{"id":118939,"date":"2013-05-01T12:00:00","date_gmt":"2013-05-01T12:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2013\/05\/kellermannschlag-2\/"},"modified":"2023-08-23T23:24:21","modified_gmt":"2023-08-23T21:24:21","slug":"kellermannschlag","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2013\/05\/kellermannschlag\/","title":{"rendered":"Wof\u00fcr und f\u00fcr wen spart die Schweiz?"},"content":{"rendered":"<p>Unter dem Einfluss der finanziellen Globalisierung geht ein zunehmender Anteil der gesamtwirtschaftlichen Ersparnis der Schweiz als Kapitalexport ins Ausland. Eine \u00e4hnliche Entwicklung kann auch auf Ebene der einzelnen institutionellen Sektoren beobachtet werden. Am deutlichsten wird dies bei den nichtfinanziellen Kapitalgesellschaften. Der Anteil des Nettoauslandverm\u00f6gens am Volksverm\u00f6gen ist entsprechend hoch. Gleichzeitig zeigt die integrierte Sach- und Finanzverm\u00f6gensbilanz der Schweiz, dass der Bruttobestand der Verbindlichkeiten von Schweizer Wirtschaftseinheiten hoch ist \u2013 insbesondere gegen\u00fcber dem Ausland. <img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"article_rect\" src=\"\/dynBase\/images\/article_rect\/201305_08_KellermannSchlag_01.eps.jpg\" alt=\"\" width=\"370\" height=\"257\" \/>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n\u00abWenn sich Wohlstand einstellt, brauche ihn nicht vollst\u00e4ndig auf.\u00bb Dieser Imperativ wird dem chinesischen Philosophen Konfuzius (551\u2013\u2009479 v. Chr.) zugeschrieben. Seine Wirkung scheint er aber auch in der Schweiz entfaltet zu haben. Dies zeigen die Ergebnisse der vorliegenden Studie, die sich mit der &shy;Ersparnisbildung und -verwendung in der Schweiz auseinandersetzt.&#13;<br \/>\nDer vorliegende Beitrag fasst Ergebnisse einer Studie im Auftrag des Staatssekretariats f\u00fcr Wirtschaft (Seco) zusammen (vgl. Kellermann und Schlag, 2013). Ausgangspunkt der Untersuchung bildet die deutliche Divergenz der gesamtwirtschaftlichen Bruttosparquote und Bruttoinvestitionsquote, die &shy;Anfang der 1980er-Jahre einsetzt. Die gesamtwirtschaftliche Bruttoersparnis der Schweiz stieg zwischen 1980 und 1990 von 27% des Bruttoinlandprodukts (BIP) auf 32% an. Im Jahr 2006 erreichte sie bei einem Niveau von nominal 201 Mrd. Franken mit 36,7% einen vorl\u00e4ufigen H\u00f6hepunkt (siehe <i>Grafik 1<\/i>). Die gesamtwirtschaftliche Sparquote der Schweiz liegt damit weit \u00fcber dem Durchschnitt der Industriel\u00e4nder, den der Internationale W\u00e4hrungsfonds (IWF) f\u00fcr das Jahr 2010 mit 20,6% angibt.&#13;<\/p>\n<h2>Divergenz von Spar- und &shy;Investitionsquoten<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie gesamtwirtschaftliche Bruttoersparnis akkumuliert sich \u00fcber die Zeit zum Rein- oder Volksverm\u00f6gen einer Volkswirtschaft. Zwar wird die Entwicklung der Verm\u00f6gensbest\u00e4nde auch von anderen Faktoren beeinflusst. Der Anstieg der Sparquoten hat jedoch dazu beigetragen, dass sich das Volksverm\u00f6gen&#13;<br \/>\nDas Volksverm\u00f6gen setzt sich aus Sachverm\u00f6gen und Nettoauslandverm\u00f6gen zusammen. Es wird auch als Reinverm\u00f6gen bezeichnet. der Schweiz seit 2000 deutlich dynamischer entwickelt hat als das BIP. So ist die &shy;Relation vom Volksverm\u00f6gen zum BIP zwischen 2000 und 2010 von 4,4 auf 4,8 angestiegen. In Deutschland lag dieses Verh\u00e4ltnis 2010 mit 4,4 leicht tiefer (2000: 3,9). Im Rahmen der Studie wurde das Volksverm\u00f6gen der Schweiz auf der Basis verschiedener Statistiken f\u00fcr die Jahre 2000 bis 2010 approximiert (siehe <i>Grafik 2<\/i> sowie <i>Kasten 1<\/i>&#13;<\/p>\n<h3>Sektorale und gesamtwirtschaftliche Verm\u00f6gensbilanzen<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\nDas Europ\u00e4ische System der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung (ESVG 95) sieht Verm\u00f6gensbilanzen prinzipiell vor. Werden die beiden Komponenten Sach- und Finanzverm\u00f6gen (Geldverm\u00f6gen) zusammengefasst, so spricht man von integrierten Verm\u00f6gensbilanzen. Das ESVG 95 enth\u00e4lt Vorgaben zur einheitlichen Abgrenzung von Verm\u00f6gensg\u00fctern, Forderungen und Verbindlichkeiten. In den letzten Jahren wurden beispielsweise in Deutschland Verm\u00f6gensbilanzen f\u00fcr die institutionellen Sektoren sowie f\u00fcr die gesamte Volkswirtschaft aufgestellt. a&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie Europ\u00e4ische Zentralbank (EZB) legte j\u00fcngst Verm\u00f6gensbilanzen f\u00fcr die Haushaltssektoren ihrer Mitgliedsl\u00e4nder vor. Die SNB erstellt eine Verm\u00f6gensbilanz f\u00fcr die privaten Haushalte der Schweiz. Eine integrierte Verm\u00f6gensbilanz f\u00fcr die Gesamtwirtschaft wird von offizieller Stelle in der Schweiz nicht erstellt. Die im Rahmen unserer Studie aufgestellte integrierte Sach- und Finanzverm\u00f6gensbilanz der Schweiz ber\u00fccksichtigt folgende Statistiken:&#13;<\/p>\n<ul>&#13;<\/p>\n<li>BFS, Nichtfinanzieller Nettokapitalstock: Methodenbericht, M\u00e4rz 2013.<\/li>\n<p>&#13;<\/p>\n<li>SNB, Verm\u00f6gen der privaten Haushalte 2011, November 2012.<\/li>\n<p>&#13;<\/p>\n<li>SNB, Finanzierungsrechnung der Schweiz 2010, November 2012.<\/li>\n<p>&#13;<\/p>\n<li>SNB, Auslandverm\u00f6gen der Schweiz 2011,\u2028Dezember 2012.<\/li>\n<p>&#13;\n<\/ul>\n<p>&#13;<br \/>\n<i>a Vgl. Deutsche Bundesbank (2008, 2012a, b)<\/i>).Der Verm\u00f6genszuwachs f\u00e4llt geringer aus, wenn auf das Sachverm\u00f6gen bzw. den nichtfinanziellen Kapitalstock fokussiert wird. Die Dynamik des Sachverm\u00f6gens bleibt seit 1990 hinter derjenigen des BIP zur\u00fcck; die Quote aus Sachverm\u00f6gen und BIP sinkt von 2,6 auf 2,3. Dies erkl\u00e4rt sich durch die vergleichsweise schwache Entwicklung der gesamtwirtschaftlichen Bruttoinvestitionen. Der Anteil der Bruttoinvestitionen am BIP ist in der Schweiz \u00fcber die vergangenen 20 Jahre von 30% auf 20% zur\u00fcckgegangen. Dieser R\u00fcckgang betrifft vor allem die gesamtwirtschaftlichen Bauinvestitionen; aber auch der Anteil der Ausr\u00fcstungsinvestitionen am BIP nimmt seit 1990 ab. Investitionen in den Kapitalstock spielen in einer Volkswirtschaft eine wichtige Rolle als Quelle des Potenzialwachstums. Bei unver\u00e4ndertem Arbeitseinsatz k\u00f6nnen r\u00fcckl\u00e4ufige Investitionsquoten ebenso d\u00e4mpfend auf die gesamtwirtschaftliche Produktivit\u00e4t wie die Grenzproduktivit\u00e4t der Arbeit und die Reall\u00f6hne wirken.&#13;<br \/>\nVgl. Horn et al. (2007).Im internationalen Vergleich entspricht die Bruttoinvestitionsquote der Schweiz aktuell recht genau dem Durchschnitt der Industriel\u00e4nder. Seit 1990 hat sich die Bruttoinvestitionsquote in dieser L\u00e4ndergruppe um durchschnittlich 5 Prozentpunkte reduziert. Die fortschreitende Emanzipation von Spar- und Investitionsentwicklung in der Schweiz, die sich sowohl auf gesamtwirtschaftlicher wie sektoraler Ebene vollzieht, l\u00e4sst sich im Rahmen einer Korrelationsanalyse nach <i>Feldstein und Horioka (1980)<\/i> \u00f6konometrisch abbilden (siehe <i>Kasten 2<\/i>&#13;<\/p>\n<h3>Feldstein-Horioka-Untersuchungen zur Korrelation von Spar- und Investitionsquoten in der Schweiz<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\nEs werden kurz- und langfristige Koeffizienten zum statistischen Zusammenhang von Spar- und Investitionsquoten bestimmt. &shy;Unterschieden werden drei Teilzeitr\u00e4ume:&#13;<\/p>\n<ul>&#13;<\/p>\n<li>Im Teilzeitraum von 1952 bis 1980 kann eine Kointegrationsbeziehung zwischen der Investitionsquote I\/Y und der Sparquote S\/Y nachgewiesen werden. Der Langfristkoeffizient beider Quoten ist 1. Im Teilzeitraum 1980 bis 2006 ist der Ertragsbilanzsaldo nicht station\u00e4r; eine Kointegrationsbeziehung von I\/Y und S\/Y kann nicht nachgewiesen werden. Der Kurzfristkoeffizient zum statistischen Zusammenhang der Quoten ist signifikant und betr\u00e4gt 0,29. Im Zeitraum 1980 bis 2010 ist der Ertragsbilanzsaldo nicht station\u00e4r. Es liegt keine Kointegrationsbeziehung zwischen I\/Y und S\/Y vor; der Kurzfristkoeffizient ist statistisch nicht signifikant.<\/li>\n<p>&#13;<\/p>\n<li>Auf Ebene der institutionellen Sektoren wird der Zeitraum 1990 bis 2010 untersucht. F\u00fcr keinen Sektor kann eine Kointegrationsbeziehung zwischen der Investitionsquote und der Sparquote nachgewiesen werden. Auch die entsprechenden Kurzfristkoeffizienten sind nicht signifikant.<\/li>\n<p>&#13;\n<\/ul>\n<p>&#13;<br \/>\n).&#13;<\/p>\n<h2>Steigende Kapitalexportquoten<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDer Anteil der volkswirtschaftlichen Bruttoersparnis, der nicht als Bruttoinvestition in den Aufbau des Sachverm\u00f6gens fliesst, bildet den Finanzierungssaldo. Er entspricht dem Nettobetrag an Mitteln, den eine Volkswirtschaft der \u00fcbrigen Welt zur Verf\u00fcgung stellt. Die Divergenz von Ersparnis und Investitionen liess den Finanzierungssaldo der Schweiz zwischen 1990 und 2010 von 1,8% auf 15,1% am BIP ansteigen. Der Abfluss von Bruttoersparnis zeigt sich im Aufbau eines betr\u00e4chtlichen Nettoauslandverm\u00f6gens,&#13;<br \/>\nZum Drehscheibenproblem vgl. Mancini-Griffoli und Stoffels (2012). dessen Re&shy;lation zum BIP sich von 0,7 auf 1,4 verdoppelte. Auch der Anteil des Nettoauslandverm\u00f6gens am Reinverm\u00f6gen ist in der Schweiz im internationalen Vergleich beachtlich. Er bewegt sich zwischen 25% und 29%.&#13;<br \/>\nDer Saldo der Kapitalertr\u00e4ge in der Ertragsbilanz ist entsprechend hoch und treibt deren Entwicklung massgeblich. Die deutsche Verm\u00f6gensbilanz weist demgegen\u00fcber Relationen von knapp \u00fcber Null bis 3% aus.Die expandierenden Finanzierungssalden sind \u00f6konomisch nicht eindeutig zu bewerten. F\u00fcr <i>Jordan (2013, S. 5)<\/i> spricht nichts dagegen, wenn \u00abein Land lieber mehr spart und diesen Spar\u00fcberschuss im Ausland anlegt, also Kapital exportiert\u2026 Es gibt keinen \u2013 aus der \u00f6konomischen Theorie hergeleiteten \u2013 optimalen Ertragsbilanzsaldo.\u00bb <i>Obstfeld (2012)<\/i> bewertet anhaltende Finanzierungssaldos hingegen kritisch. Auch die EU sieht sich, was den Umgang mit Ertragsbilanzsalden angeht, auf den Plan gerufen. So wurde mit der <i>Macroeconomic Imbalance Procedure (MIP)<\/i> 2012 ein Verfahren entwickelt, um Ertragsbilanzungleichgewichte einzelner Volkswirtschaften zu bestimmen. Das Unter- bzw. \u00dcberschreiten bestimmter Schwellenwerte leitet dabei Massnahmen der Aufsichtsbeh\u00f6rde ein. Ertragsbilanz\u00fcbersch\u00fcssse gelten als ungleichgewichtig, wenn im Durchschnitt dreier aufeinanderfolgender Jahre der Anteil des Ertragsbilanzsaldos 6% am BIP \u00fcbersteigt.&#13;<\/p>\n<h2>S\u00e4mtliche institutionelle Sektoren &shy;bilden Ersparnis\u00fcbersch\u00fcsse<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nAuch auf Ebene der institutionellen Sektoren steigen die Finanzierungssalden tendenziell. Die klassische Vorstellung, wonach die privaten Haushalte den Unternehmen sowie dem Staat \u00dcberschussersparnisse f\u00fcr Investitionszwecke zur Verf\u00fcgung stellen, gilt seit einigen Jahren nicht mehr. Die realwirtschaftlichen Aktivit\u00e4ten (Konsum und Investition) werden von allen institutionellen &shy;Sektoren in der Schweiz zunehmend innenfinanziert, d.h. aus eigenen Finanzmitteln. Die nichtfinanziellen Kapitalgesellschaften haben gleichzeitig einen dominierenden Einfluss sowohl auf die Entwicklung der \u2028gesamtwirtschaftlichen Spar- und Investitionsquote als auch auf den Aufbau des Sachverm\u00f6gens. Die Sparquote der nichtfinanziellen Kapitalgesellschaften berechnet sich als Anteil der nicht weitergegebenen Gewinne am BIP. Sie stieg von 14,3% (1990) auf 17,6% (2010). Mit einer Summe von 101 Mrd. Franken entsprach dies 2010 mehr als der H\u00e4lfte der gesamtwirtschaftlichen Ersparnisbildung in der Schweiz. In Deutschland ist eine \u00e4hnliche Entwicklung zu beobachten. Die Sparquote der nichtfinanziellen Kapitalgesellschaften stieg dort von 8,8% (1991) auf 12,6% (2010). Ihr Beitrag zur gesamtwirtschaftlichen Ersparnis betrug zuletzt 53%.&#13;<\/p>\n<h2>R\u00fcckl\u00e4ufige Investitionsquoten und &shy;ansteigende Kapitalexporte<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nGleichzeitig geht in der Schweiz die Investitionsquote bei den nichtfinanziellen Kapitalgesellschaften im Vergleich zu den \u00fcbrigen institutionellen Sektoren am deutlichsten zur\u00fcck. Das gilt vor allem f\u00fcr die Ausr\u00fcstungsinvestitionen, die 1990 11,5% und 2010 8,4% am BIP ausmachten. Der Ersparnis\u00fcberschuss der nichtfinanziellen Kapitalgesellschaften in Relation zum BIP nahm gleichzeitig um fast 10 Prozentpunkte von \u20134,4% auf 5,4% zu. Dies f\u00fchrte im Zeitraum 2000 bis 2010 zu einem Anstieg des Nettofinanzverm\u00f6gens der nichtfinanziellen Unternehmen von nominal gut 92 Mrd. Franken. Das produzierte Sachverm\u00f6gen dieses institutionellen Sektors verzeichnete einen Zuwachs in vergleichbarer H\u00f6he. In Deutschland zeigt sich ein \u00e4hnliches Bild. Im sektoralen Vergleich geht die Investitionsquote bei den nichtfinanziellen Kapitalgesellschaften am kr\u00e4ftigsten zur\u00fcck. \u00dcber die H\u00e4lfte des in Deutschland beobachteten R\u00fcckgangs der gesamtwirtschaftlichen Investitionsquote um 6,5 Prozentpunkte entf\u00e4llt auf diesen Sektor.\u00d6konomisch kann die Tendenz r\u00fcckl\u00e4ufiger Investitionsquoten und ansteigender Kapitalexporte vor dem Hintergrund der neoklassischen Konvergenzhypothese erkl\u00e4rt werden.&#13;<br \/>\nVgl. Barro, Sala i-Martin (1995). Sie besagt, dass Investoren mit Sitz in den Industriel\u00e4ndern unter den Bedingungen der Kapitalmobilit\u00e4t renditetr\u00e4chtige Anlagen in kapital\u00e4rmeren Schwellen- oder Entwicklungsl\u00e4ndern suchen. Unternehmen engagieren sich jedoch auch aus Gr\u00fcnden der Risikostreuung, Diversifizierung oder des Marktzutritts im Ausland. Tats\u00e4chlich geht der gr\u00f6ssere Teil der Schweizer Direktinvestitionen nicht in Schwellenl\u00e4nder, sondern in die EU bzw. die USA.&#13;<\/p>\n<h2>Beitrag der finanziellen Kapital-\u2028gesellschaften<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie finanziellen Kapitalgesellschaften \u2013 insbesondere die Banken und Versicherungen \u2013 leisteten im Jahr 2010 einen Beitrag von 3,1 Prozentpunkten zur gesamtwirtschaftlichen Sparquote. Dieser nahm vor der Krise deutlich zu (5,4%), um 2010 wieder auf den Anteil von 1990 abzusinken. Die Investitionsquote der Finanzunternehmen ist seit einigen Jahren r\u00fcckl\u00e4ufig und betrug 2010 noch 1,1%. Die finanziellen Kapitalgesellschaften trugen damit \u00fcberproportional zum Aufbau des Sachverm\u00f6gens bei. Ihre Ersparnis floss prim\u00e4r in den Aufbau des Nettoauslandverm\u00f6gens. Die Bruttosparquote der privaten Haushalte entwickelte sich mit einer gewissen Volatilit\u00e4t seit 1990 stabil um einen Wert von 12%. Der Anteil der Zwangsersparnis, die im Wesentlichen den an die Pensionskassen einbezahlten Geldern entspricht, sank in diesem Zeitraum von knapp 60% auf ca. 50% am Bruttosparen der privaten Haushalte insgesamt. Merklich geschrumpft ist mit 1,8 Prozentpunkten auch die Quote der Bauinvestitionen der privaten Haushalte. Im Jahr 2010 betrug diese 3,2%. Die Ersparnis der \u00f6ffentlichen Verwaltungen entspricht der Differenz aus den Gesamteinnahmen und den laufenden Betriebs- und Transferausgaben. Der Staat als institutioneller Sektor wies 1990 eine Sparquote von 3,4% auf. Diese nahm bis 2010 um einen knappen Prozentpunkt auf 2,5% ab. Es f\u00e4llt auf, dass selbst der Staat seit 2006 Ersparnis\u00fcbersch\u00fcsse realisierte.&#13;<\/p>\n<h2>Rapide Entwicklung bei den &shy;Bruttopositionen<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie Betrachtung der sektoralen Spar- und Investitionsquoten erlaubt R\u00fcckschl\u00fcsse auf die Entwicklung des Volks- und Nettoauslandverm\u00f6gens. Gleichzeitig f\u00fchrt die Fokussierung auf die Ebene der Sektoren zu erheblichen Informationsverlusten. Vernachl\u00e4ssigt werden s\u00e4mtliche Forderungen und Verbindlichkeiten, die zwischen Wirtschaftseinheiten innerhalb eines Sektors bestehen. Anschaulich wird dies am Beispiel der privaten Haushalte. Zwar realisieren diese auf Ebene des institutionellen Sektors seit Jahren steigende Ersparnis\u00fcbersch\u00fcsse. Parallel nimmt jedoch auch die Zahl der Privatinsolvenzen und Betreibungen zu. Um die Konsolidierungsproblematik deutlich zu machen, wird eine integrierte Sach- und Finanzverm\u00f6gensbilanz f\u00fcr die Schweiz aufgestellt (siehe <i>Kasten 1<\/i>&#13;<\/p>\n<h3>Sektorale und gesamtwirtschaftliche Verm\u00f6gensbilanzen<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\nDas Europ\u00e4ische System der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung (ESVG 95) sieht Verm\u00f6gensbilanzen prinzipiell vor. Werden die beiden Komponenten Sach- und Finanzverm\u00f6gen (Geldverm\u00f6gen) zusammengefasst, so spricht man von integrierten Verm\u00f6gensbilanzen. Das ESVG 95 enth\u00e4lt Vorgaben zur einheitlichen Abgrenzung von Verm\u00f6gensg\u00fctern, Forderungen und Verbindlichkeiten. In den letzten Jahren wurden beispielsweise in Deutschland Verm\u00f6gensbilanzen f\u00fcr die institutionellen Sektoren sowie f\u00fcr die gesamte Volkswirtschaft aufgestellt. a&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie Europ\u00e4ische Zentralbank (EZB) legte j\u00fcngst Verm\u00f6gensbilanzen f\u00fcr die Haushaltssektoren ihrer Mitgliedsl\u00e4nder vor. Die SNB erstellt eine Verm\u00f6gensbilanz f\u00fcr die privaten Haushalte der Schweiz. Eine integrierte Verm\u00f6gensbilanz f\u00fcr die Gesamtwirtschaft wird von offizieller Stelle in der Schweiz nicht erstellt. Die im Rahmen unserer Studie aufgestellte integrierte Sach- und Finanzverm\u00f6gensbilanz der Schweiz ber\u00fccksichtigt folgende Statistiken:&#13;<\/p>\n<ul>&#13;<\/p>\n<li>BFS, Nichtfinanzieller Nettokapitalstock: Methodenbericht, M\u00e4rz 2013.<\/li>\n<p>&#13;<\/p>\n<li>SNB, Verm\u00f6gen der privaten Haushalte 2011, November 2012.<\/li>\n<p>&#13;<\/p>\n<li>SNB, Finanzierungsrechnung der Schweiz 2010, November 2012.<\/li>\n<p>&#13;<\/p>\n<li>SNB, Auslandverm\u00f6gen der Schweiz 2011,\u2028Dezember 2012.<\/li>\n<p>&#13;\n<\/ul>\n<p>&#13;<br \/>\n<i>a Vgl. Deutsche Bundesbank (2008, 2012a, b)<\/i>). In dieser Bilanz werden die Forderungen und Verbindlichkeiten, die zwischen den ein&shy;zelnen Wirtschaftsakteuren bestehen, nicht saldiert. Insgesamt addiert sich die Bilanzsumme der integrierten Sach- und Finanzverm\u00f6gensbilanz auf \u00fcber 9 Bio. Franken (siehe <i>Grafik 2<\/i>). Das entspricht dem 17fachen des BIP. Die gr\u00f6ssten Anteile an den Bruttopositionen h\u00e4lt der institutionelle Sektor finanzielle Kapitalgesellschaften, auf den 2010 64% aller Verpflichtungen und 58% &shy;aller Forderungen entfallen. Der Anteil des\u00a0Reinverm\u00f6gens an der Bilanzsumme &shy;betr\u00e4gt 2010 29%. Die Verbindlichkeiten (einschliesslich Aktien und andere Anteilsrechte)\u00a0machen 71% an der Bilanzsumme aus. Wird nur die Verm\u00f6gensbilanz der privaten Haushalte betrachtet, so ergibt sich eine Schuldenquote von etwa 20%, dieser Wert entspricht ungef\u00e4hr dem europ\u00e4ischen Durchschnitt.&#13;<br \/>\nVgl. SNB (2012), ECB (2013). Die Bruttopositionen gegen\u00fcber dem Ausland haben zwischen 1985 und 2000 im Vergleich zur Nettoauslandposition deutlich st\u00e4rker expandiert. Die Quote der finanziellen Globalisierung misst das Verh\u00e4ltnis der Auslandaktiven zuz\u00fcglich Auslandpassiven zum doppelten BIP. Sie erf\u00e4hrt in der Schweiz zwischen 1985 und 2007 einen beeindruckenden Anstieg von 1,7 auf 5,9 (2010: 5,0). In Deutschland weist diese Quote im Jahr 2010 einen Wert von 2,3 auf.Die \u00f6konomische Bewertung der rapiden Entwicklung der Bruttopositionen ist ambivalent. Nehmen die Auslandaktiven und -passiven zu, so nutzen die Wirtschaftseinheiten die M\u00f6glichkeiten der internationalen Verm\u00f6gensdiversifizierung, was potenziell die Investitionsertr\u00e4ge erh\u00f6ht und Risiken durch internationales Risk-Sharing senkt.&#13;<br \/>\nSch\u00e4tzungen zeigen jedoch, dass der Effekt des internationalen Risk-Sharings auch in der Schweiz eher gering ist (vgl. Kellermann und Schlag, 2013). Gleichzeitig haben die Erfahrung der letzten Jahre gezeigt, dass hohe Bruttopositionen auch erhebliche Gefahren f\u00fcr die Finanzstabilit\u00e4t mit sich bringen k\u00f6nnen. Das gilt selbst dann, wenn die betreffende Volkswirtschaft \u00fcber hohe Nettoauslandverm\u00f6gen verf\u00fcgt. So hatten in den Jahren 2008 und 2009 auch Gl\u00e4ubigerl\u00e4nder mit Liquidit\u00e4tsproblemen zu k\u00e4mpfen, insbesondere was die Versorgung mit Dollar-Liquidit\u00e4t anbelangt.&#13;<br \/>\nVgl. Jordan (2012). Dazu kommt, dass hohe Forderungsbest\u00e4nde gegen\u00fcber dem Ausland das Risiko der finanziellen Ansteckung und sogenannter Dominoeffekte bergen.&#13;<\/p>\n<h2>Fazit<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie Schweizer Volkswirtschaft spart einen zunehmend grossen Anteil des BIP. Aber wof\u00fcr und f\u00fcr wen spart die Schweiz? Die Antwort auf diese Frage h\u00e4ngt davon ab, welche volkswirtschaftliche Ebene betrachtet wird. Aus makro\u00f6konomischer Perspektive fliesst die Bruttoersparnis zun\u00e4chst in den Erhalt und Aufbau des produzierten Sachverm\u00f6gens. Der verbleibende gesamtwirtschaftliche Ersparnis\u00fcberschuss akkumuliert sich zum Nettoauslandverm\u00f6gen. Dessen hoher und tendenziell steigender Anteil am Volksverm\u00f6gen zeigt, dass die gesamtwirtschaftliche Ersparnis vermehrt im Ausland investiert wird. Auch die institutionellen Sektoren realisieren tendenziell steigende Finanzierungssalden. Werden Bruttopositionen auf Ebene der Wirtschaftseinheiten betrachtet, so wird deutlich, dass der Bestand an Verbindlichkeiten in der integrierten Verm\u00f6gensbilanz der Schweiz hoch ist. Dies gilt gegen\u00fcber dem In- und Ausland, mit entsprechenden Implikationen f\u00fcr die Finanzstabilit\u00e4t.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nGrafik 1: \u00abEntwicklung der gesamtwirtschaftlichen Spar- und Investitionsquote in der Schweiz, 1990\u20132010\u00bb&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nGrafik 2: \u00abIntegrierte Sach- und Finanzverm\u00f6gensbilanz f\u00fcr die Schweiz, 2010\u00bb&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nKasten 1: Sektorale und gesamtwirtschaftliche Verm\u00f6gensbilanzen&#13;<\/p>\n<h3>Sektorale und gesamtwirtschaftliche Verm\u00f6gensbilanzen<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\nDas Europ\u00e4ische System der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung (ESVG 95) sieht Verm\u00f6gensbilanzen prinzipiell vor. Werden die beiden Komponenten Sach- und Finanzverm\u00f6gen (Geldverm\u00f6gen) zusammengefasst, so spricht man von integrierten Verm\u00f6gensbilanzen. Das ESVG 95 enth\u00e4lt Vorgaben zur einheitlichen Abgrenzung von Verm\u00f6gensg\u00fctern, Forderungen und Verbindlichkeiten. In den letzten Jahren wurden beispielsweise in Deutschland Verm\u00f6gensbilanzen f\u00fcr die institutionellen Sektoren sowie f\u00fcr die gesamte Volkswirtschaft aufgestellt. a&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie Europ\u00e4ische Zentralbank (EZB) legte j\u00fcngst Verm\u00f6gensbilanzen f\u00fcr die Haushaltssektoren ihrer Mitgliedsl\u00e4nder vor. Die SNB erstellt eine Verm\u00f6gensbilanz f\u00fcr die privaten Haushalte der Schweiz. Eine integrierte Verm\u00f6gensbilanz f\u00fcr die Gesamtwirtschaft wird von offizieller Stelle in der Schweiz nicht erstellt. Die im Rahmen unserer Studie aufgestellte integrierte Sach- und Finanzverm\u00f6gensbilanz der Schweiz ber\u00fccksichtigt folgende Statistiken:&#13;<\/p>\n<ul>&#13;<\/p>\n<li>BFS, Nichtfinanzieller Nettokapitalstock: Methodenbericht, M\u00e4rz 2013.<\/li>\n<p>&#13;<\/p>\n<li>SNB, Verm\u00f6gen der privaten Haushalte 2011, November 2012.<\/li>\n<p>&#13;<\/p>\n<li>SNB, Finanzierungsrechnung der Schweiz 2010, November 2012.<\/li>\n<p>&#13;<\/p>\n<li>SNB, Auslandverm\u00f6gen der Schweiz 2011,\u2028Dezember 2012.<\/li>\n<p>&#13;\n<\/ul>\n<p>&#13;<br \/>\na Vgl. Deutsche Bundesbank (2008, 2012a, b)&#13;<br \/>\nKasten 2: Feldstein-Horioka-Untersuchungen zur Korrelation von Spar- und Investitionsquoten in der Schweiz&#13;<\/p>\n<h3>Feldstein-Horioka-Untersuchungen zur Korrelation von Spar- und Investitionsquoten in der Schweiz<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\nEs werden kurz- und langfristige Koeffizienten zum statistischen Zusammenhang von Spar- und Investitionsquoten bestimmt. &shy;Unterschieden werden drei Teilzeitr\u00e4ume:&#13;<\/p>\n<ul>&#13;<\/p>\n<li>Im Teilzeitraum von 1952 bis 1980 kann eine Kointegrationsbeziehung zwischen der Investitionsquote I\/Y und der Sparquote S\/Y nachgewiesen werden. Der Langfristkoeffizient beider Quoten ist 1. Im Teilzeitraum 1980 bis 2006 ist der Ertragsbilanzsaldo nicht station\u00e4r; eine Kointegrationsbeziehung von I\/Y und S\/Y kann nicht nachgewiesen werden. Der Kurzfristkoeffizient zum statistischen Zusammenhang der Quoten ist signifikant und betr\u00e4gt 0,29. Im Zeitraum 1980 bis 2010 ist der Ertragsbilanzsaldo nicht station\u00e4r. Es liegt keine Kointegrationsbeziehung zwischen I\/Y und S\/Y vor; der Kurzfristkoeffizient ist statistisch nicht signifikant.<\/li>\n<p>&#13;<\/p>\n<li>Auf Ebene der institutionellen Sektoren wird der Zeitraum 1990 bis 2010 untersucht. F\u00fcr keinen Sektor kann eine Kointegrationsbeziehung zwischen der Investitionsquote und der Sparquote nachgewiesen werden. Auch die entsprechenden Kurzfristkoeffizienten sind nicht signifikant.<\/li>\n<p>&#13;\n<\/ul>\n<p>&#13;<br \/>\nKasten 3: Literatur&#13;<\/p>\n<h3>Literatur<\/h3>\n<p>&#13;<\/p>\n<ul>&#13;<\/p>\n<li>Barro, R. J., X. Sala-i-Martin (1995), Economic Growth, McGraw Hill.<\/li>\n<p>&#13;<\/p>\n<li>Deutsche Bundesbank (2008), Integrierte sektorale und gesamtwirtschaftliche Verm\u00f6gensbilanzen f\u00fcr Deutschland, Monatsberichte der Deutschen Bundesbank, 1, S. 31-47.<\/li>\n<p>&#13;<\/p>\n<li>Deutsche Bundesbank (2012a), Das PHF: eine Erhebung zu Verm\u00f6gen und Finanzen privater Haushalte in Deutschland, Monatsberichte der Deutschen Bundesbank, 1, S. 29-46.<\/li>\n<p>&#13;<\/p>\n<li>Deutsche Bundesbank (2012b), Finanzierungsrechnung 2006 bis 2011, Juni.<\/li>\n<p>&#13;<\/p>\n<li>ECB \u2013 European Central Bank (2013), The Eurosystem Household Finance and Consumption Survey: Results from the first wave, Statistic Paper Series Nr. 2, April.<\/li>\n<p>&#13;<\/p>\n<li>Feldstein, M., C. Horioka (1980), Domestic Saving and International Capital Flows, The Economic Journal 90, S, 314-329.<\/li>\n<p>&#13;<\/p>\n<li>Horn, G. A., C. Logeay, S. Tober (2007), Methodische Fragen mittelfristiger gesamtwirtschaftlicher Projektionen am Beispiel des Produktionspotenzials, Institut f\u00fcr Makro\u00f6konomie und Konjunkturforschung (IMK), IMK Studies 1\/2007, D\u00fcsseldorf.<\/li>\n<p>&#13;<\/p>\n<li>Jordan, T. (2012), Geldpolitik in Krisenzeiten \u2013 Warum Zentralbanken miteinander reden, Referat beim 45. Energie-Apero Etavis, Z\u00fcrich, 14. Mai.<\/li>\n<p>&#13;<\/p>\n<li>Jordan, T. (2013), Starker Franken und hoher Ertragsbilanz\u00fcberschuss: ein Widerspruch? \u2028Referat beim Schweizerischen Institut f\u00fcr Auslandforschung, Z\u00fcrich, 19. Februar.<\/li>\n<p>&#13;<\/p>\n<li>Kellermann, K., C.-H. Schlag (2013), Wof\u00fcr und f\u00fcr wen spart die Schweiz? \u2013 Der Einfluss der finanziellen Globalisierung auf die Verm\u00f6gensbildung und -struktur in der Schweiz, Studie im Auftrag des Staatssekretariats f\u00fcr Wirtschaft (Seco).<\/li>\n<p>&#13;<\/p>\n<li>Mancini-Griffoli, T., N. Stoffels (2012), Adjusting the Current Account to Better Capture Wealth Accumulation, August.<\/li>\n<p>&#13;<\/p>\n<li>Obstfeld, M. (2012), Does the Current Account Still Matter?, American Economic Review, American Economic Association 102, S. 1-23.<\/li>\n<p>&#13;<\/p>\n<li>SNB \u2013 Schweizerische Nationalbank (2012), Auslandverm\u00f6gen der Schweiz 2011, Dezember, Z\u00fcrich.<\/li>\n<p>&#13;<\/p>\n<li>Statistisches Bundesamt (2012), Sektorale und gesamtwirtschaftliche Verm\u00f6gensbilanzen: 1991-2011, September, Wiesbaden.<\/li>\n<p>&#13;\n<\/ul>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unter dem Einfluss der finanziellen Globalisierung geht ein zunehmender Anteil der gesamtwirtschaftlichen Ersparnis der Schweiz als Kapitalexport ins Ausland. Eine \u00e4hnliche Entwicklung kann auch auf Ebene der einzelnen institutionellen Sektoren beobachtet werden. Am deutlichsten wird dies bei den nichtfinanziellen Kapitalgesellschaften. 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