{"id":116519,"date":"2015-05-22T16:00:35","date_gmt":"2015-05-22T16:00:35","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2015\/05\/un-franc-fort-nest-pas-synonyme-deconomie-faible\/"},"modified":"2023-08-23T23:14:08","modified_gmt":"2023-08-23T21:14:08","slug":"starker-franken-heisst-nicht-schwache-wirtschaft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2015\/05\/starker-franken-heisst-nicht-schwache-wirtschaft\/","title":{"rendered":"Starker Franken heisst nicht schwache Wirtschaft"},"content":{"rendered":"<p>Nach Aufhebung des Mindestkurses von 1.20 Franken gegen\u00fcber dem Euro am 15. Januar hat sich der Franken schlagartig aufgewertet. In den ersten Stunden nach der Medienkonferenz der Schweizerischen Nationalbank wurden Rekordwechselkurse von unter 90 Rappen f\u00fcr einen Euro registriert, und auch drei Monate sp\u00e4ter notierte der Franken noch knapp \u00fcber der Parit\u00e4t. Diese Aufwertung stellt in ihrer Schnelligkeit und Heftigkeit ein singul\u00e4res Ereignis dar. Nicht neu ist allerdings, dass der Franken eine starke W\u00e4hrung ist. Vielmehr sticht er sogar \u00fcber die letzten 100 Jahre durch eine ausgepr\u00e4gte Wertstabilit\u00e4t heraus, was letztlich darauf zur\u00fcckzuf\u00fchren ist, dass er im Unterschied zu anderen W\u00e4hrungen nie durch fiskalpolitisch motivierte Inflation geschw\u00e4cht wurde.<a href=\"#footnote_1\" id=\"footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor\">[1]<\/a>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie Schaffung eines solchen wertstabilen Zahlungsmittels ist aus wirtschaftspolitischer Sicht ein grosser Erfolg. Allerdings gehen Episoden verst\u00e4rkter Aufwertungssch\u00fcbe f\u00fcr Teile der Wirtschaft mit grossen Herausforderungen einher. So erh\u00f6ht die Aufwertung die Preise von Schweizer Produkten in Fremdw\u00e4hrung und schw\u00e4cht die preisliche Wettbewerbsf\u00e4higkeit von Exporteuren sowie von binnenorientierten Unternehmen, die im Wettbewerb mit Importeuren stehen. Potenziell stark betroffen sind etwa die Tourismusbranche sowie die Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie.&#13;<\/p>\n<h2><strong>Der Sichere-Hafen-Effekt<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDer Franken gilt international als \u201esicherer Hafen\u201c. Gemessen an der volkswirtschaftlichen Dimension der Schweiz hat er eine ausserordentlich grosse Bedeutung als risikoarme Investitions- und Anlagew\u00e4hrung erlangt. Der Sichere-Hafen-Effekt gilt denn auch als eine wichtige Erkl\u00e4rung f\u00fcr die Frankenhausse der vergangenen Jahre. Im Zusammenhang mit der globalen Finanzkrise und der Schuldenkrise im Euroraum wertete sich der Franken seit 2007 stark auf (siehe <em>Abbildung 1<\/em>). Gleichzeitig hatte die Weltwirtschaft mit den Folgen der tiefsten Rezession seit den 1930er-Jahren zu k\u00e4mpfen.&#13;<\/p>\n<h3 class=\"text__graphic-title\">Abb. 1: Reale Wechselkursentwicklung des Frankens<\/h3>\n<p>&#13;<\/p>\n<pre><a href=\"http:\/\/dievolkswirtschaft.ch2015\/04\/reale-wechselkursentwicklung-des-frankens-2\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-22347 size-full\" src=\"http:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2015\/05\/Kemeny_1.png\" alt=\"Kemeny_1\" width=\"1194\" height=\"834\" \/><\/a>&#13;\n<span class=\"text__quelle--ground\">Quelle: SNB, SECO \/ Die Volkswirtschaft<\/span><\/pre>\n<p>&#13;<br \/>\n<span class=\"text__legend\">Anmerkung: Monatsdurchschnittswerte, indexiert (August 2008=100). Total: Handelsgewichtet gegen\u00fcber den 40 wichtigsten Handelspartnern der Schweiz.<\/span>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nIn dieser f\u00fcr eine kleine offene Volkswirtschaft wie die Schweiz schwierigen Situation f\u00fchrte die Nationalbank am 6. September 2011 den Mindestkurs von 1.20 Franken gegen\u00fcber dem Euro ein. Die reale Aufwertung wurde damit im Vergleich zur Jahresmitte 2010 um fast die H\u00e4lfte reduziert. Allerdings musste der Mindestkurs bis zum Januar dieses Jahres mit zeitweise massiven Interventionen am Devisenmarkt verteidigt werden.&#13;<\/p>\n<h2><strong>J\u00fcngste Frankenaufwertung reflektiert Euroschw\u00e4che<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDass der Mindestkurs als nicht mehr nachhaltig beurteilt und letztlich aufgehoben wurde, ist vor dem Hintergrund der zunehmenden geldpolitischen Divergenzen zwischen den grossen W\u00e4hrungsr\u00e4umen zu sehen. W\u00e4hrend die Europ\u00e4ische Zentralbank weiter eine sehr expansive Geldpolitik betreibt und j\u00fcngst mit dem gr\u00f6ssten Anleihenkaufprogramm ihrer Geschichte begonnen hat, wird vonseiten der US-Notenbank Fed mit einer baldigen Zinswende gerechnet. In der Folge hat sich der Euro gegen\u00fcber dem Dollar bereits seit der Jahresmitte 2014 stark abgewertet.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDementsprechend entwickelt sich der Franken seit Aufhebung der Kursuntergrenze gegen\u00fcber den einzelnen W\u00e4hrungen sehr unterschiedlich. Im Verh\u00e4ltnis zum Euro hat zwischen Dezember 2014 und M\u00e4rz 2015 (jeweils Monatsmittelwerte) eine starke reale Aufwertung von 14% stattgefunden, und zwar auf den bisher h\u00f6chsten Monatswert (<em>Abbildung 1<\/em>). Gegen\u00fcber dem Dollar hat sich der Franken im gleichen Zeitraum hingegen um 1% abgewertet.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nAuch das Niveau des Frankenwechselkurses gegen\u00fcber dem Dollar ist derzeit im Vergleich zu den letzten vier Jahren tief. Somit zeigt sich: Im Unterschied zur Aufwertungsphase der Jahre 2010\/2011 ist derzeit eher eine Euroschw\u00e4che als eine generelle Frankenst\u00e4rke zu beobachten. Ein wechselkursbedingter Verlust an preislicher Wettbewerbsf\u00e4higkeit ist f\u00fcr die exportorientierte Wirtschaft somit in erster Linie gegen\u00fcber der Konkurrenz aus den Eurol\u00e4ndern, aber nicht generell an den Weltm\u00e4rkten gegeben. Interessant ist in diesem Zusammenhang: Der Euroraum ist zwar der gr\u00f6sste Absatzmarkt der Schweiz, sein Anteil an den Warenexporten ist aber seit 2003 stetig, von gut 55% auf knapp 46%, zur\u00fcckgegangen.&#13;<\/p>\n<h2><strong>Konjunktur in der Schweiz k\u00fchlt sich leicht ab<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nIn den vergangenen Jahren hat sich die Schweizer Volkswirtschaft im internationalen Vergleich robust entwickelt. Der Aussenhandel konnte sich von den Krisenjahren 2008\/2009 erholen, und die aktuelle Lage am Arbeitsmarkt ist vergleichsweise g\u00fcnstig. Der j\u00fcngste Frankenschock trifft somit auf eine Volkswirtschaft in guter Verfassung. Allerdings geht vom Wechselkursschock eine massive Unsicherheit aus, die sich in den seitdem publizierten Konjunkturumfragen widerspiegelt: F\u00fcr die n\u00e4chsten Quartale ist eine deutliche konjunkturelle Abk\u00fchlung zu erwarten. F\u00fcr das laufende Jahr ist nur noch mit einem moderaten Wirtschaftswachstum von 0,9% zu rechnen. Das d\u00fcrfte sich auch am Arbeitsmarkt mit einem leichten Anstieg der Arbeitslosenquote von jahresdurchschnittlichen 3,2&nbsp;% im vergangenen Jahr auf 3,3% f\u00fcr das Gesamtjahr 2015 bemerkbar machen.<a href=\"#footnote_2\" id=\"footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor\">[2]<\/a>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nEin schwerwiegender Abschwung ist zum jetzigen Zeitpunkt aber nicht absehbar. Von einem relativ hoch bewerteten Franken k\u00f6nnen kurzfristig auch belebende Effekte auf die Inlandkonjunktur ausgehen. Dies aufgrund der Tatsache, dass die Importpreise wechselkursbedingt tendenziell zur\u00fcckgehen. F\u00fcr die privaten Haushalte resultieren daraus reale Kaufkraftgewinne, die f\u00fcr zus\u00e4tzliche Konsumausgaben zur Verf\u00fcgung stehen. Unternehmen k\u00f6nnen ebenfalls von preisg\u00fcnstigeren importierten Vorleistungen profitieren. \u00c4hnlich wirken sich die aktuell sehr tiefen \u00d6l- und Energiepreise aus.&#13;<\/p>\n<h2><strong>Nachfrage bei Warenexporten wichtiger als Wechselkurs <\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nMindestens genauso wichtig wie die Wechselkursentwicklung ist f\u00fcr die Schweizer Konjunktur das weltwirtschaftliche Umfeld. Wie viel Schweizer Unternehmen exportieren k\u00f6nnen, h\u00e4ngt n\u00e4mlich nicht nur von der preislichen Wettbewerbsf\u00e4higkeit gegen\u00fcber den ausl\u00e4ndischen Konkurrenten, sondern auch von der Nachfrage im Ausland ab. Dieser Zusammenhang kann anhand eines einfachen <em>Fehlerkorrekturmodells<\/em> gesch\u00e4tzt werden,<a href=\"#footnote_3\" id=\"footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor\">[3]<\/a> nach welchem die Exporte kurzfristig und langfristig mit dem realen handelsgewichteten Wechselkurs und einem Indikator f\u00fcr die Weltnachfrage erkl\u00e4rt werden.<a href=\"#footnote_4\" id=\"footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor\">[4]<\/a>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nUnser wichtigstes Ergebnis ist, dass die Entwicklung der gesamten Warenexporte der Schweiz in erster Linie von der Weltnachfrage abh\u00e4ngt. Der reale Wechselkurs spielt eine geringere Rolle. Ein Grund daf\u00fcr ist vermutlich der hohe Anteil an Exporten im Luxussegment und von Medikamenten, die eine geringe Preissensitivit\u00e4t aufweisen. In der kurzen Frist kommt zus\u00e4tzlich dazu, dass bereits bestehende Auftr\u00e4ge weiterlaufen, sodass die Effekte von Wechselkursschwankungen erst mit einer gewissen Verz\u00f6gerung zu sp\u00fcren sind.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDas Modell wurde zus\u00e4tzlich f\u00fcr die drei wichtigsten Exportrubriken gesch\u00e4tzt. F\u00fcr alle ist die Weltnachfrage entscheidend, doch weisen sie unterschiedliche Wechselkurssensitivit\u00e4ten auf. F\u00fcr die Chemie- und Pharmabranche sowie die Branche Pr\u00e4zisionsinstrumente\/Uhren\/Bijouterie spielt die Weltnachfrage eine besonders wichtige Rolle, und die Wechselkurssensitivit\u00e4t ist besonders tief. Die Maschinen- und Elektronikbranche weist hingegen eine deutlich h\u00f6here Wechselkurselastizit\u00e4t auf.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nIn den letzten 20 Jahren haben besonders wechselkursresistente Branchen deutlich an Gewicht gewonnen (siehe <em>Abbildung<\/em> 2). Die Rubrik Chemie\/Pharma steigerte ihren Anteil an den Exporten von rund 26% im Jahr 1995 auf 42% im Jahr 2014, die Sparte Pr\u00e4zisionsinstrumente\/Uhren\/Bijouterie von 15% auf 21%. Der Anteil der wechselkursssensibleren Branche Maschinen sank hingegen von 29% auf rund 16%. Auch die \u00fcbrigen Rubriken \u2013 darunter Textilien, Papier und Energie \u2013 verloren Anteile. Aus diesem Grund ist die Wechselkursabh\u00e4ngigkeit der Exporte insgesamt geringer geworden. Dies erkl\u00e4rt auch, wieso sich die Exporte der Schweiz nach der Weltwirtschaftskrise trotz der Frankenaufwertung relativ gut erholt haben.&#13;<\/p>\n<h3 class=\"text__graphic-title\">Abb. 2: Entwicklung der Warenexporte nach Rubriken<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\n<span style=\"color: #ff00ff;\"><a href=\"http:\/\/dievolkswirtschaft.ch2015\/04\/entwicklung-der-warenexporte-nach-rubriken\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-22346 size-full\" src=\"http:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2015\/05\/Kemeny_2.png\" alt=\"Kemeny_2\" width=\"1197\" height=\"856\" \/><\/a>&#13;<br \/>\n<\/span>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<span class=\"text__quelle--ground\">Quelle: SECO, OZD \/ Die Volkswirtschaft<\/span>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<span class=\"text__legend\">Anmerkung: zu konstanten Preisen, verkettet, Referenzjahr (2010). Anteile werden aus den nominalen Warenexporten berechnet.<\/span>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nVor dem Hintergrund dieser Ergebnisse stimmt zuversichtlich, dass sich die weltwirtschaftliche Lage insgesamt freundlicher darstellt als in den letzten Jahren. Die Wachstumsaussichten f\u00fcr den Euroraum sind etwa mit 1,4% f\u00fcr das laufende Jahr klar positiv. F\u00fcr Deutschland, wohin fast ein F\u00fcnftel der Exporte gehen, betragen die Aussichten sogar 1,8%. Auch in den USA ist seit einiger Zeit ein breit abgest\u00fctzter Aufschwung im Gang.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nAngesichts der hohen Nachfrageelastizit\u00e4t der Schweizer Exporte ist davon auszugehen, dass im Zuge der weltwirtschaftlichen Erholung die Nachfrage nach Produkten aus der Schweiz ansteigen wird. Unter der Voraussetzung, dass keine weiteren massiven Aufwertungssch\u00fcbe stattfinden, d\u00fcrfte so der schw\u00e4chende Effekt der j\u00fcngsten Frankenaufwertung auf den Aussenhandel zumindest teilweise kompensiert werden. Diese positiven Aussichten d\u00fcrfen aber nicht dar\u00fcber hinwegt\u00e4uschen, dass gewisse Betriebe und Branchen, zum Beispiel der Tourismussektor, bereits heute aufgrund der Wechselkursentwicklung stark unter Druck stehen.<\/p>\n<ol class=\"footnote\"><li id=\"footnote_1\" class=\"footnote--item\">Kugler P. (2012). Grosse W\u00e4hrung eines kleinen Landes: Fluch oder Segen?, in: Die Volkswirtschaft, 1\/2, S. 27 ff.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_2\" class=\"footnote--item\">Angaben gem\u00e4ss Konjunkturprognose der Expertengruppe des Bundes vom 19. M\u00e4rz 2015.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_3\" class=\"footnote--item\">Siehe SECO-Konjunkturtendenzen vom Fr\u00fchjahr 2010 (S. 35 ff.) und Indergand R., Mahlstein K. (2012): Schweizer Warenexporte im Zeichen der Frankenst\u00e4rke, in: Die Volkswirtschaft, 1\/2, S. 8 ff.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_4\" class=\"footnote--item\">Wir beziehen uns auf die Warenexporte ohne nicht monet\u00e4res Gold, Wertsachen und Transithandel. Die Weltnachfrage widerspiegelt die BIP-Wachstumsrate der 17 wichtigsten Handelspartner der Schweiz, jeweils gewichtet nach deren Exportanteil. Analysiert wurde die Zeitperiode von 1980 Q1 bis 2014 Q3. Die langfristigen Nachfrage- und Wechselkurselastizit\u00e4ten betragen 2% bzw. -0,4%, die kurzfristigen 3% und -0,2%. \u201eLange\u201c und \u201ekurze\u201c Frist beziehen sich auf eine Kointegrationsbeziehung respektive auf Abweichungen davon.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><\/ol>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach Aufhebung des Mindestkurses von 1.20 Franken gegen\u00fcber dem Euro am 15. Januar hat sich der Franken schlagartig aufgewertet. In den ersten Stunden nach der Medienkonferenz der Schweizerischen Nationalbank wurden Rekordwechselkurse von unter 90 Rappen f\u00fcr einen Euro registriert, und auch drei Monate sp\u00e4ter notierte der Franken noch knapp \u00fcber der Parit\u00e4t. Diese Aufwertung stellt [&hellip;]<\/p>","protected":false},"author":4189,"featured_media":33277,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"om_disable_all_campaigns":false,"ep_exclude_from_search":false,"footnotes":""},"post__type":[69,66],"post_opinion":[],"post_serie":[],"post_content_category":[213],"post_content_subject":[],"acf":{"seco_author":4189,"seco_co_author":[4190,0],"author_override":"","seco_author_post_ocupation_year":"","seco_author_post_occupation_de":"Leiterin Ressort Konjunktur, Staatssekretariat f\u00fcr Wirtschaft (Seco), Bern","seco_author_post_occupation_fr":"Cheffe du secteur Conjoncture, Secr\u00e9tariat d\u2019\u00c9tat \u00e0 l\u2019\u00e9conomie (Seco), Berne","seco_co_authors_post_ocupation":[{"seco_co_author":4190,"seco_co_author_post_occupation_year":"","seco_co_author_post_occupation_de":"Dr. rer. pol., wissenschaftlicher Mitarbeiter, Ressort Konjunktur, Staatssekretariat f\u00fcr Wirtschaft (Seco), Bern","seco_co_author_post_occupation_fr":"Collaborateur scientifique, secteur Conjoncture, Secr\u00e9tariat d\u2019\u00c9tat \u00e0 l\u2019\u00e9conomie (Seco), Berne"}],"short_title":"","post_lead":"Die Schweizer Exporte h\u00e4ngen stark von der ausl\u00e4ndischen Nachfrage ab. Das stimmt bei den freundlichen Aussichten f\u00fcr die Weltwirtschaft \u2013 trotz des starken Frankens \u2013 positiv.","post_hero_image_description":"Eine Frau geht in Peking an einem Schweizer Uhrenladen vorbei. Luxusg\u00fcter weisen eine geringe Preissensitivit\u00e4t auf.","post_hero_image_description_copyright_de":"Keystone","post_hero_image_description_copyright_fr":"","post_references_literature":"","post_kasten":null,"post_notes_for_print":"","first_teaser_header_de":"","first_teaser_header_fr":"","first_teaser_text_de":"","first_teaser_text_fr":"","second_teaser_header_de":"","second_teaser_header_fr":"","second_teaser_text_de":"","second_teaser_text_fr":"","kseason_de":"","kseason_fr":"","post_in_pdf":116522,"main_focus":[156623,157252],"serie_email":null,"frontpage_slider_bild":116526,"artikel_bild-slider":null,"legacy_id":"18389","post_abstract":"Der Franken gilt traditionell als starke W\u00e4hrung. Aufgrund seiner Eigenschaft als sicherer Hafen ger\u00e4t er zeitweise infolge von Entwicklungen im Ausland unter Aufwertungsdruck. Nach Aufhebung der Kursuntergrenze im Januar 2015 hat er sich insbesondere gegen\u00fcber dem Euro stark aufgewertet. F\u00fcr Teile der Wirtschaft ist das eine grosse Herausforderung. Einige Fakten stimmen bez\u00fcglich der weiteren Entwicklung aber zuversichtlich. Zun\u00e4chst hat die Schweizer Wirtschaft die Frankenst\u00e4rke von 2010\/2011 gut \u00fcberstanden. Der j\u00fcngste Frankenschock trifft somit auf eine Volkswirtschaft in guter Verfassung. Aber auch die weltwirtschaftliche Gesamtlage stellt sich freundlicher dar als in den letzten Jahren. Das ist besonders angesichts der Tatsache erfreulich, dass die Schweizer Exporte st\u00e4rker von der ausl\u00e4ndischen Nachfrage als von dem Wechselkurs abh\u00e4ngen \u2013 eine Tendenz, die sich im Laufe der Zeit sogar verst\u00e4rkt hat.","magazine_issue":"20150601","seco_author_reccomended_post":null,"redaktoren":null,"korrektor":4139,"planned_publication_date":null,"original_files":null,"external_release_for_author":"20150514","external_release_for_author_time":"00:00:00","link_for_external_authors":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/exedit\/553a027b91b49"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/116519"}],"collection":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4189"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=116519"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/116519\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":126885,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/116519\/revisions\/126885"}],"acf:user":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4139"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/0"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4190"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4189"}],"acf:post":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/main_focus_post\/157252"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/main_focus_post\/156623"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/33277"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=116519"}],"wp:term":[{"taxonomy":"post__type","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post__type?post=116519"},{"taxonomy":"post_opinion","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_opinion?post=116519"},{"taxonomy":"post_serie","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_serie?post=116519"},{"taxonomy":"post_content_category","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_content_category?post=116519"},{"taxonomy":"post_content_subject","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_content_subject?post=116519"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}