{"id":118072,"date":"2014-04-01T12:00:00","date_gmt":"2014-04-01T12:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2014\/04\/lobsiger-2\/"},"modified":"2023-08-23T23:19:14","modified_gmt":"2023-08-23T21:19:14","slug":"lobsiger","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2014\/04\/lobsiger\/","title":{"rendered":"Ein Indikatorensystem erm\u00f6glicht die Beurteilung der Fachkr\u00e4ftenachfrage in verschiedenen Berufsfeldern"},"content":{"rendered":"<p>Das Ph\u00e4nomen Fachkr\u00e4ftemangel ist vielschichtig und l\u00e4sst sich nicht an einer einzigen Gr\u00f6sse festmachen. Die vorliegende &shy;Studie, welche B,S,S. im Auftrag des Staatssekretariats f\u00fcr Wirtschaft (Seco) durchgef\u00fchrt hat, n\u00e4hert sich dieser Thematik durch eine detaillierte Analyse der Arbeitsmarktsituation in den verschiedenen Berufen und Berufsfeldern. Die Arbeit besteht im Kern darin, Indikatoren zu identifizieren, die das Ausmass von Fachkr\u00e4ftemangel abbilden. So wird aufgezeigt, in welchen Berufen tendenziell ein Fachkr\u00e4ftemangel besteht, ohne jedoch den Versuch zu unternehmen, im Detail auszuweisen, wie viele Fachleute in einem Beruf genau fehlen. Konzeptionell konnten wir uns auf das bestehende \u00abIndikatorensystem Fachkr\u00e4ftemangel\u00bb<a href=\"#footnote_1\" id=\"footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor\">[1]<\/a> st\u00fctzen, welches wir mit aktuellen und umfassenderen Datenquellen angereichert haben. Jene Berufsfelder oder Berufsklassen, die besonders von Fachkr\u00e4ftemangel betroffen sind, sind im Bericht ausf\u00fchrlicher beschrieben. Unter anderem zeigen wir die Altersstruktur der Erwerbsbev\u00f6lkerung auf und analysieren, wie gut das bestehende Fachkr\u00e4ftepotenzial heute bereits genutzt wird.&#13;<\/p>\n<h2>Messung von Fachkr\u00e4ftemangel in der Schweiz<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nZur Klassifizierung der Berufe greifen wir auf die Schweizerische Berufsnomenklatur (SBN) des Bundesamts f\u00fcr Statistik (BFS) zur\u00fcck. Dies erlaubt Auswertungen f\u00fcr 383 Berufe (Berufsarten), die sich in 39 Berufsklassen einteilen lassen. In einigen, aber nicht in allen F\u00e4llen decken sich die Berufsklassen mit einer Branchensicht.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nUm dem Ph\u00e4nomen des Fachkr\u00e4ftemangels auf die Spur zu kommen, berechnen wir f\u00fcr jeden einzelnen Beruf vier Knappheits&shy;indikatoren (siehe <i>Kasten 1<\/i>). Wenn zwei von diesen Indikatoren auf eine erh\u00f6hte Fachkr\u00e4fteknappheit hindeuten und der Beruf zus\u00e4tzlich \u00fcber die letzten zehn Jahre eine positive Besch\u00e4ftigungsentwicklung aufgewiesen hat, z\u00e4hlen wir ihn zu den Berufen mit Verdacht auf Fachkr\u00e4ftemangel.&#13;<\/p>\n<h2>Zwei Drittel der Berufsfelder betroffen<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nInsgesamt arbeiten gem\u00e4ss dieser Definition 36% aller Erwerbst\u00e4tigen in der Schweiz in einem Beruf mit Verdacht auf Fachkr\u00e4ftemangel. Von den insgesamt 39 Berufsklassen enthalten deren 26 mindestens eine Berufsart, in der ein Verdacht auf Fachkr\u00e4ftemangel besteht. Das Ph\u00e4nomen des Fachkr\u00e4ftemangels \u2013 wie im Rahmen der Studie definiert \u2013 ist somit breit \u00fcber sehr unterschiedliche &shy;Berufsfelder gestreut. Dennoch k\u00f6nnen Berufsgruppen ausgemacht werden, in denen der Mangel ausgepr\u00e4gter ist. Der Bericht selbst benennt 11 Berufsklassen mit einem ausgepr\u00e4gten Fachkr\u00e4ftemangel. Im Folgenden geben wir einen ersten \u00dcberblick \u00fcber die Fachkr\u00e4ftesituation. Insgesamt arbeiten in der Schweiz rund 1,4 Mio. Personen in Berufen, die laut unserer Definition als \u00abMangelberufe\u00bb bezeichnet werden k\u00f6nnen. <i>Grafik 1<\/i> zeigt, in welchen Bereichen<a href=\"#footnote_2\" id=\"footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor\">[2]<\/a> diese Erwerbst\u00e4tigen besch\u00e4ftigt sind.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<a href=\"http:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2014\/04\/201404_10D_Grafik01.eps1_.gif\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-3856\" src=\"http:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2014\/04\/201404_10D_Grafik01.eps1_-600x503.gif\" alt=\"201404_10D_Grafik01.eps[1]\" width=\"600\" height=\"503\" \/><\/a>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie gr\u00f6sste Gruppe von Erwerbst\u00e4tigen in Mangelberufen bilden mit 23% die Managementberufe. Dass die Stellenbesetzung in diesen Berufen h\u00e4ufig schwierig ist, h\u00e4ngt &shy;sicherlich mit den spezifischen und anspruchsvollen Anforderungen f\u00fcr Kaderstellen zusammen und ist daher auch wenig \u00fcberraschend.<a href=\"#footnote_3\" id=\"footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor\">[3]<\/a> 16% der Erwerbst\u00e4tigen in Mangelberufen waren im breiten Bereich von Administration, Finanzen und Rechtswesen t\u00e4tig. Je 13% waren den Gesundheitsberufen, den Lehr- und Kulturberufen bzw. den technischen Berufen zuzurechnen. Letztere beziehen sich auf den Mint-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik), der seit L\u00e4ngerem im Zentrum der \u00f6ffentlichen Fachkr\u00e4ftediskussion steht. Unsere Mangelindikatoren zeigen, dass es in diesen Berufen tats\u00e4chlich relativ h\u00e4ufig objektive Anzeichen f\u00fcr einen Mangel an Fachkr\u00e4ften gibt. 23% der Erwerbst\u00e4tigen in Berufen mit Verdacht auf Fachkr\u00e4ftemangel entfallen auf \u00fcbrige Berufe im Dienstleistungs- wie auch im Produktionsbereich.&#13;<\/p>\n<h2>Das Beispiel der kaufm\u00e4nnischen und administrativen Berufe<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nJe nach Beruf ist ein Verdacht auf Fachkr\u00e4ftemangel auf unterschiedliche Faktoren zur\u00fcckzuf\u00fchren. F\u00fcr die Berufsklasse der kaufm\u00e4nnischen und administrativen Berufe ist dies in <i>Tabelle 1<\/i> exemplarisch gezeigt. Wie zu erkennen ist, gibt es in vier von sieben Berufsarten einen Verdacht auf Fachkr\u00e4ftemangel: bei Buchhaltern, Immobilienfachleuten, Organisationsfachleuten und \u00fcbrigen Administrationsangestellten. In all diesen Berufen liegt der Deckungsgrad unter 100%; die Quote der offenen Stellen liegt \u00fcber dem &shy;gesamtwirtschaftlichen Durchschnitt, und das Besch\u00e4ftigungswachstum fiel in den letzten zehn Jahren ebenfalls positiv aus. Bei Buchhaltern, Immobilienfachleuten und -verwaltern sowie \u00fcbrigen Administrationsangestellten lag zudem die Arbeitslosenquote unter dem gesamtwirtschaftlichen Durchschnittswert. In keinem der Berufe spielte dagegen die Zuwanderung der letzten zehn Jahre eine \u00fcberdurchschnittliche Rolle. Dies mag auch daran liegen, dass in diesen Bereichen ein hohes Mass an institutionellem Wissen notwendig ist. Einem Fachkr\u00e4ftemangel kann deshalb nicht so einfach durch Rekrutierung im Ausland begegnet werden.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<a href=\"http:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2014\/04\/201404_10D_Tabelle01.eps1_.gif\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-3857\" src=\"http:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2014\/04\/201404_10D_Tabelle01.eps1_-600x252.gif\" alt=\"201404_10D_Tabelle01.eps[1]\" width=\"600\" height=\"252\" \/><\/a>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nInnerhalb des Bereichs der kaufm\u00e4nnischen und administrativen Berufe waren in den vier Berufsarten mit Verdacht auf Fachkr\u00e4ftemangel insgesamt 117\u2009000 Personen erwerbst\u00e4tig, was 27% aller Erwerbst\u00e4tigen in ihrer Berufsklasse entspricht. Allgemeine B\u00fcroberufe (kaufm\u00e4nnische Angestellte und B\u00fcroberufe) m\u00fcssen hingegen nach unseren Kriterien nicht zu den Berufen mit Verdacht auf Fachkr\u00e4ftemangel gez\u00e4hlt werden. Zwar lag dort der Deckungsgrad unter 100%, und auch die Arbeitslosenquote war unterdurchschnittlich. Jedoch war die Besch\u00e4ftigungsentwicklung in den letzten zehn Jahren r\u00fcckl\u00e4ufig.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie Werte der hier gezeigten Knappheitsindikatoren und das Besch\u00e4ftigungswachstum in den vergangenen zehn Jahren werden im vollst\u00e4ndigen Bericht f\u00fcr zehn weitere Berufsklassen mit den h\u00e4ufigsten Anzeichen f\u00fcr einen Fachkr\u00e4ftemangel nach Berufsarten differenziert aufgef\u00fchrt. F\u00fcr diese l\u00e4sst sich somit im Detail nachvollziehen, welche Knappheitsindikatoren f\u00fcr die verschiedenen Berufe einen Verdacht auf Fachkr\u00e4ftemangel begr\u00fcnden bzw. warum andere Berufe nicht zu den Mangelberufen gez\u00e4hlt werden.&#13;<\/p>\n<h2>Nutzung des bestehenden Fachkr\u00e4fte&shy;potenzials<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nZus\u00e4tzlich zur Darstellung des Fachkr\u00e4ftemangels charakterisiert der Bericht die elf wichtigsten Berufsfelder anhand der Verteilung nach Geschlecht, Altersstruktur, Erwerbsquote, durchschnittlichem Besch\u00e4ftigungsgrad und Bildungsstruktur (siehe <i>Kasten 2 <\/i>f\u00fcr die Definition der Indikatoren). Folgende Fragen sollen damit f\u00fcr die Berufsfelder\/Berufe mit Anzeichen f\u00fcr Fachkr\u00e4ftemangel beantwortet werden:&#13;<\/p>\n<ul>&#13;<\/p>\n<li>Ist in den kommenden Jahren aufgrund bevorstehender Pensionierungen mit einem besonders ausgepr\u00e4gten demografischen Ersatzbedarf zu rechnen?<\/li>\n<p>&#13;<\/p>\n<li>Wie stark wird das bestehende Arbeitskr\u00e4ftepotenzial bez\u00fcglich Arbeitsmarktbeteiligung und Besch\u00e4ftigungsgrad (Teilzeit\/Vollzeit) gegenw\u00e4rtig ausgesch\u00f6pft, und welche Unterschiede gibt es dabei nach Geschlecht?<\/li>\n<p>&#13;<\/p>\n<li>Wie verteilt sich die Arbeitskr\u00e4ftenachfrage auf die Bildungsstufen?<\/li>\n<p>&#13;\n<\/ul>\n<p>&#13;<br \/>\nWie bei den m\u00f6glichen Ursachen des &shy;Arbeitskr\u00e4ftemangels zeigen sich je nach &shy;Berufsfelder unterschiedliche Ergebnisse.&#13;<\/p>\n<h2>Punktuell erh\u00f6hter demografischer Ersatzbedarf<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nIn den Berufen des Unterrichts und der Bildung, den Berufen der Reinigung, Hygiene und K\u00f6rperpflege sowie in den Berufen des Gesundheitswesens liegt der Anteil der \u00fcber 50-J\u00e4hrigen an den Erwerbst\u00e4tigen mit bis zu 39% sp\u00fcrbar \u00fcber dem Durchschnitt von 30%. In den kommenden Jahren ist &shy;somit in diesen Bereichen im Vergleich zu den anderen Berufsfeldern mit einem erh\u00f6hten Ersatzbedarf durch Pensionierungen zu rechnen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nInsgesamt fallen Berufsfelder mit Anzeichen f\u00fcr Fachkr\u00e4ftemangel allerdings nicht durch einen \u00fcberdurchschnittlichen demografischen Ersatzbedarf auf. Dies d\u00fcrfte u.a. auch damit zusammenh\u00e4ngen, dass deren Besch\u00e4ftigungswachstum in den letzten Jahren durch zus\u00e4tzliche Studienabg\u00e4nger und zugewanderte Arbeitskr\u00e4fte gedeckt werden konnte. Beide d\u00fcrften in Berufen mit wachsendem Fachkr\u00e4ftebedarf zu einer Verj\u00fcngung der Belegschaft beigetragen haben.&#13;<\/p>\n<h2>Potenzial besteht vor allem bei Teilzeitarbeit<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nIn den Berufsfeldern mit Verdacht auf Fachkr\u00e4ftemangel wird das Fachkr\u00e4ftepotenzial eher besser genutzt als in den \u00fcbrigen Berufen. Am st\u00e4rksten gilt dies heute in technischen Berufen sowie in den Bauberufen. Erwerbsquote und Besch\u00e4ftigungsgrad liegen in diesen von M\u00e4nnern dominierten Berufen in der Regel deutlich \u00fcber dem Durchschnitt. Gleichzeitig zeigt sich aber, dass auch Frauen in Berufen mit Fachkr\u00e4ftemangel im Vergleich zu Frauen in anderen Berufen h\u00f6here Erwerbsquoten und auch einen h\u00f6heren durchschnittlichen Besch\u00e4ftigungsgrad aufweisen. Dies gilt in den technischen &shy;Berufen, aber auch in zahlreichen Berufen mit Verdacht auf Fachkr\u00e4ftemangel, in denen der Frauenanteil hoch ist, wie z.B. in den &shy;Gesundheitsberufen. Im Vergleich zu den M\u00e4nnern liegen die Erwerbsquoten und der Besch\u00e4ftigungsgrad der Frauen allerdings durchwegs tiefer.&#13;<\/p>\n<h2>Fachkr\u00e4ftemangel h\u00e4ufiger bei\u00a0&shy;hohen\u00a0&shy;Qualifikationen<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie Mehrzahl der Berufe und Berufsfelder mit verbreitetem Verdacht auf Fachkr\u00e4ftemangel weisen eine \u00fcberdurchschnittliche Nachfrage nach gut qualifizierten Arbeitskr\u00e4ften auf. Am h\u00f6chsten liegt der Anteil der terti\u00e4r ausgebildeten Personen in den Berufsklassen der Ingenieurberufe (85%), in den Berufen des Unterrichts und der Bildung (73%) oder in der Informatik (60%). In neun der elf Berufsklassen mit vermehrten Anzeichen f\u00fcr Fachkr\u00e4ftemangel liegt der Anteil an terti\u00e4r ausgebildeten Erwerbs&shy;t\u00e4tigen \u00fcber dem gesamtwirtschaftlichen Durchschnitt von 33%.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie Detailanalyse liefert somit verschiedene Hinweise, in welchen Bereichen Massnahmen zur Bek\u00e4mpfung des Fachkr\u00e4ftemangels ansetzen k\u00f6nnen. Die Fachkr\u00e4fteinitiative des Bundes nimmt bereits heute auf diese Bereiche Bezug und zeigt m\u00f6gliche Massnahmen auf.&#13;<\/p>\n<h2>Fachkr\u00e4ftemangel tats\u00e4chlich vorhanden<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDer hier diskutierte Bericht zeigt auf, dass Fachkr\u00e4ftemangel ein verbreitetes Ph\u00e4nomen ist. Die eingangs erw\u00e4hnten Klagen \u00fcber fehlende Fachkr\u00e4fte in der Schweiz k\u00f6nnen auch mit Daten belegt werden. Zudem liefert der Bericht Informationen zur Aussch\u00f6pfung des Arbeitskr\u00e4ftepotenzials. Er erlaubt eine Orientierung in der sehr breiten Thematik des Fachkr\u00e4ftemangels und kann dazu dienen, gezielte Massnahmen zur Entsch\u00e4rfung der Problematik zu entwickeln.<\/p>\n<ol class=\"footnote\"><li id=\"footnote_1\" class=\"footnote--item\">B,S,S. Volkswirtschaftliche Beratung AG und Forschungsstelle f\u00fcr Arbeitsmarkt- und Industrie\u00f6konomik an der Universit\u00e4t Basel (2009).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_2\" class=\"footnote--item\">Diese Gruppierung orientiert sich am 1-Steller der SBN-Nomenklatur, entspricht aber nicht genau den offiziellen Berufsabteilungen des BFS.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_3\" class=\"footnote--item\">Zu bemerken ist, dass der Deckungsgrad bei \u00adBerufen, f\u00fcr die es keine spezifische Ausbildung gibt, grunds\u00e4tzlich tief ist. Das gilt auch f\u00fcr \u00adManagementberufe. Allerdings w\u00fcrden diese auch ohne Ber\u00fccksichtigung des Indikators \u00ad\u00abDeckungsgrad\u00bb unter die Berufe mit Verdacht auf Fachkr\u00e4ftemangel fallen, da hier andere \u00adIndikatoren ebenfalls anschlagen.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><\/ol>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Ph\u00e4nomen Fachkr\u00e4ftemangel ist vielschichtig und l\u00e4sst sich nicht an einer einzigen Gr\u00f6sse festmachen. Die vorliegende &shy;Studie, welche B,S,S. im Auftrag des Staatssekretariats f\u00fcr Wirtschaft (Seco) durchgef\u00fchrt hat, n\u00e4hert sich dieser Thematik durch eine detaillierte Analyse der Arbeitsmarktsituation in den verschiedenen Berufen und Berufsfeldern. 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Volkswirtschaftliche Beratung AG (2014): Fachkr\u00e4ftemangel in der Schweiz \u2013 Ein Indikatorensystem zur Beurteilung der Fachkr\u00e4ftenachfrage in verschiedenen Berufsfeldern.<\/li>&#13;\n<\/ul>","post_kasten":[{"kasten_title":"Indikatoren zur Fachkr\u00e4ftesituation","kasten_box":"Folgende Auspr\u00e4gungen der Indikatoren deuten auf einen Fachkr\u00e4ftemangel hin:&#13;\n<ul>&#13;\n\t<li>Deckungsgrad unter 100% (der Deckungsgrad zeigt auf, ob sich alle momentan besetzten Stellen eines Berufs durch die Besch\u00e4ftigung aller entsprechend qualifizierten Erwerbspersonen abdecken lassen);<\/li>&#13;\n\t<li>\u00fcberdurchschnittliche Zuwanderungsquote (Anteil der in den letzten zehn Jahren Zugewanderten an den Erwerbst\u00e4tigen);<\/li>&#13;\n\t<li>unterdurchschnittliche Arbeitslosenquote;<\/li>&#13;\n\t<li>\u00fcberdurchschnittliche Quote der offenen Stellen;<\/li>&#13;\n\t<li>Besch\u00e4ftigungswachstum in den vergangenen zehn Jahren.<\/li>&#13;\n<\/ul>&#13;\nEin Verdacht auf Fachkr\u00e4ftemangel besteht f\u00fcr einen Beruf dann, wenn mindestens zwei der ersten vier Indikatoren auf einen solchen hindeuten und wenn gleichzeitig in den vergangenen zehn Jahren ein positives Besch\u00e4ftigungswachstum erzielt wurde.&#13;\n&#13;\nAls haupts\u00e4chliche Datenquelle dienen die Strukturerhebungen der Jahre 2010 und 2011 (BFS). Weiter greifen wir auf Daten der Volksz\u00e4hlung 2000 (Besch\u00e4ftigte im Jahr 2000\/BFS), auf Daten aus der Arbeitsvermittlungs- und Arbeitsmarktstatistik (Arbeitslosenzahlen\/Seco der Jahre 2010\u20132012) und auf Daten der Firma x28 (Anzahl offene Stellen an einem Stichtag im Juni 2012) zur\u00fcck."},{"kasten_title":"Verwendete Arbeitsmarktindikatoren","kasten_box":"Die elf Berufsfelder mit der gr\u00f6ssten \u00adAnzahl an Besch\u00e4ftigten in Mangelberufen werden anhand folgender Arbeitsmarkt\u00adindikatoren charakterisiert:&#13;\n<ul>&#13;\n\t<li>Die Altersstruktur der Erwerbst\u00e4tigen zeigt die Anteile nach Altersklassen (&lt; 35, 35\u201349, 50+) an der Gesamtzahl der im entsprechenden Berufsfeld Erwerbst\u00e4tigen.<\/li>&#13;\n\t<li>Die Erwerbsquote gibt Auskunft \u00fcber die Erwerbsbereitschaft in der Bev\u00f6lkerung.<\/li>&#13;\n\t<li>Der Besch\u00e4ftigungsgrad beschreibt die durchschnittlich geleistete Arbeitszeit im Vergleich zur Normalarbeitszeit.<\/li>&#13;\n\t<li>Die Ausbildung der Erwerbst\u00e4tigen erlaubt R\u00fcckschl\u00fcsse auf den Bildungsbedarf eines Berufsfeldes. 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