{"id":118809,"date":"2013-06-01T12:00:00","date_gmt":"2013-06-01T12:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2013\/06\/hauri-2\/"},"modified":"2023-08-23T23:23:44","modified_gmt":"2023-08-23T21:23:44","slug":"hauri","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2013\/06\/hauri\/","title":{"rendered":"Wohnungspolitik des Bundes: Optimierung ohne sofortige Markteingriffe"},"content":{"rendered":"<p>Wer aus pers\u00f6nlichen Gr\u00fcnden, wegen dem Arbeitsmarkt, der Ausbildung oder dem Verlust der bisherigen Wohnung umziehen muss, einen eigenen Haushalt gr\u00fcnden will oder aus dem Ausland zuzieht, kennt das Problem: Die Wohnungssuche zieht sich h\u00e4ufig in die L\u00e4nge \u2013 vor allem wenn ein zentraler oder attraktiver Standort gew\u00fcnscht wird. Wohnungssuchende sind oft erst im weiteren st\u00e4dtischen Umland oder an peripher gelegenen Standorten erfolgreich und m\u00fcssen weite Arbeitswege in Kauf nehmen. F\u00fcr die in den St\u00e4dten und ihren Agglomerationen stark angespannten Wohnungsm\u00e4rkte wird die Zuwanderung als Folge der Personenfreiz\u00fcgigkeit verantwortlich gemacht. Entsprechend stehen Forderungen im Raum, flankierende Massnahmen auf dem Wohnungsmarkt \u2013 analog zum Arbeitsmarkt \u2013 zu ergreifen. <img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"article_rect\" src=\"\/dynBase\/images\/article_rect\/201306_06_Hauri_01.eps.jpg\" alt=\"\" width=\"370\" height=\"247\" \/>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nMit flankierenden Massnahmen auf dem Wohnungsmarkt soll der Skepsis der Bev\u00f6lkerung gegen\u00fcber offenen Grenzen begegnet und die Fortsetzung der volkswirtschaftlich wichtigen Personenfreiz\u00fcgigkeit nicht gef\u00e4hrdet werden. So hat der Nationalrat in der Fr\u00fchjahrssession 2013 ein Postulat \u00fcberwiesen, das den Bundesrat beauftragt, flankierende Massnahmen im Wohnungssektor in Bezug auf die negativen Auswirkungen der Personenfreiz\u00fcgigkeit zu pr\u00fcfen.&#13;<br \/>\nPostulat Urek-N vom&nbsp;: Massnahmen im Wohnungswesen. Auch der Bundesrat hat in seinem Bericht vom 4. Juli 2012 \u00fcber die Personenfreiz\u00fcgigkeit und die Zuwanderung festgehalten, dass die Zuwanderung Auswirkungen auf den Wohnungs- und Immobilienmarkt habe und die Pr\u00fcfung von Massnahmen in Aussicht gestellt.&#13;<\/p>\n<h2>Bundesrat will bew\u00e4hrte Politik im Grundsatz fortf\u00fchren<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nAm 15. Mai 2013 hat der Bundesrat \u00fcber seine Pr\u00fcfergebnisse informiert. Er will grunds\u00e4tzlich an den Leitlinien seiner bisherigen Wohnungspolitik festhalten. Die Versorgung der Bev\u00f6lkerung mit Wohnraum soll weiterhin in erster Linie Aufgabe der Privatwirtschaft bleiben. Dieser Grundsatz hat sich unter unterschiedlichen konjunkturellen Vorzeichen bew\u00e4hrt und dazu gef\u00fchrt, dass die Schweiz traditionell zu den L\u00e4ndern mit einer sehr guten Versorgung der Bev\u00f6lkerung mit Wohnraum geh\u00f6rt. Aktuell stehen gem\u00e4ss Sch\u00e4tzungen von Immobilienfachleuten pro Kopf im Schnitt rund 50 m2 zur Verf\u00fcgung. Seitens der Wohnungsanbieter besteht eine hohe Bereitschaft, in den Neubau und die Erneuerung von Wohnungen zu investieren. Die Wohnungen sind von hoher Qualit\u00e4t und in der Regel gut unterhalten. Die Wohnkosten sind f\u00fcr den Grossteil der Bev\u00f6lkerung gut tragbar. Im Schnitt geben die Mieterhaushalte seit Jahrzehnten rund 20% ihres Bruttoeinkommens f\u00fcr die Wohnungsmiete und die Nebenkosten aus (siehe <i>Grafik 1<\/i>). Ein zweiter Grundsatz besagt, dass der Bund in Erg\u00e4nzung zur marktwirtschaftlichen Versorgung den gemeinn\u00fctzigen Wohnungsbau unterst\u00fctzt. Dieser spielt f\u00fcr die Wohnungsversorgung der wirtschaftlich schw\u00e4cheren Bev\u00f6lkerung eine wichtige Rolle und sorgt in den St\u00e4dten und Agglomerationen f\u00fcr eine ausgewogene Zusammensetzung der Bev\u00f6lkerung. Der Bundesrat will nun Voraussetzungen schaffen, damit der gemeinn\u00fctzige Wohnungsbau seine Funktion besser wahrnehmen kann. Namentlich soll diesem der Zugang zu Bauland erleichtert werden. Zu diesem Zweck k\u00f6nnen k\u00fcnftig die vom Bund zur Verf\u00fcgung gestellten zinsg\u00fcnstigen Darlehen auch f\u00fcr den Land&shy;erwerb eingesetzt werden. Die Pr\u00fcfung verschiedener Massnahmen im Raumplanungsbereich hat ebenfalls zum Ziel, die Marktchancen der gemeinn\u00fctzigen Bautr\u00e4ger zu verbessern. Weitere Massnahmen betreffen die Erhaltung von preisg\u00fcnstigen Wohnungen, wobei der Bundesrat Eingriffe in die Preisbildung \u2013 wie beispielsweise eine Beschr\u00e4nkung der Mietzinserh\u00f6hung bei Mieterwechseln \u2013 ablehnt. Solche Massnahmen w\u00fcrden zwar kurzfristig der Erhaltung von preisg\u00fcnstigem Wohnraum dienen; sie setzen jedoch falsche Signale f\u00fcr die l\u00e4ngerfristig n\u00f6tigen Investitionen in den Wohnungsbau. Ein wichtiges Element der bundesr\u00e4tlichen Strategie ist die Intensivierung des Dialogs mit den Kantonen und St\u00e4dten, denen die Problemlagen vor Ort am besten bekannt sind und die in der Wohnungsversorgung \u2013 neben der Privatinitiative und dem Bund \u2013 eine Mitverantwortung haben. Wie in der wohnungspolitischen Debatte \u00fcblich, fielen die Reaktionen auf die Bundesratsentscheide sehr unterschiedlich aus. Die eine Seite liess verlauten, diese w\u00fcrden viel zu wenig weit gehen und weder zur L\u00f6sung der Probleme auf dem Wohnungsmarkt noch zur politischen St\u00fctzung der Personenfreiz\u00fcgigkeit beitragen. Der anderen Seite des politischen Spektrums gehen die eingeleiteten Massnahmen bereits zu weit oder w\u00fcrden lediglich der Symptombek\u00e4mpfung dienen und nicht bei der Ursache \u2013 n\u00e4mlich der Zuwanderung selbst \u2013 ansetzen.&#13;<\/p>\n<h2>Gr\u00fcnde der steigenden Nachfrage<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nOffensichtlich werden je nach politischem Standpunkt die Lage auf dem Wohnungsmarkt und der Handlungsbedarf sehr unterschiedlich eingesch\u00e4tzt. Deshalb scheint es angebracht, unvoreingenommen einen Blick auf die Fakten zu werfen. Die Folgen der Immobilienkrise der 1990er-Jahre blieben \u00fcber die Jahrtausendwende sp\u00fcrbar. Erst allm\u00e4hlich nahm der Wohnungsmarkt eine neue Dynamik auf, die sich bis heute fortgesetzt hat. Diese hat unterschiedliche Treiber:&#13;<\/p>\n<ul>&#13;<\/p>\n<li>g\u00fcnstige wirtschaftliche Rahmenbedingungen;<\/li>\n<p>&#13;<\/p>\n<li>Bev\u00f6lkerungsanstieg und die weitere Zunahme der kleinen Haushalte;<\/li>\n<p>&#13;<\/p>\n<li>tiefe Zinss\u00e4tze als Resultat einer weltweit expansiven Geldpolitik;<\/li>\n<p>&#13;<\/p>\n<li>ver\u00e4ndertes Anlegerverhalten im Anschluss an die Finanzkrise;<\/li>\n<p>&#13;<\/p>\n<li>Pr\u00e4ferenzen f\u00fcr das urbane beziehungsweise stadtnahe Wohnen.<\/li>\n<p>&#13;\n<\/ul>\n<p>&#13;<br \/>\nDie st\u00e4ndige Wohnbev\u00f6lkerung hat zwischen 2007 und 2012 pro Jahr jeweils um rund 84\u2009000 Personen zugenommen. 2008 betrug die Zunahme gar \u00fcber 108\u2009000 Personen. Mit diesem Wachstum, das zum grossen Teil auf die Zuwanderung zur\u00fcckgeht, ist der Bedarf f\u00fcr Wohnraum stark angestiegen. In r\u00e4umlicher Hinsicht steht die N\u00e4he zu den Arbeitspl\u00e4tzen und den Kulturangeboten im Vordergrund. Deshalb konzentriert sich die Nachfrage auf die St\u00e4dte und Agglomerationen. Hinzu kommt eine eher \u00abhausgemachte\u00bb Nachfrageerh\u00f6hung: Zwischen 2000 und 2010 ist die Zahl der Einpersonenhaushalte um 18% und jene der Zweipersonenhaushalte um 19% angestiegen \u2013 also deutlich st\u00e4rker als die Zunahme aller Haushalte (14%). Mittlerweile werden mehr als zwei Drittel der Wohnungen nur von einer oder zwei Personen bewohnt.&#13;<\/p>\n<h2>Regional angespannte M\u00e4rkte trotz sehr hoher Baut\u00e4tigkeit<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie Baut\u00e4tigkeit hat auf die steigende Nachfrage reagiert. Die Zahl der neu erstellten Wohnungen ist von knapp 29\u2009000 im Jahre 2002 auf rund 47\u2009000 Einheiten im Jahr 2011 angestiegen (siehe <i>Grafik 2<\/i>). Dank dieser Ausweitung der Wohnungsproduktion pendelt die gesamtschweizerische Leerwohnungsquote in dieser Periode um 1%. Am 1. Juni 2012 standen knapp 39\u2009000 Wohnungen oder 0,94% des Gesamtbestandes leer. Allerdings bestehen grosse Unterschiede nach Regionen und Marktsegmenten. Deutlich unter dem gesamtschweizerischen Mittel liegen die Quoten in den Kantonen Z\u00fcrich, Luzern, Zug, Waadt und Genf sowie in den beiden Basel; deutlich dar\u00fcber unter anderem in den Kantonen Solothurn, Aargau, Thurgau, St. Gallen und Jura. W\u00e4hrend in den Kantonen mit angespanntem Markt ein Mangel an Miet- und Eigentumsobjekten besteht, stehen in der zweiten Kantonsgruppe \u00fcberdurchschnittlich viele Mietwohnungen leer. Besonders in diesen eher l\u00e4ndlich gepr\u00e4gten Regionen, aber auch gesamtschweizerisch wurden in den letzten Jahren vor allem Eigentumsobjekte erstellt. Viele Haushalte nutzten die f\u00fcr den Eigentumserwerb g\u00fcnstigen Rahmenbedingungen und verliessen ihre Mietwohnungen, die anschliessend nicht alle sofort neue Mieter fanden.&#13;<\/p>\n<h2>Regional starke Preisanstiege bei &shy;Eigentumsobjekten<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie f\u00fcr die ganze Schweiz beobachtbare hohe Nachfrage nach Eigentumsobjekten hat verschiedene Gr\u00fcnde. Die Hauptrolle spielen die Zinss\u00e4tze, welche als Folge der expansiven Geldpolitik auf Tiefstwerte gesunken sind. Die geringen Finanzierungskosten haben den Eigentumserwerb gegen\u00fcber dem Wohnen zur Miete g\u00fcnstiger gemacht und dazu gef\u00fchrt, dass sich viele mittelst\u00e4ndische Familien und Haushalte ihren Eigentumswunsch erf\u00fcllen konnten. Entsprechend ist die Wohneigentumsquote gem\u00e4ss amtlicher Statistik zwischen 2000 und 2010 von 34,6% auf rund 37% angestiegen. Allerdings hat diese Entwicklung auch ihre Kehrseite: Die tiefen Zinsen und die hohe Nachfrage haben die Angebotspreise in den gesuchten Regionen so stark ansteigen lassen, dass verschiedene Marktbeobachter dort Anzeichen einer Blasenbildung sehen (siehe <i>Grafik 3<\/i>).&#13;<\/p>\n<h2>Stabile Mietzinsen in bestehenden &shy;Mietverh\u00e4ltnissen\u2026<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nEine weitere Folge der Tiefzinspolitik ist die R\u00fcckbildung des hypothekarischen Referenzzinssatzes, der seit September 2008 f\u00fcr die Mietpreisgestaltung in der ganzen Schweiz massgebend ist. Er hat sich seit seiner Einf\u00fchrung von 3,5% auf aktuell 2,25% reduziert. In den meisten bestehenden Mietverh\u00e4ltnissen sind in dieser Periode die Mietzinse deshalb stabil geblieben oder gar gesunken. Zu beobachten sind aber auch gegenl\u00e4ufige Marktprozesse, welche besonders in den Regionen mit hoher Nachfrage zu zum Teil markanten Mietzinserh\u00f6hungen f\u00fchren.&#13;<\/p>\n<h2>\u2026 und h\u00e4ufig Mietzinserh\u00f6hungen bei Mieterwechseln und Hand\u00e4nderungen<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nBei Mieterwechseln, von denen j\u00e4hrlich im Schnitt etwa jede sechste Mietwohnung betroffen ist, kommt es h\u00e4ufig zu Mietzinserh\u00f6hungen. Eine Stichprobe f\u00fcr die Jahre 2010 bis 2012 ergab, dass bei etwas weniger als der H\u00e4lfte der Mieterwechsel die Mietzinse anstiegen. Bei fast gleich vielen F\u00e4llen blieb der Mietzins stabil, und bei rund jedem zehnten Wechsel wurde die Miete gesenkt. Von Seiten der Mieterorganisationen wird moniert, dass Vermieter h\u00e4ufig nicht einen Mieterwechsel f\u00fcr eine Mietzinsanpassung an den Markt abwarten, sondern mit so genannten Ertragsk\u00fcndigungen den Prozess beschleunigen. Mietzinserh\u00f6hungen k\u00f6nnen auch erfolgen, wenn eine Liegenschaft die Hand wechselt. Im Nachgang zur Finanzkrise sind &shy;mangels Anlagealternativen so genannte \u00abRenditeobjekte\u00bb immer begehrter geworden. Gem\u00e4ss UBS sind seit 2008 die Preise f\u00fcr solche Objekte j\u00e4hrlich im Schnitt um rund 6% angestiegen. In diesen F\u00e4llen erfolgt h\u00e4ufig unmittelbar eine Anpassung der Mietzinse an den Kaufpreis. Ferner ist darauf hinzuweisen, dass K\u00fcndigungen oft auch dann ausgesprochen werden, wenn Wohnungen umfassend erneuert und energetisch saniert werden. Und schliesslich ist zu beobachten, dass im Nachgang zu Erneuerungen nicht eine Neuvermietung erfolgt, sondern die Wohnungen in Stockwerkeigentumseinheiten umgewandelt und einzeln verkauft werden.&#13;<\/p>\n<h2>Zuwanderung ist ein Faktor unter vielen<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDiese Lageskizze macht deutlich, dass f\u00fcr die Marktdynamik verschiedene \u00abTreiber\u00bb eine Rolle spielen. Die Zuwanderung ist ein Faktor unter anderen. Letztlich sind es die g\u00fcnstige wirtschaftliche Entwicklung und die Attraktivit\u00e4t der Schweiz als Arbeits- und Wohnort, welche in vielen Regionen die Nachfrage nach Wohnungen haben ansteigen lassen. Dass der Wohnungsmarkt grunds\u00e4tzlich funktioniert, zeigt die Wohnbau&shy;t\u00e4tigkeit. Diese hinkt zwar hinter der Nachfrageentwicklung her. Sie war jedoch gross genug, dass in einer landesweiten Betrachtung die Marktanspannung in den letzten Jahren nicht zunahm.&#13;<\/p>\n<h2>Unsichere Zukunftsaussichten<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie k\u00fcnftige Entwicklung auf den Wohnungsm\u00e4rkten h\u00e4ngt stark von den konjunkturellen Gegebenheiten ab. Gem\u00e4ss Staats&shy;sekretariat f\u00fcr Wirtschaft (Seco) sind die kurzfristigen Konjunkturaussichten f\u00fcr die kommenden Monate durchzogen. Unter diesen wirtschaftlichen Vorzeichen d\u00fcrfte die Zuwanderung zumindest nicht weiter zunehmen, zumal der Bundesrat im Fr\u00fchling 2013 den Zugang zum Schweizer Arbeitsmarkt f\u00fcr Erwerbst\u00e4tige aus den EU-Staaten f\u00fcr die n\u00e4chsten 12 Monate beschr\u00e4nkt hat. F\u00fcr den Wohnungsmarkt bedeutet dies, dass in der kurzen Frist die Nachfrage nach Wohnraum zwar hoch bleibt, aber nicht weiter ansteigt. Gleichzeitig kommen 2013 und auch in den n\u00e4chsten beiden Jahren viele neue Wohnungen auf den Markt. Ende des 4. Quartals 2012 wurden \u00fcber 75\u2009000 Wohnungen gez\u00e4hlt, die sich im Bau befanden. Auch die im Jahr 2012 baubewilligten Wohnungen deuten f\u00fcr die kommenden Jahre auf eine Produktionsziffer oberhalb von 45\u2009000 Einheiten hin. Alles in allem ist somit zu erwarten, dass sich mittelfristig die Situation auf dem Wohnungsmarkt nicht weiter anspannt.Sollte sich wider Erwarten die aktuelle Konjunkturflaute in Richtung Rezession entwickeln, w\u00fcrde sich in den weniger attraktiven Regionen schnell ein gr\u00f6sserer Angebots\u00fcberschuss bilden. Damit k\u00e4men die Preise unter Druck. Bei einer l\u00e4ngerfristigen wirtschaftlichen Stagnation ohne Einkommenszuw\u00e4chse und nur noch geringem Bev\u00f6lkerungsanstieg k\u00f6nnte der Immobilienmarkt gar in eine Krise geraten.Angesichts dieser unsicheren Perspektiven sind die Beschl\u00fcsse des Bundesrates als umsichtig und zweckm\u00e4ssig einzustufen. Aufgrund der aktuellen Marktlage besteht kein Bedarf f\u00fcr sofortige Markteingriffe. Wichtig sind jedoch Massnahmen, die mittel- bis langfristig wirken und dazu beitragen, dass in der Schweiz weiterhin alle Bev\u00f6lkerungskreise angemessen wohnen k\u00f6nnen. Im Rahmen des vom Bundesrat eingeleiteten Dialogs mit den Kantonen und St\u00e4dten &shy;sollen weitere Massnahmen gepr\u00fcft werden, welche die regional unterschiedlichen Bed\u00fcrfnisse ber\u00fccksichtigen und von den &shy;betroffenen Kantonen und Gemeinden mitgetragen werden.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nGrafik 1: \u00abAnteil Haushalte nach Mietbelastungsklassen\u00bb&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nGrafik 2: \u00abEntwicklung von Wohnungsbau und Leerstandsquote, 1980\u20132012\u00bb&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nGrafik 3: \u00abAngebotspreisentwicklung Eigentumswohnungen, 1996\u20132012\u00bb<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wer aus pers\u00f6nlichen Gr\u00fcnden, wegen dem Arbeitsmarkt, der Ausbildung oder dem Verlust der bisherigen Wohnung umziehen muss, einen eigenen Haushalt gr\u00fcnden will oder aus dem Ausland zuzieht, kennt das Problem: Die Wohnungssuche zieht sich h\u00e4ufig in die L\u00e4nge \u2013 vor allem wenn ein zentraler oder attraktiver Standort gew\u00fcnscht wird. Wohnungssuchende sind oft erst im weiteren [&hellip;]<\/p>","protected":false},"author":3897,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"om_disable_all_campaigns":false,"ep_exclude_from_search":false,"footnotes":""},"post__type":[66],"post_opinion":[],"post_serie":[],"post_content_category":[],"post_content_subject":[230],"acf":{"seco_author":3897,"seco_co_author":null,"author_override":"","seco_author_post_ocupation_year":"","seco_author_post_occupation_de":"Dr. phil., Direktor Bundesamt f\u00fcr Wohnungswesen, Grenchen","seco_author_post_occupation_fr":"Directeur de l\u2019Office \u00adf\u00e9d\u00e9ral du logement, Granges","seco_co_authors_post_ocupation":null,"short_title":"","post_lead":"","post_hero_image_description":"","post_hero_image_description_copyright_de":"","post_hero_image_description_copyright_fr":"","post_references_literature":"","post_kasten":null,"post_notes_for_print":"","first_teaser_header_de":"","first_teaser_header_fr":"","first_teaser_text_de":"","first_teaser_text_fr":"","second_teaser_header_de":"","second_teaser_header_fr":"","second_teaser_text_de":"","second_teaser_text_fr":"","kseason_de":"","kseason_fr":"","post_in_pdf":118812,"main_focus":null,"serie_email":null,"frontpage_slider_bild":"","artikel_bild-slider":null,"legacy_id":"7173","post_abstract":"","magazine_issue":null,"seco_author_reccomended_post":null,"redaktoren":null,"korrektor":null,"planned_publication_date":null,"original_files":null,"external_release_for_author":"19700101","external_release_for_author_time":"00:00:00","link_for_external_authors":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/exedit\/5594050f105b7"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/118809"}],"collection":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3897"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=118809"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/118809\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":127234,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/118809\/revisions\/127234"}],"acf:user":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3897"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=118809"}],"wp:term":[{"taxonomy":"post__type","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post__type?post=118809"},{"taxonomy":"post_opinion","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_opinion?post=118809"},{"taxonomy":"post_serie","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_serie?post=118809"},{"taxonomy":"post_content_category","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_content_category?post=118809"},{"taxonomy":"post_content_subject","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_content_subject?post=118809"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}