{"id":116102,"date":"2015-06-24T16:42:18","date_gmt":"2015-06-24T16:42:18","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2015\/06\/2015-07-zufferey-stoeckli-franz\/"},"modified":"2023-08-23T23:13:31","modified_gmt":"2023-08-23T21:13:31","slug":"2015-07-zufferey-stoeckli","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2015\/06\/2015-07-zufferey-stoeckli\/","title":{"rendered":"Der Entwurf zum Vergaberecht bringt klare Verbesserungen"},"content":{"rendered":"<p>Seit dem Fr\u00fchjahr 2015 liegt der Vorentwurf eines neuen Vergaberechts des Bundes vor. Die Vernehmlassung l\u00e4uft noch bis zum 1. Juli 2015. Ausgearbeitet wurde der Vorentwurf von einer Arbeitsgruppe, die sich aus Vertretern der Auftraggeberseite zusammensetzte. Beteiligt waren auch die Kantone, die den Entwurf einer neuen Interkantonalen Vereinbarung \u00fcber das \u00f6ffentliche Beschaffungswesen (IV\u00f6B) schon im Herbst 2014 publizierten. Zwar stimmen die beiden Entw\u00fcrfe in vielen Teilen \u00fcberein, wobei es sich aber empfiehlt, auch auf die Unterschiede zu achten.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nIm Folgenden greifen wir einige Elemente aus dem Vorentwurf des Bundesgesetzes \u00fcber das \u00f6ffentliche Beschaffungswesen (VE-B\u00f6B) heraus, die wir aus rechtlicher Sicht f\u00fcr bemerkenswert halten.&#13;<\/p>\n<h2><strong>Zum Geltungsbereich: Wertvolle Klarstellungen<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nIm Geltungsbereich ist jede Kl\u00e4rung hochwillkommen, sind doch die Unsicherheiten gross. Erw\u00e4hnt seien f\u00fcnf Aspekte:&#13;<\/p>\n<h3>1. Definition des \u00f6ffentlichen Auftrags<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\nDas geltende Recht enth\u00e4lt keine Definition des \u00f6ffentlichen Auftrags. Wom\u00f6glich ging der Gesetzgeber seinerzeit davon aus, dass sich von selbst verstehe, was ein \u00f6ffentlicher Auftrag sei. Die Erfahrung zeigt allerdings, dass dem gerade nicht so ist: Zum Begriff des \u00f6ffentlichen Auftrags wurden zahlreiche Urteile und Rechtsgutachten geschrieben. Mit einer gewissen Dringlichkeit stellt sich die Frage etwa bei Investitionen aus dem Finanzverm\u00f6gen, bei Sponsoring und M\u00e4zenatentum, bei \u00abmake or buy\u00bb-Entscheiden, aber auch bei \u00f6ffentlich-privaten Partnerschaften (PPP).&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nIm Vorentwurf findet sich nun eine Legaldefinition des \u00f6ffentlichen Auftrags<a href=\"#footnote_1\" id=\"footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor\">[1]<\/a>. Die gew\u00e4hlte Formulierung hat den Vorzug, dass sie die zwei Elemente hervorhebt, auf die es ankommt: erstens den Umstand, dass die charakteristische Leistung zur Auftraggeberin fliesst; und zweitens die Entgeltlichkeit der vom Anbieter zu erbringenden Leistung.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nWas uns aber st\u00f6rt, ist zum einen die Gleichsetzung von \u00abmarch\u00e9\u00bb und \u00abcontrat\u00bb im franz\u00f6sischen Text. Der \u00abmarch\u00e9\u00bb ist gerade kein Vertrag, sondern ein Verfahren, das (allenfalls) mit dem Abschluss eines Vertrags endet. Zum andern halten wir uns auf \u00fcber die Einschr\u00e4nkung, nach der ein \u00f6ffentlicher Auftrag neuerdings nur dann vorliegen soll, wenn die Auftraggeberin den Leistungsgegenstand \u00abzur Erf\u00fcllung einer staatlichen Aufgabe\u00bb ben\u00f6tigt.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDiese Formulierung ist eindeutig zu eng geraten, da f\u00fcr den Geltungsbereich nicht der Zweck der Beschaffung ausschlaggebend ist, sondern es vielmehr darauf ankommt, wer die Leistung beschafft \u2013 und ob sie mit \u00f6ffentlichen Mitteln entgolten wird. Die zu enge Formulierung kommt bloss jenen (kommunalen) Auftraggeberinnen entgegen, die schon heute gewisse Beschaffungen \u2013 etwa den Bau einer Fernheizung<a href=\"#footnote_2\" id=\"footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor\">[2]<\/a> \u2013 mit dem fadenscheinigen Argument dem Vergaberecht zu entziehen suchen, ihr Vorhaben sei keine staatliche Aufgabe.&#13;<\/p>\n<h3>2. Definition der staatlichen Beh\u00f6rden und \u00f6ffentlichen Unternehmen<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\nZu begr\u00fcssen ist, dass der Vorentwurf definiert, was f\u00fcr die Zwecke des Vergaberechts unter \u00abstaatlichen Beh\u00f6rden\u00bb und was unter \u00ab\u00f6ffentlichen Unternehmen\u00bb zu verstehen ist.<a href=\"#footnote_3\" id=\"footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor\">[3]<\/a> Solche Legaldefinitionen vereinfachen den Umgang mit den in der Praxis h\u00e4ufig schwierigen Fragen, die sich hinsichtlich des subjektiven Geltungsbereichs stellen. Aus dem gleichen Grund hilfreich sind jene Bem\u00fchungen, wo es um Beschaffungen unter Auftraggeberinnen, um (echte) \u00abin-house\u00bb- und um \u00abin-state\u00bb-Gesch\u00e4fte geht.<a href=\"#footnote_4\" id=\"footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor\">[4]<\/a> Diese Klarstellungen d\u00fcrften auch die Gerichte zu sch\u00e4tzen wissen, die regelm\u00e4ssig mit solchen F\u00e4llen befasst sind.<a href=\"#footnote_5\" id=\"footnote-anchor_5\" class=\"inline-footnote__anchor\">[5]<\/a>&#13;<\/p>\n<h3>3. Konzessionsvergaben sind sinnvoll eingeschr\u00e4nkt<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\nIm Vorentwurf geht es auch um Konzessionen.<a href=\"#footnote_6\" id=\"footnote-anchor_6\" class=\"inline-footnote__anchor\">[6]<\/a> Dem Vergaberecht unterstellt ist eine Konzessionsvergabe dann, wenn der \u00abAnbieterin ausschliessliche oder besondere Rechte zukommen, die sie im \u00f6ffentlichen Interesse wahrnimmt\u00bb. Diese Einschr\u00e4nkung ist sachgerecht: Eine generelle Unterstellung s\u00e4mtlicher Konzessionsvergaben unter das Vergaberecht, etwa auch von Sondernutzungskonzessionen, h\u00e4tte eine un\u00fcberschaubare F\u00fclle von Verfahren zur Folge.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nZu denken ist etwa an den h\u00e4ufigen Fall, wenn eine Gemeinde einem Bauunternehmer das Recht einr\u00e4umt, f\u00fcr eine beschr\u00e4nkte Zeit den \u00f6ffentlichen Grund zu beanspruchen. Auf diesen Fall w\u00e4re das neue Gesetz mit Sicherheit nicht anwendbar. Die gew\u00e4hlte, limitierende Konzeption harmoniert im \u00dcbrigen mit der neuen Konzessions-Richtlinie der EU.<a href=\"#footnote_7\" id=\"footnote-anchor_7\" class=\"inline-footnote__anchor\">[7]<\/a> Weiter ist zu konstatieren, dass die Revision die bisherigen Ausnahmef\u00e4lle von der Ausschreibungspflicht nicht antastet, was namentlich f\u00fcr die Wasserkonzessionen bedeutsam ist.<a href=\"#footnote_8\" id=\"footnote-anchor_8\" class=\"inline-footnote__anchor\">[8]<\/a> Der Entwurf einer neuen IV\u00f6B will, was die Konzessionen anbelangt, einen \u00e4hnlichen Weg einschlagen. Das w\u00e4re aus unserer Sicht Grund genug, insk\u00fcnftig auf Art. 2 Abs. 7 BGBM zu verzichten, zumal die Bestimmung vor allem Unsicherheit schafft.&#13;<\/p>\n<h3>4. Unterstellte Rechtsdienstleistungen<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\nDer Vorentwurf z\u00e4hlt ausdr\u00fccklich jene (wenigen) Rechtsdienstleistungen auf,\u00a0<a href=\"#footnote_9\" id=\"footnote-anchor_9\" class=\"inline-footnote__anchor\">[9]<\/a> die dem Vergaberecht nicht unterstellt sind. Daraus folgt gest\u00fctzt auf einen Umkehrschluss, dass alle \u00fcbrigen Dienstleistungen juristischer Natur dem Vergaberecht unterworfen sind. Grundlos ist so der Verdacht, die Juristen w\u00fcrden eine Regulierung schaffen, die fast alle trifft, nur sie selber nicht.&#13;<\/p>\n<h3>5. Ausklinkklauseln sind zwiesp\u00e4ltig<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\nDer Vorentwurf sieht vor: Die \u00abBeschaffung von Waren und Dienstleistungen [sind] im Hinblick auf den gewerblichen Verkauf oder Wiederverkauf\u00bb generell vom Anwendungsbereich ausgenommen.<a href=\"#footnote_10\" id=\"footnote-anchor_10\" class=\"inline-footnote__anchor\">[10]<\/a> Das gilt entsprechend f\u00fcr jene Auftraggeberinnen, die \u00abwirksamem Wettbewerb ausgesetzt\u00bb sind.<a href=\"#footnote_11\" id=\"footnote-anchor_11\" class=\"inline-footnote__anchor\">[11]<\/a> An die Stelle des formalisierten Entlassungsverfahrens, wie wir es heute kennen, treten also gesetzliche Ausklinkklauseln, die eine \u00abautomatische\u00bb Entlassung aus dem Vergaberecht bewirken. Wo Wettbewerbsdruck besteht, ist \u2013 so die Idee \u2013 f\u00fcr ausreichende Disziplin im Umgang mit \u00f6ffentlichen Mitteln gesorgt, sodass nicht l\u00e4nger die Notwendigkeit besteht, diesen Druck mit Vergabeverfahren sozusagen k\u00fcnstlich zu erzeugen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nMan kann diesen Automatismus allerdings auch kritisch sehen, denn Auftraggeberinnen werden sich \u2013 wenn irgend m\u00f6glich \u2013 fortan auf wirksamen Wettbewerb berufen, um sich dem Vergaberecht zu entziehen. Die Juristen und \u00d6konomen, die ihnen diesen Befund best\u00e4tigen, werden sich finden.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nIndes bleiben zahlreiche Fragen offen. So etwa, ob bei einer Auftraggeberin, deren <em>eine<\/em> T\u00e4tigkeit dem Vergaberecht unterstellt ist, deshalb auch <em>alle \u00fcbrigen<\/em> T\u00e4tigkeiten dem Vergaberecht unterstellt werden sollen. Das Bundesgericht hat die Frage im Fall eines Unternehmens, das eine Anlage f\u00fcr Solarstrom beschaffte, offengelassen.<a href=\"#footnote_12\" id=\"footnote-anchor_12\" class=\"inline-footnote__anchor\">[12]<\/a>&#13;<\/p>\n<h2><strong>Zum Vergabeverfahren: Verhandlungen bleiben eingeschr\u00e4nkt&#13;<br \/>\n<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nSeit je sind auf Bundesebene Verhandlungen zugelassen, einschliesslich reiner Preisverhandlungen (Abgebotsrunden). Diese M\u00f6glichkeit soll im neuen Recht fortbestehen. Der bisherigen Diskussion nach ist es das (inter)kantonale Recht, das sich hier anpassen soll. Diese L\u00f6sung ist in der Sache richtig, weil ein striktes Verhandlungsverbot zu unerw\u00fcnschten Umgehungsversuchen f\u00fchrt, wie sich in der Praxis namentlich f\u00fcr die Phase nach dem Zuschlag beobachten l\u00e4sst.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDoch sollte das Schicksal der laufenden Revision nicht an die Frage, ob sich die Kantone zu einer Aufhebung ihres Verhandlungsverbots durchringen k\u00f6nnen, gekn\u00fcpft werden. Zul\u00e4ssigkeit oder Verbot von Verhandlungen? Das ist keine Schicksalsfrage. Ohnehin ist es so, dass Verhandlungen auch nach dem Vorentwurf nicht grenzenlos m\u00f6glich sind, obschon der Begleitbericht die Dinge anders darstellt.<a href=\"#footnote_13\" id=\"footnote-anchor_13\" class=\"inline-footnote__anchor\">[13]<\/a> Nach unserem Verst\u00e4ndnis f\u00fchrt der Vorentwurf sogar zu einer Einschr\u00e4nkung, indem er Abgebotsrunden nicht mehr zul\u00e4sst. Das ist eine erhebliche Ver\u00e4nderung auf Bundesebene, ohne dass aber schon klar ist, ob der Bund diese Ver\u00e4nderung wirklich will.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDer Vorentwurf verankert den \u00abDialog\u00bb auf Gesetzesebene. Anwendbar ist das Verfahren f\u00fcr komplexe Auftr\u00e4ge oder Beschaffungen mit hohem Innovationsgehalt.<a href=\"#footnote_14\" id=\"footnote-anchor_14\" class=\"inline-footnote__anchor\">[14]<\/a> Diese Methode wird in der EU schon praktiziert, wo sie h\u00e4ufig Gegenstand von Spezialgesetzen ist. Mit der Methode soll es den Parteien m\u00f6glich (und erlaubt) sein, die gew\u00fcnschte Leistung gemeinsam zu entwickeln und dabei auch den k\u00fcnftigen Vertrag gemeinsam zu er\u00f6rtern, ohne dabei von vergaberechtlichen Vorgaben \u00fcber Geb\u00fchr beengt zu werden. Heute schon gibt es Vorhaben, in denen diese Methode mit einem gewissen Erfolg praktiziert wird.\u00a0<a href=\"#footnote_15\" id=\"footnote-anchor_15\" class=\"inline-footnote__anchor\">[15]<\/a> Der Vorentwurf allerdings l\u00e4sst offen, wie die Methode in der Praxis umzusetzen ist; auch der Verordnungsentwurf schweigt sich dazu aus. Dabei gibt es zahlreiche Anwendungsfragen. Fraglich ist etwa, nach welchen Kriterien die Auftraggeberin ihre Dialogpartner ausw\u00e4hlt; offen ist auch, wie sie ihre Dialogpartner f\u00fcr deren Aufwendungen und die \u00dcberlassung geistigen Eigentums zu verg\u00fcten hat.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nAuch \u00abRahmenvertr\u00e4ge\u00bb werden im Vorentwurf angesprochen.<a href=\"#footnote_16\" id=\"footnote-anchor_16\" class=\"inline-footnote__anchor\">[16]<\/a> Sicher ist es zweckm\u00e4ssig, dieses Instrument gesetzlich zu regeln, denn in der Praxis gelangen Rahmenvertr\u00e4ge je l\u00e4nger, je mehr zum Einsatz. Anlass ist stets das Bestreben, allzu h\u00e4ufige Ausschreibungen zu vermeiden. Die vielen Fragen, die mit Rahmenvertr\u00e4gen einhergehen, werden im Lichte des EU-Rechts zu beantworten sein, das in dieser Hinsicht weit entwickelt ist<a href=\"#footnote_17\" id=\"footnote-anchor_17\" class=\"inline-footnote__anchor\">[17]<\/a> \u2013 w\u00e4hrend der Verordnungsentwurf (wiederum) keine Ausf\u00fchrungsbestimmungen enth\u00e4lt.&#13;<\/p>\n<h2><strong>Zahlreiche Klarstellungen sind praxistauglich<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nWeiter finden sich im Vorentwurf zahlreiche Klarstellungen, die sich in der Praxis als n\u00fctzlich erweisen d\u00fcrften. Einige Beispiele:&#13;<\/p>\n<ul>&#13;<\/p>\n<li>\u00abMarktabkl\u00e4rungen\u00bb f\u00fchren nicht zur Vorbefassung der angefragten Anbieterinnen;<a href=\"#footnote_18\" id=\"footnote-anchor_18\" class=\"inline-footnote__anchor\">[18]<\/a><\/li>\n<p>&#13;<\/p>\n<li>bei der Sch\u00e4tzung des Auftragswerts sind alle \u00abBestandteile der Verg\u00fctung [\u2026] einzurechnen\u00bb, namentlich auch \u00abPr\u00e4mien, Geb\u00fchren, Kommissionen und Zinsen, ohne die anwendbare Mehrwertsteuer\u00bb;<a href=\"#footnote_19\" id=\"footnote-anchor_19\" class=\"inline-footnote__anchor\">[19]<\/a><\/li>\n<p>&#13;<\/p>\n<li>bei Freihandverfahren d\u00fcrfen auch mehrere Offerten eingeholt werden<a href=\"#footnote_20\" id=\"footnote-anchor_20\" class=\"inline-footnote__anchor\">[20]<\/a>.<\/li>\n<p>&#13;\n<\/ul>\n<p>&#13;<br \/>\nZu erw\u00e4hnen sind aber auch die Pr\u00e4zisierungen zum Umgang mit Varianten<a href=\"#footnote_21\" id=\"footnote-anchor_21\" class=\"inline-footnote__anchor\">[21]<\/a> sowie die neu geschaffenen M\u00f6glichkeiten, bei der Angebotspr\u00fcfung mehrere Evaluationsstufen vorzusehen und bloss die drei besten Angebote einer \u00abweiteren Pr\u00fcfung und Bewertung\u00bb zu unterziehen.<a href=\"#footnote_22\" id=\"footnote-anchor_22\" class=\"inline-footnote__anchor\">[22]<\/a> Kritisch w\u00fcrdigen wir die Ausweitung der beh\u00f6rdlichen Befugnisse, die Preiskalkulation der Anbieter einzusehen. St\u00f6rend ist vor allem, dass \u00fcber die Einsicht hinaus nun auch das Recht der Auftraggeberinnen statuiert wird, mittels Verf\u00fcgung eine mehr als kostendeckende Verg\u00fctung (cost plus fee) beim Vertragspartner wieder abzusch\u00f6pfen.&#13;<\/p>\n<h2><strong>Mittelweg beim Rechtsschutz<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDer Rechtsschutz in Vergabesachen ist ein diffiziles Thema. H\u00e4ufig wird \u2013 und dies nicht nur hinsichtlich der Beschwerdeverfahren auf Bundesebene \u2013 kritisiert, die Verfahren in Vergabesachen seien zu langsam und auch sonst zu beschwerlich. Der Entwurf sucht hier einen Mittelweg, der die folgenden Elemente umfasst:&#13;<\/p>\n<ul>&#13;<\/p>\n<li>Neu besteht auch bei Auftr\u00e4gen, die nicht in den Staatsvertragsbereich fallen, eine Beschwerdem\u00f6glichkeit, wobei diese M\u00f6glichkeit aber erst bei Auftragswerten \u00fcber 150&#8217;000 Franken greift.<\/li>\n<p>&#13;<\/p>\n<li>In solchen F\u00e4llen soll das Verfahren einfach und rasch sein.<a href=\"#footnote_23\" id=\"footnote-anchor_23\" class=\"inline-footnote__anchor\">[23]<\/a><\/li>\n<p>&#13;<\/p>\n<li>Die Beschwerdefrist betr\u00e4gt 20 Tage \u2013 dies neu einheitlich in der ganzen Schweiz, auf allen Staatsebenen und bei allen Verfahren, bei denen Rechtsschutz besteht; das Konkordat, das heute noch eine zehnt\u00e4gige Frist vorsieht, soll entsprechend revidiert werden.<\/li>\n<p>&#13;<\/p>\n<li>Unver\u00e4ndert kommt einer Beschwerde nicht automatisch aufschiebende Wirkung zu. Diese Wirkung kann ihr indes gerichtlich beigelegt werden, was aber nur m\u00f6glich ist, wenn die Beschwerde \u00abausreichend begr\u00fcndet erscheint und keine \u00fcberwiegenden \u00f6ffentlichen Interessen entgegenstehen\u00bb.<a href=\"#footnote_24\" id=\"footnote-anchor_24\" class=\"inline-footnote__anchor\">[24]<\/a><\/li>\n<p>&#13;\n<\/ul>\n<p>&#13;<br \/>\nPerfekte L\u00f6sungen, die alle Seiten rundum zufriedenstellen w\u00fcrden, gibt es im Bereich des vergaberechtlichen Rechtsschutzes nicht. Nat\u00fcrlich w\u00e4re es f\u00fcr die Auftraggeberinnen oft sehr viel einfacher, wenn es in Vergabesachen \u00fcberhaupt keinen Rechtsschutz g\u00e4be. Solange aber die Durchsetzung der vergaberechtlichen Regeln im Wesentlichen \u00fcber einen wirksamen Rechtsschutz erfolgt, sind die Belastungen, die mit ihm verbunden sind, hinzunehmen.<\/p>\n<ol class=\"footnote\"><li id=\"footnote_1\" class=\"footnote--item\">Art. 8 VE-B\u00f6B.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_2\" class=\"footnote--item\">Vgl. dazu das Urteil des Freiburger Kantonsgerichts FR 602.2012.123, 602.2012.127 vom 24. Oktober 2013, in: BR\/DC 2014, S. 26, Nr. 6.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_3\" class=\"footnote--item\">Art. 2 VE-B\u00f6B.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_4\" class=\"footnote--item\">Art.12 Abs. 3 VE-B\u00f6B.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_5\" class=\"footnote--item\">Beispiele sind die Waadtl\u00e4nder Urteile MPU.2011.0020 vom 16. M\u00e4rz 2012, MPU.2010.0008 vom 6. Dezember 2010 und GE.2007.0013 vom 6. November 2009; f\u00fcr eine Auseinandersetzung mit diesen Urteilen siehe Zufferey, March\u00e9s \u00abin-house\u00bb et \u00abquasi in-house\u00bb, in: BR\/DC 2013, S. 28 ff., Nr. 2.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_5\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_6\" class=\"footnote--item\">Art. 8 Abs. 2 VE-B\u00f6B.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_6\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_7\" class=\"footnote--item\">Richtlinie 2014\/23\/EU des Europ\u00e4ischen Parlaments und des Rates vom 26. Februar 2014 \u00fcber die Konzessionsvergabe.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_7\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_8\" class=\"footnote--item\">Siehe dazu Art. 60 Abs. 3bis und Art. 62 Abs. 2bis WRG.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_8\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_9\" class=\"footnote--item\">Art. 12 Abs. 1 lit. g VE-B\u00f6B.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_9\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_10\" class=\"footnote--item\">Art. 12 Abs. 1 lit. a VE-B\u00f6B.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_10\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_11\" class=\"footnote--item\">Art. 4 Abs. 2 VE-B\u00f6B.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_11\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_12\" class=\"footnote--item\">BGer 2C_134\/2013 vom 6. Juni 2014, in: BR\/DC 2015, S. 48 f., Nr. 59.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_12\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_13\" class=\"footnote--item\">Erl\u00e4uternder Bericht des EFD zur Revision des Bundesgesetzes \u00fcber das \u00f6ffentliche Beschaffungswesen vom 1. April 2015, S. 52.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_13\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_14\" class=\"footnote--item\">Art. 28 VE-B\u00f6B.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_14\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_15\" class=\"footnote--item\">Etwa bei parallelen Studienauftr\u00e4gen, die Gegenstand der SIA-Norm 143 sind.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_15\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_16\" class=\"footnote--item\">Art. 29 VE-B\u00f6B.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_16\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_17\" class=\"footnote--item\">Richtlinie 2004\/18\/EG des Europ\u00e4ischen Parlaments und des Rates \u00fcber die Koordinierung der Verfahren zur Vergabe \u00f6ffentlicher Bauauftr\u00e4ge, Lieferauftr\u00e4ge und Dienstleistungsauftr\u00e4ge vom 31. M\u00e4rz 2004; Europ\u00e4ische Kommission, Erl\u00e4uterungen \u2013 Rahmenvereinbarungen \u2013 Klassische Richtlinie, CC\/2005\/03_rev1 vom 14. Juli 2005.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_17\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_18\" class=\"footnote--item\">Art. 16 Abs. 3 VE-B\u00f6B.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_18\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_19\" class=\"footnote--item\">Art. 17 Abs. 3 VE-B\u00f6B, der aber im Sinne eines Auffangtatbestandes auch alle weiteren Vorteile, die einer Bewertung zug\u00e4nglich sind, erw\u00e4hnen m\u00fcsste.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_19\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_20\" class=\"footnote--item\">Art. 23 Abs. 1 in fine VE-B\u00f6B.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_20\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_21\" class=\"footnote--item\">Art. 37, der deutlicher machen m\u00fcsste, dass zul\u00e4ssige Varianten wie alle anderen Angebote zu bewerten sind und der Zuschlag auf eine Variante zu erfolgen hat, wenn sie sich nach Massgabe der Zuschlagskriterien als das g\u00fcnstigste Angebot erweist.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_21\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_22\" class=\"footnote--item\">Art. 42 Abs. 5 VE-B\u00f6B.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_22\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_23\" class=\"footnote--item\">Art. 54 Abs. 4 VE-B\u00f6B; die Einzelheiten dazu finden sich in Art. 54 ff. des Gesetzesentwurfs und Art. 52 ff. des Verordnungsentwurfs. Das ist aus unserer Sicht allerdings kaum stufengerecht; die Regelung des Rechtsschutzes geh\u00f6rt vielmehr auf die Ebene des B\u00f6B, sodass auch das Verh\u00e4ltnis zum VwVG gekl\u00e4rt ist.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_23\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_24\" class=\"footnote--item\">Art. 56 Abs. 3 VE-B\u00f6B.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_24\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><\/ol>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit dem Fr\u00fchjahr 2015 liegt der Vorentwurf eines neuen Vergaberechts des Bundes vor. Die Vernehmlassung l\u00e4uft noch bis zum 1. Juli 2015. Ausgearbeitet wurde der Vorentwurf von einer Arbeitsgruppe, die sich aus Vertretern der Auftraggeberseite zusammensetzte. 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Der zweite Schritt ist die Ver\u00f6ffentlichung des Vorentwurfs f\u00fcr ein neues Bundesgesetz \u00fcber das \u00f6ffentliche Beschaffungswesen (VE-B\u00f6B). Schon 2008 wurde versucht, das Vergaberecht zu revidieren und das Verh\u00e4ltnis zwischen Bund und Kantonen zu kl\u00e4ren. Die Vorlage enthielt durchaus bedenkenswerte Verbesserungsvorschl\u00e4ge, wobei die Reformbem\u00fchungen aber dann im Sand verliefen. Jetzt ist es an der Zeit, dass der Gesetzgeber die Sache angeht. Die Entw\u00fcrfe auf Bundes- und interkantonaler Ebene entwickeln das Vergaberecht in zweckm\u00e4ssiger Weise: Zum einen zielen sie auf eine l\u00e4ngst \u00fcberf\u00e4llige Harmonisierung des Vergaberechts ab, was dem Schweizer Binnenmarkt n\u00fctzt; zum andern verbessern sie die Rechtssicherheit und schaffen flexiblere Verfahren, was allen zugutekommt, die mit \u00f6ffentlichen Vergabeverfahren zu tun haben.","magazine_issue":"20150701","seco_author_reccomended_post":null,"redaktoren":[4127,0],"korrektor":4139,"planned_publication_date":"20150624","original_files":[{"file":116117}],"external_release_for_author":"20150605","external_release_for_author_time":"00:00:00","link_for_external_authors":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/exedit\/5559a9884fdbf"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/116102"}],"collection":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4211"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=116102"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/116102\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":126843,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/116102\/revisions\/126843"}],"acf:user":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4139"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4127"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/0"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4212"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4211"}],"acf:post":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/main_focus_post\/157247"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/main_focus_post\/156616"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/32798"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=116102"}],"wp:term":[{"taxonomy":"post__type","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post__type?post=116102"},{"taxonomy":"post_opinion","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_opinion?post=116102"},{"taxonomy":"post_serie","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_serie?post=116102"},{"taxonomy":"post_content_category","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_content_category?post=116102"},{"taxonomy":"post_content_subject","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_content_subject?post=116102"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}