{"id":118404,"date":"2013-12-01T12:00:00","date_gmt":"2013-12-01T12:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2013\/12\/pecoraro-2\/"},"modified":"2023-08-23T23:22:29","modified_gmt":"2023-08-23T21:22:29","slug":"pecoraro","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2013\/12\/pecoraro\/","title":{"rendered":"Wie Arbeitslosigkeitsrisiko und kulturelle Werte die Einstellung gegen\u00fcber Ausl\u00e4ndern beeinflussen"},"content":{"rendered":"<p>Die Zuwanderung ist seit langem eine tragende S\u00e4ule des wirtschaftlichen Erfolgs der Schweiz. Aufgrund des starken Wachstums in der Nachkriegszeit und der schrittweisen Liberalisierung des internationalen Handels hat sich die Migrationspolitik zu einem makro\u00f6konomischen Instrument entwickelt. Im Zusammenhang mit den bilateralen Beziehungen wurde eine liberalere Migrationspolitik verfolgt. Damit konnte vor\u00fcbergehend auf ausl\u00e4ndische Arbeitskr\u00e4fte zur\u00fcckgegriffen werden, um den Bedarf unserer Wirtschaft zu decken. Parallel dazu entwickelten sich in Bezug auf die Zuwanderung gegens\u00e4tzliche Auffassungen. Die Initiativen von James Schwarzenbach in den 1970er-Jahren waren Ausdruck von Bef\u00fcrchtungen \u00fcber eine v\u00f6llig unkontrollierte Zuwanderung. Seither stehen sich in dieser Frage zwei Lager gegen\u00fcber: auf der einen Seite die wachstumsorientierten Vertreter der Wirtschaft und auf der anderen Seite die Gegner der sogenannten \u00dcberfremdung.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nImmer mehr Studien befassen sich mit den Beziehungen zwischen der Gesellschaft und der ausl\u00e4ndischen Bev\u00f6lkerung. Nur sehr wenige Untersuchungen gibt es hingegen zur spezifischen Situation in der Schweiz. Angesichts der n\u00e4chsten Volksinitiativen zur Beschr\u00e4nkung der Zuwanderung ist es jedoch unerl\u00e4sslich, dass die Faktoren, welche die Einstellung unserer Gesellschaft gegen\u00fcber den Ausl\u00e4nderinnen und Ausl\u00e4ndern bestimmen, richtig erkannt und verstanden werden.&#13;<\/p>\n<h2>Ausbildungsniveaus sind Spiegel der Bed\u00fcrfnisse der Wirtschaft<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie <i>Grafik 1<\/i> zeigt die Verteilung der Ausbildungsniveaus nach obligatorischer Stufe, Sekundarstufe II und Terti\u00e4rstufe (siehe <i>Kasten 2) <\/i>in der Bev\u00f6lkerung im arbeitsf\u00e4higen Alter, unterteilt in drei Gruppen: Schweizer Staatsangeh\u00f6rige, Total der ausl\u00e4ndischen Staatsangeh\u00f6rigen sowie Ausl\u00e4nderinnen und Ausl\u00e4nder, die weniger als f\u00fcnf Jahre in der Schweiz wohnhaft sind. Aus dieser Verteilung geht die Art der Zuwanderungsstr\u00f6me in die Schweiz seit dem Ende der 1990er-Jahre hervor. Diese haben sich seither nicht wesentlich ver\u00e4ndert.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<a href=\"http:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2013\/12\/112.gif\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-10948\" src=\"http:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2013\/12\/112.gif\" alt=\"1\" width=\"840\" height=\"697\" \/><\/a>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDa die Migrationspolitik vor den 1990er-Jahren die Zuwanderung von <i>wenig qualifizierten<\/i> ausl\u00e4ndischen Arbeitskr\u00e4ften beg\u00fcnstigte, liegt es auf der Hand, dass der Anteil der Personen, die nur \u00fcber eine obligatorische Ausbildung verf\u00fcgen, bei den ausl\u00e4ndischen Staatsangeh\u00f6rigen am h\u00f6chsten ist. Ausserdem geh\u00f6ren zu dieser Kategorie ebenso viele k\u00fcrzlich zugewanderte Ausl\u00e4nderinnen und Ausl\u00e4nder wie Schweizer Staatsangeh\u00f6rige. Dies ist Ausdruck einer Politik, bei der die Zuwanderung aus europ\u00e4ischen L\u00e4ndern Priorit\u00e4t hat, so dass auch heute noch Ausl\u00e4nder mit einem tiefen Ausbildungsniveau \u2013 haupts\u00e4chlich aus Italien und Portugal \u2013 in die Schweiz immigrieren.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nInnerhalb des Ausbildungsniveaus <i>Sekundarstufe II<\/i> bilden Schweizerinnen und Schweizer mit einem Anteil von rund 60% die gr\u00f6sste Gruppe. Dies ist auf das duale System zur\u00fcckzuf\u00fchren, bei dem die Berufslehre gegen\u00fcber den anderen Bildungsg\u00e4ngen bevorzugt wird. Aus diesem Grund ist der Anteil der Personen mit einem Abschluss der <i>Terti\u00e4rstufe<\/i> bei den k\u00fcrzlich zugewanderten Ausl\u00e4nderinnen und Ausl\u00e4ndern deutlich h\u00f6her als bei den anderen nationalen Gruppen. Hinsichtlich des Ausbildungsniveaus der Zugewanderten ist somit eine Art Bipolarit\u00e4t zu verzeichnen. Diese Konzentration auf die beiden Extreme der Verteilung ist auf den Mangel an bestimmten Arbeitskr\u00e4ften zur\u00fcckzuf\u00fchren, der den Arbeitsmarkt kennzeichnet. Mit der umgesetzten Zuwanderungspolitik scheint es somit zu gelingen, dem Mangel an wenig qualifizierten und hoch qualifizierten Arbeitskr\u00e4ften entgegenzuwirken. Historisch gesehen bedeutet dies, dass die Migrationspolitik zun\u00e4chst auf wenig qualifizierte Arbeitskr\u00e4fte ausgerichtet war und anschliessend ab den 1990er-Jahren auf die Zuwanderung von hoch qualifizierten Personen ausgeweitet wurde.&#13;<\/p>\n<h2 class=\"c4\">Ein vom Nationalfonds finanziertes Projekt<\/h2>\n<p>&#13;<\/p>\n<p class=\"c3\">Im Rahmen eines Projekts, das vom Schweizerischen Nationalfonds zur F\u00f6rderung der wissenschaftlichen Forschung (SNF) finanziert wird, versuchen wir, die Einstellung gegen\u00fcber den Ausl\u00e4nderinnen und Ausl\u00e4ndern zu erkl\u00e4ren. Dabei konzentrieren wir uns auf die individuellen Unterschiede bei der Einstellung in Bezug auf die Chancengleichheit gegen\u00fcber ausl\u00e4ndischen Staatsangeh\u00f6rigen in der Schweiz. In der Fachliteratur wird h\u00e4ufig die Auffassung vertreten, negative Verhaltensweisen gegen\u00fcber Ausl\u00e4nderinnen und Ausl\u00e4ndern w\u00fcrden mit dem Arbeitsmarkt zusammenh\u00e4ngen. Dabei wird geltend gemacht, die Zuwanderer seien eine in wirtschaftlicher Hinsicht unerw\u00fcnschte Konkurrenz; hinzu k\u00e4men kulturelle Aspekte. Wir verfolgen einen innovativen Ansatz, indem wir wirtschaftliche und politische Aspekte kombinieren und gleichzeitig ein besonderes Augenmerk auf die verschiedenen Erkl\u00e4rungstheorien richten. Dazu verwenden wir Einzeldaten des Schweizer Haushalts-Panels (SHP), das vom Schweizer Kompetenzzentrum Sozialwissenschaften (Fors) durchgef\u00fchrt wird. Auf dieser Basis l\u00e4sst sich \u00fcberpr\u00fcfen, in welchem Ausmass die Hypothese zutreffend ist, dass in der Schweiz die Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt die Einstellung gegen\u00fcber Ausl\u00e4nderinnen und Ausl\u00e4ndern beeinflusst. Der Zusammenhang zwischen dieser Einstellung und dem Ausbildungsniveau wird systematisch und gr\u00fcndlich untersucht.<\/p>\n<p>&#13;<\/p>\n<p class=\"c3\">Im Gegensatz zu den meisten fr\u00fcheren Studien ber\u00fccksichtigen wir die Nichtlinearit\u00e4t beim Ausbildungsniveau. Mit anderen Worten: Wir verwerfen die Hypothese, dass die ausl\u00e4ndischen Arbeitskr\u00e4fte mehrheitlich ein tiefes Ausbildungsniveau aufweisen. Denn die ausl\u00e4ndischen Staatsangeh\u00f6rigen sind sowohl bei den obersten als auch bei den untersten Ausbildungsniveaus \u00fcbervertreten (siehe <i><a class=\"graphic-link\" title=\"Ausbildungsniveaus nach nationalen Gruppen, 2012\">Grafik 1<\/a><\/i>). Die Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt wird in der Regel nach den verschiedenen Ausbildungsniveaus oder der Anzahl Ausbildungsjahre beurteilt. Dank unserer Modellbildungsstrategie k\u00f6nnen wir diesbez\u00fcglich mehr ins Detail gehen. So k\u00f6nnen wir insbesondere die Wechselwirkungen zwischen dem Ausbildungsniveau und dem Arbeitslosigkeitsrisiko untersuchen. Auf diese Weise sind wir in der Lage, besser zu erkennen und zu evaluieren, in welchem Ausmass ausl\u00e4ndische Arbeitskr\u00e4fte dem Wettbewerb ausgesetzt sind. In der Studie werden im Weiteren auch gewisse nichtwirtschaftliche Faktoren ber\u00fccksichtigt, wie beispielsweise die Bef\u00fcrwortung von Schweizer Traditionen. Auf diese Weise soll festgestellt werden, ob der Zusammenhang zwischen dem Ausbildungsniveau und der jeweiligen Einstellung gegen\u00fcber Ausl\u00e4nderinnen und Ausl\u00e4ndern nicht eher Ausdruck von kulturellen Werten und \u00dcberzeugungen als von Wettbewerb auf dem Arbeitsmarkt ist.<\/p>\n<p>&#13;<br \/>\n&#13;<\/p>\n<h2>Ausbildungsniveau und beeinflussen die Einstellung<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nAus den Ergebnissen geht hervor, dass Arbeitskr\u00e4fte, die nur \u00fcber eine <i>obligatorische Ausbildung<\/i> verf\u00fcgen, im Vergleich mit den Erwerbst\u00e4tigen, die eine <i>Ausbildung der Sekundarstufe II<\/i> abgeschlossen haben (in der Regel Inhaber eines Lehrabschlusses), eher eine negative Einstellung gegen\u00fcber Ausl\u00e4nderinnen und Ausl\u00e4ndern haben. Die am besten ausgebildeten Arbeitskr\u00e4fte <i>(terti\u00e4re Ausbildung)<\/i> sind diesbez\u00fcglich tendenziell aufgeschlossen. Somit besteht ein Zusammenhang zwischen der Haltung gegen\u00fcber dem sozialen Umfeld und dem Bildungsniveau. Dies stimmt mit den Ergebnissen fr\u00fcherer Studien \u00fcberein, gem\u00e4ss denen zugewanderte Arbeitskr\u00e4fte mehrheitlich als wenig qualifiziert eingesch\u00e4tzt werden. Ber\u00fccksichtigt man auch kulturelle Werte und \u00dcberzeugungen, die in der erw\u00e4hnten Fachliteratur anscheinend nicht ber\u00fccksichtigt wurden, sind praktisch keine solchen Beurteilungsunterschiede mehr festzustellen. So besteht bei einer Person, die eine obligatorische Ausbildung absolviert hat, und einer Person mit einem Abschluss der Sekundarstufe II in etwa die gleiche Wahrscheinlichkeit, dass sie gegen\u00fcber Ausl\u00e4ndern negativ eingestellt sind.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nWenn ausschliesslich auf das Ausbildungsniveau abgestellt wird, ergibt sich nur ein unvollst\u00e4ndiges Bild in Bezug auf die Frage, in\u00a0welchem Ausmass die Schweizerinnen und\u00a0Schweizer auf dem Arbeitsmarkt der Konkurrenz durch ausl\u00e4ndische Arbeitskr\u00e4fte ausgesetzt sind. Diesbez\u00fcglich schlagen wir zus\u00e4tzliche Analysen vor, mit denen die Wechselwirkungen zwischen dem Ausbildungsniveau und dem Arbeitslosigkeitsrisiko untersucht werden k\u00f6nnen. Denn der Zusammenhang zwischen dem Ausbildungsniveau\u00a0und der Einstellung gegen\u00fcber der ausl\u00e4ndischen Bev\u00f6lkerung wird vom Arbeitslosigkeitsrisiko, mit dem die einzelnen Personen konfrontiert sind, nicht beeinflusst. Hingegen neigen hoch qualifizierte Arbeitskr\u00e4fte zu einer ablehnenden Haltung, wenn sie es als wahrscheinlich einsch\u00e4tzen, selber von Arbeitslosigkeit betroffen zu sein. Es besteht also eine signifikante Wechselwirkung zwischen Ausbildungsniveau und Arbeitslosigkeitsrisiko. Bei der grafischen Darstellung dieses Zusammenhangs kommt dies wie folgt zum Ausdruck: Bez\u00fcglich der Erwerbst\u00e4tigen mit einer terti\u00e4ren Ausbildung weist die Kurve in <i><a class=\"graphic-link\" title=\"Prognostizierte Wahrscheinlichkeiten pro Ausbildungsniveau\">Grafik 2<\/a><\/i> die gr\u00f6sste Steigung auf. In der linken Abbildung ist die Steigung positiv, w\u00e4hrend sie in der rechten Abbildung negativ ist. Dieser Zusammenhang ist auch signifikant, wenn die kulturellen Werte und \u00dcberzeugungen ber\u00fccksichtigt werden. Der Zusammenhang zwischen einem hohen Ausbildungsniveau und einer positiven Einstellung gegen\u00fcber Ausl\u00e4nderinnen und Ausl\u00e4ndern verbirgt somit eine komplexere Beziehung, in deren Rahmen ein h\u00f6heres Arbeitslosigkeitsrisiko weniger positive Verhaltensweisen gegen\u00fcber ausl\u00e4ndischen Staatsangeh\u00f6rigen zur Folge hat.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<a href=\"http:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2013\/12\/210.gif\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-10949\" src=\"http:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2013\/12\/210.gif\" alt=\"2\" width=\"840\" height=\"617\" \/><\/a>&#13;<\/p>\n<h2>Gegenseitige Erg\u00e4nzung der wirtschaftlichen und kulturellen Erkl\u00e4rungen<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nInsgesamt best\u00e4tigen unsere Ergebnisse Elemente der Theorie des Wettbewerbs zwischen schweizerischen und ausl\u00e4ndischen Arbeitskr\u00e4ften auf dem Arbeitsmarkt. Dieser Zusammenhang besteht ausschliesslich bei der Gruppe der hoch qualifizierten Personen. Am anderen Ende der Kompetenzskala scheinen die negativen Einstellungen gegen\u00fcber Ausl\u00e4nderinnen und Ausl\u00e4ndern von individuellen Werten und \u00dcberzeugungen beeinflusst zu sein. Daraus l\u00e4sst sich die Schlussfolgerung ziehen, dass die wirtschaftlichen und kulturellen Erkl\u00e4rungen bei der Darlegung der Einstellungen gegen\u00fcber Ausl\u00e4nderinnen und Ausl\u00e4ndern nicht im Widerspruch zueinander stehen. Sie erg\u00e4nzen sich vielmehr und betreffen die verschiedenen Teile der Bev\u00f6lkerung auf unterschiedliche Weise.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Zuwanderung ist seit langem eine tragende S\u00e4ule des wirtschaftlichen Erfolgs der Schweiz. 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Dieser Beitrag beruht haupts\u00e4chlich auf der Studie A Good Foreigner Is a Foreigner Who Doesn\u2019t Steal My Job: The Attitudinal Role of Skills, Unemployment Risk and Values, die vom Schweizerischen Nationalfonds zur F\u00f6rderung der wissenschaftlichen Forschung im Rahmen des Projekts Nr. 138620 mit dem Titel Explaining Individual Attitudes towards Foreigners in Switzerland finanziert wurde."},{"kasten_title":"Ausbildungsniveaus in der Schweiz","kasten_box":"Obligatorisch (Primarstufe und Sekundarstufe I)&#13;\n<ul>&#13;\n\t<li>Nicht abgeschlossene obligatorische Schule<\/li>&#13;\n\t<li>Obligatorische Schule, Anlehre<\/li>&#13;\n\t<li>Haushaltslehrjahr, kurze Handelsschule<\/li>&#13;\n<\/ul>&#13;\nSekundarstufe II&#13;\n<ul>&#13;\n\t<li>Allgemeinbildende Schule<\/li>&#13;\n\t<li>Berufslehre (EFZ)<\/li>&#13;\n\t<li>Vollzeitberufsschule<\/li>&#13;\n\t<li>Matura<\/li>&#13;\n<\/ul>&#13;\nTerti\u00e4rstufe&#13;\n<ul>&#13;\n\t<li>H\u00f6here Berufsausbildung mit Eidgen\u00f6ssischem Fachausweis oder Diplom<\/li>&#13;\n\t<li>Techniker- oder Fachschule<\/li>&#13;\n\t<li>H\u00f6here Fachschule (HF)<\/li>&#13;\n\t<li>Universit\u00e4t, universit\u00e4re Hochschule, P\u00e4dagogische Hochschule, Fachhochschule<\/li>&#13;\n<\/ul>"},{"kasten_title":"","kasten_box":""}],"post_notes_for_print":"","first_teaser_header_de":"","first_teaser_header_fr":"","first_teaser_text_de":"","first_teaser_text_fr":"","second_teaser_header_de":"","second_teaser_header_fr":"","second_teaser_text_de":"","second_teaser_text_fr":"","kseason_de":"","kseason_fr":"","post_in_pdf":118407,"main_focus":null,"serie_email":null,"frontpage_slider_bild":"","artikel_bild-slider":null,"legacy_id":"2797","post_abstract":"","magazine_issue":"20131201","seco_author_reccomended_post":null,"redaktoren":null,"korrektor":null,"planned_publication_date":null,"original_files":null,"external_release_for_author":"19700101","external_release_for_author_time":"00:00:00","link_for_external_authors":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/exedit\/54f0939864d4a"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/118404"}],"collection":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3975"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=118404"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/118404\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":127154,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/118404\/revisions\/127154"}],"acf:user":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/0"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3976"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3975"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=118404"}],"wp:term":[{"taxonomy":"post__type","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post__type?post=118404"},{"taxonomy":"post_opinion","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_opinion?post=118404"},{"taxonomy":"post_serie","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_serie?post=118404"},{"taxonomy":"post_content_category","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_content_category?post=118404"},{"taxonomy":"post_content_subject","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_content_subject?post=118404"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}