{"id":118419,"date":"2013-12-01T12:00:00","date_gmt":"2013-12-01T12:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2013\/12\/stueckelberger-4\/"},"modified":"2023-08-23T23:22:31","modified_gmt":"2023-08-23T21:22:31","slug":"stueckelberger-3","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2013\/12\/stueckelberger-3\/","title":{"rendered":"Der \u00f6ffentliche Verkehr muss uns etwas wert sein"},"content":{"rendered":"<p>Massgeblich mitverantwortlich f\u00fcr den Qualit\u00e4tsstandard des \u00f6ffentlichen Verkehrs in der Schweiz sind Errungenschaften, die wir l\u00e4ngst als selbstverst\u00e4ndlich betrachten: die Zuverl\u00e4ssigkeit und P\u00fcnktlichkeit, der Taktfahrplan mit seinen in aller Regel sehr guten Umsteigebeziehungen im ganzen Land, das offene System (keine Koppelung eines Billets an einen bestimmten Zug) oder die beliebten General-, Halbtax- und Verbundabonnemente.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDiese Errungenschaften haben dazu beigetragen, dass der \u00f6ffentliche Verkehr in der Schweiz eine sehr grosse Akzeptanz geniesst: Menschen aller Gesellschaftsschichten pendeln mit Zug, Tram, Bus oder Postauto und ben\u00fctzen diese auch in der Freizeit, beziehungsweise in den Ferien.&#13;<\/p>\n<h2>\u00d6V-Erschliessung \u2013 ein volkswirtschaftlicher Einflussfaktor<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie Erfolgsgeschichte des \u00f6ffentlichen Verkehrs der Schweiz hat dazu gef\u00fchrt, dass dieser l\u00e4ngst zu einem entscheidenden Einflussfaktor auf die Volkswirtschaft geworden ist. Wer eine Region wirtschaftlich f\u00f6rdern will, erschliesst sie mit \u00f6ffentlichen Verkehrsmitteln, denn Erreichbarkeit ist l\u00e4ngst zum zentralen Schl\u00fcssel der Standortattraktivit\u00e4t geworden. Gleichzeitig ist unbestritten, dass Investitionen in den \u00f6ffentlichen Verkehr die nachhaltigsten und kosteng\u00fcnstigsten Massnahmen sind, um diese Mobilit\u00e4t weiter zu entwickeln. Die Effizienz konnte in den letzten 20 Jahren denn auch kontinuierlich gesteigert werden und liegt heute gut 50% h\u00f6her als 1998.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie enorme volkswirtschaftliche Bedeutung unseres \u00e4usserst zuverl\u00e4ssigen Systems des \u00f6ffentlichen Verkehrs zeigt sich auch daran, dass die grossen Metropolitanr\u00e4ume ohne den stetigen Ausbau des Verkehrsangebotes kaum mehr funktionsf\u00e4hig w\u00e4ren. Die durch diesen Ausbau erzielte Entlastung von motorisiertem Individualverkehr f\u00fchrt zu mehr Lebensqualit\u00e4t in den Zentren. Ich bin \u00fcberzeugt, dass wir hier nahe am Optimum sind, dieses aber noch nicht \u00fcberschritten haben.&#13;<\/p>\n<h2>Ja zur Fabi-Vorlage<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nZu den Errungenschaften und dem Standortvorteil gilt es Sorge zu tragen, zumal die Verkehrsprognosen von einem weiteren grossen Wachstum des \u00f6ffentlichen Verkehrs ausgehen. Der \u00d6V will f\u00fcr seine Kundinnen und Kunden auch weiterhin attraktiv sein. Deshalb braucht es einen massvollen, auf die Bed\u00fcrfnisse der Kundinnen und Kunden zugeschnittenen Ausbau des \u00f6ffentlichen Verkehrs. Die Vorlage zu Finanzierung und Ausbau der Bahninfrastruktur (Fabi), \u00fcber welche das Schweizer Stimmvolk am 9. Februar 2014 abstimmt, ist eine gute Antwort auf diese Herausforderung. Mit der Schaffung eines neuen Bahninfrastrukturfonds kann die Finanzierung der Bahninfrastruktur (Unterhalt wie Ausbau) langfristig und vor allem fair sichergestellt werden. Fair deshalb, weil alle Nutzniesser ihren Beitrag daran leisten. Nebst Bund und Kantonen sollen sich auch die \u00d6V-Kundinnen und -Kunden an diesen Mehrkosten beteiligen. Sie erhalten als Gegenleistung dazu mit Fabi einen erheblichen Mehrwert durch ein attraktiveres und dichteres Verkehrsangebot.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie Fabi-Vorlage setzt aber auch die Priorit\u00e4ten richtig: Im Vordergrund stehen nicht Beschleunigungsmassnahmen, sondern die Stabilit\u00e4t des Netzes und das Bereitstellen von gen\u00fcgend Kapazit\u00e4ten \u2013 und zwar auf dem gesamten Schienennetz, wodurch das ganze Land profitieren wird. Kommt dazu, dass mit Fabi neben einem moderaten Ausbau erstmals auch die Unterhaltskosten klar und transparent finanziert sind.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Massgeblich mitverantwortlich f\u00fcr den Qualit\u00e4tsstandard des \u00f6ffentlichen Verkehrs in der Schweiz sind Errungenschaften, die wir l\u00e4ngst als selbstverst\u00e4ndlich betrachten: die Zuverl\u00e4ssigkeit und P\u00fcnktlichkeit, der Taktfahrplan mit seinen in aller Regel sehr guten Umsteigebeziehungen im ganzen Land, das offene System (keine Koppelung eines Billets an einen bestimmten Zug) oder die beliebten General-, Halbtax- und Verbundabonnemente.&#13; &#13; [&hellip;]<\/p>","protected":false},"author":3876,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"om_disable_all_campaigns":false,"ep_exclude_from_search":false,"footnotes":""},"post__type":[67],"post_opinion":[],"post_serie":[],"post_content_category":[],"post_content_subject":[230,129],"acf":{"seco_author":3876,"seco_co_author":null,"author_override":"","seco_author_post_ocupation_year":"","seco_author_post_occupation_de":"Direktor, Seilbahnen Schweiz (SBS), Bern","seco_author_post_occupation_fr":"Directeur de Remont\u00e9es M\u00e9caniques Suisses (RMS), Berne|Directeur de Remont\u00e9es M\u00e9caniques Suisses (RMS), Berne","seco_co_authors_post_ocupation":null,"short_title":"","post_lead":"Der \u00f6ffentliche Verkehr der Schweiz ist eine beispiellose Erfolgsgeschichte. Und das nicht nur bezogen auf die Wachstumszahlen des \u00f6ffentlichen Verkehrs selbst: Die hohe Qualit\u00e4t, die er fl\u00e4chendeckend in der ganzen Schweiz tagt\u00e4glich unter Beweis stellt, ist weltweit einmalig. Dieses sehr gut funktionierende System auf h\u00f6chstem Niveau sowie der dadurch entstandene Standortvorteil d\u00fcrfen und m\u00fcssen uns etwas wert sein, damit wir auch in Zukunft mit einem attraktiven \u00f6ffentlichen Verkehr den Standort Schweiz st\u00e4rken.","post_hero_image_description":"","post_hero_image_description_copyright_de":"","post_hero_image_description_copyright_fr":"","post_references_literature":"","post_kasten":null,"post_notes_for_print":"","first_teaser_header_de":"","first_teaser_header_fr":"","first_teaser_text_de":"","first_teaser_text_fr":"","second_teaser_header_de":"","second_teaser_header_fr":"","second_teaser_text_de":"","second_teaser_text_fr":"","kseason_de":"","kseason_fr":"","post_in_pdf":118422,"main_focus":[156676,157283],"serie_email":null,"frontpage_slider_bild":"","artikel_bild-slider":null,"legacy_id":"2803","post_abstract":"","magazine_issue":"20131201","seco_author_reccomended_post":null,"redaktoren":null,"korrektor":null,"planned_publication_date":null,"original_files":null,"external_release_for_author":"19700101","external_release_for_author_time":"00:00:00","link_for_external_authors":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/exedit\/54c657c07285e"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/118419"}],"collection":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3876"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=118419"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/118419\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":127157,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/118419\/revisions\/127157"}],"acf:post":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/main_focus_post\/157283"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/main_focus_post\/156676"}],"acf:user":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3876"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=118419"}],"wp:term":[{"taxonomy":"post__type","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post__type?post=118419"},{"taxonomy":"post_opinion","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_opinion?post=118419"},{"taxonomy":"post_serie","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_serie?post=118419"},{"taxonomy":"post_content_category","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_content_category?post=118419"},{"taxonomy":"post_content_subject","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_content_subject?post=118419"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}