{"id":118559,"date":"2013-10-01T12:00:00","date_gmt":"2013-10-01T12:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2013\/10\/meier-2\/"},"modified":"2023-08-23T23:23:06","modified_gmt":"2023-08-23T21:23:06","slug":"meier","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2013\/10\/meier\/","title":{"rendered":"Private Finanzierung von Innovationen"},"content":{"rendered":"<p>Vor allem kleinere Unternehmen stossen bei der Suche nach Finanzierungsl\u00f6sungen f\u00fcr ihre Innovationsvorhaben schnell an Grenzen. Eine Reihe von Initiativen haben sich diesem Problem angenommen und bieten Unterst\u00fctzung auf verschiedenen Ebenen. Zwei solche in der Westschweiz beheimatete Organisationen schildern aus ihrer Sicht, welches die neuralgischen Punkte bei der Finanzierung von Innovationsvorhaben sind. Im Artikel kommt auch ein Firmenchef zu\u00a0Wort, der mitten in einem Innovationsprozess steht. <img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"article_rect\" src=\"\/dynBase\/images\/article_rect\/201310_07_Meier_01.eps.jpg\" alt=\"\" width=\"370\" height=\"247\" \/>&#13;<\/p>\n<p class=\"bildquelle\">Foto: Keystone<\/p>\n<p>&#13;<br \/>\nDie beiden Westschweizer Organisationen Platinn und Capitalproximit\u00e9 engagieren sich bei der Planung, Umsetzung und Finanzierung von Innovationsvorhaben (siehe <i>Kasten 1<\/i>&#13;<\/p>\n<h3>Zwei Westschweizer Initiativen zur Innovationsf\u00f6rderung<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\nPlatinn a unterst\u00fctzt Jungunternehmen sowie kleine und mittlere Unternehmen (KMU) in ihren Gesch\u00e4ftsinnovationsvorhaben. Damit soll deren Innovationskapazit\u00e4t und Wettbewerbsf\u00e4higkeit gest\u00e4rkt werden. Die Unterst\u00fctzung erfolgt durch ein Netzwerk akkreditierter Coaches. Platinn ist als privatrechtlicher Verein konstituiert Mitglieder sind die sechs Tr\u00e4gerkantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nCapitalproximit\u00e9 b ist eine Matchingplattform, welche Unternehmen auf der Suche nach Kapital zur Finanzierung von Expansions- oder Transformationsvorhaben mit potenziellen Investoren zusammenbringen will. Die Ausrichtung ist vor allem regional und lokal, um den engen Bezug der Aktivit\u00e4ten zum lokalen Wirtschaftsgeflecht zu gew\u00e4hrleisten. Capitalproximit\u00e9 ist eine Initiative der Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura und wird ebenfalls vom Seco unterst\u00fctzt.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\na <a href=\"http:\/\/www.platinn.ch\">http:\/\/www.platinn.ch<\/a>.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nb <a href=\"http:\/\/www.capitalproximite.ch\">http:\/\/www.capitalproximite.ch<\/a>.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n). Seit 2009 haben \u00fcber 750 Unternehmen entsprechende Dienstleistungen in Anspruch genommen. Knapp 90% der Innovationstr\u00e4ger sind Mikrounternehmen und Kleinunternehmen mit bis zu 50 Mitarbeitenden. Deren Probleme, L\u00f6sungsans\u00e4tze und Engp\u00e4sse variieren systematisch \u00fcber die verschiedenen Phasen der Innovationsentwicklung hinweg. Die Finanzierung spielt in dieser Dynamik eine besondere Rolle.&#13;<\/p>\n<h2>Kleine Unternehmen tun sich besonders schwer<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nEine Analyse der Innovationst\u00e4tigkeiten von 279 Westschweizer Unternehmen&#13;<br \/>\nQuelle: RIS-II, Platinn (2012), <a href=\"http:\/\/www.platinn.ch\">http:\/\/www.platinn.ch<\/a>, Strategische Projekte. weist darauf hin, dass etwa 12% der Firmen bei der Innovationsfinanzierung einen bedeutenden Handlungsbedarf sehen. Es besteht ein enger Zusammenhang mit der Unternehmensgr\u00f6sse. Gr\u00f6ssere Unternehmen nennen Finanzierungsaspekte eher selten (ca. 3%) als kritisch f\u00fcr deren Innovationsvorhaben. Der Anteil steigt bei Kleinunternehmen auf 8% und erreicht bei Mikrounternehmen 13%. Die Umsetzung von Innovationsvorhaben bei Mikro- und Kleinunternehmen h\u00e4ngt somit sehr viel st\u00e4rker vom Zugang zu Kapital und Finanzierungsmitteln ab, als jene von gr\u00f6sseren Unternehmen.Gerade kleinere Firmen mit vergleichbar hohem Finanzierungsbedarf tun sich schwer bei der Suche von Finanzierungsl\u00f6sungen. 67% der Kleinunternehmen mit Finanzierungsbedarf sehen sich diesbez\u00fcglich mit grossen Schwierigkeiten konfrontiert. Bei Mikrounternehmen w\u00e4chst dieser Anteil auf 78%. Dies bedeutet, dass drei Viertel jener Mikrounternehmen, f\u00fcr welche die Innovationsfinanzierung ein wichtiges Thema ist, bei der Mittelbeschaffung anstehen oder zumindest grosse Probleme bekunden. Die Ergebnisse weisen somit auf eine akute Problematik der Innovationsfinanzierung von kleineren Firmen mit hohem Innovationspotenzial hin. Volkswirtschaftlich wiegt diese Situation umso schwerer, als sich auch gr\u00f6ssere Firmen in ihrer Open-Innovation-Strategie mehr und mehr auf die Innovationskraft von kleineren Firmen abst\u00fctzen.Die Finanzierungsproblematik ist nicht der einzige und schon gar nicht der dominante Innovationsengpass bei jungen und kleineren Unternehmen. Kleinere Firmen haben wesentlich mehr kritische Baustellen in ihren Innovationsvorhaben als gr\u00f6ssere Firmen. Diese Schwachstellen sind besonders ausgepr\u00e4gt in den Bereichen Strategie, Marktkenntnisse, Organisation, Qualifikation, Innovationsentwicklung und Partnerschaften. Mehr als die H\u00e4lfte der Mikro- und Kleinunternehmen geben an, dass sie unzureichend vorbereitet sind auf diese Problemstellungen. Zus\u00e4tzliche Herausforderungen stellen sich beim \u00dcbergang zwischen den einzelnen Innovationsphasen. Jungfirmen stossen vor allem beim Aufbau von Marktbeziehungen und bei der Konzeption von marktf\u00e4higen Angeboten an Grenzen. Bei technologiebasierten Firmen ist diese Problematik besonders ausgepr\u00e4gt. Jene Unternehmen, welche den \u00dcbergang in die Industrialisierungs- und sp\u00e4ter in die Expansionsphase anstreben, sind regelm\u00e4ssig mit Problemen in der Distribution, bei Gesch\u00e4ftsmodellen sowie in der Prozess- und Organisationsentwicklung konfrontiert. Die Finanzierungsproblematik darf daher nicht isoliert betrachtet werden. Sie ist Teil und teilweise Konsequenz dieser Schwachstellen.&#13;<\/p>\n<h2>Ver\u00e4ndertes Investitionsverhalten<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie H\u00e4ufung von kritischen Baustellen, welche das Managementteam in vielen F\u00e4llen \u00fcberfordern, erh\u00f6ht naturgem\u00e4ss die Risiken von Investitionen. Das \u00abSch\u00f6nt\u00fcnchen\u00bb dieser Komplexit\u00e4t mit modellbasierten Gesch\u00e4ftspl\u00e4nen \u2013 inklusive deren exponentiellen Verkaufs- und Ertragskurven \u2013 hat bei Investoren stark an Glaubw\u00fcrdigkeit eingeb\u00fcsst. Viele private Investoren, welche unter diesen Pr\u00e4missen investierten, erfahren heute die Realit\u00e4t eines Innovationsverlaufs, der nur schrittweise und mit vielen R\u00fcckschl\u00e4gen zum Erfolg f\u00fchrt. Konsequenterweise wird ein Exit aus ihrer Investition schwierig und dauert vor allem viel l\u00e4nger. Es scheint, dass private und institutionelle Investoren auf diese Erfahrung reagieren und Investitionsoptionen in fr\u00fchen Innovationsphasen zunehmend kritisch bewerten.Diese Verhaltens\u00e4nderung im Umfeld von Venture Capital oder Business Angels widerspiegelt sich auch in den Erfahrungen von Capitalproximit\u00e9. 54% der 145 Unternehmen, welche die Matchingplattform nutzen, suchen Investoren f\u00fcr die Finanzierung der ersten Innovationsphasen. Seitens der 167 Investoren zeigen demgegen\u00fcber nur 16% Interesse an diesen Phasen. Aber auch bei ihnen steigt die Vorsicht. So sank der durchschnittliche Investitionsbetrag von 300\u2009000 Franken im Jahr 2010 auf 200\u2009000 Franken im Jahr 2012. Im gleichen Zeitraum verl\u00e4ngerte sich die Verhandlungsdauer zwischen Unternehmen und Investor von 4,5 auf 6,5 Monate.&#13;<\/p>\n<h2>Neue Finanzierungsstrategien<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nIn fr\u00fchen Innovationsphasen m\u00fcssen kleinere Unternehmen daher neue Finanzierungstrategien verfolgen. Ein Weg, der sich abzeichnet, ist die vernetzte Co-Finanzierung von Innovationsvorhaben mit Schl\u00fcsselpartnern entlang der Wertsch\u00f6pfungskette. Mit Ausnahme gewisser Life-Science-Vorhaben ist diese Tendenz in den meisten Sektoren erkennbar. Pilotkunden, Lieferanten, Erstausr\u00fcster, Distributoren, Entwicklungspartner usw. bilden dabei eine Art \u00d6kosystem und engagieren sich gemeinsam f\u00fcr das Gelingen des Innovationsvorhabens. Sie tun dies sowohl mit Arbeits- und Sachbeitr\u00e4gen als auch in Form von finanziellen Investitionen (<i>Smart Money<\/i>). Die Kooperationsformen reichen von Projekten bis hin zu Joint Ventures. Wo sinnvoll und m\u00f6glich, werden lokale, nationale oder internationale Mittel der \u00f6ffentlichen Innovationsfinanzierung eingebunden. Allerdings beschr\u00e4nken sich solche Finanzierungsl\u00f6sungen auf die Phasen bis hin zur Pilotanwendung oder Vorindustrialisierung. Ab dann jedoch stehen in der Regel gr\u00f6ssere Investitionen an. Die Gr\u00f6ssenordnung von 1 Mio. Franken f\u00fcr Vorserie und Industrialisierung wird in vielen Vorhaben erreicht.&#13;<\/p>\n<h2>Strukturproblem in der Industrialisierungsphase<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nViele Unternehmen, welche die ersten H\u00fcrden erfolgreich \u00fcberwunden haben, stehen an diesem Punkt an. Die bisherigen Finanzierungsinstrumente reichen nicht mehr aus, und viele der privaten Investoren haben sich in die sp\u00e4teren und weniger risikobehafteten Innovationsphasen zur\u00fcckgezogen. Erschwerend kommt dazu, dass die \u00f6ffentlichen Innovationsf\u00f6rderinstrumente, welche grossmehrheitlich die Forschung ins Zentrum stellen, in dieser Phase kaum mehr zum Tragen kommen. Hier zeichnet sich tats\u00e4chlich ein Strukturproblem der Innovationsfinanzierung ab. Dabei steht sehr viel Wertsch\u00f6pfungs- und Besch\u00e4ftigungspotenzial auf dem Spiel. Get\u00e4tigte Investitionen in Forschung und Entwicklung, Prototypen, Demonstrationsanlagen und Pilotanwendungen riskieren, obsolet zu werden.Eine Innovationspolitik, welche nebst der Forschung auch neue Wertsch\u00f6pfung mit entsprechenden Arbeitspl\u00e4tzen zum Ziel hat, muss sich dieser Problematik annehmen. Die H\u00fcrde der Industrialisierungsfinanzierung ist f\u00fcr Mikro- und Kleinfirmen zu hoch. Gewisse Schritte in diese Richtung sind bei Kreditb\u00fcrgschaften seitens der Kantone erkennbar. Zu \u00fcberlegen w\u00e4re die Schaffung eines \u00abIndustrialisierungsfonds\u00bb, welcher eine m\u00f6glichst hohe Multiplikatorwirkung bei privaten Investoren zur Folge haben m\u00fcsste.Diese differenzierte Einsch\u00e4tzung der privaten Innovationsfinanzierung darf nicht dar\u00fcber hinwegt\u00e4uschen, dass nach wie vor Kapital f\u00fcr Innovationsvorhaben fliesst. Die von Platinn unterst\u00fctzten Unternehmen hatten im Jahre 2012 einen Mittelzufluss im Umfang von 57,7 Mio. Franken. Davon stammen 75% aus privaten, 19% aus \u00f6ffentlichen und 6% aus privat-\u00f6ffentlichen Quellen. Der Finanzierungsmix dieser Unternehmen unterstreicht die relativ hohe Bedeutung \u00f6ffentlicher und \u00f6ffentlich-privater Finanzierungsquellen f\u00fcr Innovationsvorhaben. Er weist zudem auf einen bedeutenden Multiplikatoreffekt bei privaten Finanzierungsmitteln hin.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nGrafik 1: \u00abJe kleiner das Unternehmen, desto akuter die Finanzierungsproblematik\u00bb&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nKasten 1: Zwei Westschweizer Initiativen zur Innovationsf\u00f6rderung&#13;<\/p>\n<h3>Zwei Westschweizer Initiativen zur Innovationsf\u00f6rderung<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\nPlatinn a unterst\u00fctzt Jungunternehmen sowie kleine und mittlere Unternehmen (KMU) in ihren Gesch\u00e4ftsinnovationsvorhaben. Damit soll deren Innovationskapazit\u00e4t und Wettbewerbsf\u00e4higkeit gest\u00e4rkt werden. Die Unterst\u00fctzung erfolgt durch ein Netzwerk akkreditierter Coaches. Platinn ist als privatrechtlicher Verein konstituiert Mitglieder sind die sechs Tr\u00e4gerkantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nCapitalproximit\u00e9 b ist eine Matchingplattform, welche Unternehmen auf der Suche nach Kapital zur Finanzierung von Expansions- oder Transformationsvorhaben mit potenziellen Investoren zusammenbringen will. Die Ausrichtung ist vor allem regional und lokal, um den engen Bezug der Aktivit\u00e4ten zum lokalen Wirtschaftsgeflecht zu gew\u00e4hrleisten. Capitalproximit\u00e9 ist eine Initiative der Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura und wird ebenfalls vom Seco unterst\u00fctzt.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\na <a href=\"http:\/\/www.platinn.ch\">http:\/\/www.platinn.ch<\/a>.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nb <a href=\"http:\/\/www.capitalproximite.ch\">http:\/\/www.capitalproximite.ch<\/a>.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nKasten 2: \u00abOhne interne Vorfinanzierung w\u00e4re es bei einer Schubladenidee geblieben\u00bb&#13;<\/p>\n<h3>\u00abOhne interne Vorfinanzierung w\u00e4re es bei einer Schubladenidee geblieben\u00bb<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\nMichael Schrag ist Gr\u00fcnder und Inhaber der Firma Cadese. Als interdisziplin\u00e4rer Leistungserbringer f\u00fcr innovative Produktentwicklung und deren Umsetzung ist die Firma seit bald sieben Jahren erfolgreich am Markt. Das stetige Wachstum in kleinen Schritten erfolgte bisher aus eigener Kraft und ohne Finanzierungshilfen. In\u00a0den letzten Jahren hat die Firma u.a. an einer eigenen Produktentwicklung gearbeitet.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nC. Meier: Wie weit ist das Innovationsvorhaben?&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nM. Schrag: Die Entwicklung l\u00e4uft seit bald drei Jahren. Wir haben bisher ein Funktionsmuster und zwei Prototypen aufgebaut und basierend darauf ein internationales Patent (PCT) angemeldet. Wir haben in dieser ersten Phase viel Wert auf die Erfassung und Einsch\u00e4tzung der Kundenbed\u00fcrfnisse gelegt. Es war mir pers\u00f6nlich sehr wichtig, dass die technische Umsetzung und Machbarkeit zu 100% nachgewiesen ist, bevor wir uns im Detail mit dem Gesch\u00e4ftsmodell besch\u00e4ftigen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nC. Meier: Wie wurde die bisherige Entwicklung finanziert?&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nM. Schrag: Bisher wurde das Projekt von der Firma Cadese vorfinanziert. Da die Firma mir geh\u00f6rt, habe ich keine Zeit verloren, um eine Drittfinanzierung auf die Beine zu stellen. Dies w\u00e4re auch kaum m\u00f6glich gewesen. Ohne den technischen Nachweis in Form der Prototypen h\u00e4tte uns kaum jemand unterst\u00fctzt. Ohne M\u00f6glichkeit der internen Vorfinanzierung w\u00e4re es wohl bei einer Schubladenidee geblieben.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nC. Meier: Was ist die n\u00e4chste Etappe und wie hoch ist\u00a0der Finanzbedarf?&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nM. Schrag: Es geht nun um die Industrialisierung und den Aufbau vom gesamten Gesch\u00e4ftsmodell. Bis zur Lancierung rechne ich mit einem zus\u00e4tzlichen Kapitalbedarf von etwa 1 Mio. Franken. Mindestens \u00b2\u2044\u00b3 davon m\u00fcssen durch Drittmittel sichergestellt werden. Ich werde jetzt so schnell wie m\u00f6glich ein Spin-off gr\u00fcnden. Um das Vorhaben umzusetzen brauchen wir nicht nur Geld, sondern auch kompetente Konsortialpartner aus den betroffenen M\u00e4rkten. So werden wir in der Lage sein, schneller und gleichzeitig risikominimierter voran zu kommen. Dies auf die Beine zu stellen, bedeutet viel Aufwand. Pers\u00f6nlich ist es nat\u00fcrlich eine Herausforderung, die notwendige Zeit aufzubringen, ohne dabei das bestehende Gesch\u00e4ft zu vernachl\u00e4ssigen.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vor allem kleinere Unternehmen stossen bei der Suche nach Finanzierungsl\u00f6sungen f\u00fcr ihre Innovationsvorhaben schnell an Grenzen. Eine Reihe von Initiativen haben sich diesem Problem angenommen und bieten Unterst\u00fctzung auf verschiedenen Ebenen. Zwei solche in der Westschweiz beheimatete Organisationen schildern aus ihrer Sicht, welches die neuralgischen Punkte bei der Finanzierung von Innovationsvorhaben sind. 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