{"id":117447,"date":"2014-10-10T14:22:33","date_gmt":"2014-10-10T14:22:33","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2014\/10\/birrer_schmutz-2\/"},"modified":"2023-08-23T23:16:52","modified_gmt":"2023-08-23T21:16:52","slug":"birrer_schmutz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2014\/10\/birrer_schmutz\/","title":{"rendered":"Der optimale Umgang mit W\u00e4hrungsrisiken in exportorientierten Unternehmen"},"content":{"rendered":"<p>Die Euro-Einf\u00fchrung liess rasch den Eindruck entstehen, dass das W\u00e4hrungsmanagement f\u00fcr Schweizer Unternehmen nun an Bedeutung verlieren k\u00f6nnte. Doch sp\u00e4testens mit der drastischen Frankenaufwertung in den Jahren 2010 und 2011 zeigte sich einmal mehr, wie stark die Schweizer Wirtschaft von Wechselkursver\u00e4nderungen beeinflusst wird (siehe <i>Grafik 1).<\/i> Nebst den oft genannten Auswirkungen f\u00fcr den Tourismus, sind auch viele Industrieunternehmen stark von Kursschwankungen betroffen. Diese wirken sich einerseits \u00fcber Transaktionen oder Best\u00e4nde in fremder W\u00e4hrung auf die Firmen aus. Dabei handelt es sich um <i>Transaction Exposure<\/i> und <i>Translation Exposure.<\/i> Anderseits haben Wechselkursver\u00e4nderungen indirekte Effekte, da sich die Wettbewerbsf\u00e4higkeit eines Unternehmens gegen\u00fcber Konkurrenten aus anderen W\u00e4hrungsr\u00e4umen ver\u00e4ndert. Unternehmen unterliegen somit einem \u00f6konomischen Risiko, dem Economic Exposure. Die verschiedenen Exposurearten sind in <i>Tabelle 1<\/i> dargestellt.<a href=\"#footnote_1\" id=\"footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor\">[1]<\/a>&#13;<\/p>\n<h2>Strategien im Fremdw\u00e4hrungsmanagement<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nWie k\u00f6nnen sich Unternehmen gegen die m\u00f6glichen Auswirkungen von W\u00e4hrungsrisiken wappnen? Unternehmen stehen folgende idealtypische Strategien\u00a0\u2013 insbesondere f\u00fcr den Umgang mit Transaction Exposure (z. B. Fremdw\u00e4hrungsertr\u00e4gen) \u2013 zur Verf\u00fcgung:<a href=\"#footnote_2\" id=\"footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor\">[2]<\/a>&#13;<\/p>\n<ul>&#13;<\/p>\n<li><i>Laisser-faire-Ansatz:<\/i> W\u00e4hrungsrisiken werden nicht aktiv beeinflusst und somit keine Absicherungsmassnahmen ergriffen.<\/li>\n<p>&#13;<\/p>\n<li><i>Absolute Risikovermeidung:<\/i> W\u00e4hrungsrisiken sollen m\u00f6glichst vermieden werden, auch wenn dadurch auf bestimmte Gesch\u00e4fte verzichtet werden muss.<\/li>\n<p>&#13;<\/p>\n<li><i>Periodisch vollst\u00e4ndige sofortige Absicherung:<\/i> Alle offenen Fremdw\u00e4hrungspositionen werden umgehend und vollst\u00e4ndig abgesichert.<\/li>\n<p>&#13;<\/p>\n<li><i>Regelgebundene partielle Absicherung:<\/i> Die W\u00e4hrungsrisiken werden mittels Absicherungen bis zu einer vordefinierten prozentualen H\u00f6he \u2013 der <i>Hedge Ratio<\/i> <i>\u2013<\/i> abgesichert. Ein bestimmtes Restrisiko bleibt bewusst weiterhin den Wechselkursver\u00e4nderungen ausgesetzt.<\/li>\n<p>&#13;<\/p>\n<li><i>Selektives Hedging:<\/i> Fremdw\u00e4hrungspositionen werden situativ abgesichert. Zumeist werden diejenigen Positionen abgesichert, f\u00fcr die ein W\u00e4hrungsverlust erwartet oder das Risiko einer Nichtabsicherung als zu hoch erachtet wird. Diese Strategie basiert auf Wechselkursprognosen.<\/li>\n<p>&#13;<\/p>\n<li><i>Gewinnorientiertes Eingehen offener Fremdw\u00e4hrungspositionen:<\/i> Im Rahmen dieser Strategie wird versucht, mit offenen, bewusst eingegangenen Positionen Gewinne zu erzielen. Dabei werden nicht nur Fremdw\u00e4hrungspositionen aus dem Grundgesch\u00e4ft offengelassen, sondern zus\u00e4tzliche Positionen geschaffen, welche von Wechselkursschwankungen betroffen sind.<\/li>\n<p>&#13;\n<\/ul>\n<p>&#13;<\/p>\n<h2>Umsetzung in der Praxis<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nIm Rahmen eines Forschungsprojektes<a href=\"#footnote_3\" id=\"footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor\">[3]<\/a> am Institut f\u00fcr Finanzdienstleistungen Zug IFZ der Hochschule Luzern \u2013 Wirtschaft wurden die W\u00e4hrungsmanagementstrategien von 13 Schweizer Unternehmen analysiert. Dabei handelt es sich haupts\u00e4chlich um exportorientierte Industrieunternehmen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDas prim\u00e4re Ziel im W\u00e4hrungsrisikomanagement sehen alle beteiligten Unternehmen darin, das operative Kerngesch\u00e4ft\u00a0\u2013 und damit das operative Jahresergebnis\u00a0\u2013 vor negativen W\u00e4hrungseffekten zu sch\u00fctzen (Fokus auf dem Transaction Exposure). Keines der betrachteten Unternehmen beabsichtigt, mit dem W\u00e4hrungsrisikomanagement einen zus\u00e4tzlichen Beitrag zum Unternehmenserfolg zu generieren. Um dem <i>Economic Exposure<\/i> zu begegnen, sind sich s\u00e4mtliche Unternehmen einig, dass aus einer theoretischen Sicht eine absolute Risikovermeidung anzustreben ist. Mittels <i>Natural Hedging<\/i> soll erreicht werden, dass Produktion und Absatz m\u00f6glichst im gleichen W\u00e4hrungsraum oder in denselben W\u00e4hrungen stattfinden. Dies wird aus langfristiger Perspektive als der mit Abstand effizienteste Weg im Umgang mit dieser Exposureart angesehen, wobei eine vollst\u00e4ndige Umsetzung schwierig zu realisieren ist. Der Umgang mit dem <i>Translation Exposure<\/i> entspricht einer bewussten Akzeptanz, weil diese Exposureart keine liquidit\u00e4tswirksamen Auswirkungen hat. Somit wird in den meisten untersuchten F\u00e4llen auf eine gezielte Steuerung des <i>Translation Exposure<\/i> verzichtet.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDer Umgang mit dem Transaction Exposure zeichnet sich durch grosse Heterogenit\u00e4t aus. Viele Unternehmen wenden gleichzeitig mehrere der oben genannten Risikomanagementstrategien an. Die Evidenz aus den einzelnen F\u00e4llen f\u00fchrt zur Folgerung, dass die Struktur des operativen Gesch\u00e4fts des betrachteten Unternehmens einen dominanten Einfluss auf das Management von W\u00e4hrungsrisiken aus\u00fcbt. So spielt zum Beispiel die Prognosegenauigkeit der Geldfl\u00fcsse eine zentrale Rolle bei der Strategiewahl. Sind die zuk\u00fcnftigen Cashflows mit hoher Genauigkeit prognostizierbar, k\u00f6nnen umso gr\u00f6ssere Teile des W\u00e4hrungsexposures abgesichert werden. Weiter spielen die finanzielle Situation und die Risikof\u00e4higkeit des Unternehmens eine Rolle: Unternehmen mit angespannter Ertragslage und d\u00fcnner Kapitalausstattung sind eher geneigt, auf m\u00f6glichst risikoarme Strategien zur\u00fcckzugreifen. Einen gewichtigen Einfluss kann auch die Eigent\u00fcmersituation aus\u00fcben. Werden von den Besitzern m\u00f6glichst kleine Schwankungen im Unternehmenserfolg verlangt, wird das W\u00e4hrungsrisiko tendenziell minimiert, respektive wenn m\u00f6glich eliminiert. Schliesslich \u00fcben auch unternehmensexterne Faktoren wie das Marktumfeld und die Wettbewerbssituation einen Einfluss auf die Strategiewahl aus.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nZusammenfassend h\u00e4ngt der Entscheid f\u00fcr eine W\u00e4hrungsmanagementstrategie von der Unternehmensstruktur wie auch von den Pr\u00e4ferenzen der Entscheidungstr\u00e4ger ab. Soll das Gesch\u00e4ftsergebnis wenig durch W\u00e4hrungsschwankungen beeinflusst werden, empfiehlt sich nach dem Ausreizen der Massnahmen zur Risikovermeidung eine m\u00f6glichst vollst\u00e4ndige und sofortige Absicherung \u00fcber eine definierte Zeitperiode.&#13;<\/p>\n<h2>Ein gut strukturierter Prozess hilft<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nNach der Wahl einer strategischen Stossrichtung im Umgang mit W\u00e4hrungsrisiken gilt es, die gew\u00e4hlte Strategie optimal im Unternehmen umzusetzen. Die heutige Fachliteratur im Bereich Risikomanagement empfiehlt ein iteratives Vorgehen mit den Schritten: (a) Risikoanalyse, (b) Risikoplanung und -steuerung und (c) Risikocontrolling.<a href=\"#footnote_4\" id=\"footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor\">[4]<\/a>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDer iterative Prozess beginnt mit der Risikoanalyse, in welcher im Unternehmen eine \u00dcbersicht \u00fcber das vorhandene W\u00e4hrungsexposure erstellt wird. Beispielsweise melden hierzu die Tochtergesellschaften oder die Projektleiter die zu erwartenden Geldfl\u00fcsse an eine zentrale Stelle, in mittleren und gr\u00f6sseren Unternehmen an das Group Treasury, oder es werden die Daten aus dem Group Controlling und\/oder Accounting verwendet. Die voraussichtlichen Exposures k\u00f6nnen anschliessend aggregiert und das Netto-W\u00e4hrungsexposure berechnet werden. Ein erfolgreiches W\u00e4hrungsmanagement steht und f\u00e4llt mit der Qualit\u00e4t der Risikoanalyse. Dies manifestiert sich im hohen Stellenwert, welcher der Risikoanalyse von den betrachteten Unternehmen beigemessen wird. Sie betreiben insgesamt einen grossen Aufwand, um die relevanten Daten von lokalen Gesellschaften zu beschaffen und eine hohe Datenqualit\u00e4t sicherzustellen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nLiegt nach der Berechnung des Netto-W\u00e4hrungsexposures (siehe <em>Kasten 1<\/em>) eine ausreichend genaue Informationsbasis vor, ist im Rahmen der Risikoplanung und -steuerung die gew\u00e4hlte Strategie umzusetzen. Zumeist beinhaltet dies, Absicherungsentscheide zu treffen. Es stellt sich die Frage, wo im Unternehmen diese Entscheidungskompetenz angesiedelt wird. M\u00f6glich ist dies beispielsweise lokal bei den Tochtergesellschaften, an zentraler Stelle im Group Treasury oder in einem W\u00e4hrungsgremium. Die analysierten Unternehmen bef\u00fcrworten eine Zentralisierung der Entscheidungskompetenz.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDer letzte Schritt im Risikomanagementprozess ist das Risikocontrolling. Dieses umfasst insbesondere die Erfassung der Auswirkungen von Wechselkursver\u00e4nderungen. Regelm\u00e4ssige Berichte an die Unternehmensleitung k\u00f6nnen die Folgen der gew\u00e4hlten Strategie sichtbar machen und zudem eine Sensibilisierung f\u00fcr W\u00e4hrungsrisiken bewirken.&#13;<\/p>\n<h2>Optimierungsm\u00f6glichkeiten in der Steuerung von W\u00e4hrungsrisiken<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie in der unternehmerischen Praxis anzutreffenden Prozesse stimmen nur teilweise mit dem theoretischen und idealisierten Bild des vorangehenden Abschnitts \u00fcberein. Es besteht eine Reihe von Optimierungsm\u00f6glichkeiten.&#13;<\/p>\n<ul>&#13;<\/p>\n<li>Erstens kann die Fehleranf\u00e4lligkeit reduziert werden, indem bei der periodischen Aktualisierung der Datengrundlage eine Reduktion manueller Prozessschritte erfolgt. Dies ist umso bedeutender, da die Risikoanalyse f\u00fcr den gesamten nachfolgenden Prozess zentral ist.<\/li>\n<p>&#13;<\/p>\n<li>Zweitens fehlt in manchen Unternehmen eine vollst\u00e4ndige, regelm\u00e4ssig aktualisierte Exposure\u00fcbersicht. So bleiben einzelne W\u00e4hrungspaare, vertraglich vereinbarte W\u00e4hrungsklauseln oder ausstehende Offerten unber\u00fccksichtigt. Die Berechnung des Netto-W\u00e4hrungsexposures erfolgt dann lediglich ungenau und die darauf basierende Steuerung des nicht genau bekannten Exposures muss kritisch hinterfragt werden.<\/li>\n<p>&#13;<\/p>\n<li>Drittens sehen einige untersuchte Unternehmen Optimierungspotenzial in der Ausformulierung interner Handlungsanweisungen, sei es, weil Richtlinien fehlen, nur unvollst\u00e4ndig vorhanden sind, in einzelnen Punkten widerspr\u00fcchlich formuliert sind oder nicht der effektiv verfolgten Risikomanagementstrategie entsprechen. Eine genaue Formulierung von Aufgaben, Verantwortung und Kompetenzen der involvierten Stellen und Gremien ist ratsam, damit die gew\u00fcnschte Prozessqualit\u00e4t definiert und folglich \u00fcberpr\u00fcfbar ist.<\/li>\n<p>&#13;<\/p>\n<li>Viertens k\u00f6nnten einzelne Unternehmen zwischen Produkt- und Projektgesch\u00e4ft differenzieren. Sind die gut planbaren Cashflows aus Projekten bereits f\u00fcr die gesamte Projektlaufzeit bekannt, k\u00f6nnte eine vom allenfalls nur ungenau prognostizierbaren Produktgesch\u00e4ft separierte Absicherung angebracht sein.<\/li>\n<p>&#13;<\/p>\n<li>F\u00fcnftens k\u00f6nnen Unternehmen, welche bislang keine elektronischen Devisenhandelsplattformen einsetzen, deren Einsatz pr\u00fcfen. Wie die untersuchten F\u00e4lle zeigen, lassen sich mit dem Einsatz elektronischer Devisenhandelsplattformen sowohl kompetitive Preise erzielen als auch die operative Abwicklung \u2013 gemessen am ben\u00f6tigten Zeitaufwand \u2013 effizienter gestalten. Diese Vorteile materialisieren sich insbesondere dann, wenn die Plattform mit anderen Systemen vernetzt eingesetzt wird und ein Straight Through Processing erfolgt. Zus\u00e4tzlich zu diesen Vorteilen sorgen die Systeme f\u00fcr eine verbesserte Nachvollziehbarkeit der Prozesse.<\/li>\n<p>&#13;\n<\/ul>\n<p>&#13;<\/p>\n<h2>Gut gewappnet gegen zuk\u00fcnftige W\u00e4hrungsrisiken?<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nZusammenfassend l\u00e4sst sich festhalten, dass der optimale Umgang mit W\u00e4hrungsrisiken von verschiedenen Faktoren abh\u00e4ngt. Nebst den Unternehmenscharakteristiken und der Struktur des operativen Gesch\u00e4ftes spielen auch die Pr\u00e4ferenzen und Ansichten der Entscheidungstr\u00e4ger eine wichtige Rolle. Die Umsetzung der Strategie sollte im Rahmen eines klar definierten Prozesses mit eindeutigen Kompetenzzuweisungen stattfinden. Optimierungspotenzial wird haupts\u00e4chlich hinsichtlich verwendeter Datengrundlage und der daraus abgeleiteten Exposure\u00fcbersicht gesehen. Trotz diesen festgestellten Optimierungsm\u00f6glichkeiten passt bei den meisten analysierten Unternehmen das verfolgte W\u00e4hrungsmanagement organisatorisch zum jeweiligen Unternehmen. Wie gut Schweizer Industrieunternehmen f\u00fcr k\u00fcnftige Turbulenzen am W\u00e4hrungshorizont gewappnet sind, wird die Zukunft weisen.<\/p>\n<ol class=\"footnote\"><li id=\"footnote_1\" class=\"footnote--item\">Eine detaillierte Darstellung der verschiedenen Arten von W\u00e4hrungsexposures findet sich beispielsweise in Kartheiser (2010), S. 22\u201326 sowie in Filippis (2011), S. 122\u2013128.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_2\" class=\"footnote--item\">Die Auflistung der verschiedenen Strategien orientiert sich an den Strategien in Brunner (2003), S. 105\u2013106, Glaum (2005), S. 545\u2013546 sowie Stocker (2013), S. 341\u2013343.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_3\" class=\"footnote--item\">Das Projekt wird in Zusammenarbeit mit 20 Wirtschaftspartnern durchgef\u00fchrt und von der Kommission f\u00fcr Technologie und Innovation KTI des Bundes mitfinanziert.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_4\" class=\"footnote--item\">Siehe hierzu beispielsweise Denk, Exner-Merkelt und Ruthner (2008), Gleissner (2011) sowie Diederichs (2012). Wie ein solcher Prozess aussehen kann, ist in Grafik 2 generisch dargestellt.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><\/ol>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Euro-Einf\u00fchrung liess rasch den Eindruck entstehen, dass das W\u00e4hrungsmanagement f\u00fcr Schweizer Unternehmen nun an Bedeutung verlieren k\u00f6nnte. Doch sp\u00e4testens mit der drastischen Frankenaufwertung in den Jahren 2010 und 2011 zeigte sich einmal mehr, wie stark die Schweizer Wirtschaft von Wechselkursver\u00e4nderungen beeinflusst wird (siehe Grafik 1). 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F\u00fcr die betroffenen Unternehmen sind insbesondere zwei Fragen zentral: Welches ist die richtige Strategie im Umgang mit W\u00e4hrungsrisiken? Und: Wie ist der Prozess im Rahmen des W\u00e4hrungsrisikomanagements optimal zu strukturieren? Die Resultate eines Forschungsprojektes zeigen, dass bei der Strategiewahl unternehmensspezifische Faktoren zentral sind. Bei einigen Unternehmen ist Potenzial zu Effizienzsteigerungen vorhanden, das mit einfachen Massnahmen genutzt werden kann.","post_hero_image_description":"","post_hero_image_description_copyright_de":"","post_hero_image_description_copyright_fr":"","post_references_literature":"<ul>&#13;\n\t<li>Birrer, Thomas K. (2014): Management von W\u00e4hrungsrisiken \u2013 Fallstudien exportorientierter Schweizer Nicht-Finanzunternehmen. Working Paper, Mai 2014.<\/li>&#13;\n\t<li>Brunner, Marko (2003): Das Economic Exposure deutscher Unternehmungen. Europ\u00e4ische Hochschulschriften, Reihe V.<\/li>&#13;\n\t<li>Diederichs, Marc (2012): Risikomanagement und Risikocontrolling: Risikocontrolling \u2013 ein integrierter Bestandteil einer modernen Risikomanagement-Konzeption.<\/li>&#13;\n\t<li>Denk, Robert, Karin Exner-Merkelt und Raoul Ruthner (2008): Corporate Risk Management: Unternehmensweites Risikomanagement als Fu\u0308hrungsaufgabe.<\/li>&#13;\n\t<li>Filippis, Fernando de (2011): W\u00e4hrungsrisikomanagement in kleinen und mittleren Unternehmen. 1. Aufl. Gabler Research.<\/li>&#13;\n\t<li>Glaum, Martin (2005): Foreign Exchange Risk Management in German Non-Financial Corporations: An Empirical Analysis. In: Michael Frenkel u. a. (Hrsg.) Risk Management.<\/li>&#13;\n\t<li>Gleissner, Werner (2011): Grundlagen des Risikomanagements im Unternehmen: Controlling, Unternehmensstrategie und wertorientiertes Management.<\/li>&#13;\n\t<li>Kartheiser, Ted (2010): Strategisches W\u00e4hrungs- und Zinsrisikomanagement: Die Verkn\u00fcpfung von W\u00e4hrungs- und Zinsrisikomanagement mit der Beschaffungs- und der Preispolitik, um die unternehmerische Wettbewerbsf\u00e4higkeit zu steigern.<\/li>&#13;\n\t<li>Kobe, Carmen und Patrick Lehner (2006): Integration des Enterprise-Risk-Managements im Innovationsprozess. In: Gassmann, Oliver und Carmen Kobe (Hrsg.): Management von Innovation und Risiko, S.\u00a071\u2013100.<\/li>&#13;\n\t<li>Geier, Christian, Jakob M\u00fcller, Thomas Lerchl, Elisabeth Ranzenhofer und Mathias Sitta (2011): Lehre und Forschung am Institut f\u00fcr BWL des Aussenhandels. In Puck, Jonas F., Christoph Leitl und Reinhard Moser (Hrsg.): Aussenhandel im Wandel. Festschrift zum 60. Geburtstag von Reinhard Moser.<\/li>&#13;\n\t<li>Stocker, Klaus (2013): Management internationaler Finanz- und W\u00e4hrungsrisiken: Mit \u00dcbungen und L\u00f6sungen.<\/li>&#13;\n\t<li>Wolf, Klaus (2003): Risikomanagement im Kontext der wertorientierten Unternehmensf\u00fchrung.<\/li>&#13;\n<\/ul>","post_kasten":[{"kasten_title":"Netto-W\u00e4hrungsexposure","kasten_box":"Das Netto-W\u00e4hrungsexposure eines Unternehmens wird berechnet, indem offene, fristenkongruente Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder W\u00e4hrung gegeneinander saldiert werden. Nur die berechnete Nettoposition ist einem Risiko ausgesetzt, da sich die Wirkungen von Wechselkursver\u00e4nderungen auf Forderungen und Verbindlichkeiten gegenseitig kompensieren.a&#13;\n&#13;\na Vgl. Geier et al. (2011), S. 367."}],"post_notes_for_print":"","first_teaser_header_de":"","first_teaser_header_fr":"","first_teaser_text_de":"","first_teaser_text_fr":"","second_teaser_header_de":"","second_teaser_header_fr":"","second_teaser_text_de":"","second_teaser_text_fr":"","kseason_de":"","kseason_fr":"","post_in_pdf":117450,"main_focus":null,"serie_email":null,"frontpage_slider_bild":"","artikel_bild-slider":null,"legacy_id":"3067","post_abstract":"","magazine_issue":"20141001","seco_author_reccomended_post":null,"redaktoren":null,"korrektor":null,"planned_publication_date":null,"original_files":null,"external_release_for_author":"19700101","external_release_for_author_time":"00:00:00","link_for_external_authors":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/exedit\/54881f730cd6f"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/117447"}],"collection":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4101"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=117447"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/117447\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":127007,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/117447\/revisions\/127007"}],"acf:user":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/0"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4102"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4101"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=117447"}],"wp:term":[{"taxonomy":"post__type","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post__type?post=117447"},{"taxonomy":"post_opinion","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_opinion?post=117447"},{"taxonomy":"post_serie","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_serie?post=117447"},{"taxonomy":"post_content_category","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_content_category?post=117447"},{"taxonomy":"post_content_subject","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_content_subject?post=117447"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}