{"id":117964,"date":"2014-05-01T12:00:00","date_gmt":"2014-05-01T12:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2014\/05\/aeberhardt-16\/"},"modified":"2023-08-23T23:18:39","modified_gmt":"2023-08-23T21:18:39","slug":"aeberhardt-15","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2014\/05\/aeberhardt-15\/","title":{"rendered":"Die Resultate des dritten Studienprogramms zur \u00dcberpr\u00fcfung der aktiven Arbeitsmarktpolitik liegen vor"},"content":{"rendered":"<p>Die grunds\u00e4tzliche Funktionst\u00fcchtigkeit der aktiven Arbeitsmarktpolitik ist unbestritten. Dagegen ist die St\u00e4rkung des Vollzugs durch die kantonalen Arbeitsmarktbeh\u00f6rden eine Daueraufgabe (siehe <i>Kasten\u00a01<\/i>). Deshalb hat die dritte Welle von Studien zum Ziel, Verbesserungspotenziale aufzusp\u00fcren und allf\u00e4llige unzweckm\u00e4ssige Praktiken zu erkennen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nErg\u00e4nzend zur Untersuchung des Vollzugs, gehen zwei Studien Fragen volkswirtschaftlicher Art an. Die erste dreht sich um die Auswirkungen der Arbeitslosigkeit auf die Erwerbsbiografie und letztlich auf das Einkommen, die zweite um R\u00fcckrufe von Arbeitslosen durch ihren fr\u00fcheren Arbeitgeber. Beide Studien sollen den Horizont erweitern und die T\u00e4tigkeit der Beh\u00f6rden in einen gr\u00f6sseren Zusammenhang stellen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nIm Auftrag der Aufsichtskommission der Arbeitslosenversicherung hat das Staatssekretariat f\u00fcr Wirtschaft (Seco) im Herbst 2011 acht Studien vergeben. Diese wurden von universit\u00e4ren und privaten Forschungsinstituten durchgef\u00fchrt, welche jeweils durch eine Gruppe bestehend aus Bundes- und Kantonsvertretenden sowie den Sozialpartnern begleitet wurden.&#13;<\/p>\n<h2>Funktioniert die Steuerung der \u00f6ffentlichen Arbeitsvermittlung?<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie Vollzugsstellen der Arbeitslosenversicherung (ALV) werden seit dem Jahr 2000 \u00fcber Wirkungsziele und -indikatoren gesteuert. Eine Kernaufgabe des Systems ist die Umsetzung der Vorgaben des Arbeitslosenversicherungsgesetzes (Avig), n\u00e4mlich die rasche und dauerhafte Wiedereingliederung von Leistungsbez\u00fcgern. Die Zielsetzungen des Avig werden heute durch vier Wirkungsindikatoren operationalisiert. Ein daraus abgeleiteter, um exogene Einfl\u00fcsse korrigierter Wirkungsindex erm\u00f6glicht die Erstellung eines Benchmarks, anhand dessen die T\u00e4tigkeit der Vollzugsstellen wirkungsorientiert gesteuert wird. Die Studie von <i>Kaltenborn und Kaps (2013)<\/i> soll aufzeigen, inwieweit sowohl dieses allgemeine Konzept der Steuerung als auch dessen konkrete Umsetzung in den wirkungsorientierten Vereinbarungen den gesetzlichen Vorgaben gerecht werden. Dabei interessierte \u2013 neben den St\u00e4rken und Schw\u00e4chen der einzelnen Steuerungsinstrumente \u2013 auch die Frage, wie sich die Effizienz der \u00f6ffentlichen Arbeitsvermittlung seit Einf\u00fchrung der wirkungsorientierten Steuerung entwickelt hat.Die relevante Kennzahl ist gegenw\u00e4rtig durch vier Wirkungsindikatoren bestimmt (siehe <i>Tabelle 1<\/i>). Dabei kommt den ersten drei Indikatoren, welche die rasche Wiedereingliederung messen, eine \u00fcberragende Bedeutung zu. Die im Bericht enthaltenen detaillierten Analysen der Wirkungsindikatoren bieten eine gute Grundlage f\u00fcr die Weiterentwicklung des Systems.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<a href=\"http:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2014\/05\/Aeberhardt_Tabelle1.png\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-4057\" src=\"http:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2014\/05\/Aeberhardt_Tabelle1.png\" alt=\"Aeberhardt_Tabelle1\" width=\"1004\" height=\"531\" \/><\/a>&#13;<\/p>\n<h2>Wie effektiv arbeiten die Personalberatenden?<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie Studie von <i>Egger und W\u00fcthrich (2013)<\/i> hatte zum Ziel, die Prozesse, Strukturen, Anreize und Strategien der RAV und die sich daraus ableitenden Folgen f\u00fcr die Steuerung der \u00f6ffentlichen Arbeitsvermittlung zu untersuchen. Kern der Untersuchung war eine detaillierte Modellierung und Quantifizierung der Gesch\u00e4ftsprozesse in 14 ausgew\u00e4hlten RAV. Hierzu wurden die t\u00e4glich erbrachten Aktivit\u00e4ten aller Mitarbeitenden detailliert erhoben und quantifiziert. Insgesamt nahmen \u00fcber 250 RAV-Mitarbeitende an dieser Erhebung teil.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nF\u00fcr den Erfolg der RAV ist ausschlaggebend, wie die Personalberatenden rekrutiert und mit welchen Instrumenten und welcher Philosophie \u2013 v. a. in Bezug auf die Zielorientierung \u2013 sie im Tagesgesch\u00e4ft gef\u00fchrt werden. Die Studie ergab zwar, dass Unterschiede bei den teilnehmenden RAV bestehen; es wurden aber keine grundlegenden M\u00e4ngel in Bezug auf Beratungst\u00e4tigkeit und Stellenvermittlung gefunden. Die auftretenden Schwachstellen sind je nach RAV unterschiedlich. Dies deutet auf die Reife des Systems hin.&#13;<\/p>\n<h2>Welchen Einfluss hat das Verhalten der Stellensuchenden?<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nSowohl f\u00fcr den Erfolg der Stellenvermittlung wie auch f\u00fcr die Wirksamkeit der Arbeitsmarktlichen Massnahmen (AMM) ist das Verhalten der Stellensuchenden entscheidend. Die im Folgenden vorgestellten drei Studien haben den Einfluss der Erwartungshaltung von Stellensuchenden sowie den Einsatz von sozialen Netzwerken auf eine erfolgreiche Wiedereingliederung untersucht.&#13;<\/p>\n<h2>Erwartungshaltungen und RAV-Beratung<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie Studie von <i>Arni und Wunsch (2014)<\/i> untersuchte die Rolle von Erwartungshaltungen und Einstellungen von Stellensuchenden im Hinblick auf die Wirkung der von den RAV getroffenen Massnahmen. Darauf aufbauend, kl\u00e4rte die Studie ab, wie ein gezielt unterst\u00fctzendes Coachingprogramm das Verhalten der Stellensuchenden beeinflusst. Diese Analysen zeigen m\u00f6gliche Interventionspotenziale auf, die f\u00fcr die Gestaltung neuer AMM n\u00fctzlich sein k\u00f6nnten.Tats\u00e4chlich erh\u00f6hte das Coachingprogramm im Kanton Aargau \u2013 eine intensive Massnahme von gut 20 Arbeitstagen in Kleingruppen \u2013 die Abgangsrate der Teilnehmenden aus der Arbeitslosigkeit in ein Besch\u00e4ftigungsverh\u00e4ltnis. Gr\u00fcnde daf\u00fcr waren die Verbesserung der Bewerbungstechnik, eine fr\u00fchzeitige Anpassung der Erwartungen hinsichtlich Jobchancen und Lohnerwartung sowie eine Erh\u00f6hung der Konzessionsbereitschaft und der Motivation zur Stellensuche.&#13;<\/p>\n<h2>Auswirkungen sozialer Netzwerke bei der Stellensuche<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie Studie von <i>Bonoli etc. (2013)<\/i> konzentrierte sich auf die Frage der Bedeutung der sozialen Netzwerke bei der Stellensuche. Weiter untersuchte sie experimentell, ob Sensibilisierungsmassnahmen die Wiedereingliederung auf dem Arbeitsmarkt positiv beeinflussen k\u00f6nnen. An der Studie teilgenommen haben Personen im Kanton Waadt, welche zwischen Februar und April 2012 arbeitslos wurden. Ihnen wurde im Rahmen der Informationsveranstaltung, welche jeweils kurz nach der Anmeldung bei einem RAV stattfindet, ein Fragebogen vorgelegt. Parallel dazu wurde die H\u00e4lfte dieser Gruppe f\u00fcr die Bedeutung der sozialen Netzwerke sensibilisiert. Nach Antritt einer neuen Stelle erhielten die Teilnehmenden einen zweiten Fragebogen zugestellt, um zu eruieren, inwiefern informelle Kontakte den Stellenantritt erm\u00f6glicht haben. Die Ergebnisse der Studie sind die folgenden:&#13;<\/p>\n<ul>&#13;<\/p>\n<li>Zu den wirkungsvollsten Kontakten geh\u00f6ren jene Personen, die in der gleichen Branche wie die Stellensuchenden t\u00e4tig sind. Das trifft speziell auf ehemalige Arbeitskollegen \u2013 haupts\u00e4chlich Kader \u2013 oder andere berufliche Bekanntschaften zu.<\/li>\n<p>&#13;<\/p>\n<li>Die Bedeutung der pers\u00f6nlichen Beziehungsnetze ist nicht f\u00fcr alle Personen gleich gross. Frauen und Personen ohne nachobligatorische Ausbildung verf\u00fcgen beispielsweise \u00fcber weniger dichte Netzwerke auf beruflicher, famili\u00e4rer und freundschaftlicher Ebene als andere soziale Gruppen.<\/li>\n<p>&#13;<\/p>\n<li>In der Landwirtschaft, der Baubranche sowie in der Hotellerie und Restauration gibt die Mehrzahl der Antwortenden an, ihre letzte Stelle dank solcher informeller Kontakte erhalten zu haben.<\/li>\n<p>&#13;\n<\/ul>\n<p>&#13;<br \/>\nDie Studie belegt, dass die Kenntnisse des Nutzens sozialer Netzwerke f\u00fcr die Stellensuche von grossem Vorteil ist. Diese Resultate sind ein Hinweis darauf, dass eine Sensibilisierung der Stellensuchenden f\u00fcr den Einsatz von Netzwerken sinnvoll ist.&#13;<\/p>\n<h2>Beratung und Erwartungen der Stellensuchenden<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie Studie von <i>Kempeneers und Wolf (2013)<\/i> stellt sich die Frage, welchen Einfluss die Beratung in den RAV auf das Verhalten und die Erwartungen der Arbeitssuchenden bez\u00fcglich ihrer Wiedereingliederung hat. Dazu fanden zwei Erhebungen im Abstand von einem halben Jahr bei Arbeitslosen im Kanton Genf statt. Darauf aufbauend, konnten die Forscher feststellen, in welche Richtung sich das Verhalten und die Erwartungen der Stellensuchenden in den sechs Monaten zwischen den Erhebungen entwickelt hatten. Die wichtigsten Resultate dieser exploratorischen Studie sind die folgenden:&#13;<\/p>\n<ul>&#13;<\/p>\n<li>Jene Personen, welche zum Zeitpunkt ihrer Anmeldung ihre Arbeitslosigkeit als schwierig erleben, finden weniger schnell eine Stelle. Deshalb ist es wichtig, vom ersten Kontakt an auf die emotionelle Lage der Person einzugehen.<\/li>\n<p>&#13;<\/p>\n<li>Beschleunigt wird die Wiedereingliederung auch durch die Einsicht, dass der Erfolg eher von den eigenen Bem\u00fchungen abh\u00e4ngt und weniger eine Gl\u00fcckssache ist. Die Studie zeigt weiter, dass einmalig Arbeitslose weniger schnell eine Stelle finden als mehrfach Arbeitslose.<\/li>\n<p>&#13;<\/p>\n<li>Personen, welche sich beim RAV anmelden, verm\u00f6gen den Zeitrahmen, den es braucht, um wieder in die Arbeitswelt einzusteigen, nicht korrekt einzusch\u00e4tzen.<\/li>\n<p>&#13;\n<\/ul>\n<p>&#13;<\/p>\n<h2>Wie wirksam sind die arbeitsmarktlichen Massnahmen?<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie Studie von <i>Morlok etc. (2013)<\/i> untersuchte mit einer neuen Methode die Wirkung der AMM. Drei Indikatoren bilden die Bewerbungschancen (gemessen an der Anzahl der Einladungen zu Vorstellungsgespr\u00e4chen) und die Bewerbungsintensit\u00e4t w\u00e4hrend der Arbeitslosigkeit ab; sie k\u00f6nnen mehrmals gemessen werden.Die Wirkungsmessung hat gezeigt, dass die AMM zu einer Steigerung der Anzahl Vorstellungsgespr\u00e4che pro Monat um 9,7&nbsp;% f\u00fchren. Diese <i>Gesamtwirkung<\/i> stammt in erster Linie von einer St\u00e4rkung der Chancen, zu einem Vorstellungsgespr\u00e4ch eingeladen zu werden (+8,6&nbsp;%). Bei der Bewerbungsintensit\u00e4t hingegen zeigt sich ein leicht negativer Effekt (\u20130,4&nbsp;%). Gleich vier von sieben <i>AMM-Typen<\/i> weisen eine sehr gute Wirkung auf: Basisprogramme, andere pers\u00f6nlichkeitsorientierte Programme, Besch\u00e4ftigungsprogramme und andere AMM bewirken, dass Stellensuchende im Vergleich zur Situation ohne AMM an 14&nbsp;% bis 15&nbsp;% mehr Vorstellungsgespr\u00e4chen teilnehmen k\u00f6nnen. Sprachkurse und Fachkurse haben eine um etwa die H\u00e4lfte reduzierte Wirkung. Praktika zeigen hingegen einen negativen Effekt.<a href=\"#footnote_1\" id=\"footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor\">[1]<\/a>&#13;<\/p>\n<h2>Arbeitslosigkeit und Erwerbsbiografie<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie Studie von <i>Marti, Mattmann und Walker (2013)<\/i> untersuchte die Auswirkungen, welche Arbeitslosigkeit auf das Einkommen sowie die Erwerbsbiografien von Versicherten hat. Zu diesem Zweck verkn\u00fcpften die Autoren die Daten der ALV mit jenen aus dem AHV-Register zwischen 1993 und 2010. Der Datensatz beinhaltet somit die Erwerbsinformationen von \u00fcber 2 Millionen Personen, von welchen knapp 850&nbsp;000 in die Untersuchung einbezogen werden konnten.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie Erwerbskarrieren nach der Arbeitslosigkeit fallen f\u00fcr die einzelnen Erwerbsprofile unterschiedlich aus: Die besten Chancen auf eine Erwerbst\u00e4tigkeit nach der letzten Arbeitslosigkeit haben Personen, welche bisher nur einmal kurz arbeitslos waren. 85&nbsp;% von ihnen sind direkt wieder erwerbst\u00e4tig. Schwieriger ist die Situation bei Personen, die bereits mehrfach arbeitslos waren. Nur 61&nbsp;% von ihnen werden direkt nach der Arbeitslosigkeit wieder erwerbst\u00e4tig.Diese und weitere detaillierte Ergebnisse der Studie \u2013 wie etwa die Auswirkungen der Arbeitslosigkeit auf verschiedene demografische Gruppen \u2013 sind f\u00fcr die Auswahl und die Weiterentwicklung der Wiedereingliederungsinstrumente durch die \u00f6ffentliche Arbeitsvermittlung n\u00fctzlich.&#13;<\/p>\n<h2>R\u00fcckrufe durch die Arbeitgeber<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nEin bisher wenig untersuchtes Thema ist das Ph\u00e4nomen der vor\u00fcbergehenden Entlassungen von Personal, um tempor\u00e4re Auslastungsschw\u00e4chen in den Betrieben \u2013\u00a0z. B. aufgrund eines Auftragsr\u00fcckgangs oder witterungsbedingten Arbeitsausfalls \u2013 auf Kosten der ALV abzufedern. Die Studie von <i>F\u00f6llmi, Zehnder und Zweim\u00fcller (2014)<\/i> hatte zum Zweck, fl\u00e4chendeckende und statistisch valide Kennziffern zu erarbeiten. Um die Dynamik des Arbeitsmarktes aus gesamtwirtschaftlicher Sicht n\u00e4her zu beleuchten, modellierte die Studie die Auswirkungen von R\u00fcckrufen in einem allgemeinen Gleichgewichtsmodell des Arbeitsmarkts. Die Simulationen zeigen auf, dass die heutige Praxis der ALV im Bereich der R\u00fcckrufe die saisonalen Branchen tendenziell st\u00fctzt. Um ein Bild von den Gr\u00f6ssenordnungen zu geben, werden Simulationen mit alternativen Beitragss\u00e4tzen oder Ersatzquoten berechnet und deren Wirkungen auf die Branchenstruktur dargelegt. Der Schlussbericht erl\u00e4utert diese Berechnungen eingehend.&#13;<\/p>\n<h2>Schrittweise Umsetzung der Ergebnisse<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie hier besprochenen Studien werden dazu dienen, das System der \u00f6ffentlichen Arbeitsvermittlung und der AMM weiter zu verbessern. Zu ihrer Erarbeitung wurden die kantonalen Vollzugsstellen stark eingebunden, was f\u00fcr sie eine grosse Belastung darstellte. Ohne ihren Einsatz w\u00e4ren die Studien nicht realisierbar gewesen. Die Resultate der Studien werden nun schrittweise umgesetzt. Die Erkenntnisse der Studie von Kaltenborn und Kaps fliessen in die anstehenden Arbeiten zur Neuaushandlung der wirkungsorientierten Vereinbarung mit den RAV, den Logistikstellen arbeitsmarktlicher Massnahmen (LAM) und den kantonalen Amtsstellen (Kast) f\u00fcr 2015 ein. Die Schlussfolgerungen der anderen Studien werden ab Juni 2014 in Zusammenarbeit mit den kantonalen Arbeitsmarktbeh\u00f6rden f\u00fcr den Vollzug nutzbar gemacht. Der grosse Einsatz, den die Vollzugsstellen bei der Erarbeitung der Studien geleistet haben, dokumentiert deren Willen, die anwendbaren Ergebnisse auch in die Tat umzusetzen.<\/p>\n<ol class=\"footnote\"><li id=\"footnote_1\" class=\"footnote--item\">Dieser Effekt kann m\u00f6glicherweise mit der speziellen Natur solcher Eins\u00e4tze erkl\u00e4rt werden. Er wird durch die Aussicht auf eine direkte Anstellung kompensiert.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><\/ol>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die grunds\u00e4tzliche Funktionst\u00fcchtigkeit der aktiven Arbeitsmarktpolitik ist unbestritten. Dagegen ist die St\u00e4rkung des Vollzugs durch die kantonalen Arbeitsmarktbeh\u00f6rden eine Daueraufgabe (siehe Kasten\u00a01). Deshalb hat die dritte Welle von Studien zum Ziel, Verbesserungspotenziale aufzusp\u00fcren und allf\u00e4llige unzweckm\u00e4ssige Praktiken zu erkennen.&#13; &#13; Erg\u00e4nzend zur Untersuchung des Vollzugs, gehen zwei Studien Fragen volkswirtschaftlicher Art an. 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Gleichzeitig hat sich die Organisation der \u00f6ffentlichen Arbeitsvermittlung weiterentwickelt. Das Arbeitslosenversicherungsgesetz sieht vor, periodisch zu \u00fcberpr\u00fcfen, ob sich das System langfristig in die richtige Richtung entwickelt oder ob Korrekturen notwendig sind. Das dritte Programm dieser \u00dcberpr\u00fcfung umfasste insgesamt acht Studien, deren Resultate nun vorliegen. Die Studien erlauben es, das System der \u00f6ffentlichen Arbeitsvermittlung und der arbeitsmarktlichen Massnahmen weiter zu verbessern.","post_hero_image_description":"Ziel der \u00f6ffentlichen Arbeitsvermittlung ist die rasche und dauerhafte Wiedereingliederung von Leistungsbez\u00fcgern. 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Wunsch (2014): Die Rolle von Erwartungshaltungen in der Stellensuche und der RAV-Beratung; Teilprojekt 1: Wechselwirkungen zwischen Erwartungshaltungen der Stellensuchenden, Determinanten des Sucherfolgs und der Arbeitsmarktlichen Massnahmen, IZA Bonn, Universit\u00e4t Lausanne und Universit\u00e4t Basel, SECO-Publikation Arbeitsmarktpolitik Nr.\u00a039.<\/li>&#13;\n\t<li>Bonoli G., R. Lalive, D. Oesch, N. Turtschi, A. von Ow, P. Arni und P. Parrotta (2013): L\u2019impact des r\u00e9seaux sociaux sur le retour \u00e0 l\u2019emploi des ch\u00f4meurs, IDHEAP Universit\u00e9 de Lausanne, SECO-Publikation Arbeitsmarktpolitik Nr.\u00a037.<\/li>&#13;\n\t<li>Egger M. und A. W\u00fcthrich (2013): Detailanalyse der Unternehmensprozesse, Zust\u00e4ndigkeiten, Anreiz- und F\u00fchrungssysteme der Regionalen Arbeitsvermittlungszentren, Egger, Dreher &amp; Partner AG Bern, SECO-Publikation Arbeitsmarktpolitik Nr. 33.<\/li>&#13;\n\t<li>F\u00f6llmi R., T. Zehnder und J. Zweim\u00fcller (2014): R\u00fcckruf durch den ehemaligen Arbeitgeber, Universit\u00e4t St.\u00a0Gallen, HTW Chur und Universit\u00e4t Z\u00fcrich, SECO-Publikation Arbeitsmarktpolitik Nr. 40.<\/li>&#13;\n\t<li>Kaltenborn B. und P. Kaps (2013): Steuerung der \u00f6ffentlichen Arbeitsvermittlung in der Schweiz, Berlin, SECO-Publikation Arbeitsmarktpolitik Nr. 35. (Kaltenborn\/Kaps, 2013).<\/li>&#13;\n\t<li>Kempeneers P. und T. Wolf (2013): Strat\u00e9gie de r\u00e9insertion des ORP, Observatoire Universitaire de l\u2019Emploi (OUE) d\u2019Universit\u00e9 de Gen\u00e8ve, SECO-Publikation Arbeitsmarktpolitik Nr.\u00a036.<\/li>&#13;\n\t<li>Marti M., M. Mattmann und P. Walker (2013): Auswirkungen der Arbeitslosigkeit auf Einkommen und Erwerbsbiografien, Ecoplan Bern, SECO-Publikation Arbeitsmarktpolitik Nr. 34.<\/li>&#13;\n\t<li>Morlok M., D. Liechti, R. Lalive, A. Osikominu und J. Zweim\u00fcller (2014): Evaluation der Arbeitsmarktlichen Massnahmen: Wirkung auf Bewerbungsverhalten und -chancen, B,S,S. Basel, SECO-Publikation Arbeitsmarktpolitik Nr.\u00a041.<\/li>&#13;\n<\/ul>"}],"post_notes_for_print":"","first_teaser_header_de":"","first_teaser_header_fr":"","first_teaser_text_de":"","first_teaser_text_fr":"","second_teaser_header_de":"","second_teaser_header_fr":"","second_teaser_text_de":"","second_teaser_text_fr":"","kseason_de":"","kseason_fr":"","post_in_pdf":117967,"main_focus":null,"serie_email":null,"frontpage_slider_bild":"","artikel_bild-slider":null,"legacy_id":"2923","post_abstract":"","magazine_issue":"20140501","seco_author_reccomended_post":null,"redaktoren":null,"korrektor":null,"planned_publication_date":null,"original_files":null,"external_release_for_author":"19700101","external_release_for_author_time":"00:00:00","link_for_external_authors":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/exedit\/54af8fda86d13"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/117964"}],"collection":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3701"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=117964"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/117964\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":127079,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/117964\/revisions\/127079"}],"acf:user":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3701"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/34792"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=117964"}],"wp:term":[{"taxonomy":"post__type","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post__type?post=117964"},{"taxonomy":"post_opinion","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_opinion?post=117964"},{"taxonomy":"post_serie","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_serie?post=117964"},{"taxonomy":"post_content_category","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_content_category?post=117964"},{"taxonomy":"post_content_subject","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_content_subject?post=117964"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}