{"id":118309,"date":"2014-01-01T12:00:00","date_gmt":"2014-01-01T12:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2014\/01\/bopp-2\/"},"modified":"2023-08-23T23:21:01","modified_gmt":"2023-08-23T21:21:01","slug":"bopp","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2014\/01\/bopp\/","title":{"rendered":"Was der F\u00f6deralismus bei der Unternehmensbesteuerung kostet \u2013 und wie die Mehrwertsteuererhebung effizienter werden k\u00f6nnte"},"content":{"rendered":"<p>Die Erhebung von Steuern dient der Sicherstellung des Finanzbedarfs von Bund, Kantonen und Gemeinden. Die hier pr\u00e4sentierte Studie<a href=\"#footnote_1\" id=\"footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor\">[1]<\/a> hat untersucht, welche Regulierungskosten f\u00fcr Unternehmen mit der Steuererhebung verbunden sind. Die Messung der Regulierungskosten erfolgte \u2013 wie im entsprechenden Handbuch des Staatssekretariats f\u00fcr Wirtschaft (Seco)<a href=\"#footnote_2\" id=\"footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor\">[2]<\/a> vorgesehen \u2013 \u00fcber Expertensch\u00e4tzungen sowie (statistisch nicht signifikante) Unternehmensinterviews. Im Fokus standen die eigentlichen Unternehmenssteuern (Gewinn- und Kapitalsteuern sowie \u00fcbrige Steuern<a href=\"#footnote_3\" id=\"footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor\">[3]<\/a> inkl. Lohnquellensteuer) und die Mehrwertsteuer (MWST). Nicht erhoben wurden die Kosten der Grundst\u00fcckgewinnsteuer, die in neun Kantonen mit monistischem System zus\u00e4tzlich zur Gewinn- und Kapitalsteuer pro Hand\u00e4nderung zu administrieren ist. Ebenfalls nicht gemessen wurden die Kosten auf Seiten der Steuerverwaltungen und Privatpersonen.&#13;<\/p>\n<h2>Unternehmenssteuern: Knapp 1 Mrd. Franken Regulierungskosten<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie Experten sch\u00e4tzen die Regulierungskosten bei den Unternehmenssteuern auf 976 Mio. Franken. Davon entfallen 584 Mio. Franken auf die eigentlichen Unternehmenssteuern und 392 Mio. Franken auf die \u00fcbrigen Steuern.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie Regulierungskosten im Bereich Gewinnsteuer\/Kapitalsteuer im Verh\u00e4ltnis zum Bruttoertrag betragen 3,3% gem\u00e4ss Staatsrechnung 2012. Dies ist ein relativ vorteilhafter Wert im Vergleich zu anderen Steuern. Bei den \u00fcbrigen Steuern weisen die Regulierungskosten eine grosse Bandbreite auf. Die Lohnquellensteuer verursacht mit 249 Mio. Franken am meisten Aufwand. Hier betr\u00e4gt das Verh\u00e4ltnis zwischen Regulierungskosten und Steueraufkommen rund 10%. Geringeren Aufwand verursachen die Verrechnungssteuer mit 73 Mio. Franken, die Stempelabgabe auf Versicherungspr\u00e4mien mit 47 Mio. Franken, die Umsatzabgabe mit 21 Mio. Franken und die Emissionsabgabe auf Eigenkapital mit 1,3 Mio. Franken.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nBetrachtet man die einzelnen Handlungspflichten der Unternehmen, wird klar, dass das Ausf\u00fcllen der Steuererkl\u00e4rung am meisten Aufwand verursacht. Ebenfalls auf&shy;w\u00e4ndig sind Mitwirkungspflichten wie das Einreichen von Unterlagen an die Steuerverwaltung. Es f\u00e4llt auf, dass nur bei der Lohn&shy;quellensteuer eine nicht kostendeckende Provision von 2%\u20134% je nach Kanton als Entsch\u00e4digung f\u00fcr den Steuererhebungsaufwand ausgerichtet wird. Bei den \u00fcbrigen indirekten Steuern (z.B. Verrechnungs- und Mehrwertsteuer, Umsatzabgabe und Versicherungsstempel) tragen die steuerpflichtigen Unternehmen die Steuern nicht selbst (\u00dcberw\u00e4lzung), sondern fungieren als Steuereintreiber f\u00fcr den Staat. Dennoch werden die Unternehmen f\u00fcr diese Aufgabe bislang nicht entsch\u00e4digt. Aus Sicht der Autoren w\u00e4re eine Entsch\u00e4digung der Unternehmen \u2013 analog zum Modell US-amerikanischer Bundesstaaten<a href=\"#footnote_4\" id=\"footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor\">[4]<\/a> \u2013 zu pr\u00fcfen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDer hohe Aufwand bei der Lohnquellensteuer ist im Wesentlichen darauf zur\u00fcck&shy;zuf\u00fchren, dass ein steuerpflichtiges Unter&shy;nehmen periodisch \u2013 in der Regel monatlich \u2013 f\u00fcr jeden Lohnquellensteuerpflichtigen in seinem jeweiligen Wohnkanton den Lohn &shy;inklusive geldwerte Nebenleistungen deklarieren und die Steuer bezahlen muss. Ber\u00fccksichtigt werden auch Lebensumst\u00e4nde (z.B. alleinstehend), die Konfession sowie das Lohnband (Progression). Diese Komplexit\u00e4t ist dem F\u00f6deralismus geschuldet und l\u00e4sst sich ohne Harmonisierung der Steuers\u00e4tze auf Gemeindestufe kaum wesentlich reduzieren.&#13;<\/p>\n<h2>Steuerharmonisierung mit gr\u00f6sstem &shy;Verbesserungspotenzial<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie Expertengruppe hat Verbesserungsvorschl\u00e4ge ermittelt, welche als m\u00f6gliche Massnahmen zur Senkung von Regulierungskosten zu verstehen sind. Dabei wurden Vorschl\u00e4ge priorisiert, die rasch zu signifikanten Kostensenkungen f\u00fchren k\u00f6nnen und geringe oder keine Auswirkungen auf Steueraufkommen oder Besteuerungsprinzipien zeitigen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nEin grosses Verbesserungspotenzial hat die Expertengruppe bei der konsequenten Umsetzung der formellen Steuerharmonisierung festgestellt (Koordination der Verfahren unter den Kantonen durch Harmonisierung der Fristen und der Zahlungsintervalle).&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nVerbesserungspotenzial besteht auch bei den Informationspflichten. Durch gezielte Massnahmen und einen pragmatischeren Umgang zwischen den Steuerbeh\u00f6rden und den Steuerpflichtigen k\u00f6nnten die Regulierungskosten gesenkt werden. Beispiele sind die Ver\u00f6ffentlichung von Einzelfallentscheidungen oder die Bestimmung einer Kontaktperson bei der Steuerverwaltung (Key Account Managemenent).&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nZudem liessen sich Regulierungskosten senken, indem Steuerarten geb\u00fcndelt oder reduziert w\u00fcrden. Konkret k\u00f6nnte die Grundst\u00fcckgewinnsteuer in die ordentliche Gewinnsteuer integriert werden. Es ist keine wesentliche Funktion der Grundst\u00fcckgewinnsteuer ersichtlich, die nicht auch mit der Anpassung des Steuertarifs und Steuersatzes bei der Einkommens- und Gewinnsteuer auf der richtigen f\u00f6deralen Ebene wahrgenommen werden k\u00f6nnte.&#13;<\/p>\n<h2>Mehrwertsteuer: Ein Viertel weniger &shy;Regulierungskosten seit 2010<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie MWST verursacht bei den rund 330\u2009000 Steuerpflichtigen Regulierungskosten von rund 1,8 Mrd. Franken. Das Verh\u00e4ltnis der Regulierungskosten zum Bruttoertrag betr\u00e4gt gem\u00e4ss Staatsrechnung 8%. Dies ist deutlich mehr als die 3,3% bei der Gewinn- und Kapitalsteuer. Die Regulierungskosten verteilen sich daf\u00fcr auf eine gr\u00f6ssere Anzahl Steuerpflichtige (330\u2009000 vs. 183\u2009000 bei den Unternehmenssteuern). Grund f\u00fcr die unterschiedliche Fallzahl ist, dass die&#13;<br \/>\nAdministration der Einkommens- und Verm\u00f6genssteuern von Einzelfirmen oder Personengesellschaften gem\u00e4ss Untersuchungsgegenstand nicht als \u00abUnternehmenssteuern\u00bb zu erheben waren.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie Regulierungskosten vor der MWST-Revision (Teil A) im Jahr 2010 betrugen rund 2,3 Mrd. Franken. Die Einsparungen durch die Revision betragen 558 Mio. Franken. Demnach konnten die Kosten bereits um rund 25% gesenkt werden. Massgeblich reduziert wurden die Aufw\u00e4nde bei der Regelung zur Korrektur von M\u00e4ngeln in der Abrechnung (Verl\u00e4ngerung der Steuerperiode auf 1 Jahr), der Vorsteuerabzugsberechnung, der Rechnungsstellung und des Steuerausweises.&#13;<\/p>\n<h2>International gesehen ein gutes Ergebnis<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDer Vergleich mit Studien im EU-Raum stellt dem schweizerischen Mehrwertsteuersystem ein gutes Zeugnis aus: Die Regulierungskosten betragen hierzulande 8% des Steueraufkommens; dieser Wert liegt in der EU zwischen 4% und 33%, wobei Normalsteuers\u00e4tze zwischen 15% und 25% erhoben werden. Bei einem europ\u00e4ischen System mit einem Normalsatz von 8% (wie in der Schweiz) w\u00fcrden die Regulierungskosten ungef\u00e4hr 20% betragen, also zweieinhalbmal mehr als im schweizerischen System.&#13;<\/p>\n<h2>Pragmatischerer Vollzug hat h\u00f6chste Priorit\u00e4t<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDas von der Expertengruppe am h\u00f6chsten priorisierte Verbesserungspotenzial betrifft die Forderung nach einer pragmatischeren Vollzugspraxis der Beh\u00f6rden bei der Behandlung von Mehrwertsteuersachverhalten und dem Umgang mit Steuerpflichtigen. Dieses Potenzial kann in einer relativ kurzen Zeit mit geringen Kosten realisiert werden.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nWeiteres Verbesserungspotenzial besteht bei der Kommunikation. Dabei stand die zeitnahe Bearbeitung von Anfragen durch die ESTV sowie die Verbesserung von deren Erreichbarkeit und Verf\u00fcgbarkeit im Vordergrund. Dies k\u00f6nnte durch Definition einer einzigen Ansprechperson bei der ESTV f\u00fcr den Steuerpflichtigen und der Bildung einer branchen- oder themenspezifischen Hotline erreicht werden. Andere Verbesserungsvorschl\u00e4ge betreffen die Harmonisierung der Begrifflichkeiten mit der EU, die Reduktion der Anzahl Steuers\u00e4tze wie auch der Steuerausnahmen.&#13;<\/p>\n<h2>Vereinfachungen f\u00fcr kleinere Unternehmen haben grosse &shy;Auswirkungen<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie Regulierungskosten nehmen mit zunehmender Unternehmensgr\u00f6sse deutlich zu. Dennoch weisen die kleineren Unternehmen bis 9 Mitarbeitende aufgrund ihrer hohen Anzahl insgesamt h\u00f6here Regulierungskosten aus als die gr\u00f6sseren Unternehmen. Vereinfachungen im Steuerrecht, welchen allen Unternehmen \u2013 und damit auch den KMU \u2013 zugutekommen, f\u00fchren zu signifikanten Kosteneinsparungen. Anpassungen bei komplexen Steuerthemen (z.B. Transferpreise), welche verh\u00e4ltnism\u00e4ssig wenigen, prim\u00e4r gr\u00f6sseren, international aufgestellten Unternehmen Vorteile verschaffen, f\u00fchren zu geringeren Einsparungen bei den Regulierungskosten. Vereinfachungen in diesen Bereichen sowie die Dienstleistungsmentalit\u00e4t der Steuerverwaltungen sind jedoch wichtig im internationalen Standortwettbewerb.&#13;<\/p>\n<h2>Der Hebel ist bei den indirekten &shy;Steuern\u00a0anzusetzen<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie Studie zeigt die Regulierungskosten \u00fcber die verschiedenen Steuerarten f\u00fcr die Unternehmen auf. Zusammen mit den Verbesserungsvorschl\u00e4gen bilden diese eine Grundlage f\u00fcr die politische Diskussion. Einige der Verbesserungsvorschl\u00e4ge sind bereits im politischen Entscheidungsprozess, in der Umsetzung begriffen oder umgesetzt. Die Unternehmenssteuerreform III wird die Gelegenheiten bieten, Vorschl\u00e4ge mit grossen Skaleneffekten umzusetzen. F\u00fcr die \u00f6kologische Steuerreform (vom F\u00f6rder- zu einem Lenkungssystem ab 2021) ist es naheliegend, \u00dcberlegungen zu den Regulierungskosten von Beginn weg in die Konzeption der Abgabe aufzunehmen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie Schweiz muss sich bei den direkten Steuers\u00e4tzen zunehmend dem internationalen \u00abRace to the bottom\u00bb stellen. Damit verschlechtert sich die Wirtschaftlichkeit der Steuererhebung. Bei den nicht dem internationalen Steuerwettbewerb ausgesetzten indirekten Steuern \u2013 vor allem der Mehrwertsteuer \u2013 werden die Steuers\u00e4tze im In- und Ausland st\u00e4ndig angehoben. Da sich die indirekten Steuern wegen den h\u00f6heren Regulierungskosten als weniger effizient dar&shy;stellen, gilt es den Hebel insbesondere bei diesen anzusetzen<\/p>\n<ol class=\"footnote\"><li id=\"footnote_1\" class=\"footnote--item\">PricewaterhouseCoopers (2013): Messung der Regulierungskosten im Bereich Steuern \u2013 Schlussbericht.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_2\" class=\"footnote--item\">Staatssekretariat f\u00fcr Wirtschaft (Hrsg.) (2011): Regulierungs-Checkup. Handbuch zur Sch\u00e4tzung der Kosten von Regulierungen sowie zur Identifizierung von Potenzialen f\u00fcr die Vereinfachung und Kostenreduktion.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_3\" class=\"footnote--item\">Emissionsabgabe, Umsatzabgabe, Lohnquellensteuer, Verrechnungssteuer und Stempelabgaben auf Versicherungspr\u00e4mien.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_4\" class=\"footnote--item\">28 Bundesstaaten gew\u00e4hren unterschiedliche Entsch\u00e4digungen, in Abh\u00e4ngigkeit der Steuerzahllast, mit Ober- und\/oder Untergrenze und teilweise als Skonto ausgestaltet.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><\/ol>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Erhebung von Steuern dient der Sicherstellung des Finanzbedarfs von Bund, Kantonen und Gemeinden. Die hier pr\u00e4sentierte Studie hat untersucht, welche Regulierungskosten f\u00fcr Unternehmen mit der Steuererhebung verbunden sind. Die Messung der Regulierungskosten erfolgte \u2013 wie im entsprechenden Handbuch des Staatssekretariats f\u00fcr Wirtschaft (Seco) vorgesehen \u2013 \u00fcber Expertensch\u00e4tzungen sowie (statistisch nicht signifikante) Unternehmensinterviews. Im Fokus [&hellip;]<\/p>","protected":false},"author":3982,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"om_disable_all_campaigns":false,"ep_exclude_from_search":false,"footnotes":""},"post__type":[66],"post_opinion":[],"post_serie":[],"post_content_category":[228],"post_content_subject":[230],"acf":{"seco_author":3982,"seco_co_author":[3983,0],"author_override":"","seco_author_post_ocupation_year":"","seco_author_post_occupation_de":"Dipl. Steuerexperte, \u00adLeiter \u00f6ffentlicher Sektor, PricewaterhouseCoopers AG, Bern","seco_author_post_occupation_fr":"Expert fiscal dipl\u00f4m\u00e9, \u00adresponsable du secteur public, PricewaterhouseCoopers SA, Berne","seco_co_authors_post_ocupation":[{"seco_co_author":3983,"seco_co_author_post_occupation_year":"","seco_co_author_post_occupation_de":"Master of Science in Economics, Beratung \u00f6ffentlicher Sektor, PricewaterhouseCoopers AG, Bern","seco_co_author_post_occupation_fr":"Titulaire d\u2019un master en sciences \u00e9conomiques, conseiller du secteur \u00adpublic, PricewaterhouseCoopers SA, Berne"}],"short_title":"","post_lead":"Die Regulierungskosten im Bereich Unternehmensbesteuerung belaufen sich auf j\u00e4hrlich rund 2,8 Mrd. Franken. Die Mehrwertsteuerrevision hat bereits eine deutliche Entlastung gebracht, und die Schweiz steht im inter\u00adnationalen Vergleich gut da. Ein Grund f\u00fcr die hohen Regulierungskosten bei den Unternehmenssteuern ist die Vielfalt von kantonalen Regelungen. Verbesserungen sollten bei den Handlungspflichten f\u00fcr kleine und mittlere Unternehmen ansetzen, w\u00e4hrend f\u00fcr grosse Unternehmen der direkte Draht zu den Steuerverwaltungen wichtig ist.","post_hero_image_description":"","post_hero_image_description_copyright_de":"","post_hero_image_description_copyright_fr":"","post_references_literature":"","post_kasten":[{"kasten_title":"Regulierungskosten pro \u00admehrwertsteuerpflichtige Person","kasten_box":"Die durchschnittlichen j\u00e4hrlichen Regulierungskosten pro mehrwertsteuerpflichtige Person schwanken bei effektiver Abrechnung zwischen rund 3500 und 26\u2009000 Franken in Abh\u00e4ngigkeit von Branche und Unternehmensgr\u00f6sse:&#13;\n<ul>&#13;\n\t<li>3500 Franken f\u00fcr ein Unternehmen mit Umsatz von weniger als 0,25 Mio. Franken;<\/li>&#13;\n\t<li>26\u2009000 Franken f\u00fcr ein Unternehmen mit mehr als 2 Mio. Franken der Finanzbranche.<\/li>&#13;\n<\/ul>"},{"kasten_title":"","kasten_box":"<h3>Fr\u00fchere Studien zu Regulierungs\u00adkosten f\u00fcr die Mehrwertsteuer<\/h3>&#13;\nDie Studie von Ramb\u00f8ll aus dem Jahr 2007 kam zu einem Ergebnis von erstaunlich tiefen 267 Mio. Franken an Regulierungskosten f\u00fcr die Mehrwertsteuer (MWST). Die Studie basierte jedoch nicht auf dem Regulierungskostenmodell, sondern auf dem Standardkostenmodell und hatte einen eingeschr\u00e4nkteren Umfang der Analyse. Gewisse Handlungspflichten \u2013 wie zum Beispiel die Verfahren, die Pr\u00fcfung der Steuerpflicht, Anpassung von IT-Systemen, juristische Beratung usw. \u2013&#13;\nsind darin nicht ber\u00fccksichtigta.&#13;\n&#13;\nIm Bericht Spori aus dem Jahr 2006 sch\u00e4tzte die Eidg. Steuerverwaltung (ESTV) die j\u00e4hrlichen Erhebungskosten eines schweizerischen KMU auf rund 6270 Franken. Hochgerechnet auf die Anzahl Steuerpflichtiger&#13;\nergibt dies eine Summe von \u00fcber 2 Mrd. Franken (inkl. Einfuhrsteuer)b.&#13;\n&#13;\nDer erl\u00e4uternde Bericht zur Vernehmlassungsvorlage zur Vereinfachung des Bundesgesetzes \u00fcber die MWST von 2007 sch\u00e4tzte, dass mit der Entrichtung der MWST (inkl. Einfuhrsteuer) Kosten von insgesamt 1,54 Mrd. Franken verbunden sindc.&#13;\n&#13;\n&nbsp;&#13;\n&#13;\na Ramb\u00f8llmanagement GMBH (2007): Messung der \u00adB\u00fcrokratiekosten der Mehrwertsteuer-Gesetzgebung auf Basis des Standard-Kosten-Modells, Studie im Auftrag des Seco.&#13;\nb Der zus\u00e4tzliche Erhebungsaufwand eines Grossunternehmens ist bei dieser Sch\u00e4tzung noch nicht ber\u00fccksichtigt; vgl. Spori Peter (2006), Bericht des Be\u00adauftragten P.\u2009Spori in Sachen Mehrwertsteuerreform zuhanden des Chefs EFD.&#13;\nc EFD (2007): Vernehmlassungsvorlage zur Vereinfachung des Bundesgesetzes \u00fcber die Mehrwertsteuer, Erl\u00e4uternder Bericht."}],"post_notes_for_print":"","first_teaser_header_de":"","first_teaser_header_fr":"","first_teaser_text_de":"","first_teaser_text_fr":"","second_teaser_header_de":"","second_teaser_header_fr":"","second_teaser_text_de":"","second_teaser_text_fr":"","kseason_de":"","kseason_fr":"","post_in_pdf":118312,"main_focus":[156675,157282],"serie_email":null,"frontpage_slider_bild":"","artikel_bild-slider":null,"legacy_id":"2809","post_abstract":"","magazine_issue":"20140102","seco_author_reccomended_post":null,"redaktoren":null,"korrektor":null,"planned_publication_date":null,"original_files":null,"external_release_for_author":"19700101","external_release_for_author_time":"00:00:00","link_for_external_authors":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/exedit\/54c9036e80b23"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/118309"}],"collection":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3982"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=118309"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/118309\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":127135,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/118309\/revisions\/127135"}],"acf:post":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/main_focus_post\/157282"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/main_focus_post\/156675"}],"acf:user":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/0"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3983"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3982"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=118309"}],"wp:term":[{"taxonomy":"post__type","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post__type?post=118309"},{"taxonomy":"post_opinion","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_opinion?post=118309"},{"taxonomy":"post_serie","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_serie?post=118309"},{"taxonomy":"post_content_category","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_content_category?post=118309"},{"taxonomy":"post_content_subject","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_content_subject?post=118309"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}