{"id":118674,"date":"2013-09-01T12:00:00","date_gmt":"2013-09-01T12:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2013\/09\/kempeneers-2\/"},"modified":"2023-08-23T23:23:15","modified_gmt":"2023-08-23T21:23:15","slug":"kempeneers","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2013\/09\/kempeneers\/","title":{"rendered":"Eigeninitiative und Erfahrung helfen beim Ausstieg aus der Arbeitslosigkeit"},"content":{"rendered":"<p>Welchen Einfluss hat die Beratung\u00a0in den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) auf\u00a0das Verhalten und die Erwartungen der Arbeitssuchenden bez\u00fcglich ihrer Wiedereingliederung? Eine Untersuchung des Observatoire Universitaire de l\u2019Emploi (OUE) zeigt, dass die Befragten ihr Verhalten mit fortschreitender Dauer der Arbeitslosigkeit anpassen und ihre Kenntnisse der Funktionsweise der RAV verbessern. Auch ihr Informationsbedarf nimmt laufend zu. F\u00fcr einen schnellen Ausstieg aus der\u00a0Arbeitslosigkeit sind offenbar individuelle Merkmale sowie die Erfahrung k\u00fcrzlich durchlebter Phasen der Arbeitslosigkeit entscheidender als der Kontakt mit den Personalberatenden. Bisher ist uns keine Studie zu den Erwartungen der Arbeitssuchenden an die Beratungs- und Vermittlungst\u00e4tigkeit der RAV bekannt. Das liegt wahrscheinlich am Mangel an verf\u00fcgbaren qualitativen Daten zu diesem Thema. Die Studie des OUE mit dem Titel <i>Strat\u00e9gie de r\u00e9insertion des ORP: l\u2019influence des activit\u00e9s de conseil sur les comportements et les attentes des demandeurs d\u2019emploi en mati\u00e8re de r\u00e9insertion<\/i> betritt somit Neuland und hat einen explorativen Charakter, denn es ist das erste Mal, dass sich Arbeitssuchende zu den Erwartungen an ihre RAV-Beratenden \u00e4ussern k\u00f6nnen. Die Untersuchung zielte darauf ab:&#13;<\/p>\n<ul>&#13;<\/p>\n<li>das Verhalten der Arbeitslosen bez\u00fcglich ihrer Wiedereingliederung sowie die Erwartungen an die Beratungs- und Vermittlungst\u00e4tigkeit der RAV zu identifizieren;<\/li>\n<p>&#13;<\/p>\n<li>den Einfluss dieser Beratungs- und Vermittlungst\u00e4tigkeit auf das Verhalten und die Erwartungen der Arbeitssuchenden zu messen;<\/li>\n<p>&#13;<\/p>\n<li>den Einfluss von Verhaltensweisen und Erwartungen auf die Dauer der Arbeitslosigkeit zu bestimmen.<\/li>\n<p>&#13;\n<\/ul>\n<p>&#13;<br \/>\nDie Erhebung erfolgte in zwei Phasen. Eine <i>erste Datenerhebung<\/i> Anfang 2012 erlaubte, eine repr\u00e4sentative Stichprobe von 819\u00a0Personen aus allen jenen herauszufiltern, die sich in dieser Zeit im Kanton Genf als arbeitslos meldeten. 249 Personen dieser Stichprobe hatten bereits kurz zuvor eine Phase der Arbeitslosigkeit durchlebt. Mit einer\u00a0<i>zweiten Datenerhebung<\/i> ein halbes Jahr sp\u00e4ter konnten unter der urspr\u00fcnglichen Stichprobe 244 Abg\u00e4nger identifiziert werden, davon 140 mit einer neuen Stelle. Die verbliebenen 575 Personen waren noch immer beim RAV eingeschrieben und wurden ein zweites Mal befragt. Die Erhebungen wurden sodann mit den vornehmlich quantitativen Daten des Informationssystems f\u00fcr die Arbeitsvermittlung und Arbeitsmarktstatistik (Avam) abgeglichen.Die Stichprobe umfasst Personen beider Geschlechter. Im Durchschnitt sind die Personen 37 Jahre alt, verheiratet, Schweizer Staatsb\u00fcrger, ohne k\u00fcrzlich durchlebte Phase der Arbeitslosigkeit, verf\u00fcgen \u00fcber gute bis sehr gute Franz\u00f6sischkenntnisse, sind relativ gut qualifiziert und haben mindestens eine obligatorische Ausbildung absolviert.&#13;<\/p>\n<h2>Verhalten und Erwartungen w\u00e4hrend\u00a0der\u00a0Arbeitslosigkeit<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nBez\u00fcglich des <i>Verhaltens<\/i> weiss die Mehrheit der befragten Personen, dass Leistungen unter Umst\u00e4nden eingestellt werden k\u00f6nnen. Diese befragten Personen w\u00fcrden einen Arbeitsweg von maximal 30 Minuten zum Erreichen ihres Arbeitsplatzes in Kauf nehmen. Sie sind aber nicht in der Lage, die notwendige Dauer bis zum Finden einer neuen Stelle abzusch\u00e4tzen. Mehrheitlich geben die Befragten an, in der Woche vor ihrer Anmeldung beim RAV eine Stunde pro Tag f\u00fcr die Arbeitssuche aufgewendet zu haben. Die Mehrzahl der Befragten haben nahezu ihr ganzes Umfeld von ihrer Arbeitslosigkeit informiert, z\u00e4hlen bei der Arbeitssuche haupts\u00e4chlich auf sich selber. Sie ziehen <i>schwache Bindungen<\/i> (formelles Netzwerk) den <i>starken Bindungen<\/i> (informelles Netzwerk) vor und denken, dass der Erfolg bei der Arbeitssuche weniger vom Gl\u00fcck, sondern eher von der geleisteten Arbeit abh\u00e4ngt.Hinsichtlich der <i>Erwartungen<\/i> nehmen die Befragten mehrheitlich gem\u00e4ssigte Haltungen ein, die gepr\u00e4gt sind von der jeweiligen emotionellen und finanziellen Lage, dem Informationsbedarf und der Arbeitsmarktf\u00e4higkeit. Die Erwartungen zur Wiedereingliederung sind hingegen hoch.<i>Generell<\/i> sch\u00e4tzen die Befragten die RAV-Beratenden zwar als recht f\u00e4hig ein, z\u00e4hlen jedoch eher auf sich selbst um eine Stelle zu finden. Ausserdem f\u00e4llt auf, dass die Befragten relativ geringe Kenntnisse der Funktionen und Abl\u00e4ufe der RAV haben.&#13;<\/p>\n<h2>Einfluss der Beratungs- und Vermittlungst\u00e4tigkeit<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nIn einem zweiten Analyseschritt ging es darum herauszufinden, wie die Beratungs- und Vermittlungst\u00e4tigkeit der RAV die zuvor beschriebenen Verhaltensweisen und Erwartungen beeinflusst hat. Der daf\u00fcr verwendete Ansatz war gr\u00f6sstenteils induktiv mit Signifikanztests und multivariaten Modellen, um die verschiedenen Stichproben miteinander vergleichen und gleichzeitig bestimmte Charakteristika ber\u00fccksichtigen zu k\u00f6nnen.&#13;<\/p>\n<h2>Wiederholt und einmalig Arbeitslose<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nIn einem ersten Schritt wurden die bei der Anmeldung beim RAV ge\u00e4usserten Verhaltensweisen und Erwartungen von Personen, die kurz davor bereits eine Phase der Arbeitslosigkeit durchlaufen hatten (wiederholt Arbeitslose), mit denjenigen anderer Personen (einmalig Arbeitslose) verglichen. Wiederholt Arbeitslose waren in der Regel besser dar\u00fcber informiert, dass Taggelder eingestellt werden k\u00f6nnen, wenn der Nachweis f\u00fcr\u00a0Arbeitsbem\u00fchungen fehlt. Sie sind bez\u00fcglich Informationen und Einhaltung der rechtlichen Verpflichtungen anspruchsvoller. Schliesslich kennen sie die Funktionsweise der RAV besser als die einmalig Arbeitslosen.&#13;<\/p>\n<h2>Entwicklung nach sechs Monaten Arbeitslosigkeit<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nIn einem zweiten Schritt haben wir die Verhaltensweisen und Erwartungen der einmalig Arbeitslosen zum Zeitpunkt der Anmeldung beim RAV mit der Situation sechs Monate sp\u00e4ter verglichen. Die Entwicklung ist signifikant und erkl\u00e4rt sich mit und den Kontakten zum RAV-Beratenden. Die Befragten erleben ihre Arbeitslosigkeit im Durchschnitt besser. Auf Ebene des <i>Verhaltens<\/i> zeigen sich folgende Ver\u00e4nderungen:&#13;<\/p>\n<ul>&#13;<\/p>\n<li>Sie nehmen gr\u00f6ssere Arbeitswege in Kauf.<\/li>\n<p>&#13;<\/p>\n<li>Sie sind weniger optimistisch bez\u00fcglich der Dauer der Arbeitssuche.<\/li>\n<p>&#13;<\/p>\n<li>Der Anteil derjenigen, die ihre Bekannten vollst\u00e4ndig oder zur Mehrzahl \u00fcber ihre Arbeitslosigkeit informiert haben, hat sich vergr\u00f6ssert.<\/li>\n<p>&#13;<\/p>\n<li>Sie z\u00e4hlen bei der Arbeitssuche vermehrt auf schwache Bindungen.<\/li>\n<p>&#13;\n<\/ul>\n<p>&#13;<br \/>\nBez\u00fcglich der <i>Erwartungen<\/i> zeigt sich:&#13;<\/p>\n<ul>&#13;<\/p>\n<li>Sie sind in Bezug auf Informationen und Einhaltung der rechtlichen Verpflichtungen anspruchsvoller geworden.<\/li>\n<p>&#13;<\/p>\n<li>Ihre Haltung bei der beruflichen Weidereingliederung ist flexibler geworden.<\/li>\n<p>&#13;\n<\/ul>\n<p>&#13;<br \/>\nDie ver\u00e4nderten Erwartungen an die RAV-Beratenden lassen sich als Anpassung an die Situation interpretieren. Dies ist allerdings nicht als Resignation bez\u00fcglich einer Wiedereingliederung zu verstehen, zumal die Befragten l\u00e4ngere Arbeitswege akzeptieren und ihr Umfeld vermehrt \u00fcber ihre Lage informieren. Vielmehr scheinen sich die Arbeitslosen mit der Zeit auf ihre RAV-Beratenden einzustellen, von denen sie anf\u00e4nglich zu viel erwartet hatten.<i>Im Allgemeinen<\/i> zeigen die Befragten folgende Merkmale:&#13;<\/p>\n<ul>&#13;<\/p>\n<li>Bei der Stellensuche z\u00e4hlen sie mehr auf sich selbst und weniger auf die RAV-Beratenden.<\/li>\n<p>&#13;<\/p>\n<li>Sie zeigen bessere Kenntnisse der Abl\u00e4ufe innerhalb der RAV.<\/li>\n<p>&#13;<\/p>\n<li>Sie sch\u00e4tzen die F\u00e4higkeiten der RAV-Beratenden h\u00f6her ein.<\/li>\n<p>&#13;\n<\/ul>\n<p>&#13;<br \/>\nAngesichts dieser Resultate l\u00e4sst sich festhalten, dass die Verhaltensweisen bei der Arbeitssuche und die Erwartungen bez\u00fcglich der Leistung der RAV-Beratenden mit einer k\u00fcrzlich oder einer gegenw\u00e4rtig gemachten Erfahrung mit einem RAV hinsichtlich mehrerer Aspekte in einer ganz bestimmten Weise ver\u00e4ndert werden. Es gibt allerdings auch Konstanten. So gilt f\u00fcr wiederholt und einmalig Arbeitslose gleichermassen:&#13;<\/p>\n<ul>&#13;<\/p>\n<li>Sie haben ihre Anspr\u00fcche bez\u00fcglich Informationen und Einhaltung der rechtlichen Verpflichtungen erh\u00f6ht.<\/li>\n<p>&#13;<\/p>\n<li>Sie kennen die Abl\u00e4ufe innerhalb der RAV besser, was darauf hindeutet, dass die \u00fcberbrachten Informationen koh\u00e4rent sind.<\/li>\n<p>&#13;\n<\/ul>\n<p>&#13;<\/p>\n<h2>Auswirkungen auf das Tempo der Wiedereingliederung<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nIm dritten und letzten Analyseschritt ging es darum festzustellen, inwiefern die Verhaltensweisen und Erwartungen die Dauer der Arbeitslosigkeit beeinflussen. Dazu verwendeten wir das halbparametrische Durationsmodell von Cox.<i>Generell<\/i> beeinflussen mehrere Faktoren den Anteil derjeniger Personen, die unmittelbar eine neue Stelle finden. Faktoren mit negativem Einfluss sind das Alter, das Geschlecht (Frauen finden weniger oft schnell eine neue Stelle) oder Schwierigkeiten im Umgang mit der Situation, arbeitslos zu sein. Zu den Faktoren mit einem positiven Einfluss geh\u00f6ren eine Phase der Arbeitslosigkeit in den letzten zwei vorhergegangenen Jahren oder der Umstand, verheiratet zu sein.Auf Ebene des <i>Verhaltens<\/i> erh\u00f6ht die Einsch\u00e4tzung, dass der Erfolg vor allem von den eigenen Bem\u00fchungen und weniger vom Gl\u00fcck abh\u00e4ngig ist, signifikant die Chance auf einen schnellen Ausstieg aus der Arbeitslosigkeit. Andere Verhaltensvariablen sind diesbez\u00fcglich nicht signifikant. Ebenso scheint es nicht, dass die allgemeinen Erwartungen und Kenntnisse auf individueller wie auch auf aggregierter Ebene die Dauer der Arbeitslosigkeit wirklich beeinflussen. Individuelle Eigenschaften ebenso wie die Erfahrung durch k\u00fcrzlich erlebte Phasen der Arbeitslosigkeit scheinen einen gr\u00f6sseren Einfluss auf die Dauer der Arbeitslosigkeit zu haben als Verhaltensweisen oder Erwartungen gegen\u00fcber den RAV-Beratenden. Ein indirekter Einfluss scheint aber von gewissen Kontrollvariablen auszugehen, die im Modell eingef\u00fchrt wurden.&#13;<\/p>\n<h2>Empfehlungen<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie wichtigsten Resultate dieser exploratorischen Studie f\u00fcr den Kanton Genf lassen sich als Empfehlungen zuhanden der RAV formulieren.Jene Personen, welche zum Zeitpunkt ihrer Anmeldung <i>ihre Arbeitslosigkeit als schwierig erleben<\/i>, finden weniger schnell eine Stelle. Deshalb ist es enorm wichtig, vom ersten Kontakt an auf die emotionelle Lage der Person einzugehen.Beschleunigt wird die Wiedereingliederung auch durch die Meinung, dass der <i>Erfolg eher von den eigenen Bem\u00fchungen abh\u00e4ngt<\/i> und weniger eine Gl\u00fcckssache ist. Folglich ist es unabdingbar, dass die RAV-Beratenden den Stellensuchenden immer wieder klarmachen, dass der Erfolg von der Energie abh\u00e4ngt, die sie investieren, um das Ziel zu erreichen \u2013 und dies unabh\u00e4ngig von der vorgeschriebenen Anzahl Bewerbungen, die jeden Monat verschickt werden m\u00fcssen. Die Studie zeigt, dass <i>einmalig Arbeitslose weniger schnell eine Stelle finden<\/i> als andere. Auf diese Gruppe sollten die RAV-Beratenden deshalb ein spezielles Augenmerk legen. Personen, welche sich beim RAV anmelden, verm\u00f6gen <i>den Zeitrahmen, den es braucht, um wieder in die Arbeitswelt einzusteigen, nicht korrekt einzusch\u00e4tzen<\/i>. Folglich sollten die RAV-Beratenden realistische Ziele vorschlagen und den Stellensuchenden begleitend und motivierend zur Seite stehen.Die Studie zeigt, dass die <i>Erwartungen an den Wiedereinstieg mit der Zeit sinken, w\u00e4hrend die Anspr\u00fcche an die Information zunehmen.<\/i> Darin zeigt sich die zunehmende Anpassung an das System mit fortschreitender Dauer der Arbeitslosigkeit. Die RAV-Beratenden sollten deshalb darauf achten, dass die Stellensuchenden nicht zu sehr in Routine verfallen, da dies den Wiedereinstieg verz\u00f6gern kann. Grafik 1: \u00abZiele der Arbeitssuche\u00bb Tabelle 1: \u00abGesch\u00e4tzte und effektive Dauer der Arbeitslosigkeit\u00bb Kasten 1: Durchschnittlicher Arbeitssuchender zum Zeitpunkt seiner Anmeldung&#13;<\/p>\n<h3>Durchschnittlicher Arbeitssuchender zum Zeitpunkt seiner Anmeldung<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\nIndividuelle Merkmale&#13;<\/p>\n<ul>&#13;<\/p>\n<li>37 Jahre alt;<\/li>\n<p>&#13;<\/p>\n<li>verheiratet;<\/li>\n<p>&#13;<\/p>\n<li>Schweizer Staatsb\u00fcrgerschaft;<\/li>\n<p>&#13;<\/p>\n<li>Gute oder sehr gute Kenntnisse der franz\u00f6sischen Sprache;<\/li>\n<p>&#13;<\/p>\n<li>keine vorausgehende Phase der Arbeitslosigkeit in den letzten zwei Jahren (einmalig arbeitslos);<\/li>\n<p>&#13;<\/p>\n<li>qualifiziert, mit spezialisierter Funktion bei der letzten Stelle, obligatorische Schulbildung und mindestens 1\u20133 Jahre Berufserfahrung;<\/li>\n<p>&#13;<\/p>\n<li>wurde aus wirtschaftlichen Gr\u00fcnden entlassen;<\/li>\n<p>&#13;<\/p>\n<li>hat M\u00fche mit der Tatsache, arbeitslos zu sein und hat finanzielle Einbussen zu verkraften;<\/li>\n<p>&#13;<\/p>\n<li>verf\u00fcgt \u00fcber einen Internetzugang zuhause;<\/li>\n<p>&#13;<\/p>\n<li>jede(r) Zweite ist Mitglied mindestens eines Vereins.<\/li>\n<p>&#13;\n<\/ul>\n<p>&#13;<br \/>\nVerhalten in Bezug auf Arbeitssuche&#13;<\/p>\n<ul>&#13;<\/p>\n<li>Ist zum Zeitpunkt der Anmeldung beim RAV informiert \u00fcber m\u00f6gliche Einstellungen von Taggeldern;<\/li>\n<p>&#13;<\/p>\n<li>w\u00fcrde einen Arbeitsweg von maximal 30 Minuten akzeptieren;<\/li>\n<p>&#13;<\/p>\n<li>ist nicht in der Lage, die Dauer der Arbeitssuche abzusch\u00e4tzen;<\/li>\n<p>&#13;<\/p>\n<li>hat den gr\u00f6ssten Teil seiner Bekannten oder sein gesamtes Umfeld von seiner Arbeitslosigkeit informiert;<\/li>\n<p>&#13;<\/p>\n<li>hat in der Woche vor seiner Anmeldung 1 Stunde pro Tag f\u00fcr die Arbeitssuche aufgewendet;<\/li>\n<p>&#13;<\/p>\n<li>z\u00e4hlt bei der Stellensuche haupts\u00e4chlich auf sich selbst;<\/li>\n<p>&#13;<\/p>\n<li>h\u00e4lt den Erfolg bei der Arbeitssuche vor allem f\u00fcr ein Resultat der geleisteten Bem\u00fchungen und weniger f\u00fcr eine Gl\u00fcckssache;<\/li>\n<p>&#13;<\/p>\n<li>beurteilt sein Leben als selbstbestimmt.<\/li>\n<p>&#13;\n<\/ul>\n<p>&#13;<br \/>\nErwartungen&#13;<\/p>\n<ul>&#13;<\/p>\n<li>Hat gem\u00e4ssigte Erwartungen bez\u00fcglich seiner emotionellen\/finanziellen Situation und bez\u00fcglich Information;<\/li>\n<p>&#13;<\/p>\n<li>hat relativ hohe Erwartungen bez\u00fcglich Arbeitsmarktf\u00e4higkeit;<\/li>\n<p>&#13;<\/p>\n<li>hat hohe Erwartungen bez\u00fcglich Wiedereingliederung.<\/li>\n<p>&#13;\n<\/ul>\n<p>&#13;<br \/>\nAllgemeine Kenntnisse&#13;<\/p>\n<ul>&#13;<\/p>\n<li>Z\u00e4hlt bei der Stellensuche vor allem auf sich selbst und weniger auf seinen RAV-Beratenden;<\/li>\n<p>&#13;<\/p>\n<li>hat relativ schlechte Kenntnisse der Abl\u00e4ufe im RAV;<\/li>\n<p>&#13;<\/p>\n<li>sch\u00e4tzt die F\u00e4higkeiten der RAV-Beratenden relativ hoch ein.<\/li>\n<p>&#13;\n<\/ul>\n<p>&#13;<br \/>\nKasten 2: Literatur&#13;<\/p>\n<h3>Literatur<\/h3>\n<p>&#13;<\/p>\n<ul>&#13;<\/p>\n<li>Behncke S., Fr\u00f6lich M. und Lechner M.: Unemployed and Their Caseworkers: Should They Be Friends or Foes?, in: Journal of the Royal Statistical Society, Bd. 173, 2010 (a), S. 67\u201392.<\/li>\n<p>&#13;<\/p>\n<li>Behncke S., Fr\u00f6lich M. und Lechner M.: Caseworker Like Me \u2013 Does The Similarity Between The Unemployed and Their Caseworkers Increase Job Placements?, in: Economic Journal, Bd. 120, 2010 (b), S. 1430\u20131459.<\/li>\n<p>&#13;<\/p>\n<li>Fr\u00f6lich M., Lechner M., Behncke S., Steiger H., Hammer S., Schmidt N., Menegale S., Lehmann A. und Iten R.: Einfluss der RAV auf die Wiedereingliederung von Stellensuchenden. Studie im Auftrag der Aufsichtskommission f\u00fcr den Ausgleichsfonds der Arbeitslosenversicherung, Arbeitsmarktpolitik, 20, 2007, Staatssekretariat f\u00fcr Wirtschaft SECO.<\/li>\n<p>&#13;<\/p>\n<li>Osberg L.: Fishing in Different Pools: Job Search Strategies and Job Finding Success in Canada in the Early 1980s, in: Journal of Labor Economics, Bd. 11, Nr, 2, 1993, S. 348\u2013386.<\/li>\n<p>&#13;<\/p>\n<li>Van den Berg, G.J. et.Van der Klaauw B., Counseling and Monitoring of Unemployed Workers: Theory and Evidence from a Controlled Social Experiment, International Economic Review, Bd. 47, 2006, S. 895\u2013936.<\/li>\n<p>&#13;<\/p>\n<li>Vassiliev A., Ferro-Luzzi G., Fl\u00fcckiger Y. und Ramirez J.: Unemployment and Employment Offices\u2019 Efficiency: What Can Be Done?, Socio-Economic Planning Sciences, Bd. 40, 2006, S. 169\u2013186.<\/li>\n<p>&#13;\n<\/ul>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Welchen Einfluss hat die Beratung\u00a0in den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) auf\u00a0das Verhalten und die Erwartungen der Arbeitssuchenden bez\u00fcglich ihrer Wiedereingliederung? 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