung der indiumhaltigen Fraktion);<\/li>\n<p>&#13;<\/p>\n<li>Recyclingkosten der jeweiligen Prozessschritte basierend auf empirischen Werten und\/oder Expertensch\u00e4tzungen;<a href=\"#footnote_6\" id=\"footnote-anchor_6\" class=\"inline-footnote__anchor\">[6]<\/a><\/li>\n<p>&#13;<\/p>\n<li>Art der Verarbeitung von Elektroschrott (z. B. die manuelle Zerlegung oder die mechanische Verarbeitung der Ger\u00e4te).<\/li>\n<p>&#13;\n<\/ul>\n<p>&#13;<\/p>\n<h2><strong>Recyclinggeb\u00fchr steigt moderat<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie Wirtschaftlichkeit des Recyclings von Indium wurde \u00fcber das Ausmass der erforderlichen Erh\u00f6hung des vorgezogenen Recyclingbeitrags beurteilt. Um den Unsicherheiten der Datenlage beim Recycling von Indium sowie m\u00f6glichen Ver\u00e4nderungen des Umfelds Rechnung zu tragen, wurde eine Szenarienanalyse durchgef\u00fchrt, bei welcher je ein Einflussfaktor variiert wurde.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie Beurteilung erfolgte jeweils \u00fcber den Zeitraum 2016 bis 2030. Die Analysen berechnen, in welchem Masse der Beitrag jeweils angepasst werden m\u00fcsste, um die Kosten f\u00fcr die R\u00fcckgewinnung von Indium zu decken (siehe <em>Tabelle 1<\/em>).&#13;<\/p>\n<h3 class=\"text__graphic-title\">Tabelle 1: Recyclingkosten (Annahmen)<\/h3>\n<p>&#13;<\/p>\n<table style=\"height: 74px;\" width=\"785\">&#13;<\/p>\n<tbody>&#13;<\/p>\n<tr>&#13;<\/p>\n<td style=\"vertical-align: top;\"><\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"vertical-align: top;\">&#13;<\/p>\n<h6>Zerlegung der Ger\u00e4te in Materialien (Fraktionen)<\/h6>\n<p>&#13;\n<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"vertical-align: top;\">&#13;<\/p>\n<h6>Zerkleinerung der indiumhaltigen Fraktionen<\/h6>\n<p>&#13;\n<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"vertical-align: top;\">&#13;<\/p>\n<h6>Aufkonzentrierung auf ein verwertbares Konzentrat<\/h6>\n<p>&#13;\n<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"vertical-align: top;\">&#13;<\/p>\n<h6>R\u00fcckgewinnung des Indiums aus der Fraktion Indiumkonzentrat<\/h6>\n<p>&#13;\n<\/td>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tr>\n<p>&#13;<\/p>\n<tr>&#13;<\/p>\n<td style=\"vertical-align: top;\">&#13;<\/p>\n<h6>Manuelle Verarbeitung<\/h6>\n<p>&#13;\n<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"vertical-align: top;\">270 Fr. pro Tonne (Ger\u00e4te)<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"vertical-align: top;\">25 Fr. pro Tonne (Panels)<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"vertical-align: top;\">175 Fr. pro Tonne (Panels)<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"vertical-align: top;\">unter dem Weltmarktpreis von ca. 750 Fr. pro Kilogramm Indium<\/td>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tr>\n<p>&#13;<\/p>\n<tr>&#13;<\/p>\n<td style=\"vertical-align: top;\">&#13;<\/p>\n<h6>Mechanische Verarbeitung<\/h6>\n<p>&#13;\n<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"vertical-align: top;\">250 Fr. pro Tonne (Ger\u00e4te)<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"vertical-align: top;\">35 Fr. pro Tonne (Granulat)<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"vertical-align: top;\">452 Fr. pro Tonne (Granulat)<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"vertical-align: top;\">unter dem Weltmarktpreis von ca. 750 Fr. pro Kilogramm Indium<\/td>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tr>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tbody>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/table>\n<p>&#13;<br \/>\n<span class=\"text__quelle--ground\">Quelle: Brechb\u00fchler Pe\u0161kov\u00e1, Gr\u00f6sser, W\u00e4ger (2015)<span style=\"color: #ff00ff;\">&#13;<br \/>\n<\/span><\/span>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie Szenarioanalyse (siehe <em>Tabelle 2<\/em>) f\u00fcr das Recycling von Indium zeigt: Im Fall einer manuellen Verarbeitung w\u00e4re eine Erh\u00f6hung des Beitrags aufgrund der Gr\u00f6sse und der Zusammensetzung der Ger\u00e4te von rund 19\u00a0Rappen pro TV-Bildschirm, von rund 7 Rappen pro PC-Monitor und von rund 8\u00a0Rappen pro Laptop notwendig (siehe <em>Tabelle 2<\/em>). Eine manuelle Vorbehandlung der Ger\u00e4te ist dabei rund 20-mal g\u00fcnstiger als eine ausschliesslich mechanische Vorbehandlung.<a href=\"#footnote_7\" id=\"footnote-anchor_7\" class=\"inline-footnote__anchor\">[7]<\/a>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie Kosten (\u00abAufkonzentrierungs- und R\u00fcckgewinnungskosten\u00bb), welche beim Indiumrecycling anfallen, h\u00e4ngen zudem von der Qualit\u00e4t des Konzentrats ab: Je h\u00f6her der Anteil von Indium einer Fraktion, desto g\u00fcnstiger wird die Aufbereitung.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nEs wurden auch die Auswirkungen einer Zwischenlagerung der Bildschirmpanels untersucht f\u00fcr den Fall, dass Indium erst ab dem Jahr 2020 zur\u00fcckgewonnen werden k\u00f6nnte. Dabei ergaben sich jedoch keine merklichen Auswirkungen auf die Ver\u00e4nderung des Recyclingbeitrags. Mit anderen Worten: Die zus\u00e4tzlichen Lagerungskosten haben nur einen marginalen Einfluss auf die Wirtschaftlichkeit der R\u00fcckgewinnung.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nWeiter wurde betrachtet, wie sich Ver\u00e4nderungen der Anzahl Ger\u00e4te pro Person, der in den Elektronikger\u00e4ten verbauten Indiummenge sowie der Nutzungsdauer auswirken. Dabei zeigt sich: Die Ver\u00e4nderungen der jeweiligen Variablen haben bei den betrachteten Bildschirmger\u00e4ten keine relevante Auswirkung auf den zus\u00e4tzlich ben\u00f6tigten Recyclingbeitrag.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nW\u00e4re die R\u00fccklaufquote hingegen um ein F\u00fcnftel geringer, so w\u00fcrde der bei vollst\u00e4ndiger manueller Verarbeitung zus\u00e4tzlich ben\u00f6tigte Recyclingbeitrag 15 Rappen teurer.&#13;<\/p>\n<h3 class=\"text__graphic-title\">Tabelle 2&nbsp;: Anstieg des vorgezogenen Recyclingbeitrags (in Franken)<\/h3>\n<p>&#13;<\/p>\n<table width=\"756\">&#13;<\/p>\n<tbody>&#13;<\/p>\n<tr>&#13;<\/p>\n<td width=\"59\"><\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"59\">&#13;<\/p>\n<h6>TV-Bildschirm<\/h6>\n<p>&#13;\n<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"59\">&#13;<\/p>\n<h6>PC-Bildschirm<\/h6>\n<p>&#13;\n<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"59\">&#13;<\/p>\n<h6>Laptop<\/h6>\n<p>&#13;\n<\/td>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tr>\n<p>&#13;<\/p>\n<tr>&#13;<\/p>\n<td width=\"578\">&#13;<\/p>\n<h6>Art der Vorbehandlung bei der Indium-R\u00fcckgewinnung (Szenario 1)<\/h6>\n<p>&#13;\n<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"59\"><\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"59\"><\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"59\"><\/td>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tr>\n<p>&#13;<\/p>\n<tr>&#13;<\/p>\n<td width=\"578\">Manuell (100%)<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"59\">0,19<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"59\">0,08<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"59\">0,07<\/td>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tr>\n<p>&#13;<\/p>\n<tr>&#13;<\/p>\n<td width=\"578\">Manuell und mechanisch (je 50%)<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"59\">1,86<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"59\">0,76<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"59\">0,68<\/td>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tr>\n<p>&#13;<\/p>\n<tr>&#13;<\/p>\n<td width=\"578\">Mechanisch (100%)<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"59\">3,52<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"59\">1,44<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"59\">1,28<\/td>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tr>\n<p>&#13;<\/p>\n<tr>&#13;<\/p>\n<td width=\"578\">&#13;<\/p>\n<h6>Kosten f\u00fcr das Recycling von Indium (Szenario 2)<\/h6>\n<p>&#13;\n<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"59\"><\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"59\"><\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"59\"><\/td>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tr>\n<p>&#13;<\/p>\n<tr>&#13;<\/p>\n<td width=\"578\">Aufkonzentrierungskosten sind 50 Prozent tiefer als angenommen (vgl. Tabelle 1)<span style=\"color: #ff00ff;\">&#13;<br \/>\n<\/span><\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"59\">0,06<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"59\">0,03<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"59\">0,02<\/td>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tr>\n<p>&#13;<\/p>\n<tr>&#13;<\/p>\n<td width=\"578\">Aufkonzentrierungskosten sind 200 Prozent h\u00f6her als angenommen<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"59\">0,45<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"59\">0,18<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"59\">0,16<\/td>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tr>\n<p>&#13;<\/p>\n<tr>&#13;<\/p>\n<td width=\"578\">R\u00fcckgewinnungskosten sind 10 Prozent tiefer als angenommen (vgl. Tabelle 1)<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"59\">0,11<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"59\">0,04<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"59\">0,04<\/td>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tr>\n<p>&#13;<\/p>\n<tr>&#13;<\/p>\n<td width=\"578\">R\u00fcckgewinnungskosten sind 90 Prozent h\u00f6her als angenommen<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"59\">0,27<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"59\">0,11<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"59\">0,10<\/td>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tr>\n<p>&#13;<\/p>\n<tr>&#13;<\/p>\n<td width=\"578\">R\u00fcckgewinnungskosten liegen 10 Prozent \u00fcber dem Weltmarktpreis<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"59\">0,34<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"59\">0,14<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"59\">0,12<\/td>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tr>\n<p>&#13;<\/p>\n<tr>&#13;<\/p>\n<td width=\"578\">&#13;<\/p>\n<h6>Ver\u00e4nderung der Anzahl Produkte pro Person (Szenario 3)<\/h6>\n<p>&#13;\n<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"59\"><\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"59\"><\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"59\"><\/td>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tr>\n<p>&#13;<\/p>\n<tr>&#13;<\/p>\n<td width=\"578\">Halbierung der Anzahl Produkte pro Person von 2016 bis 2026<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"59\">0,19<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"59\">0,08<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"59\">0,07<\/td>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tr>\n<p>&#13;<\/p>\n<tr>&#13;<\/p>\n<td width=\"578\">Verdoppelung der Anzahl Produkte pro Person von 2016 bis 2026<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"59\">0,20<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"59\">0,08<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"59\">0,07<\/td>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tr>\n<p>&#13;<\/p>\n<tr>&#13;<\/p>\n<td width=\"578\">&#13;<\/p>\n<h6>Ver\u00e4nderung der Indiummenge in Produkten (Szenario 4)<\/h6>\n<p>&#13;\n<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"59\"><\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"59\"><\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"59\"><\/td>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tr>\n<p>&#13;<\/p>\n<tr>&#13;<\/p>\n<td width=\"578\">Abnahme von Indium in m\u00b2 um 30 Prozent von 2016 bis 2026<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"59\">0,21<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"59\">0,08<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"59\">0,07<\/td>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tr>\n<p>&#13;<\/p>\n<tr>&#13;<\/p>\n<td width=\"578\">Zunahme von Indium pro Quadratmeter (Panels) um 30 Prozent von 2016 bis 2026<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"59\">0,18<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"59\">0,08<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"59\">0,07<\/td>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tr>\n<p>&#13;<\/p>\n<tr>&#13;<\/p>\n<td width=\"578\">&#13;<\/p>\n<h6>Ver\u00e4nderung der Nutzungsdauer der Produkte (Szenario 5)<\/h6>\n<p>&#13;\n<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"59\"><\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"59\"><\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"59\"><\/td>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tr>\n<p>&#13;<\/p>\n<tr>&#13;<\/p>\n<td width=\"578\">Halbierung der Nutzungsdauer der Produkte von 2016 bis 2026<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"59\">0,19<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"59\">0,08<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"59\">0,07<\/td>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tr>\n<p>&#13;<\/p>\n<tr>&#13;<\/p>\n<td width=\"578\">Verdopplung der Nutzungsdauer der Produkte von 2016 bis 2026<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"59\">0,19<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"59\">0,08<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"59\">0,07<\/td>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tr>\n<p>&#13;<\/p>\n<tr>&#13;<\/p>\n<td width=\"578\">&#13;<\/p>\n<h6>Ver\u00e4nderung der R\u00fcckgabequote (Szenario 6)<\/h6>\n<p>&#13;\n<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"59\"><\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"59\"><\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"59\"><\/td>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tr>\n<p>&#13;<\/p>\n<tr>&#13;<\/p>\n<td width=\"578\">Geringere R\u00fcckgabequote (20 Prozent tiefer als heute)<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"59\">0,15<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"59\">0,06<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"59\">0,06<\/td>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tr>\n<p>&#13;<\/p>\n<tr>&#13;<\/p>\n<td width=\"578\">Geringere R\u00fcckgabequote (40 Prozent tiefer als heute)<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"59\">0,11<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"59\">0,05<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"59\">0,04<\/td>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tr>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tbody>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/table>\n<p>&#13;<br \/>\n<span class=\"text__legend\">Anmerkung: Die Tabelle zeigt den Anstieg des vorgezogenen Recyclingbeitrags, welcher n\u00f6tig ist, um die Zusatzkosten des Indiumrecyclings zu decken.<\/span>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<span class=\"text__quelle--ground\">Quelle: Brechb\u00fchler Pe\u0161kov\u00e1, Gr\u00f6sser, W\u00e4ger (2015)<span style=\"color: #ff00ff;\">&#13;<br \/>\n<\/span><\/span>&#13;<\/p>\n<h2><strong>Nachhaltige Nutzung der seltenen Metalle ist zentral<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nAus \u00f6kologischer Sicht ist die Sache klar: Der Berg von ausgedienten Elektro- und Elektronikaltger\u00e4ten kommt einer rohstoffreichen Mine gleich. Der Massenanteil an seltenen Metallen in diesem Berg ist in vielen F\u00e4llen h\u00f6her als jener in einer Mine bei der Prim\u00e4rproduktion. Das sind gute Voraussetzungen f\u00fcr die R\u00fcckgewinnung.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie Umweltauswirkungen der R\u00fcckgewinnung von einem Kilogramm Indium aus Flachbildschirmen mit vorangehender manueller Zerlegung sind zudem gleich hoch oder im besten Fall sogar kleiner als jene der heutigen Prim\u00e4rproduktion \u2013 d. h. bei der Gewinnung von Indium aus Mineralien (als Nebenprodukt der Zinkgewinnung). Dies zeigen die Ergebnisse der Analysen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nAus technischer Sicht sind f\u00fcr die R\u00fcckgewinnung von Indium aus Flachbildschirmen zwar noch einige Fragen zu kl\u00e4ren \u2013 insbesondere, was die technische Machbarkeit im industriellen Massstab betrifft. Laufende Forschungsarbeiten stimmen aber zuversichtlich.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nAus wirtschaftlicher Sicht ist anzuf\u00fcgen, dass die R\u00fcckgewinnung seltener Metalle (wie Indium) isoliert betrachtet nicht kostendeckend ist. Soll Indium aus den entsorgten Flachbildschirmen zur\u00fcckgewonnen werden, fallen Zusatzkosten an.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie Szenarienanalyse zeigt auf, dass diese Zusatzkosten f\u00fcr die Integration des Indiumrecyclings in das bestehende Recyclingsystem unter den definierten Annahmen (etwa Verh\u00e4ltnis der \u00abR\u00fcckgewinnungs&shy;kos&shy;ten\u00bb und Indium-Marktpreis) moderat ausfallen: Der vorgezogene Recyclingbeitrag m\u00fcsste um maximal rund 50 Rappen pro Bildschirm erh\u00f6ht werden. Beim Vorliegen der technischen Voraussetzungen muss zudem gepr\u00fcft werden, welchen Beitrag die aktuellen Recyclingsysteme bei der R\u00fcckgewinnung seltener Metalle leisten k\u00f6nnen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nUnd was ist mit den \u00fcbrigen kritischen Metallen? Die Fallstudie f\u00fcr Indium (und f\u00fcr Neodym) wurde stellvertretend f\u00fcr die insgesamt 36\u00a0seltenen Metalle in Elektro- und Elektronikger\u00e4ten durchgef\u00fchrt. Indium wurde ausgew\u00e4hlt, weil es eines der Metalle ist, bei denen die Voraussetzungen f\u00fcrs Recycling am ehesten gegeben scheinen. Aus dem positiven Resultat f\u00fcr Indium kann deshalb nicht pauschal geschlossen werden, dass eine R\u00fcckgewinnung aller oder einer gr\u00f6sseren Anzahl dieser Metalle in greifbarer N\u00e4he liegt.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nNichtsdestotrotz markiert dieses Ergebnis einen Meilenstein auf dem Weg zur nachhaltigen Nutzung kritischer Metalle in der Schweiz.<\/p>\n<ol class=\"footnote\"><li id=\"footnote_1\" class=\"footnote--item\">Vgl. Angerer et al. (2009), St\u00e4hli et al. (2012), W\u00e4ger et al. (2012).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_2\" class=\"footnote--item\">W\u00e4ger et al. (2012).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_3\" class=\"footnote--item\">Vgl. B\u00f6ni et al. (2015a).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_4\" class=\"footnote--item\">L\u00f6sungsmittelextraktion oder Ionenaustausch; vgl. B\u00f6ni et al. (2015a) und Wolfensberger M. et al. (2015).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_5\" class=\"footnote--item\">Gr\u00f6sser (2012).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_5\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_6\" class=\"footnote--item\">Die Kosten der \u00abZerlegung der Produkte in Fraktionen\u00bb und der \u00abZerkleinerung der Indium-haltigen Fraktion konnte an Hand empirischer Werte aus der Schweiz ber\u00fccksichtigt werden. Die Kosten der \u00abAufkonzentrierung auf ein verwertbares Konzentrat\u00bb und die Kosten \u00ababschliessende R\u00fcckgewinnung von Indium\u00bb sind in Form von Expertensch\u00e4tzungen in die Modellierung der Wirtschaftlichkeit eingeflossen (siehe Tabelle 2).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_6\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_7\" class=\"footnote--item\">Im Folgenden wird aus Gr\u00fcnden der Einfachheit nur noch die Zunahme des vorgezogenen Recyclingbeitrags f\u00fcr TV-Bildschirme (mit dem gr\u00f6ssten Anpassungsbedarf) erw\u00e4hnt. Die Werte f\u00fcr die weiteren Produktgruppen (PC-Bildschirme und Laptops) sind in Tabelle 1 ersichtlich. Vgl. B\u00f6ni, H. et al. 2015a, 2015b und Brechb\u00fchler Pe\u0161kov\u00e1, M., Gr\u00f6sser S., W\u00e4ger P. (2015).<\/span><\/p><p><span>&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_7\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><\/ol>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In vielen Produkten unseres t\u00e4glichen Lebens, insbesondere in Elektronikger\u00e4ten, sind seltene Metalle enthalten (siehe Kasten). Meist in winzigen Mengen verwendet, erm\u00f6glichen die seltenen Metalle spezifische Eigenschaften der Ger\u00e4te und Produkte. Indium beispielsweise wird in Flachbildschirmen eingesetzt, weil es d\u00fcnnfl\u00e4chig aufgebracht werden kann, transparent und leitf\u00e4hig ist. Neodym, ein Seltenerdelement, wird f\u00fcr die Herstellung von Magneten [&hellip;]<\/p>","protected":false},"author":3833,"featured_media":30941,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"om_disable_all_campaigns":false,"ep_exclude_from_search":false,"footnotes":""},"post__type":[66],"post_opinion":[],"post_serie":[],"post_content_category":[154],"post_content_subject":[],"acf":{"seco_author":3833,"seco_co_author":[4341,3136,4342,0],"author_override":"","seco_author_post_ocupation_year":"","seco_author_post_occupation_de":"Dr. rer. pol., Leiterin Kompetenzteam \u00abStrategie und Innovation\u00bb, Berner Fachhochschule","seco_author_post_occupation_fr":"Cheffe de l\u2019\u00e9quipe comp\u00e9tente \u00ab Strat\u00e9gie et innovation \u00bb, Haute \u00e9cole sp\u00e9cialis\u00e9e bernoise","seco_co_authors_post_ocupation":[{"seco_co_author":4341,"seco_co_author_post_occupation_year":"","seco_co_author_post_occupation_de":"Dr. oec., stv. 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Eine Studie zur R\u00fcckgewinnung von Indium zeigt: Das Recycling ist \u00f6kologisch sinnvoll und wirtschaftlich tragbar. Es sind allerdings noch nicht alle Fragen zur technischen Machbarkeit gekl\u00e4rt.","post_hero_image_description":"Das seltene Metall Indium ist in Flachbildschirmen enthalten. Kunstinstallation in Venedig.","post_hero_image_description_copyright_de":"Keystone","post_hero_image_description_copyright_fr":"","post_references_literature":"<ul>&#13;\n\t<li>Angerer, G. et al. (2009). Rohstoffe f\u00fcr Zukunftstechnologien, Karlsruhe: Fraunhofer Institut f\u00fcr System- und Innovatonsforschung ISI.<\/li>&#13;\n\t<li>B\u00f6ni H. et al. (2015a). R\u00fcckgewinnung von kritischen Metallen aus Elektronikschrott am Beispiel von Indium und Neodym: Schlussbericht, Bern.<\/li>&#13;\n\t<li>B\u00f6ni, H. et al. (2015b). Indium und Neodym: Ist ein Recycling sinnvoll? In Swico, SENS, SLRS Fachbericht 2015.<\/li>&#13;\n\t<li>Brechb\u00fchler Pe\u0161kov\u00e1, M., Gr\u00f6sser S. N., W\u00e4ger P. (2015). Dynamische Modellierung der Kosten des Recyclings von Indium aus Bildschirmger\u00e4ten: e-Recmet Projekt Bericht 2.3, Bern.<\/li>&#13;\n\t<li>European Commission (2014). Report on Critical Raw Materials for the EU; Brussels.<\/li>&#13;\n\t<li>Erdmann, L. &amp; Graedel, T. E. (2011). Criticality of Non-Fuel Minerals: A Review of Major Approaches and Analyses. Environ. Sci. Technol., 45 (18), 7620\u22127630.<\/li>&#13;\n\t<li>Gr\u00f6sser, S. N. Stichwort: System Dynamics. Gabler Wirtschaftslexikon. Heidelberg, Gabler.<\/li>&#13;\n\t<li>St\u00e4hli, B. (2012). Die Bedeutung seltener Metalle f\u00fcr Schweizer Unternehmen. Bachelorarbeit, Bern: Fachbereich Wirtschaft der Berner Fachhochschule.<\/li>&#13;\n\t<li>St\u00e4hli, B., Brechb\u00fchler Pe\u0161kov\u00e1, M., Seyler Ch. (2012). Seltene Metalle: Ist die Knappheit ein Problem f\u00fcr die Schweizer Industrie? In: Die Volkswirtschaft, 2012 (12), 39\u201343. W\u00e4ger, P. A. &amp; Lang, D.J. (2010): Seltene Metalle Rohstoffe f\u00fcr Zukunftstechnologien. SATW Schrift, 2010 (41).<\/li>&#13;\n\t<li>W\u00e4ger P. A. et al. (2012). Towards a More Sustainable Use of Scarce Metals \u2013 a Review of Intervention Options Along the Metals Life Cycle. GAIA 2012; 21(4): 300\u20139.<\/li>&#13;\n\t<li>Wolfensberger M. et al. (2015). \u00d6kobilanz der R\u00fcckgewinnung von Indium und Neodym aus Elektronikaltger\u00e4ten, E-Recmet Projekt Bericht 2.4, Bern.<\/li>&#13;\n<\/ul>","post_kasten":[{"kasten_title":"Seltene und kritische Metalle","kasten_box":"Metalle werden als \u00abselten\u00bb bezeichnet, wenn ihr durchschnittlicher Massenanteil an der Erdkruste weniger als 0,01 Prozent betr\u00e4gt.<sup>a<\/sup> Beispiele sind Gallium, Gold, Indium, Platinmetalle oder Seltenerdelemente.&#13;\n&#13;\nH\u00e4ufig gelten diese Metalle auch als \u00abkritisch\u00bb, weil einerseits das Risiko f\u00fcr Versorgungsunterbr\u00fcche als relativ gross angesehen wird (unter anderem aufgrund einer Konzentration der weltweiten Reserven und Produktionsst\u00e4tten in wenigen L\u00e4ndern, darunter China) und andererseits die Auswirkungen von Versorgungsunterbr\u00fcchen als gravierend eingestuft werden.<sup>b<\/sup>&#13;\n&#13;\n<span class=\"text__quelle--kasten\"><sup>a<\/sup>Vgl. W\u00e4ger et al. (2010).<\/span>&#13;\n&#13;\n<span class=\"text__quelle--kasten\"><sup>b<\/sup>Vgl. Erdmann, L. &amp; Graedel, T. E. (2011), European Commission (2014) und St\u00e4hli, B. (2012).<\/span>"}],"post_notes_for_print":"","first_teaser_header_de":"","first_teaser_header_fr":"","first_teaser_text_de":"","first_teaser_text_fr":"","second_teaser_header_de":"","second_teaser_header_fr":"","second_teaser_text_de":"","second_teaser_text_fr":"","kseason_de":"","kseason_fr":"","post_in_pdf":114406,"main_focus":null,"serie_email":null,"frontpage_slider_bild":114410,"artikel_bild-slider":null,"legacy_id":"43896","post_abstract":"Die Bedeutung der sogenannten seltenen Metalle hat in den letzten Jahren stark zugenommen. Diese Rohstoffe werden ihrer besonderen Eigenschaften wegen nachgefragt und in einer Vielzahl von Produkten \u2013 wie Magneten, Elektronikger\u00e4ten und Fotovoltaikanlagen \u2013 eingesetzt. Zurzeit werden viele dieser Metalle nicht rezykliert und gehen somit f\u00fcr k\u00fcnftige Generationen verloren. Deshalb stellt sich die Frage nach der R\u00fcckgewinnung aus ausgedienten Produkten und nach der R\u00fcckf\u00fchrung in die Nutzung als sekund\u00e4rer Rohstoff. Die Analyse der Machbarkeit des Recyclings von Indium aus Bildschirmger\u00e4ten ist ermutigend: Grunds\u00e4tzlich ist das Recycling technisch m\u00f6glich, \u00f6kologisch sinnvoll und wirtschaftlich tragbar. 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