{"id":117275,"date":"2014-12-01T23:24:48","date_gmt":"2014-12-01T23:24:48","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2014\/12\/plus-la-suisse-sintegre-dans-leconomie-mondiale-plus-les-exigences-professionnelles-sont-elevees\/"},"modified":"2023-08-23T23:16:10","modified_gmt":"2023-08-23T21:16:10","slug":"staerkere-internationale-einbindung-der-schweizer-wirtschaft-hoehere-arbeitsanforderungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2014\/12\/staerkere-internationale-einbindung-der-schweizer-wirtschaft-hoehere-arbeitsanforderungen\/","title":{"rendered":"St\u00e4rkere internationale Einbindung der Schweizer Wirtschaft, h\u00f6here Arbeitsanforderungen"},"content":{"rendered":"<div>F\u00fcr die Schweiz gab es bisher keine quantitativen Untersuchungen, welche sich der Einbindung in internationale Wertsch\u00f6pfungsketten und deren Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt angenommen haben. Dies liegt daran, dass bisher kaum standardisierte Daten zu den Wertsch\u00f6pfungsketten \u2013 die sich durch den Handel von Zwischenprodukten oder Zwischendienstleistungen auszeichnen \u2013 vorlagen. Eine Studie, die B,S,S. Volkswirtschaftliche Beratung im Auftrag des Staatssekretariats f\u00fcr Wirtschaft (Seco) durchf\u00fchrte, konnte neue Daten nutzen, die 2013 erstmals von der Organisation f\u00fcr wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) ver\u00f6ffentlicht wurden. Die <i>Trade-in-Value-Added-Daten (TiVA)<\/i>dokumentieren die Entwicklung f\u00fcr 18 Branchen zwischen 1995 und 2009.<a href=\"#footnote_1\" id=\"footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor\">[1]<\/a><\/div>\n<p>&#13;<\/p>\n<div>Diese Daten erm\u00f6glichen, das neue Ph\u00e4nomen zu quantifizieren und es in Relation zu Kennzahlen des Arbeitsmarkts zu setzen. In der Studie wurde deskriptiv untersucht, ob bei intensiv an Wertsch\u00f6pfungsketten partizipierenden Branchen andere Ergebnisse auf dem Arbeitsmarkt zu beobachten sind als bei nicht intensiv eingebundenen. Mit Regressionen, die verschiedene weitere Einflussgr\u00f6ssen konstant halten, wurde zudem analysiert, ob die Ver\u00e4nderungen der Partizipation \u00fcber die Zeit mit den Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt in Verbindung stehen.<\/div>\n<p>&#13;<\/p>\n<h2 class=\"article-subtitle\">Vier Indikatoren f\u00fcr die Einbindung in Handelsstr\u00f6me<\/h2>\n<p>&#13;<\/p>\n<div>Die Einbindung in Handelsstr\u00f6me wurde mit vier Indikatoren gemessen:<\/div>\n<p>&#13;<\/p>\n<div>&#13;<\/p>\n<ul>&#13;<\/p>\n<li><i>Exportanteil:<\/i> der Anteil der Bruttoproduktion einer Branche, der exportiert wird;<\/li>\n<p>&#13;<\/p>\n<li><i>Importanteil:<\/i> der Anteil der Bruttoproduktion, der importiert wird;<\/li>\n<p>&#13;<\/p>\n<li><i>Backward-Participation:<\/i> Wertsch\u00f6pfung aus dem Ausland, die von der Schweiz selbst wieder exportiert wird, im Verh\u00e4ltnis zur Bruttoproduktion;<\/li>\n<p>&#13;<\/p>\n<li><i>Forward-Participation:<\/i> Schweizer Wertsch\u00f6pfung, die in den Export anderer L\u00e4nder einfliesst, im Verh\u00e4ltnis zur Bruttoproduktion.<\/li>\n<p>&#13;\n<\/ul>\n<p>&#13;\n<\/p><\/div>\n<p>&#13;<\/p>\n<div>W\u00e4hrend die ersten beiden Indikatoren traditionellerweise f\u00fcr die Einbindung in die Handelsstr\u00f6me verwendet werden, bilden die beiden letzteren den zunehmend wichtiger werdenden Handel von Zwischenprodukten und -dienstleistungen ab. Um die Bedeutung dieser neuen Form der Partizipation am internationalen Handel f\u00fcr den Arbeitsmarkt zu erfassen, werden Backward- und Forward-Export in Beziehung zur Bruttoproduktion einer Branche gesetzt.<a href=\"#footnote_2\" id=\"footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor\">[2]<\/a><\/div>\n<p>&#13;<\/p>\n<div>Die vier betrachteten Indikatoren sind positiv korreliert: Branchen, die viel exportieren, importieren auch viel. Die neuen Kennzahlen (Backward- und Forward-Participation) gehen ebenfalls weitgehend Hand in Hand mit den traditionellen Indikatoren. Dies liegt einerseits daran, dass exportierende Branchen h\u00e4ufig auch Zwischenprodukte ein- und ausf\u00fchren. Andererseits sind die Backward- und die Forward-Participation, wie wir sie messen (n\u00e4mlich als Anteil an der Bruttoproduktion), stark durch den Exportanteil einer Branche getrieben: je gr\u00f6sser der Exportanteil, desto h\u00f6her der Partizipationswert.<\/div>\n<p>&#13;<\/p>\n<h2 class=\"article-subtitle\">Beinahe Verdoppelung der Einbindung<\/h2>\n<p>&#13;<\/p>\n<div>Exportanteil, Importanteil sowie Backward- und Forward-Participation haben bei fast allen Branchen \u00fcber die Zeit stark zugenommen (siehe <i><a class=\"graphic-link\" title=\"Backward-Participation der Branchen, 1995 und 2008\">Grafik 1<\/a><\/i> und <i><a class=\"graphic-link\" title=\"Backward-Participation der Branchen, 1995 und 2008\">Grafik 2 <\/a><\/i>f\u00fcr die Werte der Backward- und der Forward-Participation). Insgesamt hat sich die Einbindung in Wertsch\u00f6pfungsketten im Beobachtungszeitraum 1995 bis 2008 fast verdoppelt. Branchen, die am Anfang der Wertsch\u00f6pfungskette stehen, weisen viel Forward- und wenig Backward-Participation auf (Beispiele: Bergbau, Finanzdienstleister). Diese Branchen erzeugen Produkte und Dienstleistungen, die in verschiedenen L\u00e4ndern weiterverarbeitet werden und in den Export zur\u00fcckfliessen. Es sind aber auch Branchen, f\u00fcr deren Produktion wenig (importierte) Zwischenprodukte eingesetzt werden. Bei Branchen, die am Ende der Wertsch\u00f6pfungskette stehen, ist es umgekehrt (Beispiele: Nahrungsmittel-, Uhrenindustrie). Verschiedene Branchen sind aber weder eindeutig am Anfang oder am Ende zu positionieren und weisen bei beiden Indikatoren hohe oder tiefe Werte auf.<\/div>\n<p>&#13;<\/p>\n<div>Im Folgenden fassen wir die wichtigsten Resultate unserer Analyse der Auswirkungen der Einbindung in die internationalen Handelsstr\u00f6me auf den Schweizer Arbeitsmarkt zusammen.<a href=\"#footnote_3\" id=\"footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor\">[3]<\/a>\u00a0Zu beachten ist, dass sich alle Auswertungen auf die T\u00e4tigkeiten im zweiten und dritten Wirtschaftssektor (Industrie- und Dienstleistungssektor) sowie Anstellungen im Privatsektor beziehen. Neben den TiVA-Daten der OECD verwendeten wir f\u00fcr die Analyse die Lohnstrukturerhebung (LSE), die Schweizerische Arbeitskr\u00e4fteerhebung (Sake) sowie die Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung des Bundesamts f\u00fcr Statistik.<\/div>\n<p>&#13;<\/p>\n<h2 class=\"article-subtitle\">Einfluss auf die Spezialisierung nach T\u00e4tigkeiten<\/h2>\n<p>&#13;<\/p>\n<div>Als konzeptioneller Rahmen wurde die <i>Smile-Kurve<\/i>verwendet: Deren Kernaussage ist, dass sich moderne Volkswirtschaften auf die T\u00e4tigkeiten am Anfang (z.\u00a0B. Forschung und Entwicklung) und am Ende (z.\u00a0B. Marketing) der Wertsch\u00f6pfungskette konzentrieren, in denen die h\u00f6chste Wertsch\u00f6pfung generiert werden kann. Um dies f\u00fcr die Schweiz zu untersuchen, wurden die T\u00e4tigkeiten in drei Phasen eingeteilt: Konzeptions-, Herstellungs- und Vermarktungsphase. Laut Smile-Kurve w\u00e4ren eine St\u00e4rkung der Konzeptions- und Vermarktungsphase und eine Schw\u00e4chung der Herstellungsphase zu erwarten. Die Auswertungen zeigen:<\/div>\n<p>&#13;<\/p>\n<div>&#13;<\/p>\n<ul>&#13;<\/p>\n<li>T\u00e4tigkeiten der <i>Konzeptionsphase<\/i> nahmen in den intensiv eingebundenen Branchen st\u00e4rker zu als in den anderen Branchen. Augenf\u00e4llig ist insbesondere die Zunahme von Arbeitspl\u00e4tzen in der Forschung und Entwicklung, die bei den intensiv eingebundenen Branchen weitaus st\u00e4rker war als bei den nicht intensiv eingebundenen (siehe <i><a class=\"graphic-link\" title=\"Anteil Besch\u00e4ftigte in Forschung und Entwicklung, Backward-Participation, 1996\u20132008\">Grafik\u00a03).<\/a><\/i><\/li>\n<p>&#13;<\/p>\n<li>Der Anteil der T\u00e4tigkeiten der<i>Herstellungsphase<\/i> nahm in den Branchen, die intensiv in den Handel und die internationale Arbeitsteilung eingebunden sind, ab. Allerdings gingen in den nicht intensiv eingebundenen Branchen noch mehr Arbeitspl\u00e4tze in der Herstellungsphase verloren.<\/li>\n<p>&#13;<\/p>\n<li>Bei der Analyse zur <i>Vermarktungsphase<\/i>ergeben sich je nach betrachteter T\u00e4tigkeit und betrachtetem Beruf unterschiedliche Ergebnisse. Einzig f\u00fcr die Berufe der Werbung und des Marketings ist bei den intensiv eingebundenen Branchen ein gr\u00f6sseres Wachstum festzustellen als in den nicht intensiv eingebundenen Branchen.<\/li>\n<p>&#13;\n<\/ul>\n<p>&#13;\n<\/p><\/div>\n<p>&#13;<\/p>\n<div>Die Resultate zeigen somit keine klare Verschiebung der T\u00e4tigkeiten von der Herstellungsphase zum Ende der Smile-Kurve hin; es ist aber eine St\u00e4rkung der T\u00e4tigkeiten zu Beginn der Wertsch\u00f6pfungskette zu beobachten. Bei der Interpretation ist zu beachten, dass der Beobachtungszeitraum (1996 bis 2008) fr\u00fchere Rationalisierungsphasen ausklammert. So ist denkbar, dass die in den Wertsch\u00f6pfungsketten eingebundenen Branchen aufgrund des Marktdrucks solche fr\u00fcher umsetzten, was in einer weniger starken Abnahme der T\u00e4tigkeiten der Herstellungsphase im Beobachtungszeitraum resultiert.<\/div>\n<p>&#13;<\/p>\n<h2 class=\"article-subtitle\">Einfluss auf die Qualifikationsstrukturen<\/h2>\n<p>&#13;<\/p>\n<div>Um zu untersuchen, welchen Einfluss die Einbindung in Wertsch\u00f6pfungsketten auf die in der Schweiz angebotenen Arbeitspl\u00e4tze aus\u00fcbt, haben wir Daten zu den Anforderungsniveaus der Stellen sowie zur Ausbildung der Mitarbeitenden ausgewertet. Die LSE unterscheidet vier Anforderungsniveaus, von \u00abh\u00f6chst anspruchsvoll und schwierig\u00bb bis zu \u00abeinfach und repetitiv\u00bb. Die Ausbildungen werden in der LSE differenziert erhoben; wir haben die verschiedenen Ausbildungen in den Gruppen Sekundarstufe I, Sekundarstufe II und Terti\u00e4rstufe zusammengefasst. Bei der Auswertung haben wir Branchen, die stark in Wertsch\u00f6pfungsketten integriert sind, mit jenen verglichen, die nicht stark integriert sind<i>(Querschnittvergleich).<\/i> F\u00fcr die intensiv eingebundenen Branchen werden im Vergleich zu den nicht intensiv eingebundenen Branchen h\u00f6here Qualifikationen (d.\u00a0h. h\u00f6here Anforderungen und Ausbildungen) erwartet. Zudem haben wir ausgewertet, wie sich die Partizipation an Wertsch\u00f6pfungsketten und die Qualifikationsstrukturen \u00fcber die Zeit innerhalb der gleichen Branche ver\u00e4ndern <i>(L\u00e4ngsschnittanalyse).<\/i> Eine verst\u00e4rkte Einbindung einer Branche in die internationale Arbeitsteilung sollte sich in einer St\u00e4rkung der h\u00f6heren Qualifikationen niederschlagen.<\/div>\n<p>&#13;<\/p>\n<div>Auf Basis der Querschnittvergleiche sind keine eindeutigen Schl\u00fcsse m\u00f6glich, und zwar weder in Bezug auf die Anforderungsniveaus noch auf die Ausbildungen: Es sind nur geringe Unterschiede in der Qualifikationsstruktur zwischen stark und schwach integrierten Branchen festzustellen. Eine Ausnahme bilden Branchen, die gem\u00e4ss Forward-Participation stark in die internationale Arbeitsteilung integriert sind. Hier treten h\u00f6here Qualifikationen h\u00e4ufiger auf. Die Resultate sind allerdings stark durch die Branchen Finanz- und Versicherungsdienstleistungen sowie Unternehmensdienstleistungen gepr\u00e4gt, die sehr hohe Qualifikationsniveaus aufweisen und gem\u00e4ss Forward-Participation intensiv in Wertsch\u00f6pfungsketten eingebunden sind.<\/div>\n<p>&#13;<\/p>\n<div>Die <i>L\u00e4ngsschnittanalysen<\/i> hingegen weisen darauf hin, dass die h\u00f6heren Anforderungsniveaus durch die Einbindung in globale Wertsch\u00f6pfungsketten in der Tendenz gest\u00e4rkt wurden. Insbesondere hat der Anteil der T\u00e4tigkeiten mit dem h\u00f6chsten Anforderungsniveau (h\u00f6chst anspruchsvolle und schwierige T\u00e4tigkeiten) mit zunehmender Einbindung in Wertsch\u00f6pfungsketten zugenommen. Die Nachfrage nach tieferen Anforderungsniveaus nahm durch die Einbindung entsprechend ab. Die Effekte sind substanziell: Die Branche Metallerzeugung und -erzeugnisse verzeichnete beispielsweise von 1995 bis 2008 mit +8,6 Prozentpunkten die gr\u00f6sste Zunahme bei der Forward-Participation. Die Sch\u00e4tzung ergibt, dass durch die verst\u00e4rkte Einbindung der Branche in globale Wertsch\u00f6pfungsketten der Anteil der Arbeitspl\u00e4tze mit h\u00f6chstem Anforderungsniveau um 9 Prozentpunkte gestiegen ist (ceteris paribus).<a href=\"#footnote_4\" id=\"footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor\">[4]<\/a><\/div>\n<p>&#13;<\/p>\n<div>Was die Ausbildung betrifft, werden mit zunehmender Partizipation an der internationalen Arbeitsteilung mehr Personen auf der Sekundarstufe II nachgefragt. Dies gilt allerdings nur bei Betrachtung der Backward-Participation (die Resultate hinsichtlich der anderen Indikatoren sind statistisch nicht signifikant).<\/div>\n<p>&#13;<\/p>\n<h2 class=\"article-subtitle\">Fazit: Beschleunigung eines allgemeinen Trends<\/h2>\n<p>&#13;<\/p>\n<div>Insgesamt zeigen die Auswertungen, dass die Einbindung in Handelsstr\u00f6me stark zugenommen hat, sowohl was die traditionellen Masse f\u00fcr die Einbindung (Export und Import) betrifft wie auch die neueren Kennzahlen (Backward- und Forward-Participation). Diese Einbindung geht \u2013 so viel l\u00e4sst eine vorsichtige Interpretation der noch rudiment\u00e4ren Datenlage zu den Wertsch\u00f6pfungsketten zu \u2013 mit einer verst\u00e4rkten Nachfrage nach h\u00f6heren Anforderungen Hand in Hand. Es zeigt sich auch, dass die am Anfang der Wertsch\u00f6pfungskette verorteten T\u00e4tigkeiten der Konzeptionsphase gest\u00e4rkt werden. Diese Entwicklungen wirken den generellen Trends auf dem Schweizer Arbeitsmarkt nicht entgegen; sie sind auch in den nicht stark in Wertsch\u00f6pfungsketten und Handelsstr\u00f6me eingebundenen Branchen zu beobachten. Die st\u00e4rkere internationale Einbindung d\u00fcrfte daher eine Beschleunigung des allgemeinen Trends bewirken.<\/div>\n<ol class=\"footnote\"><li id=\"footnote_1\" class=\"footnote--item\">Die Daten von 2009 m\u00fcssen mit einer gewissen Vorsicht behandelt werden, weil die globalen Wertsch\u00f6pfungsketten besonders stark von der Wirtschaftskrise betroffen waren. Sie werden in der Analyse nicht verwendet; stattdessen beziehen sich die folgenden Analysen auf den Zeitraum bis 2008.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_2\" class=\"footnote--item\">Die OECD setzt Backward- und Forward-Export in Relation zum Export einer Branche oder der Gesamtwirtschaft. Die so spezifizierten Kennzahlen eignen sich f\u00fcr die Abbildung der Handelsstr\u00f6me. Bei der Analyse von arbeitsmarktlichen Themen ist es aber zentral, aufzuzeigen, wie wichtig der Export f\u00fcr eine Branche ist; ansonsten w\u00e4re es beispielsweise m\u00f6glich, dass eine Branche mit sehr wenig Export, der gr\u00f6sstenteils importiert wurde (Backward-Participation), als stark in Handelsstr\u00f6me eingebunden klassifiziert w\u00fcrde. Dies w\u00fcrde die Bedeutung dieser Einbindung f\u00fcr den Arbeitsmarkt der Branche ungen\u00fcgend abbilden.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_3\" class=\"footnote--item\">Weitere Resultate, auch zu den Auswirkungen auf die L\u00f6hne und Migrationsstr\u00f6me, finden sich im Bericht \u00abDer Einfluss internationaler Wertsch\u00f6pfungsketten auf berufliche T\u00e4tigkeiten und Qualifikationen in der Schweiz\u00bb, verf\u00fcgbar auf www.seco.admin.ch > Dokumentation > Publikationen und Formulare > Ver\u00f6ffentlichungsreihen > Strukturberichterstattung.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_4\" class=\"footnote--item\">Nur ein Teil der Koeffizienten bei den drei Indikatoren Importanteil, Backward-Participation und Forward-Participation ist signifikant. Dies weist darauf hin, dass der Effekt entweder klein oder die Streuung der Werte gross ist. Beim Indikator Exportanteil ist keiner der gesch\u00e4tzten Effekte signifikant (die Vorzeichen sind aber gleich wie bei den anderen Indikatoren).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><\/ol>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>F\u00fcr die Schweiz gab es bisher keine quantitativen Untersuchungen, welche sich der Einbindung in internationale Wertsch\u00f6pfungsketten und deren Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt angenommen haben. Dies liegt daran, dass bisher kaum standardisierte Daten zu den Wertsch\u00f6pfungsketten \u2013 die sich durch den Handel von Zwischenprodukten oder Zwischendienstleistungen auszeichnen \u2013 vorlagen. Eine Studie, die B,S,S. 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