{"id":116187,"date":"2015-06-24T16:00:50","date_gmt":"2015-06-24T16:00:50","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2015\/06\/2015-07-von-gruenigen-franz\/"},"modified":"2023-08-23T23:13:36","modified_gmt":"2023-08-23T21:13:36","slug":"2015-07-von-gruenigen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2015\/06\/2015-07-von-gruenigen\/","title":{"rendered":"Bauverfahren k\u00f6nnen effizienter gestaltet werden"},"content":{"rendered":"<p>Regulierungskosten bei Bauprojekten stehen regelm\u00e4ssig in der Kritik. Der Ruf nach effizienteren Verfahren und damit einer Senkung der Kosten hat in den vergangenen 20 Jahren zur Umsetzung zahlreicher Massnahmen beim Bund und in den Kantonen gef\u00fchrt, die eine Steigerung der Effizienz zum Ziel hatten. So wurden etwa Koordinations- und Konzentrationsmodelle erstellt und Ordnungsfristen erlassen. Trotzdem: Die Komplexit\u00e4t von 26 kantonalen Baugesetzgebungen und die Bef\u00fcrchtung, Bauprojekte w\u00fcrden durch Verfahren und Rekursm\u00f6glichkeiten unn\u00f6tig behindert, sind nach wie vor Antrieb f\u00fcr zahlreiche politische Vorst\u00f6sse und intensive Debatten.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nEine zunehmende Verdichtung sowie neue raumplanerische und bautechnische Rahmenbedingungen d\u00fcrften die Zielkonflikte im Baubereich in Zukunft verst\u00e4rken. Das Staatssekretariat f\u00fcr Wirtschaft (Seco) beauftragte deshalb das Forschungs- und Beratungsunternehmen Econcept, dazu eine Studie durchzuf\u00fchren. Das Ziel war es, die Effizienz der Verfahren zu untersuchen, Vergleiche zu ziehen und Handlungsempfehlungen zu formulieren.&#13;<\/p>\n<h2><strong>Checkliste und Befragung<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nMittels Literaturstudien und Expertengespr\u00e4chen wurden in einem ersten Schritt Elemente identifiziert, welche ein effizientes Verfahren garantieren sollten. Aus diesen Elementen wurde anschliessend eine Good-Practice-Checkliste (\u00abReferenzmodell\u00bb) erarbeitet und angewendet, um daraus Schl\u00fcsse zur Optimierung der Effizienz zu ziehen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nAufgrund der Heterogenit\u00e4t der rechtlichen Rahmenbedingungen war es im Projektrahmen nicht m\u00f6glich, eine schweizweit repr\u00e4sentative Untersuchung der Verfahren durchzuf\u00fchren. Um trotzdem ein m\u00f6glichst breites Spektrum abdecken zu k\u00f6nnen, wurden 20 Gemeinden in 10 Kantonen<a href=\"#footnote_1\" id=\"footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor\">[1]<\/a> untersucht. In der Regel betraf dies die gr\u00f6sste Gemeinde eines Kantons sowie eine weitere Gemeinde mit rund 10\u2018000 Einwohnern. Nebst Recherchen in im Internet verf\u00fcgbaren Dokumenten wurden mit allen Verwaltungseinheiten Telefoninterviews durchgef\u00fchrt, um die Verfahren anhand der Good-Practice-Checkliste zu analysieren. Parallel dazu hat das Projektteam mit weiteren Experten gesprochen, um M\u00f6glichkeiten zur Optimierung der Verfahren zu er\u00f6rtern.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie Good-Practice-Checkliste enth\u00e4lt 36 Punkte. <em>Tabelle 1<\/em> zeigt die untersuchten Themenbereiche sowie beispielhaft einige Fragen aus dem entsprechenden Themenbereich und den jeweiligen Anteil der befragten Verwaltungseinheiten, in welchen das Element bereits heute umgesetzt wird (Frage wurde mit \u00abJa\u00bb beantwortet).&#13;<\/p>\n<h3 class=\"text__graphic-title\"><span class=\"text__legend\"><strong>Tabelle <\/strong><strong>1<\/strong><strong>: Untersuchte Themenbereiche, Beispiele von \u00fcberpr\u00fcften Elementen sowie jeweiliger Anteil der positiven Antworten.<\/strong><\/span><\/h3>\n<p>&#13;<\/p>\n<table>&#13;<\/p>\n<tbody>&#13;<\/p>\n<tr>&#13;<\/p>\n<td width=\"201\"><strong>Themenbereiche<\/strong><\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"456\"><strong>Fragestellungen (beispielhafte Auswahl)<\/strong><\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"98\"><strong>Umgesetzt in&nbsp;%<\/strong><\/td>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tr>\n<p>&#13;<\/p>\n<tr>&#13;<\/p>\n<td rowspan=\"3\" width=\"201\">Baubewilligungsverfahren<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"456\">Gesetz sieht bewilligungsfreies Verfahren f\u00fcr Vorhaben vor, welche von untergeordneter Bedeutung sind.<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"98\">70%<\/td>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tr>\n<p>&#13;<\/p>\n<tr>&#13;<\/p>\n<td width=\"456\">Gesetz sieht umgehende Vorpr\u00fcfung der eingereichten Baugesuchunterlagen zu Beginn des Baubewilligungsverfahrens vor.<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"98\">40%<\/td>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tr>\n<p>&#13;<\/p>\n<tr>&#13;<\/p>\n<td width=\"456\">Die Baubewilligungen sind mindestens drei Jahre g\u00fcltig.<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"98\">20%<\/td>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tr>\n<p>&#13;<\/p>\n<tr>&#13;<\/p>\n<td rowspan=\"2\" width=\"201\">Planungsverfahren im Zusammenhang mit Bauprojekten<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"456\">Es findet eine kantonale Vorpr\u00fcfung statt, damit am Ende des Verfahrens keine wesentlichen Differenzen zu erwarten sind.<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"98\">63%<\/td>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tr>\n<p>&#13;<\/p>\n<tr>&#13;<\/p>\n<td width=\"456\">Das Gesetz enth\u00e4lt Ordnungsfristen betreffend die Bearbeitung der Einwendungen und Einsprachen durch die Beh\u00f6rden.<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"98\">50%<\/td>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tr>\n<p>&#13;<\/p>\n<tr>&#13;<\/p>\n<td width=\"201\">Kombination von Verfahren<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"456\">Es besteht die M\u00f6glichkeit, das Bauvorhaben bereits im Planungsverfahren so weit zu konkretisieren, dass alle relevanten Aspekte des Bauvorhabens behandelt werden.<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"98\">90%<\/td>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tr>\n<p>&#13;<\/p>\n<tr>&#13;<\/p>\n<td width=\"201\">Rechtsmittelverfahren<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"456\">Es bestehen maximal zwei kantonale Instanzen.<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"98\">90%<\/td>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tr>\n<p>&#13;<\/p>\n<tr>&#13;<\/p>\n<td rowspan=\"2\" width=\"201\">Organisation der Verfahren<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"456\">Die Unterlagen werden innerhalb der Beh\u00f6rden vollst\u00e4ndig elektronisch verarbeitet.<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"98\">20%<\/td>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tr>\n<p>&#13;<\/p>\n<tr>&#13;<\/p>\n<td width=\"456\">Regelm\u00e4ssige Information der Gesuchstellenden \u00fcber den Stand der Arbeiten sowie \u00fcber Einwendungen und Einsprachen.<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"98\">80%<\/td>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tr>\n<p>&#13;<\/p>\n<tr>&#13;<\/p>\n<td rowspan=\"2\" width=\"201\">Information und Kommunikation<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"456\">Alle n\u00f6tigen Formulare k\u00f6nnen im Internet heruntergeladen werden.<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"98\">84%<\/td>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tr>\n<p>&#13;<\/p>\n<tr>&#13;<\/p>\n<td width=\"456\">Bereitstellung eines niederschwelligen Auskunfts- und Beratungsangebots f\u00fcr Baubewilligungen.<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"98\">100%<\/td>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tr>\n<p>&#13;<\/p>\n<tr>&#13;<\/p>\n<td width=\"201\">Zusammenarbeit und Statistik<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"456\">Aktive F\u00f6rderung der Zusammenarbeit zwischen Gemeinden durch den Kanton (z. B. finanzielle Anreize).<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td width=\"98\">50%<\/td>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tr>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tbody>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/table>\n<p>&#13;<br \/>\n<span class=\"text__legend\">Anmerkung: Wird ein Element \u00fcberall umgesetzt, entspricht dies 100%.<\/span>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<span style=\"color: #000000;\">Die Auswertung der Resultate ergibt ein heterogenes Bild. Viele Elemente eines guten Verfahrens sind bereits ganz oder teilweise umgesetzt \u2013 insbesondere in den Bereichen Information und Kommunikation sowie Kombination der Verfahren. Bei den Planungsverfahren sowie bei der Zusammenarbeit und der Statistik gibt es aber noch Optimierungsm\u00f6glichkeiten. Das gilt auch \u2013 weniger stark ausgepr\u00e4gt \u2013 f\u00fcr die Baubewilligungsverfahren, die Rechtsmittel und die Organisation der Verfahren. Auch zeigten sich die Grenzen des Ansatzes: Aufgrund der Heterogenit\u00e4t der rechtlichen und organisatorischen Grundlagen lassen sich nur wenige allgemeing\u00fcltige Elemente formulieren, welche ein gutes Verfahren ausmachen.<\/span>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<span style=\"color: #000000;\">Neben der Analyse der Verfahren mit der Good-Practice-Checkliste wurden in einem zweiten Teil der Studie bei den Gemeindebeh\u00f6rden und Rekursinstanzen Daten zur Anzahl und Dauer der Baubewilligungs-, Planungs- und Rechtsmittelverfahren erhoben.<a href=\"#footnote_2\" id=\"footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor\">[2]<\/a> Im Projektverlauf hat sich jedoch klar gezeigt, dass Verfahrensdaten nicht systematisch ermittelt und aufbereitet werden und eine nachtr\u00e4gliche Aufarbeitung der Daten kaum m\u00f6glich ist. Daher muss festgestellt werden: Die verf\u00fcgbare Datengrundlage ist zurzeit nicht ausreichend, um auf Basis von statistisch fundierten Vergleichen Optimierungen der Verfahren initiieren zu k\u00f6nnen. Hier besteht klar Nachholbedarf.<\/span>&#13;<\/p>\n<h2><span style=\"color: #000000;\"><strong>Zusammenarbeit mit Beh\u00f6rden kann Effizienz stark beeinflussen <\/strong><\/span><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\n<span style=\"color: #000000;\">Im dritten Teil der Studie standen Grossprojekte (siehe <em>Kasten<\/em>) im Vordergrund. Mit der durchgef\u00fchrten Befragung der Projektleiter von Grossprojekten (Baugesuchsteller) wurden m\u00f6gliche Hindernisse auf dem Weg zur Baubewilligung identifiziert und gleichzeitig die wichtigsten Anliegen der Bauenden abgefragt. Ein besonderes Augenmerk lag dabei auf den finanziellen und zeitlichen Folgen von Einsprache-, Rekurs- und Beschwerdeverfahren<\/span>&#13;<\/p>\n<h3 class=\"text__graphic-title\"><span style=\"color: #000000;\">Dauer des Bewilligungsverfahrens bei Grossprojekten nach Kanton (2011 bis 2013, in&nbsp;%<\/span>)<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\n<div class=\"chart chart--normal\" id=\"VonGruenigende\"><\/div>\n<script>\n$(function () {\n    $('#VonGruenigende').highcharts({\n        chart: {\n            type: 'column'\n        },\n        title: {\n            text: ''\n        },\n        xAxis: {\n            categories: ['AG','BE','GE','LU','SG','SO','UR','VD','ZG','ZH','Gesamt']\n        },\n                  \n        yAxis: {\n            title: {\n                text: ''\n            },\n            labels: {\n                formatter: function () {\n                    return this.value + '%';\n                }\n            }\n        },\n        tooltip: {\n            pointFormat: '<span style=\"color:{series.color}\">{series.name}<\/span>: {point.percentage:.0f}%<br\/>',\n            shared: true\n        },\n\n            labels: {\n                format: '{value} %'\n            },\n        plotOptions: {\n            column: {\n                stacking: 'percent'\n            }\n        },\n        series: [{\ncolor: '#0074be',\n            name: '1 bis 3 Monate',\n            data: [19,26,11,38,29,29,null,34,38,16,23]\n        }, {color: '#88c0d3',\n            name: '4 bis 12 Monate',\n            data: [61,60,45,54,48,57,50,49,58,71,59]\n        }, {color: '#e84066',\n            name: '13 bis 24 Monate',\n            data: [17,14,27,3,7,14,50,8,null,9,12]\n        },{color: '#ae097f',\n            name: 'mehr als 24 Monate',\n            data: [3,0,17,5,16,null,null,9,4,4,6]\n        }]\n    });\n});\n<\/script>\n&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<span class=\"text__legend\">N=684 (AG=75, BE=111, GE=74, LU=60, SG=31, SO=7, UR=2; VD=89, ZG=26, ZH=209)<\/span>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<span class=\"text__quelle--kasten\">Quelle: Bauinfo-Center \/ Die Volkswirtschaft<\/span>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie Qualit\u00e4t und die Art der Zusammenarbeit mit den Beh\u00f6rden k\u00f6nnen die Effizienz der Bauverfahren stark beeinflussen. Davon ist die H\u00e4lfte der befragten Projektleiter \u00fcberzeugt. Gem\u00e4ss der Befragung h\u00e4tte insbesondere der Kontakt mit den Beh\u00f6rden in vielen F\u00e4llen fr\u00fcher erfolgen sollen, und die Koordination zwischen den \u00c4mtern h\u00e4tte besser sein m\u00fcssen. Ein grosser Teil der ausgewerteten Projekte musste bereits in der Vorpr\u00fcfungsphase erg\u00e4nzt oder \u00fcberarbeitet werden. Auch wenn nur wenige der Befragten ein Verbesserungspotenzial bei den von ihnen eingereichten Unterlagen sehen, ist dies ein Hinweis daf\u00fcr, dass Baugesuche teilweise nicht ausreichend vorbereitet waren.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDer Einbezug von betroffenen Dritten erfolgte bei den meisten Projekten, und zwar in einer fr\u00fchen Phase des Bauvorhabens. Trotzdem kam es bei 43% der Projekte zu Einsprachen. Diese erfolgten in der \u00fcberwiegenden Mehrheit durch einzelne Dritte. Die Einsprachen wurden jedoch in der H\u00e4lfte aller F\u00e4lle zur\u00fcckgezogen, wohl teilweise auch aufgrund finanzieller oder materieller Abgeltungen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nNur bei relativ wenigen (17%) Grossprojekten wurde ein Rechtsmittel ergriffen. Diese wirkten sich sehr unterschiedlich auf die Dauer der Verfahren aus (Verz\u00f6gerung um wenige Wochen bis hin zu drei Jahren). Dem Bauverfahren vorgelagerte Planverfahren mussten bei knapp der H\u00e4lfte der Projekte durchgef\u00fchrt werden. Bei etwas mehr als einem Drittel f\u00fchrte dies zu Projektverz\u00f6gerungen, wobei die Verz\u00f6gerung meist durch die Erarbeitung des Plans an sich und nur sehr selten durch Einsprachen, Einwendungen und Rechtsmittelverfahren zustande kam.&#13;<\/p>\n<h2><strong>13 Handlungsempfehlungen zur Erh\u00f6hung der Effizienz<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nBei der Beurteilung der <em>Kosten der Verfahren<\/em> lassen sich die indirekten und direkten Kosten relativ klar benennen. Dies ist beim <em>Nutzen der Verfahren<\/em> ungleich schwieriger und st\u00e4rker von den gesellschaftlichen und pers\u00f6nlichen Pr\u00e4ferenzen abh\u00e4ngig. Der Nutzen der Verfahren besteht in erster Line darin, dass die gesetzlich vorgegebenen und durch demokratische Prozesse legitimierten Gestaltungs- und Schutzziele eingehalten werden k\u00f6nnen. Die Frage nach der Effizienz der Verfahren (Vergleich von Kosten und Nutzen) ist somit nicht gleichzusetzen mit der Frage nach dem absolut kosteng\u00fcnstigsten Verfahren, sondern muss immer im Zusammenhang mit der Einhaltung der geltenden Gestaltungs- und Schutzziele beurteilt werden. Ein schnelles Verfahren kann nicht automatisch als effizient bezeichnet werden, da der Nutzen des Verfahrens gegebenenfalls ebenfalls kleiner wird.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie durchgef\u00fchrten Arbeiten haben Hinweise gegeben, wo im Bau- und Planungsverfahren punktuelle Verbesserungen m\u00f6glich sind. Daraus konnten 13 konkrete Handlungsempfehlungen formuliert werden (siehe <em>Tabelle 2<\/em>).&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie erarbeitete Good-Practice-Checkliste kann den Verwaltungseinheiten als Leitfaden dienen, um die internen Abl\u00e4ufe zu verbessern. Ein systematisches Controlling der Verfahrensdauern, insbesondere \u00fcber ein rigides und transparentes Reporting bez\u00fcglich der Einhaltung von zweckm\u00e4ssigen Ordnungsfristen, ist sehr wichtig, da so Effizienzprozesse in Gang gesetzt werden.&#13;<\/p>\n<h2><strong>Elektronische Plattformen und Harmonisierung gefordert<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nHinsichtlich der Bewilligungsverfahren lassen sich zwei grosse Baustellen identifizieren: die Harmonisierung der Verfahren und die Modernisierung der Verfahren durch Nutzung von elektronischen Plattformen. Mit Blick auf die steigenden Anforderungen durch die h\u00f6here Regelungsdichte und -komplexit\u00e4t stellt dar\u00fcber hinaus die Sicherstellung der fachlichen Kompetenz in den sehr kleinen Gemeinden eine grosse Herausforderung dar, f\u00fcr die neue Strategien entwickelt werden m\u00fcssen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nIm Gegensatz zu den Baubewilligungsverfahren sind die Planungsverfahren kein Massengesch\u00e4ft. Nebst punktuellen Verbesserungen sind im Bereich der Planungsverfahren vor allem eine aktivere und kooperative Zusammenarbeit sowie die bessere gegenseitige Information von Bauenden, Beh\u00f6rden und Betroffenen zielf\u00fchrend.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nRechtsmittelverfahren verl\u00e4ngern die Zeit zwischen Gesucheingabe und Baubeginn stark und sind deshalb f\u00fcr die Betroffenen kostspielig.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nOft wird daher die Einschr\u00e4nkung der Legitimation zur Nutzung von Rechtsmitteln gefordert. Diese ist jedoch bundesrechtlich geregelt und durch die bundesgerichtliche Rechtsprechung n\u00e4her konkretisiert, was als Mindestvorgabe auch f\u00fcr die Kantone und Gemeinden gilt. Somit ist der aktuelle Handlungsspielraum auf kantonaler Ebene stark eingeschr\u00e4nkt. Schnelle Rechtsmittelverfahren sind wahrscheinlich das beste Mittel, um die Attraktivit\u00e4t von \u00abmutwilligen\u00bb Rekursen zu reduzieren, ohne die durch die Verfassung gesch\u00fctzten Rechte einzuschr\u00e4nken.&#13;<\/p>\n<h3 class=\"text__graphic-title\"><strong>Tabelle 2: <\/strong> <strong>Handlungsempfehlungen <\/strong>(Kurzversion)<\/h3>\n<p>&#13;<\/p>\n<table>&#13;<\/p>\n<tbody>&#13;<\/p>\n<tr>&#13;<\/p>\n<td width=\"755\"><strong>Handlungsfeld rechtliche Grundlagen<\/strong><\/td>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tr>\n<p>&#13;<\/p>\n<tr>&#13;<\/p>\n<td width=\"755\">\n<p><strong>Klare Kriterien und Beispiele f\u00fcr vereinfachte Verfahren definieren<\/strong>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie Kriterien, wann ein vereinfachtes Verfahren m\u00f6glich ist, sind oft zu generell formuliert, sodass die Einordnung der Gesuche f\u00fcr Gesuchstellende und teilweise auch f\u00fcr die Verwaltung schwierig ist.<\/td>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tr>\n<p>&#13;<\/p>\n<tr>&#13;<\/p>\n<td width=\"755\">\n<p><strong>\u00dcberpr\u00fcfung der Ordnungsfristen und St\u00e4rkung des Controllings<\/strong>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nOrdnungsfristen unterscheiden sich stark in ihrer L\u00e4nge. Ein systematisches Controlling der Einhaltung der Ordnungsfristen sowie die periodische \u00dcberpr\u00fcfung der L\u00e4nge der Ordnungsfristen sind notwendig.<\/td>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tr>\n<p>&#13;<\/p>\n<tr>&#13;<\/p>\n<td width=\"755\">\n<p><strong>Ordnungsfristen im Bereich der Planungsverfahren pr\u00fcfen<\/strong>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie Zweckm\u00e4ssigkeit von Ordnungsfristen im nicht durch politische Prozesse gepr\u00e4gten Teil der Planverfahren ist vertieft zu untersuchen, und die Einf\u00fchrung entsprechender Fristen ist zu pr\u00fcfen.<\/td>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tr>\n<p>&#13;<\/p>\n<tr>&#13;<\/p>\n<td width=\"755\">\n<p><strong>Dauer der G\u00fcltigkeit von Baubewilligungen auf drei Jahre erh\u00f6hen<\/strong>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nEine generelle Erh\u00f6hung der G\u00fcltigkeitsdauer von Baubewilligungen auf drei Jahre w\u00fcrde Verl\u00e4ngerungsgesuche er\u00fcbrigen und die Rechtssicherheit f\u00fcr Bauende erh\u00f6hen.<\/td>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tr>\n<p>&#13;<\/p>\n<tr>&#13;<\/p>\n<td width=\"755\">\n<p><strong>Harmonisierungsanstrengungen verst\u00e4rken<\/strong>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nBez\u00fcglich der Harmonisierung ist zu pr\u00fcfen, wie der eingeschlagene Weg \u00fcber interkantonale Vereinbarungen durch zus\u00e4tzliche Massnahmen unterst\u00fctzt werden kann.<\/td>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tr>\n<p>&#13;<\/p>\n<tr>&#13;<\/p>\n<td width=\"755\"><strong>Handlungsfeld Rechtsmittel<\/strong><\/td>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tr>\n<p>&#13;<\/p>\n<tr>&#13;<\/p>\n<td width=\"755\">\n<p><strong>Begrenzung auf maximal zwei kantonale Rekursinstanzen<\/strong>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie meisten Kantone haben in den letzten Jahren die Anzahl kantonaler Rekursinstanzen auf maximal zwei reduziert und damit gute Erfahrungen gemacht.<\/td>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tr>\n<p>&#13;<\/p>\n<tr>&#13;<\/p>\n<td width=\"755\">\n<p><strong>Voraussetzungen f\u00fcr mehr M\u00fcndlichkeit in Rechtsmittelverfahren schaffen<\/strong>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nEine zweckm\u00e4ssigere Kombination von schriftlichen und m\u00fcndlichen Elementen birgt Beschleunigungspotenzial.<\/td>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tr>\n<p>&#13;<\/p>\n<tr>&#13;<\/p>\n<td width=\"755\"><strong>Handlungsfeld Organisation und operative Umsetzung<\/strong><\/td>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tr>\n<p>&#13;<\/p>\n<tr>&#13;<\/p>\n<td width=\"755\">\n<p><strong>Strategien f\u00fcr kleine und sehr kleine Verwaltungseinheiten entwickeln<\/strong>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie Sicherstellung der fachlichen Kompetenz in sehr kleinen Gemeinden wird als grosse Herausforderung anerkannt. M\u00f6gliche Strategien sind: Auslagerung der Bauverwaltung, Zusammenschluss zu regionalen\/\u00fcberregionalen Bauverwaltungen, Delegation von Aufgaben an Private sowie die Fusion von Gemeinden.<\/td>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tr>\n<p>&#13;<\/p>\n<tr>&#13;<\/p>\n<td width=\"755\">\n<p><strong>E-Government-Plattformen einf\u00fchren<\/strong>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nE-Government-Plattformen k\u00f6nnen gleichzeitig verschiedene kritische Aspekte bei den Verfahren verbessern und Datengrundlagen schaffen. Bei der Einf\u00fchrung ist auf eine schweizweite Kompatibilit\u00e4t der Systeme zu achten.<\/td>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tr>\n<p>&#13;<\/p>\n<tr>&#13;<\/p>\n<td width=\"755\">\n<p><strong>Datengrundlagen und Transparenz verbessern<\/strong>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nUm die Grundlagen f\u00fcr eine Optimierung der Verfahren zu schaffen und zugleich die Transparenz zwischen und innerhalb der Kantone zu erh\u00f6hen, muss die Datengrundlage systematisch verbessert werden, beispielsweise mit der Einf\u00fchrung von E-Government-Plattformen.<\/td>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tr>\n<p>&#13;<\/p>\n<tr>&#13;<\/p>\n<td width=\"755\"><strong>Handlungsfeld Kommunikation und Beratung<\/strong><\/td>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tr>\n<p>&#13;<\/p>\n<tr>&#13;<\/p>\n<td width=\"755\">\n<p><strong>Beratungsleistungen verst\u00e4rken<\/strong>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie umfassende Beratung der Bauenden durch Beh\u00f6rden im Vorfeld der Verfahren sollte verst\u00e4rkt werden, da diese entscheidend f\u00fcr die Qualit\u00e4t der Eingaben und damit letztlich f\u00fcr die Dauer der Verfahren ist.<\/td>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tr>\n<p>&#13;<\/p>\n<tr>&#13;<\/p>\n<td width=\"755\">\n<p><strong>Planungsverfahren aktiver und kooperativer gestalten<\/strong>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nBauende und Gemeinden m\u00fcssen bem\u00fcht sein, Planverfahren aktiver und kooperativer zu gestalten, um so die gegenseitige Information aller Involvierten zu verbessern (z.B. mittels partizipativer Prozesse).<\/td>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tr>\n<p>&#13;<\/p>\n<tr>&#13;<\/p>\n<td width=\"755\">\n<p><strong>Mediations- und Einigungsverfahren besser verankern<\/strong>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDen Beh\u00f6rden soll durch Verankerung von Mediations- und Einigungsverfahren eine formellere Mittlerrolle zwischen Bauenden und Dritten zukommen.<\/td>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tr>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tbody>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/table>\n<p>&#13;<\/p>\n<h2><\/h2>\n<p>&#13;<\/p>\n<h2><strong>Herausforderungen sollten breiter angegangen werden<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nAufgrund der durchgef\u00fchrten Untersuchungen hat sich letztlich auch gezeigt, dass eine auf Effizienzsteigerung bei den Verfahren reduzierte Optik nur von beschr\u00e4nkter Wirkung ist. Materielle Aspekte, insbesondere die steigende Regulierungsdichte und -komplexit\u00e4t sowie die Frage nach der optimalen Bearbeitungstiefe und der klareren Ausgestaltung der Rechtsgrundlagen, m\u00fcssen in Zukunft verst\u00e4rkt angegangen werden. Instrumente zur Ausgestaltung einer guten Regulierung (Regulierungsfolgeabsch\u00e4tzungen, risikobasierte Regulierung und standardisierte Evaluationen) sind deshalb im baurechtlichen Bereich noch besser zu verankern. So k\u00f6nnen Regelungen mit negativen Kosten-Nutzen-Verh\u00e4ltnissen mindestens teilweise verhindert werden.<\/p>\n<ol class=\"footnote\"><li id=\"footnote_1\" class=\"footnote--item\">AG, BE, GE, LU, SG, SO, UR, VD, ZG, ZH&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_2\" class=\"footnote--item\">Vgl. Seco \/ Econcept (2015), Studie ist unter <a href='http:\/\/www.seco.admin.ch' target=\"_blank\">www.seco.admin.ch<\/a> abrufbar.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><\/ol>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Regulierungskosten bei Bauprojekten stehen regelm\u00e4ssig in der Kritik. Der Ruf nach effizienteren Verfahren und damit einer Senkung der Kosten hat in den vergangenen 20 Jahren zur Umsetzung zahlreicher Massnahmen beim Bund und in den Kantonen gef\u00fchrt, die eine Steigerung der Effizienz zum Ziel hatten. So wurden etwa Koordinations- und Konzentrationsmodelle erstellt und Ordnungsfristen erlassen. 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Die Resultate weisen auch darauf hin, dass k\u00fcnftig nebst der Verfahrenseffizienz verst\u00e4rkt materielle Aspekte, die Regulierungsdichte und -komplexit\u00e4t sowie die Klarheit der Rechtsgrundlagen kritisch diskutiert werden m\u00fcssen.","magazine_issue":"20150701","seco_author_reccomended_post":null,"redaktoren":[4127,0],"korrektor":4139,"planned_publication_date":"20150625","original_files":[{"file":116202}],"external_release_for_author":"20150605","external_release_for_author_time":"00:00:00","link_for_external_authors":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/exedit\/554cb3473e0fc"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/116187"}],"collection":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4206"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=116187"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/116187\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":126852,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/116187\/revisions\/126852"}],"acf:user":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4139"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4127"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/0"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4208"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4207"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4206"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/32887"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=116187"}],"wp:term":[{"taxonomy":"post__type","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post__type?post=116187"},{"taxonomy":"post_opinion","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_opinion?post=116187"},{"taxonomy":"post_serie","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_serie?post=116187"},{"taxonomy":"post_content_category","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_content_category?post=116187"},{"taxonomy":"post_content_subject","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_content_subject?post=116187"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}