{"id":115100,"date":"2015-10-26T07:51:41","date_gmt":"2015-10-26T07:51:41","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2015\/10\/2015-11-roulet\/"},"modified":"2023-08-23T23:12:15","modified_gmt":"2023-08-23T21:12:15","slug":"2015-11-jud","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2015\/10\/2015-11-jud\/","title":{"rendered":"Das Ende der Arbeit?"},"content":{"rendered":"<p>Nach der Mechanisierung, der Elektrifizierung und der Automatisierung ist mit der Digitalisierung eine weitere technologische Revolution im Gange, die sich auch auf den Arbeitsmarkt auswirkt.<a href=\"#footnote_1\" id=\"footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor\">[1]<\/a> Sie betrifft sowohl manuelle wie auch kognitive Aufgaben. W\u00e4hrend im Zuge der letzten sogenannten industriellen Revolution, der Automatisierung, vor allem manuelle und kognitive Routinearbeiten automatisiert wurden, schafft die gegenw\u00e4rtige Entwicklung auch Automatisierungsm\u00f6glichkeiten von nicht routinem\u00e4ssigen Aufgaben.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie in den letzten Jahren entwickelten Roboter und Rechner verf\u00fcgen heute schon \u00fcber weitreichende kognitive F\u00e4higkeiten und k\u00f6nnen dank Algorithmen riesige Datenmengen strukturieren. Die gegenw\u00e4rtige Entwicklung setzt somit einerseits die seit Jahrzehnten fortschreitende Automatisierung fort und erschliesst andererseits neue M\u00f6glichkeiten wie selbstfahrende Autos, was vor wenigen Jahren noch als unrealistisch galt. Die aktuelle Technologie st\u00f6sst jedoch an ihre Grenzen, wenn es um Aufgaben geht, die sensomotorische F\u00e4higkeiten, Intuition und Kreativit\u00e4t verlangen und deshalb nicht einfach in Algorithmen zu fassen sind.<a href=\"#footnote_2\" id=\"footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor\">[2]<\/a> Die Frage nach den technologischen M\u00f6glichkeiten und Grenzen ist insofern von Bedeutung, als diese mitentscheidend ist f\u00fcr die Frage, welche Folgen die aktuelle Entwicklung auf den Arbeitsmarkt haben wird.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie Digitalisierung ver\u00e4ndert einerseits die Art und Weise, wie gewisse T\u00e4tigkeiten verrichtet werden. Die Computerisierung und Vernetzung der B\u00fcroarbeitspl\u00e4tze ist ein anschauliches Beispiel daf\u00fcr. Andererseits kann die Digitalisierung aber auch die Branchenstruktur ver\u00e4ndern. Ein Blick auf die verschiedenen Branchen zeigt, dass die Entwicklung je nach Sektor unterschiedlich fortgeschritten ist: So hat sich die Digitalisierung beispielsweise in der Foto- und der Musikindustrie weitgehend durchgesetzt \u2013 mit erheblichen Auswirkungen auf die Besch\u00e4ftigung. Im Zentrum des aktuellen technologischen Wandels k\u00f6nnten mittel- bis langfristig beispielsweise auch die Logistik (hoher Automatisierungsgrad in der Lagerbewirtschaftung, selbstfahrende Fahrzeuge und Drohnen), die verarbeitende Industrie (neue Fertigungstechniken wie 3-D-Drucker und leistungsf\u00e4higere Robotertechnik), Finanzdienstleistungen (digitale Abwicklung von Hypothekar- und anderen komplexen Finanzgesch\u00e4ften sowie deren Beratung) und der Gesundheitsbereich (digitale Diagnostik, Roboter-unterst\u00fctzte Chirurgie, Logistikunterst\u00fctzung in der Pflege) stehen.&#13;<\/p>\n<h2><strong>Arbeitspl\u00e4tze verschieben sich<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nIm Zusammenhang mit technischem Fortschritt treten regelm\u00e4ssig Bef\u00fcrchtungen auf, wonach zahlreiche Arbeitspl\u00e4tze verloren gehen. Gegenw\u00e4rtig stehen sich zur Frage, wie sich die Digitalisierung auf die Besch\u00e4ftigungsentwicklung auswirken wird, zwei Thesen gegen\u00fcber: Die eine prognostiziert, dass die aktuelle Entwicklung disruptiven Charakter aufweist und im Gegensatz zu den vorangehenden Basisinnovationen vor allem bei Berufen mit mittlerem Anspruchsniveau in grossem Ausmass Stellen wegrationalisiert und keine vergleichbare neue Arbeitsnachfrage erzeugt.<a href=\"#footnote_3\" id=\"footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor\">[3]<\/a> Die zweite These geht zwar ebenfalls von kurz- bis mittelfristigen Nachfrageverschiebungen auf dem Arbeitsmarkt aus, in langer Sicht postuliert sie aber dennoch ein nachhaltiges Wirtschaftswachstum und die Entstehung von neuen Jobprofilen.<a href=\"#footnote_4\" id=\"footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor\">[4]<\/a>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie Prognose vom Ende der Vollbesch\u00e4ftigung folgt aus der Beobachtung, dass die M\u00f6glichkeiten zur Substitution aufgrund der deutlich verbesserten IT, der k\u00fcnstlichen Intelligenz und der Robotertechnologie aktuell zunehmen. Vereinfacht gesprochen, erfolgt eine Substitution von Arbeitskr\u00e4ften, wenn sich die Automatisierung von Arbeitsschritten \u00f6konomisch lohnt. So weit die betriebswirtschaftliche Sicht.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nAus volkswirtschaftlicher Sicht stellt sich dagegen die Frage, was mit den frei werdenden Arbeitsressourcen und den eingesparten Kosten geschieht. Denn die Automatisierung eines Arbeitsschrittes bedeutet nicht zwingend, dass die Gesamtnachfrage nach Arbeit zur\u00fcckgeht. Wenn Automatisierungen etwa mit sinkenden Preisen f\u00fcr die Konsumenten verbunden sind, verf\u00fcgen die Haushalte \u00fcber h\u00f6here Realeinkommen, mit denen sie weitere Produkte und Dienstleistungen nachfragen. Ferner kann eine Automatisierung dazu f\u00fchren, dass Unternehmen aufgrund gesteigerter Produktivit\u00e4t ihre Marktanteile vergr\u00f6ssern und sich dadurch ihr lokaler Arbeitskr\u00e4ftebedarf in anderen Bereichen des Unternehmens erh\u00f6ht<a href=\"#footnote_5\" id=\"footnote-anchor_5\" class=\"inline-footnote__anchor\">[5]<\/a> oder dass Arbeitspl\u00e4tze in neu entstehenden Wirtschaftsbereichen geschaffen werden.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nInsgesamt verschiebt sich die Besch\u00e4ftigung mit der Zeit in Felder, die sich durch Technologie nicht oder nur sehr kostenintensiv substituieren lassen. Welche Produkte und Dienstleistungen in Zukunft gefragt sein werden, l\u00e4sst sich nicht vorhersagen, doch die Erfahrung zeigt: Es entstehen immer wieder neue Bed\u00fcrfnisse, die auch Besch\u00e4ftigungsm\u00f6glichkeiten bieten.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nEin weiterer \u2013 bislang hierzulande wenig beachteter \u2013 Aspekt der Digitalisierung sind die Chancen, die sich in Branchen mit strukturellem oder erwartetem Fachkr\u00e4ftemangel er\u00f6ffnen. Automatisierung kann dazu beitragen, dass Leistungen trotz fehlender Fachkr\u00e4fte erbracht werden. So steht hinter der Entwicklung eines leistungsf\u00e4higen Hausbau-Roboters in Australien und Pflegerobotern in Japan in beiden L\u00e4ndern namentlich die Zielsetzung, angesichts der demografischen Entwicklung Dienstleistungen zu sichern.&#13;<\/p>\n<h2><strong>Ver\u00e4nderte Qualifikationsanforderungen<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nMit den neuen Technologien werden andere Qualifikationen verlangt. Dadurch entsteht f\u00fcr Arbeitnehmende der Anreiz beziehungsweise die Notwendigkeit, sich auf die ver\u00e4nderte Nachfrage durch Weiterbildung respektive Umschulung anzupassen. Hier ist auch die Bildungspolitik gefordert.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie n\u00f6tigen Anpassungen erfordern unter Umst\u00e4nden Zeit, weshalb es zu kurz- bis mittelfristigen Verwerfungen auf dem Arbeitsmarkt kommen kann. Jedoch d\u00fcrften nicht alle Branchen und Berufsprofile von der aktuellen Entwicklung im gleichen Ausmass betroffen sein. Eine Studie gelangt f\u00fcr die USA zum Schluss, dass dort bis zu 47 Prozent der aktuellen Berufsbilder infolge der Digitalisierung wegfallen k\u00f6nnten, ohne allerdings einen konkreten Zeithorizont zu nennen.<a href=\"#footnote_6\" id=\"footnote-anchor_6\" class=\"inline-footnote__anchor\">[6]<\/a> Es ist nicht untypisch, dass die Prognose vage ausf\u00e4llt, da sehr viele Unsicherheiten hinsichtlich des effektiv eintretenden technologischen Wandels und dessen Integration in die Wertsch\u00f6pfungsketten der Unternehmen bestehen. Zudem ist schwierig einzusch\u00e4tzen, wie problematisch ein solcher Befund aus Arbeitsmarktsicht tats\u00e4chlich ist.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nSo waren in der Schweiz in den letzten 20 Jahren bedeutende Verschiebungen in den Besch\u00e4ftigungsanteilen zu erkennen, w\u00e4hrend insgesamt ein substanzielles Besch\u00e4ftigungswachstum resultierte (siehe <em>Abbildung<\/em>). Eine wichtige Rolle spielte das Bildungsniveau: W\u00e4hrend in akademischen Berufen mehr Personen besch\u00e4ftigt wurden, sank die Zahl in anderen Berufsfeldern. Die Nachfrage ist ferner bei Dienstleistungen mit begrenzten Verlagerungsm\u00f6glichkeiten wie dem Verkauf gestiegen.&#13;<\/p>\n<h3 class=\"text__graphic-title\"><strong>Besch\u00e4ftigungswachstum nach Berufsgattungen in der Schweiz 1992 bis 2015<\/strong><\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\n<div class=\"chart chart--normal\" id=\"Jud1\"><\/div>\n<script>\n\n\n  $(function () {\nHighcharts.setOptions({\n       \n lang: {\n            numericSymbols: [' 000']\n        }\n\n    });\n  \n  \n  \n  \n    $('#Jud1').highcharts({\n        \n     \n        chart: {\n            type: 'bar'\n        },\n        title: {\n            text: ''\n        },\n        subtitle: {\n            text: ''\n        },\n        xAxis: {\n            categories: ['Akademische Berufe',' F\u00fchrungskr\u00e4fte',' Techniker und gleichrangige Berufe',' B\u00fcrokr\u00e4fte und verwandte Berufe',' Fachkr\u00e4fte in Land- und Forstwirtschaft',' Dienstleistungsberufe und Verk\u00e4ufer',' Handwerks- und verwandte Berufe',' Anlagen- und Maschinenbediener, Monteure',' Hilfsarbeitskr\u00e4fte'  \n\n],\n            title: {\n                text: ''\n            }\n        },\n                yAxis: {\n         \n            title: {\n                text: ''\n            },\n\n        legend: {\n            enabled: false\n        } \n        },\n        plotOptions: {\n             series: {\n                colorByPoint: true\n                            },\n                dataLabels: {\n                    enabled: false\n                \n                },\n            \n            tooltip: {\n            valueSuffix: ''\n        },\n        },\n            \n        legend: {\n            enabled: false\n           \n        },\n        credits: {\n            enabled: false\n        },\n        series: [{\n            name: 'Besch\u00e4ftigungswachstum',\n            data:[561381,218485,224714,-172418,-10723,178689,-51902,-36366,-49562],\n            colors: ['#d2d803', '#d2d803', '#d2d803', '#e84066', '#e84066', '#d2d803','#e84066', '#e84066','#e84066']      \n          }]\n    });\n});\n\n\n<\/script>\n&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<span class=\"text__legend\">Anmerkung: Die Berufshauptgruppen sind in absteigender Reihenfolge nach dem durchschnittlichen Bildungsniveau der Erwerbst\u00e4tigen geordnet.<span class=\"text__comment\">&#13;<br \/>\n<\/span><\/span>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<span class=\"text__quelle--ground\">Quelle: Schweizerische Arbeitskr\u00e4fteerhebung (Sake), BFS; eigene Berechnungen \/ Die Volkswirtschaft<\/span>&#13;<\/p>\n<h2><strong>Arbeitsbedingungen \u00e4ndern sich<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nWie wirkt sich der Strukturwandel auf die L\u00f6hne aus? Einerseits sinken Einkommen bei T\u00e4tigkeiten, wo infolge Automatisierung von Arbeitsschritten das Arbeitsangebot die Arbeitsnachfrage \u00fcbersteigt. Andererseits ergeben sich Lohnsteigerungen, wenn sich die Produktivit\u00e4t infolge technologischen Fortschritts positiv entwickelt.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nZus\u00e4tzlich werden durch die neuen digitalen M\u00f6glichkeiten die Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit durchl\u00e4ssig. J\u00fcngst sind zudem im Umfeld von Sharing-Economy-Gesch\u00e4ftsmodellen neue Arbeitsverh\u00e4ltnisse entstanden, die an der Grenze zwischen Selbstst\u00e4ndigkeit und Unselbstst\u00e4ndigkeit anzusiedeln sind. Diese neuen Modelle er\u00f6ffnen einerseits neue Perspektiven, indem sie aufgrund flexibler Eins\u00e4tze die Vereinbarkeit von Beruf und Familie verbessern k\u00f6nnen.<a href=\"#footnote_7\" id=\"footnote-anchor_7\" class=\"inline-footnote__anchor\">[7]<\/a>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nGleichzeitig stellen sich aber auch arbeits- und sozialversicherungsrechtliche Fragen.<a href=\"#footnote_8\" id=\"footnote-anchor_8\" class=\"inline-footnote__anchor\">[8]<\/a> Die Herausforderung f\u00fcr die Gesetzgebung besteht grob gesagt darin, einen Rahmen zu setzen, welcher sowohl technologische Entwicklungen erm\u00f6glicht als auch die Arbeitnehmenden gezielt sch\u00fctzt.&#13;<\/p>\n<h2><strong>Schweizer Arbeitsmarkt bisher robust <\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDerzeit besteht noch wenig gesichertes Wissen \u00fcber die Arbeitsmarkteffekte der Digitalisierung in der Schweiz, wohl auch, weil es sich bisher um eine eher schleichende und nicht disruptive Entwicklung gehandelt hat. Insgesamt hat sich die Besch\u00e4ftigung in der Schweiz in den letzten zehn Jahren trotz Finanzkrise, deutlicher W\u00e4hrungsaufwertung und fortschreitender Automatisierung im Gegensatz zu anderen Industriestaaten sehr robust entwickelt.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nEin \u00fcberdurchschnittliches Wachstum war im dritten Sektor zu verzeichnen, doch konnte sich auch der zweite Sektor gut halten. Die <em>Abbildung <\/em>veranschaulicht das bildungsintensive Besch\u00e4ftigungswachstum der letzten Jahre und enth\u00e4lt Hinweise, dass die Nachfrage unter anderem bei T\u00e4tigkeiten zur\u00fcckgegangen ist, die sich in der Tendenz leicht automatisieren lassen. So f\u00e4llt beispielsweise der R\u00fcckgang bei B\u00fcrofachkr\u00e4ften und Monteuren auf. Ein Indiz f\u00fcr die Bedeutung der Automatisierung beispielsweise in der Industrie ist, dass die Arbeitsproduktivit\u00e4t im Zeitraum 1995 bis 2013 mit 2,5 Prozent gegen\u00fcber der Gesamtwirtschaft mit 1,7 Prozent \u00fcberdurchschnittlich ausfiel. Der damit verbundene R\u00fcckgang an Arbeitskr\u00e4ften wurde jedoch in anderen Bereichen mehr als kompensiert. So verbleibt auch die Arbeitslosigkeit im internationalen Vergleich ausserordentlich tief.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie Schweiz hat somit unter anderem dank der etablierten Sozialpartnerschaft, dem kompetitiven dualen Berufsbildungssystem, ihrer Innovationskraft und der stabilen sozialen Sicherung strukturelle Ver\u00e4nderungen auch in der j\u00fcngeren Vergangenheit erfolgreich gemeistert.<\/p>\n<ol class=\"footnote\"><li id=\"footnote_1\" class=\"footnote--item\">Vgl. Brynjolfsson und Mc Afee (2014).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_2\" class=\"footnote--item\">Vgl. Autor (2015).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_3\" class=\"footnote--item\">Siehe beispielsweise Brynjolfsson und Mc Afee (2014).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_4\" class=\"footnote--item\">Siehe dazu Jo\u00ebl-Luc Cachelin (2015); Autor (2015).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_5\" class=\"footnote--item\">Siehe Beispiel der Zahnb\u00fcrstenherstellerin Trisa, die infolge Automatisierung von verschiedenen T\u00e4tigkeiten in den letzten zehn Jahren erhebliche Produktivit\u00e4tssteigerungen verzeichnen konnte. Als Folge davon wuchs ihre Anzahl Mitarbeitende im gleichen Zeitraum von 780 auf 1250. Vgl. NZZ vom 19. April 2015, Wer \u00fcberleben will, setzt auf Robotik.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_5\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_6\" class=\"footnote--item\">Vgl. Frey und Osborne (2013).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_6\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_7\" class=\"footnote--item\">So hat beispielsweise das amerikanische Unternehmen Uber die Anzahl seiner Taxifahrer in den letzten Jahren alle sechs Monate verdoppeln k\u00f6nnen.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_7\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_8\" class=\"footnote--item\">Siehe dazu The Economist vom 9. Juli 2015, McJobs and UberJobs.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_8\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><\/ol>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach der Mechanisierung, der Elektrifizierung und der Automatisierung ist mit der Digitalisierung eine weitere technologische Revolution im Gange, die sich auch auf den Arbeitsmarkt auswirkt. Sie betrifft sowohl manuelle wie auch kognitive Aufgaben. 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The Future of Employement: How Susceptible Are Jobs to Computerisation.<\/li>&#13;\n\t<li>\u00a0Mokyr, Joel; Vickers, Chris; Ziebarth, Nicolas L. (2015). The History of Technological Anxiety and the Future of Economic Growth: Is This Time Different? In: Journal of Economic Perspectives; 29(3), 31\u201350.<\/li>&#13;\n\t<li>\u00a0Oesch, Daniel (2013). Occupational Change in Europe: How Technology and Education Transform the Job Structure, Oxford University Press.<\/li>&#13;\n<\/ul>","post_kasten":null,"post_notes_for_print":"","first_teaser_header_de":"","first_teaser_header_fr":"","first_teaser_text_de":"","first_teaser_text_fr":"","second_teaser_header_de":"","second_teaser_header_fr":"","second_teaser_text_de":"","second_teaser_text_fr":"","kseason_de":"","kseason_fr":"","post_in_pdf":115103,"main_focus":[156573,157216],"serie_email":null,"frontpage_slider_bild":115107,"artikel_bild-slider":null,"legacy_id":"33439","post_abstract":"Der durch die Digitalisierung ausgel\u00f6ste Strukturwandel wirkt sich auf den Arbeitsmarkt aus. \u00d6konomen kommen dabei zu unterschiedlichen Einsch\u00e4tzungen. Unbestritten ist, dass die Digitalisierung in verschiedenen Bereichen zu einer Substitution von Arbeitskr\u00e4ften sowie ver\u00e4nderten Qualifikationsanforderungen f\u00fchrt. Deshalb geht der Artikel unter anderem der Frage nach, welche unterschiedlichen Arbeitsmarkteffekte die Substitution bewirkt. Der Blick auf die Schweiz zeigt, dass sich die Besch\u00e4ftigungszusammensetzung \u00fcber die letzten Jahre unter anderem im Zuge einer fortschreitenden Automatisierung ver\u00e4ndert hat. Der R\u00fcckgang in einzelnen Berufsgruppen wurde jedoch kompensiert: W\u00e4hrend die Zahl der Besch\u00e4ftigten in Berufen, die eine gute Ausbildung verlangen, steigt, nimmt sie bei niedrig qualifizierten Aufgaben ab. 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