{"id":116934,"date":"2015-02-26T12:36:33","date_gmt":"2015-02-26T12:36:33","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2015\/02\/la-promotion-de-la-place-economique-dans-une-perspective-internationale\/"},"modified":"2023-08-23T23:14:54","modified_gmt":"2023-08-23T21:14:54","slug":"standortfoerderung-in-internationaler-perspektive","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2015\/02\/standortfoerderung-in-internationaler-perspektive\/","title":{"rendered":"Standortf\u00f6rderung in internationaler Perspektive"},"content":{"rendered":"<p>In der Wirtschaftsf\u00f6rderung hat in den letzten 20 Jahren ein Paradigmenwechsel stattgefunden. Fr\u00fcher standen die F\u00f6rderung strukturschwacher Regionen und die Reduktion regionaler Disparit\u00e4ten im Vordergrund. Heute wird sie st\u00e4rker als eine umfassende Standortf\u00f6rderung verstanden und zielt somit auf eine Steigerung der Wettbewerbsf\u00e4higkeit insgesamt ab. Eine erfolgreiche Standortpolitik zeichnet sich dadurch aus, dass sie es schafft, Wertsch\u00f6pfungsprozesse am Standort zum Wohle der Einwohner zu erhalten und neue anzuziehen.<a href=\"#footnote_1\" id=\"footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor\">[1]<\/a>&#13;<\/p>\n<h2>Nationale Wirtschaftsf\u00f6rderung: Definitionen, Strukturen, Handlungsfelder<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nZiel der Standortf\u00f6rderung in der Schweiz ist es, die Standortattraktivit\u00e4t zu erh\u00f6hen beziehungsweise die Wettbewerbsf\u00e4higkeit der von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) gepr\u00e4gten schweizerischen Volkswirtschaft zu steigern.<a href=\"#footnote_2\" id=\"footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor\">[2]<\/a> Dieses Ziel soll durch eine \u00fcberbetriebliche Ausrichtung der Standortf\u00f6rderung und die Unterst\u00fctzung der Zusammenarbeit und der Koordination zwischen den standortrelevanten Akteuren erreicht werden. Unter Standortf\u00f6rderung werden gemeinhin alle Massnahmen verstanden, welche \u00abdie Gebietsk\u00f6rperschaften \u2013 Bund, Kantone, Regionen und Gemeinden \u2013 erg\u00e4nzend zu einer guten Wirtschafts- und Finanzpolitik einsetzen, um ihre jeweiligen Standorte als Lebens- und Wirtschaftsraum zu st\u00e4rken und bekannt zu machen\u00bb<a href=\"#footnote_3\" id=\"footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor\">[3]<\/a>. Zu den Bereichen der Direktion f\u00fcr Standortf\u00f6rderung des Staatssekretariats f\u00fcr Wirtschaft (Seco) geh\u00f6ren die Exportf\u00f6rderung, die Standortpromotion, die Tourismuspolitik, die KMU-Politik sowie die Regional- und Raumordnungspolitik.&#13;<br \/>\nDie Wirtschaftsf\u00f6rderungspolitik der <em>Schweiz<\/em> unterscheidet sich damit nicht fundamental von den Politikans\u00e4tzen in anderen westeurop\u00e4ischen L\u00e4ndern. Die Definition der Standortf\u00f6rderung in \u00d6sterreich weist eine grosse \u00c4hnlichkeit zu derjenigen der Schweiz auf. Die Grundintention der Standortpolitik in <em>\u00d6sterreich<\/em> ist die Schaffung und Neugestaltung unternehmerfreundlicher Rahmenbedingungen als Positivsummenspiel mit langfristigen Vorteilen f\u00fcr Unternehmer und Besch\u00e4ftigte.<a href=\"#footnote_4\" id=\"footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor\">[4]<\/a> In England fokussiert die Standortf\u00f6rderung auf die Regionalpolitik und auf die Wettbewerbsf\u00e4higkeit.<a href=\"#footnote_5\" id=\"footnote-anchor_5\" class=\"inline-footnote__anchor\">[5]<\/a> Ziel der Wirtschaftsf\u00f6rderung ist es, ein nachhaltiges Wachstum \u00fcber alle Regionen und Branchen zu erreichen, das durch den privaten Sektor getrieben wird. In <em>Deutschland<\/em> ist die Standortf\u00f6rderung Teil der Regionalpolitik und eher traditionell als F\u00f6rderung einer regional ausgeglichenen Wirtschaftsentwicklung definiert.<a href=\"#footnote_6\" id=\"footnote-anchor_6\" class=\"inline-footnote__anchor\">[6]<\/a>&#13;<\/p>\n<h2>Die Regionalpolitik als Kernelement der Wirtschaftsf\u00f6rderung<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nIn der Regionalpolitik nimmt die Schweiz eine mittlere Position zwischen den Politikans\u00e4tzen \u00d6sterreichs und Englands einerseits und Deutschland andererseits ein. W\u00e4hrend in England und \u00d6sterreich die Steigerung der regionalen Wettbewerbsf\u00e4higkeit im Zentrum der Regionalpolitik steht, ist es in Deutschland der Abbau ungleicher Lebensverh\u00e4ltnisse (siehe <em>Tabelle 1).<\/em> In der Schweiz soll die Regionalpolitik die Wettbewerbsf\u00e4higkeit der einzelnen Regionen st\u00e4rken, die Wertsch\u00f6pfung erh\u00f6hen, der Erhaltung und Schaffung von Arbeitspl\u00e4tzen dienen sowie regionale Disparit\u00e4ten vermindern.&#13;<br \/>\nDie Umsetzung der Politik liegt in der Schweiz wie auch in \u00d6sterreich im Wesentlichen bei den Regionen (Kantone respektive Bundesl\u00e4nder und Gemeinden). Der Bund hat hier haupts\u00e4chlich Koordinationsaufgaben. In England nimmt die nationale Ebene kaum Einfluss; auch wird die Aufgabe nicht einer bestimmten r\u00e4umlichen Einheit zugewiesen. Im Unterschied dazu besteht in Deutschland eine Aufgabenteilung zwischen Bund und Bundesl\u00e4ndern (\u00abGemeinschaftsaufgabe\u00bb). Alle L\u00e4nder verfolgen eine nationale Agenda, die in Deutschland, \u00d6sterreich und England durch die EU-Koh\u00e4sionspolitik erg\u00e4nzt wird. Allerdings gibt es auch einige EU-L\u00e4nder (v. a. osteurop\u00e4ische), in denen der Fokus vor allem auf der Steigerung der nationalen Wettbewerbsf\u00e4higkeit liegt und die Politik auch zentralstaatlich umgesetzt wird.&#13;<\/p>\n<h3>Regionalpolitik im Vergleich: Schweiz, Deutschland, England und \u00d6sterreich<\/h3>\n<p>&#13;<\/p>\n<table style=\"height: 407px;\" width=\"790\">&#13;<\/p>\n<thead>&#13;<\/p>\n<tr>&#13;<\/p>\n<td><\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td>Schweiz<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td>Deutschland<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td>England<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td>\u00d6sterreich<\/td>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tr>\n<p>&#13;\n<\/thead>\n<p>&#13;<\/p>\n<tbody>&#13;<\/p>\n<tr>&#13;<\/p>\n<th>Ziele<\/th>\n<p>&#13;<\/p>\n<td>Regionale Wettbewerbsf\u00e4higkeit und Minderung von regionalen Ungleichheiten<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td>Minderung von regionalen&#13;<br \/>\nUngleichheiten<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td>Regionale&#13;<br \/>\nWettbewerbsf\u00e4higkeit<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td>Regionale Wettbewerbsf\u00e4higkeit<\/td>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tr>\n<p>&#13;<\/p>\n<tr>&#13;<\/p>\n<th>Governance<\/th>\n<p>&#13;<\/p>\n<td>Haupts\u00e4chlich regional, mit Koordinationsmechanismen<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td>Geteilt zwischen regionaler und&#13;<br \/>\nnationaler Ebene<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td>Haupts\u00e4chlich regional, kaum Einfluss von nationaler Ebene<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td>Haupts\u00e4chlich regional, mit Koordinationsmechanismen<\/td>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tr>\n<p>&#13;<\/p>\n<tr>&#13;<\/p>\n<th>R\u00e4umlicher Fokus<\/th>\n<p>&#13;<\/p>\n<td>Funktionale&#13;<br \/>\nRegionen<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td>Grossregionen<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td>Keine\/kaum r\u00e4umliche Orientierung<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td>Kleinere regionale Einheiten<\/td>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tr>\n<p>&#13;<\/p>\n<tr>&#13;<\/p>\n<th>Rolle der EU-Koh\u00e4sionspolitik<\/th>\n<p>&#13;<\/p>\n<td><\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td>Komplement\u00e4r<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td>Komplement\u00e4r<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td>Komplement\u00e4r<\/td>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tr>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tbody>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/table>\n<p>&#13;<br \/>\nQuelle: BAK Basel Economics (aufbauend auf Bachtler, J.: Regional Policy in Europe,&#13;<br \/>\nVortrag am International Benchmarking Forum 2014) \/ Die Volkswirtschaft&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n&nbsp;&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n&nbsp;&#13;<\/p>\n<h2>Instrumente und Institutionen sind international vergleichbar<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie Instrumente und Institutionen der \u00fcbrigen Politikfelder der nationalen Schweizer Standortf\u00f6rderung finden sich in \u00e4hnlicher Weise in den hier betrachteten L\u00e4ndern. So verf\u00fcgt jedes dieser L\u00e4nder \u00fcber eine Export- und Tourismusf\u00f6rderung sowie eine KMU-Politik. H\u00e4ufig sind diese jedoch verschiedenen Politikbereichen angegliedert und somit weniger stark geb\u00fcndelt als in der Schweiz (siehe <em>Tabelle 2).<\/em> Aufgaben, Ausstattung und das Zusammenspiel der jeweiligen Institutionen variiert allerdings von Land zu Land.&#13;<br \/>\nKaum Unterschiede bestehen bei den involvierten Verwaltungseinheiten der meisten Standortf\u00f6rderungsaktivit\u00e4ten in Deutschland, \u00d6sterreich und der Schweiz. Die Aufgaben der Standortf\u00f6rderung werden von allen Gebietsk\u00f6rperschaften wahrgenommen, wobei der Bund vor allem eine koordinative Rolle einnimmt.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n&nbsp;&#13;<\/p>\n<h3>Instrumente und Institutionen der Standortf\u00f6rderung im Vergleich:&#13;<br \/>\nSchweiz, Deutschland, England und \u00d6sterreich<\/h3>\n<p>&#13;<\/p>\n<table style=\"height: 599px;\" width=\"802\">&#13;<\/p>\n<thead>&#13;<\/p>\n<tr>&#13;<\/p>\n<td><\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td>Schweiz<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td>Deutschland<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td>England<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td>\u00d6sterreich<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td><\/td>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tr>\n<p>&#13;\n<\/thead>\n<p>&#13;<\/p>\n<tbody>&#13;<\/p>\n<tr>&#13;<\/p>\n<th>Standort- und Exportf\u00f6rderung<\/th>\n<p>&#13;<\/p>\n<td>Switzerland Global Enterprise (S-GE)<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td>Germany Trade &amp; Invest<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td>UK Trade &amp; Invest<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td>Invest in Austria&#13;<br \/>\n(ABA)<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td rowspan=\"2\">Aussenwirtschafts-f\u00f6rderung<\/td>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tr>\n<p>&#13;<\/p>\n<tr>&#13;<\/p>\n<th>Exportrisiko-&#13;<br \/>\nversicherung<\/th>\n<p>&#13;<\/p>\n<td>Schweizerische Exportrisiko-versicherung (SERV)<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td>Euler Hermes Kreditversicherungen (privat)<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td>UK Export Finance<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td>\u00d6sterreichische Kontrollbank (OeKB)<\/td>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tr>\n<p>&#13;<\/p>\n<tr>&#13;<\/p>\n<th>KMU-Finanzierung<\/th>\n<p>&#13;<\/p>\n<td>Handelsgarantie, CTI Invest<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td>KfW Banken&shy;gruppe<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td>British Business Bank<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td>Austrian Wirtschaftsservice&#13;<br \/>\nGmbH (aws)<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td>KMU-Politik<\/td>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tr>\n<p>&#13;<\/p>\n<tr>&#13;<\/p>\n<th>Tourismusnachfrage-f\u00f6rderung<\/th>\n<p>&#13;<\/p>\n<td>Schweiz Tourismus<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td>Deutsche Zentrale f\u00fcr Tourismus (DZT)<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td>VisitEngland<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td>\u00d6sterreich&#13;<br \/>\nWerbung<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td rowspan=\"3\">Tourismuspolitik<\/td>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tr>\n<p>&#13;<\/p>\n<tr>&#13;<\/p>\n<th>Innovationsf\u00f6rderung<\/th>\n<p>&#13;<\/p>\n<td>Innotour<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td>Bundesministerium f\u00fcr Wirtschaft und Energie (BMWi)<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td>Department for Culture, Media &amp; Sport (DCMS)<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td>\u00d6sterreichische&#13;<br \/>\nHotel-und Tourismusbank GmbH (\u00d6HT)<\/td>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tr>\n<p>&#13;<\/p>\n<tr>&#13;<\/p>\n<th>Direkte F\u00f6rderung<\/th>\n<p>&#13;<\/p>\n<td>Schweizerische Gesellschaft f\u00fcr Hotelkredit (SGH)<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td>Bundesministerium f\u00fcr Wirtschaft und Energie (BMWi)<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td>Department for Culture, Media &amp; Sport (DCMS)<\/td>\n<p>&#13;<\/p>\n<td>\u00d6HT,&#13;<br \/>\nBundesministerium f\u00fcr Wissenschaft, Forschung und&#13;<br \/>\nWirtschaft (BMWFW)<\/td>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tr>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/tbody>\n<p>&#13;<br \/>\n<\/table>\n<p>&#13;<br \/>\n Quelle: BAK Basel Economics \/ Die Volkswirtschaft&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n&nbsp;&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n&nbsp;&#13;<\/p>\n<h2>Sechs Faktoren beeinflussen regionale und kommunale Standortf\u00f6rderung<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nSechs wesentliche Faktoren sind f\u00fcr die Ausrichtung und die Umsetzung der Standortf\u00f6rderung auf lokaler Ebene entscheidend. Diese Faktoren beeinflussen die Aufgaben, die Instrumente und im Zusammenspiel auch den Erfolg der regionalen Standortf\u00f6rderungsinstitutionen.<a href=\"#footnote_7\" id=\"footnote-anchor_7\" class=\"inline-footnote__anchor\">[7]<\/a>&#13;<br \/>\nDie wichtigste Zielgruppe der Wirtschaftsf\u00f6rderung, n\u00e4mlich ihre <em>Kunden wie Existenzgr\u00fcnder, etablierte und ansiedlungswillige Unternehmen,<\/em> bilden den ersten Faktor. Entscheidend ist hier die zielgruppenspezifische Beratung, Vernetzung und der Service, der die Kundenw\u00fcnsche ber\u00fccksichtigt. Der zweite Faktor sind die <em>politischen Entscheidungstr\u00e4ger<\/em>, die die Ausrichtung der Standortf\u00f6rderungspolitik massgeblich mitbestimmen. Wichtig ist dabei eine gut funktionierende Kommunikation zwischen den verschiedenen Akteuren. Der dritte Faktor ergibt sich daraus, dass die Wirtschaftsf\u00f6rderungen an den verschiedenen Standorten im Rahmen des Standortwettbewerbs konkurrieren. Deshalb sind die <em>konkurrierenden Standorte<\/em> zu ber\u00fccksichtigen, und die Profilierung des eigenen Standortes ist entsprechend zu gestalten. Der Erfolg einer Wirtschaftsf\u00f6rderungseinrichtung h\u00e4ngt zudem <em>von den Mitarbeitenden und ihren Qualifikationen<\/em> ab. <em>Die Koordination und die Verzahnung<\/em> der lokalen Wirtschaftsf\u00f6rderungspolitik mit anderen Wirtschaftsf\u00f6rderungseinrichtungen am Standort wie Handwerkskammern, Industrie- und Handelskammern, regionalen Institutionen etc. bilden den f\u00fcnften Faktor. Als sechsten Faktor muss die Wirtschaftsf\u00f6rderung die grunds\u00e4tzlichen <em>Zukunftstrends und Rahmenbedingungen<\/em> im Blick haben.&#13;<br \/>\nDie von diesen unterschiedlichen Gruppen formulierten W\u00fcnsche und Erwartungen, aber auch Widerst\u00e4nde gilt es aufzunehmen, zu analysieren und zu organisieren. Die Standortf\u00f6rderung ist eine Querschnittsaufgabe. Sie ben\u00f6tigt daher eine entsprechende Stellung in der Verwaltung sowie eine geeignete Organisationsform, um dieser Aufgabe gerecht zu werden. F\u00fcr eine erfolgreiche Standortf\u00f6rderung auf regionaler und lokaler Ebene ben\u00f6tigt sie ein funktionierendes Netzwerkmanagement.&#13;<\/p>\n<h2>Umfrage zur Praxis der regionalen Standortf\u00f6rderer<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nIn Anlehnung an dieses Konzept der Standortf\u00f6rderung f\u00fchrte BAK Basel Economics im Mai 2014 eine Umfrage durch, welche die Standortf\u00f6rderungsaktivit\u00e4ten in der Schweiz auf regionaler und lokaler Ebene untersuchte. Ziel der Umfrage war es, die Funktionsf\u00e4higkeit der Teilsysteme der Standortf\u00f6rderung und ihr Zusammenspiel zu bewerten sowie Verbesserungsm\u00f6glichkeiten abzuleiten. Dazu wurde den Wirtschaftsf\u00f6rderern der Kantone und einiger ausgew\u00e4hlter St\u00e4dte und Gemeinden ein Fragebogen mit Fragen zu Organisation, Aufgaben, Kooperation mit anderen Standortf\u00f6rderungsagenturen und dem Bund, Verbesserungspotenzial sowie k\u00fcnftigen Trends zugeschickt. 22 Standortf\u00f6rderungsagenturen aus unterschiedlichen Gebietsgr\u00f6ssen, Sprach- und Wirtschaftsregionen nahmen an der Umfrage teil. Damit sind die Ergebnisse zwar nicht repr\u00e4sentativ, sie erm\u00f6glichen aber einen Einblick in die Herausforderungen der regionalen Standortf\u00f6rderungseinheiten in der Schweiz.&#13;<br \/>\nDie meisten regionalen Standortf\u00f6rderungseinrichtungen sind innerhalb der \u00f6ffentlichen Verwaltung als eigenes Amt oder eigener Fachbereich organisiert. Alle Agenturen weisen eine eigene Strategie auf, wobei die Ausgestaltung der Strategien stark unterschiedlich ausf\u00e4llt. Die Strategievielfalt reicht von einer einfachen Teilstrategie, die in eine \u00fcbergeordnete Wirtschaftspolitik eingebettet ist, bis hin zu konkreter, detaillierter Cluster- oder Ansiedlungspolitik. Die Aufgaben der Standortf\u00f6rderung sind nicht immer genau definiert und die Zust\u00e4ndigkeiten nicht immer klar zwischen den verschiedenen Gebietsk\u00f6rperschaften geregelt.&#13;<br \/>\nDie Umfrage zeigt, dass Bestandspflege (80%) die am wichtigsten eingestufte Aufgabe der Standortf\u00f6rderung ist, gefolgt von Neuansiedlungen (57%). 40% der befragten Einrichtungen gaben an, dass wichtige Aufgaben die Erhaltung der Standortattraktivit\u00e4t und Clusterpolitik sind. In einem Drittel der F\u00e4lle geh\u00f6rt auch die F\u00f6rderung von Start-ups zu den wichtigen Aufgaben der Agenturen. Dieses Ergebnis wurde auch in einer \u00e4hnlichen Umfrage bei der kommunalen Standortf\u00f6rderung in Deutschland gefunden.<a href=\"#footnote_8\" id=\"footnote-anchor_8\" class=\"inline-footnote__anchor\">[8]<\/a> Gem\u00e4ss der Umfrage sind die eingesetzten Instrumente der regionalen Standortf\u00f6rderungsinstitutionen in der Schweiz vielf\u00e4ltig. Am h\u00e4ufigsten wurden folgende Instrumente \u2013 mit abnehmender H\u00e4ufigkeit \u2013 genannt:&#13;<\/p>\n<ul>&#13;<\/p>\n<li>Standortmarketing;<\/li>\n<p>&#13;<\/p>\n<li>Lotsenservice in der Verwaltung \/ Beh\u00f6rdenmanagement;<\/li>\n<p>&#13;<\/p>\n<li>Ansiedlungsakquisition;<\/li>\n<p>&#13;<\/p>\n<li>Branchen- und Clusterentwicklung;<\/li>\n<p>&#13;<\/p>\n<li>Immobilien- und Fl\u00e4chenentwicklung.<\/li>\n<p>&#13;\n<\/ul>\n<p>&#13;<br \/>\nDer Vergleich mit einer \u00e4hnlich gelagerten Umfrage in Deutschland zeigt weitgehende \u00dcbereinstimmung. Die Gewichtung scheint jedoch in Deutschland st\u00e4rker auf dem Fl\u00e4chenmanagement zu liegen, w\u00e4hrend dem Lotsenservice ein geringerer Stellenwert zukommt.&#13;<br \/>\nBez\u00fcglich der zuk\u00fcnftigen Einflussfaktoren und wirtschaftspolitischen Themen sieht die grosse Mehrheit der Befragten die nationalen Rahmenbedingungen als besonders grosse Herausforderung (Unternehmenssteuerreform III, Masseneinwanderungs&shy;initiative). Als l\u00e4ngerfristige Themen (f\u00fcnf bis zehn Jahre) wurden genannt: Beziehungen zur EU, Fachkr\u00e4ftemangel, Forschung und Bildung, Steuern, geopolitische Verschiebungen und demografischer Wandel.&#13;<br \/>\nDie Herausforderung der regionalen Standortf\u00f6rderung besteht heute nicht mehr nur darin, unternehmensfreundliche Rahmenbedingungen zu f\u00f6rdern. Im Sinne der Clusterentwicklung geht es darum, Netzwerke zwischen den verschiedenen Akteuren am Standort zu f\u00f6rdern und zu optimieren sowie diese \u00fcber den Standort hinaus bekannt zu machen.<a href=\"#footnote_9\" id=\"footnote-anchor_9\" class=\"inline-footnote__anchor\">[9]<\/a>&#13;<\/p>\n<h2>Verbessern lassen sich die Zusammenarbeit und die Koordination<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie Befragung zeigt weiter eine gute Vernetzung zwischen den nationalen und den regionalen Standortf\u00f6rderungen auf. Allerdings k\u00f6nnte die Kooperation zwischen den verschiedenen Institutionen, insbesondere zwischen den Regionen untereinander, noch verbessert werden. In allen untersuchten Kategorien \u2013 von Kooperation mit nationalen Institutionen und \u00c4mtern bis zur Kooperation auf regionaler Ebene \u2013 ist die wahrgenommene Kooperation jeweils geringer als erw\u00fcnscht. Die Unterschiede zwischen der erlebten und der erw\u00fcnschten Zusammenarbeit fallen jedoch nirgends gravierend auseinander.&#13;<br \/>\nObwohl die regionalen Institutionen mit der Organisation der Standortf\u00f6rderung in der Schweiz weitgehend zufrieden sind, wird in einigen organisatorischen Belangen Raum f\u00fcr Verbesserungen gesehen. Neben den oben bereits erw\u00e4hnten Verbesserungsm\u00f6glichkeiten bei der Koordination und der Zusammenarbeit w\u00fcnschen sich die regionalen Standortf\u00f6rderer vor allem bez\u00fcglich der politischen Vorgaben und des Stellenwerts innerhalb der Verwaltung Verbesserungen (siehe <em>Grafik 1).<\/em>&#13;<br \/>\nDieses Resultat steht in starkem Kontrast zu der Umfrage in Deutschland, wo das gr\u00f6sste Verbesserungspotenzial bei der Ausbildung der Mitarbeiter und den finanziellen Ressourcen gesehen wird. Aber auch dort w\u00fcnschen sich die kommunalen Standortf\u00f6rderer einen h\u00f6heren Stellenwert ihrer Einheit innerhalb der Verwaltung.&#13;<br \/>\nInsgesamt deuten die Umfrageergebnisse darauf hin, dass die Standortf\u00f6rderung in der Schweiz bereits relativ gut aufgestellt ist. Verbesserungspotenzial gibt es insbesondere im Bereich der Zusammenarbeit und der Abstimmung der Kompetenzen mit den anderen regionalen, aber auch den nationalen Akteuren.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<a href=\"http:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2015\/02\/Grafik_Rufer_Wagner_1_DE.png\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-11417\" src=\"http:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2015\/02\/Grafik_Rufer_Wagner_1_DE-600x444.png\" alt=\"Grafik_Rufer_Wagner_1_DE\" width=\"600\" height=\"444\" \/><\/a>&#13;<\/p>\n<h2>Wettbewerbsf\u00e4hig durch Wachstum und Innovation<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nJedes Land definiert Standortf\u00f6rderung auf eine eigene Art und Weise. Einen allgemeing\u00fcltigen Ansatz gibt es nicht. Trotzdem sind die Institutionen, Aufgaben und Instrumente der Standortf\u00f6rderung h\u00e4ufig \u00e4hnlich. Das wichtigste Ziel ist die Steigerung der Wettbewerbsf\u00e4higkeit durch Wachstum und Innovation. Die Umfrage bei verschiedenen Schweizer Standortf\u00f6rderungsinstitutionen ergab, dass die Standortf\u00f6rderer weitgehend zufrieden sind mit dem organisatorischen Aufbau. Verbesserungspotenzial besteht haupts\u00e4chlich in der Kooperation und der Koordination auf funktionaler Ebene, bei den politischen Vorgaben, der Stellung der Standortf\u00f6rderungseinheit innerhalb der Verwaltung sowie bei der Abgrenzung von Zust\u00e4ndigkeiten und Verantwortlichkeiten.<\/p>\n<ol class=\"footnote\"><li id=\"footnote_1\" class=\"footnote--item\">Vgl. Z\u00fcrcher, B.: Wachstumsstrategien der Kantone: Von den Determinanten der regionalen Wettbewerbsf\u00e4higkeit zum Wachstumsprogramm, in: Die Volkswirtschaft 03-2013.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_2\" class=\"footnote--item\">Botschaft \u00fcber die Standortf\u00f6rderung 2012\u20132015 vom 23. Februar 2011.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_3\" class=\"footnote--item\">Siehe www.seco.admin.ch > Themen > Standortf\u00f6rderung.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_4\" class=\"footnote--item\">Siehe www.bmwfw.gv.at > Wirtschaftspolitik > Standortpolitik.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_5\" class=\"footnote--item\">Local Growth: Realising Every Place\u2019s Potential. Presented to Parliament by the Secretary of State for Business, Innovation & Skills by command of Her Majesty. 28. Oktober 2010 (www.official-documents.gov.uk).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_5\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_6\" class=\"footnote--item\">Siehe www.bmwi.de > Themen > Wirtschaft > Regionalpolitik.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_6\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_7\" class=\"footnote--item\">Leuninger, S. und H. Held: Kommunale Wirtschaftsf\u00f6rderung im Umbruch, in: Standort \u2013 Zeitschrift f\u00fcr Angewandte Geographie, 4-2003, S. 161\u2013162.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_7\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_8\" class=\"footnote--item\">Zwicker-Schwarm, D.: Kommunale Wirtschaftsf\u00f6rderung 2012: Strukturen, Handlungsfelder, Perspektiven, Berlin 2013 (Difu-Paper).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_8\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_9\" class=\"footnote--item\">Bieger, T. und R. Scherer: Die integrative Standortf\u00f6rderung als Antwort auf den hyperdynamischen Standortwettbewerb, in: Die Volkswirtschaft 05-2011.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_9\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><\/ol>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In der Wirtschaftsf\u00f6rderung hat in den letzten 20 Jahren ein Paradigmenwechsel stattgefunden. Fr\u00fcher standen die F\u00f6rderung strukturschwacher Regionen und die Reduktion regionaler Disparit\u00e4ten im Vordergrund. Heute wird sie st\u00e4rker als eine umfassende Standortf\u00f6rderung verstanden und zielt somit auf eine Steigerung der Wettbewerbsf\u00e4higkeit insgesamt ab. 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Wie ist die Schweizer Standortf\u00f6rderungspolitik im Vergleich zu L\u00e4ndern wie Deutschland, \u00d6sterreich und England aufgestellt? Wie entscheidend ist die Verkn\u00fcpfung verschiedener Massnahmen und Akteure f\u00fcr deren Erfolg? Was kann die Schweiz lernen, und wo liegen Verbesserungspotenziale?","post_hero_image_description":"Erfolgreiche Standortpolitik schafft es, Wertsch\u00f6pfungsprozesse am Standort zu erhalten und neue anzuziehen. Ein Beispiel daf\u00fcr ist der Cluster der Uhrenindustrie bei Genf.","post_hero_image_description_copyright_de":"Keystone","post_hero_image_description_copyright_fr":"","post_references_literature":"","post_kasten":[{"kasten_title":"Koordinationsinstrument:  F\u00f6rderdatenbank","kasten_box":"Die verschiedenen Themenbereiche der Wirtschaftsf\u00f6rderung in Deutschland sind in unterschiedlichen Wirtschaftspolitikfeldern sowie bei unterschiedlichen Institutionen angesiedelt. Dies erschwert den Zugang zu den vielf\u00e4ltigen F\u00f6rderinstrumenten. An diesem Beispiel zeigt sich, wie die nationale Ebene ihre koordinierende Funktion wahrnehmen kann, ohne in die eigentliche T\u00e4tigkeit einzugreifen: Es wurde eine Online-Datenbank etabliert, die als Lotsenservice durch die F\u00f6rderprogramme und die Finanzhilfen des Bundes, der L\u00e4nder und der EU fungiert (siehe <a title=\"www.foerderdatenbank.de\" href=\"http:\/\/www.foerderdatenbank.de\">www.foerderdatenbank.de<\/a>). Zielgruppen dieses Tools sind Unternehmen, Private, aber auch die Verwaltung. Mittels der anwenderfreundlichen Maske erhalten Interessierte rasch Informationen zu den unterschiedlichsten Feldern wie KMU-Politik, Forschung und Entwicklung oder Regionalpolitik (Deutschland und EU) und finden leicht geeignete F\u00f6rderprogramme. Ein solches Tool schafft Transparenz und reduziert Informations\u00adasymmetrien."},{"kasten_title":"Wirtschaftsf\u00f6rderung am Beispiel Englands","kasten_box":"Ziele, Organisation und Mittelzuwendung haben sich in England seit 2010 stark ver\u00e4ndert. Bis 2010\/2012 wurde die Wirtschaftsf\u00f6rderung haupts\u00e4chlich von neun stark subventionierten regionalen Entwicklungsagenturen (Regional Development Agencies, RDA) \u00fcbernommen, die jeweils den Grossregionen (Nuts 1) entsprachen. Ziel war es, mithilfe der RDAs regionale Disparit\u00e4ten zu verringern und Wachstum zu initiieren. Die RDA wurden 2012 abgeschafft. Ihre Aufgaben werden nun teilweise von lokalen Beh\u00f6rden und den neu gegr\u00fcndeten Local Enterprise Partnerships (LEP) \u2013 Partnerschaften zwischen lokalen Beh\u00f6rden und Unternehmen \u2013 \u00fcbernommen. Derzeit existieren 39 LEP.&#13;\nDie Gr\u00fcnde f\u00fcr diesen Politikwechsel lagen einerseits in Budgetk\u00fcrzungen und andererseits in der Vorstellung, dass die Wachstumstreiber lokal sind und deshalb die Entscheidungen auch vor Ort getroffen werden sollten. LEP sind deshalb auch h\u00e4ufig als funktionale Regionen zusammengesetzt. Die LEP werden nicht automatisch subventioniert, sondern m\u00fcssen sich um F\u00f6rdermittel bem\u00fchen und bewerben.&#13;\n&#13;\n&nbsp;&#13;\n<h6>Stadtregion Liverpool<\/h6>&#13;\nDie LEP der Stadtregion Liverpool besteht beispielsweise aus sechs lokalen Beh\u00f6rden und wird durch ein Gremium von Mitgliedern aus der lokalen Verwaltung und dem privaten Sektor gef\u00fchrt. Ihre wichtigsten Aufgaben sind strategische Wirtschaftsentwicklung (Raumplanung, Infrastruktur, Bildung etc.) und F\u00f6rderung des Unternehmenssektors. Liverpool Vision ist die regionale Wirtschaftsf\u00f6rderungsagentur. Es handelt sich um ein privates Unternehmen, das sich \u00fcber \u00f6ffentliche F\u00f6rdermittel finanziert und 2008 mithilfe des Stadtrates von Liverpool und des Unternehmenssektors gegr\u00fcndet wurde. Liverpool Vision unterst\u00fctzt die lokale Wirtschaftsstrategie der Liverpool LEP. Sie \u00fcbernimmt verschiedene Dienstleistungen wie die Vermarktung von Liverpool als Unternehmens- und Tourismusstandort, die Unterst\u00fctzung von Investoren und die Internationalisierung der Stadt.&#13;\n&#13;\nQuellen: <a title=\"www.liverpoollep.org\" href=\"http:\/\/www.liverpoollep.org\" target=\"_blank\">www.liverpoollep.org<\/a> &gt;&#13;\nAbout LEP; <a title=\"www.liverpoolvision.co.uk\" href=\"http:\/\/www.liverpoolvision.co.uk\" target=\"_blank\">www.liverpoolvision.co.uk.<\/a>"}],"post_notes_for_print":"","first_teaser_header_de":"","first_teaser_header_fr":"","first_teaser_text_de":"","first_teaser_text_fr":"","second_teaser_header_de":"","second_teaser_header_fr":"","second_teaser_text_de":"","second_teaser_text_fr":"","kseason_de":"","kseason_fr":"","post_in_pdf":116937,"main_focus":[156644,157267],"serie_email":null,"frontpage_slider_bild":116941,"artikel_bild-slider":null,"legacy_id":"10901","post_abstract":"","magazine_issue":null,"seco_author_reccomended_post":null,"redaktoren":null,"korrektor":null,"planned_publication_date":null,"original_files":null,"external_release_for_author":"19700101","external_release_for_author_time":"00:00:00","link_for_external_authors":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/exedit\/54eef5ed3e19a"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/116934"}],"collection":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4046"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=116934"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/116934\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":126936,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/116934\/revisions\/126936"}],"acf:post":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/main_focus_post\/157267"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/main_focus_post\/156644"}],"acf:user":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/0"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4150"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4046"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/33738"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=116934"}],"wp:term":[{"taxonomy":"post__type","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post__type?post=116934"},{"taxonomy":"post_opinion","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_opinion?post=116934"},{"taxonomy":"post_serie","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_serie?post=116934"},{"taxonomy":"post_content_category","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_content_category?post=116934"},{"taxonomy":"post_content_subject","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_content_subject?post=116934"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}