{"id":114553,"date":"2015-12-21T15:54:25","date_gmt":"2015-12-21T15:54:25","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2015\/12\/fuest-01-02-2016-franz\/"},"modified":"2023-08-23T23:11:22","modified_gmt":"2023-08-23T21:11:22","slug":"fuest-01-02-2016","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2015\/12\/fuest-01-02-2016\/","title":{"rendered":"\u00d6ffnung des Dienstleistungssektors bringt Wachstum"},"content":{"rendered":"<p>Die Schweizer Wirtschaft ist in den vergangenen Jahren zwar kr\u00e4ftig gewachsen, die Produktivit\u00e4t hat sich jedoch nur in geringem Ausmass erh\u00f6ht. Da die Produktivit\u00e4tsentwicklung einer Volkswirtschaft in starkem Masse von der Einbindung in die internationale Arbeitsteilung abh\u00e4ngt, hat eine Studie des Rheinisch-Westf\u00e4lischen Instituts f\u00fcr Wirtschaftsforschung (RWI) und der Universit\u00e4t St. Gallen die \u00abOffenheit\u00bb der Schweizer Volkswirtschaft in den vergangenen Jahren gemessen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nF\u00fcr die Beurteilung der Offenheit steht eine grosse Zahl einschl\u00e4gig verwendeter Offenheitsmasse zur Verf\u00fcgung. Diese lassen sich in die beiden Kategorien \u00abrechtlich\u00bb und \u00abreal\u00bb einteilen: W\u00e4hrend die erste das Ausmass von Handels- und Kapitalverkehrsbeschr\u00e4nkungen misst, betrachtet die zweite die tats\u00e4chlichen Str\u00f6me von G\u00fctern und Finanzkapital. Aufgrund der Bedeutung des Dienstleistungssektors in der Schweiz und des relativ hohen Preisniveaus im Vergleich zum Ausland ist die reale Offenheit zur Beurteilung der Schweizer Offenheit besonders interessant.<a href=\"#footnote_1\" id=\"footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor\">[1]<\/a> Nach diesem Mass ist die Schweiz offener als viele andere Volkswirtschaften. Dieser Befund hat sich seit 2002 sogar noch verst\u00e4rkt, da die Offenheit der Schweiz st\u00e4rker zugenommen hat (siehe <em>Abbildung 1<\/em>).&#13;<\/p>\n<h3 class=\"text__graphic-title\">Abb. 1: Reale Offenheit ausgew\u00e4hlter Volkswirtschaften (in&nbsp;% des BIP, 1990 bis 2014)<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\n<div class=\"chart chart--normal\" id=\"fuestfoellmi1de\"><\/div>\n<script>\n$(function () {\n    $('#fuestfoellmi1de').highcharts({\n        title: {\n            text: ''\n        },\n        subtitle: {\n            text: ''\n        },\n        xAxis: {\n            categories: ['1990', '1991', '1992', '1993', '1994', '1995', '1996', '1997', '1998', '1999', '2000', '2001', '2002', '2003', '2004', '2005', '2006', '2007', '2008', '2009', '2010', '2011', '2012', '2013', '2014']\n        },\n        yAxis: {\n            title: {\n                text: ''\n            },\nlabels: {\n                format: '{value}%'\n                \n            },\n            \n        },\n        plotOptions: {\n            line: {\n                marker: {\n                    enabled: false\n                }\n            }\n        },\n        tooltip: {\n            valueSuffix: '%'\n        },\n        legend: {\n            \n        },\n        series: [     {\n            name: 'Schweiz',\n            data: [67.8,66.4,68.8,66.3,72.3,83.9,83,79,78.6,77,75.7,74.9,76.7,88.2,100.5,108,114,129.8,151.2,140.6,161.4,198.6,188.8,203.7,null]\n        },\n\n{\n            name: 'Deutschland',\n            data: [32.5, 34, 35.7, 31.7, 34.1, 40.8, 40.4, 38.8, 40, 39.8, 39.4, 39.1, 40.9, 50.3, 59.8, 64.5, 71.4, 81.6, 89.8, 75.7, 81.5, 92.4, 87.9, 92, 93]\n        }, {\n            name: 'Frankreich',\n            data: [31.4, 31.3, 33.2, 30, 32.3, 38, 38.1, 36.5, 37.5, 36.2, 35.7, 34.8,36,42.1,48.1,50.9,54.5,61.4,68.4,57,59.8,68.3,65,67.3,68]\n        }, {\n            name: '\u00d6sterreich',\n            data: [49.9,49.3,52.4,47.6,51.8,61.8,61,57.2,58.2,56.9,54.4,55.1,58.2,70.3,82.8,88.1,94.5,108.2,119.4,98.1,106.8,121.7,114.4,118.5,120.6]\n        },{\n            name: 'Niederlande',\n            data: [68.4,69.4,73.4,68.4,74.2,89.9,88.7,83.2,82.8,81.4,79.4,77.3,79.9,95.7,111.8,118.8,128.1,145.5,162,137,148.8,168.7,167.4,175.5,177.1]\n        },\n           \n             \n                {\n            name: 'Vereinigtes K\u00f6nigreich',\n            data: [33.9,33.7,35.4,33.3,35.9,40.5,42.7,44.9,44,43.8,44.1,42.5,44,47.7,55,58.9,65.6,68.4,69.9,57.8,63.3,70.9,70.3,70.4,71]\n        },\n                {\n            name: 'USA',\n            data: [12.8, 13.2, 13.6, 14, 15, 16.3, 16.8, 17.6, 17.4, 18, 19.8, 18.5, 18.2, 18.8, 21, 22.7, 24.7, 26.3, 28.8, 24, 27.6, 30.9, 31.2, 31, null]\n        }]\n    });\n});\n\n\n<\/script>\n&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<span class=\"text__quelle--ground\">Quelle: IWF; eigene Berechnungen \/ Die Volkswirtschaft<\/span>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDagegen zeigen einige \u00abrechtliche\u00bb Indikatoren \u2013 wie der Services Trade Restrictiveness Index der OECD, der eine F\u00fclle von Detailinformationen verarbeitet \u2013 Potenzial f\u00fcr weitere Liberalisierungen auf. So kommt die OECD in einer Studie aus dem Jahr 2013 zum Ergebnis, dass die Schweiz deutlich offener sein m\u00fcsste. Diese Untersuchung basiert allerdings auf Daten der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung, welche einen Teil des j\u00fcngeren Strukturwandels der Schweizer Exportwirtschaft nur unzureichend abbilden.<a href=\"#footnote_2\" id=\"footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor\">[2]<\/a> Wiederholt man die Analyse mit aktuellen Daten nach dem neuesten Standard<a href=\"#footnote_3\" id=\"footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor\">[3]<\/a>, dann ist die Schweizer Volkswirtschaft deutlich offener einzusch\u00e4tzen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDer Unterschied in den Ergebnissen ist vor allem auf die ver\u00e4nderte Behandlung des Transit- und des Goldhandels in den beiden Systematiken zur\u00fcckzuf\u00fchren. Diese werden nun statt im Dienstleistungshandel (respektive dem Kapitalverkehr) neu dem Warenverkehr zugeschlagen.<a href=\"#footnote_4\" id=\"footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor\">[4]<\/a>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nBeim Transithandel erwirbt ein Unternehmen im Inland von einem Lieferanten im Ausland Waren und verkauft diese an einen Abnehmer im Ausland weiter, ohne dass dabei die Waren physisch ins Inland ein- und ausgef\u00fchrt werden. Die Bedeutung dieses Wirtschaftszweigs l\u00e4sst sich verdeutlichen, indem man die nominale Offenheit einmal mit und einmal ohne den Transithandel (und \u00fcbrige Wertsachen) berechnet.<a href=\"#footnote_5\" id=\"footnote-anchor_5\" class=\"inline-footnote__anchor\">[5]<\/a> W\u00e4hrend die nominale Offenheit ohne Transithandel rund 60 Prozent betr\u00e4gt, liegt sie mit Transithandel rund 6 Prozentpunkte h\u00f6her. Nun kann man durchaus argumentieren, dass die Offenheit durch die Ber\u00fccksichtigung des Transithandels zu hoch eingesch\u00e4tzt wird, da diese neuere Form des Handels nicht mit dem klassischen Warenhandel vergleichbar ist. Auch der Einbezug des Goldhandels kann zu einer \u00e4hnlichen Einsch\u00e4tzung f\u00fchren, da der monet\u00e4re Wert des gehandelten Goldes ungleich gr\u00f6sser ist als die in diesem Gesch\u00e4ft erzielte Wertsch\u00f6pfung.&#13;<\/p>\n<h2><strong>Wettbewerb, Investitionen und Technologie als Produktivit\u00e4tstreiber<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nEine zunehmende und \u00fcberdurchschnittliche \u00d6ffnung der Schweizer Volkswirtschaft wirkt sich theoretisch \u00fcber drei Wirkungskan\u00e4le positiv auf die Produktivit\u00e4tsentwicklung aus. Dem ersten Kanal nach steigert internationaler Handel die gesamtwirtschaftliche Produktivit\u00e4t nicht zuletzt deshalb, weil den verst\u00e4rkten Wettbewerb durch Handels\u00f6ffnung nur die produktivsten Firmen \u00fcberleben.<a href=\"#footnote_6\" id=\"footnote-anchor_6\" class=\"inline-footnote__anchor\">[6]<\/a>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nEin zweiter Kanal setzt bei der Produktivit\u00e4tssteigerung infolge vermehrter Kapitalakkumulation an, die durch den Zugang zu den internationalen Finanzm\u00e4rkten erm\u00f6glicht wird. Sinkende Risikopr\u00e4mien ziehen weitere Kapitalinvestitionen nach sich, was die Arbeitsproduktivit\u00e4t erh\u00f6ht.<a href=\"#footnote_7\" id=\"footnote-anchor_7\" class=\"inline-footnote__anchor\">[7]<\/a>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nEin dritter Kanal wirkt \u00fcber den internationalen Technologietransfer. Der Zugang zu einem gr\u00f6sseren Absatzmarkt in offenen Volkswirtschaften erh\u00f6ht die Anreize zu mehr Forschung und Entwicklung, da die hieraus hervorgehenden Innovationen h\u00f6here Ums\u00e4tze und Gewinne versprechen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie empirische Analyse zeigt allerdings: Die realwirtschaftlichen Offenheitsmasse (wie die nominale Offenheit) weisen \u2013 im Unterschied zu vielen anderen Volkswirtschaften \u2013 bei einer aggregierten Betrachtung keinen deutlichen Zusammenhang mit der Produktivit\u00e4tsentwicklung auf. Nur zwischen der realen Offenheit der Schweiz und dem Wachstum des aggregierten BIP ergibt sich ein signifikant positiver Zusammenhang.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDas st\u00e4rkere Ergebnis bez\u00fcglich der realen (versus der nominalen) Offenheit deutet darauf hin, dass es Branchen gibt, in denen die Unternehmen international \u00fcber eine hohe preisliche Wettbewerbsf\u00e4higkeit verf\u00fcgen und durch die Ausweitung ihrer Exporte zum Wirtschaftswachstum beitragen. Gleichzeitig scheint es aber eine Reihe von Branchen zu geben, deren Unternehmen auf den Exportm\u00e4rkten weniger aktiv sind, sodass der geringere (internationale) Wettbewerb zu einem relativ hohen Preisniveau f\u00fchrt. In diesem Zusammenhang wird oft der Dienstleistungssektor genannt.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nEmpirisch zeigen sich tats\u00e4chlich deutliche Unterschiede zwischen den Branchen: In wichtigen Branchen wie Pharma, Datenverarbeitung und Uhren sowie Maschinenbau geht eine Ausweitung der Exporte mit einem Produktivit\u00e4tszuwachs einher. Dagegen ist in den Branchen Druck, Papier, M\u00f6bel und Textilien eine Produktivit\u00e4tsausweitung mit einem R\u00fcckgang der Exporte verbunden. Insgesamt deuten die Ergebnisse auch auf Branchenebene darauf hin, dass mit der zunehmenden \u00d6ffnung der Schweizer Volkswirtschaft positive Wachstumseffekte einhergehen.&#13;<\/p>\n<h2><strong>Liberalisierung von Dienstleistungen zahlt sich aus<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nEin Bereich des internationalen Handels, wo es noch vergleichsweise viele Beschr\u00e4nkungen gibt, ist der Dienstleistungshandel. Diese Beschr\u00e4nkungen wirken sich auf die Wettbewerbsf\u00e4higkeit der inl\u00e4ndischen Unternehmen aus, weil so nur geringe Anreize f\u00fcr Innovationen und die Erschliessung neuer M\u00e4rkte im In- und im Ausland bestehen. Ausserdem sind Dienstleistungen ein wesentlicher Bestandteil globaler Lieferketten. Sie dienen als Verbindung zwischen einzelnen Gliedern einer Lieferkette und fliessen als Inputfaktoren in den Herstellungsprozess ein. Aus diesem Grund wirken sich Handelsbeschr\u00e4nkungen in Dienstleistungssektoren auch auf den Warenverkehr von Industrieg\u00fctern aus.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nWir haben uns deshalb gesondert der Frage gewidmet, ob es im Dienstleistungshandel Potenziale f\u00fcr Liberalisierungen gibt, die m\u00f6glicherweise die Produktivit\u00e4t in diesen Branchen erh\u00f6hen. Dazu wurden die Daten des Services Trade Restrictiveness Index (STRI) der OECD ausgewertet, der Handelsbarrieren in einzelnen Dienstleistungssektoren zusammenfasst. Dieser Index berechnet die Offenheit dieser Sektoren f\u00fcr 42 L\u00e4nder. Demnach weist die Schweiz in Dienstleistungsbereichen wie Rechtsdienstleistungen, Luftverkehr und den Kurierdiensten einen substanziellen Spielraum f\u00fcr Markt\u00f6ffnungen auf (siehe <em>Abbildung 2<\/em>).&#13;<\/p>\n<h3 class=\"text__graphic-title\">Abb. 2: Offenheit nach Dienstleistungszweigen (Schweiz, 2015)<span style=\"color: #ff00ff;\">&#13;<br \/>\n<\/span><\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\n<div class=\"chart chart--normal\" id=\"fuestfoellmi2de\"><\/div>\n<script>\n\n\n\n$(function () {\n    $('#fuestfoellmi2de').highcharts({\n        chart: {\n        },\n        title: {\n            text: ''\n        },\n        subtitle: {\n            text: ''\n        },\n        xAxis: [{\n            categories: ['Rechnungswesen',  'Architektur',  'Ingenieurwesen',  'Rechtsdienstleistungen',  'Film',  'Rundfunk',  'Tonaufnahmen',  'Telekommunikation',  'Luftverkehr',  'Strasseng\u00fcterverkehr',  'Bahnfrachtverkehr',  'Kurierdienste',  'Vertrieb',  'Gesch\u00e4ftsbankwesen',  'Versicherungen ',  'Computer',  'Bau'],\n            crosshair: true\n        }],\n        yAxis: [{ \/\/ Primary yAxis\n title: {\n                text: ''\n               \n            },\n                      labels: {\n                format: '{value} '\n                \n            },\n            plotOptions: {\n            column: {\n                stacking: 'percent'\n            }\n        },\n            title: {\n                text: 'Services Trade Restrictiveness Index (Schweiz)'\n                \n            },\n          \n        }, { \/\/ Secondary yAxis\n            title: {\n                text: ''\n               \n            },\n          \n            labels: {\n                format: '{value}'\n                \n            },\n            opposite: true\n        }],\n        tooltip: {\n            shared: true\n        },  plotOptions: {\n            \n            series: {\n                colorByPoint: false\n            }\n        },\n       \n\n       \n        series: [               \n\n\n\n                 {\n            name: 'Schweiz',\n            type: 'column',    \n            data: [0.413, 0.188, 0.191, 0.428, 0.212, 0.437, 0.206, 0.215, 0.400, 0.162, 0.229, 0.370, 0.138, 0.193, 0.132, 0.222, 0.181],\n\n            tooltip: {\n                valueSuffix: ''\n            }\n        },\n                \n        \n       \n        \n        \n        \n        {\n            name: 'OECD-Durchschnitt',\n            type: 'scatter',\n            yAxis: 1,\n            data: [0.29, 0.21, 0.19, 0.28, 0.14, 0.24, 0.14, 0.17, 0.40, 0.14, 0.18, 0.22, 0.11, 0.15, 0.16, 0.15, 0.15],\n            tooltip: {\n                    headerFormat: '<b>{series.name}<\/b><br>',\n                    pointFormat: '{point.y}'\n                }\n\n\n\n        },\n        {\n            name: ' Durchschnitt aller 42 untersuchten L\u00e4nder',\n            type: 'scatter',\n            yAxis: 1,\n            data: [0.29, 0.22, 0.19, 0.30, 0.17, 0.28, 0.15, 0.21, 0.43, 0.15, 0.22, 0.25, 0.13, 0.19, 0.20, 0.16, 0.16],\n            tooltip: {\n                    headerFormat: '<b>{series.name}<\/b><br>',\n                    pointFormat: '{point.y}'\n                }\n\n\n\n        }]\n    });\n});\n\n\n\n<\/script>\n&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<span class=\"text__legend\">Anmerkung: M\u00f6glich sind Werte zwischen 0 (vollst\u00e4ndig offen) und 1 (vollkommen geschlossen).<\/span>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<span class=\"text__quelle--ground\">Quelle: OECD \/ Die Volkswirtschaft<\/span>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nUm die Effekte einer Handelsliberalisierung in den Dienstleistungssektoren zu illustrieren, wurden zwei Szenarien konstruiert. Im Szenario 1 wird in allen Branchen der Personenverkehr liberalisiert.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nIm noch weiter gehenden Szenario 2 wurden zus\u00e4tzlich weitere branchenspezifische Liberalisierungen eingef\u00fchrt. So wurde in den Branchen Rechtsdienstleistungen und Rechnungswesen die Bestimmung aufgehoben, die besagt, dass ausl\u00e4ndische Dienstleister den Hochschulabschluss, das Praktikum und das Examen in Rechtswissenschaften vollst\u00e4ndig nachholen m\u00fcssen. In den Bereichen Telekommunikation, Kurierdienste und Gesch\u00e4ftsbankwesen wurde die Kontrolle der Regierung \u00fcber eines der f\u00fchrenden Unternehmen in der Branche beseitigt. Bei den Computerdienstleistungen und dem Luftverkehr wurden die Begrenzungen der Aufenthaltsdauer f\u00fcr ausl\u00e4ndische Anbieter von unabh\u00e4ngigen Dienstleistungen, f\u00fcr ausl\u00e4ndische Anbieter von Vertragsdienstleistungen und f\u00fcr konzernintern entsandte Arbeitnehmer von derzeit einem Jahr auf mehr als drei Jahre gesetzt.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nIn einem ersten Schritt wurde berechnet, wie stark diese Reformen die Handelsrestriktionen in der Schweiz senken w\u00fcrden. In einem zweiten Schritt wurde auf Basis von Elastizit\u00e4tssch\u00e4tzungen<a href=\"#footnote_8\" id=\"footnote-anchor_8\" class=\"inline-footnote__anchor\">[8]<\/a> aufgezeigt, in welchem Ausmass diese Liberalisierungen die Im- und Exporte in den jeweiligen Branchen erh\u00f6hen k\u00f6nnten.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie Ergebnisse sind in der <em>Tabelle<\/em> dargestellt. Dabei zeigt sich, dass bei den Computerdienstleistungen das Potenzial f\u00fcr eine Liberalisierung besonders gross ist. Durch die Liberalisierung w\u00fcrden die Exporte in dieser Branche im ersten Szenario um 11 Prozent und im zweiten Szenario um \u00fcber 19 Prozent steigen. Auch beim Rechnungswesen und\u00a0 den Rechtsdienstleistungen w\u00e4re die Zunahme gross. F\u00fcr einige Branchen k\u00f6nnen keine Effekte auf die Ex- und Importe angegeben werden, da die gesch\u00e4tzten Elastizit\u00e4ten nicht signifikant sind. Da sich insgesamt deutlichere Effekte auf die Exporte als auf die Importe ergeben, sind positive Effekte auf die Produktivit\u00e4t in diesen Branchen zu erwarten.&#13;<\/p>\n<h3 class=\"text__graphic-title\"><strong>Auswirkungen von Handelsliberalisierungen in Dienstleistungsbranchen auf den Schweizer Aussenhandel<\/strong><\/h3>\n<p>&#13;<\/p>\n<table width=\"703\">&#13;<\/p>\n<tbody>&#13;<\/p>\n<tr>&#13;<\/p>\n<td width=\"168\"><\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td colspan=\"2\" width=\"178\">&#13;<\/p>\n<h6>Abnahme der Handelsbarrieren (Restriktionsgrad STRI)<\/h6>\n<p>&#13;\n<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td colspan=\"2\" width=\"178\">&#13;<\/p>\n<h6>Zunahme der Importe in der jeweiligen Branche (in&nbsp;%)<sup>a<\/sup><\/h6>\n<p>&#13;\n<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td colspan=\"2\" width=\"178\">&#13;<\/p>\n<h6>\u00a0Zunahme der Exporte in der jeweiligen Branche (in&nbsp;%)<sup>a<\/sup><\/h6>\n<p>&#13;\n<\/td>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tr>\n<p>&#13;<\/p>\n<tr>&#13;<\/p>\n<td width=\"168\"><\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"89\">Szenario 1<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"89\">Szenario 2<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"89\">Szenario 1<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"89\">Szenario 2<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"89\">Szenario 1<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"89\">Szenario 2<\/td>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tr>\n<p>&#13;<\/p>\n<tr>&#13;<\/p>\n<td width=\"168\">Computerdienstleistungen<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"89\">\u20130,08<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"89\">\u20130,14<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"89\">&#8211;<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"89\">&#8211;<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"89\">11,0<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"89\">19,3<\/td>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tr>\n<p>&#13;<\/p>\n<tr>&#13;<\/p>\n<td width=\"168\">Gesch\u00e4ftsbankwesen<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"89\">\u20130,03<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"89\">\u20130,04<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"89\">2,7<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"89\">3,8<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"89\">4,5<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"89\">6,5<\/td>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tr>\n<p>&#13;<\/p>\n<tr>&#13;<\/p>\n<td width=\"168\">Kurierdienste<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"89\">\u20130,02<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"89\">\u20130,03<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"89\">&#8211;<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"89\">&#8211;<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"89\">&#8211;<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"89\">&#8211;<\/td>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tr>\n<p>&#13;<\/p>\n<tr>&#13;<\/p>\n<td width=\"168\">Luftverkehr<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"89\">\u20130,02<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"89\">\u20130,03<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"89\">0,3<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"89\">0,6<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"89\">1,2<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"89\">2,0<\/td>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tr>\n<p>&#13;<\/p>\n<tr>&#13;<\/p>\n<td width=\"168\">Rechnungswesen<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"89\">0<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"89\">\u20130,22<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"89\">&#8211;<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"89\">&#8211;<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"89\">&#8211;<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"89\">&#8211;<\/td>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tr>\n<p>&#13;<\/p>\n<tr>&#13;<\/p>\n<td width=\"168\">Rechtsdienstleistungen<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"89\">\u20130,08<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"89\">\u20130,16<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"89\">5,8<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"89\">11,9<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"89\">4,4<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"89\">9,0<\/td>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tr>\n<p>&#13;<\/p>\n<tr>&#13;<\/p>\n<td width=\"168\">Telekommunikation<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"89\">\u20130,02<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"89\">\u20130,04<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"89\">&#8211;<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"89\">&#8211;<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"89\">&#8211;<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"89\">&#8211;<\/td>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tr>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tbody>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/table>\n<p>&#13;<br \/>\n<span class=\"text__quelle--kasten\"><sup>a<\/sup>Der Berechnung sind die von Nord\u00e5s und Rouzet (2015) berechneten Elastizit\u00e4ten zugrunde gelegt.<\/span>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<span class=\"text__quelle--ground\">Quelle: Nord\u00e5s und Rouzet 2015; eigene Berechnungen \/ Die Volkswirtschaft&#13;<br \/>\n<\/span>&#13;<\/p>\n<h2><\/h2>\n<p>&#13;<\/p>\n<h2><strong>Finanzwirtschaftliche Offenheit lohnt sich langfristig <\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie Indikatoren der finanzwirtschaftlichen Offenheit weisen im Unterschied zu der relativ schwachen empirischen Evidenz bei den realwirtschaftlichen Offenheitsmassen einen deutlich positiven Zusammenhang mit der Produktivit\u00e4tsentwicklung in der Schweiz auf. M\u00f6glicherweise werden also realwirtschaftliche Zusammenh\u00e4nge von den Kapitalimporten, wie beispielsweise Direktinvestitionen, \u00fcberlagert. Dabei ist der gerade seit der Krise merkliche R\u00fcckgang der ausl\u00e4ndischen Direktinvestitionen kein gutes Signal f\u00fcr die Produktivit\u00e4tsentwicklung in der Schweiz.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nF\u00fcr die kurze Frist zeigen unsere Ergebnisse, dass Kapitalex- und -importe st\u00e4rker im Zusammenhang mit der Wirtschaftsaktivit\u00e4t im Ausland, insbesondere im Euroraum, und den damit verbundenen Risiken stehen. Dies deckt sich mit den Erfahrungen w\u00e4hrend der Finanz- und der europ\u00e4ischen Staatsschuldenkrise. So repatriierten Schweizer Banken w\u00e4hrend der Finanz- und Eurokrise Kapital in die Schweiz \u2013 was zur starken Frankenaufwertung gegen\u00fcber Dollar und Euro, dem sogenannten Safe-Haven-Effekt, beigetragen hat.<a href=\"#footnote_9\" id=\"footnote-anchor_9\" class=\"inline-footnote__anchor\">[9]<\/a> Wie die neuere Diskussion<a href=\"#footnote_10\" id=\"footnote-anchor_10\" class=\"inline-footnote__anchor\">[10]<\/a> zeigt, kann die Geldpolitik nur beschr\u00e4nkt solche Kapitalstr\u00f6me beeinflussen: Die kurzfristigen Belastungen der finanziellen Offenheit m\u00fcssen zu einem gewissen Grad in Kauf genommen werden, um von den mittel- und langfristigen positiven Effekten der finanziellen Offenheit f\u00fcr die Produktivit\u00e4t profitieren zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<ol class=\"footnote\"><li id=\"footnote_1\" class=\"footnote--item\">Alcala und Ciccone (2004), S. 614.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_2\" class=\"footnote--item\">Europ\u00e4isches System Volkswirtschaftlicher Gesamtrechnungen (ESVG) 1995.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_3\" class=\"footnote--item\">ESVG 2010.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_4\" class=\"footnote--item\">In der alten Systematik wurden die Nettoeinnahmen des Rohstoffhandels (Erl\u00f6s des Verkaufs minus Aufwendungen f\u00fcr Kauf der Waren) als Export von Dienstleistungen verbucht. Mit der Revision der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung (ESVG 2010) im Herbst 2014 wurde die Definition des Warenhandels ge\u00e4ndert. Neu wird der Eigent\u00fcmerwechsel als Kriterium aufgef\u00fchrt und nicht der physische Grenz\u00fcbertritt wie unter dem alten System (ESVG 1995).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_5\" class=\"footnote--item\">Der Z\u00e4hler lautet G\u00fcterexporte plus -importe jeweils ohne nicht monet\u00e4res Gold (einschl. \u00fcbrige Wertsachen) bzw. G\u00fcterexporte plus -importe jeweils ohne nicht monet\u00e4res Gold (einschl. \u00fcbrige Wertsachen und Transithandel). Der Nenner ist das nominale BIP.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_5\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_6\" class=\"footnote--item\">Melitz (2003).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_6\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_7\" class=\"footnote--item\">Errunza and Losq (1985).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_7\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_8\" class=\"footnote--item\">Nord\u00e5s und Rouzet (2015).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_8\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_9\" class=\"footnote--item\">Auer und Tille (2015).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_9\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_10\" class=\"footnote--item\">Rey (2015).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_10\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><\/ol>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Schweizer Wirtschaft ist in den vergangenen Jahren zwar kr\u00e4ftig gewachsen, die Produktivit\u00e4t hat sich jedoch nur in geringem Ausmass erh\u00f6ht. Da die Produktivit\u00e4tsentwicklung einer Volkswirtschaft in starkem Masse von der Einbindung in die internationale Arbeitsteilung abh\u00e4ngt, hat eine Studie des Rheinisch-Westf\u00e4lischen Instituts f\u00fcr Wirtschaftsforschung (RWI) und der Universit\u00e4t St. Gallen die \u00abOffenheit\u00bb der Schweizer [&hellip;]<\/p>","protected":false},"author":4338,"featured_media":31093,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"om_disable_all_campaigns":false,"ep_exclude_from_search":false,"footnotes":""},"post__type":[69,66],"post_opinion":[],"post_serie":[],"post_content_category":[213],"post_content_subject":[],"acf":{"seco_author":4338,"seco_co_author":[4339,4337,4049,0],"author_override":"","seco_author_post_ocupation_year":"","seco_author_post_occupation_de":"Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Rheinisch-Westf\u00e4lisches Institut f\u00fcr Wirtschaftsforschung (RWI), Essen","seco_author_post_occupation_fr":"Collaboratrice scientifique, Institut de recherches \u00e9conomiques de Rh\u00e9nanie-Westphalie (RWI), Essen","seco_co_authors_post_ocupation":[{"seco_co_author":4339,"seco_co_author_post_occupation_year":"","seco_co_author_post_occupation_de":"Dr. rer. pol., Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Rheinisch-Westf\u00e4lisches Institut f\u00fcr Wirtschaftsforschung (RWI), Essen","seco_co_author_post_occupation_fr":"Collaborateur scientifique, Institut de recherches \u00e9conomiques de Rh\u00e9nanie-Westphalie (RWI), Essen"},{"seco_co_author":4337,"seco_co_author_post_occupation_year":"","seco_co_author_post_occupation_de":"Professor f\u00fcr empirische Makro\u00f6konomik an der Ruhr-Universit\u00e4t Bochum und Bereichsleiter am RWI \u2013 Leibniz-Institut f\u00fcr Wirtschaftsforschung, Essen (D)","seco_co_author_post_occupation_fr":"Professeur de macro\u00e9conomie empirique \u00e0 l\u2019Universit\u00e9 de la Ruhr \u00e0 Bochum (Allemagne), chef de secteur \u00e0 l\u2019Institut Leibniz de recherches \u00e9conomiques de Rh\u00e9nanie-Westphalie (RWI) \u00e0 Essen (Allemagne)"},{"seco_co_author":4049,"seco_co_author_post_occupation_year":"","seco_co_author_post_occupation_de":"Professor f\u00fcr Volkswirtschaftslehre und Direktor, Schweizerisches Institut f\u00fcr Aussenwirtschaft und Angewandte Wirtschaftsforschung (SIAW-HSG), Universit\u00e4t St. Gallen","seco_co_author_post_occupation_fr":"Professeur d\u2019\u00e9conomie politique, SIAW-HSG, Universit\u00e9 de St-Gall"}],"short_title":"\u00d6ffnung des Dienstleistungssektors","post_lead":"Die Schweiz ist wirtschaftlich stark mit dem Ausland verflochten. Das Potenzial f\u00fcr eine weitere \u00d6ffnung ist dabei im Dienstleistungssektor am gr\u00f6ssten: Werden beispielsweise auch Computer- und Rechtsdienstleistungen st\u00e4rker liberalisiert, k\u00f6nnte sich dies positiv auf Wachstum und Produktivit\u00e4t auswirken.","post_hero_image_description":"Im Luftverkehr ist der Spielraum f\u00fcr eine Markt\u00f6ffnung besonders gross. Flugpersonal in Kloten.","post_hero_image_description_copyright_de":"Keystone","post_hero_image_description_copyright_fr":"","post_references_literature":"<ul>&#13;\n\t<li>Alcala, F. und A. Ciccone (2004). Trade and Productivity, Quarterly Journal of Economics 119: 613\u2013646.<\/li>&#13;\n\t<li>Auer, R. und C. Tille (2015). The Banking Sector and the Swiss Financial Account During the Financial and European Debt Crises, Aussenwirtschaft, im Druck.<\/li>&#13;\n\t<li>Broner, F., T. Didier, A. Erce and S. Schmukler (2013). Gross Capital Flows: Dynamics and Crises, Journal of Monetary Economics 60: 113\u2013133.<\/li>&#13;\n\t<li>Errunza, V. und E. Losq (1985). International Asset Pricing under Mild Segmentation: Theory and Test, Journal of Finance 40: 105\u2013124.<\/li>&#13;\n\t<li>Melitz, M. (2003). The Impact of Trade on Intra-Industry Reallocations and Aggregate Industry Productivity, Econometrica 71: 1695\u20131725.<\/li>&#13;\n\t<li>Nord\u00e5s, H. K. und D. Rouzet (2015). The Impact of Services Trade Restrictiveness on Trade Flows: First Estimates, OECD Trade Policy Papers 178.<\/li>&#13;\n\t<li>OECD (2013). OECD Economic Surveys: Switzerland 2013, OECD Publishing.<\/li>&#13;\n\t<li>Rey, H. (2015). Dilemma not Trilemma: The Global Financial Cycle and Monetary Policy Independence, NBER Working Paper No. 21162.<\/li>&#13;\n<\/ul>","post_kasten":null,"post_notes_for_print":"","first_teaser_header_de":"","first_teaser_header_fr":"","first_teaser_text_de":"","first_teaser_text_fr":"","second_teaser_header_de":"","second_teaser_header_fr":"","second_teaser_text_de":"","second_teaser_text_fr":"","kseason_de":"","kseason_fr":"","post_in_pdf":114556,"main_focus":[156544,157195],"serie_email":null,"frontpage_slider_bild":114560,"artikel_bild-slider":null,"legacy_id":"42816","post_abstract":"Eine Studie des Rheinisch-Westf\u00e4lischen Instituts f\u00fcr Wirtschaftsforschung (RWI) und der Universit\u00e4t St. Gallen hat untersucht, welche Rolle den aussenwirtschaftlichen Verflechtungen der Schweizer Volkswirtschaft bei der Erkl\u00e4rung der schwachen Produktivit\u00e4tsentwicklung zukommt. Zun\u00e4chst zeigt sich: Die Schweiz ist entgegen einer Analyse der OECD als relativ offene Volkswirtschaft anzusehen. Allerdings findet sich kein direkter Zusammenhang zwischen den realwirtschaftlichen Offenheitsmassen und der Produktivit\u00e4t. Daher hat sich die Analyse vielmehr auf die einzelnen Teilbereiche, wie etwa den Dienstleistungshandel, konzentriert und so Potenziale zur Erh\u00f6hung von Wachstum und Produktivit\u00e4t feststellen k\u00f6nnen. Dar\u00fcber hinaus weisen die Kapitalimporte der Schweiz einen positiven Zusammenhang mit der Produktivit\u00e4tsentwicklung auf. Diesen langfristig positiven Effekten stehen aber kurzfristig erhebliche Risiken gegen\u00fcber. Wie die j\u00fcngste Finanzkrise gezeigt hat, f\u00fchren wirtschaftliche Krisen im Ausland zu Kapitalzufl\u00fcssen. Dadurch entsteht ein Aufwertungsdruck des Frankens, der die Wirtschaftsaktivit\u00e4t vor\u00fcbergehend stark belastet.","magazine_issue":"20160102","seco_author_reccomended_post":null,"redaktoren":[4127,0],"korrektor":4139,"planned_publication_date":"20151222","original_files":[{"file":114568}],"external_release_for_author":"20151205","external_release_for_author_time":"00:00:00","link_for_external_authors":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/exedit\/56419d4e3093e"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/114553"}],"collection":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4338"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=114553"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/114553\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":126719,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/114553\/revisions\/126719"}],"acf:user":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4139"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4127"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/0"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4049"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4337"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4339"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4338"}],"acf:post":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/main_focus_post\/157195"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/main_focus_post\/156544"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/31093"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=114553"}],"wp:term":[{"taxonomy":"post__type","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post__type?post=114553"},{"taxonomy":"post_opinion","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_opinion?post=114553"},{"taxonomy":"post_serie","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_serie?post=114553"},{"taxonomy":"post_content_category","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_content_category?post=114553"},{"taxonomy":"post_content_subject","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_content_subject?post=114553"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}