{"id":117844,"date":"2014-06-01T12:00:00","date_gmt":"2014-06-01T12:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2014\/06\/schilling-2\/"},"modified":"2023-08-23T23:18:39","modified_gmt":"2023-08-23T21:18:39","slug":"schilling","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2014\/06\/schilling\/","title":{"rendered":"Die Chancen f\u00fcr eine Erh\u00f6hung des Frauenanteils in den Chefetagen stehen gut"},"content":{"rendered":"<p>Die Daten \u00fcber die detaillierte Zusammensetzung des Top-Managements bei den 114 gr\u00f6ssten Arbeitgebern wurden erstmals 2006 erhoben. Waren damals neben 799 \u00a0Managern nur gerade 32 Managerinnen t\u00e4tig, so kommen 2014 50 Frauen auf 802 M\u00e4nner. Die Auswertung zeigt, dass Frauen von den Unternehmen aktiv gef\u00f6rdert werden, sind diese doch im Durchschnitt 49-j\u00e4hrig und somit zwei Jahre j\u00fcnger als ihre m\u00e4nnlichen Gesch\u00e4ftsleitungskollegen. 60&nbsp;% der Frauen werden unternehmensintern in die Gesch\u00e4ftsleitungen bef\u00f6rdert. W\u00e4hrend die intern bef\u00f6rderten m\u00e4nnlichen Top-Manager im Durchschnitt zw\u00f6lf Jahre im Unternehmen t\u00e4tig sind, bevor sie in das oberste F\u00fchrungsgremium berufen werden, so schaffen es ihre Kolleginnen bereits innerhalb von neun Jahren. Auch wenn die Zahlen noch bescheiden sind: Ein gewisser Trend ist erkennbar. Rechnet man die Entwicklung der letzten Jahre auf die kommenden 20 Jahre hoch, ist im Jahr 2034 mit einem Frauenanteil von rund 20&nbsp;% im Top-Management zu rechnen. Doch die ausserordentliche Ver\u00e4nderung und Verst\u00e4rkung aller Begleitfaktoren f\u00fcr eine Beg\u00fcnstigung von Frauenkarrieren in der j\u00fcngeren Vergangenheit lassen auf deutlich mehr hoffen.&#13;<\/p>\n<h2>Firmen mit Karriereperspektiven werden profitieren<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nInnerhalb sehr kurzer Zeit haben sich die Anteile von sehr gut ausgebildeten jungen Frauen signifikant erh\u00f6ht. 1990 schlossen 33,1&nbsp;% Frauen mit einem Lizenziat oder einem ETH-Diplom ab. Gem\u00e4ss Bundesamt f\u00fcr Statistik lag der Frauenanteil bei den Masterabschl\u00fcssen 2012 bereits bei 51&nbsp;%. Die Unternehmen nutzen dieses Potenzial und rekrutieren ambitionierte Frauen f\u00fcr ihr Nachwuchskader, zumal die wissenschaftlich belegten besseren Resultate von durchmischten F\u00fchrungsteams in den Firmen breite Akzeptanz finden. Hinzu kommt, dass die Unternehmen generell einen Mangel an Nachwuchskr\u00e4ften sp\u00fcren. Weitsichtige Arbeitgeber haben erkannt, dass sie starke Zeichen zur Erh\u00f6hung des Frauenanteils in ihrem Unternehmen setzen m\u00fcssen, um leistungsbereite junge Frauen anzuziehen. Die Einstellung zu Beruf und Familie hat sich bei der Generation der 1980 und sp\u00e4ter Geborenen sehr positiv entwickelt. Junge Paare k\u00f6nnen sich durchaus vorstellen, Kinder und Beruf mittels zweier Teilzeitstellen unter einen Hut zu bringen. F\u00fcr viele ist es auch denkbar, dass die Frau die \u00abErn\u00e4hrerrolle\u00bb \u00fcbernimmt. Der Anfang eines gesellschaftlichen Wandels ist sp\u00fcrbar. Profitieren von dieser Entwicklung werden vor allem Unternehmen, die Frauen eine Karriere in der Schweiz bieten, da junge Managerinnen, die gleichzeitig M\u00fctter sind, f\u00fcr ihre Laufbahn eine gewisse geografische Stabilit\u00e4t bevorzugen.&#13;<\/p>\n<h2>Die grossen Unternehmen sind die Schrittmacher<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie SMI-Unternehmen sind mit 8&nbsp;% Frauen im Top-Management bez\u00fcglich Integration an der Unternehmensspitze am weitesten. Vielfach sind es die Grossunternehmen, die in der F\u00f6rderung von Frauenkarrieren einen Spitzenrang einnehmen. So finden wir in deren unterem Management rund einen Drittel und im mittleren Management 20&nbsp;% bis 25&nbsp;% Frauen. Die grossen Unternehmen haben erkannt, dass sie dem Neubesetzungsprozess bei Kaderpositionen auf allen Stufen grosse Aufmerksamkeit beimessen m\u00fcssen, wenn sie die Gender-Durchmischung steigern wollen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie 100 gr\u00f6ssten Arbeitgeber besetzen 65&nbsp;% ihrer Positionen mit internen F\u00fchrungskr\u00e4ften. Unternehmen, welche die Gender-Frage sehr stark gewichten, stellen internen Nachfolgekandidaten oft externe F\u00fchrungsfrauen gegen\u00fcber. Dies erfordert eine vorausschauende Bearbeitung des Arbeitsmarktes, was dem Naturell von Frauen entgegenkommt, stehen sie doch\u00a0\u2013 wie allgemein bekannt \u2013 einem Stellenwechsel grunds\u00e4tzlich viel kritischer gegen\u00fcber als ihre m\u00e4nnlichen Kollegen. Unternehmen m\u00fcssen ihr Interesse fr\u00fch zeigen, damit sie eine Chance haben, das Vertrauen einer starken Kaderfrau zu gewinnen. So besteht Hoffnung, dass sich zuk\u00fcnftig die noch niedrigen Frauenanteile an der Spitze der Schweizer Unternehmen erfreulich und nachhaltig entwickeln werden.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Daten \u00fcber die detaillierte Zusammensetzung des Top-Managements bei den 114 gr\u00f6ssten Arbeitgebern wurden erstmals 2006 erhoben. Waren damals neben 799 \u00a0Managern nur gerade 32 Managerinnen t\u00e4tig, so kommen 2014 50 Frauen auf 802 M\u00e4nner. 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Trotz weit gehender, intensiver Massnahmen f\u00fcr eine bessere Durchmischung von Frauen und M\u00e4nnern in F\u00fchrungsteams hat sich der Frauenanteil in den letzten zehn Jahren von knapp 3 % auf erst 6 % erh\u00f6ht. Der j\u00e4hrlich erscheinende Schillingreport zeichnet gleichwohl ein optimistisches Bild f\u00fcr die Zukunft von Frauen in Top-Management-Positionen.","post_hero_image_description":"","post_hero_image_description_copyright_de":"","post_hero_image_description_copyright_fr":"","post_references_literature":"","post_kasten":[{"kasten_title":"Transparenz an der Spitze","kasten_box":"Die Guido Schilling AG untersucht im Schillingreport seit dem Jahr 2006 die rund 100 gr\u00f6ssten Schweizer Unternehmen bez\u00fcglich Zusammen\u00adsetzung der Gesch\u00e4ftsleitung und des Verwaltungsrats \u00adsowie verschiedener Aspekte ihrer Gesch\u00e4ftsleitungs\u00admitglieder und der VR-Mitglieder. Der Schillingreport beinhaltet weiter alle Unternehmen des Swiss Market Index (SMI), welche zusammen mit den Untergruppen Frauen, Ausl\u00e4nder, CEOs und Verwaltungsratspr\u00e4sidenten gesondert untersucht werden. Der aktuelle Report kann kostenlos bestellt werden unter www.schillingreport.ch."}],"post_notes_for_print":"","first_teaser_header_de":"","first_teaser_header_fr":"","first_teaser_text_de":"","first_teaser_text_fr":"","second_teaser_header_de":"","second_teaser_header_fr":"","second_teaser_text_de":"","second_teaser_text_fr":"","kseason_de":"","kseason_fr":"","post_in_pdf":117847,"main_focus":[156669,157278],"serie_email":null,"frontpage_slider_bild":"","artikel_bild-slider":null,"legacy_id":"2977","post_abstract":"","magazine_issue":"20140601","seco_author_reccomended_post":null,"redaktoren":null,"korrektor":null,"planned_publication_date":null,"original_files":null,"external_release_for_author":"19700101","external_release_for_author_time":"00:00:00","link_for_external_authors":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/exedit\/5490384743e0a"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/117844"}],"collection":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4072"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=117844"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/117844\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":127063,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/117844\/revisions\/127063"}],"acf:post":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/main_focus_post\/157278"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/main_focus_post\/156669"}],"acf:user":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4072"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=117844"}],"wp:term":[{"taxonomy":"post__type","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post__type?post=117844"},{"taxonomy":"post_opinion","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_opinion?post=117844"},{"taxonomy":"post_serie","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_serie?post=117844"},{"taxonomy":"post_content_category","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_content_category?post=117844"},{"taxonomy":"post_content_subject","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_content_subject?post=117844"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}