{"id":116791,"date":"2015-04-01T16:44:34","date_gmt":"2015-04-01T16:44:34","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2015\/04\/faible-correlation-entre-conjoncture-et-resultats-electoraux\/"},"modified":"2023-08-23T23:14:35","modified_gmt":"2023-08-23T21:14:35","slug":"welches-gewicht-haben-wirtschaftspolitische-themen-fuer-die-wahlen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2015\/04\/welches-gewicht-haben-wirtschaftspolitische-themen-fuer-die-wahlen\/","title":{"rendered":"Wirtschaftslage beeinflusst Wahlen in der Schweiz kaum"},"content":{"rendered":"<p>\u201cIt\u2019s the economy, stupid\u201c lautet der ber\u00fchmt gewordene Leitsatz, den der Wahlkampfmanager Bill Clintons 1992 im Hauptquartier der Demokraten aufh\u00e4ngte, um die Pr\u00e4sidentschaftskampagne fokussiert zu halten. Er ging davon aus: Die wirtschaftspolitischen Rezepte des Kandidaten sind relevant f\u00fcr den Wahlerfolg.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie Frage, wie wichtig die wirtschaftliche Lage und wirtschaftspolitische Themen sowie die pers\u00f6nliche wirtschaftliche Situation f\u00fcr den Wahlausgang sind, besch\u00e4ftigt Politik und Wissenschaft seit langer Zeit. Bangend schauen viele Regierungen vor den Wahlen auf die Wirtschaftszahlen und hoffen, dass zentrale Wirtschaftsindikatoren positiv sind. Doch gibt es wirklich starke Belege f\u00fcr diese Zusammenh\u00e4nge?&#13;<\/p>\n<h2><strong>Wie wirkt die Wirtschaft auf die W\u00e4hler? <\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie Grundannahme \u00fcber den Einfluss der Wirtschaft bei Wahlen ist einfach: Ist die wirtschaftliche Lage gut, dann n\u00fctzt dies der Regierung. Ist die wirtschaftliche Lage schlecht, dann verliert sie Stimmen. Nach dieser Lesart werden Regierungen f\u00fcr die wirtschaftliche Situation verantwortlich gemacht. Die Pr\u00e4misse \u00fcber die Zentralit\u00e4t der Wirtschaftslage ist in Politik und Wissenschaft weit verbreitet. In j\u00fcngster Zeit haben neue Forschungsergebnisse jedoch Zweifel daran aufkommen lassen. Unklar ist auch, ob dieser Effekt in der Schweiz erkennbar ist.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nWie die wirtschaftliche Situation die Wahlen beeinflusst, ist komplexer, als es auf den ersten Blick scheint. Erstens stellt sich die Frage, welche Wirtschaftsindikatoren \u00fcberhaupt relevant sind und wahrgenommen werden: Ist das Wirtschaftswachstum (bzw. eine wirtschaftliche Rezession), die Arbeitslosigkeit oder die Inflation entscheidend?&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nZweitens ist zu kl\u00e4ren, ob eher die Wahrnehmung der wirtschaftlichen Lage in der Vergangenheit oder die Erwartung f\u00fcr die Zukunft entscheidend ist. Und entsprechend: Wer wird daf\u00fcr verantwortlich gemacht? Wie \u00fcberzeugend sind die Antworten der politischen Akteure auf die wirtschaftlichen Herausforderungen?&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDrittens ist unklar, ob f\u00fcr die W\u00e4hler die objektive wirtschaftliche Situation wichtig ist; oder ob ihre subjektive Wahrnehmung \u2013 die durchaus von der objektiven Situation abweichen kann \u2013 den Ausschlag gibt. Und schliesslich ist viertens zu kl\u00e4ren: Schauen W\u00e4hler vor allem auf die generelle \u00f6konomische Entwicklung, oder ist ihre pers\u00f6nliche wirtschaftliche Situation wichtig, Hinzu kommt, dass viele andere Themen und Faktoren einen Wahlentscheid beeinflussen und der Einfluss deshalb in jedem Fall limitiert ist.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nBei dieser Komplexit\u00e4t ist es nicht erstaunlich, dass die Forschung keine eindeutigen Ergebnisse \u00fcber den Zusammenhang zwischen Wirtschaft und Wahlverhalten liefert. Die empirischen Befunde sind instabil und inkonsistent: W\u00e4hrend in einigen L\u00e4ndern ein Zusammenhang erkennbar ist, gibt es viele Wahlen und L\u00e4nder, in denen ein solcher fehlt. Dies l\u00e4sst einzig den Schluss zu: Die wirtschaftliche Lage beeinflusst Wahlen selektiv und situativ.&#13;<\/p>\n<h2><strong>Wirtschaftslage nur selten entscheidend&#13;<br \/>\n<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie Vermutung eines situativen und eher geringen Einflusses l\u00e4sst sich auch auf die Schweiz \u00fcbertragen. Die Wirtschaftslage ist selten ein zentrales Problem f\u00fcr die W\u00e4hlerschaft, womit eine Grundbedingung f\u00fcr die Wirkungskette schon mal nicht erf\u00fcllt ist. Bei den Wahlen in der Schweiz gibt es eine ausgepr\u00e4gte Themenkonjunktur.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<em>Abbildung 1<\/em> zeigt, welche Themen von 1995 bis 2011 von den W\u00e4hlerinnen und W\u00e4hlern als wichtigstes Problem wahrgenommen wurden<a href=\"#footnote_1\" id=\"footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor\">[1]<\/a>: Die Wirtschaft war im untersuchten Zeitraum aus Sicht der W\u00e4hler einzig im Jahr 2011 ein wichtiges Thema. Damals befand sich Europa in einer Finanzkrise, und der Franken wurde immer st\u00e4rker, worauf die Nationalbank einen Mindestkurs festsetzte.&#13;<\/p>\n<h3 class=\"text__graphic-title\">Abb. 1: Das Wichtigstes Problem aus W\u00e4hlersicht seit 1995<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\n<a href=\"http:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2015\/04\/Lutz_Grafik1.png\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-15406 size-full\" src=\"http:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2015\/04\/Lutz_Grafik1.png\" alt=\"Lutz_Grafik1\" width=\"1400\" height=\"874\" \/><\/a>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<span class=\"text__legend\">Ausl\u00e4nderfragen haben die W\u00e4hler bei den letzten vier Urneng\u00e4ngen am st\u00e4rksten besch\u00e4ftigt. Anmerkung: 100% = alle Nennungen eines Wahlgangs&#13;<br \/>\n<\/span>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<span class=\"text__legend\" style=\"font-size: 14px;\">Quelle: Selects (2011)<\/span>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n&nbsp;&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nZwar wurden im Beobachtungszeitraum verwandte Themen wie Finanzen und Steuern, der Arbeitsmarkt oder die Sozialwerke ebenfalls genannt, jedoch waren andere Themen \u2013 wie etwa Migration oder Umwelt \u2013 oft wichtiger.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie g\u00e4ngige Theorie ist zudem nur beschr\u00e4nkt auf das Schweizer Konkordanzsystem \u00fcbertragbar, da sie davon ausgeht, dass die wirtschaftliche Situation vor allem einen Einfluss auf die Regierungs- und Oppositionsparteien hat. Diese \u00dcberlegungen funktionieren hier nur schlecht, da es kein Regierungs-\/Oppositionssystem gibt, sondern die grossen Parteien seit vielen Jahren in die Regierung eingebunden sind und damit klare Verantwortlichkeiten f\u00fcr positive und negative Entwicklungen fehlen. In der Schweiz ist somit unklar, welche Parteien \u00fcberhaupt f\u00fcr die Wirtschaftsentwicklung verantwortlich sind.&#13;<\/p>\n<h2><strong>FDP kann Wirtschaftskompetenz nur begrenzt in Stimmen umsetzen<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nTrotzdem ist es m\u00f6glich, dass wirtschaftliche Themen einer Partei mehr nutzen als anderen. Die Parteien haben dies erkannt und richten ihre Kampagnen systematisch darauf aus. Zudem lancieren sie Initiativen und ergreifen Referenden, um ihre Themenf\u00fchrerschaft zu untermauern \u2013 was ihnen auch gelingt. Das Feld ist in der Schweizer Parteienlandschaft klar abgesteckt: Sozialpolitik ist das Kernthema der SP, Umweltpolitik jenes der Gr\u00fcnliberalen und der Gr\u00fcnen; Migration jenes der SVP. Bei der Wirtschaft dominiert die FDP. Sie wird am ehesten als Partei wahrgenommen, welche dieses &#8222;Problem&#8220; am besten l\u00f6sen kann.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nVon den Befragten, die 2011 gesagt hatten, die Wirtschaft sei das wichtigste oder zweitwichtigste &#8222;Problem&#8220; in der Schweiz, gaben 32% an, die FDP habe dazu die besten L\u00f6sungen parat. 17% nannten die SP und nur 10% die SVP (siehe <em>Abbildung<\/em>). Allerdings konnte die FDP ihre Themenkompetenz nur beschr\u00e4nkt in W\u00e4hlerstimmen umsetzen. Schaut man, welche Partei diese Befragten effektiv gew\u00e4hlt haben, dann liegt die FDP nur noch leicht \u00fcber ihrem tats\u00e4chlichen W\u00e4hleranteil.&#13;<\/p>\n<h3>Kompetenteste Partei, wirtschaftliche Probleme zu l\u00f6sen \u2013 aus W\u00e4hlersicht<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\n<div class=\"legacy_chart chart--normal\" id=\"chart_95956_de\"><\/div>\n        \n<script>\n        $(function () {\n            $('#chart_95956_de').highcharts({\n                chart: {\n                    type: 'column',\n\t\t\t\t    style: {\n\t\t\t\t\t\tfontFamily: 'IBM Plex Sans Condensed, sans-serif',\n\t\t\t\t\t\tfontSize: '15px',\n\t\t\t\t    },\n                },\n                title: {\n                    text: ''\n                },\n                xAxis: {\n                    title: { text: '' },\n                    categories: [\"SVP\",\"FDP\",\"BDP\",\"CVP\",\"GLP\",\"SP\",\"GPS\",\"Andere Partei, mehrere Parteien\"],\n                },\n                yAxis: {\n                    title: { text: '%' },\n                },\n                plotOptions: {\n                    \n                },\n                exporting: {\n                    sourceHeight: 600,\n                },\n                series: [{ name: 'Wirtschaftskompetenz',data: [10,32,7,7,6,17,1,21]}, ],\n\t\t\t\tcolors: [ '#327775', '#655c99', '#666666', '#4b8684', '#766ca4', '#999999', '#649795', '#887db1', '#cccccc', '#7ea8a7', '#9c92bf', '#e5e4e4', '#9bbcbc', '#b4a9ce', '#f6f4f4', '#bcd3d3', '#cdc5df' ]\n            });\n        });\n\t\t<\/script>\n    <div class=\"legacy_chart legacy_chart__print chart--normal\" id=\"chart_95956_de_p\"><\/div>\n        \n<script>\n        $(function () {\n            $('#chart_95956_de_p').highcharts({\n\t\t\t\tchart: {\n                    type: 'column',\n\t\t\t\t    style: {\n\t\t\t\t\t\tfontFamily: 'IBM Plex Sans Condensed, sans-serif',\n\t\t\t\t\t\tfontSize: '15px',\n\t\t\t\t    },\n                },\n                title: {\n                    text: ''\n                },\n                xAxis: {\n                    title: { text: '' },\n                    categories: [\"SVP\",\"FDP\",\"BDP\",\"CVP\",\"GLP\",\"SP\",\"GPS\",\"Andere Partei, mehrere Parteien\"],\n                },\n                yAxis: {\n                    title: { text: '%' },\n                },\n                plotOptions: {\n                    \n                },\n                exporting: {\n                    sourceHeight: 600,\n                },\n                series: [{ name: 'Wirtschaftskompetenz',data: [10,32,7,7,6,17,1,21]}, ],\n\t\t\t\tcolors: [ '#327775', '#655c99', '#666666', '#4b8684', '#766ca4', '#999999', '#649795', '#887db1', '#cccccc', '#7ea8a7', '#9c92bf', '#e5e4e4', '#9bbcbc', '#b4a9ce', '#f6f4f4', '#bcd3d3', '#cdc5df' ]\n            });\n        });\n\t\t<\/script>\n    &#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<span class=\"text__legend\">Anmerkung: Partei (in&nbsp;% aller Parteinennungen), die am kompetentesten ist, das wichtigste Problem zu l\u00f6sen, wenn &#8222;Wirtschaft&#8220; genannt wurde.<\/span>&#13;<\/p>\n<h2><strong>Die subjektive Wahrnehmung der Wirtschaftslage<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie Verantwortung f\u00fcr den Konjunkturverlauf einer bestimmten Partei zuzuschreiben, ist <em>objektiv<\/em> zwar schwierig. Dennoch ist es m\u00f6glich, dass bestimmte Parteien von der <em>subjektiven<\/em> Wahrnehmung der W\u00e4hler profitieren.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nIm Rahmen der Wahlstudie Selects wurden 2011 nach den Wahlen s\u00e4mtliche Personen gefragt, wie sie die wirtschaftliche Lage in der Schweiz beurteilen und ob sie der Meinung sind, die wirtschaftliche Lage habe sich verschlechtert oder verbessert. Die Sicht auf die Wirtschaft war damals weitgehend optimistisch. 64% jener, die sich an den Wahlen beteiligten, meinten 2011, es gehe der Wirtschaft gut oder sehr gut, und nur 8% gaben an, der Wirtschaft gehe es schlecht oder sehr schlecht. Allerdings beurteilte auch etwas \u00fcber die H\u00e4lfte der W\u00e4hlenden (53%), dass sich die wirtschaftliche Lage in den letzten zw\u00f6lf Monaten verschlechtert habe, und nur 6% meinten, es habe eine Verbesserung gegeben: Die Wirtschafts- und Finanzkrise in Europa wurde also in der Schweiz durchaus als bedrohlich wahrgenommen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDies hatte allerdings keinen messbaren Einfluss auf den Wahlentscheid. Korreliert man die Wahrnehmung der wirtschaftlichen Lage mit dem effektiven Wahlverhalten, so sind keine signifikanten Unterschiede zwischen den Parteien feststellbar. Oder in anderen Worten: Wer die wirtschaftliche Lage als gut und besser einsch\u00e4tzte, w\u00e4hlte nicht systematisch andere Parteien als jene, welche die wirtschaftliche Lage als schlecht und schlechter beurteilten (siehe <em>Abbildungen<\/em>).&#13;<\/p>\n<h3 class=\"text__graphic-title\" style=\"margin-top: 20px;\">W\u00e4hlerumfrage nach Wahlen im Herbst 2011: Wahlentscheid und Einsch\u00e4tzung der Wirtschaftslage<a href=\"http:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2015\/04\/Grafik1_Lutz.png\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-16255 size-full\" src=\"http:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2015\/04\/Grafik1_Lutz.png\" alt=\"Grafik1_Lutz\" width=\"755\" height=\"395\" \/><\/a><\/h3>\n<p>&#13;<\/p>\n<h3 class=\"text__graphic-title\" style=\"margin-top: 20px;\">W\u00e4hlerumfrage nach Wahlen im Herbst 2011: Wahlentscheid und Einsch\u00e4tzung der wirtschaftlichen Entwicklung in den vergangenen zw\u00f6lf Monaten<\/h3>\n<p>&#13;<\/p>\n<h2 style=\"margin-top: 20px;\"><a href=\"http:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2015\/04\/Grafik2_Lutz.png\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-16256 size-full\" src=\"http:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2015\/04\/Grafik2_Lutz.png\" alt=\"Grafik2_Lutz\" width=\"755\" height=\"395\" \/><\/a><\/h2>\n<p>&#13;<\/p>\n<h2 style=\"margin-top: 20px;\"><strong>Frankenst\u00e4rke d\u00fcrfte sich kaum auf Parteienwahl auswirken<\/strong><\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nTheoretisch ist es auch in der Schweiz m\u00f6glich, dass die Wirtschaft bei k\u00fcnftigen Wahlen einen gr\u00f6sseren Einfluss auf den Wahlentscheid haben wird. Dies vor allem dann, wenn die Schweiz pl\u00f6tzlich mit einem massiven Konjunktureinbruch, hohen Arbeitslosenzahlen oder starker Inflation zu k\u00e4mpfen h\u00e4tte. Dies zeichnet sich vor den Wahlen im Herbst jedoch nicht ab. Die Situation ist vergleichbar mit jener vor vier Jahren.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie Angst vor negativen Auswirkungen des starken Frankens auf die Besch\u00e4ftigungssituation oder die Unsicherheit f\u00fcr die Wirtschaft \u00fcber die Beziehungen der Schweiz zur EU sind zwar sp\u00fcrbar. Allerdings ist wie 2011 nicht erkennbar, dass eine Partei mit dem Problem oder mit m\u00f6glichen L\u00f6sungen positiv oder negativ identifiziert wird, und darum sind f\u00fcr 2015 auch kaum Auswirkungen auf das Wahlverhalten zu erwarten.<\/p>\n<ol class=\"footnote\"><li id=\"footnote_1\" class=\"footnote--item\">S\u00e4mtliche Auswertungen basieren auf den Daten der Wahlstudie Selects (www.selects.ch). In den Analysen sind jeweils nur die W\u00e4hlenden einbezogen.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><\/ol>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201cIt\u2019s the economy, stupid\u201c lautet der ber\u00fchmt gewordene Leitsatz, den der Wahlkampfmanager Bill Clintons 1992 im Hauptquartier der Demokraten aufh\u00e4ngte, um die Pr\u00e4sidentschaftskampagne fokussiert zu halten. 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The Economy and the Vote: Economic Conditions and Elections in Fifteen Countries. Cambridge University Press.<\/li>&#13;\n<\/ul>","post_kasten":null,"post_notes_for_print":"","first_teaser_header_de":"","first_teaser_header_fr":"","first_teaser_text_de":"","first_teaser_text_fr":"","second_teaser_header_de":"","second_teaser_header_fr":"","second_teaser_text_de":"","second_teaser_text_fr":"","kseason_de":"","kseason_fr":"","post_in_pdf":116794,"main_focus":[156637,157262],"serie_email":null,"frontpage_slider_bild":"","artikel_bild-slider":null,"legacy_id":"11163","post_abstract":"Die Annahme, dass wirtschaftspolitische Themen und die wirtschaftliche Lage zentral f\u00fcr den Wahlausgang sind, ist weit verbreitet. Allerdings sind die wissenschaftlichen Belege daf\u00fcr umstritten, und auch f\u00fcr die Schweiz l\u00e4sst sich kein Effekt feststellen. Zwar wird die FDP \u00fcberdurchschnittlich als jene Partei wahrgenommen, die am kompetentesten ist, wirtschaftliche Probleme zu l\u00f6sen. Dies st\u00e4rkt die Liberalen allerdings nicht merklich, da viele andere Faktoren f\u00fcr den Wahlentscheid wichtig sind. Zudem war die Wirtschaftslage in den letzten 20 Jahren aus Sicht der W\u00e4hler nur einmal \u00fcberhaupt ein wichtiges Problem. Das zeigen die Daten der Studie Selects aus dem Jahr 2011. Die Frankenst\u00e4rke d\u00fcrfte bei den nationalen Wahlen keinen grossen Einfluss auf einzelne Parteien haben. 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