{"id":114570,"date":"2015-12-21T15:52:25","date_gmt":"2015-12-21T15:52:25","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2015\/12\/sachs-01-02-2016-franz\/"},"modified":"2023-08-23T23:11:34","modified_gmt":"2023-08-23T21:11:34","slug":"sachs-01-02-2016","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2015\/12\/sachs-01-02-2016\/","title":{"rendered":"\u00dcberqualifizierte Arbeitskr\u00e4fte sind nicht das Problem"},"content":{"rendered":"<p>Das j\u00e4hrliche Wachstum des Bruttoinlandprodukts (BIP) je Einwohner in der Schweiz war in den letzten 15 Jahren im Vergleich zu anderen Industriel\u00e4ndern leicht unterdurchschnittlich. Getragen wurde das Wachstum insbesondere durch die Zunahme des Arbeitseinsatzes der Bev\u00f6lkerung. Der Beitrag der Arbeitsproduktivit\u00e4t war hingegen vergleichsweise schwach (siehe <em>Abbildung 1<\/em>).&#13;<\/p>\n<h3 class=\"text__graphic-title\">Abb. 1: Durchschnittliches j\u00e4hrliches Wachstum der realen Produktivit\u00e4t je Arbeitsstunde (2000 bis 2014) sowie Niveau der Produktivit\u00e4t je Arbeitsstunde (2000)<\/h3>\n<p>&#13;<\/p>\n<pre><div class=\"chart chart--normal\" id=\"Sachs_1_DE\"><\/div>\n<script>\n\n$(function () {\n    $('#Sachs_1_DE').highcharts({\n        chart: {\n            zoomType: 'xy'\n        },\n        title: {\n            text: ''\n        },\n        xAxis: [{\n            categories: ['Belgien', 'D\u00e4nemark', 'Niederlande', 'Schweiz', 'Frankreich', 'Deutschland', 'Finnland', 'Spanien', 'Japan', 'Vereinigtes K\u00f6nigreich', '\u00d6sterreich', 'Schweden', 'Australien', 'Vereinigte Staaten', 'Irland']\n        }],\n        yAxis: [{ \/\/ Primary yAxis\n            labels: {\n                format: '{value} %',\n                \n            },\n            title: {\n                text: 'J\u00e4hrl. 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Die rechte Achse gibt das Ausgangsniveau der Arbeitsproduktivit\u00e4t je Arbeitsstunde im Jahr 2000 wieder (gr\u00fcne Punkte).\u00a0<\/span>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<span class=\"text__quelle--ground\">Quelle: OECD \/ Die Volkswirtschaft<\/span>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nZu einem Teil lassen sich die st\u00e4rkeren Produktivit\u00e4tsfortschritte in den anderen L\u00e4ndern durch einen Konvergenzeffekt erkl\u00e4ren. L\u00e4nder, die vor 15 Jahren ein geringeres Produktivit\u00e4tsniveau aufwiesen, zeigten in der Folge im Durchschnitt ein dynamischeres Wachstum. Allerdings nahm die Produktivit\u00e4t auch in einigen L\u00e4ndern st\u00e4rker zu, in denen das Ausgangsniveau der Produktivit\u00e4t bereits h\u00f6her war als in der Schweiz (Frankreich, Deutschland, Grossbritannien, Schweden und \u00d6sterreich). Dementsprechend m\u00fcssen weitere Effekte dazu beigetragen haben, dass die Zunahme der Arbeitsproduktivit\u00e4t in der Schweiz ged\u00e4mpft verlief.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nEiner der entscheidenden Faktoren f\u00fcr das Niveau wie auch f\u00fcr die Entwicklung der Produktivit\u00e4t ist die Qualifikation der Mitarbeitenden (die sogenannte Humankapitalausstattung<a href=\"#footnote_1\" id=\"footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor\">[1]<\/a>). Gem\u00e4ss der Humankapitaltheorie f\u00fchrt eine Verbesserung des Humankapitals der Erwerbst\u00e4tigen zu einem Anstieg der durchschnittlichen Arbeitsproduktivit\u00e4t. Das Wirtschaftsforschungs- und Beratungsunternehmen Prognos hat in einer Studie<a href=\"#footnote_2\" id=\"footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor\">[2]<\/a> untersucht, ob und wie sich das Humankapital in der Schweiz im internationalen Vergleich entwickelt hat und ob dadurch die Produktivit\u00e4tsentwicklung gebremst wurde.&#13;<\/p>\n<h2><strong>Vergleich mit Bayern, Baden-W\u00fcrttemberg und \u00d6sterreich<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie durchschnittliche Qualifikation der Bev\u00f6lkerung in der Schweiz hat sich in den letzten Jahren stetig verbessert. Insbesondere die Zahl der Hochqualifizierten ist stark angestiegen. Der Anteil der Bev\u00f6lkerung mit einem Abschluss der Terti\u00e4rstufe stieg zwischen 1996 und 2014 um 14 Prozentpunkte auf 31 Prozent. \u00c4hnlich dazu verf\u00fcgten 2014 rund 38 Prozent aller Erwerbst\u00e4tigen in der Schweiz \u00fcber einen akademischen Abschluss \u2013 im Jahr 1996 waren es nur 22 Prozent.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nEin Vergleich mit den deutschen Bundesl\u00e4ndern Bayern und Baden-W\u00fcrttemberg sowie mit \u00d6sterreich zeigt: Die Schweiz wies im betrachteten Zeitraum den gr\u00f6ssten relativen Anstieg der Akademiker (Terti\u00e4rstufe) auf (siehe <em>Abbildung 2<\/em>). Zugleich ist der Anteil der Erwerbst\u00e4tigen mit einem Abschluss der Sekundarstufe I in der Schweiz am st\u00e4rksten gesunken. Im Ergebnis hat sich die durchschnittliche Humankapitalausstattung der Erwerbst\u00e4tigen in der Schweiz gegen\u00fcber den Vergleichsregionen deutlich verbessert. Dazu haben Schweizer und Ausl\u00e4nder in \u00e4hnlichem Masse beigetragen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDies ist bemerkenswert, da diese Vergleichsgebiete in Bezug auf Kennzahlen wie Einwohner, Produktivit\u00e4t, Anteil des verarbeitenden Gewerbes am BIP, Erwerbslosenquote, Erwerbst\u00e4tigenquote eine hohe strukturelle \u00c4hnlichkeit zur Schweiz aufweisen.&#13;<\/p>\n<h3 class=\"text__graphic-title\">Abb. 2: <strong>Erwerbst\u00e4tigenanteile nach Ausbildungsstufen in der Schweiz, Baden-W\u00fcrttemberg, Bayern und \u00d6sterreich<\/strong> (jeweils \u00e4ltester und j\u00fcngster Stand)<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\n<div class=\"chart chart--normal\" id=\"Sachs_2_DE\"><\/div>\n<script>\n\n$(function () {\n    $('#Sachs_2_DE').highcharts({\n\n        chart: {\n            type: 'column'\n        },\n\n        title: {\n            text: ''\n        },\n\n        xAxis: {\n            categories: ['Schweiz<br>1996', 'Schweiz<br>2014', 'Baden-W\u00fcrttemberg<br>1996', 'Baden-W\u00fcrttemberg<br>2011','Bayern<br>1996', 'Bayern<br>2011', '\u00d6sterreich<br>2004', '\u00d6sterreich<br>2014']\n        },\n\n        yAxis: {\n            allowDecimals: true,\n            min: 0,\n            title: {\n                text: ''\n            },\n             labels: { format: '{value} %'}\n        \n        },\n\n        tooltip: {\n            shared: true,\n            enabled: false\n    \n        },\n\n        plotOptions: {\n            column: {\n                stacking: 'percent'\n            }\n        },\n\n        series: [{\n            name: 'Sekundarstufe I',\n            data: [710.1,647.2,904.0,1083.0,1032.1,1107.4,620.7,536.8],\n            stack: 'male'\n        }, {\n            name: 'Sekundarstufe II',\n            data: [2253.8,2160.8,2544.0,2773.0,3052.2,3494.0,2580.6,2857.9],\n            stack: 'male'\n        }, {\n            name: 'Terti\u00e4rstufe',\n            data: [816.7,1726.6,1094.0,1640.0,1198.6,1860.6,475.5,718.1],\n            stack: 'male'\n        }]\n    });\n});\n\n\n\n\n\n<\/script>\n&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<span class=\"text__legend\">Anmerkung: Daten \u00fcber die Ausbildungsstufen der Erwerbst\u00e4tigen in den deutschen Bundesl\u00e4ndern lagen zum Zeitpunkt der Berichtserstellung nur bis 2011 vor. F\u00fcr \u00d6sterreich stehen Daten erst seit dem Jahr 2004 zur Verf\u00fcgung.&#13;<br \/>\n<\/span>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<span class=\"text__quelle--ground\">Quelle: BFS (Sake); Statistisches Bundesamt \u2013 Mikrozensus; Statistik Austria \u2013 Mikrozensus-Arbeitskr\u00e4fteerhebung \/ Die Volkswirtschaft<\/span>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nAngesichts dieser Entwicklung \u00fcberrascht der Befund der schwachen Produktivit\u00e4tsentwicklung seit der Jahrtausendwende. In der Studie wurden deshalb weitere m\u00f6gliche Ursachen untersucht.&#13;<\/p>\n<h2><strong>\u00abDoppelte Terti\u00e4risierung\u00bb f\u00e4llt als Ursache weg<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nSo k\u00f6nnte eine ver\u00e4nderte Branchenzusammensetzung die Produktivit\u00e4t gebremst haben. Insbesondere wenn H\u00f6herqualifizierte zunehmend von Branchen mit einem geringeren Produktivit\u00e4tswachstum absorbiert werden, reduziert dies den positiven Effekt durch die bessere Humankapitalausstattung.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nEine Erkl\u00e4rung k\u00f6nnte deshalb die \u00abdoppelte Terti\u00e4risierung\u00bb liefern, welche die Schweiz in den letzten Jahren erlebt hat: Zus\u00e4tzlich zur Akademisierung (terti\u00e4re Bildung) hat die Bedeutung des Dienstleistungsbereichs (terti\u00e4rer Sektor) stetig zugenommen. Tats\u00e4chlich ist der Anteil der Erwerbst\u00e4tigen im Gesundheits- und Sozialwesen sowie bei den freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen \u2013 beides Branchen mit einem tiefen Produktivit\u00e4tswachstum \u2013 deutlich angestiegen (siehe <em>Tabelle<\/em>). Wirtschaftszweige mit einem \u00fcberdurchschnittlichen Produktivit\u00e4tswachstum hatten hingegen tendenziell einen R\u00fcckgang des Erwerbst\u00e4tigenanteils zu verzeichnen (Handel, Reparaturgewerbe, Verarbeitendes Gewerbe).<a href=\"#footnote_3\" id=\"footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor\">[3]<\/a> \u00dcber die Zeit f\u00fchrte der strukturelle Wandel also zu einer ged\u00e4mpften Entwicklung der Produktivit\u00e4t.&#13;<\/p>\n<h3 class=\"text__graphic-title\"><strong>Ver\u00e4nderung der Produktivit\u00e4t und der Erwerbst\u00e4tigkeit auf Branchenebene (2000 bis 2012)<\/strong><\/h3>\n<p>&#13;<\/p>\n<table width=\"851\">&#13;<\/p>\n<tbody>&#13;<\/p>\n<tr>&#13;<\/p>\n<td style=\"width: 260px; vertical-align: top;\" rowspan=\"2\" width=\"260\">&#13;<\/p>\n<h6>Branche<\/h6>\n<p>&#13;\n<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"width: 260px; vertical-align: top;\" rowspan=\"2\" width=\"142\">&#13;<\/p>\n<h6>Produktivit\u00e4tswachstum in Prozent, j\u00e4hrlich<\/h6>\n<p>&#13;\n<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"width: 260px; vertical-align: top;\" colspan=\"3\" width=\"83\">&#13;<\/p>\n<h6>Erwerbst\u00e4tigenanteil, Ver\u00e4nderung in Prozentpunkten<\/h6>\n<p>&#13;\n<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"width: 260px; vertical-align: top;\" rowspan=\"2\" width=\"165\">&#13;<\/p>\n<h6>Anteil der Erwerbst\u00e4tigen mit Terti\u00e4rabschluss, Ver\u00e4nderung in Prozentpunkten<\/h6>\n<p>&#13;\n<\/td>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tr>\n<p>&#13;<\/p>\n<tr>&#13;<\/p>\n<td style=\"width: 260px; vertical-align: top;\" width=\"83\">Gesamt<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"width: 260px; vertical-align: top;\" width=\"106\">Schweizer<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"width: 260px; vertical-align: top;\" width=\"95\">Ausl\u00e4nder<\/td>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tr>\n<p>&#13;<\/p>\n<tr>&#13;<\/p>\n<td style=\"width: 260px; vertical-align: top;\" width=\"260\">Handel, Reparaturgewerbe<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"width: 260px; vertical-align: top; text-align: center;\" width=\"142\">2,3%<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"width: 260px; vertical-align: top; text-align: center;\" width=\"83\">\u20131,7<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"width: 260px; vertical-align: top; text-align: center;\" width=\"106\">\u20132,0<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"width: 260px; vertical-align: top; text-align: center;\" width=\"95\">\u20130,5<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"width: 260px; vertical-align: top; text-align: center;\" width=\"165\">6,8<\/td>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tr>\n<p>&#13;<\/p>\n<tr>&#13;<\/p>\n<td style=\"width: 260px; vertical-align: top;\" width=\"260\">Verarbeitendes Gewerbe und Energieversorgung<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"width: 260px; vertical-align: top; text-align: center;\" width=\"142\">2,0%<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"width: 260px; vertical-align: top; text-align: center;\" width=\"83\">\u20133,1<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"width: 260px; vertical-align: top; text-align: center;\" width=\"106\">\u20132,9<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"width: 260px; vertical-align: top; text-align: center;\" width=\"95\">\u20134,7<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"width: 260px; vertical-align: top; text-align: center;\" width=\"165\">9,1<\/td>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tr>\n<p>&#13;<\/p>\n<tr>&#13;<\/p>\n<td style=\"width: 260px; vertical-align: top;\" width=\"260\">Land- und Forstwirtschaft<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"width: 260px; vertical-align: top; text-align: center;\" width=\"142\">1,7%<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"width: 260px; vertical-align: top; text-align: center;\" width=\"83\">\u20130,6<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"width: 260px; vertical-align: top; text-align: center;\" width=\"106\">\u20130,7<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"width: 260px; vertical-align: top; text-align: center;\" width=\"95\">0,0<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"width: 260px; vertical-align: top; text-align: center;\" width=\"165\">9,3<\/td>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tr>\n<p>&#13;<\/p>\n<tr>&#13;<\/p>\n<td style=\"width: 260px; vertical-align: top;\" width=\"260\">Kunst, Unterhaltung, sonstige Dienstleistungen<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"width: 260px; vertical-align: top; text-align: center;\" width=\"142\">1,3%<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"width: 260px; vertical-align: top; text-align: center;\" width=\"83\">0,2<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"width: 260px; vertical-align: top; text-align: center;\" width=\"106\">0,1<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"width: 260px; vertical-align: top; text-align: center;\" width=\"95\">0,4<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"width: 260px; vertical-align: top; text-align: center;\" width=\"165\">9,6<\/td>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tr>\n<p>&#13;<\/p>\n<tr>&#13;<\/p>\n<td style=\"width: 260px; vertical-align: top;\" width=\"260\">Verkehr und Lagerei<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"width: 260px; vertical-align: top; text-align: center;\" width=\"142\">0,7%<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"width: 260px; vertical-align: top; text-align: center;\" width=\"83\">\u20130,4<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"width: 260px; vertical-align: top; text-align: center;\" width=\"106\">\u20130,3<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"width: 260px; vertical-align: top; text-align: center;\" width=\"95\">\u20130,7<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"width: 260px; vertical-align: top; text-align: center;\" width=\"165\">5,8<\/td>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tr>\n<p>&#13;<\/p>\n<tr>&#13;<\/p>\n<td style=\"width: 260px; vertical-align: top;\" width=\"260\">Baugewerbe<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"width: 260px; vertical-align: top; text-align: center;\" width=\"142\">0,4%<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"width: 260px; vertical-align: top; text-align: center;\" width=\"83\">\u20130,5<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"width: 260px; vertical-align: top; text-align: center;\" width=\"106\">\u20130,6<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"width: 260px; vertical-align: top; text-align: center;\" width=\"95\">\u20130,5<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"width: 260px; vertical-align: top; text-align: center;\" width=\"165\">0,3<\/td>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tr>\n<p>&#13;<\/p>\n<tr>&#13;<\/p>\n<td style=\"width: 260px; vertical-align: top;\" width=\"260\">Information und Kommunikation<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"width: 260px; vertical-align: top; text-align: center;\" width=\"142\">0,2%<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"width: 260px; vertical-align: top; text-align: center;\" width=\"83\">0,4<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"width: 260px; vertical-align: top; text-align: center;\" width=\"106\">0,4<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"width: 260px; vertical-align: top; text-align: center;\" width=\"95\">0,7<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"width: 260px; vertical-align: top; text-align: center;\" width=\"165\">30,1<\/td>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tr>\n<p>&#13;<\/p>\n<tr>&#13;<\/p>\n<td style=\"width: 260px; vertical-align: top;\" width=\"260\">Gesundheits- und Sozialwesen<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"width: 260px; vertical-align: top; text-align: center;\" width=\"142\">\u20130,2%<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"width: 260px; vertical-align: top; text-align: center;\" width=\"83\">2,3<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"width: 260px; vertical-align: top; text-align: center;\" width=\"106\">3,1<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"width: 260px; vertical-align: top; text-align: center;\" width=\"95\">\u20130,3<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"width: 260px; vertical-align: top; text-align: center;\" width=\"165\">12,5<\/td>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tr>\n<p>&#13;<\/p>\n<tr>&#13;<\/p>\n<td style=\"width: 260px; vertical-align: top;\" width=\"260\">Kredit- und Versicherungsgewerbe<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"width: 260px; vertical-align: top; text-align: center;\" width=\"142\">\u20130,5%<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"width: 260px; vertical-align: top; text-align: center;\" width=\"83\">0,5<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"width: 260px; vertical-align: top; text-align: center;\" width=\"106\">0,3<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"width: 260px; vertical-align: top; text-align: center;\" width=\"95\">1,6<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"width: 260px; vertical-align: top; text-align: center;\" width=\"165\">21,7<\/td>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tr>\n<p>&#13;<\/p>\n<tr>&#13;<\/p>\n<td style=\"width: 260px; vertical-align: top;\" width=\"260\">Freiberufl., wiss. und techn. Dienstleistungen<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"width: 260px; vertical-align: top; text-align: center;\" width=\"142\">\u20130,5%<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"width: 260px; vertical-align: top; text-align: center;\" width=\"83\">1,7<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"width: 260px; vertical-align: top; text-align: center;\" width=\"106\">2,1<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"width: 260px; vertical-align: top; text-align: center;\" width=\"95\">0,4<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"width: 260px; vertical-align: top; text-align: center;\" width=\"165\">18,5<\/td>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tr>\n<p>&#13;<\/p>\n<tr>&#13;<\/p>\n<td style=\"width: 260px; vertical-align: top;\" width=\"260\">Gastgewerbe<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"width: 260px; vertical-align: top; text-align: center;\" width=\"142\">\u20131,3%<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"width: 260px; vertical-align: top; text-align: center;\" width=\"83\">0,9<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"width: 260px; vertical-align: top; text-align: center;\" width=\"106\">0,4<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"width: 260px; vertical-align: top; text-align: center;\" width=\"95\">2,1<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"width: 260px; vertical-align: top; text-align: center;\" width=\"165\">0,7<\/td>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tr>\n<p>&#13;<\/p>\n<tr>&#13;<\/p>\n<td style=\"width: 260px; vertical-align: top;\" width=\"260\">Immobilien, sonst. wirtschaftl. Dienstleistungen<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"width: 260px; vertical-align: top; text-align: center;\" width=\"142\">\u20131,7%<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"width: 260px; vertical-align: top; text-align: center;\" width=\"83\">0,6<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"width: 260px; vertical-align: top; text-align: center;\" width=\"106\">\u20130,2<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"width: 260px; vertical-align: top; text-align: center;\" width=\"95\">3,4<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"width: 260px; vertical-align: top; text-align: center;\" width=\"165\">\u20134,5<\/td>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tr>\n<p>&#13;<\/p>\n<tr>&#13;<\/p>\n<td style=\"width: 260px; vertical-align: top;\" width=\"260\">Erziehung und Unterricht<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"width: 260px; vertical-align: top; text-align: center;\" width=\"142\">\u20132,0%<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"width: 260px; vertical-align: top; text-align: center;\" width=\"83\">\u20130,1<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"width: 260px; vertical-align: top; text-align: center;\" width=\"106\">0,1<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"width: 260px; vertical-align: top; text-align: center;\" width=\"95\">\u20130,3<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"width: 260px; vertical-align: top; text-align: center;\" width=\"165\">18,4<\/td>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tr>\n<p>&#13;<\/p>\n<tr>&#13;<\/p>\n<td style=\"width: 260px; vertical-align: top;\" width=\"260\">Gesamt<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"width: 260px; vertical-align: top; text-align: center;\" width=\"142\">0,9%<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"width: 260px; vertical-align: top; text-align: center;\" width=\"83\"><\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"width: 260px; vertical-align: top; text-align: center;\" width=\"106\"><\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"width: 260px; vertical-align: top; text-align: center;\" width=\"95\"><\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td style=\"width: 260px; vertical-align: top; text-align: center;\" width=\"165\">11,3<\/td>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tr>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tbody>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/table>\n<p>&#13;<br \/>\n<span class=\"text__legend\">Anmerkung: absteigend sortiert nach der H\u00f6he des j\u00e4hrlichen Produktivit\u00e4tswachstums. Der Erwerbst\u00e4tigenanteil ist der Anteil der Erwerbst\u00e4tigen einer Bev\u00f6lkerungsgruppe, die in einer Branche besch\u00e4ftigt sind, in Relation zur jeweiligen Bev\u00f6lkerungsgruppe.<\/span>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<span class=\"text__quelle--ground\">Quelle: BFS, eigene Berechnungen \/ Die Volkswirtschaft<\/span>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nEine vergleichbare Entwicklung der Branchenstruktur l\u00e4sst sich jedoch in nahezu allen Industriel\u00e4ndern beobachten. Die im internationalen Vergleich ged\u00e4mpfte Produktivit\u00e4tsentwicklung in der Schweiz l\u00e4sst sich damit also nicht erkl\u00e4ren. Auch Zuwanderung kann diesen Effekt im \u00dcbrigen nicht erkl\u00e4ren. Denn Ausl\u00e4nder werden nicht h\u00e4ufiger als Schweizer in Branchen mit geringen Produktivit\u00e4tszuw\u00e4chsen eingestellt.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie Entwicklung der Erwerbst\u00e4tigenanteile und der Qualifikation der Erwerbst\u00e4tigen auf Branchenebene scheiden ebenfalls als Erkl\u00e4rung f\u00fcr das ged\u00e4mpfte Produktivit\u00e4tswachstum in der Schweiz aus. Zwar nahm die Akademisierung in Branchen mit einem ausgepr\u00e4gten Produktivit\u00e4tswachstum leicht unterdurchschnittlich zu. Allerdings ist dieser Zusammenhang nur schwach ausgepr\u00e4gt und im Wesentlichen durch die starke Akademisierung im Bereich Information und Kommunikation getrieben.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nIm Kredit- und Versicherungsgewerbe, bei den freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen sowie in Erziehung und Unterricht stieg der Anteil an Hochqualifizierten ebenfalls. Hier zeigt sich deutlich die zunehmende Bedeutung von Fachhochschulen in der Schweiz, die insbesondere in den Bereichen Wirtschaft, Recht, Geistes- und Sozialwissenschaften ausbilden.<a href=\"#footnote_4\" id=\"footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor\">[4]<\/a> R\u00fcckl\u00e4ufig war die Akademisierung hingegen im Bereich Immobilien und sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen.&#13;<\/p>\n<h2><strong>Keine Taxi fahrenden Akademiker<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nWeiter wurde untersucht, ob die zunehmend besser qualifizierten Erwerbst\u00e4tigen nicht ihrem Qualifikationsniveau entsprechend eingesetzt wurden. Als Beispiel f\u00fcr eine \u00abnicht bildungsad\u00e4quate Besch\u00e4ftigung\u00bb wird h\u00e4ufig der Taxi fahrende Akademiker aufgef\u00fchrt, der in der Schweiz eine Ausnahmeerscheinung ist.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDabei zeigt sich: Die bessere Humankapitalausstattung der Bev\u00f6lkerung (sowohl der Schweizer als auch der Ausl\u00e4nder) hat nicht dazu gef\u00fchrt, dass es vermehrt zu einer \u00abnicht bildungsad\u00e4quaten Besch\u00e4ftigung\u00bb gekommen ist und Erwerbst\u00e4tige eine Besch\u00e4ftigung aus\u00fcben, die nicht ihrem Bildungsniveau entspricht. So sind die Bildungsrenditen, die zur Messung des pekuni\u00e4ren Nutzens eines h\u00f6heren Bildungsniveaus herangezogen werden, in der Schweiz nicht signifikant geringer als in den Nachbarl\u00e4ndern und in den skandinavischen Staaten (siehe <em>Abbildung 3<\/em>). Bildung zahlt sich demnach auch in der Schweiz aus.&#13;<\/p>\n<h3 class=\"text__graphic-title\">Abb. 3: <strong>Private Bildungsrenditen von Abschl\u00fcssen der Terti\u00e4rstufe gegen\u00fcber Abschl\u00fcssen der Sekundarstufe II (2010)<\/strong><\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\n<div class=\"chart chart--normal\" id=\"Sachs_3_DE\"><\/div>\n<script>\n\n\n\n$(function () {\n    $('#Sachs_3_DE').highcharts({\n     \n          colors: ['#0074be', '#88c0d3'],\n        chart: {\n            type: 'column'\n        },\n        title: {\n            text: ''\n        },\n        labels: {             \nformat: '{value}%'\n            },\n        tooltip: {\n            pointFormat: '<b>{point.y}<\/b><br\/>',\n            valueSuffix: '%'\n        },\n    \n           yAxis: {title: {\n            text: ''\n        },\n             labels: { format: '{value} %'}\n        \n              },\n        \n        \n        xAxis: {\n            categories: ['Schweden','Italien','Norwegen','D\u00e4nemark','Schweiz','\u00d6sterreich','Frankreich','Deutschland']\n        },\n        credits: {\n            enabled: true\n        },\n      \n        series: [{\n            name: 'M\u00e4nner',\n            data: [7.4,8.1,8.2,8.4,{y:9.2, color:'#e84066'},10.1,11.4,13.4]\n        }, {\n            name: 'Frauen',\n            data: [7.1,6.9,9.6,6.5,{y:7.6, color:'#e68a9f'},9.0,10.9,8.5]\n        }]\n    });\n});\n\n\n\n<\/script>\n&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<span class=\"text__legend\">Anmerkung: Die Zahlen f\u00fcr die Schweiz beziehen sich auf das Jahr 2012 und f\u00fcr Italien auf das Jahr 2008. Der jeweilige Wert gibt die langfristige Rendite auf eine Bildungsinvestition in Form eines Abschlusses der Terti\u00e4rstufe an. Dazu ein Lesebeispiel: Ein Mann mit einem Universit\u00e4tsabschluss verdient in der Schweiz rund 9 Prozent mehr als ein Mann mit Abschluss der Sekundarstufe II (eine ausf\u00fchrlichere Darstellung der Interpretation von Bildungsrenditen liefert Weber (2002): Humankapital und Wachstum: Welche Konsequenzen f\u00fcr die Schweizer Bildungspolitik? Seco Diskussionspapier Nr. 9).<\/span>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<span class=\"text__quelle--ground\">Quelle: OECD, eigene Berechnungen f\u00fcr die Schweiz \/ Die Volkswirtschaft<\/span>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nEine Auswertung der Schweizer Arbeitskr\u00e4fteerhebung l\u00e4sst einen \u00e4hnlichen Schluss zu: In den letzten Jahren arbeitete nur ein geringer Teil der hoch qualifizierten Erwerbst\u00e4tigen in der Schweiz in Berufen, die keinen Abschluss der Terti\u00e4rstufe erforderten. Hochqualifizierte wurden demnach gem\u00e4ss den Ergebnissen der Studie entsprechend ihrer Qualifikation eingesetzt und in ausreichender Zahl von der Wirtschaft nachgefragt.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nEin weiteres Indiz daf\u00fcr, dass eine \u00abnicht bildungsad\u00e4quate Besch\u00e4ftigung\u00bb vorlag, k\u00f6nnten \u00fcber die letzten Jahre zunehmende Schwierigkeiten der Unternehmen bei der Rekrutierung von geeigneten Mitarbeitern sein. Bei zunehmenden Rekrutierungsschwierigkeiten k\u00f6nnen Firmen Stellen nicht besetzen oder sind gezwungen, auf Besch\u00e4ftigte zur\u00fcckzugreifen, die die Anforderungen an den Beruf nur eingeschr\u00e4nkt erf\u00fcllen und daher in der Folge eine geringere Produktivit\u00e4t erwirtschaften.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n\u00dcber den Zeitverlauf und die Ausbildungsstufen hinweg zeigt sich kein signifikanter Anstieg bei den Unternehmen, die Stellen nicht besetzen konnten. Im Gegenteil: Der Anteil der nicht besetzten Stellen ist in den letzten Jahren, gegen\u00fcber dem Zeitraum vor der Finanz- und Wirtschaftskrise, sogar leicht zur\u00fcckgegangen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nInsgesamt zeigen sich auch keine Hinweise darauf, dass die Produktivit\u00e4tsentwicklung in der Schweiz durch einen zunehmend integrativen Arbeitsmarkt (Anstieg der Besch\u00e4ftigung von vergleichsweise unproduktiven, gering qualifizierten Arbeitskr\u00e4ften) ged\u00e4mpft wurde. Insbesondere h\u00e4tte sich dies in einem R\u00fcckgang der Erwerbslosenquote der Geringqualifizierten oder einem Anstieg des Anteils der Geringqualifizierten in manchen Branchen zeigen m\u00fcssen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nAbschliessend l\u00e4sst sich sagen: Die unterdurchschnittliche Entwicklung der schweizerischen Arbeitsproduktivit\u00e4t ist anhand der hier diskutierten Einflussgr\u00f6ssen nicht zu erkl\u00e4ren und bleibt insofern eine offene Forschungsfrage.<\/p>\n<ol class=\"footnote\"><li id=\"footnote_1\" class=\"footnote--item\">Die Humankapitalausstattung kann beispielsweise anhand des Qualifikationsniveaus der Erwerbst\u00e4tigen gemessen werden. Dabei werden die Abschl\u00fcsse in drei Stufen eingeteilt: Erwerbst\u00e4tige mit einem Abschluss der Sekundarstufe I (z. B. obligatorische Schulbildung), der Sekundarstufe II (z. B. Lehre) und der Terti\u00e4rstufe (z. B. Hochschulabschluss).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_2\" class=\"footnote--item\">Auftraggeber der Studie war das Staatssekretariat f\u00fcr Wirtschaft (Seco). In diesem Artikel sind die wichtigsten Ergebnisse zusammengefasst.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_3\" class=\"footnote--item\">Zwischen exportorientieren Branchen (Verarbeitendes Gewerbe \/ Energieversorgung, Kredit- und Versicherungsgewerbe, Information und Kommunikation, Handel und Reparaturgewerbe) und binnenorientierten Branchen (Bau- und Gastgewerbe, Gesundheit und Sozialwesen, Immobilien, sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen) lassen sich aus den hier verwendeten Daten keine strukturellen Unterschiede ableiten. Exportorientierte Branchen wiesen keine durchgehend g\u00fcnstigere Produktivit\u00e4tsentwicklung auf. F\u00fcr die Unterteilung in export- und binnenorientiert siehe: Grundlagen f\u00fcr die Neue Wachstumspolitik: Bericht des Eidgen\u00f6ssischen Departements f\u00fcr Wirtschaft, Bildung und Forschung WBF vom 21. Januar 2015, S. 53.<\/sup><\/p><p><sup>&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_4\" class=\"footnote--item\">Bodmer, F. (2014). Akademisierung schreitet voran, IHKfacts Nr. 3\/2014.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><\/ol>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das j\u00e4hrliche Wachstum des Bruttoinlandprodukts (BIP) je Einwohner in der Schweiz war in den letzten 15 Jahren im Vergleich zu anderen Industriel\u00e4ndern leicht unterdurchschnittlich. Getragen wurde das Wachstum insbesondere durch die Zunahme des Arbeitseinsatzes der Bev\u00f6lkerung. Der Beitrag der Arbeitsproduktivit\u00e4t war hingegen vergleichsweise schwach (siehe Abbildung 1).&#13; Abb. 1: Durchschnittliches j\u00e4hrliches Wachstum der realen Produktivit\u00e4t [&hellip;]<\/p>","protected":false},"author":4333,"featured_media":31112,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"om_disable_all_campaigns":false,"ep_exclude_from_search":false,"footnotes":""},"post__type":[69,66],"post_opinion":[],"post_serie":[],"post_content_category":[213],"post_content_subject":[],"acf":{"seco_author":4333,"seco_co_author":[4334,4332,0],"author_override":"","seco_author_post_ocupation_year":"","seco_author_post_occupation_de":"Dr. rer. pol., Bereichsleiter, Prognos, Freiburg i. 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Eine Studie des Wirtschaftsforschungs- und Beratungsunternehmens Prognos untersucht, ob und inwieweit die Entwicklung von Humankapitalausstattung und -einsatz in der Schweiz damit in Verbindung steht. Die Ergebnisse legen nahe: Die ged\u00e4mpfte Produktivit\u00e4tsentwicklung kann nicht mit diesen \u00c4nderungen beim Humankapital erkl\u00e4rt werden. W\u00e4hrend sich das Qualifikationsniveau der Erwerbst\u00e4tigen in der Schweiz im internationalen Vergleich \u00fcberdurchschnittlich verbessert hat, lassen sich keine \u00fcberzeugenden Indizien daf\u00fcr finden, dass Erwerbst\u00e4tige nicht entsprechend ihrer Qualifikation eingesetzt wurden. Auch die Ver\u00e4nderung der Branchenstruktur kann nicht als Ursache f\u00fcr die relativ geringen Produktivit\u00e4tsfortschritte in der Schweiz herangezogen werden. Zwar haben Branchen mit einem geringen Produktivit\u00e4tswachstum in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen, jedoch zeigte sich eine \u00e4hnliche Entwicklung in den meisten Industriel\u00e4ndern. Zudem gingen keine bremsenden Impulse von Zuwanderern auf die Produktivit\u00e4tsentwicklung aus. 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