{"id":118234,"date":"2014-01-01T12:00:00","date_gmt":"2014-01-01T12:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2014\/01\/frey-4\/"},"modified":"2023-08-23T23:21:15","modified_gmt":"2023-08-23T21:21:15","slug":"frey-3","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2014\/01\/frey-3\/","title":{"rendered":"Regulierungskosten in der beruflichen Grundbildung: Wie viel, weshalb, wof\u00fcr?"},"content":{"rendered":"<p>Als 2003 die erste Kosten-Nutzen-Erhebung der Universit\u00e4t Bern zur Lehrlingsausbildung erschien, war das Interesse gross.<a href=\"#footnote_1\" id=\"footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor\">[1]<\/a> Zum ersten Mal konnten die Kosten, aber auch der Nutzen einer beruflichen Grundbildung f\u00fcr die Betriebe quantifiziert werden. Die Bruttokosten einer dreij\u00e4hrigen beruflichen Grundbildung betragen gem\u00e4ss der neusten Erhebung im Jahr 2012 durchschnittlich rund 86\u2009000 Franken.<a href=\"#footnote_2\" id=\"footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor\">[2]<\/a> Allerdings ist der Nutzen mit rund 95\u2009000 Franken noch etwas h\u00f6her. Dieses Resultat ist erfreulich, aber es gilt nicht f\u00fcr alle Berufe und Betriebe. Bei etwa einem Drittel der Lehrbetriebe sind die Kosten nach Ende der Ausbildung (noch) nicht gedeckt.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nWoran liegt das? Sind Regulierungen daran schuld? K\u00f6nnten die Kosten der Ausbildung gesenkt werden, wenn die Regulierungen vereinfacht w\u00fcrden? W\u00fcrden dann noch mehr Betriebe ausbilden? Dies kann nur beantwortet werden, wenn klar ist, welcher Teil der Bruttokosten tats\u00e4chlich auf Regulierungen zur\u00fcckzuf\u00fchren ist. Genau mit dieser Frage besch\u00e4ftigt sich die in diesem Beitrag vorgestellte Regulierungskostenstudie.<a href=\"#footnote_3\" id=\"footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor\">[3]<\/a>&#13;<\/p>\n<h2>Lehrbetriebe leisten oft mehr als &shy;gesetzlich vorgeschrieben<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie Antwort vorneweg: F\u00fcr die Lehrbetriebe entstehen hohe Kosten aufgrund der Betreuung, Anleitung, F\u00f6rderung, Kompetenzvermittlung und Unterst\u00fctzung der Lernenden. Dieser Aufwand ist allerdings nur zu einem kleinen Teil durch Regulierungen bedingt; er besteht vielmehr im Ziel und Zweck der Berufsbildung selbst. So leisten die Lehrbetriebe oftmals deutlich mehr als gesetzlich vorgeschrieben. Zudem werden die T\u00e4tigkeiten der Lehrbetriebe durch die gesetzlichen Vorschriften nicht umfassend abgedeckt. Die\u00a0Unternehmen haben beispielsweise grossen Spielraum, wie sie die Kompetenzen ver&shy;mitteln.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDennoch gibt es auch im Bereich der Berufsbildung Regulierungskosten, welche sich u.a. aufgrund der hohen Anzahl Lernender (im Jahr 2011 befanden sich rund 212\u2009000 Lernende in einer dualen beruflichen Grundbildung) summieren: Die von uns ermittelten Regulierungskosten belaufen sich auf 131 bis 473 Mio. Franken j\u00e4hrlich. Wie kommt dieses Ergebnis zustande?&#13;<\/p>\n<h2>F\u00fcnf exemplarische Lehrberufe<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nWie die weiteren Regulierungskostenstudien basiert auch die vorliegende auf der vom Staatssekretariat f\u00fcr Wirtschaft (Seco) entwickelten Methodik des \u00abRegulierungs-Checkup\u00bb.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nAufgrund der grossen Anzahl von rund 250 beruflichen Grundbildungen liess sich die Kostenerhebung nicht f\u00fcr alle Lehrberufe durchf\u00fchren. Daher haben wir f\u00fcnf der gr\u00f6ssten Lehrberufe unter Ber\u00fccksichtigung weiterer Kriterien \u2013 wie z.B. der Ausbildungsdauer \u2013 ausgew\u00e4hlt:&#13;<\/p>\n<ul>&#13;<\/p>\n<li>Elektroinstallateur\/in EFZ;<\/li>\n<p>&#13;<\/p>\n<li>Kaufmann\/Kauffrau EFZ;<\/li>\n<p>&#13;<\/p>\n<li>Schreiner\/in;<\/li>\n<p>&#13;<\/p>\n<li>Detailhandelsassistent\/in EBA;<\/li>\n<p>&#13;<\/p>\n<li>Fachmann\/Fachfrau Gesundheit EFZ.<\/li>\n<p>&#13;\n<\/ul>\n<p>&#13;<br \/>\nDie Ergebnisse dieser Berufe wurden sp\u00e4ter auf die Gesamtwirtschaft (d.h. die Gesamtheit aller Lehrberufe) hochgerechnet. Bei einigen gesetzlichen Vorschriften zeigten sich keine Unterschiede zwischen den Berufen; hier war die Hochrechnung eindeutig. Bei denjenigen Handlungspflichten, deren Regulierungskosten sich je nach Lehrberuf unterschieden, wurde f\u00fcr die Gesamtwirtschaft eine Spannweite ermittelt, basierend auf dem Minimal- und Maximalwert der ausgew\u00e4hlten Lehrberufe.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nZu beachten ist, dass die Untersuchung auf die duale berufliche Grundbildung beschr\u00e4nkt ist. Sie sch\u00e4tzt die Regulierungskosten f\u00fcr Unternehmen (in der Regel Lehrbetriebe). Aufw\u00e4nde der Organisationen der Arbeitswelt wie auch von Pr\u00fcfungsexpertinnen und -experten wurden nicht quantifiziert.&#13;<\/p>\n<h2>Welche Pflichten verursachen welche Kosten?<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nUm die wichtigsten Regulierungen abzubilden, haben wir zun\u00e4chst die h\u00e4ufigsten und aufw\u00e4ndigsten Handlungspflichten ausgew\u00e4hlt (<i>Kasten 1<\/i>). F\u00fcr diese haben wir die j\u00e4hrlichen Regulierungskosten mittels Experten- und Unternehmenssch\u00e4tzung erhoben. <i>Tabelle 1<\/i> stellt die Ergebnisse differenziert nach Handlungspflicht und Beruf dar.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<a href=\"http:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2014\/01\/201401_06D_Tabelle01.eps1_.gif\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-4325\" src=\"http:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2014\/01\/201401_06D_Tabelle01.eps1_-600x447.gif\" alt=\"201401_06D_Tabelle01.eps[1]\" width=\"600\" height=\"447\" \/><\/a>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie Betrachtung der einzelnen Handlungspflichten zeigt ein auf den ersten Blick \u00fcberraschendes Ergebnis: Bei den Pflichten, welche mit dem Abschluss von Lehrvertr\u00e4gen, den Lehrvertragsaufl\u00f6sungen, dem Arbeitsplatz sowie der Arbeitssicherheit zusammenh\u00e4ngen, treten keine Regulierungskosten auf. Bei diesen Pflichten w\u00fcrden n\u00e4mlich s\u00e4mtliche Kosten auch ohne gesetzliche Vorgaben anfallen. Ein Beispiel: Auch ohne die explizite gesetzliche Vorschrift, die Lernenden in Arbeitssicherheit, Gesundheitsschutz und Umweltschutz zu unterweisen, w\u00fcrden dies die Lehrbetriebe tun. Stellvertretend sei die Aussage eines Unternehmers dazu zitiert: \u00abEs gibt eine gesetzliche Pflicht in Bezug auf die Arbeitssicherheit? Das war mir nicht einmal bekannt. Aber nat\u00fcrlich achte ich darauf, dass meine Lernenden sich bei der Arbeit nicht gef\u00e4hrden.\u00bb&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDer gr\u00f6sste Teil der j\u00e4hrlichen Regulierungskosten entf\u00e4llt auf die Handlungspflichten, welche die Dokumentation und Besprechung des Bildungsstands, die \u00fcberbetrieblichen Kurse, die Qualifikationsverfahren sowie die kantonalen Berufsbildungsfonds betreffen.&#13;<\/p>\n<h2>Regulierungskosten auf gesamtwirtschaftlicher Ebene relevant<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nBislang wurden die Regulierungskosten f\u00fcr die Gesamtwirtschaft betrachtet. Nicht jede Pflicht ist aber f\u00fcr jeden Betrieb und in jeder Situation relevant. W\u00e4hrend beispielsweise die Pflichten in Zusammenhang mit dem Qualifikationsverfahren nur Lehrbetriebe mit Lernenden im letzten Lehrjahr betreffen, umfassen die Beitr\u00e4ge an den Berufsbildungsfonds auch Nicht-Lehrbetriebe.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nEs ist daher auch von Interesse, welche Regulierungskosten bei einem typischen Lehrverlauf auftreten. Oder anders ausgedr\u00fcckt: Welche Regulierungskosten fallen an, wenn ein Lehrbetrieb einen Lernenden zus\u00e4tzlich ausbildet? Je nach Beruf bewegen sich die Regulierungskosten einer Lehre zwischen 900 Franken (Detailhandelsassistenten) bis knapp 5000 Franken (Fachleute Gesundheit).<a href=\"#footnote_4\" id=\"footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor\">[4]<\/a> Dabei ist zwar zu beachten, dass sich die Regulierungskosten auf die gesamte \u2013 je nach Beruf unterschiedliche \u2013 Lehrdauer beziehen. Im Vergleich zu den eingangs erw\u00e4hnten j\u00e4hrlichen Bruttokosten von 86\u2009000 Franken (f\u00fcr eine dreij\u00e4hrige Ausbildung) sind die Regulierungskosten f\u00fcr die einzelnen Betriebe jedoch in jedem Fall gering.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nMit insgesamt 131 bis 473 Mio. Franken pro Jahr sind sie aber auf gesamtwirtschaftlicher Ebene dennoch substanziell. Die ber\u00fccksichtigten Regulierungskosten sind zudem nicht die einzigen Aufw\u00e4nde aufgrund von Regulierungen:&#13;<\/p>\n<ul>&#13;<\/p>\n<li>Die j\u00fcngst zahlreich durchgef\u00fchrten Berufsreformen verursachen ebenfalls Kosten (z.B. Einarbeitung in neue Pr\u00fcfungsformen), welche in der vorliegenden Studie als einmaliger Aufwand nicht ber\u00fccksichtigt wurden.<\/li>\n<p>&#13;<\/p>\n<li>Nicht nur in der beruflichen Grundbildung gibt es Regulierungen, sondern in einer Vielzahl von Bereichen. In diesem Zusammenhang sei die Aussage eines Experten erw\u00e4hnt, dass die Regulierungen f\u00fcr sich betrachtet alle in Ordnung seien, aber dass die Summe der Regulierungen den Aufwand ausmache.<\/li>\n<p>&#13;\n<\/ul>\n<p>&#13;<\/p>\n<h2>Wie lassen sich die Regulierungen &shy;vereinfachen?<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nZun\u00e4chst ist zu sagen, dass die Unternehmensvertreter eine hohe Akzeptanz in Bezug auf die gesetzlichen Handlungspflichten im Bereich der beruflichen Grundbildung aufbringen. Dies zeigt sich etwa in der eingangs erw\u00e4hnten Tatsache, dass das Engagement vieler Lehrbetriebe weit \u00fcber die gesetzlichen Pflichten hinausgeht. So finden beispielsweise die Dokumentation und Besprechung des Bildungsstands in vielen Betrieben h\u00e4ufiger statt als (minimal) vorgegeben. Das ist insofern kaum \u00fcberraschend, als Dokumentation und Besprechung des Bildungsstands p\u00e4dagogische Instrumente darstellen. Oder wie es ein Berufsbildner ausdr\u00fcckt: \u00ab<i>Der Aufwand zur Dokumentation und Besprechung des Bildungsstands ist sehr hoch. Aber: Der Nutzen ist es eben auch<\/i>.\u00bb&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie Probleme aus Sicht der Betriebe betreffen daher kaum die rechtlichen Grundlagen, sondern stammen vielmehr aus der praktischen Ausgestaltung der gesetzlichen Pflichten. Zusammen mit Experten und Unternehmen wurden drei konkrete Verbesserungsvorschl\u00e4ge erarbeitet, welche diesen Problemen begegnen und die Regulierungskosten reduzieren k\u00f6nnen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nVorschlag 1 \u2013 Vereinfachung des Qualifikationsverfahrens bei der Pr\u00fcfungsform IPA<a href=\"#footnote_5\" id=\"footnote-anchor_5\" class=\"inline-footnote__anchor\">[5]<\/a>: Zuhanden der Lehrbetriebe sollte ein \u00abRahmen\u00bb f\u00fcr die Bewertung der IPA erarbeitet werden (je nach Beruf ist dies bereits umgesetzt). Zudem sollte die Pr\u00fcfungsdauer in einigen Berufen mit IPA verk\u00fcrzt werden. Dies muss berufsspezifisch erfolgen und ist m\u00f6glicherweise erst in einem l\u00e4ngeren Zeithorizont umsetzbar. Mit den beiden Massnahmen w\u00fcrden die Regulierungskosten im Bereich der Qualifikationsverfahren reduziert. Die Massnahmen beeintr\u00e4chtigen den Regulierungsnutzen nicht.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nVorschlag 2 \u2013 Online-Dienstleistungen: Alle Kursunterlagen der Berufsbildner- und der \u00fcberbetrieblichen Kurse sollten online zur Verf\u00fcgung gestellt werden (je nach Beruf ist dies bereits umgesetzt). Die Regulierungskosten der Handlungspflichten bez\u00fcglich dieser Kurse k\u00f6nnten dadurch reduziert werden. Zudem ist mit einer Erh\u00f6hung der Akzeptanz bei den Lehrbetrieben zu rechnen. Die Massnahme beeintr\u00e4chtigt den Regulierungsnutzen nicht, und die Kosten sind als gering einzusch\u00e4tzen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nVorschlag 3 \u2013 Koordination mit Berufsfachschulen: Die Koordination mit den Berufsfachschulen ist zu verbessern; die Berufsfachschulen sollten sich st\u00e4rker an den Bed\u00fcrfnissen der Lehrbetriebe orientieren. Die Regulierungskosten w\u00fcrden dadurch reduziert, und die Akzeptanz bei den Lehrbetrieben k\u00f6nnte verst\u00e4rkt werden. Die Massnahme beeintr\u00e4chtigt den Regulierungsnutzen nicht. Gem\u00e4ss Expertenaussagen ist die Umsetzbarkeit allerdings schwierig (Autonomie der Schulen).&#13;<\/p>\n<h2>Welche Schl\u00fcsse ergeben sich aus den Studienergebnissen?<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nKommen wir auf die eingangs gestellte Frage zur\u00fcck: Sind die Regulierungen schuld an den hohen Bruttokosten in der beruflichen Grundbildung? Dies ist nicht der Fall. Dennoch bewegen sich die Regulierungskosten in einer substanziellen Gr\u00f6ssenordnung. Die administrative Entlastung der Betriebe sollte daher auch im Bereich der beruflichen Grundbildung immer im Blick behalten werden. Vereinfachungen bieten sich insbesondere in der praktischen Umsetzung der gesetzlichen Pflichten an.<\/p>\n<ol class=\"footnote\"><li id=\"footnote_1\" class=\"footnote--item\">Vgl. Schweri et al. (2003).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_2\" class=\"footnote--item\">Vgl. Strupler, Wolter (2012).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_3\" class=\"footnote--item\">Vgl. B,S,S. (2013).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_4\" class=\"footnote--item\">Das Eidgen\u00f6ssische Hochschulinstitut f\u00fcr Berufsbildung (EHB) hat mit den erhobenen Regulierungskosten \u00adweitere Berechnungen durchgef\u00fchrt und eine Hochrechnung auf die gesamtwirtschaftlichen Regulierungskosten bei einem typischen Lehrverlauf vorgenommen. Die Hochrechnung basiert auf dem durchschnittlichen Anteil der Regulierungskosten an den totalen Kosten der beruflichen Grundbildung und sch\u00e4tzt j\u00e4hrliche Regu\u00adlierungskosten von 153,4 Mio. Franken (vgl. Kuhn et al., 2013). Noch nicht darin enthalten sind die Regulierungskosten in den Bereichen Berufsbildungsfonds (branchenbezogen und kantonal) sowie Berufsbildnerkurse.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_5\" class=\"footnote--item\">Die individuelle praktische Arbeit (IPA) ist eine Form des Qualifikationsbereichs \u00abpraktische Arbeit\u00bb im Rahmen des Qualifikationsverfahrens. Bei Berufen mit einer IPA erfolgt die Aufgabenstellung individuell f\u00fcr jeden Kandidaten\/jede Kandidatin, und die Pr\u00fcfung findet im Lehrbetrieb statt. Im Gegensatz dazu gibt es auch Berufe mit einer sog. vorgegebenen praktischen Arbeit (VPA), \u00adwelche eine Sammelpr\u00fcfung darstellt.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_5\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><\/ol>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Als 2003 die erste Kosten-Nutzen-Erhebung der Universit\u00e4t Bern zur Lehrlingsausbildung erschien, war das Interesse gross. Zum ersten Mal konnten die Kosten, aber auch der Nutzen einer beruflichen Grundbildung f\u00fcr die Betriebe quantifiziert werden. Die Bruttokosten einer dreij\u00e4hrigen beruflichen Grundbildung betragen gem\u00e4ss der neusten Erhebung im Jahr 2012 durchschnittlich rund 86\u2009000 Franken. 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Nur ein kleiner Teil davon sind Regulierungskosten. Doch auch diese summieren sich: Die ermittelten Regulierungskosten belaufen sich auf 131 bis 473 Mio. Franken j\u00e4hrlich. Aufgrund der hohen Bruttokosten und der substanziellen Regulierungskosten sind Verbesserungen wichtig. Diese bieten sich ins\u00adbesondere bei der praktischen Umsetzung der gesetzlichen Pflichten an.","post_hero_image_description":"","post_hero_image_description_copyright_de":"","post_hero_image_description_copyright_fr":"","post_references_literature":"<ul>&#13;\n\t<li>B,S,S. (2013): Sch\u00e4tzung der Kosten und Vereinfachung der Regulierungen im Bereich der beruflichen Grundbildung, in Kooperation mit Ramb\u00f8ll Management Consulting, im Auftrag des Staatssekretariats f\u00fcr Bildung, Forschung und Innovation.<\/li>&#13;\n\t<li>Kuhn, A., Kriesi, I., Schweri, J. (2013): Regulierungskosten in der beruflichen Grundbildung, Begleitbericht, Eidgen\u00f6ssisches Hochschulinstitut f\u00fcr Berufsbildung, im Auftrag des Staatssekretariats f\u00fcr Bildung, Forschung und Innovation.<\/li>&#13;\n\t<li>Schweri, J., M\u00fchlemann, S., Pescio, Y., Walther, B., Wolter, S., Z\u00fcrcher, L. (2003): Kosten und Nutzen der Lehrlingsausbildung aus der Sicht Schweizer Betriebe. Beitr\u00e4ge zur Bildungs\u00f6konomie, Band 2. Z\u00fcrich\/Chur: Verlag R\u00fcegger.<\/li>&#13;\n\t<li>Strupler, M., Wolter, S. (2012): Die duale Lehre: eine Erfolgsgeschichte \u2013 auch f\u00fcr Betriebe. Ergebnisse der dritten Kosten-Nutzen-Erhebung der Lehrlingsausbildung aus der Sicht der Betriebe. Beitr\u00e4ge zur Bildungs\u00f6konomie, Band 4. Z\u00fcrich\/Chur: Verlag R\u00fcegger.<\/li>&#13;\n<\/ul>","post_kasten":[{"kasten_title":"Ausgew\u00e4hlte Handlungspflichten","kasten_box":"Die Identifikation der wichtigsten Handlungspflichten erfolgte mittels einer Expertenbefragung. 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Da diese allerdings freiwillig sind (die Branchen entscheiden, ob Prozesseinheiten oder Kompetenznachweise f\u00fcr \u00fcberbetriebliche Kurse angewandt werden), wurden sie in der Studie zwar ausgewiesen, aber nicht in die Hochrechnung der Regulierungskosten mit eingeschlossen."}],"post_notes_for_print":"","first_teaser_header_de":"","first_teaser_header_fr":"","first_teaser_text_de":"","first_teaser_text_fr":"","second_teaser_header_de":"","second_teaser_header_fr":"","second_teaser_text_de":"","second_teaser_text_fr":"","kseason_de":"","kseason_fr":"","post_in_pdf":118237,"main_focus":[156675,157282],"serie_email":null,"frontpage_slider_bild":"","artikel_bild-slider":null,"legacy_id":"2817","post_abstract":"","magazine_issue":"20140102","seco_author_reccomended_post":null,"redaktoren":null,"korrektor":null,"planned_publication_date":null,"original_files":null,"external_release_for_author":"19700101","external_release_for_author_time":"00:00:00","link_for_external_authors":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/exedit\/54c64df7a01f9"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/118234"}],"collection":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3987"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=118234"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/118234\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":127120,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/118234\/revisions\/127120"}],"acf:post":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/main_focus_post\/157282"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/main_focus_post\/156675"}],"acf:user":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3987"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=118234"}],"wp:term":[{"taxonomy":"post__type","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post__type?post=118234"},{"taxonomy":"post_opinion","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_opinion?post=118234"},{"taxonomy":"post_serie","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_serie?post=118234"},{"taxonomy":"post_content_category","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_content_category?post=118234"},{"taxonomy":"post_content_subject","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_content_subject?post=118234"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}