{"id":118889,"date":"2013-05-01T12:00:00","date_gmt":"2013-05-01T12:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2013\/05\/beier-2\/"},"modified":"2023-08-23T23:24:40","modified_gmt":"2023-08-23T21:24:40","slug":"beier","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2013\/05\/beier\/","title":{"rendered":"Beziehungen zwischen KMU und b\u00f6rsenkotierten Unternehmen: Einfl\u00fcsse auf Internationalisierung und Innovation"},"content":{"rendered":"<p>In der wirtschaftspolitischen Diskussion wird vielfach darauf hingewiesen, dass eine ausgewogene Mischung von Unternehmen verschiedener Gr\u00f6ssen und Branchen f\u00fcr die Wettbewerbsf\u00e4higkeit eines Wirtschaftsstandorts bedeutend sei. In einer Studie wurde das Zusammenspiel von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) mit b\u00f6rsenkotierten Aktiengesellschaften in der Schweiz untersucht. Dabei zeigt sich, dass KMU, die gesch\u00e4ftliche Beziehungen mit b\u00f6rsenkotierten Aktiengesellschaften unterhalten, signifikant h\u00e4ufiger international t\u00e4tig und innovativer sind.&#13;<br \/>\nHinweis zur Studie: Beier, M., Hauser, C., Hauser, H. (2013), Die Bedeutung b\u00f6rsenkotierter Aktiengesellschaften f\u00fcr die Schweizer Volkswirtschaft, Chur. Elektronisch abrufbar unter <a href=\"http:\/\/www.sife.ch\">www.sife.ch<\/a>. <img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"article_rect\" src=\"\/dynBase\/images\/article_rect\/201305_12_Beier_01.eps.jpg\" alt=\"\" width=\"370\" height=\"247\" \/>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nAus Gesch\u00e4ftsbeziehungen k\u00f6nnen sich f\u00fcr Unternehmen \u2013 neben der Generierung von Ums\u00e4tzen \u2013 zahlreiche weitere Vorteile ergeben. So k\u00f6nnen Beziehungen zu renommierten, innovationsstarken und international ausgerichteten Gesch\u00e4ftspartnern Unternehmen dabei helfen, die eigene Internationalisierung voranzutreiben sowie die Innovationst\u00e4tigkeit und -f\u00e4higkeit zu st\u00e4rken. Vor diesem Hintergrund untersucht der vorliegende Beitrag, inwieweit gesch\u00e4ftliche Beziehungen zu b\u00f6rsenkotierten Schweizer Aktiengesellschaften (B-AG) bei kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) mit positiven Einfl\u00fcssen auf ihre Internationalisierung und Innovationsaktivit\u00e4ten verbunden sind. Damit liefert der Artikel einen Beitrag zur wirtschaftspolitischen Diskussion \u00fcber die Bedeutung einer ausgewogenen Mischung von Unternehmen verschiedener Gr\u00f6ssen und Branchen f\u00fcr die Wettbewerbsf\u00e4higkeit des Wirtschaftsstandorts Schweiz.&#13;<\/p>\n<h2>Gesch\u00e4ftsbeziehungen von KMU und &shy;b\u00f6rsenkotierten Unternehmen<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nAusgangspunkt dieser Analyse ist eine Betrachtung der gesch\u00e4ftlichen Beziehungen von KMU und B-AG in der Schweiz. Allgemein sind 75,5% der KMU im sogenannten Business-to-Business-Gesch\u00e4ft (B2B) t\u00e4tig: Sie generieren ihre Ums\u00e4tze mindestens teilweise mit privatwirtschaftlichen Unternehmen. Im Durchschnitt tragen die Ums\u00e4tze im B2B-Bereich mit 43% zum Gesamtumsatz der KMU bei. Eine genauere Betrachtung der B2B-Kundenbeziehungen zeigt, dass 30,3% aller KMU Ums\u00e4tze mit B-AG erzielen. Dies entspricht in absoluten Werten 91\u2009930 KMU in der Schweiz. 13,4% aller KMU generieren mehr als 10% ihres Umsatzes im B2B-Bereich mit B-AG (40\u2009655 KMU). Die Zahlen machen deutlich, dass die Gesch\u00e4ftsbeziehungen zu B-AG f\u00fcr eine nicht unerhebliche Anzahl von KMU von besonderer Bedeutung sind.Neben den aufgezeigten direkten Umsatzeffekten lassen sich weitere spezifische Rollen von B-AG in gesch\u00e4ftlichen Beziehungen mit KMU beobachten. <i>\u00e4\u00fc\u00e4Tabelle 1<\/i> bietet einen \u00dcberblick der verschiedenen Gesch\u00e4fts- und Kooperationsbeziehungen, die in der Schweiz zwischen KMU und B-AG bestehen. Dabei zeigt sich, dass B-AG f\u00fcr viele KMU wichtige Partner im Bereich des Einkaufs und der Beschaffung sind: Zum einen beziehen 14,3% der KMU Halbfabrikate und Materialien direkt von B-AG; zum anderen verf\u00fcgen 11,1% der KMU \u00fcber eine Einkaufspartnerschaft mit B-AG. Dar\u00fcber hinaus sind B-AG f\u00fcr 5,3% der KMU wichtige Zulieferer von Verfahrenstechnologien.Auch im Bereich des Marketings und des Vertriebs bestehen vielf\u00e4ltige Gesch\u00e4fts- und Kooperationsbeziehungen: So sind B-AG f\u00fcr 7,8% der Schweizer KMU \u00abT\u00fcr\u00f6ffner\u00bb f\u00fcr neue Kunden und M\u00e4rkte. Dies kann sowohl direkt erfolgen, indem KMU bei &shy;B-AG in gr\u00f6ssere Projekte oder Systemdienstleistungen eingebunden werden, als auch indirekt, indem B-AG den KMU als Referenzkunden dienen. Unabh\u00e4ngig davon, ob die B-AG aktiv Referenzen erteilen, k\u00f6nnen KMU ihre Leistungsf\u00e4higkeit bei potenziellen weiteren Auftraggebern glaubhaft darstellen, wenn sie auf erfolgreich durchgef\u00fchrte Auftr\u00e4ge und Projekte mit renommierten B-AG verweisen. Ferner haben 6,6% der KMU mit B-AG Vertriebspartnerschaften aufgebaut, und 5,8% der KMU kooperieren im Marketing mit B-AG. Daneben spielen B-AG f\u00fcr 5,7% der Schweizer KMU auch als Partner in Forschung und Entwicklung eine bedeutsame Rolle. Bei 1,9% der KMU sind B-AG zudem als Miteigent\u00fcmer beteiligt.&#13;<\/p>\n<h2>Positive Einfl\u00fcsse auf die &shy;Internationalisierung<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nIm Folgenden wird ein besonderes Augenmerk darauf gelegt, wie die Beziehungen zwischen KMU und B-AG im Hinblick auf das Auslandgesch\u00e4ft von KMU ausgestaltet sind. Zur Systematisierung der einzelnen Fragen wurde das Konzept der Koopera&shy;tionsmotive von <i>Hauschildt\/Salomon (2011)<\/i>&#13;<br \/>\nHauschildt, J.; Salomo, S. (2011), Innovationsmanagement, 5. Aufl., Vahlen, M\u00fcnchen. als grundlegender Ansatz gew\u00e4hlt und auf die Besonderheiten von Gesch\u00e4ftsbeziehungen und deren m\u00f6gliche Einfl\u00fcsse auf internationale Gesch\u00e4ftsbeziehungen hin spezifiziert.Die Ergebnisse der Befragung zeigen, dass B-AG den Schweizer KMU gerade bei der Anbahnung neuer Gesch\u00e4ftsbeziehungen im Ausland behilflich sein k\u00f6nnen (siehe <i>Tabelle 2<\/i>). Entsprechend geben 18,6% der international aktiven Schweizer KMU an, dass ihnen Beziehungen zu B-AG dabei helfen, neue Kontakte im Ausland zu kn\u00fcpfen. Weitere 15,7% der KMU erfahren beim Zugang zu ausl\u00e4ndischen M\u00e4rkten eine bedeutende Unterst\u00fctzung durch B-AG.International t\u00e4tige Schweizer KMU werden durch B-AG auch beim Aufbau von relevantem Know-how unterst\u00fctzt, welches f\u00fcr das Auslandsgesch\u00e4ft ben\u00f6tigt wird. 12,6% der international aktiven KMU geben an, dass ihre Beziehungen zu B-AG unterst\u00fctzend dabei wirken, ausl\u00e4ndische Gesch\u00e4ftspartner besser zu verstehen. Weitere 12,2% betonen, dass sie aufgrund ihrer Beziehungen zu B-AG die Marktchancen im Ausland besser einsch\u00e4tzen k\u00f6nnen.Ebenso helfen Beziehungen zu B-AG international t\u00e4tigen KMU dabei, bei der Internationalisierung Kosten und Zeit zu sparen. So erm\u00f6glichen sie 13,0% dieser KMU eine schnellere Erschliessung neuer ausl\u00e4ndischer M\u00e4rkte und unterst\u00fctzen 9,7% dabei, mehrere Auslandsm\u00e4rkte gleichzeitig zu erschliessen. Zudem sehen 9,5% der KMU eine Hilfestellung der B-AG darin, die Kosten f\u00fcr die Bearbeitung ausl\u00e4ndischer M\u00e4rkte zu reduzieren. Dar\u00fcber hinaus tragen B-AG dazu bei, dass international t\u00e4tige Schweizer KMU Fehlentwicklungen im Ausland besser erkennen bzw. vermeiden (9,3%) und Risiken im Ausland reduziert werden (7,5%) k\u00f6nnen.Die dargestellten Facetten von Beziehungen zwischen KMU und B-AG im Kontext der Internationalisierung lassen sich in Spezifizierungen (S) einer Unterst\u00fctzung durch B-AG und Einfl\u00fcsse (E) auf die Effektivit\u00e4t und Effizienz der Internationalisierungsaktivit\u00e4ten von KMU ausdifferenzieren (siehe <i>Tabelle 2<\/i>). Im Rahmen der Untersuchung wurde analysiert, welche Spezifizierungen der Beziehungen sich in besonderem Masse auf die Effektivit\u00e4t und Effizienz der Internationalisierung von KMU auswirken. Dabei zeigt sich, dass sich die Unterst\u00fctzung durch B-AG besonders positiv auf die Geschwindigkeit auswirkt, mit der KMU neue ausl\u00e4ndische M\u00e4rkte erschliessen k\u00f6nnen. Weiterhin l\u00e4sst sich beobachten, dass Unterst\u00fctzung bei der Einsch\u00e4tzung von Marktchancen im Ausland bei der gleichzeitigen Erschliessung mehrerer Auslandsm\u00e4rkte hilft. Unterst\u00fctzung beim Erkennen von Fehlentwicklungen im Auslandsgesch\u00e4ft tr\u00e4gt besonders dazu bei, die Kosten der Internationalisierung zu reduzieren.Die Befragungsergebnisse machen deutlich, dass KMU ihre Gesch\u00e4ftsbeziehungen mit B-AG in Bezug auf verschiedene Aspekte ihrer internationalen Aktivit\u00e4ten als f\u00f6rderlich empfinden. Dies legt den Schluss nahe, dass sich diese Beziehungen positiv auf die Internationalisierung von KMU auswirken. Daher wird abschliessend \u00fcberpr\u00fcft, ob sich dieser Zusammenhang auch mit Hilfe statistischer Testverfahren nachweisen l\u00e4sst. Die Resultate zeigen, dass KMU, die Ums\u00e4tze mit B-AG generieren, statistisch signifikant h\u00e4ufiger auch Ums\u00e4tze im Ausland erwirtschaften.&#13;<\/p>\n<h2>Positive Einfl\u00fcsse auf die &shy;Innovationst\u00e4tigkeit<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nEin weiterer Schwerpunkt im Rahmen der Untersuchung wurde auf den Beitrag von B-AG zur Innovationst\u00e4tigkeit von Schweizer KMU gelegt. Dazu wurde in einem ersten Schritt untersucht, wie bestehende Gesch\u00e4fts- und Kooperationsbeziehungen mit B-AG bei KMU Innovationen ausl\u00f6sen (siehe <i>Tabelle 3<\/i>). Dabei spielen von B-AG bereitgestellte Leistungen und Produkte eine wichtige Rolle. Bei 6,3% der Schweizer KMU l\u00f6sen Halbfabrikate oder Dienstleistungen, die von B-AG bezogen werden, Produkt- oder Dienstleistungsinnovationen aus. Bei 4,3% der KMU f\u00fchren Fertigungs- oder Verfahrenstechnologien, die von B-AG entwickelt wurden, zu Prozessinnovationen.Weitere Ausl\u00f6ser f\u00fcr Innovationen bei Schweizer KMU ergeben sich, wenn B-AG potenzielle oder tats\u00e4chliche Kunden der KMU sind. So sind bei 5,5% der Schweizer KMU B-AG wichtige Erstanwender (Referenzkunden) von Innovationen und erleichtern daher die Durchsetzung der Innovationen am Markt. Bei 4,8% der KMU l\u00f6sen Anfragen, die diese von B-AG erhalten, Innovationen im Unternehmen aus. Sind An&shy;fragen von B-AG mit entsprechenden Auftragsbudgets verbunden, lassen sich auch umfangreiche Entwicklungsaufw\u00e4nde durch die M\u00f6glichkeit rechtfertigen, entsprechende Deckungsbeitr\u00e4ge in den daraus resultierenden Auftragsums\u00e4tzen zu erwirtschaften. Bei 3,2% der Schweizer KMU finanzieren B-AG teilweise oder vollst\u00e4ndig einzelne Innovationsprojekte, wodurch sie einen Teil der Innovationsrisiken von KMU mittragen.&#13;<\/p>\n<h2>Indirekte Einfl\u00fcsse<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nIn einem zweiten Schritt wurde analysiert, wie Gesch\u00e4ftsbeziehungen mit B-AG auch \u00fcber direkte Transaktionen hinaus die Innovationst\u00e4tigkeit von Schweizer KMU positiv beeinflussen. Die Systematisierung der einzelnen Fragen basiert auch hier auf dem Konzept der Kooperationsmotive von <i>Hauschildt\/Salomon (2011)<\/i>. Dieses wurde entsprechend auf die Besonderheiten von Gesch\u00e4ftsbeziehungen und deren m\u00f6gliche Einfl\u00fcsse auf die Entwicklung und Vermarktung von Innovationen hin spezifiziert (siehe <i>Tabelle 4<\/i>).Ein erster wichtiger Einfluss, der sich in dieser Hinsicht aus Gesch\u00e4ftsbeziehungen von KMU mit B-AG ergibt, besteht darin, dass diese insbesondere die Anbahnung und Etablierung von Beziehungen zu Kunden f\u00fcr innovative Produkte unterst\u00fctzen. So helfen Beziehungen zu B-AG 12,1% der Schweizer KMU bei der Gewinnung neuer Kunden. 8,9% der KMU geben an, durch diese bessere Beziehungen zu potenziellen oder tats\u00e4chlichen Kunden aufbauen zu k\u00f6nnen.Zudem sind B-AG Schweizer KMU beim Aufbau von wichtigem Know-how f\u00fcr die Vermarktung von Innovationen behilflich. So unterst\u00fctzen sie 7,0% der Schweizer KMU dabei, die Absatzm\u00f6glichkeiten f\u00fcr neue und weiterentwickelte Produkte und Leistungen besser einsch\u00e4tzen zu k\u00f6nnen. Weitere 6,2% der KMU werden dabei unterst\u00fctzt, ihre Kunden und deren Bed\u00fcrfnisse besser zu verstehen.Die KMU profitieren von B-AG auch dadurch, dass sie im Innovationsprozess Kosten und Zeit zu sparen. 5,8% der KMU geben an, dass ihnen Beziehungen zu B-AG dabei behilflich sind, Produkt- oder Prozessinnovationen schneller zu entwickeln und umzusetzen. Einem Anteil von 5,3% der KMU unterst\u00fctzen sie dabei, eine h\u00f6here Anzahl verschiedener Innovationen gleichzeitig zu realisieren. Zudem erm\u00f6glichen Beziehungen zu B-AG 5,4% der KMU, Produkt- oder Prozess-Innovationen kosteng\u00fcnstiger zu entwickeln bzw. umzusetzen. Ausserdem unterst\u00fctzen B-AG Schweizer KMU dabei, Risiken bei Produkt- oder Prozessinnovationen zu reduzieren (5,5%) sowie Fehlentwicklungen im Innovationsprozess besser zu erkennen bzw. zu vermeiden (4,9%).Die Befragungsergebnisse machen deutlich, dass KMU ihre Gesch\u00e4ftsbeziehungen mit B-AG auch in Bezug auf ihre Innovationst\u00e4tigkeit und -f\u00e4higkeit als f\u00f6rderlich empfinden. Dies legt den Schluss nahe, dass sich diese Beziehungen positiv auf den Innovationserfolg der KMU auswirken. Daher wird abschliessend \u00fcberpr\u00fcft, ob sich dieser Zusammenhang auch mit Hilfe statistischer Testverfahren nachweisen l\u00e4sst. Die Ergebnisse zeigen, dass KMU, welche Ums\u00e4tze mit B-AG erwirtschaften, statistisch signifikant innovativer sind und h\u00f6here Ums\u00e4tze mit neuen oder signifikant weiterentwickelten Produkten und Dienstleistungsangeboten generieren.&#13;<\/p>\n<h2>Fazit<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDer vorliegende Beitrag ist sowohl f\u00fcr die Unternehmen als auch die Wirtschaftspolitik von Relevanz. Die Ergebnisse zeigen, dass sich gesch\u00e4ftliche Beziehungen von KMU mit B-AG positiv auf die Internationali&shy;sierung sowie die Innovationst\u00e4tigkeit und &shy;-f\u00e4higkeit der KMU auswirken. Daraus l\u00e4sst sich die Forderung ableiten, dass wirtschaftspolitische Instrumente so ausgestaltet werden sollten, dass B-AG und KMU dazu be&shy;f\u00e4higt und motiviert werden, gesch\u00e4ftliche Beziehungen aufzubauen und zu pflegen, die\u00a0\u00fcber reine Kunden-Lieferanten-Beziehungen hinausgehen. Dies k\u00f6nnte z.B. durch die F\u00f6rderung spezieller Projekte erfolgen, die gezielt den Aufbau und die Vertiefung von Beziehungen unterst\u00fctzen und den Wissenstransfer st\u00e4rken.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nTabelle 1: \u00abGesch\u00e4ftsbeziehungen Schweizer KMU mit Schweizer B-AG, die \u00fcber reine Ums\u00e4tze hinausgehen\u00bb&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nTabelle 2: \u00abSpezifische Gesch\u00e4ftsbeziehungen von Schweizer KMU mit Schweizer B-AG in Bezug auf deren &shy;Auslandsaktivit\u00e4ten\u00bb&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nTabelle 3: \u00abEinfl\u00fcsse auf das Innovationssystem\u00bb&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nTabelle 4: \u00abEinfl\u00fcsse auf die Entwicklung und Vermarktung von Innovationen\u00bb&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nKasten 1: Untersuchungsdesign&#13;<\/p>\n<h3>Untersuchungsdesign<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\nUm die Beziehungen von KMU und b\u00f6rsenkotierten Schweizer Aktiengesellschaften (B-AG) zu untersuchen, wurde vom 14. bis 29.\u2009November 2012 eine repr\u00e4sentative Befragung im B2B-Online-Panel des Martforschungsinstituts amPuls durchgef\u00fchrt. Die Grundgesamtheit der Untersuchung besteht aus Unternehmen der Deutsch- und Westschweiz mit weniger als 500 Mitarbeitenden (KMU). Gem\u00e4ss Daten des Bundesamtes f\u00fcr Statistik (BFS) umfasst diese Gruppe 303\u2009398 Unternehmen. Die Stichprobenbildung erfolgte mittels Random-Quota-Verfahren, wobei die Unternehmen nach dem Zufallsverfahren und dem Quotenmerkmal Sprachregion gezogen wurden. Diese Vorgehensweise wurde angewendet, da aufgrund des hohen Anteils an Kleinst- und Deutschschweizer Unternehmen in der betrachteten Grundgesamtheit eine proportionale Zufallsstichprobe keine ausreichende Anzahl an kleinen und mittleren sowie Westschweizer Unternehmen zugelassen h\u00e4tte. Von den 3400 Unternehmen der Ausgangsstichprobe beteiligten sich 552 KMU an der Befragung, was einer R\u00fccklaufquote von 16% entspricht. Die Resultate wurden nach Unternehmensgr\u00f6sse und Sprachregion repr\u00e4sentativ (gem\u00e4ss Betriebsz\u00e4hlung des BFS) gewichtet und auf die Basis hochgerechnet. Sofern nicht anders angegeben, basieren alle dargestellten Ergebnisse auf den gewichteten und hochgerechneten Werten.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nKasten 2: Charakteristika der befragten Unternehmen&#13;<\/p>\n<h3>Charakteristika der befragten Unternehmen<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\nIm Folgenden werden die Strukturmerkmale des f\u00fcr die Grundgesamtheit (303\u2009398 Unternehmen) gewichteten und hochgerechneten Datensatzes dargestellt. Nach Angabe zum Unternehmenssitz befinden sich 75,5% Deutschschweizer und 24,5% Westschweizer Unternehmen im Datensatz, womit die regionale Verteilung der Unternehmen in der Schweiz gut wiedergegeben ist. Die hier betrachteten KMU besch\u00e4ftigen in der Schweiz gem\u00e4ss Betriebsz\u00e4hlung des BFS mehr als 2,6 Mio. Mitarbeitende. In Bezug auf die Unternehmensgr\u00f6sse zeigt sich, dass mit 83,3% der Grossteil der Unternehmen weniger als 10 Besch\u00e4ftigte hat, weitere 15,4% haben zwischen 10 und 99 Mitarbeitenden. Die restlichen Unternehmen mit 100 bis 499 Besch\u00e4ftigten machen im untersuchten Unternehmenssegment einen Anteil von 1,3% aus. Damit ist die Verteilung der Gr\u00f6ssenklassen, wie sie vom BFS ausgewiesen wird, gut wiedergegeben. In 59,5% der F\u00e4lle handelte es sich bei der befragten Zielperson um den Eigent\u00fcmer, Inhaber oder Teilhaber des Unternehmens. Bei 15,8% wurden die Angaben von einem angestellten Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer gemacht, in den \u00fcbrigen 24,7% der F\u00e4lle von einem anderen Entscheidungstr\u00e4ger mit F\u00fchrungsfunktion. In 58,6% der F\u00e4lle war die antwortende Zielperson ein Mann und in 41,4% eine Frau, wobei das Durchschnittsalter der Zielpersonen bei 50 Jahren lag.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nKasten 3: Auswertungsmethode&#13;<\/p>\n<h3>Auswertungsmethode<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\nZur Analyse der Einfl\u00fcsse von Gesch\u00e4ftsbeziehungen mit B-AG auf KMU wurde ein Messinstrument auf Basis von Zustimmungsfragen angewandt. Dazu wurden den KMU-Vertretern Aussagen vorgelegt, die sich auf die jeweils interessierenden Zusammenh\u00e4nge dieser Untersuchung bezogen. Die Befragten sollten auf einer Likert-Skala von 1 bis 7 angeben, inwieweit sie der jeweiligen Aussage zustimmen. Dabei wurde ein Antwortspektrum von 1 (\u00abtrifft gar nicht zu\u00bb) bis 7 (\u00abtrifft voll und ganz zu\u00bb) zur Auswahl gestellt. F\u00fcr diese Untersuchung sind insbesondere die Werte mit h\u00f6herer oder voller Zustimmung interessant, um die Einfl\u00fcsse der B-AG auf Schweizer KMU zu identifizieren. Entsprechend werden in den Auswertungen die Summen f\u00fcr die Bewertungen zwischen 5 und 7 als tendenzielle Zustimmung zu der jeweiligen Aussage interpretiert und in den Tabellen dieses Artikels ausgewiesen.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In der wirtschaftspolitischen Diskussion wird vielfach darauf hingewiesen, dass eine ausgewogene Mischung von Unternehmen verschiedener Gr\u00f6ssen und Branchen f\u00fcr die Wettbewerbsf\u00e4higkeit eines Wirtschaftsstandorts bedeutend sei. In einer Studie wurde das Zusammenspiel von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) mit b\u00f6rsenkotierten Aktiengesellschaften in der Schweiz untersucht. 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