{"id":117196,"date":"2014-12-17T11:06:28","date_gmt":"2014-12-17T11:06:28","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2014\/12\/renold-6\/"},"modified":"2023-08-23T23:15:36","modified_gmt":"2023-08-23T21:15:36","slug":"renold-5","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2014\/12\/renold-5\/","title":{"rendered":"Die Arbeitsmarktsituation von Jugendlichen im internationalen Vergleich"},"content":{"rendered":"<p>Die Berufsbildung ist seit der OECD-Studie <i>Learning for Jobs<a href=\"#footnote_1\" id=\"footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor\">[1]<\/a><\/i> Gegenstand internationaler Debatten. Dabei steht die Schweiz im Fokus, denn es gelingt ihr gut, Jugendliche in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Delegationen zahlreicher Staaten reisen in die Schweiz, um zu verstehen, was das Schweizer Berufsbildungssystem auszeichnet, und um Rezepte zu suchen, wie die Schwachstellen im eigenen Bildungssystem behoben werden k\u00f6nnen. Die Analyse der Entstehung und Funktionsweise von Bildungssystemen zeigt jedoch, dass es den Export eines Berufsbildungssystems nicht geben kann, denn \u00abein nationales Bildungssystem ist eine lebendige Institution, das Ergebnis von vergessenen K\u00e4mpfen, von Schwierigkeiten und von Schlachten, die lange zur\u00fcckliegen. Es enth\u00e4lt einige der geheimen Macharten des nationalen Lebens\u00bb.<a href=\"#footnote_2\" id=\"footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor\">[2]<\/a> Nichtsdestotrotz k\u00f6nnen Vergleiche helfen, das eigene System besser zu verstehen, St\u00e4rken und Schw\u00e4chen zu identifizieren und international besser zu positionieren.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie Schwierigkeiten beim Vergleich von Berufsbildungssystemen zeigen sich zum einen bei den Begrifflichkeiten. Was in den verschiedenen L\u00e4ndern unter <i>Apprenticeship, Skills<\/i> oder <i>Qualifications<\/i> verstanden wird, ist unterschiedlich.<a href=\"#footnote_3\" id=\"footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor\">[3]<\/a> Es sind soziale Konstruktionen. Noch gr\u00f6sser sind die Herausforderungen, wenn man die unterschiedliche Leistungsf\u00e4higkeit solcher Systeme kausal erkl\u00e4ren will. Meist wird dabei untersucht, wie gut es den L\u00e4ndern gelingt, ihre Jugend in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Denn Bildungssysteme haben unter anderem die Funktion, \u00abdie auf dem Arbeitsmarkt ben\u00f6tigten Kompetenzen bereitzustellen und somit quantitativ und qualitativ das Arbeitskr\u00e4ftevolumen zu sichern, das f\u00fcr Wohlstand und gesellschaftliche Entwicklung erforderlich ist\u00bb.<a href=\"#footnote_4\" id=\"footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor\">[4]<\/a> Dies gelingt unterschiedlich gut, denn viele L\u00e4nder verf\u00fcgen \u00fcber keine institutionelle Koppelung zwischen Bildungs- und Besch\u00e4ftigungssystemen, wie sie die Schweiz kennt.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n&nbsp;&#13;<\/p>\n<h2>Ein Indikatorensystem zur Jugendarbeitsmarktsituation<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDas Erfassen der Situation von Jugendlichen auf dem Arbeitsmarkt ist ein erster Schritt, um Aussagen \u00fcber Wirkungen von Berufsbildungsg\u00e4ngen zu treffen. Jugendarbeitslosigkeit ist dabei ein vielzitierter Indikator. Er reicht aber nicht, um die verschiedenen Dimensionen der Situation von Jugendlichen auf dem Arbeitsmarkt in ihrer Komplexit\u00e4t zu beurteilen. Die Konjunkturforschungsstelle der ETH Z\u00fcrich (KOF) hat dazu ein Instrument entwickelt, welches erlaubt, die Situation von Jugendlichen aus verschiedenen Gesichtspunkten zu analysieren: den KOF Jugendarbeitsmarktindex.<a href=\"#footnote_5\" id=\"footnote-anchor_5\" class=\"inline-footnote__anchor\">[5]<\/a> beschrieben. Beispielhaft stellt <i>Grafik 1<\/i> die Indikatoren f\u00fcr Deutschland, Irland, Spanien und die Schweiz dar, wobei ein h\u00f6herer Wert eine vorteilhaftere Situation impliziert.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<a href=\"http:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2014\/09\/renold_bolli_gra1_de1.png\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-3490 size-full\" src=\"http:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2014\/09\/renold_bolli_gra1_de1.png\" alt=\"renold_bolli_gra1_de[1]\" width=\"964\" height=\"934\" \/><\/a>&#13;<\/p>\n<h2>Zw\u00f6lf Indikatoren, vier Dimensionen<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie zw\u00f6lf Indikatoren k\u00f6nnen vier Dimensionen zugeordnet werden, welche verschiedene Aspekte des Jugendarbeitsmarktes beleuchten. Die Arbeitslosenrate <i>(Unemployment Rate)<\/i> wird der Dimension <i>Activity State<\/i> zugeordnet. Sie erfasst, wie gut die Jugendlichen <i>quantitativ<\/i> in den Arbeitsmarkt eingebunden sind. Demnach sind in Deutschland und in der Schweiz Jugendliche \u00e4hnlich gut situiert, w\u00e4hrend es die Jugendlichen in Irland und Spanien schwer haben, eine Arbeit zu finden. Ein \u00e4hnliches Bild zeigt sich bei der <i>Relaxed Unemployment Rate,<\/i> welche auch die Jugendlichen ber\u00fccksichtigt, die arbeiten wollen, aber aufgrund der Arbeitsmarktchancen aufgegeben haben, nach Arbeit zu suchen. Die <i>NEET Rate<a href=\"#footnote_6\" id=\"footnote-anchor_6\" class=\"inline-footnote__anchor\">[6]<\/a><\/i> \u2013\u00a0d. h., der Anteil der Jugendlichen, welche weder eine Stelle haben noch sich in Ausbildung befinden \u2013 weist eine gute Situation in Deutschland aus, w\u00e4hrend Spanien und Irland schlecht abschneiden.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie <i>Dimension Working Conditions<\/i> beinhaltet Indikatoren, welche die Qualit\u00e4t von Arbeitsverh\u00e4ltnissen erfassen. Irland schneidet in Bezug auf die <i>Temporary Worker Rate<\/i> \u2013 also dem Anteil Jugendlicher mit einem tempor\u00e4ren Arbeitsvertrag von unter 18 Monaten \u2013 \u00e4hnlich gut ab wie Deutschland und die Schweiz, w\u00e4hrend sich spanische Jugendliche oft mit tempor\u00e4ren Arbeitsstellen begn\u00fcgen m\u00fcssen. Weiter weisen sowohl Spanien als auch Irland eine hohe <i>Involuntary Part-Time Rate<\/i> aus, welche den Anteil der Jugendlichen misst, die unfreiwillig Teilzeit arbeiten. Auch der Anteil Jugendlicher, die Sonntags-, Nacht- oder Schichtarbeit verrichten m\u00fcssen <i>(Atypical Working Hours),<\/i> ist in Deutschland und der Schweiz tief. Jugendliche in Spanien sind in Bezug auf diesen Indikator nur unwesentlich schlechter gestellt, w\u00e4hrend Irland schlecht abschneidet. Die Anteile Jugendlicher, die sich trotz Arbeit nur knapp \u00fcber Wasser halten k\u00f6nnen <i>(In-Work-at-Risk-of-Poverty)<\/i> oder aufgrund von Selbstst\u00e4ndigkeit oder unbezahlter Arbeit in der Familie weniger gesetzlichen Schutz geniessen <i>(Vulnerable Employment),<\/i> weisen relativ kleine Unterschiede auf.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie Dimension <i>Education<\/i> bezieht sich direkt auf das Bildungssystem und das Ausbildungsverhalten. Die Unterschiede im Anteil Jugendlicher, die sich in formaler Bildung befinden <i>(Formal Education and Training),<\/i> sind relativ gering. <i>Skills Mismatch<\/i> erfasst, ob die Arbeitslosenraten in verschiedenen Bildungsstufen \u00e4hnlich sind, also ob die Bildungsabschl\u00fcsse der Nachfrage entsprechen. Die Schweiz schneidet hier sehr gut ab, w\u00e4hrend Spanien, Deutschland und Irland relativ hohe Ungleichgewichte aufweisen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie Dimension <i>Transition Smoothness<\/i> erfasst schliesslich die Schwierigkeiten im \u00dcbergang von der Bildung in den Arbeitsmarkt. Die relative Arbeitslosigkeit \u2013 also die Arbeitslosenrate von Jugendlichen in Relation zu derjenigen der Erwachsenen\u00a0\u2013 ist in allen vier L\u00e4ndern relativ tief. Hingegen ist die Langzeitarbeitslosigkeit unter Jugendlichen in Deutschland bedeutend seltener als in Spanien und Irland.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDiese Erl\u00e4uterungen zeigen, dass die Arbeitslosenquote zwar ein wichtiger Indikator f\u00fcr die Situation von Jugendlichen auf dem Arbeitsmarkt darstellt, der multidimensionalen Situation aber nur bedingt gerecht werden kann. Der KOF Jugendarbeitsmarktindex aggregiert die vier Dimensionen in einer Kennziffer pro Land. <i>Grafik\u00a02<\/i> zeigt seine Entwicklung \u00fcber die Zeit, wobei die Balkengrafik die Anzahl verf\u00fcgbarer Indikatoren in einem Jahr darstellt.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<a href=\"http:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2014\/09\/renold_bolli_gra2_de1.png\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-3492 size-full\" src=\"http:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2014\/09\/renold_bolli_gra2_de1.png\" alt=\"renold_bolli_gra2_de[1]\" width=\"1407\" height=\"793\" \/><\/a>&#13;<\/p>\n<h2>Vergleiche der Berufsbildungssysteme bedingen Typologisierung<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nBasierend auf dem KOF Jugendarbeitsmarktindex l\u00e4sst sich analysieren, weshalb sich die Situation von Jugendlichen in den L\u00e4ndern unterscheidet. Die KOF untersucht momentan zwei Hypothesen. Gem\u00e4ss der ersten Hypothese beeinflusst die Arbeitsmarktregulierung (K\u00fcndigungsschutz, Regulierung befristeter Arbeit, Mindestlohn etc.) die Situation von Jugendlichen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie zweite Hypothese besagt, dass unterschiedliche Merkmale der Bildungssysteme f\u00fcr die Differenzen verantwortlich sind. Die Analyse dieser Hypothese beruht auf dem Konzept der sogenannten <i>Curriculum Value Chain,<\/i> d. h., der unterschiedlichen Merkmale in den Phasen der Bildungsprozesse verschiedener L\u00e4nder. Diese reicht von der Erstellung eines Curriculums <i>(Curriculum Design),<\/i> \u00fcber die Umsetzung in die Praxis <i>(Curriculum Application)<\/i> bis hin zu den Resultaten <i>(Curriculum Outcome).<\/i> Da Bildungssysteme von zahlreichen Gegebenheiten eines Landes abh\u00e4ngen, sind die Merkmale der verschiedenen Phasen sehr heterogen. Diese gilt es, in eine Systematik zu bringen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<i>Grafik 3<\/i> soll dies anhand von zwei Dimensionen illustrieren. Die Grafik teilt Berufsbildungsans\u00e4tze in vier grobe Kategorien ein. Die horizontale Achse zeigt, wie Berufsbildungsg\u00e4nge im nationalen Bildungssystem einzuordnen sind. Aufgaben-, job- oder firmenspezifische Lehrg\u00e4nge haben eine geringe Verankerung im Bildungssystem und zeichnen sich durch hohe Fragmentierung der Qualifikationen aus. Berufskonzeptorientierte Bildungsg\u00e4nge mit nationalen Qualifikationsstandards sind eingebettet in das nationale Bildungssystem und haben in der Regel Zugang zu weiterf\u00fchrenden Bildungsg\u00e4ngen. Im ersten Quadranten rangiert Grossbritannien mit \u00fcber 18&nbsp;000 Qualifikationen <i>(National Vocational Qualifications, NVQ).<\/i> Im vierten Quadranten liegen Deutschland mit 350 und die Schweiz mit 230 beruflichen Grundbildungen. Seit dem starken Anstieg der Jugendarbeitslosigkeit in vielen L\u00e4ndern orientieren sich Entscheidungstr\u00e4ger am Berufsbildungsmodell von Deutschland oder der Schweiz, weil ihre Integrationsleistung gem\u00e4ss KOF Jugendarbeitsmarktindex vergleichbar ist und sie sich durch hohe Qualit\u00e4t und ein nationales Berufskonzept auszeichnen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<a href=\"http:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2014\/09\/renold_bolli_gra3_de1.png\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-3491 size-full\" src=\"http:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2014\/09\/renold_bolli_gra3_de1.png\" alt=\"renold_bolli_gra3_de[1]\" width=\"933\" height=\"879\" \/><\/a>&#13;<\/p>\n<h2>Sozialpartnerschaft und Berufsverb\u00e4nde mit wichtigen Funktionen<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nAuch die Rolle der Firmen in der Ausbildung der Berufsnachwuchskr\u00e4fte ist verschieden. W\u00e4hrend sich US-amerikanische Firmen kaum engagieren, haben Firmen in der Schweiz eine tragende Rolle in der Berufsbildung. Mit anderen Worten: Um die Vorteile eines arbeitsmarktgetriebenen Berufsbildungssystems zu realisieren, m\u00fcssen sich Unternehmen substanziell engagieren. Dies ist in angels\u00e4chsischen L\u00e4ndern schwierig, da es unter anderem an Sozialpartnerschaften sowie an Kooperation unter Firmen fehlt.<a href=\"#footnote_7\" id=\"footnote-anchor_7\" class=\"inline-footnote__anchor\">[7]<\/a> Diese zwei Voraussetzungen sind f\u00fcr den Erfolg eines dualen Berufsbildungssystems unabdingbar.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nWie <i>Grafik 3<\/i> zeigt, geht es auch darum zu erkennen, dass die Qualifikationsstandards auf die Bed\u00fcrfnisse der Wirtschaft und ihres technologischen Entwicklungsstandes ausgerichtet sein m\u00fcssen <i>(vertikale Achse).<a href=\"#footnote_8\" id=\"footnote-anchor_8\" class=\"inline-footnote__anchor\">[8]<\/a><\/i> Die Schweiz gewinnt den Qualit\u00e4ts- und nicht den Preiswettbewerb. Ihre Firmen sind deshalb auf hochqualifizierte Fachleute auf der gesamten Breite der Begabtenskala angewiesen. Das ist nicht so in anderen L\u00e4ndern, denn sie verf\u00fcgen mangels Berufsverb\u00e4nden \u00fcber keinen Konsens, f\u00fcr welchen Markt ausgebildet werden soll. So schreibt der US-amerikanische Forscher Marc Tucker j\u00fcngst zum Vergleich USA-Schweiz, dass in den USA kein Konsens dar\u00fcber bestehe, ob es den Qualit\u00e4ts- oder den Preiswettbewerb zu gewinnen gelte. Somit gebe es keine Abmachungen dar\u00fcber, dass die US-amerikanische Wirtschaft \u00fcber Hochqualifizierte auf der ganzen Breite der Begabtenskala verf\u00fcgen m\u00fcsse. Demgegen\u00fcber setze die Schweizer Weltklasse Standards auf allen Ebenen des Bildungssystems.<a href=\"#footnote_9\" id=\"footnote-anchor_9\" class=\"inline-footnote__anchor\">[9]<\/a>&#13;<\/p>\n<h2>Aufwertung der berufspraktischen Komponenten<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nUm die kausalen Zusammenh\u00e4nge zwischen den Bildungswegen und der Situation von Jugendlichen auf dem Arbeitsmarkt erkl\u00e4ren zu k\u00f6nnen, sind weiterf\u00fchrende Analysen notwendig. Damit kann ein inputorientierter (z. B. Anzahl Jahre Ausbildung) oder ein titelorientierter Vergleich \u00fcberwunden werden, womit die berufspraktischen Komponenten der Ausbildung an Bedeutung gewinnen. Dies tr\u00e4gt wiederum dazu bei, den hohen Wert der Schweizer Berufsbildung im internationalen Kontext besser zu positionieren.<\/p>\n<ol class=\"footnote\"><li id=\"footnote_1\" class=\"footnote--item\">OECD (2010).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_2\" class=\"footnote--item\">Bereday (1964). \u00dcbersetzung aus dem Englischen durch die Autoren.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_3\" class=\"footnote--item\">Brockmann et al. (2008).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_4\" class=\"footnote--item\">Klieme et al. (2006).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_5\" class=\"footnote--item\">Das Instrument steht unter www.kof.ethz.ch\/de\/indikatoren\/ylm-index zur Verf\u00fcgung. Die Methodik ist in Renold, Bolli, Pusterla, Egg (2014)&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_5\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_6\" class=\"footnote--item\">NEET = Not in Education, Employment or Training.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_6\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_7\" class=\"footnote--item\">Hall, Soskice (2001).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_7\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_8\" class=\"footnote--item\">Vgl. Hall, Soskice (2001).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_8\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_9\" class=\"footnote--item\">Tucker (2014).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_9\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><\/ol>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Berufsbildung ist seit der OECD-Studie Learning for Jobs Gegenstand internationaler Debatten. Dabei steht die Schweiz im Fokus, denn es gelingt ihr gut, Jugendliche in den Arbeitsmarkt zu integrieren. 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Nur wenigen L\u00e4ndern gelingt es, ihre Jugend effizient und deren Ausbildung entsprechend in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Die Schweiz ist international ein Vorzeigeland, weshalb sich viele Staaten f\u00fcr die Ursachen dieses Erfolgsmodells interessieren. Dabei spielt die Berufsbildung eine wichtige Rolle. Die folgenden Ausf\u00fchrungen zeigen auf, wie die Situation der Jugend auf dem Arbeitsmarkt erfasst werden kann und welche Herausforderungen sich beim Vergleich von Berufsbildungssystemen stellen.","post_hero_image_description":"Berufsschulunterricht angehender K\u00f6che in Flensburg. Das Berufsbildungssystem Deutschlands ist gem\u00e4ss KOF Jugendarbeitsmarktindex punkto Qualit\u00e4t und Integrationsleistung vergleichbar mit demjenigen der Schweiz.","post_hero_image_description_copyright_de":"Keystone","post_hero_image_description_copyright_fr":"","post_references_literature":"<ul>&#13;\n \t<li>Bereday, George Z. F. (1964): Sir Michael Sadler\u2019s \u00abStudy of Foreign Systems of Education\u00bb. In: Comparative Education Review 7, Nr. 3 (1.\u00a0Februar), S. 310.<\/li>&#13;\n \t<li>Brockmann, Michaela, Clarke, Linda, Winch, Christopher (2008): Knowledge, Skills, Competence: European Divergences in Vocational Education and Training (VET) \u2013 the English, German and Dutch Cases. In: Oxford Review of Education 34, Nr. 5 (15. September), S. 547\u2013567.<\/li>&#13;\n \t<li>Renold, Ursula, Bolli, Thomas, Pusterla, Filippo, Egg, Maria Esther (2014): On the Multiple Dimensions of Youth Labour Markets: A Guide to the KOF Youth Labour Market Index, KOF-Studie, Nr. 51, kof.ethz.ch\/de\/publikationen\/p\/kof-studien.<\/li>&#13;\n \t<li>Hall, Peter A, Soskice, David W. (2001): Varieties of Capitalism: The Institutional Foundations of Comparative Advantage. Oxford University Press.<\/li>&#13;\n \t<li>Klieme, Eckhard, Avenarius, Hermann, Baethge, Marin, D\u00f6bert, Hans, Hetmeier, Heinz-Werner, Meister-Scheufelen, Gisela, Rauschenbach, Thomas, Wolter, Andr\u00e4 (2006): Grundkonzeption der Bildungsberichterstattung in Deutschland. In: Zeitschrift f\u00fcr Erziehungswissenschaft. Bildungs- und Sozialberichterstattung. Beiheft 6. S. 129\u2013145.<\/li>&#13;\n \t<li>OECD (2010): Learning for Jobs.<\/li>&#13;\n \t<li>Tucker, Marc (2014): College: The Key to Prosperity \u2013 or Is It?, In: Education Week, 17. 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