{"id":118044,"date":"2014-04-01T12:00:00","date_gmt":"2014-04-01T12:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2014\/04\/gramegna-14\/"},"modified":"2023-08-23T23:18:57","modified_gmt":"2023-08-23T21:18:57","slug":"gramegna-13","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2014\/04\/gramegna-13\/","title":{"rendered":"Erwerb von Ferienwohnungen in der Schweiz durch Personen im Ausland im Jahre 2012"},"content":{"rendered":"<p>Personen im Ausland k\u00f6nnen nur in jenen Kantonen Ferienwohnungen erwerben, welche dazu eine entsprechende Rechtsgrundlage eingef\u00fchrt haben. Zurzeit sind das 17 Kantone, wobei nur in etwa einem Drittel davon auch tats\u00e4chlich eine gr\u00f6ssere Nachfrage besteht. Folgende Daten werden erhoben:&#13;<\/p>\n<ul>&#13;<\/p>\n<li>Anzahl der erteilten Bewilligungen;<\/li>\n<p>&#13;<\/p>\n<li>tats\u00e4chlich ausgef\u00fchrte Hand\u00e4nderungen;<\/li>\n<p>&#13;<\/p>\n<li>Fl\u00e4che der Grundst\u00fccke;Staatsangeh\u00f6rigkeit der erwerbenden Personen;<\/li>\n<p>&#13;<\/p>\n<li>Anzahl der Ver\u00e4usserungsgesch\u00e4fte zwischen Ausl\u00e4ndern;<\/li>\n<p>&#13;<\/p>\n<li>Anzahl der R\u00fcckerwerbe durch Schweizer;Aussch\u00f6pfung der Kontingente<\/li>\n<p>&#13;\n<\/ul>\n<p>&#13;<\/p>\n<h2>Bewilligungskontingente<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDer Bundesrat hat die gesamtschweizerische H\u00f6chstzahl der j\u00e4hrlichen kantonalen Bewilligungskontingente auf die gesetzliche H\u00f6chstlimite von 1500 Einheiten festgesetzt.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nWie bis anhin kann ein Kanton die im laufenden Jahr nicht gebrauchten Kontingentseinheiten auf das darauffolgende Jahr \u00fcbertragen. Ende Oktober des zweiten Jahres fallen diese an den Bund zur\u00fcck und k\u00f6nnen auf Gesuch einem anderen Kanton zugeteilt werden, wenn dieser sein Kontingent des laufenden Jahres bereits aufgebraucht hat. Es darf ihm aber h\u00f6chstens die H\u00e4lfte seines ordentlichen Kontingents zus\u00e4tzlich zugesprochen werden. Wie im Vorjahr beanspruchte einzig der Kanton Wallis zus\u00e4tzliche Einheiten aus dem Kontingent 2012. Das gesamtschweizerische Kontingent von 1500 Einheiten wurde zu 68% ausgesch\u00f6pft (im Vorjahr 75%). Die Aussch\u00f6pfung der kantonalen Kontingente stimmt \u00fcber das Jahr nicht unbedingt mit der Anzahl der kontingentspflichtigen Bewilligungen \u00fcberein. Diese kann insgesamt oder auch nur in einzelnen Kantonen etwas h\u00f6her als das Jahreskontingent liegen, dies aus zwei Gr\u00fcnden:&#13;<\/p>\n<ul>&#13;<\/p>\n<li>Erstens sind die Kontingentseinheiten, die in einem Jahr nicht gebraucht werden, auf das folgende Jahr \u00fcbertragbar.<\/li>\n<p>&#13;<\/p>\n<li>Zweitens k\u00f6nnen in fr\u00fcheren Jahren erteilte Grundsatzbewilligungen (Zusicherungen von Bewilligungen an Verk\u00e4ufer) auch sp\u00e4ter noch \u00fcber einen bestimmten Zeitraum ausgesch\u00f6pft werden.<\/li>\n<p>&#13;\n<\/ul>\n<p>&#13;<br \/>\n<em>Grafik 1<\/em> kann entnommen werden, dass die Kontingente im langj\u00e4hrigen Durchschnitt nur etwa zu 80% ausgesch\u00f6pft wurden.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<a href=\"http:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2014\/04\/201404_19D_Grafik01.eps1_.gif\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-3918\" src=\"http:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2014\/04\/201404_19D_Grafik01.eps1_-600x521.gif\" alt=\"201404_19D_Grafik01.eps[1]\" width=\"600\" height=\"521\" \/><\/a>&#13;<\/p>\n<h2>Bewilligungen und Hand\u00e4nderungen<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\n2012 wurden in der Schweiz 1372 Bewilligungen f\u00fcr den Erwerb von Ferienwohnungen durch Personen im Ausland erteilt (im Vorjahr 1330). Der Grossteil der Bewilligungen wurde in den Kantonen Wallis (674), Tessin (209), Waadt (181), Graub\u00fcnden (170) und Bern (93) erteilt (siehe <i>Tabelle 1<\/i>).&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<a href=\"http:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2014\/04\/201404_19F_Tabelle01.eps1_.gif\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-3919\" src=\"http:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2014\/04\/201404_19F_Tabelle01.eps1_-600x467.gif\" alt=\"201404_19F_Tabelle01.eps[1]\" width=\"600\" height=\"467\" \/><\/a>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie Hand\u00e4nderungsstatistik gibt im Unterschied zur Bewilligungsstatistik Aufschluss \u00fcber die tats\u00e4chlich ausge\u00fcbten Erwerbs&shy;gesch\u00e4fte. Im langj\u00e4hrigen Durchschnitt f\u00fchren etwa 85% aller Bewilligungen zu einem Grundbucheintrag. Die Differenz zwischen der Hand\u00e4nderungs- und der Bewilligungsstatistik ergibt sich, weil zwischen der Erteilung einer Bewilligung und dem Eintrag im Grundbuch in der Regel mehrere Monate verstreichen und die Statistik auf die Hand&shy;\u00e4nderungen des erhobenen Jahres abstellen muss. Weiter kann es vorkommen, dass die Ausl\u00e4nder auf den Erwerb verzichten.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nIm Jahre 2012 war die Zahl der Hand&shy;\u00e4nderungen von 990 Ferienwohnungen deutlich h\u00f6her als im Vorjahr (821). Am meisten Grundbucheintragungen verzeichneten die klassischen Fremdenverkehrskantone: Wallis 654, Graub\u00fcnden 152, Tessin 82, Bern 40 und Waadt 26. Die Aufteilung der Hand\u00e4nderungen nach der Nationalit\u00e4t der Erwerberinnen und Erwerber hat sich kaum ge\u00e4ndert (siehe <em>Tabelle 2<\/em>).&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<a href=\"http:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2014\/04\/201404_19D_Tabelle02.eps1_.gif\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-3920\" src=\"http:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2014\/04\/201404_19D_Tabelle02.eps1_-600x315.gif\" alt=\"201404_19D_Tabelle02.eps[1]\" width=\"600\" height=\"315\" \/><\/a>&#13;<\/p>\n<h2>Nettozuwachs und &shy;Ver\u00e4usserungsgesch\u00e4fte<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nUm den Nettozuwachs von ausl\u00e4ndischem Ferienwohnungseigentum in der Schweiz zu berechnen, sind vom Total der Hand\u00e4nderungen einerseits die R\u00fcckerwerbe durch Schweizerinnen und Schweizer und andererseits die Ver\u00e4usserungen von Ausl\u00e4ndern an Ausl\u00e4nder in Abzug zu bringen. F\u00fcr das Jahr 2012 ergibt dies nach &shy;Abzug von 276 \u00dcbertragungen zwischen Ausl\u00e4ndern und 643 R\u00fcck\u00fcbertragungen an Schweizer eine Zunahme von 71 Ferienwohnungen (Vorjahr: Abnahme von 48 Ferienwohnungen). Fl\u00e4chenm\u00e4ssig entspricht dies einer Zunahme von rund 50,6 Hektaren (Vorjahr: Abnahme von 8,5 Hektaren). &shy;Detaillierte Angaben \u00fcber die Verteilung nach Kantonen k\u00f6nnen <i>Tabelle 3<\/i> entnommen werden.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<a href=\"http:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2014\/04\/201404_19D_Tabelle03.eps1_.gif\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-3921\" src=\"http:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2014\/04\/201404_19D_Tabelle03.eps1_-600x337.gif\" alt=\"201404_19D_Tabelle03.eps[1]\" width=\"600\" height=\"337\" \/><\/a><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Personen im Ausland k\u00f6nnen nur in jenen Kantonen Ferienwohnungen erwerben, welche dazu eine entsprechende Rechtsgrundlage eingef\u00fchrt haben. Zurzeit sind das 17 Kantone, wobei nur in etwa einem Drittel davon auch tats\u00e4chlich eine gr\u00f6ssere Nachfrage besteht. 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Die Zahl der tats\u00e4chlich erfolgten Erwerbe durch Ausl\u00e4nder ist gegen\u00fcber dem \u00adVorjahr wieder etwas gestiegen, was sich auch auf die bewilligte Fl\u00e4che auswirkte. Es wurden 990 Hand\u00e4nderungen im Grundbuch eingetragen. Nach Abzug der von Schweizern zur\u00fcckgekauften und unter Ausl\u00e4ndern \u00fcbertragenen Grundst\u00fccke ergibt sich ein Nettozuwachs von 71 Wohnungen des ausl\u00e4ndischen Ferienwohnungsbestandes.","post_hero_image_description":"F\u00fcr das Jahr 2012 ergibt sich ein Nettozuwachs von 71 Ferienwohnungen, die in ausl\u00e4ndischem Besitz sind. 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