{"id":114739,"date":"2015-11-24T17:30:03","date_gmt":"2015-11-24T17:30:03","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2015\/11\/nussbaumer-12-2015-franz\/"},"modified":"2023-08-23T23:11:25","modified_gmt":"2023-08-23T21:11:25","slug":"nussbauer-12-2015","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2015\/11\/nussbauer-12-2015\/","title":{"rendered":"Studien untermauern wirtschaftliche Bedeutung  der Bilateralen I"},"content":{"rendered":"<p>Die Annahme der Volksinitiative \u00abGegen Masseneinwanderung\u00bb hat das Personenfreiz\u00fcgigkeitsabkommen grunds\u00e4tzlich infrage gestellt. Wegen der sogenannten Guillotine-Klausel wird das erste Vertragspaket mit der EU (Bilaterale I) insgesamt gef\u00e4hrdet.<a href=\"#footnote_1\" id=\"footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor\">[1]<\/a> Im Hinblick auf einen m\u00f6glichen Wegfall der Abkommen ist eine Reflexion zur wirtschaftlichen Bedeutung der Vertr\u00e4ge angebracht.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nEine umfassende Analyse zur gesamtwirtschaftlichen Bedeutung der Bilateralen I fehlt bisher. Empirische Studien zu den einzelnen Abkommen weisen jedoch deutlich darauf hin, dass die Bilateralen I zur erfolgreichen Entwicklung der Schweizer Volkswirtschaft beigetragen haben (siehe <em>Kasten<\/em>).&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie positiven volkswirtschaftlichen Auswirkungen der Bilateralen I basieren dabei auf drei Wirkungsmechanismen: Erstens erweitert das Personenfreiz\u00fcgigkeitsabkommen den Arbeitsmarkt und mildert damit den Fachkr\u00e4ftemangel. Zweitens erleichtern die Marktzugangsabkommen den Handel mit G\u00fctern und Dienstleistungen, was Schweizer Unternehmen neue Absatzm\u00f6glichkeiten er\u00f6ffnet und Konsumenten tiefere Importpreise bringt. Schliesslich st\u00e4rkt das Forschungsabkommen die Vernetzung des Schweizer Forschungsplatzes mit jenem der EU.&#13;<\/p>\n<h2><strong>Wachstum dank Personenfreiz\u00fcgigkeit<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDas Freiz\u00fcgigkeitsabkommen erm\u00f6glicht es den Staatsangeh\u00f6rigen beider Vertragsparteien, ihren Arbeits- und Aufenthaltsort in der EU und der Schweiz unter bestimmten Voraussetzungen frei zu w\u00e4hlen. Um Schweizer Arbeitnehmer insbesondere vor Lohndumping zu sch\u00fctzen, wurden die flankierenden Massnahmen eingef\u00fchrt.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nSchweizer Unternehmen k\u00f6nnen dank dem Abkommen einfacher Arbeitskr\u00e4fte aus der EU rekrutieren. Im Fall einer komplement\u00e4ren Zuwanderung, welche die ans\u00e4ssige Erwerbsbev\u00f6lkerung erg\u00e4nzt, wirkt sich dies sowohl f\u00fcr die in- als auch die ausl\u00e4ndischen Arbeitnehmer positiv aus. Die qualitative \u00dcbereinstimmung von Arbeitsangebot und Arbeitsnachfrage verbessert sich, was die Produktivit\u00e4t der Unternehmen erh\u00f6ht. Dadurch k\u00f6nnen diese zus\u00e4tzliche Arbeitspl\u00e4tze schaffen und h\u00f6here L\u00f6hne bezahlen. Umgekehrt sind Verdr\u00e4ngungseffekte oder Lohndruck m\u00f6glich, wenn die zugewanderten Arbeitskr\u00e4fte in direkter Konkurrenz zu den ans\u00e4ssigen Arbeitskr\u00e4ften auftreten.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nEmpirische Studien zeigen: Die Zuwanderung erfolgte seit dem Inkrafttreten der Personenfreiz\u00fcgigkeit haupts\u00e4chlich komplement\u00e4r zum hiesigen Arbeitsangebot. Lediglich in einzelnen Teilarbeitsm\u00e4rkten k\u00f6nnen negative Auswirkungen der Zuwanderung auf L\u00f6hne, Besch\u00e4ftigung und Arbeitslosigkeit nicht ganz ausgeschlossen werden \u2013 diese sind aber, gemessen an den konjunkturellen und strukturellen Entwicklungen der letzten zehn Jahre, als insgesamt gering einzusch\u00e4tzen.<a href=\"#footnote_2\" id=\"footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor\">[2]<\/a>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nEine Studie der Konjunkturforschungsstelle der ETH (KOF), welche die Wachstumseffekte des Abkommens untersuchte, gelangt zum Schluss: Die Personenfreiz\u00fcgigkeit hat das BIP-Wachstum zwischen 2003 und 2013 um bis zu ein Viertel Prozentpunkt pro Jahr erh\u00f6ht.<a href=\"#footnote_3\" id=\"footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor\">[3]<\/a> Der Schweizer \u00d6konom Peter Stalder wiederum sch\u00e4tzt, dass das BIP-Niveau \u00fcber den Simulationszeitraum von 2002 bis 2008 um insgesamt 3,2 Prozent h\u00f6her zu liegen kommt als in einem Referenzszenario ohne Personenfreiz\u00fcgigkeit.<a href=\"#footnote_4\" id=\"footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor\">[4]<\/a>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nVerschiedene Studien deuten zudem darauf hin, dass sich die Personenfreiz\u00fcgigkeit langfristig positiv auf die Arbeitsproduktivit\u00e4t auswirkt. Zum einen erh\u00f6ht sich die Arbeitsmarkteffizienz. Zum andern wanderten unter der Personenfreiz\u00fcgigkeit deutlich h\u00f6her qualifizierte Arbeitskr\u00e4fte in die Schweiz ein als zuvor (siehe <em>Abbildung<\/em>). Diese langfristig positiven Effekte gelten auch f\u00fcr das BIP pro Kopf, wobei jedoch in der kurzfristigen Betrachtung die abnehmende Kapitalintensit\u00e4t die positiven Effekte \u00fcberlagern kann.<a href=\"#footnote_5\" id=\"footnote-anchor_5\" class=\"inline-footnote__anchor\">[5]<\/a>&#13;<\/p>\n<h2><strong>Bildungsniveau der ausl\u00e4ndischen Wohnbev\u00f6lkerung aus EU- und Efta-Staaten<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\n<div class=\"chart chart--normal\" id=\"muenussde1\"><\/div>\n<script>\n\n$(function () {\n    $('#muenussde1').highcharts({\n        chart: {\n            type: 'column'\n        },\nplotOptions: {\n            column: {\n                stacking: 'percent'\n            }\n        },\n        title: {\n            text: ''\n        },\n        xAxis: {title: {\n                text: 'Zuwanderungszeitpunkt'\n            },\n            categories: ['vor Juni 1991', 'Juni 1991 bis Mai 2002', 'Juni 2002 bis Mai 2008', 'Juni 2008 bis Mai 2013']\n        },\n        yAxis: {\n            title: {\n                text: ''\n            },\n            labels: {\n                formatter: function () {\n                    return this.value + '%';\n                }\n            }\n        },\n        tooltip: {\n            pointFormat: '<span style=\"color:{series.color}\">{series.name}<\/span>:  {point.percentage:.0f}%<br\/>',\n            shared: true\n        },\n        \n        series: [{\n            name: 'H\u00f6here Berufsbildung und Hochschulabschluss (Terti\u00e4rstufe)',\n            data: [21.2, 43.6, 51.2, 56.8]\n        }, {\n            name: 'Sekundarstufe II',\n            data: [34.6, 27.6, 31.7, 31.6]\n        }, {\n            name: 'Sekundarstufe I',\n            data: [44, 28.7, 16.9, 11.5]\n        }]\n    });\n});\n<\/script>\n&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<span class=\"text__legend\">Anmerkung: ohne Kroatien, gerundete Werte. <\/span>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<span class=\"text__quelle--ground\">Quelle: BFS\/Sake (2014) \/ Die Volkswirtschaft&#13;<br \/>\n<\/span>&#13;<\/p>\n<h2><strong>Sektorielle Abkommen erm\u00f6glichen weitgehenden Marktzutritt<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDas Freihandelsabkommen von 1972 hat die Z\u00f6lle f\u00fcr Industrieprodukte und verarbeitete Landwirtschaftsprodukte zwischen der Schweiz und der EU weitgehend abgeschafft. Die Bedeutung der bilateralen Marktzugangsabkommen liegt somit im Abbau von nicht tarif\u00e4ren Handelshemmnissen und der Erweiterung des Zugangs zum Binnenmarkt auf weitere Sektoren wie etwa \u00f6ffentliche Ausschreibungen von Gemeinden.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie vorgenommene Harmonisierung von Produktvorschriften und Normen sowie die gegenseitige Anerkennungen von Zertifizierungen und Konformit\u00e4tsbewertungen vollziehen die wirtschaftlichen Integrationsschritte innerhalb der EU f\u00fcr die Schweiz sektoriell nach. Dadurch erlauben die Bilateralen I einen deutlich weiter gehenden Marktzugang als g\u00e4ngige Freihandelsabkommen und werden den engen wirtschaftlichen Verkn\u00fcpfungen der Schweiz mit der EU besser gerecht.<a href=\"#footnote_6\" id=\"footnote-anchor_6\" class=\"inline-footnote__anchor\">[6]<\/a>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n\u00d6konomisch betrachtet erschliessen sich die Vorteile der Marktzugangsabkommen durch die tieferen Kosten f\u00fcr den grenz\u00fcberschreitenden Handel von G\u00fctern und Dienstleistungen. Zum einen steigen bei tieferen Exportkosten und gr\u00f6sseren Absatzm\u00e4rkten die Exportchancen f\u00fcr Schweizer Unternehmen. Dadurch k\u00f6nnen sie ihre Produktion ausweiten und von Skaleneffekten profitieren. Zum anderen treten durch die tieferen Importkosten neue Anbieter auf dem heimischen Markt auf, was den Wettbewerb in binnenmarktorientierten Sektoren erh\u00f6ht. Konsumenten profitieren somit von einer gr\u00f6sseren Produktvielfalt zu tieferen Preisen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDiese theoretischen Auswirkungen der bilateralen Marktzugangsabkommen lassen sich in einigen F\u00e4llen empirisch nachverfolgen. So zeigt eine KOF-Analyse, dass sich dank dem Abkommen zu den technischen Handelshemmnissen das Import- und das Exportvolumen der betroffenen Produkte stark erh\u00f6ht haben.<a href=\"#footnote_7\" id=\"footnote-anchor_7\" class=\"inline-footnote__anchor\">[7]<\/a>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nF\u00fcr die Liberalisierung des K\u00e4semarktes liegen \u00e4hnliche Ergebnisse vor. So nahmen die Ausfuhren nach Abschluss des Landwirtschaftsabkommens zwischen 2003 und 2011 pro Jahr um durchschnittlich 2 Prozent zu, wobei auch die Importe kr\u00e4ftig zulegten. Eine Studie des Konjunkturforschungsinstituts BAK Basel zeigt, dass die steigenden Exporte den Schweizer K\u00e4seproduzenten erlaubten, die inl\u00e4ndischen Marktanteilsverluste mehr als zu kompensieren.<a href=\"#footnote_8\" id=\"footnote-anchor_8\" class=\"inline-footnote__anchor\">[8]<\/a>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nZu den weiteren Marktzugangsabkommen liegen kaum detaillierte Studien vor. Der Anstieg der Passagierzahlen im Schweizer Luftverkehr um mehr als die H\u00e4lfte<a href=\"#footnote_9\" id=\"footnote-anchor_9\" class=\"inline-footnote__anchor\">[9]<\/a>, die j\u00e4hrlichen Vergaben \u00f6ffentlicher Stellen der EU an Schweizer Unternehmen im Umfang von rund 1 Milliarde Euro<a href=\"#footnote_10\" id=\"footnote-anchor_10\" class=\"inline-footnote__anchor\">[10]<\/a> oder die Effizienzsteigerung im Landverkehr<a href=\"#footnote_11\" id=\"footnote-anchor_11\" class=\"inline-footnote__anchor\">[11]<\/a> deuten jedoch an, dass auch in diesen Sektoren bedeutende Entwicklungen stattgefunden haben.&#13;<\/p>\n<h2><strong>Forschungsabkommen st\u00e4rkt Innovation <\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDas Forschungsabkommen erm\u00f6glicht der Schweiz die vollst\u00e4ndige Teilnahme an den entsprechenden EU-Rahmenprogrammen. So z\u00e4hlt das neuste Abkommen Horizon 2020 mit einem Budget von rund 80 Milliarden Euro zu einem der gr\u00f6ssten der Welt: Unternehmen, Universit\u00e4ten und Fachhochschulen aus der Schweiz erhalten dadurch die M\u00f6glichkeit, sich zusammen mit europ\u00e4ischen Spitzenunternehmen und -universit\u00e4ten f\u00fcr Forschungsprojekte zu bewerben.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie Schweizer Projekte erwiesen sich bis anhin als \u00e4usserst erfolgreich und erzielten bei den letzten drei Forschungsrahmenprogrammen jeweils einen positiven Finanzierungssaldo. Der prim\u00e4re Vorteil liegt jedoch im internationalen Austausch, dem Aufbau von Netzwerken und der h\u00f6heren Mobilit\u00e4t der Forschenden. Diese Vernetzung des Schweizer Forschungsstandorts mit jenem der EU d\u00fcrfte dazu beitragen, die Wissensproduktion zu f\u00f6rdern und damit die Forschungseffizienz und -qualit\u00e4t in der Schweiz zu steigern.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie internationale Zusammenarbeit zwischen \u00f6ffentlichen und privaten Einrichtungen und eine hohe Mobilit\u00e4t der Forschenden sind Schl\u00fcsselfaktoren f\u00fcr die Innovationskraft eines Landes, wie verschiedene Studien best\u00e4tigen.<a href=\"#footnote_12\" id=\"footnote-anchor_12\" class=\"inline-footnote__anchor\">[12]<\/a> Die Befragungen der Programmteilnehmer zeigen: Gerade f\u00fcr Schweizer KMU sind solche Kooperationen wichtig, da sie sonst kaum die M\u00f6glichkeit haben, sich an vergleichbaren Forschungsprojekten zu beteiligen. So gaben 88 Prozent der Befragten an, dass ihr Forschungsprojekt ohne das EU-Programm keinesfalls oder bestenfalls nur teilweise zustande gekommen w\u00e4re.<a href=\"#footnote_13\" id=\"footnote-anchor_13\" class=\"inline-footnote__anchor\">[13]<\/a>&#13;<\/p>\n<h2><strong>Standortattraktivit\u00e4t schwierig messbar<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie erw\u00e4hnten Studien machen aber auch deutlich, dass eine Quantifizierung des Nutzens der Bilateralen I eine grosse Herausforderung darstellt. Nicht nur wurden die Abkommen laufend aktualisiert und erweitert<a href=\"#footnote_14\" id=\"footnote-anchor_14\" class=\"inline-footnote__anchor\">[14]<\/a>, auch haben sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen f\u00fcr die Schweiz stark ver\u00e4ndert.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nWeitere Aspekte der Bilateralen I \u2013 wie der Einfluss auf die Rechtssicherheit, die Stabilit\u00e4t der politischen Beziehungen oder die Standortattraktivit\u00e4t der Schweiz \u2013 sind h\u00f6chstens indirekt sch\u00e4tzbar. Die damit verbundenen Auswirkungen auf Investitionen oder gar Standortentscheide sind schwer fassbar, d\u00fcrften jedoch von bedeutendem Ausmass sein. Studien zu einzelnen Abkommen erfassen daher oft nur einen Teil des Nutzens.<\/p>\n<ol class=\"footnote\"><li id=\"footnote_1\" class=\"footnote--item\">F\u00fcr eine Unterscheidung der Bilateralen I und II siehe Artikel von Astrid Epiney (Universit\u00e4t Freiburg) in dieser Ausgabe.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_2\" class=\"footnote--item\">Eine aktuelle \u00dcbersicht zur empirischen Literatur zu den Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt findet sich im 11. Bericht des Observatoriums zum Freiz\u00fcgigkeitsabkommen, Kapitel 5 (Schweizerische Eidgenossenschaft, 2015)&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_3\" class=\"footnote--item\">Graff M. und Sturm J.E. (2015); Aeppli et. al. (2008).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_4\" class=\"footnote--item\">Stalder P. (2010 und 2008).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_5\" class=\"footnote--item\">Siehe Siegenthaler M. und J. E. Sturm (2012) sowie die Spezialausgabe der Konjunkturtendenzen (Staatssekretariat f\u00fcr Wirtschaft, Fr\u00fchjahr 2015) zum Thema Immigration und Wirtschaftswachstum.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_5\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_6\" class=\"footnote--item\">Vgl. Bericht des Bundesrates in Beantwortung des Postulats Keller-Sutter (2015).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_6\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_7\" class=\"footnote--item\">H\u00e4lg, F. (2015).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_7\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_8\" class=\"footnote--item\">BAK Basel (2012).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_8\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_9\" class=\"footnote--item\">Bundesamt f\u00fcr Statistik (BFS; 2015).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_9\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_10\" class=\"footnote--item\">WTO (2007).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_10\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_11\" class=\"footnote--item\">Im Zeitraum zwischen 2002 und 2014 hat sich die Zahl der schweren alpenquerenden G\u00fcterfahrzeuge von 1,25 Mio auf 1,03 Mio gesenkt, w\u00e4hrend zugleich die durchschnittliche Ladung zugenommen hat; BFS (2014).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_11\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_12\" class=\"footnote--item\">Guellec D., van Pottelsberghe de la Potterie B. der OECD (2001) oder Europ\u00e4ische Kommission (2012).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_12\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_13\" class=\"footnote--item\">Staatssekretariat f\u00fcr Bildung, Forschung und Innovation (2014).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_13\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_14\" class=\"footnote--item\">Beispielsweise im Zuge der Erweiterung der Personenfreiz\u00fcgigkeit auf die neuen EU-Staaten oder die Erweiterung des Abkommens \u00fcber die technischen Handelshemmnisse auf neue Produktkategorien.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_14\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><\/ol>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Annahme der Volksinitiative \u00abGegen Masseneinwanderung\u00bb hat das Personenfreiz\u00fcgigkeitsabkommen grunds\u00e4tzlich infrage gestellt. 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Evaluation und Auswirkungen des K\u00e4sefreihandels zwischen der Schweiz und der EU, Basel: Bericht f\u00fcr das Bundesamt f\u00fcr Landwirtschaft BWL.<\/li>&#13;\n\t<li>Bundesamt f\u00fcr Statistik (2014). Alpenquerender G\u00fcterverkehr, Neuenburg.<\/li>&#13;\n\t<li>Bundesamt f\u00fcr Statistik (2015). Querschnittsthemen \u2013 Luftverkehr, Neuenburg.<\/li>&#13;\n\t<li>Bundesrat (2015). Bericht des Bundesrates in Beantwortung des Postulats Keller-Sutter (13.4022) Freihandelsabkommen mit der EU statt bilaterale Abkommen, Bern.<\/li>&#13;\n\t<li>Europ\u00e4ische Kommission (2012). Eine verst\u00e4rkte Partnerschaft im Europ\u00e4ischen Forschungsraum im Zeichen von Exzellenz und Wachstum, Br\u00fcssel.<\/li>&#13;\n\t<li>Graff M. und Sturm J.E. (2015). L\u00e4ngerfristige Wachstumseffekte des Personenfreiz\u00fcgigkeitsabkommens. In: Der bilaterale Weg \u2013 eine \u00f6konomische Bestandsaufnahme (KOF Studien, S. 12\u201327, No. 58), Z\u00fcrich: Februar 2015.<\/li>&#13;\n\t<li>Guellec D., van Pottelsberghe de la Potterie B. (2001). R&amp;D and Productivity Growth: Panel Data Analysis of 16 OECD Countries. OECD Economic Studies, No. 33.<\/li>&#13;\n\t<li>H\u00e4lg, F. (2015). Das bilaterale Abkommen \u00fcber den Abbau technischer Handelshemmnisse und der schweizerische Aussenhandel. In: Der bilaterale Weg \u2013 eine \u00f6konomische Bestandsaufnahme (KOF Studien, S. 136\u2013150, No. 58), Z\u00fcrich: Februar 2015.<\/li>&#13;\n\t<li>Schweizerische Eidgenossenschaft (2015). 11. Bericht des Observatoriums zum Freiz\u00fcgigkeitsabkommen, Bern: Juni 2015.<\/li>&#13;\n\t<li>Siegenthaler M. und J.E. Sturm (2012). Das Personenfreiz\u00fcgigkeitsabkommen Schweiz \u2013 EU\/EFTA und das Wachstum des BIP pro Kopf in der Schweiz, KOF Studien No. 36. Z\u00fcrich: November 2012.<\/li>&#13;\n\t<li>Staatssekretariat f\u00fcr Bildung, Forschung und Innovation (2014). Auswirkungen der Beteiligung der Schweiz am 7. Europ\u00e4ischen Forschungsrahmenprogramm, Bern.<\/li>&#13;\n\t<li>Staatssekretariat f\u00fcr Wirtschaft (2015). Spezialthema: Immigration und Wirtschaftswachstum. In: Konjunkturtendenzen Fr\u00fchjahr 2015 (Seco, S. 36\u201353), Bern: April 2015.<\/li>&#13;\n\t<li>Stalder P. (2008). Personenfreiz\u00fcgigkeit: Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt und das Wirtschaftswachstum, Die Volkswirtschaft 11-2008.<\/li>&#13;\n\t<li>Stalder P. (2010). Free Migration Between the EU and Switzerland: Impacts on the Swiss Economy and Implications for Monetary Policy. SNB Research, Z\u00fcrich: Januar 2010.<\/li>&#13;\n\t<li>WTO (2007). Statistics Reports Under Art. XIX:5 of the GPA, European Union.<\/li>&#13;\n<\/ul>","post_kasten":[{"kasten_title":"Aktuelle Studien","kasten_box":"Im Auftrag des Staatssekretariat f\u00fcr Wirtschaft (Seco) haben sich zwei Forschungsinstitute mit den gesamtwirtschaftlichen Auswirkungen eines Wegfalls der Bilateralen I befasst. Die im Dezember 2015 ver\u00f6ffentlichten Studien von BAK Basel und Ecoplan zeigen: Ohne die Bilateralen I w\u00fcrde das Bruttoinlandsprodukt der Schweiz bis ins Jahr 2035 zusammengerechnet 460 bis 630 Milliarden Franken tiefer ausfallen. Die beiden Studien sowie der erl\u00e4uternde Bericht sind <a href=\"http:\/\/www.seco.admin.ch\/aktuell\/00277\/01164\/01980\/index.html?lang=de&amp;msg-id=59807\" target=\"_blank\">hier<\/a> abrufbar. 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