{"id":117771,"date":"2014-06-20T10:46:56","date_gmt":"2014-06-20T10:46:56","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2014\/06\/frauen-in-verwaltungsraeten-in-der-schweiz-und-europa-die-quotendebatte-ist-im-gang\/"},"modified":"2023-08-23T23:17:41","modified_gmt":"2023-08-23T21:17:41","slug":"frauen-in-verwaltungsraeten-in-der-schweiz-und-europa-die-quotendebatte-ist-im-gang","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2014\/06\/frauen-in-verwaltungsraeten-in-der-schweiz-und-europa-die-quotendebatte-ist-im-gang\/","title":{"rendered":"Frauen in Verwaltungsr\u00e4ten in der Schweiz und Europa: Die Quotendebatte ist im Gang"},"content":{"rendered":"<p>Die Diskussion in der Schweiz um eine\u00a0politisch verankerte Frauenquote zeigt sich\u00a0in verschiedenen Vorst\u00f6ssen, welche auf allen\u00a0Ebenen \u2013 St\u00e4dte, Kantone, Bund \u2013 eingereicht\u00a0wurden. Die Forderungen reichen\u00a0von einer Frauenquote in Verwaltungsr\u00e4ten\u00a0bei b\u00f6rsenkotierten Unternehmen und Unternehmen\u00a0mit Beteiligung der \u00f6ffentlichen\u00a0Hand bis hin zu den F\u00fchrungspositionen in\u00a0der \u00f6ffentlichen Verwaltung.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nIm Bereich der Unternehmen mit Beteiligung\u00a0der \u00f6ffentlichen Hand hat der Bundesrat\u00a0im November 2013 entschieden, bis\u00a02020 in den Verwaltungsr\u00e4ten von 24 bundesnahen\u00a0Unternehmen \u2013 im Sinne einer\u00a0Zielquote \u2013 einen Frauenanteil von 30% zu\u00a0erreichen. In der Bundesverwaltung gelten\u00a0bereits seit L\u00e4ngerem Sollwerte f\u00fcr den\u00a0Frauenanteil. Auf kantonaler Ebene sind die\u00a0Diskussionen um eine Frauenquote in den\u00a0Aufsichtsgremien \u00f6ffentlicher Unternehmen\u00a0ebenfalls lanciert worden. Bereits in Kraft\u00a0ist eine entsprechende Regelung im Kanton\u00a0Basel-Stadt (siehe Kasten 1). Vor allem auf\u00a0Ebene der Kantone und der St\u00e4dte streben\u00a0einige Vorst\u00f6sse zudem einen festgelegten\u00a0Frauenanteil in den F\u00fchrungspositionen der\u00a0\u00f6ffentlichen Verwaltung an.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nAuch f\u00fcr private, b\u00f6rsenkotierte Unternehmen\u00a0steht eine Frauenquote zur Diskussion,\u00a0wie dies in der EU vorgesehen ist.\u00a0Namentlich drei Vorst\u00f6sse im Nationalrat\u00a0nahmen das Thema auf: Frei und Oberholzer Leutenegger (2012) forderten Geschlechterquoten\u00a0in der Bundesverwaltung, in den\u00a0Verwaltungsr\u00e4ten von bundesnahen Betrieben\u00a0sowie bei b\u00f6rsenkotierten Unternehmen.\u00a0Die Motion Bertschy (2013) forderte Zielvereinbarungen mit b\u00f6rsenkotierten\u00a0Unternehmen im Sinne eines Comply-or-Explain-\u00a0Ansatzes in Verwaltungsrat und Gesch\u00e4ftsleitung:\u00a0Die Unternehmen sollen sich\u00a0dazu verpflichten, j\u00e4hrlich gegen\u00fcber den\u00a0Aktion\u00e4ren und der \u00d6ffentlichkeit Rechenschaft\u00a0abzulegen und bei Nichterreichen der\u00a0Frauenquote die Gr\u00fcnde zu erl\u00e4utern. Der\u00a0Bundesrat hat diese Vorst\u00f6sse abgelehnt.\u00a0Der Bundesrat wird die Frage der Erh\u00f6hung\u00a0von Geschlechterquoten aber im Rahmen\u00a0der laufenden Aktienrechtsrevision pr\u00fcfen\u00a0und L\u00f6sungsvorschl\u00e4ge unterbreiten.\u00a0Die Diskussionen und die Ergebnisse\u00a0verdeutlichen, dass die Politik und die \u00f6ffentliche Hand in ihren direkten Einflussbereichen\u00a0(Eigent\u00fcmerrolle bei \u00f6ffentlichen\u00a0Unternehmen, Arbeitgeberrolle in\u00a0der Verwaltung) den Anteil von Frauen in\u00a0den obersten F\u00fchrungspositionen erh\u00f6hen\u00a0wollen.&#13;<\/p>\n<h3>Bundesnahe Unternehmen: Situation\u00a0verbessert sich langsam<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\nDie vom Staatssekretariat f\u00fcr Wirtschaft\u00a0(Seco) in Auftrag gegebene Studie\u00a0beschreibt die aktuelle Situation bez\u00fcglich\u00a0des Frauenanteils bei den bundesnahen\u00a0Unternehmen.<a href=\"#footnote_1\" id=\"footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor\">[1]<\/a>\u00a0Dazu haben wir die \u00f6ffentlich\u00a0zug\u00e4nglichen Gesch\u00e4ftsberichte der\u00a0Unternehmen mit Beteiligung des Bundes\u00a0bez\u00fcglich der Zusammensetzung des Verwaltungs-\/Institutsrats und bez\u00fcglich\u00a0Aussagen zu Frauen in F\u00fchrungspositionen\u00a0analysiert. Tabelle 1 zeigt, in welchen\u00a0Unternehmen der Frauenanteil zu- oder\u00a0abgenommen hat oder gleich geblieben ist.<a href=\"#footnote_2\" id=\"footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor\">[2]<\/a>\u00a0Gewisse Entwicklungen sind beeinflusst \u00a0durch eine Ver\u00e4nderung der Anzahl Sitze\u00a0im Verwaltungs- oder Institutsrat. Diese sind mit einem hellen Pfeil gekennzeichnet.\u00a0Nur wenige Unternehmen \u00e4ussern sich\u00a0zum Thema Frauen in F\u00fchrungspositionen.\u00a0Die Eidgen\u00f6ssische Finanzmarktaufsicht \u00a0(Finma), die Post und die SBB setzen sich in\u00a0ihrem Gesch\u00e4ftsbericht mit dem Frauenanteil\u00a0in ihren F\u00fchrungspositionen auseinander.\u00a0Nur die Swisscom und das Eidgen\u00f6ssische\u00a0Hochschulinstitut f\u00fcr Berufsbildung\u00a0(EHB) setzen sich jedoch diesbez\u00fcglich\u00a0Ziele: Die Swisscom will den Frauenanteil\u00a0im Management auf 20% erh\u00f6hen, und die\u00a0EHB hat als Zielgr\u00f6sse einen Frauenanteil\u00a0von mindestens 25% im Kader beschlossen.\u00a0Die Analyse zeigt, dass mit zwei Ausnahmen\u00a0\u2013 Ruag und Skyguide \u2013 alle Unternehmen\u00a0Frauen in ihrem Aufsichtsgremium\u00a0haben. Allerdings gibt es noch Handlungsbedarf, um den vom Bundesrat\u00a0angestrebten Anteil von 30% der Sitze zu\u00a0erreichen. Die f\u00fcr das Jahr 2014 vorgesehenen\u00a0Ver\u00e4nderungen in den Gremien weisen\u00a0darauf hin, dass sich die Situation weiter\u00a0verbessern und alle bundesnahen Unternehmen\u00a0Frauen in ihren Verwaltungsr\u00e4ten\u00a0haben werden. Die Entwicklung geht in die\u00a0richtige Richtung.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nErg\u00e4nzend wurden strukturierte Interviews\u00a0mit f\u00fcnf Verwaltungsratspr\u00e4sidentinnen\u00a0und -pr\u00e4sidenten von Unternehmen\u00a0im Einflussbereich des Bundes gef\u00fchrt. Sie\u00a0zeigen, dass die Geschlechtervertretung\u00a0zwar in all diesen Unternehmen aktuell\u00a0ein Thema ist, konkrete Zielsetzungen formulieren\u00a0die meisten Unternehmen aber\u00a0keine. Als Schwierigkeit bei der Rekrutierung\u00a0von Frauen nennen die Befragten den\u00a0Kriterienraster f\u00fcr die Vakanzen (Branchenkenntnisse,\u00a0Unabh\u00e4ngigkeit). Nur ein\u00a0Unternehmen setzt bei der Rekrutierung\u00a0auf externe Unterst\u00fctzung, w\u00e4hrend sich\u00a0die anderen auf ihre Beziehungsnetze verlassen.\u00a0Aus den Interviews geht hervor, dass\u00a0f\u00fcr die Erh\u00f6hung des Frauenanteils die Art\u00a0und Weise, wie potenzielle Kandidatinnen\u00a0gesucht werden, entscheidend ist. So k\u00f6nnen\u00a0beispielsweise Profile st\u00e4rker auf Kompetenzen\u00a0ausgerichtet oder bei der Suche spezifische Frauen(fach)netzwerke mit einbezogen\u00a0werden. Eine externe Begleitung\u00a0kann den Suchradius erheblich erweitern\u00a0und vorher nicht sichtbare Kandidatinnen\u00a0sichtbar machen.&#13;<\/p>\n<h3>Privatwirtschaft: Leicht steigende\u00a0Tendenz<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\nDer Schweizerische Arbeitgeberverband\u00a0(SAV) und der unabh\u00e4ngige Verm\u00f6gensverwalter\u00a0zCapital haben 2013 gemeinsam eine\u00a0Studie zum Frauenanteil in Schweizer Verwaltungsr\u00e4ten\u00a0b\u00f6rsenkotierter Gesellschaften durchgef\u00fchrt.<a href=\"#footnote_3\" id=\"footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor\">[3]<\/a>\u00a0Gem\u00e4ss der Studie ist\u00a0der Frauenanteil in den Verwaltungsr\u00e4ten\u00a0dieser Unternehmen \u00fcber die letzten f\u00fcnf\u00a0Jahre gestiegen. F\u00fcr SMI-Gesellschaften\u00a0liegt dieser Anteil aktuell bei durchschnittlich\u00a016,2%, f\u00fcr SPI-Extra-Gesellschaften\u00a0bei 7,6%. Den h\u00f6chsten Anteil hat die Branche\u00a0Verbrauchsg\u00fcter mit durchschnittlich 13,7% Frauen im Verwaltungsrat. Am wenigsten\u00a0Frauen sind mit 6,5% in den Verwaltungsr\u00e4ten \u00a0in der Industrie zu finden.\u00a0Drei Viertel der Gesellschaften m\u00f6chten\u00a0den Frauenanteil im Verwaltungsrat erh\u00f6hen.\u00a055% der Gesellschaften haben diesbez\u00fcglich\u00a0klare zeitliche Vorstellungen: 17%\u00a0der Gesellschaften wollen ihr Ziel in ein bis&#13;<br \/>\nzwei Jahren, 30% in zwei bis vier Jahren und\u00a08% in vier bis sechs Jahren erreichen. Etwas\u00a0weniger als die H\u00e4lfte der Gesellschaften\u00a0macht hierzu keine detaillierten Angaben.\u00a0Allerdings besteht bei der Umsetzung und\u00a0der Planung dieses Ziels Handlungsbedarf.\u00a0Nur gerade 9% der Gesellschaften verf\u00fcgen\u00a0\u00fcber klare Zielsetzungen, wie hoch der angestrebte\u00a0Frauenanteil im Verwaltungsrat\u00a0sein soll. Alle anderen Gesellschaften machen\u00a0keine konkreten Angaben dazu.\u00a0Der Schillingreport untersucht j\u00e4hrlich\u00a0die rund 100 gr\u00f6ssten Schweizer Unternehmen bez\u00fcglich Zusammensetzung der Gesch\u00e4ftsleitung\u00a0und des Verwaltungsrates. Er\u00a0zeigt, dass sich der Frauenanteil in den Verwaltungsr\u00e4ten\u00a0von 10% in 2010 auf 12% in\u00a02013 erh\u00f6hte. Dieser Anstieg resultiert aus\u00a0einem gr\u00f6sseren Frauenanteil bei den Neubesetzungen:\u00a0Der Anteil an neuen Verwaltungsr\u00e4tinnen\u00a0lag 2013 bei 23%, gegen\u00fcber 8% bis 13% in der Vergangenheit.\u00a0Auch in der Privatwirtschaft wird \u00fcber\u00a0weitere Massnahmen diskutiert. Der SAV\u00a0unterst\u00fctzt beispielsweise die Pr\u00e4zisierung\u00a0des Gender-Diversity-Prinzips im Swiss Code\u00a0of Best Practice for Corporate Governance\u00a0von Economiesuisse. So soll die angemessene\u00a0Vertretung von Frauen im VR als Best Practice erkl\u00e4rt werden. Damit w\u00e4ren die\u00a0Unternehmen im Rahmen der Selbstregulierung\u00a0aufgerufen, ihren Frauenanteil im Verwaltungsrat\u00a0zu erh\u00f6hen, falls dies nicht schon\u00a0erfolgt ist (im Sinne des Comply or Explain).&#13;<br \/>\nWelche Regelungen bestehen in Europa?\u00a0F\u00fcr einen systematischen \u00dcberblick der\u00a0L\u00f6sungsans\u00e4tze zeigt die Studie die von\u00a0EU-Mitgliedstaaten (Stand Mai 2013) eingef\u00fchrten\u00a0Regelungen (siehe Tabelle 2).\u00a0Zus\u00e4tzlich wurde Norwegen als erstes europ\u00e4isches\u00a0Land, welches eine Frauenquote\u00a0eingef\u00fchrt hat, in die Analyse einbezogen.\u00a0Insgesamt sind die Daten von 28 L\u00e4ndern in\u00a0die Untersuchung geflossen: <a href=\"#footnote_4\" id=\"footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor\">[4]<\/a>&#13;<\/p>\n<ul>&#13;<\/p>\n<li>Zw\u00f6lf L\u00e4nder haben gesetzliche Regelungen\u00a0bez\u00fcglich der Vertretung von Frauen\u00a0in Entscheidungsgremien eingef\u00fchrt: Belgien, D\u00e4nemark, Finnland, Frankreich,\u00a0Griechenland, Italien, Niederlande, Norwegen,\u00a0\u00d6sterreich, Portugal, Slowenien und Spanien <a href=\"#footnote_5\" id=\"footnote-anchor_5\" class=\"inline-footnote__anchor\">[5]<\/a><\/li>\n<p>&#13;<\/p>\n<li>Sechs L\u00e4nder setzen auf freiwillige Massnahmen:\u00a0Deutschland, Irland, Luxemburg,\u00a0Polen, Schweden und das Vereinigte\u00a0K\u00f6nigreich. H\u00e4ufig ist dabei die Thematisierung\u00a0von Gender-Diversity im Corporate-\u00a0Governance Code.<\/li>\n<p>&#13;<\/p>\n<li>In zehn L\u00e4ndern bestehen weder gesetzliche\u00a0Regelungen noch freiwillige Massnahmen:\u00a0Bulgarien, Estland, Litauen, Lettland,\u00a0Malta, Rum\u00e4nien, Slowakei, Tschechische\u00a0Republik, Ungarn und Zypern.<\/li>\n<p>&#13;\n<\/ul>\n<p>&#13;<br \/>\nDie gesetzlichen Regelungen bez\u00fcglich\u00a0der Vertretung von Frauen in Entscheidungsgremien\u00a0betreffen in f\u00fcnf L\u00e4ndern\u00a0den \u00f6ffentlichen Sektor (Finnland, Griechenland,\u00a0\u00d6sterreich, Portugal, Slowenien).\u00a0In f\u00fcnf weiteren L\u00e4ndern gelten die Regelungen\u00a0f\u00fcr beide Sektoren (Belgien, D\u00e4nemark,\u00a0Frankreich, Italien, Norwegen).&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nIn zwei L\u00e4ndern ist nur der private Sektor\u00a0von der Regelung betroffen (Niederlande,\u00a0Spanien).<a href=\"#footnote_6\" id=\"footnote-anchor_6\" class=\"inline-footnote__anchor\">[6]<\/a>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie Regelungen zum privaten Sektor\u00a0beziehen sich in allen sieben L\u00e4ndern nur\u00a0auf grosse Unternehmen. In einigen dieser\u00a0L\u00e4nder sind die Regelungen mit Sanktionen\u00a0verbunden, die aber nur die Gruppe der b\u00f6rsenkotierten Unternehmen betreffen. In\u00a0den anderen L\u00e4ndern sehen die Regelungen\u00a0keine Sanktionen vor, sind daf\u00fcr aber sowohl\u00a0auf b\u00f6rsenkotierte wie auch auf nicht\u00a0b\u00f6rsenkotierte Unternehmen ausgerichtet.\u00a0Von den sieben L\u00e4ndern, die eine gesetzliche\u00a0Regelung f\u00fcr den privaten Sektor eingef\u00fchrt\u00a0haben, ist Frankreich das einzige Land, in\u00a0dem die Regelung nur f\u00fcr den Verwaltungs-\/Aufsichtsrat gilt. F\u00fcnf L\u00e4nder schliessen\u00a0beziehen beide Stufen ein (Verwaltungsrat\u00a0und Gesch\u00e4ftsleitung), wobei vier L\u00e4nder\u00a0ein monistisches Leitungssystem ohne\u00a0Unterscheidung zwischen Verwaltungsrat\u00a0und Gesch\u00e4ftsleitung kennen (Niederlande,\u00a0Belgien, Griechenland, Norwegen, Spanien).\u00a0Ein Land beschr\u00e4nkt die Regelung auf die\u00a0Gesch\u00e4ftsleitung (D\u00e4nemark).&#13;<br \/>\nZum zeitlichen Horizont lassen sich folgende\u00a0Varianten gegen\u00fcber einer direkten\u00a0und unbefristeten Einf\u00fchrung finden: Belgien,\u00a0Frankreich und \u00d6sterreich sehen eine\u00a0stufenweise Umsetzung der Regelung vor.\u00a0Die Niederlande haben eine befristete Regelung\u00a0(2011\u20132016).&#13;<\/p>\n<h3>Was sagt die Wissenschaft zu Quotenregelungen?<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\nF\u00fcr die Studie haben wir die bestehende\u00a0Literatur zur Quotenregelung ausgewertet.\u00a0Gut dokumentiert ist das Beispiel Norwegens.\u00a0Es zeigt sich, dass der urspr\u00fcngliche\u00a0Widerstand der Wirtschaft gegen\u00fcber der&#13;<br \/>\nEinf\u00fchrung der Frauenquote in Norwegen\u00a0verschwunden ist. Auch in der norwegischen\u00a0Gesellschaft und Politik wird die\u00a0Quote nur noch wenig diskutiert und ist allgemein\u00a0akzeptiert. Allerdings sind die Entscheidungstr\u00e4ger immer noch haupts\u00e4chlich\u00a0M\u00e4nner, auch wenn die Frauenquote in\u00a0Norwegen erreicht wurde. Im Wirtschaftsbereich, welcher von der Quote nicht betroffen\u00a0ist, hat sich bez\u00fcglich Geschlechtergleichstellung\u00a0nicht viel ge\u00e4ndert.\u00a0In Bezug auf die Wirkung der Quote\u00a0auf die Unternehmensleistung kommen\u00a0verschiedene Studien zu sehr unterschiedlichen\u00a0Ergebnissen. So weisen einzelne\u00a0Studien auf eine kurzfristige Abnahme der Unternehmensprofitabilit\u00e4t hin. Andere\u00a0Studien fanden hingegen einen negativen\u00a0Effekt nach der Einf\u00fchrung der Quote vor\u00a0allem bei Unternehmen, die vorher keine\u00a0Frauen im Management hatten. Erkl\u00e4ren\u00a0l\u00e4sst sich dies unter anderem damit, dass\u00a0die Einf\u00fchrung einer Quote zwingend\u00a0Neuzusammensetzungen von bisherigen\u00a0Teams \u2013 und damit Change-Prozesse im\u00a0Unternehmen \u2013 bedingen.\u00a0Ver\u00e4nderungsprozesse sind kurzfristig \u00a0kostenrelevant, was einen kurzfristig negativen\u00a0Effekt erkl\u00e4ren kann. Die Pr\u00e4senz von\u00a0mehr Frauen in den Verwaltungsr\u00e4ten hat\u00a0jedoch gem\u00e4ss den Studien zu fokussierteren\u00a0und strategischeren Entscheidungsfindungen, mehr Kommunikation und weniger\u00a0Konflikten gef\u00fchrt. F\u00fcr eine Evaluation\u00a0der langfristigen Wirkungen in Norwegen\u00a0scheint es noch zu fr\u00fch zu sein. Untersuchungen\u00a0zeigten, dass die Frauen, welche in\u00a0die Verwaltungsr\u00e4te eingetreten sind, tendenziell\u00a0j\u00fcnger sind und weniger F\u00fchrungserfahrung\u00a0haben als ihre m\u00e4nnlichen Kollegen,\u00a0aber besser ausgebildet sind.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie Ergebnisse zu den Wirkungen von\u00a0Frauen in F\u00fchrungspositionen sind ebenfalls\u00a0vielf\u00e4ltig. Einige Studien sprechen vom\u00a0Business-Case \u00abGender-Diversity\u00bb. Es wird\u00a0darauf hingewiesen, dass der Frauenanteil&#13;<br \/>\nin positivem Zusammenhang mit der strategischen\u00a0Kontrolle des Verwaltungsrats und&#13;<br \/>\neinem tieferen Konfliktlevel steht.\u00a0Es wird hervorgehoben, dass sich die Resultate&#13;<br \/>\nje nach Messmethode unterscheiden\u00a0oder dass teilweise lediglich Korrelationen\u00a0aufgezeigt werden. Dadurch l\u00e4sst sich die\u00a0Wirkungsrichtung und somit die Wirkung\u00a0von Diversity nicht eindeutig identifizieren.\u00a0Gerade beim Vergleich von Unternehmen\u00a0mit und solchen ohne Frauen in der\u00a0F\u00fchrung konnte nicht festgestellt werden,\u00a0ob die Unternehmen aufgrund der Frauen\u00a0erfolgreicher sind oder ob erfolgreiche und\u00a0innovative Unternehmen Frauen in die\u00a0F\u00fchrung holen. Klar scheint, dass positive\u00a0Effekte \u2013 wie etwa Innovationssteigerung\u00a0oder Attraktivit\u00e4t als Arbeitgeber \u2013 nach\u00a0der Einf\u00fchrung einer Quote bald wegfallen,\u00a0da sich ein Unternehmen mit Frauen an der\u00a0Spitze damit nicht mehr von anderen abheben\u00a0kann.<a href=\"#footnote_7\" id=\"footnote-anchor_7\" class=\"inline-footnote__anchor\">[7]<\/a>&#13;<\/p>\n<h3>Die EU auf dem Weg zur gesetzlichen\u00a0Frauenquote<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\nAm 14. November 2012 hat die EUKommissioneinen Vorschlag f\u00fcr eine gesetzlich verankerte Frauenquote von\u00a0 40% in Aufsichtsgremien b\u00f6rsenkotierter Unternehmen verabschiedet. Dieser will\u00a0 den rund 5000 b\u00f6rsenkotierten Firmen in der EU vorschreiben, bis 2020 Aufsichtsratsposten zu 40% mit Frauen zu besetzen. Unternehmen mit weniger als 250 Besch\u00e4ftigten und einem Jahresumsatz von h\u00f6chstens 50 Mio. Euro sollen von der Regelung ausgenommen werden. Im November 2013 hat das Europ\u00e4ische Parlament mit grosser Mehrheit den Vorschlag gebilligt. Dieser wird nun vom Rat diskutiert und muss mit den Vertretern der 28 EU-Staaten verhandelt werden. Die L\u00e4nder werden zwei Jahre Zeit haben, ihre eigenen Rechtsvorschriften der Richtlinie anzupassen und die Richtlinie in ihre Gesetzgebung \u00fcberzuf\u00fchren. Nach zwei weiteren Jahren sind die Mitgliedstaaten verpflichtet, die Kommission \u00fcber den Fortschritt im Land zu informieren. Die Kommission wird dann dem Europ\u00e4ischen Parlament und dem Rat einen Fortschrittsbericht vorlegen. Ein erster solcher Bericht muss bis sp\u00e4testens am 31. Dezember 2021 vorliegen. Danach wird evaluiert, ob die Ziele der Richtlinie erreicht wurden und ob die Dauer der Richtlinie verl\u00e4ngert werden muss. Dies kann folglich auch bedeuten, dass die Regelung zeitlich begrenzt ist.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n&nbsp;&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n&nbsp;<\/p>\n<ol class=\"footnote\"><li id=\"footnote_1\" class=\"footnote--item\">Rigassi, Barbara, und B\u00fcsser, Ursula (2014): Frauen in Verwaltungsr\u00e4ten: Situation in Schweizer Unternehmen und L\u00f6sungsans\u00e4tze in Europa. Bericht zuhanden des Ressorts Arbeitsmarktanalyse und Sozialpolitik,  Staatssekretariat f\u00fcr Wirtschaft Seco, www.seco.admin.ch (Themen, Arbeit, Frauen und Karriere). BHP Brugger und Partner AG (www.bruggerconsulting.ch).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_2\" class=\"footnote--item\">F\u00fcr die haupts\u00e4chlich 2013 erarbeitete Studie wurden die Gesch\u00e4ftsberichte von 2012 analysiert. Die Tabelle 1 wurde mit den Zahlen von 2013 aktualisiert&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_3\" class=\"footnote--item\">Angeschrieben wurden die Verwaltungsratspr\u00e4sidenten von Publikumsgesellschaften des SPI.  Insgesamt nahmen 90 Unternehmen teil,was 77,5% der gesamten Marktkapitalisierung des SPI entspricht   (www.zcapital.ch\/Umfrage-Frauenquote. 422.0.html).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_4\" class=\"footnote--item\">Ausgehend vom Fortschrittsbericht der EU-Kommission \u00abFrauen in wirtschaftlichen Entscheidungspositionen in der EU\u00bb (ec.europa.eu\/justice\/gender-equality\/ files\/women-on-boards_de.pdf) und mit Einbezug der l\u00e4nderspezifischen Fact-Sheets der EU-Kommission (ec.europa.eu\/justice\/newsroom\/gender-equality\/ news\/121114_en.htm) wurden die Informationen bez\u00fcglich einer Quotenregelung zusammengetragen.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_5\" class=\"footnote--item\">Streng genommen ist die Formulierung im spanischen Gesetz eher eine Empfehlung als eine Vorschrift. Da Spanien in der Literatur \u00fcberall zu den L\u00e4ndern mit Quoten gez\u00e4hlt wird, wird dieses Gesetz&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_5\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_6\" class=\"footnote--item\">F\u00fcr eine vertiefte Einsicht in die Motivationen und Erfahrungen ausgew\u00e4hlter L\u00e4nder verweisen wir auf die Zusammenfassungen der Interviews mit Regierungsvertretern und Vertretern von Wirtschafts- undUnternehmensverb\u00e4nden in Rigassi und B\u00fcsser (2014)&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_6\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_7\" class=\"footnote--item\">Die umfassende Literaturrecherche findet sich in Rigassi und B\u00fcsser (2014).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_7\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><\/ol>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Diskussion in der Schweiz um eine\u00a0politisch verankerte Frauenquote zeigt sich\u00a0in verschiedenen Vorst\u00f6ssen, welche auf allen\u00a0Ebenen \u2013 St\u00e4dte, Kantone, Bund \u2013 eingereicht\u00a0wurden. Die Forderungen reichen\u00a0von einer Frauenquote in Verwaltungsr\u00e4ten\u00a0bei b\u00f6rsenkotierten Unternehmen und Unternehmen\u00a0mit Beteiligung der \u00f6ffentlichen\u00a0Hand bis hin zu den F\u00fchrungspositionen in\u00a0der \u00f6ffentlichen Verwaltung.&#13; &#13; Im Bereich der Unternehmen mit Beteiligung\u00a0der \u00f6ffentlichen Hand hat der [&hellip;]<\/p>","protected":false},"author":4218,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"om_disable_all_campaigns":false,"ep_exclude_from_search":false,"footnotes":""},"post__type":[66],"post_opinion":[],"post_serie":[],"post_content_category":[154],"post_content_subject":[],"acf":{"seco_author":4218,"seco_co_author":[4220,0],"author_override":"","seco_author_post_ocupation_year":"","seco_author_post_occupation_de":"Beraterin, BHP Brugger und Partner AG, Z\u00fcrich","seco_author_post_occupation_fr":"","seco_co_authors_post_ocupation":[{"seco_co_author":4220,"seco_co_author_post_occupation_year":"","seco_co_author_post_occupation_de":"Managing Partner, BHP - Brugger und Partner AG, Z\u00fcrich","seco_co_author_post_occupation_fr":""}],"short_title":"","post_lead":"Sp\u00e4testens seitdem die EU-Kommission im November 2012 einen Vorschlag f\u00fcr eine gesetzlich verankerte Frauenquote von 40% in Aufsichtsgremien b\u00f6rsenkotierter Unternehmen verabschiedet hat, ist die Diskussion auf gesamteurop\u00e4ischer Ebene auf der politischen Agenda. Eine Studie zeigt die Situation in der Schweiz auf und beschreibt, welche L\u00f6sungsans\u00e4tze in Europa bisher gew\u00e4hlt wurden","post_hero_image_description":"","post_hero_image_description_copyright_de":"","post_hero_image_description_copyright_fr":"","post_references_literature":"","post_kasten":[{"kasten_title":"Kasten 1","kasten_box":"<h6>Aktuelle Frauenquoten\u00a0in der Schweiz auf Stufe Bund,\u00a0Kantone und St\u00e4dte\u00a0(Stand Ende April 2014)<\/h6>&#13;\nFolgende Frauenquoten sind in Kraft:&#13;\n<ul>&#13;\n\t<li>Stadt Bern, September 2012: Stadtrat\u00a0nimmt Motion f\u00fcr 35% Frauen in\u00a0den F\u00fchrungspositionen in der Stadtverwaltung\u00a0an.<\/li>&#13;\n\t<li>Stadt Schaffhausen, November 2012:\u00a0Grosser Rat \u00fcberweist ein Postulat\u00a0f\u00fcr eine \u00abFrauenquote light\u00bb an den\u00a0Stadtrat: mindestens 35% Frauen\u00a0in den Chefposten in der Verwaltung\u00a0(als Zielvorgabe, nicht als eine verbindliche\u00a0Quote).<\/li>&#13;\n\t<li>Stadt Z\u00fcrich, April 2013: Stadtparlament\u00a0\u00fcberweist eine Motion\u00a0f\u00fcr eine Frauenquote von mindestens\u00a035% an den Stadtrat. Die Stadtregierung\u00a0hat nun maximal zwei\u00a0Jahre Zeit, einen Bericht vorzulegen,\u00a0wie sie die Vorgabe umsetzen will.<\/li>&#13;\n\t<li>Bund, November 2013: Bundesrat\u00a0beschliesst, eine Zielquote von 30%\u00a0Frauen in den Verwaltungsr\u00e4ten\u00a0von 24 bundesnahen Betrieben einzuf\u00fchren.\u00a0Die Richtlinien sind am\u00a01. Januar 2014 in Kraft getreten und\u00a0sollen bis 2020 umgesetzt werden\u00a0(diese Frauenquote ist keine verbindliche\u00a0juristische Vorgabe, sondern\u00a0nur eine Selbstverpflichtung).<\/li>&#13;\n\t<li>Kanton Basel-Stadt, Februar 2014:\u00a0Basler stimmen dem Parlamentsbeschluss\u00a0f\u00fcr eine Drittelquote f\u00fcr\u00a0die Verwaltungs- und Aufsichtsr\u00e4te\u00a0der staatsnahen Unternehmen zu.\u00a0Folgende Frauenquoten sind h\u00e4ngig:<\/li>&#13;\n\t<li>Kanton Basel-Stadt, September 2013:\u00a0Eine Motion f\u00fcr die Einf\u00fchrung einer\u00a0Zielvorgabe von Quoten von mindestens\u00a035% f\u00fcr beide Geschlechter\u00a0in den Chefetagen der Verwaltung\u00a0wird im Januar 2014 in ein Postulat\u00a0umgewandelt und dem Regierungsrat\u00a0\u00fcberwiesen.<\/li>&#13;\n\t<li>Kanton Bern, Januar 2014: Grossr\u00e4te\u00a0reichen eine Motion f\u00fcr eine Frauenquote\u00a0von mittelfristig 40% f\u00fcr die\u00a0oberen Kader in der Verwaltung und\u00a0die kantonsnalen Betriebe ein.<\/li>&#13;\n<\/ul>"}],"post_notes_for_print":"","first_teaser_header_de":"","first_teaser_header_fr":"","first_teaser_text_de":"","first_teaser_text_fr":"","second_teaser_header_de":"","second_teaser_header_fr":"","second_teaser_text_de":"","second_teaser_text_fr":"","kseason_de":"","kseason_fr":"","post_in_pdf":117774,"main_focus":[156669,157278],"serie_email":null,"frontpage_slider_bild":"","artikel_bild-slider":null,"legacy_id":"24179","post_abstract":"","magazine_issue":"20140601","seco_author_reccomended_post":null,"redaktoren":null,"korrektor":null,"planned_publication_date":null,"original_files":null,"external_release_for_author":"19700101","external_release_for_author_time":"00:00:00","link_for_external_authors":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/exedit\/5576a80051d89"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/117771"}],"collection":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4218"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=117771"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/117771\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":127050,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/117771\/revisions\/127050"}],"acf:post":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/main_focus_post\/157278"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/main_focus_post\/156669"}],"acf:user":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/0"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4220"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4218"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=117771"}],"wp:term":[{"taxonomy":"post__type","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post__type?post=117771"},{"taxonomy":"post_opinion","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_opinion?post=117771"},{"taxonomy":"post_serie","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_serie?post=117771"},{"taxonomy":"post_content_category","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_content_category?post=117771"},{"taxonomy":"post_content_subject","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_content_subject?post=117771"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}