{"id":118499,"date":"2013-11-01T12:00:00","date_gmt":"2013-11-01T12:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2013\/11\/horisberger-2\/"},"modified":"2023-08-23T23:22:25","modified_gmt":"2023-08-23T21:22:25","slug":"horisberger","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2013\/11\/horisberger\/","title":{"rendered":"Freihandelsabkommen sind ein Grundpfeiler der Schweizer Aussenwirtschaftspolitik"},"content":{"rendered":"<p>Die Schweiz verf\u00fcgt weltweit \u00fcber ein enges Netz von Freihandelsabkommen (FHA). Sie stellen einen Grundpfeiler der Schweizer Aussenwirtschaftspolitik dar, indem sie Diskriminierungen der Schweizer Wirtschaft im Ausland vermeiden und die Aussenwirtschaftsbeziehungen st\u00e4rken. Daher ist \u2013 neben dem Aushandeln neuer Abkommen \u2013 auch die stetige Weiterentwicklung der bestehenden Abkommen wichtig. <img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"article_rect\" src=\"\/dynBase\/images\/article_rect\/201311_23_Horisberger_01.eps.jpg\" alt=\"\" width=\"370\" height=\"258\" \/>&#13;<\/p>\n<p class=\"bildquelle\">Foto: Keystone<\/p>\n<p>&#13;<br \/>\nZiel der Freihandelspolitik der Schweiz ist die Verbesserung der Rahmenbedingungen f\u00fcr die Wirtschaftsbeziehungen mit Wirtschaftspartnern weltweit. Die schweizerischen Wirtschaftsakteure sollen gegen\u00fcber ihren wichtigsten Konkurrenten einen m\u00f6glichst vorhersehbaren, hindernis- und diskriminierungsfreien sowie rechtlich abgesicherten Zugang zu diesen M\u00e4rkten erhalten.&#13;<\/p>\n<h2>Was beinhalten die Freihandelsabkommen?<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie FHA mit Partnern im Raum Europa-Mittelmeer sowie die Abkommen mit <i>Kanada<\/i> und der <i>S\u00fcdafrikanischen Zollunion (Sacu)<\/i> beinhalten in erster Linie Bestimmungen \u00fcber den Warenverkehr sowie in der Regel \u00fcber den Wettbewerb und den Schutz der Rechte an geistigem Eigentum.&#13;<\/p>\n<h2>Wichtig f\u00fcr den Aussenhandel der Schweiz<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\n2012 haben die Abkommen mit Freihandelspartnern \u2013 ohne das FHA mit der EU \u2013 22,6% der gesamten Schweizer Exporte abgedeckt. Dies entspricht 51% der Schweizer Exporte nach M\u00e4rkten ausserhalb der EU. Dank diesen Abkommen wird den Schweizer Exporteuren ein verbesserter Zugang zu einem Absatzmarkt er\u00f6ffnet, der \u00fcber 2 Mrd. Konsumenten sowie ein Bruttoinlandprodukt (BIP) von mehr als 22\u2009000 Mrd. Franken umfasst.&#13;<\/p>\n<h2>Laufende Verhandlungen und exploratorische Kontakte<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie Schweiz verfolgt einen proaktiven Ausbau ihres Netzes von FHA. Die derzeit laufenden Verhandlungen stellen die Schweiz vor verschiedene Herausforderungen. Die Partnerstaaten sind in den meisten F\u00e4llen sich dynamisch entwickelnde mittelgrosse bis grosse Volkswirtschaften, die um ihre attraktiven Binnenm\u00e4rkte wissen. Die offensiven wie defensiven Interessen dieser L\u00e4nder unterscheiden sich zum Teil erheblich von denen der Schweiz. Durch ihre grossen Binnenm\u00e4rkte sind diese L\u00e4nder zudem weniger auf ausl\u00e4ndische Absatzm\u00e4rkte angewiesen als dies beispielsweise die Schweiz ist. Diese Asymmetrie der Interessen bedeutet f\u00fcr die Schweiz, dass verst\u00e4rkte Anstrengungen n\u00f6tig sind.&#13;<\/p>\n<h2>Abkommen werden laufend angepasst<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nUm insbesondere das Ziel der Nichtdiskriminierung gegen\u00fcber den wichtigsten Konkurrenten fortlaufend sicherzustellen, pr\u00fcft die Schweiz den Anpassungsbedarf bei bestehenden Abkommen. Ein solcher Bedarf kann insbesondere entstehen, wenn ein Freihandelspartner ein neueres FHA mit einem anderen Land abschliesst, vor allem wenn darin f\u00fcr dessen Wirtschaftsakteure g\u00fcnstigere Bedingungen ausgehandelt wurden. Eine allf\u00e4llige Weiterentwicklung eines Abkommens wird in dem unter jedem Abkommen eingerichteten Gemischten Ausschuss aufgenommen. Treffen des jeweiligen Gemischten Ausschusses sind in regelm\u00e4ssigen Abst\u00e4nden vorgesehen.&#13;<\/p>\n<h2>Freihandelsabkommen diversifizieren unsere Wirtschaftsbeziehungen<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nEin offenes globales Handelssystem mit klaren und fairen Regeln ist das Fundament f\u00fcr den Erhalt der Standortattraktivit\u00e4t und der Wettbewerbsf\u00e4higkeit der Schweiz und sichert so den Wohlstand. Ziel der Freihandelspolitik des Bundesrates ist es, den aus der Schweiz operierenden Unternehmen sowie deren Produkten und Dienstleistungen den Zugang zu ausl\u00e4ndischen M\u00e4rkten zu verbessern und zugleich den Import von Waren \u2013 einschliesslich Rohmaterialen und Zwischenprodukten \u2013 f\u00fcr Schweizer Konsumenten und Produzenten zu erleichtern. So f\u00f6rdern die FHA die Diversifizierung unserer Aussenwirtschaftsbeziehungen, das Wachstum, die Wertsch\u00f6pfung und die Wettbewerbsf\u00e4higkeit des Standortes Schweiz.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nGrafik 1: \u00abWeltkarte des schweizerischen Freihandelsnetzes\u00bb&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nTabelle 1: \u00abFreihandelsabkommen der Schweiz\u00bb&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nKasten 1: Weitere Informationen&#13;<\/p>\n<h3>Weitere Informationen<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\nF\u00fcr generelle Informationen zu Freihandelsabkommen siehe <a href=\"http:\/\/www.seco.admin.ch\">http:\/\/www.seco.admin.ch<\/a>, Themen, Aussenwirtschaft, Freihandelsabkommen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nWeitere Informationen zur Efta sind zu finden unter <a href=\"http:\/\/www.efta.int\">http:\/\/www.efta.int<\/a>.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Schweiz verf\u00fcgt weltweit \u00fcber ein enges Netz von Freihandelsabkommen (FHA). 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