{"id":118429,"date":"2013-12-01T12:00:00","date_gmt":"2013-12-01T12:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2013\/12\/turcati-2\/"},"modified":"2023-08-23T23:22:06","modified_gmt":"2023-08-23T21:22:06","slug":"turcati","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2013\/12\/turcati\/","title":{"rendered":"Gesamtschau des Bundesrates \u00fcber das gewerbeorientierte B\u00fcrgschaftswesen"},"content":{"rendered":"<p>In der Schweiz gibt es vier anerkannte B\u00fcrgschaftsgenossenschaften (BG): die drei regional ausgerichteten Genossenschaften BG Mitte, BG Ost und Cautionnement romand sowie die gesamtschweizerisch t\u00e4tige B\u00fcrgschaftsgenossenschaft der Frauen Saffa. Die BG k\u00f6nnen f\u00fcr Kredite bis zu 500\u2009000 Franken b\u00fcrgen. Der Bund tr\u00e4gt deren Verlustrisiko zu 65% und \u00fcbernimmt einen Teil der Verwaltungskosten. Die Verwaltungskostenbeitr\u00e4ge erm\u00f6glichen es den BG, die Gesuchpr\u00fcfungs- und \u00dcberwachungskosten tief zu halten und so den kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) vorteilhafte Konditionen zu offerieren.<a href=\"#footnote_1\" id=\"footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor\">[1]<\/a><\/p>\n<p>&#13;<\/p>\n<h2>Umfassende Analyse des B\u00fcrgschaftswesens<\/h2>\n<p>&#13;<\/p>\n<p>Das gewerbeorientierte B\u00fcrgschaftswesen wurde 2007 einer grundlegenden Reform unterzogen (siehe <i>Kasten 1<\/i>). Rund f\u00fcnf Jahre sp\u00e4ter beauftragte das Staatssekretariat f\u00fcr Wirtschaft (Seco) eine externe Wirkungsanalyse als Grundlage einer Gesamtschau und gab Teilstudien in Auftrag, welche die Wirkung, die Marktstellung, den Vollzug sowie das Schweizer B\u00fcrgschaftswesen im internationalen Vergleich untersuchten.<a href=\"#footnote_2\" id=\"footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor\">[2]<\/a>Diese Studien bildeten die Grundlage f\u00fcr den Bericht des Bundesrates \u00fcber die Zweckm\u00e4ssigkeit, die Wirksamkeit sowie die Wirtschaftlichkeit des Bundesgesetzes \u00fcber Finanzhilfen an gewerbeorientierte B\u00fcrgschaftsorganisationen.<\/p>\n<p>&#13;<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2013\/12\/16.gif\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-9875\" src=\"http:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2013\/12\/16.gif\" alt=\"1\" width=\"840\" height=\"611\" \/><\/a><\/p>\n<p>&#13;<\/p>\n<h2>Positive Bilanz zur Wirksamkeit<\/h2>\n<p>&#13;<\/p>\n<p>In seinem Bericht vom 29. November 2013 zieht der Bundesrat insgesamt eine positive Bilanz \u00fcber die Wirksamkeit des gewerbeorientierten B\u00fcrgschaftswesens. Das System des gewerbeorientierten B\u00fcrgschaftswesens ist zweckm\u00e4ssig und es sind keine grundlegenden Anpassungen notwendig. Ende 2012 profitierten 1660 KMU von einer B\u00fcrgschaft und damit von einem erleichterten Zugang zu Bankkrediten. Das B\u00fcrgschaftsvolumen entspricht 218 Mio. Franken. Unternehmen mit B\u00fcrgschaften schaffen nach dem B\u00fcrgschaftsantrag im Durchschnitt 4,47 Arbeitspl\u00e4tze.<\/p>\n<p>&#13;<\/p>\n<p>Das B\u00fcrgschaftswesen unterst\u00fctzt die KMU erfolgreich, indem es ihnen erm\u00f6glicht, Darlehen zu erhalten, welche die Banken andernfalls nicht gew\u00e4hren w\u00fcrden. Damit sichert das B\u00fcrgschaftswesen die Gr\u00fcndung oder Nachfolgeregelung von KMU oder erlaubt deren Vergr\u00f6sserung. F\u00fcr die Finanzierung von Betriebsmitteln, dem wichtigsten B\u00fcrgschaftszweck, wurden 34% der B\u00fcrgschaften gesprochen. 23% der Mittel gingen an die \u00dcbernahme bestehender Betriebe, 14% an Investitionen und 13% an Neu-\/Ausbau oder Kauf von Liegenschaften. Der Anteil der Neugr\u00fcndungen liegt bei rund 15%. Seit der Reorganisation 2007 gingen 28% der B\u00fcrgschaften an sehr kleine Firmen mit ein bis zwei Mitarbeitenden; 12% der B\u00fcrgschaften entfallen auf Firmen mit mehr als 19 Mitarbeitenden (siehe <i><a class=\"graphic-link\" title=\"Verteilung der B\u00fcrgschaften nach Gr\u00f6sse der Unternehmen, Juli 2007 \u2013 Ende 2011\">Grafik 2<\/a><\/i>).<\/p>\n<p>&#13;<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2013\/12\/24.gif\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-9876\" src=\"http:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2013\/12\/24.gif\" alt=\"2\" width=\"840\" height=\"713\" \/><\/a><\/p>\n<p>&#13;<\/p>\n<h2>Verankerung im l\u00e4ndlichen Raum<\/h2>\n<p>&#13;<\/p>\n<p>Das B\u00fcrgschaftswesen stellt prim\u00e4r ein KMU-F\u00f6rderinstrument mit einer starken Verankerung im l\u00e4ndlichen Raum dar. Die regionale Verteilung zeigt, dass 38% der B\u00fcrgschaften Firmen im l\u00e4ndlichen Raum erhalten haben. Die \u00fcberproportionale Nutzung in den l\u00e4ndlichen Regionen wird deutlicher, wenn die Anzahl B\u00fcrgschaften mit der dort lebenden Bev\u00f6lkerung verglichen wird. Ein F\u00f6rdergrundsatz gem\u00e4ss Artikel 2 des Bundesgesetzes lautet, dass B\u00fcrgschaften landesweit angeboten werden sollen. Das B\u00fcrgschaftswesen hat aber nicht in allen Regionen die gleiche Bedeutung. Eine grosse Anzahl der B\u00fcrgschaftsdossiers konzentriert sich auf die Westschweizer Kantone. Mit knapp einem Viertel aller B\u00fcrgschaftsdossiers hat das gewerbeorientierte B\u00fcrgschaftswesen im Kanton Waadt eine besonders grosse Bedeutung.<\/p>\n<p>&#13;<\/p>\n<h2>Effekte und Wirkungen<\/h2>\n<p>&#13;<\/p>\n<p>Ende 2011 boten die mit B\u00fcrgschaften unterst\u00fctzten Firmen insgesamt 22\u2009179 Arbeitspl\u00e4tze an und besch\u00e4ftigten 1774 Lernende. Das gewerbeorientierte B\u00fcrgschaftswesen leistet somit indirekt einen Beitrag zur Berufsbildung. Die Konkursquote der Firmen mit B\u00fcrgschaften liegt nur wenig \u00fcber der Konkursquote aller KMU der entsprechenden Gr\u00f6sse.<\/p>\n<p>&#13;<\/p>\n<p>Die in den Firmen besch\u00e4ftigten Mitarbeitenden zahlen via ihre Einkommenssteuern ca. 13 Mio. Franken an direkten Bundessteuern. Zudem erh\u00e4lt der Bund laut den Evaluatoren von den unterst\u00fctzten Firmen rund 13 Mio. Franken an Unternehmensgewinnsteuern pro Jahr. Die generierte Wertsch\u00f6pfung der unterst\u00fctzten Firmen betr\u00e4gt rund 1,7 Mrd. Franken. Die Firmen fragen zudem um Vorleistungen nach, was zu einer zus\u00e4tzlichen, induzierten Wertsch\u00f6pfung f\u00fchrt.<\/p>\n<p>&#13;<\/p>\n<p>Die Mitnahmeeffekte sind bei diesem Instrument insgesamt klein. KMU nutzen B\u00fcrgschaften meist nur dann, wenn sonst keine Finanzierungen gew\u00e4hrt w\u00fcrden. Andererseits d\u00fcrften die Verdr\u00e4ngungseffekte recht gross sein. Langfristig w\u00fcrden die entsprechenden Arbeitspl\u00e4tze ohne die Existenz der mit B\u00fcrgschaften unterst\u00fctzten Firmen gesamtschweizerisch betrachtet trotzdem existieren, allerdings nicht notwendigerweise bei den entsprechenden Kleinunternehmen und wohl auch nicht in den betroffenen Regionen.<\/p>\n<p>&#13;<\/p>\n<h2>Wo steht das System im internationalen Vergleich?<\/h2>\n<p>&#13;<\/p>\n<p>Praktisch alle OECD-L\u00e4nder sowie zahlreiche Nicht-OECD Staaten kennen entsprechende B\u00fcrgschaftsinstrumente, wenn auch in unterschiedlichen Auspr\u00e4gungen. Diese wurden insbesondere intensiv eingesetzt, um auf die in manchen L\u00e4ndern auftretenden Finanzierungsschwierigkeiten w\u00e4hrend der Finanz- und Wirtschaftskrise seit 2008 zu reagieren.<\/p>\n<p>&#13;<\/p>\n<p>Die B\u00fcrgschaftslimite liegt in der Schweiz mit 500\u2009000 Franken nur etwa halb so hoch wie der Durchschnitt der Vergleichsl\u00e4nder mit 1 Mio. Euro. <a href=\"#footnote_3\" id=\"footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor\">[3]<\/a>In Deutschland beispielsweise k\u00f6nnen Kredite bis zu einem Maximalbetrag von 1,25 Mio. Euro verb\u00fcrgt werden, in \u00d6sterreich sogar bis 7,5 Mio. Euro. Auf der anderen Seite liegt der mittlere Betrag einer Einzelb\u00fcrgschaft in der Schweiz mit 127\u2009437 Franken (104\u2009030 Euro) zum Teil deutlich \u00fcber jenem von anderen L\u00e4ndern. Die Schweiz hat also eine vergleichsweise tiefe Limite, sch\u00f6pft diese aber \u00fcberdurchschnittlich aus.<a href=\"#footnote_4\" id=\"footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor\">[4]<\/a>Bei 46% der seit 2007 gew\u00e4hrten B\u00fcrgschaften betrug der verb\u00fcrgte Betrag nicht mehr als 100000 Franken w\u00e4hrend rund 10% den H\u00f6chstbetrag von 500&nbsp;000 Franken aussch\u00f6pften.<\/p>\n<p>&#13;<\/p>\n<p>Das B\u00fcrgschaftswesen ist ein Nischenprodukt. Relativ betrachtet haben B\u00fcrgschaften in anderen L\u00e4ndern eine deutlich h\u00f6here Bedeutung als in der Schweiz. W\u00e4hrend der Anteil des B\u00fcrgschaftsvolumens am Bruttoinlandprodukt (BIP) in der Schweiz 0,04% betr\u00e4gt, weisen beispielsweise Portugal und Italien mit etwa 2% h\u00f6here Anteile auf. In Asien spielen B\u00fcrgschaften noch eine deutlich gr\u00f6ssere Rolle. So betr\u00e4gt der Anteil der ausstehenden B\u00fcrgschaften am BIP beispielsweise in Taiwan 3,6%, in Korea 6,7% und in Japan sogar 7,3%.<\/p>\n<p>&#13;<\/p>\n<h2>Marktstellung und Chancen f\u00fcr das B\u00fcrgschaftswesen<\/h2>\n<p>&#13;<\/p>\n<p>Das gewerbeorientierte B\u00fcrgschaftswesen hat sich seit der Neuorganisation im Jahre 2007 positiv entwickelt. Es hat sich etabliert und steht heute auf einer soliden Basis. Innerhalb von f\u00fcnf Jahren (2008\u20132012) konnte das B\u00fcrgschaftsvolumen von 85 Mio. auf rund 218 Mio. Franken gesteigert werden (siehe <i>Grafik 3<\/i>). Die Steigerung des Volumens wurde einerseits durch die Neukonzeption als solches erm\u00f6glicht: Die neuen Strukturen und das st\u00e4rkere finanzielle Engagement des Bundes konnte das Vertrauen in das B\u00fcrgschaftswesen \u2013 insbesondere bei den Banken \u2013 st\u00e4rken. Andererseits haben die B\u00fcrgschaftsgenossenschaften Marketingmassnahmen ergriffen, um den Bekanntheitsgrad des neu konzipierten B\u00fcrgschaftswesens zu erh\u00f6hen. Mit einem gemeinsamen Marketingkonzept verfolgen die B\u00fcrgschaftsorganisationen das Ziel, sich einerseits als unabh\u00e4ngige Finanzierungspartner und -berater f\u00fcr die KMU und andererseits als glaubw\u00fcrdige Partner f\u00fcr die Banken zu positionieren.<\/p>\n<p>&#13;<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2013\/12\/3.gif\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-9877\" src=\"http:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2013\/12\/3.gif\" alt=\"3\" width=\"840\" height=\"722\" \/><\/a><\/p>\n<p>&#13;<\/p>\n<p>Der Bekanntheitsgrad kann aber noch gesteigert werden. Nur etwa ein Viertel aller KMU der Schweiz kennen das gewerbeorientierte B\u00fcrgschaftswesen.<a href=\"#footnote_5\" id=\"footnote-anchor_5\" class=\"inline-footnote__anchor\">[5]<\/a>Bei Unternehmen, welchen ein Kredit verweigert wurde, sinkt der Bekanntheitsgrad paradoxerweise sogar auf 21%. Somit kennen fast 80% der potenziellen Kunden des B\u00fcrgschaftswesens das Instrument nicht. Dies verdeutlicht, dass auch die Information seitens der Banken noch ausbauf\u00e4hig ist. KMU werden meist erst durch ihre Bank oder ihren Treuh\u00e4nder auf die M\u00f6glichkeit einer B\u00fcrgschaft aufmerksam gemacht.<\/p>\n<p>&#13;<\/p>\n<p>Aus diesen Gr\u00fcnden sehen die Evaluatoren im gewerbeorientierten B\u00fcrgschaftswesen noch weiteres Entwicklungspotenzial. Sie sch\u00e4tzen das maximale Marktpotenzial etwa im Bereich des Vierfachen des heutigen B\u00fcrgschaftsvolumens, also bei rund 800\u2013900 Mio. Franken.<\/p>\n<p>&#13;<\/p>\n<h2>Braucht es eine Erh\u00f6hung der heutigen B\u00fcrgschaftslimite?<\/h2>\n<p>&#13;<\/p>\n<p>Im Rahmen der Evaluation wurde auch die Frage einer Erh\u00f6hung der heutigen B\u00fcrgschaftslimite von 500\u2009000 Franken auf 1 Mio. Franken eingehend gepr\u00fcft. Die Evaluatoren konnten dabei die Notwendigkeit einer Limitenerh\u00f6hung nicht einheitlich aufzeigen. Verschiedene Studien des Seco wie auch die Arbeitsgruppe \u00abKreditmarkt KMU\u00bb des Bundes und verschiedene Wirtschaftsverb\u00e4nde kommen zum Schluss, dass der Kreditmarkt f\u00fcr KMU insgesamt funktioniert. Unter dieser Voraussetzung ist von einem Ausbau staatlicher Interventionen grunds\u00e4tzlich abzusehen.<\/p>\n<p>&#13;<\/p>\n<p>Weiter haben B\u00fcrgschaftsorganisationen vereinzelt die Frage einer Rekapitalisierungsgarantie des Bundes f\u00fcr die B\u00fcrgschaftsorganisationen sowie eine Erh\u00f6hung des Verwaltungskostenbeitrages als Vorbedingung f\u00fcr eine Limitenerh\u00f6hung aufgeworfen. Dies w\u00fcrde jedoch einem gr\u00f6sseren Systemausbau gleichkommen, f\u00fcr den der Bundesrat zum heutigen Zeitpunkt unter der erw\u00e4hnten Situation auf dem KMU-Kreditmarkt weder eine Veranlassung noch eine Notwendigkeit sieht.<\/p>\n<p>&#13;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&#13;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&#13;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&#13;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&#13;<\/p>\n<ol class=\"footnote\"><li id=\"footnote_1\" class=\"footnote--item\">http:\/\/www.kmu-buergschaften.ch&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_2\" class=\"footnote--item\">B,S,S. (2013): Wirksamkeitsanalyse B\u00fcrgschaftswesen, Teilstudie \u00abWirkungsanalyse\u00bb. B,S,S. Volkswirtschaftliche Beratung Basel, 28. M\u00e4rz 2013; KMU-HSG (2013): Wirkungsanalyse B\u00fcrgschaftswesen. Teilstudie \u00abMarktstellungsanalyse\u00bb. Schweizerisches Institut f\u00fcr Klein- und Mittelunternehmen der Universit\u00e4t St. Gallen, 28. M\u00e4rz 2013; Ernst & Young (2010): Evaluation des gewerblichen B\u00fcrgschaftswesens 2007\u20132010, Oktober 2010 und Ernst &Young (2011): Zusatzabkl\u00e4rung zu den Aussenstellen der gewerblichen B\u00fcrgschaftsgenossenschaften, 27. Mai 2011; PwC (2013): Teilstudie \u00abDas Schweizer B\u00fcrgschaftswesen im internationalen Benchmark\u00bb. PricewaterhouseCoopers, 31. M\u00e4rz 2013.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_3\" class=\"footnote--item\">Als Vergleichsl\u00e4nder herangezogen wurden Deutschland, \u00d6sterreich, Frankreich, Italien, Spanien und Portugal.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_4\" class=\"footnote--item\">Wechselkurs August 2013: 1 EUR = 1,225 CHF.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_5\" class=\"footnote--item\">M.I.S. Trend (2013).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_5\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><\/ol>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In der Schweiz gibt es vier anerkannte B\u00fcrgschaftsgenossenschaften (BG): die drei regional ausgerichteten Genossenschaften BG Mitte, BG Ost und Cautionnement romand sowie die gesamtschweizerisch t\u00e4tige B\u00fcrgschaftsgenossenschaft der Frauen Saffa. Die BG k\u00f6nnen f\u00fcr Kredite bis zu 500\u2009000 Franken b\u00fcrgen. Der Bund tr\u00e4gt deren Verlustrisiko zu 65% und \u00fcbernimmt einen Teil der Verwaltungskosten. 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Franken Ende der 1990er-Jahre zur\u00fcck. Dies sowie eine generell erh\u00f6hte Risikoaversion in der Kreditvergabepolitik gaben Anlass, das B\u00fcrgschaftswesen grunds\u00e4tzlich zu hinterfragen. Schliesslich f\u00fchrte eine parlamentarische Initiativeb zum Bundesgesetz vom 6. Oktober 2006 \u00fcber die Finanzhilfen an gewerbeorientierte B\u00fcrgschaftsorganisationen.cMit dem im Juli 2007 in Kraft getretenen Bundesgesetz wurde die Beteiligung des Bundes an den B\u00fcrgschaftsverlusten von 50% oder 60% allgemein auf 65% festgesetzt sowie die Beitr\u00e4ge des Bundes an die Verwaltungskosten der B\u00fcrgschaftsorganisationen von 200\u2009000 Franken auf maximal 3 Mio. Franken pro Jahr erh\u00f6ht. Die Zahl der anerkannten B\u00fcrgschaftsorganisationen wurde von zehn auf vier reduziert (BG Ost, BG Mitte, Cautionnement romand, Saffa) und die maximale B\u00fcrgschaftslimite f\u00fcr die Verlustbeteiligung des Bundes von 150\u2009000 Franken auf 500\u2009000 Franken angehoben.<\/p>&#13;\n<p>a AS 1949 II 1657, SR 951.24.<\/p>&#13;\n<p>b Pa.Iv. 05.449.<\/p>&#13;\n<p>c SR 951.25<\/p>&#13;"}],"post_notes_for_print":"","first_teaser_header_de":"","first_teaser_header_fr":"","first_teaser_text_de":"","first_teaser_text_fr":"","second_teaser_header_de":"","second_teaser_header_fr":"","second_teaser_text_de":"","second_teaser_text_fr":"","kseason_de":"","kseason_fr":"","post_in_pdf":118432,"main_focus":null,"serie_email":null,"frontpage_slider_bild":"","artikel_bild-slider":null,"legacy_id":"2807","post_abstract":"","magazine_issue":"20131201","seco_author_reccomended_post":null,"redaktoren":null,"korrektor":null,"planned_publication_date":null,"original_files":null,"external_release_for_author":"19700101","external_release_for_author_time":"00:00:00","link_for_external_authors":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/exedit\/54c7a8b2b6c3a"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/118429"}],"collection":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3981"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=118429"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/118429\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":127159,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/118429\/revisions\/127159"}],"acf:user":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/0"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3638"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3981"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=118429"}],"wp:term":[{"taxonomy":"post__type","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post__type?post=118429"},{"taxonomy":"post_opinion","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_opinion?post=118429"},{"taxonomy":"post_serie","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_serie?post=118429"},{"taxonomy":"post_content_category","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_content_category?post=118429"},{"taxonomy":"post_content_subject","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_content_subject?post=118429"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}