{"id":116778,"date":"2015-04-02T16:47:14","date_gmt":"2015-04-02T16:47:14","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2015\/04\/les-petits-partis-sont-les-perdants-du-systeme-electoral-federaliste-2\/"},"modified":"2023-08-23T23:14:42","modified_gmt":"2023-08-23T21:14:42","slug":"vatter-wirkungen-des-wahlsystems","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2015\/04\/vatter-wirkungen-des-wahlsystems\/","title":{"rendered":"Kleine Parteien sind Verlierer des f\u00f6deralen Wahlsystems"},"content":{"rendered":"<p>Wahlsysteme pr\u00e4gen entscheidend den Charakter eines politischen Systems.<a href=\"#footnote_1\" id=\"footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor\">[1]<\/a> Durch sie werden die politischen Pr\u00e4ferenzen der W\u00e4hler in Mandate f\u00fcr die Repr\u00e4sentationsorgane wie den Nationalrat \u00fcbersetzt. Die Gestaltung des Wahlsystems ist damit auch immer eine zentrale Machtfrage, die dar\u00fcber entscheidet, welche politischen Gruppierungen die Parlamentsmehrheit stellen und welche in der Minderheit sind.<a href=\"#footnote_2\" id=\"footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor\">[2]<\/a> Der Artikel sucht nach Antworten auf folgende Fragen: Wie wirkt sich das schweizerische Wahlsystem auf den Erfolg der Parteien bei den Nationalratswahlen aus? Ist eine Systemreform angezeigt?&#13;<\/p>\n<h2><strong>Die institutionellen Grundlagen des Wahlsystems f\u00fcr den Nationalrat<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nBei den alle vier Jahre stattfindenden Nationalratswahlen gilt das <em>Proporzwahlsystem<\/em>. Die Mandatszahl einer Partei richtet sich im Grundsatz nach dem prozentualen Stimmenanteil. Damit werden nicht direkt Kandidaten gew\u00e4hlt, sondern in erster Linie die Parteien. Ausdruck des stark f\u00f6deralen Charakters des Wahlsystems ist der Grundsatz: Jeder Kanton bildet einen eigenen Wahlkreis und erh\u00e4lt mindestens einen der insgesamt 200 Sitze. Die Mandate werden unter den Kantonen im Verh\u00e4ltnis zu ihrer gesamten Wohnbev\u00f6lkerung verteilt. Die Stimmenverrechnung erfolgt nach dem Hagenbach-Bischoff-Verfahren; einem Wahlzahlverfahren, welches einen m\u00f6glichst exakten Proporz anstrebt.<a href=\"#footnote_3\" id=\"footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor\">[3]<\/a>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nEin weiteres wichtiges Element ist die <em>Einzelstimmenkonkurrenz<\/em>, bei der der W\u00e4hler so viele Einzelstimmen hat, wie in seinem Wahlkreis Nationalratssitze zu vergeben sind. Die Stimme f\u00fcr einen Kandidaten ist dabei zun\u00e4chst eine Stimme f\u00fcr die Parteiliste, die den Kandidaten auff\u00fchrt. Die Einzelstimmenkonkurrenz r\u00e4umt den W\u00e4hlern in Kombination mit den M\u00f6glichkeiten des Panaschierens, des Kumulierens und des Streichens \u00e4usserst grosse Gestaltungsfreiheiten in der Auswahl und der Bevorzugung von Kandidaten ein.<a href=\"#footnote_4\" id=\"footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor\">[4]<\/a>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nEin weiteres Merkmal ist das Instrument der <em>Listenverbindung<\/em>. Dies ist ein Zusammenschluss von verschiedenen Parteilisten, die bei der Mandatsverteilung wie eine einzige Liste betrachtet werden. So soll eine bessere Verwertung der Reststimmen gew\u00e4hrleistet werden.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDiese Regeln haben unterschiedliche Effekte auf die Proportionalit\u00e4t von Stimmen und Mandaten. Insbesondere die Wahlkreisgr\u00f6sse, das Wahlzahlverfahren und die Listenverbindungen spielen eine Rolle.&#13;<\/p>\n<h2><strong>Wahlkreisgr\u00f6sse als Sperrklausel<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nVon herausragender Bedeutung f\u00fcr den Wahlerfolg der Parteien sind die Einteilung und die Gr\u00f6sse der Wahlkreise.<a href=\"#footnote_5\" id=\"footnote-anchor_5\" class=\"inline-footnote__anchor\">[5]<\/a> F\u00fchrende Wahlforscher bezeichnen die Wahlkreisgr\u00f6sse sogar als das wichtigste Merkmal eines Wahlsystems und weisen darauf hin, dass der Proporzeffekt prim\u00e4r von der Wahlkreisgr\u00f6sse abh\u00e4ngt.<a href=\"#footnote_6\" id=\"footnote-anchor_6\" class=\"inline-footnote__anchor\">[6]<\/a> Die <em>Wahlerfolgsschwelle<\/em> gibt an, wie viele W\u00e4hleranteile es braucht, damit eine Partei in einem Kanton auch mindestens einen Sitz im Nationalrat gewinnt. Die betr\u00e4chtlichen Bev\u00f6lkerungsdifferenzen zwischen den Kantonen f\u00fchren zu sehr unterschiedlich hohen Schwellen und damit auch zu einer empfindlichen Einschr\u00e4nkung des Proporzwahlsystems.<a href=\"#footnote_7\" id=\"footnote-anchor_7\" class=\"inline-footnote__anchor\">[7]<\/a> So m\u00fcssen die Parteien in den 13 mittleren und kleineren Proporzkantonen, wo weniger als zehn Mandate zu vergeben sind, f\u00fcr einen Sitz theoretisch einen Stimmenanteil von mehr als zehn Prozent erreichen. In den Kantonen Jura und Schaffhausen, wo nur zwei Sitze zu verteilen sind, braucht es einen Drittel der Stimmen, um in den Nationalrat einzuziehen. Und in den sechs bev\u00f6lkerungsschwachen Kantonen (Uri, Obwalden, Nidwalden, Glarus, Appenzell Ausserrhoden, Appenzell Innerrhoden) wird nur ein einziges Nationalratsmandat vergeben.<a href=\"#footnote_8\" id=\"footnote-anchor_8\" class=\"inline-footnote__anchor\">[8]<\/a> Dort existiert faktisch ein Mehrheitswahlsystem, denn es ist derjenige Kandidat gew\u00e4hlt, der die meisten Stimmen erh\u00e4lt.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDamit wirkt sich die geringe Wahlkreisgr\u00f6sse in den kleinen Kantonen wie eine hohe Sperrklausel aus, und die Anteile der erhaltenen Sitze weichen von denjenigen der Stimmen oft betr\u00e4chtlich ab. Anders sieht es in den sieben gr\u00f6ssten Kantonen aus, wo die W\u00e4hler- und Sitzanteile ann\u00e4hernd \u00fcbereinstimmen. So brauchte es bei den eidgen\u00f6ssischen Wahlen von 2011 im Kanton Z\u00fcrich mit 34 Sitzen weniger als drei Prozent der Stimmen, um einen Nationalratssitz zu gewinnen. Im Kanton Bern sind bei den Nationalratswahlen 2015 fast vier Prozent Stimmen f\u00fcr ein Vollmandat notwendig. In der Praxis ist die Wahlerfolgsschwelle, bedingt durch Restmandatsverteilungen und Listenverbindungen, aber niedriger.&#13;<\/p>\n<h2><strong>Gr\u00fcne und EVP verlieren am meisten<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\n<em>Abbildung 1<\/em> zeigt die direkte Beziehung zwischen der Wahlkreisgr\u00f6sse und ihrem Proporzeffekt. <em>Abbildung\u00a0 2<\/em> f\u00fchrt den Zusammenhang zwischen der durch die Wahlkreisgr\u00f6sse bedingten Wahlerfolgsh\u00fcrde und der kantonalen Parteienzahl im Nationalrat vor Augen. Dabei wird deutlich, dass die Wahlkreisgr\u00f6sse nicht nur die Fragmentierung des Parteiensystems deutlich beeinflusst.<a href=\"#footnote_9\" id=\"footnote-anchor_9\" class=\"inline-footnote__anchor\">[9]<\/a> Sie benachteiligt vor allem die kleinen Parteien stark und schr\u00e4nkt damit den Wettbewerb zwischen den Parteien ein. Im Extremfall herrscht in Kleinkantonen manchmal \u00fcberhaupt kein Wettbewerb. W\u00e4hrend die kleinen Kantone mit wenigen Sitzen pro Wahlkreis nur ein bis drei grosse Parteien in den Nationalrat entsenden, sind es in den sieben bev\u00f6lkerungsreichsten Kantonen mit grossen Wahlkreisen sechs oder mehr Parteien.<a href=\"#footnote_10\" id=\"footnote-anchor_10\" class=\"inline-footnote__anchor\">[10]<\/a> Die Stimmenverrechnung durch das Hagenbach-Bischoff-Verfahren wirkt diesem Effekt nicht entgegen, sondern verst\u00e4rkt ihn vielmehr noch. Denn die Berechnung bevorzugt grosse Parteien leicht und benachteiligt die kleinen und kleinsten dementsprechend.&#13;<\/p>\n<h3 class=\"text__graphic-title\"><span style=\"color: #808080;\">Abb. 1<\/span> Wahlkreisgr\u00f6sse und Anzahl Parteien im Nationalrat (Wahlen 2011)<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\n<div class=\"legacy_chart chart--normal\" id=\"chart_95951_de\"><\/div>\n        \n<script>\n        $(function () {\n            $('#chart_95951_de').highcharts({\n                chart: {\n                    type: 'line',\n\t\t\t\t    style: {\n\t\t\t\t\t\tfontFamily: 'IBM Plex Sans Condensed, sans-serif',\n\t\t\t\t\t\tfontSize: '15px',\n\t\t\t\t    },\n                },\n                title: {\n                    text: ''\n                },\n                xAxis: {\n                    title: { text: 'Wahlkreisgr\u00f6sse (Anzahl Nationalratssitze)' },\n                    categories: 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\/>\nGenerell zeigt sich: Je h\u00f6her die Wahlerfolgsschwelle ist, umso ungleicher sind die Chancen unter den Parteien verteilt, Mandate zu gewinnen. W\u00e4hrend n\u00e4mlich die grossen Volksparteien wie die FDP, die CVP und die SP, aber auch Parteien mit lokalen Hochburgen \u2013 wie lange Zeit die Liberalen in der Westschweiz oder die SVP in der Deutschschweiz \u2013 von einer hohen Eintrittsschwelle profitieren, geh\u00f6ren kleinere Parteien wie etwa die Gr\u00fcnen oder die EVP zu den Verlierern.<a href=\"#footnote_11\" id=\"footnote-anchor_11\" class=\"inline-footnote__anchor\">[11]<\/a>&#13;<\/p>\n<h2><strong>Rot-gr\u00fcnes Lager profitiert von Listenverbindungen<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDieser Ungleichheit k\u00f6nnen Listenverbindungen entgegenwirken: Der Zusammenschluss kleinerer Parteien zu einem gemeinsamen B\u00fcndnis soll vor allem verhindern, dass ihre Stimmen verloren gehen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie Ergebnisse der Nationalratswahlen der letzten Jahre machen deutlich, dass der Einsatz von Listenverbindungen bedeutsam f\u00fcr den Wahlerfolg der Parteien ist, wobei diese ganz unterschiedlich davon profitieren (siehe <em>Abbildung 3<\/em>). Das rot-gr\u00fcne Lager nutzt dieses Instrument seit L\u00e4ngerem konsequent und hat damit im Durchschnitt pro Legislaturperiode rund f\u00fcnf Sitze allein der M\u00f6glichkeit von Listenverbindungen zu verdanken. Das zeugt aber nicht alleine von betr\u00e4chtlichem wahltaktischem B\u00fcndnisgeschick, sondern h\u00e4ngt einerseits mit der starken parteipolitischen Zersplitterung des rot-gr\u00fcnen Lagers, andererseits aber auch mit der gleichzeitigen politischen Geschlossenheit aufgrund hoher ideologischer Gemeinsamkeiten zusammen.<a href=\"#footnote_12\" id=\"footnote-anchor_12\" class=\"inline-footnote__anchor\">[12]<\/a>&#13;<\/p>\n<h3 class=\"text__graphic-title\"><span style=\"color: #808080;\">Abb. 3<\/span> Sitzgewinne und -verluste der Parteien durch Listenverbindungen bei den Nationalratswahlen 1995-2011<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\n<div class=\"legacy_chart chart--medium\" id=\"chart_95953_de\"><\/div>\n        \n<script>\n        $(function () {\n            $('#chart_95953_de').highcharts({\n                chart: {\n                    type: 'column',\n\t\t\t\t    style: {\n\t\t\t\t\t\tfontFamily: 'IBM Plex Sans Condensed, sans-serif',\n\t\t\t\t\t\tfontSize: '15px',\n\t\t\t\t    },\n                },\n                title: {\n                    text: ''\n                },\n                xAxis: {\n                    title: { text: '' },\n                    categories: [\"1995\",\"1999\",\"2003\",\"2007\",\"2011\"],\n                },\n                yAxis: {\n                    title: { text: 'Anzahl Sitze' },\n                },\n                plotOptions: {\n                    \n                },\n                exporting: {\n                    sourceHeight: 900,\n                },\n                series: [{ name: 'SVP',data: [-2,-4,-2,-3,-8]}, { name: 'GLP',data: [0,0,0,1,4]}, { name: 'FDP',data: [-3,-1,-2,-4,0]}, { name: 'SPS',data: [4,1,-3,0,2]}, { name: 'CVP',data: [-3,0,-1,1,2]}, { name: 'Gr\u00fcne',data: [0,2,2,4,0]}, ],\n\t\t\t\tcolors: [ '#327775', '#655c99', '#666666', '#4b8684', '#766ca4', '#999999', '#649795', '#887db1', '#cccccc', '#7ea8a7', '#9c92bf', '#e5e4e4', '#9bbcbc', '#b4a9ce', '#f6f4f4', '#bcd3d3', '#cdc5df' ]\n            });\n        });\n\t\t<\/script>\n    <div class=\"legacy_chart legacy_chart__print chart--medium\" id=\"chart_95953_de_p\"><\/div>\n        \n<script>\n        $(function () {\n            $('#chart_95953_de_p').highcharts({\n\t\t\t\tchart: {\n                    type: 'column',\n\t\t\t\t    style: {\n\t\t\t\t\t\tfontFamily: 'IBM Plex Sans Condensed, sans-serif',\n\t\t\t\t\t\tfontSize: '15px',\n\t\t\t\t    },\n                },\n                title: {\n                    text: ''\n                },\n                xAxis: {\n                    title: { text: '' },\n                    categories: [\"1995\",\"1999\",\"2003\",\"2007\",\"2011\"],\n                },\n                yAxis: {\n                    title: { text: 'Anzahl Sitze' },\n                },\n                plotOptions: {\n                    \n                },\n                exporting: {\n                    sourceHeight: 900,\n                },\n                series: [{ name: 'SVP',data: [-2,-4,-2,-3,-8]}, { name: 'GLP',data: [0,0,0,1,4]}, { name: 'FDP',data: [-3,-1,-2,-4,0]}, { name: 'SPS',data: [4,1,-3,0,2]}, { name: 'CVP',data: [-3,0,-1,1,2]}, { name: 'Gr\u00fcne',data: [0,2,2,4,0]}, ],\n\t\t\t\tcolors: [ '#327775', '#655c99', '#666666', '#4b8684', '#766ca4', '#999999', '#649795', '#887db1', '#cccccc', '#7ea8a7', '#9c92bf', '#e5e4e4', '#9bbcbc', '#b4a9ce', '#f6f4f4', '#bcd3d3', '#cdc5df' ]\n            });\n        });\n\t\t<\/script>\n    &#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<span class=\"text__legend\">Anmerkung: Mandatsverteilung ohne \u00fcberparteiliche Listen- oder Unterlistenverbindungen.<\/span>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nGrunds\u00e4tzlich gilt: Innerhalb einer Listenverbindung profitiert jeweils die gr\u00f6sste Partei der Allianz, w\u00e4hrend aus Unterlistenverbindungen besonders Kleinparteien Nutzen ziehen. Im Weiteren f\u00f6rdern Listenverbindungen sogenannte Splitlisten innerhalb der Parteien, um verschiedene W\u00e4hlersegmente \u2013 wie Junge, Senioren, Frauen \u2013 innerhalb einer Partei anzusprechen, was zus\u00e4tzlich die Kandidatenselektion in den Parteien proportionalisiert.<a href=\"#footnote_13\" id=\"footnote-anchor_13\" class=\"inline-footnote__anchor\">[13]<\/a> Umgekehrt gehen die Sitzgewinne aus Listenverbindungen in der Regel auf Kosten derjenigen grossen Parteien, die alleine antreten. Dies gilt insbesondere f\u00fcr die (rechts-)b\u00fcrgerlichen Parteien, die politisch zwar deutlich heterogener, gleichzeitig aber parteipolitisch weniger fragmentiert sind als die links-gr\u00fcnen Gruppierungen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nInsgesamt st\u00e4rkt die freie Listenform mit der M\u00f6glichkeit der Listenverbindung zwischen ideologisch einander nahestehenden Parteien die <em>Partizipations- und Inklusionsfunktion<\/em> des Wahlsystems im Sinne der ausgebauten M\u00f6glichkeiten f\u00fcr die W\u00e4hlenden, ihre Pr\u00e4ferenzen im Idealfall m\u00f6glichst genau auszudr\u00fccken.<a href=\"#footnote_14\" id=\"footnote-anchor_14\" class=\"inline-footnote__anchor\">[14]<\/a> Gleichzeitig schw\u00e4chen diese Instrumente aber die Stellung, die Geschlossenheit und die Rolle der Parteien im politischen System, da nicht mehr sie alleine \u00fcber die gew\u00e4hlte Reihenfolge der Kandidaten entscheiden k\u00f6nnen.&#13;<\/p>\n<h2><strong>Der Repr\u00e4sentationseffekt des Schweizer Wahlsystems: Ist es Zeit f\u00fcr eine Revision? <\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDer Anspruch eines proportionalen Wahlsystems ist die m\u00f6glichst pr\u00e4zise \u00dcbersetzung von W\u00e4hlerstimmen- in Mandatsanteile. Dieser <em>Repr\u00e4sentationseffekt<\/em> wird durch die M\u00f6glichkeit der Listenverbindungen insgesamt optimiert. Die f\u00f6derale Wahlkreiseinteilung mit den zahlreichen kleinen Kantonen in Kombination mit dem Hagenbach-Bischof-Verfahren mindert hingegen diesen Effekt, was vor allem zulasten kleiner Parteien geht.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nWahlsystemanpassungen in den Kantonen Z\u00fcrich, Aargau, Schaffhausen, Nidwalden und Zug haben in j\u00fcngster Zeit zu einer \u00f6ffentlichen Diskussion, parlamentarischen Vorst\u00f6ssen und einer breit abgest\u00fctzten Abkl\u00e4rungsstudie der Bundeskanzlei \u00fcber das geeignetste Wahlsystem gef\u00fchrt.<a href=\"#footnote_15\" id=\"footnote-anchor_15\" class=\"inline-footnote__anchor\">[15]<\/a> Das in den Kantonen eingef\u00fchrte biproportionale Wahlverfahren (\u00abdoppelter Pukelsheim\u00bb, siehe <em>Kasten 1<\/em>) weist gegen\u00fcber dem Hagenbach-Bischoff-Verfahren verschiedene Vorteile auf<a href=\"#footnote_16\" id=\"footnote-anchor_16\" class=\"inline-footnote__anchor\">[16]<\/a>: Es f\u00fchrt zu mehr proportionaler Gerechtigkeit, h\u00f6herer Stimmkraft- und Erfolgswertgleichheit, einer besseren Vertretung kleinerer Parteien und einer gr\u00f6sseren Parteienauswahl. Auf nationaler Ebene w\u00fcrde dies \u2013 insbesondere bei kleineren Kantonen \u2013 ebenfalls gelten. Eine neuere Simulation von <em>Bochsler und Alpiger (2011)<\/em> zeigt: Bei der Anwendung des \u00abdoppelten Pukelsheim\u00bb auf Nationalratsebene profitieren die kleinen Parteien, w\u00e4hrend die grossen Parteien tendenziell Sitze abgeben m\u00fcssen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nZudem sprechen die zunehmende Nationalisierung von Wahlen und das Verschwinden kantonaler Parteibesonderheiten f\u00fcr eine weitere Proportionalisierung des stark kantonal gepr\u00e4gten Wahlsystems auf nationaler Ebene. Eine Reform in Richtung eines m\u00f6glichst proportionalen Wahlsystems mit nationalem Verrechnungsverfahren \u2013 bei weiterhin kantonalen Wahlkreisen \u2013 w\u00fcrde zu einer verbesserten Erf\u00fcllung der wichtigen Funktion des Verh\u00e4ltniswahlsystems f\u00fchren: eines m\u00f6glichst pr\u00e4zisen Abbilds der W\u00e4hlerschaft im Parlament.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nEs stellt sich allerdings die Frage, ob eine weitere St\u00e4rkung der <em>Repr\u00e4sentationsfunktion<\/em> durch ein entsprechendes Wahlverfahren nicht gleichzeitig eine weitere Parteienzersplitterung, eine Schw\u00e4chung der gem\u00e4ssigten Mitteparteien und eine zunehmende Instabilit\u00e4t der Regierungsbildung durch das Parlament beg\u00fcnstigt. Dies w\u00fcrde eine andere und f\u00fcr die Schweiz zunehmend wichtige Kernfunktion von Wahlsystemen schw\u00e4chen, n\u00e4mlich die regierungsbildende <em>Konzentrationsfunktion<\/em>. Aufgrund des bisher praktizierten Verbots von Listenverbindungen beim doppelt proportionalen Verrechnungsverfahren w\u00fcrde zudem die <em>Partizipationsfunktion reduziert<\/em>.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nNicht \u00fcbersehen sollte man bei all diesen \u00dcberlegungen: Das Schweizer Wahlsystem geh\u00f6rt im internationalen Vergleich zu den gerechtesten, was die Proportionalit\u00e4t von Stimmen und Mandaten betrifft.<\/p>\n<ol class=\"footnote\"><li id=\"footnote_1\" class=\"footnote--item\">Der Beitrag bildet einen gek\u00fcrzten Vorabdruck des gleichnamigen Kapitels aus dem Buch \u201eWahlen und W\u00e4hlerschaft in der Schweiz\u201c (Markus Freitag und Adrian Vatter Hg.), welches anl\u00e4sslich der eidgen\u00f6ssischen Wahlen im Sommer 2015 beim NZZ-Verlag erscheint.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_2\" class=\"footnote--item\">Nohlen (2009), S. 68.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_3\" class=\"footnote--item\">Vatter (2014).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_4\" class=\"footnote--item\">Blais und Massicotte (1996).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_5\" class=\"footnote--item\">Nohlen (2009), S. 86.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_5\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_6\" class=\"footnote--item\">Anckar (1997); Gallagher (1991); Lijphart (1994); Taagepera und Shugart (1989).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_6\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_7\" class=\"footnote--item\">Linder (2012).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_7\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_8\" class=\"footnote--item\">Vatter (2014).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_8\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_9\" class=\"footnote--item\">Vatter (2002, 2003).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_9\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_10\" class=\"footnote--item\">Vatter (2002).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_10\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_11\" class=\"footnote--item\">Seitz 1993, Seitz und Schneider 2007).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_11\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_12\" class=\"footnote--item\">Bochsler (2010).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_12\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_13\" class=\"footnote--item\">Ebd.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_13\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_14\" class=\"footnote--item\">Blais und Massicotte (1996); Nohlen (2009).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_14\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_15\" class=\"footnote--item\">Bochsler (2005); Bundeskanzlei (2013); Linder et al. (2011).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_15\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_16\" class=\"footnote--item\">Pukelsheim (2014); Pukelsheim und Schuhmacher (2004).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_16\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><\/ol>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wahlsysteme pr\u00e4gen entscheidend den Charakter eines politischen Systems. Durch sie werden die politischen Pr\u00e4ferenzen der W\u00e4hler in Mandate f\u00fcr die Repr\u00e4sentationsorgane wie den Nationalrat \u00fcbersetzt. Die Gestaltung des Wahlsystems ist damit auch immer eine zentrale Machtfrage, die dar\u00fcber entscheidet, welche politischen Gruppierungen die Parlamentsmehrheit stellen und welche in der Minderheit sind. 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Thousand Oaks, London: Sage (40\u201369).<\/li>&#13;\n\t<li>Bochsler, Daniel (2005). <a href=\"http:\/\/www.bochsler.eu\/publi\/nationalrat_biproportional.pdf\">Biproportionale Wahlverfahren f\u00fcr den Schweizer Nationalrat.<\/a> Modellrechnungen f\u00fcr die Nationalratswahlen 2003. Universit\u00e4t Genf.<\/li>&#13;\n\t<li>Bochsler, Daniel (2010). Was bringen Wahlallianzen? Links-gr\u00fcne Parteien und deren Listenverbindungen im d\u2019Hondtschen Verh\u00e4ltniswahlrecht der Schweizer Nationalratswahlen von 1995 bis 2007. Zeitschrift f\u00fcr Parlamentsfragen 41: 855\u2013873.<\/li>&#13;\n\t<li>Bochsler, Daniel und Claudia Alpiger (2011). GLP und SP haben am besten taktiert. Die Bilanz der Listenverbindungen bei den Nationalratswahlen. Neue Z\u00fcrcher Zeitung, 15. November 2011, 11.<\/li>&#13;\n\t<li>Bundesamt f\u00fcr Statistik (2012). Daten zu Wahlberechtigten und Bev\u00f6lkerung. Bundesamt f\u00fcr Statistik (BFS).<\/li>&#13;\n\t<li>Bundeskanzlei (2013). Proporzwahlsysteme im Vergleich. Studienbericht vom 21.8.2013. Bern: Bundeskanzlei.<\/li>&#13;\n\t<li>Gallagher, Michael (1991). Proportionality, Disproportionality and Electoral Systems. Electoral Studies 10: 33\u201351.<\/li>&#13;\n\t<li>Lijphart, Arend (1994). Electoral Systems and Party Systems: A Study of Twenty-Seven Democracies 1945\u20131990. Oxford: Oxford University Press.<\/li>&#13;\n\t<li>Linder, Wolf (2012). Schweizerische Demokratie. Institutionen, Prozesse, Perspektiven, 3. Auflage. Bern, Stuttgart, Wien: Haupt.<\/li>&#13;\n\t<li>Linder, Wolf, Georg Lutz, Christian Bolliger und Sophia H\u00e4nny (2011). Switzerland. In Nohlen, Dieter und Philip St\u00f6ver (Hrsg.), Elections in Europe. A Data Handbook. Baden-Baden: Nomos (1879\u20131966).<\/li>&#13;\n\t<li>Nohlen, Dieter (2009). Wahlrecht und Parteiensystem. Theorie und Empirie der Wahlsysteme, 6. Auflage. Opladen: Verlag Barbara Budrich.<\/li>&#13;\n\t<li>Pukelsheim, Friedrich (2014). Proportional Representation. Apportionments Methods and Their Applications. Berlin: Springer.<\/li>&#13;\n\t<li>Pukelsheim, Friedrich und Christian Schuhmacher (2004). Das neue Z\u00fcrcher Zuteilungsverfahren f\u00fcr Parlamentswahlen. Allgemeine Juristische Praxis 5: 505\u2013522.<\/li>&#13;\n\t<li>Seitz, Werner (1993). Die Nationalratswahlen 1991. \u00dcbersicht und Analyse. Bern, Neuenburg: Bundesamt f\u00fcr Statistik.<\/li>&#13;\n\t<li>Seitz, Werner und Madeleine Schneider (2007). Die Nationalratswahlen 2007. Der Wandel der Parteienlandschaft seit 1971. Neuenburg: Bundesamt f\u00fcr Statistik (BFS).<\/li>&#13;\n\t<li>Taagepera, Rein und Matthew Shugart (1989). Seats and Votes: The Effects and Determinants of Electoral Systems. New Haven, London: Yale University Press.<\/li>&#13;\n\t<li>Vatter, Adrian (2002). Kantonale Demokratien im Vergleich. Entstehungsgr\u00fcnde, Interaktionen und Wirkungen politischer Institutionen in den Schweizer Kantonen. Opladen: Leske + Budrich.<\/li>&#13;\n\t<li>Vatter, Adrian (2003). Legislative Party Fragmentation in Swiss Cantons: A Function of Cleavage Structures or Electoral Institutions? Party Politics 9: 445-461.<\/li>&#13;\n\t<li>Vatter, Adrian (2014). Das politische System der Schweiz. Baden-Baden: Nomos.<\/li>&#13;\n<\/ul>","post_kasten":[{"kasten_title":"Biproportionales Zuteilungsverfahren (\u201edoppelter Pukelsheim\u201c)","kasten_box":"Das <em>biproportionale Zuteilungsverfahren<\/em> (auch als \u201e<em>doppelter Pukelsheim<\/em>\u201c entsprechend dem Namen seines Begr\u00fcnders bekannt) ist eine Methode zur Verteilung von Parlamentsmandaten auf Parteien bei mehreren Wahlkreisen in Proporzwahlen. In den letzten Jahren wurde das Verfahren in mehreren Kantonen (z. B. Z\u00fcrich, Schaffhausen, Aargau) eingef\u00fchrt. Denn die bisherige Aufteilung in zahlreiche kleine Wahlkreise verminderte die Chancen kleinerer Parteien auf eine Parlamentsvertretung. Das Verfahren will eine m\u00f6glichst hohe \u00dcbereinstimmung zwischen W\u00e4hler- und Mandatsanteilen der Parteien gew\u00e4hrleisten (Erfolgswertgleichheit der Stimmen), ohne dass die bestehenden Wahlkreise aufgehoben werden. Die \u201edoppelte Proportionalit\u00e4t\u201c bezieht sich darauf, dass die Parteien und die Wahlkreise proportional in der Legislative vertreten sein sollen."}],"post_notes_for_print":"","first_teaser_header_de":"","first_teaser_header_fr":"","first_teaser_text_de":"","first_teaser_text_fr":"","second_teaser_header_de":"","second_teaser_header_fr":"","second_teaser_text_de":"","second_teaser_text_fr":"","kseason_de":"","kseason_fr":"","post_in_pdf":116781,"main_focus":[156637,157262],"serie_email":null,"frontpage_slider_bild":"","artikel_bild-slider":null,"legacy_id":"11127","post_abstract":"Wahlsysteme bevorzugen \u2013 oder benachteiligen \u2013 einzelne Parteien. Untersuchungen zum Schweizer Wahlsystem zeigen: Die Wahlkreisgr\u00f6sse \u00fcbt den st\u00e4rksten Effekt auf die Umwandlung von Stimmen in Mandate aus. W\u00e4hrend bei Nationalratswahlen besonders die mittleren und grossen Volksparteien von den kleinen kantonalen Wahlkreisen mit hohen Eintrittsschwellen profitieren, geh\u00f6ren kleinere Parteien zu den Verlierern des f\u00f6deralen Wahlsystems. Aus den Listenverbindungen ziehen vor allem die Mitteparteien den gr\u00f6ssten Nutzen. Die grosse Offenheit des schweizerischen Wahlsystems wirkt sich f\u00fcr die (rechts)b\u00fcrgerlichen Parteien hingegen negativ aus. Die Einf\u00fchrung eines biproportionalen Wahlverfahrens w\u00fcrde insbesondere in den kleinen Kantonen zu einer besseren Repr\u00e4sentation der W\u00e4hler f\u00fchren. F\u00fcr eine allf\u00e4llige Reform des Wahlsystems m\u00fcssten allerdings potenzielle Nachteile in Kauf genommen werden: So k\u00f6nnte eine weitere Parteienzersplitterung zu mehr Instabilit\u00e4t f\u00fchren.","magazine_issue":"20150501","seco_author_reccomended_post":null,"redaktoren":[4127,0],"korrektor":4139,"planned_publication_date":"20150424","original_files":null,"external_release_for_author":"20150331","external_release_for_author_time":"23:30:00","link_for_external_authors":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/exedit\/54f5ad95a17ea"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/116778"}],"collection":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4147"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=116778"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/116778\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":126920,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/116778\/revisions\/126920"}],"acf:user":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4139"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/0"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4127"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4147"}],"acf:post":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/main_focus_post\/157262"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/main_focus_post\/156637"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/33568"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=116778"}],"wp:term":[{"taxonomy":"post__type","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post__type?post=116778"},{"taxonomy":"post_opinion","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_opinion?post=116778"},{"taxonomy":"post_serie","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_serie?post=116778"},{"taxonomy":"post_content_category","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_content_category?post=116778"},{"taxonomy":"post_content_subject","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_content_subject?post=116778"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}