{"id":118909,"date":"2013-05-01T12:00:00","date_gmt":"2013-05-01T12:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2013\/05\/drechsel-2\/"},"modified":"2023-08-23T23:24:19","modified_gmt":"2023-08-23T21:24:19","slug":"drechsel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2013\/05\/drechsel\/","title":{"rendered":"Funktionen des Schweizer Bankensektors bei der Transformation von Ersparnissen in reale Investitionen"},"content":{"rendered":"<p>Gem\u00e4ss der Theorie der Finanzintermediation kann ein ad\u00e4quates Bankensystem die Sachkapitalbildung auf volkswirtschaftlich n\u00fctzliche Weise unterst\u00fctzen. Zum einen geschieht dies bei der B\u00fcndelung der Ersparnisse von Gl\u00e4ubigern und der Vergabe von Krediten an Schuldner, die damit ansonsten nicht realisierbare reale Investitionen finanzieren, und zum anderen bei der austarierten Auswahl von f\u00f6rderungsw\u00fcrdigen Projekten. Der folgende Artikel versucht, diese Wirkungskan\u00e4le f\u00fcr die Schweiz zu identifizieren und geht der Frage nach, in welcher Weise die einzelnen Teile des Bankensystems einen Impuls \u2013 z.B. einen Kapitalzufluss \u2013 an die anderen Akteure im Wirtschaftssystem weitergeben.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"article_rect\" src=\"\/dynBase\/images\/article_rect\/201305_07_Drechsel_01.eps.jpg\" alt=\"\" width=\"370\" height=\"277\" \/>&#13;<\/p>\n<h2>Kreditvergabe der Bankengruppen<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie verschiedenen Bankengruppen in der Schweiz verfolgen unterschiedliche Kreditvergabestrategien. Diese haben sich \u2013 zum Teil in Folge der Bankenkrisen der letzten zwei Jahrzehnte \u2013 gewandelt (siehe <i>Grafik 1<\/i>).Die Immobilienkrise der 1990er-Jahre ging einher mit einem deutlichen Wandel der Gesch\u00e4ftspolitik der Grossbanken. Die Abh\u00e4ngigkeit vom Hypothekargesch\u00e4ft und das Volumen der Hypotheken wurden zur\u00fcckgefahren. Das Gesch\u00e4ft mit ausl\u00e4ndische Banken und Kunden wurde w\u00e4hrend der Dotcom-Blase, aber auch w\u00e4hrend des Booms im Vorfeld der Finanzkrise deutlich ausgeweitet: Die Forderungen gegen\u00fcber Kunden mit Domizil im Ausland stieg von 2004 bis 2007 auf mehr als das Doppelte. Das Deleveraging im Zuge der Finanzkrise reduzierte die Volumina der Forderungen gegen\u00fcber Banken und Kunden im In- und Ausland um zusammen rund 1 Bio. Franken.&#13;<br \/>\nVgl. SNB, Bankenstatistisches Monatsheft.&#13;<\/p>\n<h2>Grossbanken<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nKredite der Grossbanken werden seit Mitte der 1990er-Jahre prim\u00e4r an ausl\u00e4ndische Kreditnehmer (Banken und Kunden) vergeben. Seit 1997 divergieren die Forderungen an inl\u00e4ndische Kunden&#13;<br \/>\nForderungen gegen Kunden beinhalten Kredite an Unternehmen, Privatpersonen oder staatliche Einrichtungen, die f\u00fcr die Finanzierung sowohl von Anlage- als auch von Umlaufverm\u00f6gen verwendet werden k\u00f6nnen. Sie sind abgegrenzt von Interbankenkrediten. Ausr\u00fcstungsinvestitionen k\u00f6nnen jedoch auch indirekt \u00fcber Hypothekarausleihungen finanziert werden. deutlich von den Ausleihungen ans Ausland. Zwar sahen auch die Inlandsreihen einen geringen Anstieg w\u00e4hrend des Dotcom-Booms: Vom Platzen der Blase bis 2006 sank der Kreditbestand aber auf das Niveau von Ende der 1980er-Jahre. Weiterhin sind die Grossbanken der wichtigste Pfeiler in der Unternehmensfinanzierung (Marktanteil berechnet auf Basis von Forderungen gegen inl\u00e4ndische Kunden 2012: 37%); jedoch betragen diese bezogen auf die Bilanzsumme nur noch 3% der Aktiven. Die realen Ausleihungen blieben \u2013 um Ausreisser bereinigt&#13;<br \/>\nVon November 2007 bis Dezember 2007 stiegen die Forderungen der Grossbanken gegen\u00fcber inl\u00e4ndischen Kunden sprunghaft an: von 61 Mrd. Franken auf 84 Mrd. Franken. Ebenso abrupt fiel der R\u00fcckgang von Mai 2010 bis Juni 2010 aus: von 102 Mrd. Franken auf 82 Mrd. Franken. Die jeweiligen Monatswachstumsraten wurden f\u00fcr die Darstellung in Grafik 1 (hellblaue Linie) durch die durchschnittliche Wachstumsrate der letzten 12 Monate vor dem Strukturbruch ersetzt. Der pl\u00f6tzliche Anstieg und Abfall lassen sich auf Forderungen einer Grossbank gegen\u00fcber einem Finanzdienstleistungsunternehmen mit 1-9 Mitarbeitenden zur\u00fcckf\u00fchren. Diese Ausleihungen d\u00fcrften nicht relevant f\u00fcr die Ausr\u00fcstungsinvestitionen gewesen sein. w\u00e4hrend und nach der Finanzkrise konstant. Seit 2008 ist real&#13;<br \/>\nBereinigt um die Preisentwicklung (gemessen durch den Landesindex der Konsumentenpreise). wieder eine deutliche Zunahme der Hypothekarausleihungen zu beobachten. Diese machen neu knapp 20% der Bilanzsumme aus.&#13;<\/p>\n<h2>Kantonalbanken<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nAnders zeigt sich das Bild f\u00fcr die Kantonalbanken. Deren Bilanz wird \u2013 wie schon Ende der 1980er-Jahre \u2013 von Hypothekarausleihungen dominiert und betr\u00e4gt \u00fcber die letzten 25 Jahre hinweg rund 60% der Bilanzsumme. Real haben sich die Hypothekarforderungen als Volumen seit Ende der 1980er-Jahre mehr als verdoppelt. Seit 2008 hat sich das Wachstum nochmals deutlich beschleunigt. Die Forderungen gegen Kunden betragen knapp 10% der Bilanzsumme. Von der Dotcom-Krise 2001 bis 2006 sanken sie, sind aber seit der Finanzkrise wieder deutlich angestiegen (ca. 30% Marktanteil 2012).&#13;<\/p>\n<h2>Andere Bankentypen<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie <i>Regionalbanken<\/i> sind fast ausschliesslich im Hypothekargesch\u00e4ft t\u00e4tig. So stieg der Anteil des Hypothekarvolumens an der Bilanz der Regionalbanken von 60% Ende der 1980er-Jahre bis anfangs der 2000er-Jahre auf ungef\u00e4hr 80% und bewegt sich seitdem auf diesem Niveau. Preisbereinigt haben\u00a0die Ausleihungen pro verbliebener Regionalbank kr\u00e4ftig zugelegt, bei starker Schrumpfung der Zahl der Institute. Gesamtwirtschaftlich haben die Regionalbanken aufgrund von \u00dcbernahmen und Insolvenzen an Bedeutung verloren. Die <i>Raiffeisenkassen<\/i> \u00e4hneln den Regionalbanken in ihrer Abh\u00e4ngigkeit vom Hypothekargesch\u00e4ft. Sie sind mittlerweile der drittwichtigste Hypothekenfinanzierer mit einem Volumen von rund 130 Mrd. Franken. Ihr Anteil an der Unternehmensfinanzierung ist gering.Mitte der 1990er-Jahre, w\u00e4hrend des Dotcom-Booms und w\u00e4hrend des Booms im Vorfeld der Finanzkrise stiegen die Ausleihungen der <i>Auslandsbanken<\/i> an inl\u00e4ndische Kunden. Mit derzeit etwa 23 Mrd. Franken sind sie die drittwichtigsten Finanzierer von Forderungen gegen\u00fcber inl\u00e4ndischen Kunden. Die Hypothekarausleihungen stiegen seit der Dotcom-Krise von nahe Null auf ca. 8% der Bilanzsumme.&#13;<\/p>\n<h2>Hypotheken prim\u00e4r Inlandsgesch\u00e4ft<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nHypotheken sind f\u00fcr die Schweizer Banken prim\u00e4r ein Inlandgesch\u00e4ft. In Bezug auf das ausstehende Hypothekarkreditvolumen lagen die nominalen Werte von Grossbanken und Kantonalbanken lange Zeit ungef\u00e4hr gleich auf. Seit der Finanzkrise 2008 haben sowohl die Grossbanken als auch die Kantonalbanken ihr Hypothekarportfolio ausgeweitet; die Kantonalbanken taten dies aber deutlich st\u00e4rker als die Grossbanken. \u00dcberdurchschnittlich hohe Zuwachsraten des Hypothekarportfolios weisen zum Einen die sp\u00e4ten 1980er-Jahre und zum Anderen der Zeitraum seit 2008 auf. Letzterer ist gekennzeichnet durch eine starke Zuwanderung, ein schwaches internationales Gesch\u00e4ft, einen starken Zufluss von Mitteln aus dem Ausland und niedrige Zinsen.&#13;<\/p>\n<h2>Finanzintermediation in der Schweiz w\u00e4hrend der letzten 20 Jahre<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nEine fundamentale Rolle der Banken in der Wirtschaft ist es, liquide und kurzfristige Einlagen in langfristige Hypotheken und Unternehmenskredite umzuwandeln. <i>Grafik 2<\/i> zeigt, wie sich die Schweizer Investitionen im Verh\u00e4ltnis zu den Hypothekar- und Unternehmenskrediten entwickelten. Anhand von Zeitreihen-Modellen in Form klassischer <i>vektorautoregressiver Modelle (VAR)<\/i> und auf Basis der von der Schweizerischen Nationalbank (SNB) erhobenen Bankenstatistiken werden die Interaktionen zwischen Inlandinvestitionen und Bilanzen der Schweizer Banken \u00fcber einen Zeitraum von 20 Jahren analysiert (Anordnung der Variablen im VAR siehe <i>Kasten 2<\/i>&#13;<\/p>\n<h3>Anordnung der Variablen im VAR<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\nDie Anordnung der endogenen Variablen im VAR (von kontempor\u00e4r nur auf eigenen Schock reagierend bis zu kontempor\u00e4r auf alle Variablen reagierend) lautet wie folgt:&#13;<\/p>\n<ul>&#13;<\/p>\n<li>Ausr\u00fcstungsinvestitionen VAR: externe Konjunktur (gewichteter Durchschnitt der USA, Euroraum, Japans BIP), B\u00f6rsenindex, 3-Monat-Libor, Sparquote, Ausr\u00fcstungsinvestitionen, Gesamt-Kredit (ohne Banken), Bankenfinanzmittel (Spargelder [Inland und Ausland], Interbankenkredite usw.).<\/li>\n<p>&#13;<\/p>\n<li>Wohnbauinvestitionen VAR: Wohnbauinvestitionen, Immobilienpreisindex f\u00fcr Eigentumswohnungen (W\u00fcst &amp; Partner), Hypothekarkredite (Inland), Konjunkturindikator (BIP, Verf\u00fcgbares Einkommen, Besch\u00e4ftigung), Hypothekarzinsen.<\/li>\n<p>&#13;\n<\/ul>\n<p>&#13;<br \/>\nDie Resultate sind nur wenig empfindlich auf verschiedene Anordnung.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n).&#13;<br \/>\nDaten f\u00fcr Neukredite sind nicht verf\u00fcgbar. Die \u00c4nderung des Kreditbestands ist nicht deckungsgleich damit; diese weist auch negative Werte auf, was die Verwendung von logarithmierten Gr\u00f6ssen verunm\u00f6glicht. Durch die Verwendung von verz\u00f6gerten Werten werden jedoch Zusammenh\u00e4nge zwischen Differenzen und Niveaus in der Sch\u00e4tzung abgebildet. Wir verwenden deshalb die Kreditbest\u00e4nde.Bei der Interaktion des Finanzsektors mit dem Investitionsprozess in der Schweiz herrscht a priori Unklarheit in Bezug auf das Verhalten der Bilanzvariablen. Flexible funktionelle Formen wie VAR sind deshalb zur Analyse geeignet. Unsere Ergebnisse machen deutlich, dass die Umwandlung von Finanzkapital in Sachkapital ein stark zeitabh\u00e4ngiges Ph\u00e4nomen ist und durch den wirtschaftlichen Hintergrund beeinflusst wird.&#13;<\/p>\n<h2>Investitionen reagieren auf externe Schocks<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie Analyse des Zusammenhangs zwischen Ausr\u00fcstungsinvestitionen und den gesamten Forderungen gegen Kunden (Inland und Ausland) zeigt, dass in der Vergangenheit die Investitionen auf einen positiven Schock&#13;<br \/>\nEin positiver Schock in einem VAR-Modell bedeutet eine Innovation bzw. eine \u00c4nderung der dem Schock ausgesetzten Variable um eine Standardabweichung. Bei Zinsen bedeutet also ein positiver Schock eine Erh\u00f6hung des Zinssatzes um eine Standardabweichung. Diese Standardabweichung bezieht sich auf die Sch\u00e4tzperiode des Modells. des totalen Kreditbestands positiv bzw. auf einen negativen Schock negativ reagierten. F\u00fcr die Forderungen gegen In&shy;l\u00e4nder finden wir keine Effekte. Dass Auslandkredite \u2013 im Gegensatz zu Inlandkrediten \u2013 statistisch einen Indikator f\u00fcr den Schweizer Investitionszyklus darstellen, ist bemerkenswert. Hierunter f\u00e4llt vermutlich zu einem erheblichen Teil die Finanzierung von internationalem Umlaufverm\u00f6gen. Auch k\u00f6nnen einzelne Investitionen durch schweizerische Kredite an ausl\u00e4ndische Firmen &shy;finanziert sein. Trotz solcher Aspekte kann nicht ausgeschlossen werden, dass der Grund\u00a0f\u00fcr diesen Befund in der fehlenden Be&shy;r\u00fccksichtigung anderer Faktoren liegt. Solche Faktoren k\u00f6nnen mit der allgemeinen internationalen Wirtschaftsentwicklung zusammenh\u00e4ngen, die nicht durch die ver&shy;wendeten Kontrollvariablen (ausl\u00e4ndische Konjunkturentwicklung und inl\u00e4ndische B\u00f6rsenentwicklung) aufgefangen werden.&#13;<\/p>\n<h2>B\u00f6rsenkurse befeuern Ausr\u00fcstungs&shy;investitionen<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nEine der f\u00fcr die VAR getroffenen Annahmen ist, dass der externe Konjunkturzyklus \u2013 gemessen als gewichtetes durchschnittliches BIP-Wachstum der wichtigsten Handelspartner der Schweiz \u2013 einen kontempor\u00e4ren Einfluss auf alle Variablen des Modells hat. Es zeigt sich, dass die Ausr\u00fcstungsinvestitionen stark positiv auf das Wachstum des B\u00f6rsenindex (SPI) \u2013 d.h. einen positiven Schock des SPI im VAR-Modell \u2013 reagieren. Aktienkurse bilden u.a. Erwartungen \u00fcber die Zukunft und Gewinnentwicklungen der Firmen ab. Zudem t\u00e4tigen Unternehmen Investitionen erst dann, wenn sie sowohl eine hinreichend grosse zuk\u00fcnftige Kapazit\u00e4tsausweitung erwarten als auch die finanziellen Mittel vorhanden sind. Ein exogener Schock der Finanzm\u00e4rkte kann diese Erwartungsbildung beeinflussen. Dabei f\u00fchrt ein positiver Schock der Sparquote mittelfristig zu h\u00f6heren Investitionssummen. Allerdings ist die Schweiz ein Nettosparer. Finanzkapital ist somit im Aggregat ausreichend f\u00fcr Investitionen verf\u00fcgbar, unabh\u00e4ngig von Fluktuationen der Sparquote. Warum statistisch ein exogener Schock der Sparquote dennoch die Investitionen antreibt, ist auf Basis unseres Ansatzes nicht zu beantworten.Im Weiteren zeigt sich, dass die Sparquote positiv auf Zinsen reagiert. Ausserdem nahmen die ausl\u00e4ndischen Einlagen bei Schweizer Banken bei einer Aufwertung des Frankens zu, was mit dem Safe-Haven-Motiv erkl\u00e4rt werden kann.&#13;<\/p>\n<h2>Resultate f\u00fcr den Immobilienbereich<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nF\u00fcr die Wohnbauinvestitionen geht aus unserer Analyse hervor, dass das Volumen der Hypothekarkredite selber die Baut\u00e4tigkeit in der Schweiz nicht wesentlich stimuliert. Die Wohnbauinvestitionen reagieren auf eine Erh\u00f6hung der Immobilienpreise positiv, wobei dies \u2013 wie im Folgenden n\u00e4her erl\u00e4utert wird \u2013 letztlich auf die Hypothekarkredite zur\u00fcckzuf\u00fchren sein d\u00fcrfte. Bei kontrollierten Wirkungen von Konjunktur und Zuwanderung im VAR-Modell ergibt sich, dass Erh\u00f6hungen der Hypothekarzinsen sowohl Hypothekarkredite als auch Wohnungsbauinvestitionen negativ beeinflussen.Immobilienpreise reagieren positiv auf die Zunahme im Hypothekargesch\u00e4ft. Der Effekt wirkt jedoch auch umgekehrt. Allerdings sind diese Effekte st\u00e4rker, wenn die Sch\u00e4tzperiode von 1988\u20132012 auf 1997\u20132012 eingeschr\u00e4nkt wird und somit die Auswirkungen des Platzens der Immobilienblase anfangs der 1990er-Jahre ausgeblendet werden. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Hypothekarkredite \u2013 je nachdem, welche Kontrollvariablen (z.B. BIP, verf\u00fcgbares Einkommen, Besch\u00e4ftigung) verwendet werden \u2013 rund 10%\u201315% der Immobilienpreisvolatilit\u00e4t erkl\u00e4ren. Deshalb scheint \u2013 trotz der \u00dcberliquidit\u00e4t bei Schweizer Banken nach der Finanzkrise und den niedrigen Hypothekarzinsen \u2013 der Beitrag der Banken zur Immobilienblase im Vergleich zu den anderen Preistreibern zwar vorhanden, aber nicht dominant zu sein. F\u00fcr die Periode 1997\u20132012 ist jedoch zu sehen, dass die Reaktion der Wohnbauinvestitionen auf Immobilienpreise im Vergleich zur gesamten Periode (1988\u20132012) st\u00e4rker geworden ist, womit auch der indirekte Effekt der Hypothekenvergabe auf die Preise an St\u00e4rke gewonnen haben d\u00fcrfte.&#13;<\/p>\n<h2>Funktioniert die Transformation von &shy;Finanz- in Sachkapital?<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie zeitinvariante Betrachtung des Zusammenspiels von Forderungen gegen\u00fcber inl\u00e4ndischen Kunden und Investitionst\u00e4tigkeit zeigte keine statistisch signifikanten Zusammenh\u00e4nge. Um zu untersuchen, ob es dennoch einzelne Perioden gab, in denen die\u00a0Banken eigenst\u00e4ndig den Investitionszyklus angetrieben haben, betrachten wir im Folgenden die zeitpunktspezifischen Zusammenh\u00e4nge.Im Sinne der Finanzintermediation sollen Firmen und Individuen zur Finanzierung ihrer Investitionspl\u00e4ne Zugang zu Fremdkapital erhalten. Diese Kernfunktion wird von Bankenseite erf\u00fcllt, wenn Banken als effiziente Mittler zwischen Finanzkapital und Investitionen (Sachkapitalzuwachs) agieren. Abweichungen von der Funktion als effizienter Mittler \u2013 seien es \u00dcberhitzungen oder Kreditklemmen \u2013 versuchen wir mit Hilfe eines <i>zeitvariierenden bayesianischen vektorautoregressiven Modells (TVC-BVAR)<\/i> zu identifizieren (methodische Anmerkungen siehe <i>Kasten 3<\/i>&#13;<\/p>\n<h3>Zeitpunktspezifische Betrachtung \u2013 methodische Anmerkungen<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\nDas Modell umfasst folgende Variablen:&#13;<\/p>\n<ul>&#13;<\/p>\n<li>die reale inl\u00e4ndische Nettokreditvergabe der Banken;<\/li>\n<p>&#13;<\/p>\n<li>die realen Ausr\u00fcstungsinvestitionen (bzw. die Wohnbauinvestitionen);<\/li>\n<p>&#13;<\/p>\n<li>die realen langfristigen Zinsen auf zehnj\u00e4hrige Obligationen der Eidgenossenschaft.<\/li>\n<p>&#13;\n<\/ul>\n<p>&#13;<br \/>\nNettokreditvergabe und Ausr\u00fcstungsinvestitionen werden relativ zum BIP ausgewiesen. Der betrachtete Zeitraum reicht von 1987 bis 2012. \u00dcber diese Zeitspanne sind Strukturbr\u00fcche wahrscheinlich, welche sich auf die Annahme der Konstanz von konjunkturellen und geldpolitischen Rahmenbedingungen auswirken. Zeitvariierende Parameter greifen diese Strukturver\u00e4nderungen auf; die Reaktionen auf die konjunkturellen und geldpolitischen&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n). Der Ansatz ist wie folgt: Wenn die Kreditvergabe in Einklang mit der wirtschaftlichen Entwicklung und der Geldpolitik erfolgt, agieren Banken als effiziente Mittler. Dies messen wir \u00fcber Impulsantwortfunktionen, die sich aus der TVC-BVAR-Sch\u00e4tzung ergeben. Sind die Impulsantworten auf einen exogenen Schock&#13;<br \/>\nEin exogener Schock ist unabh\u00e4ngig von anderen Schocks im System; d.h. ein Schock der Kreditvergabe korreliert nicht mit einem Schock der Geldpolitik oder einem konjunkturellen Schock. Die Gr\u00f6ssenordnungen der Schocks betragen auch in dieser Anwendung eine Standardabweichung. Ein Schock ist eine Abweichung vom aus den Beobachtungen der Vergangenheit heraus erwartbaren Niveau. der Kreditvergabe der Banken signifikant von Null verschieden, haben die Banken in der Beobachtungsperiode mehr (bzw. weniger) Kredite vergeben, als aufgrund der konjunkturellen und geldpolitischen Rahmenbedingungen zu erwarten gewesen w\u00e4re. Warum die Banken in ihrer Kreditvergabe vom zu erwartenden Niveau abwichen, muss im Detail studiert werden. Eine im Vergleich zu den Erwartungen zu geringe Kreditvergabe k\u00f6nnte auf das Vorliegen einer Kreditklemme und eine zu hohe Kreditvergabe auf eine \u00fcberm\u00e4ssige Kreditsch\u00f6pfung hindeuten.&#13;<\/p>\n<h2>Keine klare Evidenz f\u00fcr Kreditklemmen\u2026<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie Sch\u00e4tzungen haben keine klare Evidenz f\u00fcr das Vorliegen von Kreditklemmen zwischen inl\u00e4ndischer Nettokreditvergabe und Ausr\u00fcstungsinvestitionst\u00e4tigkeit oder zwischen Nettohypothekarvergabe und Wohnbauinvestitionst\u00e4tigkeit in den letzten 25 Jahren gefunden. Demnach hat der Schweizer Bankensektor seine Transformationsfunktion von Finanz- zu Sachkapital im Allgemeinen den vorherrschenden Erwartungen gem\u00e4ss ausge\u00fcbt. Dies trifft auch f\u00fcr die Grossbanken in den Jahren 2008\/09 zu. Negative Effekte auf die Investitionst\u00e4tigkeit ausgel\u00f6st durch Kreditrationierung zeigt das Sch\u00e4tzmodell nicht. Inwieweit dies der\u00a0umfangreichen Liquidit\u00e4tsbereitstellung durch die SNB zuzuschreiben ist, k\u00f6nnen wir auf dieser Basis nicht beantworten. Ebenso sind f\u00fcr die Kantonalbanken \u00fcber die letzten zwei Jahrzehnte keine Einfl\u00fcsse auf die Investitionen zu finden, welche nicht durch Geldpolitik oder Konjunktur erkl\u00e4rbar sind.&#13;<\/p>\n<h2>\u2026\u2009bisweilen suboptimales Zusammenspiel<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nAllerdings war das Zusammenspiel zwischen Finanzkapital, Banken und Kunden in\u00a0der Vergangenheit nicht immer optimal. Sowohl f\u00fcr die Gross- wie auch die Kantonalbanken finden sich Episoden Ende der 1980er\/Anfang der 1990er Jahre, in denen die Banken mehr Hypotheken ausstellten, als \u2013 gegeben die konjunkturellen und geldpolitischen Rahmenbedingungen \u2013 zu erwarten war. 1988 war der Effekt wohl der Nachfrage der Kunden geschuldet, die in einem sich \u00fcberhitzenden Immobilienmarkt noch weiter investiert haben. Es kam zu \u00fcberm\u00e4ssigen Wohnbauinvestitionen in der Hochphase des Immobilienbooms. 1993 haben dann sowohl die Kantonal- als auch die Grossbanken erneut mehr Hypotheken vergeben, als zu erwarten war. Die expansive Hypotheken&shy;vergabe war vermutlich die Folge eines Anfang 1993 eingerichteten Wohnbauf\u00f6rderungsprogramms des Bundes, welcher die Konjunktur und die Bauwirtschaft mitten in der Immobilienkrise st\u00fctzen wollte. Die Wohnbauinvestitionen zogen darauf hin kurzfristig und kr\u00e4ftig an.Die Resultate der TVC-BVAR-Analyse\u00a0werden f\u00fcr die Periode der j\u00fcngsten Finanzkrise durch KOF-Umfragen und Einsch\u00e4tzungen des Seco in den Jahren 2008\/09 best\u00e4tigt. In der monatlichen KOF-Indus&shy;trieumfrage werden Unternehmen befragt, ob ihre Firma derzeit von Hemmnissen betroffen ist. 2008\/09 haben nur 4%\u20135% der Firmen angegeben, von Finanzierungshemmnissen betroffen zu sein. Stattdessen meldeten 2009 55% der Firmen, dass ihnen mangelnde Nachfrage zusetzt. Auch aus der KMU-Umfrage des Seco l\u00e4sst sich f\u00fcr 2009 nicht auf eine Kreditklemme auf breiter &shy;Basis schliessen.&#13;<\/p>\n<h2>Fazit<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie Untersuchung zeigt insgesamt f\u00fcr die letzten 20 Jahre keine klaren Zeichen f\u00fcr ein Verhalten des Schweizer Bankensektors bei der inl\u00e4ndischen Finanzintermediation, das den Rahmen dessen verlassen h\u00e4tte, was aufgrund der Zeitumst\u00e4nde und vorangegangener konjunktureller Schwankungen zu erwarten gewesen w\u00e4re. \u00dcberraschend ist der Befund, dass sich die inl\u00e4ndischen Investi&shy;tionen im Untersuchungszeitraum parallel zu den Schwankungen des totalen Kreditbestands bewegen, diese Entwicklung aber kaum etwas mit dem Verlauf der Forderungen gegen Inl\u00e4nder zu tun hat. Von einem Zinskanal, der auf die Ausr\u00fcstungsinvestitionen wirkt, kann deshalb kaum gesprochen werden. Beim allgemein hohen Eigenfinanzierungsgrad der Schweizer Unternehmen und der hohen Ersparnis der Schweizer Volkswirtschaft ist die Bedienung der Nachfrage nach externer Finanzierung offensichtlich insgesamt zufriedenstellend und nicht einseitig vom Bankenverhalten abh\u00e4ngig. Hingegen besteht ein Zinskanal auf die Bauinvestitionen, der in der Vergangenheit durch das Bankenverhalten gelegentlich auch leicht modifiziert worden ist.Abschliessend sei betont, das infolge der Datenlage und der damit verbundenen K\u00fcrze des analysierten Zeitfenster generelle Aussagen \u00fcber die Funktionalit\u00e4t oder Dysfunktionalit\u00e4t des Schweizer Finanzsystems nicht gesichert abgeleitet werden k\u00f6nnen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nGrafik 1: \u00abKreditvergabe nach Bankengruppe\u00bb&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nGrafik 2: \u00abInvestitionen und Bankkredite, 1990\u20132012\u00bb&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nKasten 1: Daten&#13;<\/p>\n<h3>Daten<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\nF\u00fcr die empirische Arbeit mussten geeignete Daten und Indikatoren zum Finanz- und Sachkapital gefunden werden. Wegen der L\u00e4nge der Betrachtungsperiode fanden ausschliesslich Daten mit unterj\u00e4hriger Periodizit\u00e4t Anwendung. Da Daten \u00fcber die Sachkapitalbildung im Gegensatz zu Finanzmarktvariablen kaum in monatlicher Frequenz vorhanden sind, wurden \u00fcberwiegend Quartalswerte benutzt.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nF\u00fcr die Investitionen in Sachkapital wurden desaggregierte Investitionsreihen zu den Ausr\u00fcstungsinvestitionen vom Staatssekretariat f\u00fcr Wirtschaft (Seco) zur Verf\u00fcgung gestellt. F\u00fcr die Wohnbauinvestitionen wurden Datenreihen, die\u00a0auf eigenen Berechnungen beruhen, herangezogen. F\u00fcr die Preisentwicklung am Immobilienmarkt wurden Preisindizes von W\u00fcest und &shy;Partner benutzt.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nBeim Finanzkapital wurden Daten bevorzugt, aus denen Zahlungsstr\u00f6me ermittelt werden k\u00f6nnen. Die Hauptquelle waren die Kredite bzw. &shy;Bilanzpositionen der Schweizer Banken unter Ausklammerung der Interbankenkredite aus den &shy;Monatsstatistiken der Schweizerischen Nationalbank (SNB), die nur wenig durch Bewertungs\u00e4nderungen verzerrt sind. Grunds\u00e4tzlich stehen damit Informationen \u00fcber die Kreditvergabe total und die Kreditvergabe an inl\u00e4ndische Kunden zur Verf\u00fcgung. Als Differenz der beiden Reihen ergeben sich Informationen \u00fcber ausl\u00e4ndische Kredite.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie Reihen der totalen Forderungen gegen\u00fcber Kunden \u00fcbersch\u00e4tzen den Wert der tats\u00e4chlich f\u00fcr Investitionen verwendeten Mittel. Betrachtet man die nominalen Summen, so zeigt sich, dass die Kreditsummen die Ausr\u00fcstungsinvestitionen um ein Vielfaches \u00fcbersteigen (z.B. Anstieg der Auslandskredite 2004 2007 ca. 350 Mrd. Franken, Anstieg der Inlandskredite 20 Mrd. Franken, &shy;Investitionen 2004 2007 ca. 50 Mrd. Franken). Daraus l\u00e4sst sich ableiten, dass nur ein Bruchteil dieser Summen tats\u00e4chlich f\u00fcr Investitionen verwendet werden k\u00f6nnen, insbesondere da Firmen zumeist \u00fcber betr\u00e4chtliche Eigenmittel verf\u00fcgen und nicht alle Investitionen fremdfinanzieren m\u00fcssen. Verwendet man stattdessen die Reihen der inl\u00e4ndischen Kredite, so fallen Informationen\u00a0\u00fcber Kredite weg, die an ausl\u00e4ndische Kredit&shy;nehmer zum Zwecke von Investitionen in der Schweiz vergeben worden sind. In den empirischen &shy;Arbeiten wurden Daten in beiden Abgrenzungen verwendet.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nForderungen gegen ausl\u00e4ndische Kunden sowie Forderungen gegen inl\u00e4ndische Kunden &shy;k\u00f6nnen zur Finanzierung sowohl von Anlageverm\u00f6gen als auch von Umlaufverm\u00f6gen verwendet werden. Zudem k\u00f6nnen Ausr\u00fcstungsinvestitionen per Hypothekarkredit finanziert werden, sodass die Abgrenzungen fliessend sind. Aufgrund der Datenverf\u00fcgbarkeit verwenden wir als Proxy der\u00a0Fremdfinanzierung von Wohnbauinvestitionen die Hypothekarforderungen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nAls makro\u00f6konomische Variablen wurden &shy;Daten des Seco und des Bundesamts f\u00fcr Statistik (BFS) f\u00fcr das BIP und das verf\u00fcgbare Einkommen, Daten der SNB f\u00fcr Zinss\u00e4tze, Wechselkurse und B\u00f6rsenindizes sowie Daten von Eurostat f\u00fcr die ausl\u00e4ndische Wirtschaftsentwicklung verwendet.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nKasten 2: Anordnung der Variablen im VAR&#13;<\/p>\n<h3>Anordnung der Variablen im VAR<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\nDie Anordnung der endogenen Variablen im VAR (von kontempor\u00e4r nur auf eigenen Schock reagierend bis zu kontempor\u00e4r auf alle Variablen reagierend) lautet wie folgt:&#13;<\/p>\n<ul>&#13;<\/p>\n<li>Ausr\u00fcstungsinvestitionen VAR: externe Konjunktur (gewichteter Durchschnitt der USA, Euroraum, Japans BIP), B\u00f6rsenindex, 3-Monat-Libor, Sparquote, Ausr\u00fcstungsinvestitionen, Gesamt-Kredit (ohne Banken), Bankenfinanzmittel (Spargelder [Inland und Ausland], Interbankenkredite usw.).<\/li>\n<p>&#13;<\/p>\n<li>Wohnbauinvestitionen VAR: Wohnbauinvestitionen, Immobilienpreisindex f\u00fcr Eigentumswohnungen (W\u00fcst &amp; Partner), Hypothekarkredite (Inland), Konjunkturindikator (BIP, Verf\u00fcgbares Einkommen, Besch\u00e4ftigung), Hypothekarzinsen.<\/li>\n<p>&#13;\n<\/ul>\n<p>&#13;<br \/>\nDie Resultate sind nur wenig empfindlich auf verschiedene Anordnung.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nKasten 3: Zeitpunktspezifische Betrachtung \u2013 methodische Anmerkungen&#13;<\/p>\n<h3>Zeitpunktspezifische Betrachtung \u2013 methodische Anmerkungen<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\nDas Modell umfasst folgende Variablen:&#13;<\/p>\n<ul>&#13;<\/p>\n<li>die reale inl\u00e4ndische Nettokreditvergabe der Banken;<\/li>\n<p>&#13;<\/p>\n<li>die realen Ausr\u00fcstungsinvestitionen (bzw. die Wohnbauinvestitionen);<\/li>\n<p>&#13;<\/p>\n<li>die realen langfristigen Zinsen auf zehnj\u00e4hrige Obligationen der Eidgenossenschaft.<\/li>\n<p>&#13;\n<\/ul>\n<p>&#13;<br \/>\nNettokreditvergabe und Ausr\u00fcstungsinvestitionen werden relativ zum BIP ausgewiesen. Der betrachtete Zeitraum reicht von 1987 bis 2012. \u00dcber diese Zeitspanne sind Strukturbr\u00fcche wahrscheinlich, welche sich auf die Annahme der Konstanz von konjunkturellen und geldpolitischen Rahmenbedingungen auswirken. Zeitvariierende Parameter greifen diese Strukturver\u00e4nderungen auf; die Reaktionen auf die konjunkturellen und geldpolitischen&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nKasten 4: Literatur&#13;<\/p>\n<h3>Literatur<\/h3>\n<p>&#13;<\/p>\n<ul>&#13;<\/p>\n<li>KOF Konjunkturforschungsstelle (2009), Konjunkturumfrage Industrie. Monatsumfragen 11\/2008, 02\/2009, 05\/2009, 08\/2009, 11\/2009.<\/li>\n<p>&#13;<\/p>\n<li>Staatssekretariat f\u00fcr Wirtschaft Seco\/MIS Trend. (2009\/2010), Studie zur Finanzierung der KMU in der Schweiz, Panelbefragungen Mai 2009, November 2009, April 2010.<\/li>\n<p>&#13;<\/p>\n<li>Schweizerische Nationalbank, <a href=\"http:\/\/www.snb.ch\">www.snb.ch<\/a>, Statistiken, Statistische Publikationen, Die Banken in der Schweiz.<\/li>\n<p>&#13;\n<\/ul>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gem\u00e4ss der Theorie der Finanzintermediation kann ein ad\u00e4quates Bankensystem die Sachkapitalbildung auf volkswirtschaftlich n\u00fctzliche Weise unterst\u00fctzen. Zum einen geschieht dies bei der B\u00fcndelung der Ersparnisse von Gl\u00e4ubigern und der Vergabe von Krediten an Schuldner, die damit ansonsten nicht realisierbare reale Investitionen finanzieren, und zum anderen bei der austarierten Auswahl von f\u00f6rderungsw\u00fcrdigen Projekten. 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