{"id":117854,"date":"2014-06-01T12:00:00","date_gmt":"2014-06-01T12:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2014\/06\/yerly-2\/"},"modified":"2023-08-23T23:18:16","modified_gmt":"2023-08-23T21:18:16","slug":"yerly","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2014\/06\/yerly\/","title":{"rendered":"Zwischen flexiblen und strikten Budgetregeln \u2013 die Situation der Schweizer Kantone"},"content":{"rendered":"<p>Wie die meisten OECD-L\u00e4nder hat auch die Schweiz Regelungen zur Gew\u00e4hrleistung der Haushaltsdisziplin mittels Kontrolle des Ausgabenverhaltens eingef\u00fchrt. Auf kantonaler Ebene wurde ein Grossteil der Gesetze im Bereich der \u00f6ffentlichen Finanzen im Lauf der 1980er-Jahre erlassen. Als Rahmen diente ab 1982 das <i>Harmonisierte Rechnungslegungsmodell f\u00fcr die Kantone und Gemeinden (HRM1)<\/i> und anschliessend ab 2008 das <i>HRM2.<\/i> Die Kantone haben ihre rechtlichen Rahmen st\u00e4ndig weiterentwickelt, wenn auch in unterschiedlichem Rhythmus. In den Jahren 2012 und 2013 haben vier Kantone<a href=\"#footnote_1\" id=\"footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor\">[1]<\/a> ihre Finanzhaushaltsgesetze revidiert.<a href=\"#footnote_2\" id=\"footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor\">[2]<\/a> Auf Bundesebene hat das Volk am 2. Dezember 2001 den Bundesbeschluss \u00fcber eine Schuldenbremse angenommen.&#13;<\/p>\n<h2>Garantierte finanzielle Stabilit\u00e4t auf lange Sicht<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nWenn die Kantone ihre Haushaltspolitik bestimmten Regeln unterstellen, treffen sie strukturelle Massnahmen. Sie f\u00fchren damit eine Ex-ante-Steuerung der \u00f6ffentlichen Finanzen ein. So wirkt sich beispielsweise auf Bundesebene die Schuldenbremse auf den Budgetprozess aus, da sie bei der Haushaltsplanung eine strikte Haushaltsdisziplin und eine h\u00f6here Genauigkeit erfordert.<a href=\"#footnote_3\" id=\"footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor\">[3]<\/a> Der rechtliche Rahmen (Verfassung, Finanzhaushaltsgesetz, Verordnungen und Reglemente zu den \u00f6ffentlichen Finanzen) ist ein Garant f\u00fcr eine solide Finanzlage des jeweiligen Kantons auf lange Sicht. Nur Appenzell Innerrhoden verf\u00fcgt bislang \u00fcber kein formell festgeschriebenes Finanzhaushaltsgesetz. Da jeder Kanton \u00fcber seine eigenen Budgetregeln und institutionellen Vorschriften verf\u00fcgt, bildet die Schweiz ein bemerkenswertes Versuchsfeld. Der F\u00f6deralismus bewegt die Kantone dazu, ihre Finanzlage untereinander zu vergleichen und die beste, ihrem Umfeld angepasste L\u00f6sung zu finden.<a href=\"#footnote_4\" id=\"footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor\">[4]<\/a> In diesem Zusammenhang erscheint es sinnvoll, einen Bezugswert <i>(Benchmark)<\/i> zu definieren, mit dem die Budgetregeln anhand einer Messskala bez\u00fcglich ihres Grades an haushaltspolitischem Spielraum bewertet werden k\u00f6nnen. Mit anderen Worten geht es um die Unterscheidung zwischen \u00abflexiblen\u00bb und \u00abstrikten\u00bb Budgetregeln. Ein solches Instrument kann zudem Innovationen der Kantone auf diesem Gebiet f\u00f6rdern.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDer rechtliche Rahmen einer Regel darf nicht laufend ge\u00e4ndert werden, weil diese sonst ihre Glaubw\u00fcrdigkeit verliert. Der Rahmen muss indessen ausreichend flexibel ausgestaltet sein, damit neuen Anforderungen im Bereich der Verwaltungsf\u00fchrung Rechnung getragen werden kann. In diesem Spannungsfeld zwischen Flexibilit\u00e4t und Glaubw\u00fcrdigkeit ist es von grossem Nutzen, die Entwicklung der finanziellen Vorgaben in den Kantonen \u00fcber einen langen Zeitraum hinweg zu beobachten.&#13;<\/p>\n<h2>Strukturelle Komponenten einer \u00abguten\u00bb Vorgabe<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie Budgetregeln lassen sich nicht auf einen ausgeglichenen Finanzhaushalt beschr\u00e4nken. Eine gute Vorgabe umfasst eine ganze Reihe von Bestimmungen, die einer gemeinsamen Logik folgen und sowohl der Volkswirtschaftslehre als auch dem \u00f6ffentlichen Rechnungswesen verpflichtet sind. Aus diesem Ansatz lassen sich sechs strukturelle Komponenten ableiten. Sie wurden der revidierten \u00abgoldenen Regel der \u00f6ffentlichen Finanzen\u00bb<a href=\"#footnote_5\" id=\"footnote-anchor_5\" class=\"inline-footnote__anchor\">[5]<\/a> entnommen und bilden ein Raster:&#13;<\/p>\n<ul>&#13;<\/p>\n<li>Verfassung und Gesetz;<\/li>\n<p>&#13;<\/p>\n<li>Budget und Rechnung;<\/li>\n<p>&#13;<\/p>\n<li>Art der Ausgeglichenheit;<\/li>\n<p>&#13;<\/p>\n<li>zeitliche Vorgabe;<\/li>\n<p>&#13;<\/p>\n<li>Abschreibungen;<\/li>\n<p>&#13;<\/p>\n<li>Sanktionen.<\/li>\n<p>&#13;\n<\/ul>\n<p>&#13;<br \/>\nF\u00fcr jede der strukturellen Komponenten wird eine lineare Punktzahl vergeben.<a href=\"#footnote_6\" id=\"footnote-anchor_6\" class=\"inline-footnote__anchor\">[6]<\/a> Die Summe dieser Punkte ergibt einen standardisierten, synthetischen Indikator, der die Budgetregeln der Kantone auf einer Skala von 0 (keine Regel) bis 100 (strikteste Regel) bewertet.<a href=\"#footnote_7\" id=\"footnote-anchor_7\" class=\"inline-footnote__anchor\">[7]<\/a>&#13;<\/p>\n<h2>Verfassung oder Gesetz<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nUnabh\u00e4ngig vom Inhalt einer kantonalen Budgetregel stellt sich bei deren Einf\u00fchrung die Frage, auf welcher Stufe in der Normenhierarchie sie festgeschrieben werden soll. Eine Verankerung in der Verfassung, also auf der h\u00f6chsten Stufe der Normenhierarchie, entspricht der strengstm\u00f6glichen Vorgabe. Bei einer Verankerung auf Gesetzesebene h\u00e4ngt die Strenge der Regel davon ab, wie leicht sie ge\u00e4ndert werden kann. Wenn bei jeder \u00c4nderung des betreffenden Gesetzes ein Referendum durchgef\u00fchrt werden muss, ist das Gesetz verbindlicher, als wenn es nur dem fakultativen Referendum untersteht.&#13;<\/p>\n<h2>Budget oder Rechnung<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nEine Regel, die sowohl ein ausgeglichenes Budget als auch eine ausgeglichene Rechnung verlangt, ist strikter als eine Regel, gem\u00e4ss der nur eine dieser Stufen im Haushaltsprozess ausgeglichen sein muss (bei der Regel einer ausgeglichenen Rechnung wird das Referenzbudget nicht ber\u00fccksichtigt). Noch flexibler ist eine Haushaltsregel, die nur ein ausgeglichenes Budget verlangt.&#13;<\/p>\n<h2>Art der Ausgeglichenheit<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDiese strukturelle Komponente bezieht sich auf die Art des Budgets oder der Rechnung, das bzw. die ausgeglichen sein muss. Muss der Kanton alle Buchungsvorg\u00e4nge ausgeglichen gestalten oder nur die laufende Rechnung einschliesslich der Abschreibungen? Die erste Variante entspricht einer strikteren Regelung als die zweite.&#13;<\/p>\n<h2>Zeitvorgabe<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nHinsichtlich eines ausgeglichenen Haushalts sollte ausdr\u00fccklich ein bestimmter Zeitraum vorgegeben werden. Am striktesten ist eine Haushaltsregel, wenn sie keinen Zeitraum l\u00e4sst, d. h. einen sofortigen Ausgleich verlangt. Wird ein bestimmter Zeitraum festgelegt, kann der Konjunkturzyklus ber\u00fccksichtigt werden. Blosse Anmerkungen wie \u00abmittelfristig\u00bb oder \u00abauf Dauer\u00bb ohne genauere Angaben sind inhaltslose Begriffe,<a href=\"#footnote_8\" id=\"footnote-anchor_8\" class=\"inline-footnote__anchor\">[8]<\/a> die strategischen Auslegungen T\u00fcr und Tor \u00f6ffnen. Je k\u00fcrzer der vorgegebene Zeitraum ist, in dem der Haushalt ausgeglichen werden muss, desto strikter ist die Haushaltsregel. Die genaue Vorgabe eines Zeitraums, der nicht dem Rechnungsjahr entspricht, ist begr\u00fcndet, wenn das Defizit im Rahmen der nachfolgenden Haushaltsbudgets auszugleichen ist. Somit sollte der vorgegebene Zeitraum f\u00fcr einen ausgeglichenen Haushalt mit dem Zeitraum \u00fcbereinstimmen, der f\u00fcr die Kompensation des Defizits verlangt wird.&#13;<\/p>\n<h2>Abschreibungen<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nUm dem Prinzip <i>Pay-as-you-use<a href=\"#footnote_9\" id=\"footnote-anchor_9\" class=\"inline-footnote__anchor\">[9]<\/a><\/i> Rechnung zu tragen, sollte der Kanton die Abschreibungss\u00e4tze seines Verwaltungsverm\u00f6gens nach Kategorien (Anlagen, Geb\u00e4ude, Tiefbauten usw.) auf Gesetzesebene festhalten. Mit dieser Komponente ist die Haushaltsregel am striktesten. Die R\u00fcckzahlung der Schuld sollte in einer entsprechenden Gesetzesbestimmung ausdr\u00fccklich festgelegt werden.&#13;<\/p>\n<h2>Sanktionen<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nIm Gesetz sollte ein Sanktionsmechanismus f\u00fcr den Fall vorgesehen werden, dass gegen die Regel eines ausgeglichenen Haushalts verstossen wird. Die striktere Variante des Sanktionsmechanismus besteht in der unbedingten Verpflichtung, die Steuern zu erh\u00f6hen, um das Defizit auszugleichen. Die flexiblere Variante ist die, das Defizit auf das n\u00e4chste Rechnungsjahr zu \u00fcbertragen und im Rahmen der nachfolgenden Budgets zu kompensieren.&#13;<\/p>\n<h2>Indikator von 100: Ein erstrebenswertes Ziel?<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nWenn der synthetische Indikator bei 100 liegt, bedeutet dies, dass alle Komponenten den striktesten Regeln entsprechen: Die Rechnung und das Budget m\u00fcssen unverz\u00fcglich ausgeglichen werden. Dies wiederum heisst, dass jegliche Verschuldung ausgeschlossen ist und dass keine Abschreibungspolitik im engeren Sinn m\u00f6glich ist.<a href=\"#footnote_10\" id=\"footnote-anchor_10\" class=\"inline-footnote__anchor\">[10]<\/a> Den automatischen Stabilisatoren wird in diesem Fall \u00fcberhaupt kein Spielraum einger\u00e4umt. Ein Indikator von 100 ist somit ein Richtwert, der als Ziel nicht erstrebenswert ist. Bei der Zeitvorgabe sind die konjunkturellen Auswirkungen auf die \u00f6ffentlichen Finanzen mit zu ber\u00fccksichtigen. Budget\u00fcbersch\u00fcsse in Phasen der Hochkonjunktur sollten in einen sogenannten <i>Rainy Day Fund<\/i> zur Deckung von Defiziten fliessen, welche in konjunkturschwachen Perioden auftreten.&#13;<\/p>\n<h2>Anwendung auf die Kantone<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie beschriebene Methode wurde auf die Kantone angewandt. Ausgehend von einer institutionellen Analyse ihrer verschiedenen rechtlichen Regelungen zwischen 1987 und 2011, liess sich der jeweilige Indikator f\u00fcr die Striktheit der kantonalen Budgetregeln und deren Entwicklung im zeitlichen Verlauf bestimmen. Der Indexwert eines Kantons entspricht der aggregierten Bewertung der bestehenden Budgetregeln. Die Unterschiede zwischen den Kantonen sind teilweise betr\u00e4chtlich. W\u00e4hrend im Verlauf dieser 25 Jahre die meisten Kantone gewisse Komponenten der Haushaltsregeln ein bis drei Mal ge\u00e4ndert haben, hat der Kanton <i>Tessin<\/i> \u00fcberhaupt keine \u00c4nderungen vorgenommen. Im Kanton <i>Genf<\/i> dagegen erfolgten insgesamt sechs \u00c4nderungen, davon f\u00fcnf seit 1999. Im Jahr 2011 lag der Durchschnittswert des Indikators \u00fcber alle Kantone bei 43 Punkten. Die Kantone <i>St. Gallen, Wallis, Solothurn, Basel-Landschaft, Bern, Freiburg, Appenzell Ausserrhoden, Graub\u00fcnden<\/i> und <i>Uri<\/i> \u00fcbertrafen diesen Wert (siehe <i>Grafik\u00a01).<\/i> Die Werte variieren zwischen 89 Punkten <i>(St.\u00a0Gallen)<\/i> und 0 Punkten <i>(Appenzell Innerrhoden).<\/i>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<a href=\"http:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2014\/06\/yerly_gra1_de1.png\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-3799\" src=\"http:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2014\/06\/yerly_gra1_de1-600x458.png\" alt=\"yerly_gra1_de[1]\" width=\"600\" height=\"458\" \/><\/a>&#13;<\/p>\n<h2>F\u00fchren strenge Haushaltsregeln zu besseren Finanzergebnissen?<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nF\u00fchren striktere kantonale Haushaltsregeln ex post zu einer besseren Finanzlage, also zu geringeren Defiziten und einer tieferen Verschuldung? Mit einer empirischen Studie (Panel\u00f6konometrie) wurde diese Frage untersucht. Das Modell verwendet Kontrollvariablen,<a href=\"#footnote_11\" id=\"footnote-anchor_11\" class=\"inline-footnote__anchor\">[11]<\/a> welche die finanzielle Situation der Kantone positiv oder negativ beeinflussen k\u00f6nnen. F\u00fcr den Zeitraum 1990\u20132010 war ein positiver und statistisch signifikanter Einfluss der Haushaltsregeln zu verzeichnen. Mit anderen Worten: Kantone mit strikten Haushaltsregeln (hoher Wert des Indikators) wiesen eine geringere Verschuldung auf. Das empirische Modell zeigt auch einen positiven Zusammenhang zwischen dem Indikator f\u00fcr die H\u00e4rte der kantonalen Haushaltsregeln und dem Saldo der laufenden Rechnung; der Regressionskoeffizient ist jedoch statistisch nicht signifikant.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDiese Ergebnisse sind indes mit Vorsicht zu interpretieren. Eine detaillierte Analyse der einzelnen Kantone zeigt, dass einige von ihnen auch zufriedenstellende finanzielle Ergebnisse aufweisen, obwohl sie in der Indikator-Rangliste nicht zu den Kantonen mit strikten Budgetregeln geh\u00f6ren. Insofern w\u00e4re eine verantwortungsbewusste Haushaltspolitik einer durch bestimmte Regeln vorgegebenen Haushaltsdisziplin vorzuziehen.<a href=\"#footnote_12\" id=\"footnote-anchor_12\" class=\"inline-footnote__anchor\">[12]<\/a><\/p>\n<ol class=\"footnote\"><li id=\"footnote_1\" class=\"footnote--item\">Siehe www.lexfind.ch.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_2\" class=\"footnote--item\">AG: Gesetz vom 5. Juni 2012 \u00fcber die wirkungsorientierte Steuerung von Aufgaben und Finanzen; AR: Finanzhaushaltsgesetz vom 4. Juni 2012; BS: Gesetz vom 14. M\u00e4rz 2012 \u00fcber den kantonalen Finanzhaushalt; GE: Loi du 4 octobre 2013 sur la gestion administrative et financi\u00e8re de l\u2019\u00c9tat.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_3\" class=\"footnote--item\">Bundesrat (2013), S. 28.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_4\" class=\"footnote--item\">Novaresi (2001), S. 193\u2013196&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_5\" class=\"footnote--item\">Dafflon (1996), Dafflon and Beer-T\u00f3th (2009), Yerly (2013).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_5\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_6\" class=\"footnote--item\">Die erste Methode f\u00fcr die Bewertung von Haushaltsregeln in der Schweiz wurde von Novaresi (2001) entwickelt. Yerly (2013) legte die Methode neu fest, indem sie ein Raster f\u00fcr die H\u00e4rte der kantonalen Haushaltsregeln entwickelte, das die Ergebnisse und die Gewichtung der Komponenten ber\u00fccksichtigt.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_6\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_7\" class=\"footnote--item\">Siehe Yerly (2013) f\u00fcr weitere Einzelheiten.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_7\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_8\" class=\"footnote--item\">Dafflon (2002), S. 10.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_8\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_9\" class=\"footnote--item\">Dieses Prinzip wurde von Musgrave (1959) entwickelt und beruht auf dem Gerechtigkeitsargument. Es sieht vor, dass nur Investitionsausgaben durch Anleihen finanziert werden. Die Investitionen f\u00fcr die langfristig genutzten Objekte k\u00f6nnen kontinuierlich w\u00e4hrend deren Nutzung finanziert werden. Die R\u00fcckzahlung der Anleihe muss mit der Nutzungsdauer des finanzierten Objektes \u00fcbereinstimmen.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_9\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_10\" class=\"footnote--item\">Der Wert der Abschreibung muss jedoch kapitalisiert werden, sodass Kapital gebildet wird, welches zur Finanzierung eines Ersatzes der Infrastrukturen dient.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_10\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_11\" class=\"footnote--item\">Yerly (2013).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_11\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_12\" class=\"footnote--item\">Dafflon and Beer-T\u00f3th (2009).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_12\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><\/ol>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie die meisten OECD-L\u00e4nder hat auch die Schweiz Regelungen zur Gew\u00e4hrleistung der Haushaltsdisziplin mittels Kontrolle des Ausgabenverhaltens eingef\u00fchrt. 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Im Zuge dieser Arbeiten wurden in den Kantonsverfassungen oder in den kantonalen Finanzgesetzen sogenannte Ausgaben-, Defizit- oder Schuldenbremsen verankert. Sind diese Regelungen eher strikt oder eher flexibel ausgestaltet? Die Haushaltsregeln der Kantone bieten ein ideales Forschungslabor, um die strukturellen Elemente einer \u00abguten\u00bb Vorgabe herauszuarbeiten.","post_hero_image_description":"","post_hero_image_description_copyright_de":"","post_hero_image_description_copyright_fr":"","post_references_literature":"<ul>&#13;\n\t<li>Konferenz der kantonalen Finanzdirektoren (1982): Handbuch des Rechnungswesens der \u00f6ffentlichen Haushalte, Bern, Paul Haupt.<\/li>&#13;\n\t<li>Konferenz der kantonalen Finanzdirektoren (2008): Harmonisiertes Rechnungslegungsmodell f\u00fcr die Kantone und Gemeinden HRM2, Solothurn, Verlag der FkF.<\/li>&#13;\n\t<li>Bundesrat (2013): Die Schuldenbremse des Bundes: Erfahrungen und Perspektiven, Bericht des Bundesrates in Erf\u00fcllung der Postulate Graber Jean-Pierre (10.4022), Landolt (11.3547) und Fischer (12.3552), Bern, November 2013.<\/li>&#13;\n\t<li>Dafflon B. (1996): The Requirement of a Balanced Local Budget: Theory and Evidence from the Swiss Experience, in Pola G., France G. und Levaggi R. (Hrsg.), Developments in Local Government Finance: Theory and Policy, Cheltenham, Edward Elgar, S.\u00a0228\u2013250.<\/li>&#13;\n\t<li>Dafflon B. (Hrsg.) (2002): Local Public Finance in Europe: Balancing the Budget and Controlling Debt, Cheltenham, Edward Elgar.<\/li>&#13;\n\t<li>Dafflon B. (2010): Local Debt: From Budget Responsibility to Fiscal Discipline, Paper presented at the IEB 6th Symposium on Fiscal Federalism, Barcelona, 14.\u201315. Juni 2010, Faculty of Economics and Social Sciences Working Papers SES, Nr. 417, Universit\u00e4t Freiburg.<\/li>&#13;\n\t<li>Dafflon B. und Beer-T\u00f3th K. (2009): Managing Local Public Debt in Transition Countries: an Issue of Self-Control, Financial Accountability and Management, Bd. 25, Nr.\u00a03, August 2009, S. 305\u2013333.<\/li>&#13;\n\t<li>Musgrave R.A. (1959): The Theory of Public Finance: A Study in Public Economy, New York, McGraw-Hill.<\/li>&#13;\n\t<li>Novaresi N. (2001): Discipline budg\u00e9taire: \u00e9tude de l\u2019influence du r\u00e9f\u00e9rendum financier et des r\u00e8gles d\u2019\u00e9quilibre budg\u00e9taire sur les finances publiques des vingt-six cantons suisses, Dissertation, Studienzentrum f\u00fcr \u00d6konomie des \u00f6ffentlichen Sektors, BeNeFri, Universit\u00e4t Freiburg.<\/li>&#13;\n\t<li>Yerly N. (2010): Discipline budg\u00e9taire: \u00c9volution des r\u00e8gles budg\u00e9taires des vingt-six cantons suisses et classement des cantons en fonction de leur rigueur budg\u00e9taire, Master-Arbeit, Lehrstuhl f\u00fcr \u00f6ffentliche Finanzen, Universit\u00e4t Freiburg.<\/li>&#13;\n\t<li>Yerly N. (2013): The Political Economy of Budget Rules in the Twenty-Six Swiss Cantons: Institutional Analysis, Preferences and Performances, Dissertation, vorgelegt an der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakult\u00e4t der Universit\u00e4t Freiburg.<\/li>&#13;\n\t<li>Yerly, N. (2014): Institutional Measurement of Fiscal Rules and Impact on Fiscal Performance: Swiss Empirical Evidences, Working Paper presented at the 2014 Meeting of the European Public Choice Society, Cambridge, U.K.<\/li>&#13;\n\t<li>www.lexfind.ch.<\/li>&#13;\n<\/ul>","post_kasten":[{"kasten_title":"Hinweis","kasten_box":"Dieser Artikel beruht auf der Dissertation der Autorin: The Political Economy of Budget Rules in the Twenty-Six Swiss Cantons: Institutional Analysis, Preferences and Performances (2013). Zu dieser Zeit war Frau Yerly als Forscherin am Lehrstuhl f\u00fcr \u00f6ffentliche Finanzen der Universit\u00e4t Freiburg t\u00e4tig (bis April 2014). Die Dissertation bildete auch die Grundlage f\u00fcr ein \u00abWorking Paper\u00bb, das am Treffen der European Public Choice Society unter dem folgenden Titel pr\u00e4sentiert wurde: Institutional Measurement of Fiscal Rules and Impact on Fiscal Performance: Swiss Empirical Evidences."}],"post_notes_for_print":"","first_teaser_header_de":"","first_teaser_header_fr":"","first_teaser_text_de":"","first_teaser_text_fr":"","second_teaser_header_de":"","second_teaser_header_fr":"","second_teaser_text_de":"","second_teaser_text_fr":"","kseason_de":"","kseason_fr":"","post_in_pdf":117857,"main_focus":null,"serie_email":null,"frontpage_slider_bild":"","artikel_bild-slider":null,"legacy_id":"2981","post_abstract":"","magazine_issue":"20140601","seco_author_reccomended_post":null,"redaktoren":null,"korrektor":null,"planned_publication_date":null,"original_files":null,"external_release_for_author":"19700101","external_release_for_author_time":"00:00:00","link_for_external_authors":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/exedit\/54904077d3dfa"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/117854"}],"collection":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4076"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=117854"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/117854\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":127065,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/117854\/revisions\/127065"}],"acf:user":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4076"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/34674"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=117854"}],"wp:term":[{"taxonomy":"post__type","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post__type?post=117854"},{"taxonomy":"post_opinion","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_opinion?post=117854"},{"taxonomy":"post_serie","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_serie?post=117854"},{"taxonomy":"post_content_category","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_content_category?post=117854"},{"taxonomy":"post_content_subject","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_content_subject?post=117854"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}