{"id":116739,"date":"2015-04-03T16:48:40","date_gmt":"2015-04-03T16:48:40","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2015\/04\/comment-les-indemnites-influent-elles-sur-la-discipline-et-la-selection-des-politiciens\/"},"modified":"2023-08-23T23:14:43","modified_gmt":"2023-08-23T21:14:43","slug":"wie-beeinflusst-die-entschaedigung-die-disziplin-und-die-selektion-von-politikern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2015\/04\/wie-beeinflusst-die-entschaedigung-die-disziplin-und-die-selektion-von-politikern\/","title":{"rendered":"Wie beeinflusst die Entsch\u00e4digung die Disziplin und die Selektion von Politikern?"},"content":{"rendered":"<p>Gem\u00e4ss \u00dcberlegungen der <em>Politischen \u00d6konomie<\/em> (siehe <em>Kasten 1<\/em>) ist die finanzielle Entsch\u00e4digung eines politischen Mandats eine wichtige institutionelle Rahmenbedingung. In der Literatur wird zum einen argumentiert, dass eine h\u00f6here Entsch\u00e4digung die Arbeitsmoral steigert und den Wert eines Mandats erh\u00f6ht. Wird ein einfaches Kosten-Nutzen-Kalk\u00fcl unterstellt, geht der Verlust des Mandats durch Abwahl bei einer h\u00f6heren Entsch\u00e4digung mit mehr Kosten einher. Zum anderen l\u00e4sst sich die Hypothese ableiten, dass besser qualifizierte B\u00fcrger mit attraktiven alternativen Verdienstm\u00f6glichkeiten (sogenannten hohen Opportunit\u00e4tskosten) im privaten Sektor eher zu einer Kandidatur motiviert werden k\u00f6nnen, wenn die finanzielle Entsch\u00e4digung hoch ist. Eine h\u00f6here Entsch\u00e4digung sollte so das Verhalten der Politiker im Amt durch einen gesteigerten Wiederwahlanreiz disziplinieren und besser qualifizierte Kandidaten anziehen.<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\"><a href=\"#footnote_1\" id=\"footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor\">[1]<\/a><\/a>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nZu ber\u00fccksichtigen ist, dass sich diese theoretischen \u00dcberlegungen nicht eins zu eins auf die Politik \u00fcbertragen lassen. Erstens ist der \u201eArbeitsvertrag\u201c zwischen W\u00e4hlern und Politikern unvollst\u00e4ndig. Zweitens spielen Faktoren wie das Kandidatennominierungsmonopol der Parteien, die Politikfinanzierung, die Informationsbedingungen in der Politik und die zugrunde liegenden W\u00e4hlerpr\u00e4ferenzen eine gewichtige Rolle. Zudem h\u00e4ngt die Attraktivit\u00e4t eines politischen Mandats neben der finanziellen Entsch\u00e4digung auch vom vorhandenen Gestaltungsspielraum und dem Ausmass an Befriedigung aus dem Dienst an der Gemeinschaft ab. Diese Aspekte sind jedoch weniger exakt greifbar.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nNur wenige Studien untersuchen den Zusammenhang zwischen der Entsch\u00e4digung und der Disziplin (respektive dem Engagement im Amt und der Qualifikation) der gew\u00e4hlten Politiker auf individueller Ebene. Bis anhin sind nur wenig verwertbare Daten \u00fcber Politiker, ihre Herkunft und ihre politischen Aktivit\u00e4ten systematisch verf\u00fcgbar gewesen. Ausserdem ist die Identifikation kausaler Zusammenh\u00e4nge in diesem Bereich anspruchsvoll. Entsprechend dreht sich die wissenschaftliche Diskussion um die Frage, wie das individuelle Engagement und die Qualifikation von Politikern ad\u00e4quat gemessen werden kann.<a href=\"#footnote_2\" id=\"footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor\">[2]<\/a> Bisherige Studien konzentrierten sich prim\u00e4r auf die lokale Ebene (siehe <em>Kasten 2<\/em>). Von grossem Interesse ist aber auch, ob die H\u00f6he der Entsch\u00e4digung Auswirkungen auf das Engagement und die Selektion der Politiker auf h\u00f6heren staatlichen Ebenen hat.&#13;<\/p>\n<h2><strong>Die Entsch\u00e4digungsreform im EU-Parlament im Jahr 2009<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie Harmonisierung der Grundentsch\u00e4digung der Mitglieder des EU-Parlaments im Jahr 2009 stellt eine aussergew\u00f6hnliche empirische Gelegenheit dar, die Anreiz- und Selektionseffekte der Entsch\u00e4digung von Politikern zu analysieren. Die Parlamentarier aus 27 verschiedenen Staaten mussten sich gleichzeitig an diese grundlegende und finanziell bedeutende Reform anpassen. Ausserdem war die Entsch\u00e4digungsreform von keinen anderen institutionellen Ver\u00e4nderungen begleitet.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nBis einschliesslich der sechsten Wahlperiode (2004\u20132009) wurde die Grundentsch\u00e4digung, die den gr\u00f6ssten Teil des Entsch\u00e4digungspakets eines EU-Abgeordneten darstellt, aus dem Budget des jeweiligen Heimatlandes bezahlt und entsprach der Grundentsch\u00e4digung eines nationalen Abgeordneten.<a href=\"#footnote_3\" id=\"footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor\">[3]<\/a> Beispielsweise erhielt zu Beginn der sechsten Wahlperiode ein EU-Parlamentarier aus Ungarn eine j\u00e4hrliche Grundentsch\u00e4digung von 10&nbsp;080 Euro, w\u00e4hrend ein Abgeordneter aus Italien 144&nbsp;084 Euro erhielt. Im Jahr 2005 beschlossen EU-Rat und EU-Parlament eine neue, harmonisierte Entsch\u00e4digungsordnung, die ab Beginn der siebten Wahlperiode in Kraft treten sollte. Gem\u00e4ss dieser Entsch\u00e4digungsregelung erhalten alle Parlamentarier, unabh\u00e4ngig von ihrem Herkunftsland, eine einheitliche Grundentsch\u00e4digung, die sich an den L\u00f6hnen von EU-Beamten orientiert und aus EU-Mitteln finanziert wird. Bei Einf\u00fchrung im Jahr 2009 entsprach die harmonisierte Grundentsch\u00e4digung 91&nbsp;983 Euro. W\u00e4hrend Abgeordnete aus osteurop\u00e4ischen L\u00e4ndern sowie Spanien, Portugal, Finnland und Schweden finanziell deutlich von der Harmonisierung profitierten, mussten die italienischen und \u00f6sterreichischen Abgeordneten Senkungen hinnehmen (siehe <em>Abbildung<\/em>).&#13;<\/p>\n<h3 class=\"text__graphic-title\">Die Entsch\u00e4digungsreform im Europ\u00e4ischen Parlament im Jahr 2009<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\n<div class=\"chart chart--medium\" id=\"braendle_d\"><\/div>\n<script>\n$(function () {\n    $('#braendle_d').highcharts({\n        \n           \n        \n        title: {\n            text: ''\n        },\n tooltip: {\n            valueSuffix: ' \u20ac'\n        },\ncredits: {\n            text: 'Corbett et al. (2005) und EU-Parlament, Informationsb\u00fcro Deutschland. 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Mithilfe eines multiplen Regressionsmodells wurde versucht, den Einfluss der Ver\u00e4nderung der Entsch\u00e4digung auf das Engagement der Politiker im Amt und die Selektion in das EU-Parlament zu ermitteln.<a href=\"#footnote_4\" id=\"footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor\">[4]<\/a>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nAls empirische Ann\u00e4herung der Auswirkungen der Entsch\u00e4digungsreform auf das Engagement der Politiker wurden vier unterschiedliche individuell zurechenbare Masse betrachtet. Zuerst wurden die Absenzen als Mass f\u00fcr das Engagement analysiert. In einem zweiten Schritt stand der direkte parlamentarische Einsatz der Abgeordneten im Fokus, wobei die Anzahl parlamentarischer Reden, schriftlicher Erkl\u00e4rungen und ausgearbeiteter Legislativberichte herangezogen wurde.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie empirische Analyse konzentrierte sich auf den Vergleich des Engagements der Amtsinhaber in den ersten zwei Jahren der Legislaturperiode vor und nach der Entsch\u00e4digungsreform. Die Resultate zeigen: Die Erh\u00f6hung der Entsch\u00e4digung hat einen positiven Anreizeffekt auf das direkte parlamentarische Engagement der Politiker. Gleichzeitig wird jedoch auch ein Anstieg der Absenzen infolge einer h\u00f6heren Entsch\u00e4digung beobachtet.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nWas sind plausible Erkl\u00e4rungen f\u00fcr dieses \u00fcberraschende Resultat bei den Absenzen? Es kann argumentiert werden: Mit der gestiegenen Grundentsch\u00e4digung hat die Anwesenheit und die damit verbundene Tagespauschale als Einkommensquelle relativ an Bedeutung verloren. Auch kann ein verst\u00e4rkter Wiederwahlanreiz infolge der gestiegenen Entsch\u00e4digung dazu f\u00fchren, dass das Engagement im Wahlkreis oder das Sichern von (finanzieller) Wahlkampfunterst\u00fctzung bei Interessenverb\u00e4nden im Vergleich zur parlamentarischen Anwesenheit wichtiger geworden sind.&#13;<\/p>\n<h2><strong>Beeinflusst die Entsch\u00e4digung die Qualifikation neu gew\u00e4hlter Politiker?<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nAls Mass f\u00fcr die Qualifikation der Politiker wurde ein m\u00f6glichst breiter Ansatz gew\u00e4hlt. Es wurden die Dimensionen formaler Bildungsabschluss (wie etwa Hochschulabschluss oder Doktorat), vorherige politische Erfahrung in gew\u00e4hlten \u00c4mtern (lokal, regional oder national) und vorheriger beruflicher Hintergrund (insbesondere hoch qualifizierte Berufe) n\u00e4her betrachtet. Das \u00fcberraschende Resultat ist: Der erhebliche Entsch\u00e4digungsanstieg infolge der Reform hat die Zusammensetzung des Pools an neu gew\u00e4hlten Abgeordneten in den drei Dimensionen formale Bildung, vorherige politische und berufliche Erfahrung nicht verbessert. Es zeigt sich sogar ein negativer Zusammenhang zwischen der Entsch\u00e4digung und der Wahrscheinlichkeit, dass ein Politiker bei der Wahl in das EU-Parlament \u00fcber politische Erfahrung in einer gew\u00e4hlten Position auf h\u00f6chster nationaler Ebene verf\u00fcgt. Im Gegensatz zu den bisherigen Studien auf lokaler Ebene findet diese Arbeit keinen positiven Zusammenhang zwischen der Entsch\u00e4digung und den Massen der Qualifikation von Politikern.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nEine wichtige Komponente zur Erkl\u00e4rung dieses Resultats ist sicher im proportionalen Wahlrecht zu sehen, welches bei den EU-Parlamentswahlen angewendet wird. Dieses verleiht den nationalen Parteien eine bedeutende Rolle bei der Nominierung von Kandidaten. Falls die Parteien den Zugang zu politischen \u00c4mtern massgeblich bestimmen und die Sitze an entweder unerfahrene, junge Politiker mit Ambitionen f\u00fcr die nationale Politik als Trainingsarena vergeben oder f\u00fcr verdiente Politiker reservieren, die kurz vor dem R\u00fcckzug aus der Politik stehen, sind Entsch\u00e4digungsver\u00e4nderungen vermutlich von nachrangiger Bedeutung.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nAngesichts der wenigen direkten Entscheidungskompetenzen und der geringen Reputation k\u00f6nnte zudem \u2013 trotz gestiegener Entsch\u00e4digung \u2013 die Arbeit im EU-Parlament als weniger attraktiv angesehen werden als ein Mandat auf nationaler Ebene. Des Weiteren kann die zugrunde liegende Studie einfach zu fr\u00fch angesetzt haben, und der Pool an Kandidaten und gew\u00e4hlten Abgeordneten ver\u00e4ndert sich erst mit deutlicher Verz\u00f6gerung.&#13;<\/p>\n<h2><strong>Beeinflusst die Entsch\u00e4digung die Wiederwahl von Politikern?<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie Ver\u00e4nderung der Wiederwahlwahrscheinlichkeit ist das Ergebnis von mindestens zwei Kr\u00e4ften. Einerseits erh\u00f6ht eine grossz\u00fcgigere Entsch\u00e4digung die Attraktivit\u00e4t eines Mandats. Dies f\u00fchrt zu einem st\u00e4rker umk\u00e4mpften Wettbewerb um die Mandate, was wiederum die Wahrscheinlichkeit der Wiederwahl von Amtsinhabern senken sollte. Andererseits verst\u00e4rkt eine h\u00f6here Entsch\u00e4digung den Wiederwahlanreiz der Amtsinhaber, da der Wert der (zuk\u00fcnftigen) Mandatstr\u00e4gerschaft gestiegen ist. Dies sollte die Anstrengungen der Amtsinhaber steigern und zu einer h\u00f6heren Wiederwahlwahrscheinlichkeit beitragen. Aus der empirischen Analyse geht hervor: Beispielsweise f\u00fchrt eine Verdoppelung der Grundentsch\u00e4digung zu einem Anstieg der Wiederwahlwahrscheinlichkeit um etwas mehr als 17 Prozentpunkte.&#13;<\/p>\n<h2><strong>Welche Parallelen lassen sich zur Situation in der Schweiz ziehen? <\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nEntsch\u00e4digungsreformen f\u00fcr politische \u00c4mter stehen regelm\u00e4ssig und insbesondere in Wahljahren zur Diskussion. So stellt sich beispielsweise bei n\u00e4herer Betrachtung auch die Frage, ob die finanzielle Attraktivit\u00e4t eines Parlamentsmandats auf Bundesebene in der Schweiz hoch oder niedrig ist, als relativ komplex heraus. Erstens sind die Grundentsch\u00e4digung und die Tagespauschalen nur eine Facette der finanziellen Attraktivit\u00e4t eines Mandats. Zwischen den L\u00e4ndern ist ein diesbez\u00fcglicher aussagekr\u00e4ftiger Vergleich jedoch nur beschr\u00e4nkt m\u00f6glich. Die finanzielle Entsch\u00e4digung im Schweizer Parlament, mit 26&nbsp;000 Franken j\u00e4hrlichem Grundeinkommen, einer Jahresentsch\u00e4digung von 33&nbsp;000 Franken f\u00fcr Personal- und Sachausgaben und einem Taggeld von 440 Franken pro Sitzungstag erscheint jedoch vergleichsweise nicht \u00fcberh\u00f6ht.<a href=\"#footnote_5\" id=\"footnote-anchor_5\" class=\"inline-footnote__anchor\">[5]<\/a> Dies zeigt sich auch in der Studie von <em>Z\u2019graggen und Linder (2004)<\/em>, welche die Bundesversammlung mit weiteren Parlamenten in ausgew\u00e4hlten OECD-L\u00e4ndern vergleicht. Zweitens muss gefragt werden, in welchem Ausmass Nebenbesch\u00e4ftigungen m\u00f6glich sind und welche Nebenbesch\u00e4ftigungen sich erst durch das Mandat ergeben. Letztere Frage stellt sich auch im Hinblick auf Positionen nach Beendigung der Parlamentst\u00e4tigkeit, wie beispielsweise Verwaltungsratsmandate oder Verbandspositionen, die nur durch neu geschlossene Kontakte in der Politik m\u00f6glich wurden. F\u00fcr die Attraktivit\u00e4t eines Mandats spielt es auch eine Rolle, welche materiellen und personellen Ressourcen den Politikern unterst\u00fctzend zur Mandatsaus\u00fcbung zur Verf\u00fcgung stehen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nIn direktem Zusammenhang mit der Entsch\u00e4digung der Politiker steht die Frage der Organisation der Parlamentsarbeit. Die Schweiz zeichnet sich durch ein Milizparlament aus. Durch die Berufst\u00e4tigkeit neben dem Mandat sollen berufliche Erfahrungshintergr\u00fcnde und Herausforderungen der Berufswelt einfacher Geh\u00f6r finden und direkter in die parlamentarischen Prozesse einfliessen als in anderen L\u00e4ndern.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nVon einer Erh\u00f6hung der Entsch\u00e4digung liesse sich tendenziell eine st\u00e4rkere Professionalisierung des Parlaments erwarten. Erstens w\u00e4ren die Parlamentarier finanziell weniger von einer zus\u00e4tzlichen T\u00e4tigkeit abh\u00e4ngig. Zweitens legen die pr\u00e4sentierten Studien nahe, dass eine gestiegene Entsch\u00e4digung mit einer h\u00f6heren Wiederwahlwahrscheinlichkeit und somit l\u00e4ngeren durchschnittlichen parlamentarischen Verweildauern einhergeht. Angesichts der zunehmenden Komplexit\u00e4t der Gesetzgebung scheint eine gewisse Tendenz zur Professionalisierung jedoch auch sachbedingt absehbar. Ob \u2013 wie oft im politischen Diskurs argumentiert \u2013 eine h\u00f6here Entsch\u00e4digung besser qualifizierte Kandidaten anzieht, kann vor dem Hintergrund der diskutierten Studien nicht ohne Weiteres bejaht werden.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nNeben der Entsch\u00e4digung sind jedoch weitere institutionelle Besonderheiten der Schweizer Politik von Bedeutung. Dazu geh\u00f6ren die Regeln bez\u00fcglich der Unvereinbarkeit eines Amts im \u00f6ffentlichen Sektor mit einem politischen Mandat, die Offenlegung von Interessenbindungen, der ausgepr\u00e4gt f\u00f6derale Staatsaufbau sowie die direktdemokratischen Elemente und deren potenzielle Auswirkungen auf den politischen Wettbewerb, das Engagement und die Selektion der Politiker.<\/p>\n<ol class=\"footnote\"><li id=\"footnote_1\" class=\"footnote--item\">Der Beitrag basiert auf Forschungsarbeiten des Autors an der University Pompeu Fabra, Department of Economics, Barcelona (2012\/2013). Siehe Braendle (2015a): Does Remuneration Affect the Discipline and the Selection of Politicians? Evidence from the European Parliament. In: Public Choice, 162 (1-2), S. 1\u201324.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_2\" class=\"footnote--item\">Vgl. Padovano (2013) f\u00fcr eine Diskussion.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_3\" class=\"footnote--item\">Die Mitglieder des EU-Parlaments erhalten ausserdem Tagespauschalen (etwas \u00fcber 300 Euro pro Sitzungstag) und eine Entsch\u00e4digung f\u00fcr im Wahlkreis anfallende Kosten (4299 Euro monatlich), beispielsweise f\u00fcr B\u00fcro und Material. Effektive Reisekosten und Kosten f\u00fcr Mitarbeiter der Parlamentarier werden bis zu einem gewissen Betrag \u00fcbernommen. Dieser Teil der Entsch\u00e4digung wurde vor und nach der Reform der Grundentsch\u00e4digung aus EU-Mitteln finanziert und ist durch die Reform nicht tangiert.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_4\" class=\"footnote--item\">Zur Absicherung gegen unbeobachtete zeit- und l\u00e4nderspezifische Einfl\u00fcsse wurden in der empirischen Analyse feste Zeit- und L\u00e4ndereffekte eingesetzt. Zudem wurde f\u00fcr eine Vielzahl von individuellen (Alter, Geschlecht, Parteizugeh\u00f6rigkeit, Dienstalter, Position im Parlament) und Delegationscharakteristika (nationale Delegationsgr\u00f6sse, Parteigr\u00f6sse, BIP pro Kopf und wahrgenommene Korruption im Heimatland) kontrolliert, die das Engagement und die Selektion beeinflussen k\u00f6nnen.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_5\" class=\"footnote--item\">Die Parlamentarier erhalten auch eine Mahlzeiten- und \u00dcbernachtungsentsch\u00e4digung, eine Distanz- und Familienzulage. Vgl. Parlamentsressourcengesetz (PRG) f\u00fcr Details.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_5\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><\/ol>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gem\u00e4ss \u00dcberlegungen der Politischen \u00d6konomie (siehe Kasten 1) ist die finanzielle Entsch\u00e4digung eines politischen Mandats eine wichtige institutionelle Rahmenbedingung. In der Literatur wird zum einen argumentiert, dass eine h\u00f6here Entsch\u00e4digung die Arbeitsmoral steigert und den Wert eines Mandats erh\u00f6ht. 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Erscheint in Journal of Economic Surveys.<\/li>&#13;\n\t<li>Buchanan, James M. (1989). The Public-Choice Perspective. In: James M. Buchanan (Hrsg.). Essays on the Political Economy. Honolulu: University of Hawaii Press.<\/li>&#13;\n\t<li>Corbett, Robert, Francis Jacobs und Michael Shackleton (2005). The European Parliament. 6<sup>th<\/sup> edition. London: John Harper Publishing.<\/li>&#13;\n\t<li>Ferraz, Claudio und Federico Finan (2009). Motivating Politicians: The Impacts of Monetary Incentives on Quality and Performance. NBER Working Paper No. 14906, Cambridge, MA.<\/li>&#13;\n\t<li>Gagliarducci, Stefano und Tommaso Nannicini (2013). Do Better Paid Politicians Perform Better? Disentangling Incentives from Selection. Journal of the European Economic Association, 11(2), 369\u2013398.<\/li>&#13;\n\t<li>Mueller, Dennis C. (2003). Public Choice III. Cambridge: Cambridge University Press.<\/li>&#13;\n\t<li>Padovano, Fabio (2013). Are We Witnessing a Paradigm Shift in the Analysis of Political Competition, Public Choice, 156 (3\u20134), 631\u2013651.<\/li>&#13;\n\t<li>Persson, Torsten und Guido Tabellini (2005). The Economic Effects of Constitutions. Cambridge: MIT Press.<\/li>&#13;\n\t<li>Z\u2019graggen, Heidi und Wolf Linder (2004). Professionalisierung der Parlamente im internationalen Vergleich. Studie im Auftrag der Parlamentsdienste der Schweizerischen Bundesversammlung. Institut f\u00fcr Politikwissenschaft. Universit\u00e4t Bern.<\/li>&#13;\n<\/ul>","post_kasten":[{"kasten_title":"Kasten 1: Politische \u00d6konomie","kasten_box":"Die politischen Prozesse und die politischen Entscheide sollten in demokratischen Gemeinwesen m\u00f6glichst den Pr\u00e4ferenzen der B\u00fcrger entsprechen. Ausgehend von diesem Ideal, drehen sich die zentralen \u00dcberlegungen in der<em> Politischen \u00d6konomie<\/em> um die Strukturierung der Beziehung zwischen W\u00e4hlern und Politikern und die Rolle des politischen Wettbewerbs. F\u00fcr die Analyse wird dabei das \u00f6konomische Verhaltensmodell auf den politischen Sektor \u00fcbertragen. Den politischen Entscheidungstr\u00e4gern wird das rationale Verfolgen von Eigeninteressen, wie beispielsweise ihre Wiederwahl, unterstellt. Verhaltens\u00e4nderungen von Politikern werden prim\u00e4r durch ver\u00e4nderte Restriktionen erkl\u00e4rt. Die institutionellen Rahmenbedingungen in der Politik sollen entsprechend so ausgestaltet werden, dass eine m\u00f6glichst grosse Verantwortlichkeit im politischen Handeln der Entscheidungstr\u00e4ger erzeugt wird. Der Wettbewerb um die Gunst der W\u00e4hler und insbesondere der Anreiz zur (Wieder)wahl sollen die Politiker einerseits bei der Ausgestaltung der Wahl- oder Parteiprogramme und andererseits beim Verhalten im Amt disziplinieren. Angesichts nicht bindender Wahlversprechen und unvollst\u00e4ndiger M\u00f6glichkeiten zur Kontrolle der gew\u00e4hlten Mandatstr\u00e4ger ist aus Sicht der Politischen \u00d6konomie zudem die sorgf\u00e4ltige Auswahl der Politiker im Hinblick auf Kompetenz und Glaubw\u00fcrdigkeit von Bedeutung.(a)&#13;\n&#13;\n<sup>______&#13;\n(a)<\/sup>Vgl. Buchanan (1989), Mueller (2003), Persson und Tabellini (2005) f\u00fcr eine Diskussion der grundlegenden Ans\u00e4tze in der Politischen \u00d6konomie. Vgl. Besley (2005) f\u00fcr die komplement\u00e4re Erweiterung um den Aspekt der politischen Selektion."},{"kasten_title":"Kasten 2: Angrenzende Literatur","kasten_box":"<em>Ferraz und Finan (2009)<\/em> analysieren diskontinuierliche Gehaltsspr\u00fcnge von Politikern auf lokaler Ebene in Brasilien, die in Abh\u00e4ngigkeit der Einwohnerzahl der Gemeinden gew\u00e4hrt werden. Die Autoren kommen zu dem Ergebnis, dass eine h\u00f6here Entsch\u00e4digung den Effort der Politiker im Amt, angen\u00e4hert durch die Anzahl eingereichter Gesetzesentw\u00fcrfe und die Bereitstellung von \u00f6ffentlicher Infrastruktur, erh\u00f6ht. Die Untersuchung zeigt auch, dass eine h\u00f6here Entsch\u00e4digung mit einem besseren formalen Qualifikationsniveau (Ausbildung und Beruf) der Politiker einhergeht. <em>Gagliarducci und Nannicini (2013)<\/em> finden in einem sehr \u00e4hnlichen Studiendesign, jedoch f\u00fcr italienische B\u00fcrgermeister, vergleichbare empirische Evidenz. Ihre Resultate legen nahe, dass Gemeinden mit besser bezahlten B\u00fcrgermeistern sparsamere \u00f6ffentliche Haushalte und ein geringeres Ausmass an B\u00fcrokratie aufweisen. Mit Blick auf die Selektion in die Politik zeigt sich, dass eine h\u00f6here Entsch\u00e4digung zu besser qualifizierten Politikern, angen\u00e4hert durch Anzahl Ausbildungsjahre und den beruflichen Hintergrund, f\u00fchrt. (a)&#13;\n&#13;\n______&#13;\n<sup>(a)<\/sup> Vgl. Braendle (2015b) f\u00fcr einen \u00dcberblick zur entstehenden Literatur zu den Auswirkungen der Entsch\u00e4digung und weiterer institutioneller Rahmenbedingungen auf den Effort und die Selektion von Politikern."}],"post_notes_for_print":"","first_teaser_header_de":"","first_teaser_header_fr":"","first_teaser_text_de":"","first_teaser_text_fr":"","second_teaser_header_de":"","second_teaser_header_fr":"","second_teaser_text_de":"","second_teaser_text_fr":"","kseason_de":"","kseason_fr":"","post_in_pdf":116742,"main_focus":[156637,157262],"serie_email":null,"frontpage_slider_bild":"","artikel_bild-slider":null,"legacy_id":"10911","post_abstract":"Eine h\u00f6here Entsch\u00e4digung in der Politik sollte zu engagierteren Mandatstr\u00e4gern f\u00fchren und besser qualifizierte Kandidaten anziehen. Diese polit\u00f6konomischen \u00dcberlegungen werden anhand einer Studie zur grundlegenden Entsch\u00e4digungsreform im EU-Parlament aus dem Jahr 2009 konkretisiert. Die empirische Analyse zeigt: Ein Anstieg der Entsch\u00e4digung f\u00fchrt zu mehr parlamentarischem Engagement. Gleichzeitig nehmen jedoch die Absenzen zu. Mit Blick auf die Selektion der Politiker wird beobachtet, dass eine h\u00f6here Entsch\u00e4digung die Wiederwahlwahrscheinlichkeit der Amtsinhaber erh\u00f6ht, jedoch keine besser qualifizierten Politiker anzieht. Im letzten Teil des Artikels werden \u00dcberlegungen zur Situation in der Schweiz angestellt.","magazine_issue":"20150501","seco_author_reccomended_post":null,"redaktoren":[4127,0],"korrektor":4139,"planned_publication_date":null,"original_files":null,"external_release_for_author":"20150331","external_release_for_author_time":"23:30:00","link_for_external_authors":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/exedit\/54ef0c8d7ec58"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/116739"}],"collection":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4141"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=116739"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/116739\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":126917,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/116739\/revisions\/126917"}],"acf:user":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4139"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/0"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4127"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4141"}],"acf:post":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/main_focus_post\/157262"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/main_focus_post\/156637"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/33517"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=116739"}],"wp:term":[{"taxonomy":"post__type","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post__type?post=116739"},{"taxonomy":"post_opinion","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_opinion?post=116739"},{"taxonomy":"post_serie","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_serie?post=116739"},{"taxonomy":"post_content_category","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_content_category?post=116739"},{"taxonomy":"post_content_subject","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_content_subject?post=116739"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}