{"id":116661,"date":"2015-04-07T21:16:59","date_gmt":"2015-04-07T21:16:59","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2015\/04\/une-action-politique-pour-faire-face-aux-troubles-mentaux\/"},"modified":"2023-08-23T23:14:44","modified_gmt":"2023-08-23T21:14:44","slug":"politik-muss-bei-psychischen-erkrankungen-handeln","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2015\/04\/politik-muss-bei-psychischen-erkrankungen-handeln\/","title":{"rendered":"Politik muss bei psychischen Erkrankungen handeln"},"content":{"rendered":"<p>Psychische Erkrankungen betreffen den Arbeitsmarkt und die Sozialpolitik in den OECD-L\u00e4ndern in hohem Mass. So leidet in der Schweiz jeder dritte Bez\u00fcger von Arbeitslosenentsch\u00e4digung, Invalidenversicherungsleistungen oder Sozialhilfe daran. Zudem ist die Arbeitslosenquote bei psychisch Kranken mehr als doppelt so hoch wie die Gesamtarbeitslosenquote.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie Kosten psychischer Erkrankungen f\u00fcr den Betroffenen, den Arbeitgeber und die Gesellschaft als Ganzes sind enorm und in allen OECD-L\u00e4ndern seit Jahren ansteigend. F\u00fcr die Schweiz wird von Kosten psychischer Erkrankungen in H\u00f6he von 3,2% des BIP ausgegangen.<a href=\"#footnote_1\" id=\"footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor\">[1]<\/a> F\u00fcr Arbeitgeber sind sie in Form von Krankheitsabsenzen und verringerter Arbeitsproduktivit\u00e4t sp\u00fcrbar. Folgen f\u00fcr den Arbeitsmarkt sind Arbeitslosigkeit und eine Reduktion des Arbeitskr\u00e4ftepotenzials.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nBesonders junge Menschen mit psychischen Beeintr\u00e4chtigungen haben es schwer, im Arbeitsleben Fuss zu fassen oder dort zu verbleiben. Bei Ausbildungsabbruch oder Jobverlust geraten sie h\u00e4ufig in eine Negativspirale, die in eine fr\u00fche Invalidit\u00e4tsberentung m\u00fcnden kann. Trotz dieser hohen Kosten psychischer Beeintr\u00e4chtigungen f\u00fcr den Einzelnen und die Gesellschaft wird den Zusammenh\u00e4ngen von psychischer Gesundheit und Arbeit sowie den Folgen f\u00fcr den Arbeitsmarkt noch wenig Beachtung geschenkt.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie OECD widmet sich seit mehreren Jahren diesen Fragestellungen. In dem im Jahr 2012 erschienenen Bericht <em>Sick on the Job? Myths and Realities About Mental Health<\/em> <em>and Work<\/em> ging es zun\u00e4chst darum, Wissensl\u00fccken hinsichtlich der Auswirkungen psychischer Erkrankungen auf die Erwerbsf\u00e4higkeit zu schliessen. In neun L\u00e4nderberichten \u2013 darunter die Schweiz<a href=\"#footnote_2\" id=\"footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor\">[2]<\/a> \u2013 wurde zwei Jahre sp\u00e4ter die Situation untersucht und wurden Empfehlungen formuliert.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nIm Fr\u00fchjahr 2015 wurde schliesslich der Synthesebericht <em>Fit Mind, Fit Job \u2013 From Evidence to Practice in Mental Health and Work<\/em> ver\u00f6ffentlicht.<a href=\"#footnote_3\" id=\"footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor\">[3]<\/a> Dieser weist neben grunds\u00e4tzlichen Systemschw\u00e4chen auch auf Verbesserungspotenziale hin. Unter Bezugnahme auf Good-Practice-Beispiele aus den untersuchten L\u00e4ndern zeigt er Handlungsempfehlungen zuhanden der Politik auf. Im Fokus stehen die leichten bis mittelschweren psychischen Erkrankungen, die insbesondere bei fr\u00fchzeitiger Erkennung und rascher und angemessener Unterst\u00fctzung und Behandlung nicht zu einem Ausschluss aus dem Erwerbsleben f\u00fchren m\u00fcssen.&#13;<\/p>\n<h2><strong>Ein voreiliger Ausschluss aus dem Arbeitsmarkt kann fatal sein<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\n\u00dcbergeordnete Fragestellungen sieht die OECD hinsichtlich dessen, <em>wann <\/em>Interventionen zum Erhalt der psychischen Gesundheit bzw. zur Verhinderung psychischer Krankheit stattfinden m\u00fcssen, <em>wer <\/em>dabei in der Verantwortung stehen soll und <em>was<\/em> genau daf\u00fcr zu tun sei. Beim <em>Wann <\/em>geht es in erster Linie um Pr\u00e4vention, fr\u00fchzeitige Erkennung und rasches Handeln. Dadurch werden Chronifizierung, Ausbildungsausf\u00e4lle\/-hemmnisse im Kindes- und Jugendalter sowie der Ausschluss vom Arbeitsmarkt im Erwerbsalter nach M\u00f6glichkeit verhindert. Gerade bei den leichten bis mittelschweren St\u00f6rungen ist es fatal, erst eine allf\u00e4llige Heilung abzuwarten und damit m\u00f6glicherweise \u201evorerst\u201c einen Ausschluss in Kauf zu nehmen, bevor eine (Re)integration erfolgt. Je l\u00e4nger eine Person krankheitsbedingt dem Arbeitsmarkt fernbleibt, desto schwieriger gestaltet sich deren Reintegration.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nHinsichtlich des <em>Wer <\/em>wird dabei den sogenannten Front-Line-Actors eine entscheidende Rolle zugewiesen. Also denjenigen Personen, die in den vier untersuchten Bereichen zuerst und relativ intensiv Kontakt zu m\u00f6glicherweise betroffenen Personen haben (Lehrer, Arbeitgeber\/Vorgesetzte, Haus\u00e4rzte, RAV-\/Sozialhilfe-Betreuer).&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nIn Bezug auf das <em>Was <\/em>ist die Empfehlung einer \u00fcbergeordneten politischen Gesamtstrategie (\u201emental health strategy\u201c) pr\u00fcfenswert. So k\u00f6nnten etwa Massnahmen zum Erhalt der psychischen Gesundheit in einem integrierten Ansatz geplant und umgesetzt werden \u2013 statt dass wie bislang isoliert in einzelnen Systemen gehandelt wird. F\u00fcr die Umsetzung der Strategie wird ein Monitoring empfohlen.&#13;<\/p>\n<h2><strong>Lehrer, \u00c4rzte und Arbeitgeber gefordert<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie wichtigsten inhaltlichen Schwerpunkte und Empfehlungen des OECD-Berichts betreffen das Bildungs-, das Gesundheits-, das Sozialsystem und den Arbeitsmarkt. Die Experten geben Akteuren in den untersuchten Bereichen, unter Bezugnahme auf Good-Practice-Beispiele aus verschiedenen OECD-L\u00e4ndern, Handlungsempfehlungen f\u00fcr die Entwicklung integrierter Strategien ab. Dadurch sollen Menschen mit leichten bis mittelgradigen psychischen St\u00f6rungen rasche Unterst\u00fctzung und Behandlung erhalten. Es geht dabei weniger um die Aufstockung von Ressourcen im psychiatrischen Bereich als vielmehr um rasches Erkennen und niederschwellige Intervention gut informierter, bef\u00e4higter und ihrer Verantwortung bewusster (Erst-Kontakt-)Akteure. Ein solcher Ansatz k\u00f6nnte helfen, individuelles Leiden zu vermindern und die enormen volkswirtschaftlichen Kosten einzud\u00e4mmen. Im Folgenden wird genauer auf die vier untersuchten Bereiche eingegangen.&#13;<\/p>\n<h3><strong>Bildungssystem: Erkennen von Erkrankungen<\/strong><\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\nErste Anzeichen psychischer Erkrankungen treten h\u00e4ufig bereits im Jugendalter auf und beeinflussen somit die Ausbildung und den Eintritt ins Erwerbsleben. Die OECD weist auf M\u00e4ngel hinsichtlich des Bewusstseins bez\u00fcglich psychischer Probleme der Sch\u00fcler seitens der Lehrkr\u00e4fte, aber auch seitens der betroffenen Sch\u00fcler hin (\u201elack of mental health literacy\u201c).&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nAls Strategie schl\u00e4gt die OECD vor, bei Bildungsbeh\u00f6rden und Lehrkr\u00e4ften Kompetenzen zu entwickeln, sodass diese psychische Probleme erkennen und damit umgehen lernen. Sch\u00fclern soll bei Bedarf ein fr\u00fcher niederschwelliger Zugang zu einer koordinierten Unterst\u00fctzung ihrer psychischen Gesundheit garantiert werden. Das soll besonders auch dann zum Tragen kommen, wenn \u00dcberg\u00e4nge \u2013 wie etwa der Eintritt in die Arbeitswelt \u2013 besonderer Begleitung bed\u00fcrfen. Ein spezielles Augenmerk sollte der Verhinderung von Schulabbr\u00fcchen gelten, da diese h\u00e4ufig im Zusammenhang mit psychischen Beeintr\u00e4chtigungen stehen und ung\u00fcnstige weitere Verl\u00e4ufe zur Folge haben.&#13;<\/p>\n<h3><strong>Gesundheitssystem: Erweiterte Arztzeugnisse einf\u00fchren<\/strong><\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\nUm die Verschlechterung einer psychischen Beeintr\u00e4chtigung zu verhindern, ist eine rechtzeitige und angemessene Behandlung von psychischen Problemen notwendig\u00a0\u2013 gerade auch bei leichten bis mittelschweren St\u00f6rungen. Dabei steht weniger eine teure Behandlung durch Spezialisten im Vordergrund. Vielmehr sollten auch Haus\u00e4rzte zur Behandlung von moderaten psychischen Erkrankungen bef\u00e4higt werden und bei Bedarf auf Unterst\u00fctzung zur\u00fcckgreifen k\u00f6nnen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie Erwerbssituation einer Person spielt eine wesentliche Rolle, unter anderem auch f\u00fcr den Behandlungs- und Heilungsprozess. Das wird von der Psychiatrie im Moment zu wenig ber\u00fccksichtigt. Deshalb gilt es laut den OECD-Experten, diese Perspektive k\u00fcnftig bereits in der \u00c4rzteausbildung zu f\u00f6rdern: Das psychiatrisch-psychotherapeutische System muss ein verst\u00e4rktes Augenmerk auf Besch\u00e4ftigung und somit auf Ressourcenorientierung im Umgang mit dem Patienten legen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDazu geh\u00f6rt auch ein erweitertes Arztzeugnis, welches nicht pauschal eine Arbeitsunf\u00e4higkeit bescheinigt, sondern die konkreten Arbeitsanforderungen ber\u00fccksichtigt und aufzeigt, was eine betroffene Person im Moment erledigen kann. Somit kann mit einem allenfalls vor\u00fcbergehend angepassten Arbeitspensum, und beispielsweise flankiert von Supported Employment<a href=\"#footnote_4\" id=\"footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor\">[4]<\/a>, der Arbeitsplatz im Idealfall erhalten werden. Entsprechende sogenannte Fit-Notes sind nicht nur aus Grossbritannien<a href=\"#footnote_5\" id=\"footnote-anchor_5\" class=\"inline-footnote__anchor\">[5]<\/a> bekannt. Auch die schweizerische Vereinigung Swiss Insurance Medicine (SIM)<a href=\"#footnote_6\" id=\"footnote-anchor_6\" class=\"inline-footnote__anchor\">[6]<\/a> bietet ein entsprechendes Arztzeugnisformular auf ihrer Internetseite an. Standards zur verbindlichen Anwendung solcher Zeugnisse fehlen allerdings im Moment nicht nur in der Schweiz.&#13;<\/p>\n<h3><strong>Arbeitsmarkt: Leitlinien f\u00fcr Vorgesetzte<\/strong><\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\nArbeitgebende bekommen die Auswirkungen von psychischen Erkrankungen ihrer Mitarbeitenden in Form von Absenzen und Produktivit\u00e4tsverlusten zu sp\u00fcren. Entsprechend w\u00e4ren sie f\u00fcr eine aktivere pr\u00e4ventive und unterst\u00fctzende Rolle pr\u00e4destiniert. Im Bedarfsfall k\u00f6nnten sie rasch handeln, indem sie etwa professionelle Helfer herbeiziehen. Damit Vorgesetzte ihre Rolle zum Erhalt der psychischen Gesundheit besser wahrnehmen k\u00f6nnen, m\u00fcssen sie entsprechend geschult werden. Leitlinien zum Umgang mit Mitarbeitenden mit psychischen Problemen k\u00f6nnten hilfreich sein. Die Anreize und Pflichten der Arbeitgebenden zur Pr\u00e4vention von Krankheitsabsenzen m\u00fcssten nach Ansicht der OECD verst\u00e4rkt werden. Auch die Gesetze zur psychosozialen Risikopr\u00e4vention m\u00fcssten diesbez\u00fcglich angepasst werden.&#13;<\/p>\n<h3><strong>Sozialsystem: Anreize setzen<\/strong><\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\nMindestens ein Drittel der Bez\u00fcger von Sozialleistungen \u00fcber alle Sozialversicherungen hinweg ist in den untersuchten OECD-L\u00e4ndern im Durchschnitt mit psychischen Problemen konfrontiert.<a href=\"#footnote_7\" id=\"footnote-anchor_7\" class=\"inline-footnote__anchor\">[7]<\/a> Somit haben neben der Invalidenversicherung auch die Arbeitslosenversicherung und die Sozialhilfe durch ihre Aktivierungsprogramme und das Setzen von Anreizen starken Einfluss auf die (Wieder)-Eingliederung in den Arbeitsmarkt. Stellensuchende mit psychischen Problemen \u2013 egal in welchem System\u00a0\u2013 m\u00fcssen daher identifiziert und unterst\u00fctzt werden. Dazu sind ad\u00e4quate Instrumente zu entwickeln und bereitzustellen. Finanzielle Anreize f\u00fcr die im jeweiligen System betreuten Personen sowie f\u00fcr die Anbieter von Eingliederungsleistungen sollten so gesetzt werden, dass eine gute Arbeitsmarktintegration erm\u00f6glicht wird.&#13;<\/p>\n<h2>Ausblick<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie betroffenen Bundes\u00e4mter werden nun die Empfehlungen analysieren und die n\u00f6tigen Massnahmen einleiten. Das Netzwerk Psychische Gesundheit Schweiz f\u00f6rdert dabei die Diskussion und den Einbezug der weiteren Akteure im Netzwerk.<\/p>\n<ol class=\"footnote\"><li id=\"footnote_1\" class=\"footnote--item\">OECD (2014), S. 24.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_2\" class=\"footnote--item\">Vgl. L\u00e4nderbericht Schweiz, OECD 2014.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_3\" class=\"footnote--item\">Der Bericht ist auf der <a href='http:\/\/www.oecd.org\/els\/fit-mind-fit-job-9789264228283-en.htm\/' target=\"_blank\">OECD-Internetseite<\/a> aufgeschaltet. Er erschien im Rahmen eines sogenannten High level policy forum on Mental Health and Work zum Thema \u201cBridging Employment and Health Policies\u201c. Die Veranstaltung vom 4. M\u00e4rz 2015 bot Ministern und Akteuren aus den Sektoren Gesundheit und Besch\u00e4ftigung die Gelegenheit, koordinierte Gesundheits- und Besch\u00e4ftigungsstrategien zu diskutieren, die dazu dienen k\u00f6nnen, Menschen mit psychischen Beeintr\u00e4chtigungen in ausbildungsad\u00e4quater Arbeit zu halten oder in diese zu intergieren. F\u00fcr die Schweiz nahmen an diesem Treffen Christel Bornand (Direktorin Office de l\u2018 insertion des jeunes de moins de 30 ans en formation professionelle, Neuch\u00e2tel), Philippe Perrenoud (Regierungsrat Kanton Bern), Stefan Ritler (Vizedirektor BSV), M. Hugues Sauti\u00e8re (chef adjoint Service public de l\u2019emploi, Fribourg,) und Stefan Spycher (Vizedirektor BAG) teil.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_4\" class=\"footnote--item\">Supported Employment (Unterst\u00fctzte Besch\u00e4ftigung) bietet Unterst\u00fctzung f\u00fcr behindere und andere schwer vermittelbare Personen, um bezahlte Arbeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt zu erhalten und zu halten.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_5\" class=\"footnote--item\">Best-Practice-Example 3.7., OECD 2015, S. 94.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_5\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_6\" class=\"footnote--item\">www.swiss-insurance-medicine.ch, Best-Practice-Example 3.10, OECD 2015, S. 97.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_6\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_7\" class=\"footnote--item\">OECD 2015, S. 142.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_7\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><\/ol>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Psychische Erkrankungen betreffen den Arbeitsmarkt und die Sozialpolitik in den OECD-L\u00e4ndern in hohem Mass. 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Durch Vernetzung der relevanten Akteure sollen Synergiem\u00f6glichkeiten sicht- und nutzbar gemacht sowie die Wirksamkeit und die Effizienz der Massnahmen zur F\u00f6rderung der psychischen Gesundheit erh\u00f6ht werden. Derzeit sind \u00fcber 130 Institutionen aus nationalen Organisationen, kantonalen Verwaltungen und privatwirtschaftlichen Betrieben Mitglied des Netzwerks."}],"post_notes_for_print":"","first_teaser_header_de":"","first_teaser_header_fr":"","first_teaser_text_de":"","first_teaser_text_fr":"","second_teaser_header_de":"","second_teaser_header_fr":"","second_teaser_text_de":"","second_teaser_text_fr":"","kseason_de":"","kseason_fr":"","post_in_pdf":116664,"main_focus":null,"serie_email":null,"frontpage_slider_bild":116668,"artikel_bild-slider":null,"legacy_id":"13042","post_abstract":"Ein OECD-Bericht zeigt auf, wie die hohe Arbeitslosigkeit bei psychisch Kranken vermindert werden kann. Insbesondere bei leichten bis mittelschweren Erkrankungen gibt es Verbesserungspotenzial. So k\u00f6nnen eine fr\u00fchzeitige Erkennung, eine rasche Unterst\u00fctzung und Behandlung einen Ausschluss aus dem Erwerbsleben verhindern. Die Handelsempfehlungen der OECD-Experten in den untersuchten Bereichen Bildung, Gesundheit, Sozialwesen und Arbeitsmarkt zielen denn auch auf die Fr\u00fcherkennung ab. Arbeitgeber, \u00c4rzte und Lehrer \u2013 aber auch die Direktbetroffenen \u2013 m\u00fcssen daf\u00fcr geschult werden. Erfolgversprechend scheint zudem ein erweitertes Arztzeugnis, das nicht pauschal die Arbeitsunf\u00e4higkeit bescheinigt, sondern auf die Situation der Betroffenen eingeht. 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