{"id":118086,"date":"2014-04-01T12:00:00","date_gmt":"2014-04-01T12:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2014\/04\/moser-12\/"},"modified":"2023-08-23T23:19:28","modified_gmt":"2023-08-23T21:19:28","slug":"moser-11","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2014\/04\/moser-11\/","title":{"rendered":"Missbr\u00e4uchlicher Alkoholkonsum verursacht Kosten in Milliardenh\u00f6he"},"content":{"rendered":"<p>Ein Glas Wein zum Essen, ein Bier am Feierabend, ein Cocktail zu speziellen Anl\u00e4ssen \u2013 die meisten Menschen in der Schweiz trinken Alkohol, der in den meisten Teilen der Gesellschaft ein breit akzeptiertes Genussmittel ist. 80% der Schweizerinnen und Schweizer trinken risikoarm. Rund ein F\u00fcnftel \u00fcbertreibt es aber \u2013 gelegentlich oder immer wieder. So entstehen Kosten zulasten der Wirtschaft und der Unternehmen, im Gesundheitswesen und f\u00fcr die Krankenkassen, bei Polizei und Justiz und somit letztlich f\u00fcr die Steuerzahlerinnen und -zahler.&#13;<\/p>\n<h2>Pr\u00e4vention kann helfen, &shy;Kosten\u00a0zu\u00a0&shy;senken<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nIm Bericht \u00abGesundheit 2020\u00bb zu den gesundheitspolitischen Priorit\u00e4ten h\u00e4lt der Bundesrat fest, dass Gesundheitsf\u00f6rderung und Krankheitsvorbeugung intensiviert werden sollen.<a href=\"#footnote_1\" id=\"footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor\">[1]<\/a> Damit k\u00f6nnen auch die volkswirtschaftlichen Kosten reduziert werden, die durch unausgewogene Ern\u00e4hrung und mangelnde Bewegung, \u00fcberm\u00e4ssigen Alkoholkonsum oder Tabak verursacht werden. Das <i>Nationale Programm Alkohol<\/i>, welches vom Bundesrat 2008 beschlossen wurde und unter der Federf\u00fchrung des BAG umgesetzt wird, nennt eine Verringerung der negativen sozialen Kosten durch Alkoholmissbrauch als eines der Oberziele. Die aktuelle Studie \u00abAlkoholbedingte Kosten in der Schweiz\u00bb sensibilisiert die breite \u00d6ffentlichkeit f\u00fcr das Thema und st\u00e4rkt sie im &shy;Bewusstsein, dass die Gesellschaft als Ganzes in\u00a0der kollektiven Verantwortung steht. Schliesslich ist es die Allgemeinheit, welche die in der vorliegenden Studie berechneten Kosten begleicht. Und Pr\u00e4vention kann &shy;helfen, diese zu senken.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDas Bewusstsein f\u00fcr das Problem von missbr\u00e4uchlichem Alkoholkonsum steigt, wenn die Kosten monet\u00e4r beziffert werden k\u00f6nnen. Die Studie kommt zum Schluss, dass die Gesellschaft 4,2 Mrd. Franken Kosten tr\u00e4gt, welche durch Alkoholmissbrauch im Referenzjahr 2010 verursacht wurden. Davon hat die Wirtschaft 3,4 Mrd. Franken oder 80% zu tragen. Direkte Kosten im Gesundheitswesen und in der Strafverfolgung stehen mit 0,8 Mrd. Franken zu Buche. Die Gesamtkosten machen 0,7% des BIP aus. Die ausgewiesenen Zahlen belasten explizit die gesamte Gesellschaft, weil keine privaten Kosten \u2013 wie beispielsweise pers\u00f6nlicher Verlust an Lebensqualit\u00e4t oder die private Pflege eines alkoholkranken Angeh\u00f6rigen \u2013 mit einberechnet wurden. Jede Schweizerin und jeder Schweizer ab 15 Jahren zahlt pro Jahr durchschnittlich 613 Franken an den &shy;Alkoholmissbrauch.&#13;<\/p>\n<h2>Wegen Kater zu wenig produktiv bei\u00a0der\u00a0Arbeit<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie Wirtschaft kostet der Alkoholkonsum also rund 3,4 Mrd. Franken. Diese fallen indirekt an, sprich in Form von Produktivit\u00e4tsverlusten. Wie kommt dieser Betrag zu&shy;stande? Zum einen sind dies direkte Produktivit\u00e4tsverluste in H\u00f6he von 1,2 Mrd. Franken, zum anderen indirekte Produktivit\u00e4tsverluste in H\u00f6he von 2,2 Mrd. Franken. Die direkten Produktivit\u00e4tsverluste fallen &shy;einerseits an, wenn Arbeitnehmende beispielsweise aufgrund eines Katers verminderte Leistung erbringen (Pr\u00e4sentismus). Andererseits k\u00f6nnen diese auch kurzfristig ausfallen (Absentismus), etwa wenn sie nach einer durchzechten Nacht zu sp\u00e4t zur Arbeit erscheinen und beispielsweise ihre Schicht nicht vollst\u00e4ndig absolvieren.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nZur Berechnung dieser Produktivit\u00e4tsverluste wurde eine Befragung von Personalverantwortlichen beigezogen, welche bereits 2010 f\u00fcr die BAG-Studie \u00abAlkoholbedingte Kosten am Arbeitsplatz\u00bb<a href=\"#footnote_2\" id=\"footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor\">[2]<\/a> als Datengrundlage diente. Diese hatte ergeben, dass rund 2% der Besch\u00e4ftigten einen problematischen Alkoholkonsum aufweisen, aus diesem Grund vier Stunden mehr pro Monat fehlen als die \u00fcbrigen Arbeitnehmenden und deshalb rund 15% weniger produktiv waren. Die am meisten betroffenen Branchen waren das Gast- und das Baugewerbe, welche zu 5,1% bzw. 3,9% Angestellte mit problematischem Alkoholkonsum besch\u00e4ftigen. Von den befragten &shy;Unternehmen gaben 14% an, ein Pr\u00e4ventionsprogramm zu betreiben. Davon wiederum zogen 70% eine positive Kosten-Nutzen-Bilanz.&#13;<\/p>\n<h2>Hohe Kosten durch Arbeitsunf\u00e4higkeit<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nNeben den direkten Produktivit\u00e4tsverlusten \u00fcber 1,2 Mrd. Franken gehen der &shy;Wirtschaft zudem 2,2 Mrd. Franken durch indirekte Produktivit\u00e4tsverluste verloren (siehe <i>Tabelle 1<\/i>). Hintergrund dieser Berechnung ist die Tatsache, dass Alkoholkonsum gem\u00e4ss der WHO \u00fcber 60 Krankheiten verursacht und an weiteren rund 200 Krankheitsbildern beteiligt ist.<a href=\"#footnote_3\" id=\"footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor\">[3]<\/a> In der medizinischen Forschung herrscht Einigkeit, dass Alkohol auf beinahe das gesamte Organsystem negative Wirkungen aufweist. Hinzu kommen Verletzungen nach Unf\u00e4llen. Daraus folgt, dass der Volkswirtschaft durch fr\u00fchzeitige Todesf\u00e4lle (Mortalit\u00e4t) sowie fr\u00fchzeitige Pensionierung und Absenzen wegen Krankheit und Unf\u00e4llen (Morbidit\u00e4t) Ressourcen und damit Wohlstand verloren geht. Die Studie verwendet methodisch den Humankapitalansatz, wie es die WHO empfiehlt und wie es in der Literatur der Gesundheits\u00f6konomie \u00fcblich ist. Demnach wird mit einberechnet, dass durch Mortalit\u00e4t und Morbidit\u00e4t Arbeitskr\u00e4fte aus dem Arbeitsmarkt fallen, was zu geringerem Wohlstand f\u00fchrt und somit eine Kostenwirkung zur Folge hat. So kommen die 2,2 Mrd. Franken zustande. Aus fr\u00fchzeitigen Todesf\u00e4llen fallen 1,4 Mrd. Franken an Einbussen an. Die Kosten der Morbidit\u00e4t \u00fcber 0,8 Mrd. Franken werden h\u00e4lftig auf fr\u00fchzeitige Pensionierung sowie Absenzen infolge Krankheit aufgeteilt.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<a href=\"http:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2014\/04\/201404_18D_Tabelle01.eps1_.gif\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-3911\" src=\"http:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2014\/04\/201404_18D_Tabelle01.eps1_-600x473.gif\" alt=\"201404_18D_Tabelle01.eps[1]\" width=\"600\" height=\"473\" \/><\/a>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nBetroffene sind Arbeitnehmende, die aufgrund von Alkoholismus und dessen Folgekrankheiten \u2013 wie z.B. neuropsychiatrische St\u00f6rungen \u2013 aus dem Arbeitsmarkt fallen und zu IV-Bez\u00fcgern werden. Ein weiteres Beispiel w\u00e4re ein Verkehrsunfall, der wegen Trunkenheit am Steuer verursacht wurde und zur Folge hat, dass das Opfer wegen derVerletzungen arbeitsunf\u00e4hig wird. Ausserdem gilt es zu erw\u00e4hnen, dass die Studie die Nettokosten berechnete: Der positive Effekt von m\u00e4ssigem Alkoholkonsum bei Herz-Kreislauf-Krankheiten wurde ber\u00fccksichtigt.&#13;<\/p>\n<h2>Weitere direkte Kosten im Gesundheitswesen und im Strafvollzug<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nNeben den Produktivit\u00e4tsverlusten in der Wirtschaft verursacht Alkoholkonsum auch&#13;<br \/>\ndirekte Kosten in der Strafverfolgung und im Gesundheitswesen. Bei Letzterem bel\u00e4uft&#13;<br \/>\nsich der Gesamtbetrag auf 613 Mio. Franken. Das sind Ausgaben f\u00fcr die Behandlung von&#13;<br \/>\nalkoholbedingten Krankheiten, Unf\u00e4llen und Verletzungen. Station\u00e4re Behandlungsmethoden&#13;<br \/>\n(405 Mio. Fr.) wie Akutsomatik oder Psychiatrie verursachen fast doppelt so hohe Kosten wie die ambulanten (208 Mio. Fr.). Besonders teuer ist die kostenintensive Behandlung von neuropsychiatrischen St\u00f6rungen wie dem Alkoholentzugssyndrom oder Verhaltensst\u00f6rungen, die durch Alkoholmissbrauch ausgel\u00f6st wurden. Diese St\u00f6rungen machen zusammen mit den Kosten infolge von Unf\u00e4llen bzw. Verletzungen rund drei Viertel der alkoholbedingten Kosten im\u00a0 Gesundheitswesen aus.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n\u00dcberm\u00e4ssiger Alkoholkonsum beg\u00fcnstigt zudem das Begehen von Straftaten wie Gewalthandlungen oder Trunkenheit am Steuer. Dies belastet die \u00f6ffentliche Hand in den Bereichen Polizei, Justiz und im Strafvollzug mit 251 Mio. Franken. Fast die H\u00e4lfte dieser Kosten f\u00e4llt bei der Polizei an (113 Mio. Franken). Die wegen alkoholbedingter Straftaten verurteilten Gef\u00e4ngnisinsassen kosten 75 Mio. Franken. Die Justiz hat einen gesellschaftlichen Kostenanteil (64 Mio. Franken), weil hier nur die ungel\u00f6sten F\u00e4lle Ausgaben verursachen. Die \u00fcberf\u00fchrten Straft\u00e4ter tragen in der Regel die Verwaltungsaufwendungen selbst. Die Autoren der Studie gehen davon aus, dass in der Strafverfolgung die Kosten in Tat und Wahrheit noch h\u00f6her sind. So sind erh\u00f6hte Polizeiaufgebote bei Grossveranstaltungen oder Fussball- und Eishockeyspielen ebenso wenig ber\u00fccksichtigt wie Verkehrskontrollen durch die Polizei. Wie hoch genau der alkoholbedingte Anteil ist, kann aber aufgrund der Datenlage nicht herausgefiltert werden.&#13;<\/p>\n<h2>Wer bezahlt die alkoholbedingten &shy;Kosten?<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nWo Kosten entstehen, m\u00fcssen diese auch beglichen werden. In der Wirtschaft fallen 3,4 Mrd. Franken an, wobei je 1,7 Mrd. zulasten der Volkswirtschaft im Allgemeinen sowie der Unternehmen gehen (siehe <i>Tabelle 2<\/i>). Die Kosten f\u00fcr die Volkswirtschaft fallen ausnahmslos durch indirekte Produktivit\u00e4tsverluste infolge von Morbidit\u00e4t und Mortalit\u00e4t an. 0,5 Mrd. der total 2,2 Mrd. indirekten Produktivit\u00e4tsverluste fallen zulasten der Unternehmen an, welche Arbeitskr\u00e4fte wegen Krankheit, fr\u00fchzeitiger Todesf\u00e4lle oder Pensionierungen ersetzen m\u00fcssen. Mehr ins Gewicht fallen f\u00fcr die Unternehmen die direkten Produktionsverluste in der H\u00f6he von 1,2 Mrd. Franken, welche vollumf\u00e4nglich &shy;ihnen anhaften.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<a href=\"http:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2014\/04\/201404_18D_Tabelle02.eps1_.gif\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-3912\" src=\"http:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2014\/04\/201404_18D_Tabelle02.eps1_-600x324.gif\" alt=\"201404_18D_Tabelle02.eps[1]\" width=\"600\" height=\"324\" \/><\/a>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie \u00f6ffentliche Hand \u2013 und somit der Steuerzahler und die Steuerzahlerin \u2013 tragen Kosten in H\u00f6he von 387 Mio. Franken. Diese setzen sich zusammen aus den kompletten Ausgaben bei der Strafverfolgung sowie einem Teil der Kosten im Gesundheitswesen. In der Strafverfolgung sind es die Steuerzahler, welche die Kantonspolizei, Gef\u00e4ngnisse oder Gerichte finanzieren. Im Gesundheitswesen kommen neben dem Staat auch die Krankenkassen f\u00fcr die Kosten auf. Zwei m\u00f6gliche Beispiele f\u00fcr die Kosten im Staatswesen: Ein Opfer eines Unfalls, welcher durch Trunkenheit am Steuer verursacht wurde, muss in die Notaufnahme eines \u00f6ffentlichen Spitals eingeliefert werden. Oder eine alkoholabh\u00e4ngige Person muss wegen ihrer Krankheit Pflege von der \u00f6ffentlich finanzierten Spitex in vergleichsweise jungem Alter in Anspruch nehmen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nMehr noch als die \u00f6ffentliche Hand begleichen die Sozialversicherungen die direkten Kosten im Gesundheitswesen. Sie sind mit 298 Mio. Franken der gr\u00f6sste Kostentr\u00e4ger. Hier tauchen auch private Kosten in Form von Krankenkassenfranchisen und -selbstbehalten in H\u00f6he von 179 Mio. Franken auf, welche aus Gr\u00fcnden der Methode und der Datenlage nicht abgezogen worden sind. Ansonsten sind die privaten Kosten wie beispielsweise die Pflege eines oder einer &shy;alkoholkranken Angeh\u00f6rigen nicht inbegriffen. Auch die immateriellen oder die intangiblen Kosten \u2013 wie pers\u00f6nliches Leid, Schmerz oder der Verlust an Lebensqualit\u00e4t \u2013 sind private Lasten, die nicht ber\u00fccksichtigt wurden und zudem schwer zu berechnen w\u00e4ren.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nFundierte Aussagen zur Kostenentwicklung sind nicht m\u00f6glich. Zwar existiert eine Studie zu den alkoholbedingten sozialen Kosten in der Schweiz.<a href=\"#footnote_4\" id=\"footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor\">[4]<\/a> Eine Vergleichbarkeit ist jedoch sehr schwierig, da zum einen die wissenschaftlichen Methoden den internationalen Standards entsprechend aktualisiert wurden. So sind zum Beispiel \u2013 im Unterschied zur Studie von 2003 \u2013 in der aktuellen Untersuchung die immateriellen Kosten nicht ber\u00fccksichtigt. Zum anderen wurden divergierende Datengrundlagen verwendet. Dank der Umfrage sind erstmals \u00fcberhaupt Daten von Personalverantwortlichen der Unternehmen vorhanden, mit denen sich die direkten Produktivit\u00e4tsverluste errechnen lassen.<\/p>\n<ol class=\"footnote\"><li id=\"footnote_1\" class=\"footnote--item\">Ziel 1.3.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_2\" class=\"footnote--item\">Telser et al. (2010). Alkoholbedingte Kosten am Arbeitsplatz. Studie im Auftrag des BAG. Polynomics.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_3\" class=\"footnote--item\">WHO (2011): Global Status Report on Alcohol and Health.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_4\" class=\"footnote--item\">Jeanrenaud et al. (2003).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><\/ol>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Glas Wein zum Essen, ein Bier am Feierabend, ein Cocktail zu speziellen Anl\u00e4ssen \u2013 die meisten Menschen in der Schweiz trinken Alkohol, der in den meisten Teilen der Gesellschaft ein breit akzeptiertes Genussmittel ist. 80% der Schweizerinnen und Schweizer trinken risikoarm. Rund ein F\u00fcnftel \u00fcbertreibt es aber \u2013 gelegentlich oder immer wieder. 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Die Plattform <a href=\"http:\/\/www.alkoholamarbeitsplatz.ch\" target=\"_blank\">www.alkohol\u00adamarbeitsplatz.ch<\/a> bietet unter anderem Informationen und Unterst\u00fctzungsmassnahmen f\u00fcr Pr\u00e4ventionsprogramme in Unternehmen.&#13;\n&#13;\nIm Gesundheitswesen laufen ein Projekt zur St\u00e4rkung der Selbsthilfe sowie ein F\u00f6rderungsprogramm zur Kurzintervention von Haus\u00e4rzten, welche beide die Verminderung von alkoholbedingten Problemen zum Ziel&#13;\nhaben. Zudem wird ein Modellprojekt f\u00fcr Spitaleinweisungen bei Alkoholintoxikationen entwickelt. Damit soll die Zusammenarbeit zwischen Experten aus Medizin und Suchtberatung sowie Alkoholpr\u00e4ventionsfachleuten, Betroffenen und deren Eltern systematisiert werden. Heute wird der Prozess bis zur Entlassung von Spital zu Spital unterschiedlich gehandhabt. Das Modell basiert auf wissenschaftlicher Evidenz und soll die Effektivit\u00e4t steigern, womit auch eine Kostenwirkung zu erwarten ist. Weiter wurden Grundlagen zum Thema Alkohol und Gewalt sowie Jugendschutzkonzepte f\u00fcr bewilligungspflichtige Anl\u00e4sse erarbeitet. Dank der Ausweitung von Testk\u00e4ufen und Schulungen des Verkaufspersonals soll der Vollzug des \u00adgesetzlichen Abgabealters verbessert werden. Zahlreiche Projekte widmen sich der Sensibilisierung der Bev\u00f6lkerung f\u00fcr die Gefahren des Alkoholmissbrauchs. All diese Massnahmen zeigen: Die Pr\u00e4vention ist eine gemeinschaftliche Aufgabe, die letztlich sowohl den Betroffenen wie auch der ganzen Gesellschaft zugutekommt."}],"post_notes_for_print":"","first_teaser_header_de":"","first_teaser_header_fr":"","first_teaser_text_de":"","first_teaser_text_fr":"","second_teaser_header_de":"","second_teaser_header_fr":"","second_teaser_text_de":"","second_teaser_text_fr":"","kseason_de":"","kseason_fr":"","post_in_pdf":118089,"main_focus":null,"serie_email":null,"frontpage_slider_bild":"","artikel_bild-slider":null,"legacy_id":"2907","post_abstract":"","magazine_issue":"20140401","seco_author_reccomended_post":null,"redaktoren":null,"korrektor":null,"planned_publication_date":null,"original_files":null,"external_release_for_author":"19700101","external_release_for_author_time":"00:00:00","link_for_external_authors":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/exedit\/5493f093c5577"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/118086"}],"collection":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4034"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=118086"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/118086\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":127096,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/118086\/revisions\/127096"}],"acf:user":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4034"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=118086"}],"wp:term":[{"taxonomy":"post__type","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post__type?post=118086"},{"taxonomy":"post_opinion","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_opinion?post=118086"},{"taxonomy":"post_serie","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_serie?post=118086"},{"taxonomy":"post_content_category","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_content_category?post=118086"},{"taxonomy":"post_content_subject","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_content_subject?post=118086"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}