{"id":118989,"date":"2013-04-01T12:00:00","date_gmt":"2013-04-01T12:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2013\/04\/gramegna-2\/"},"modified":"2023-08-23T23:24:37","modified_gmt":"2023-08-23T21:24:37","slug":"gramegna","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2013\/04\/gramegna\/","title":{"rendered":"Erwerb von Ferienwohnungen in der Schweiz durch Personen im Ausland im Jahre 2011"},"content":{"rendered":"<p>Im Jahr 2011 wurden f\u00fcr den Erwerb von Ferienwohnungen durch Personen im Ausland rund 39% weniger Bewilligungen erteilt als im Vorjahr. Die Zahl der tats\u00e4chlich erfolgten Erwerbe durch Ausl\u00e4nder ist ebenfalls deutlich niedriger als im Vorjahr, was sich auch auf die bewilligte Fl\u00e4che auswirkte. Es wurden 821 Hand\u00e4nderungen im Grundbuch eingetragen. Nach Abzug der von Schweizern zur\u00fcckgekauften und unter Ausl\u00e4ndern \u00fcbertragenen Grundst\u00fccke ergibt sich eine Abnahme von 48 Wohnungen des ausl\u00e4ndischen Ferienwohnungsbestandes. <img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"article_rect\" src=\"\/dynBase\/images\/article_rect\/201304_19_Gramegna_01.eps.jpg\" alt=\"\" width=\"370\" height=\"239\" \/>&#13;<\/p>\n<h2>Statistik \u00fcber den Erwerb von &shy;Ferienwohnungen<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nPersonen im Ausland k\u00f6nnen nur in jenen Kantonen Ferienwohnungen erwerben, welche dazu eine entsprechende Rechtsgrundlage eingef\u00fchrt haben. Zurzeit sind das 17 Kantone, wobei nur in etwa einem Drittel davon auch tats\u00e4chlich eine gr\u00f6ssere Nachfrage besteht.Folgende Daten werden erhoben:&#13;<\/p>\n<ul>&#13;<\/p>\n<li>Anzahl der erteilten Bewilligungen;<\/li>\n<p>&#13;<\/p>\n<li>tats\u00e4chlich ausgef\u00fchrte Hand\u00e4nderungen;<\/li>\n<p>&#13;<\/p>\n<li>Fl\u00e4che der Grundst\u00fccke;<\/li>\n<p>&#13;<\/p>\n<li>Staatsangeh\u00f6rigkeit der erwerbenden Personen;<\/li>\n<p>&#13;<\/p>\n<li>Anzahl der Ver\u00e4usserungsgesch\u00e4fte zwischen Ausl\u00e4ndern;<\/li>\n<p>&#13;<\/p>\n<li>Anzahl der R\u00fcckerwerbe durch Schweizerinnen und Schweizer;<\/li>\n<p>&#13;<\/p>\n<li>Aussch\u00f6pfung der Kontingente.<\/li>\n<p>&#13;\n<\/ul>\n<p>&#13;<\/p>\n<h2>Bewilligungskontingente<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDer Bundesrat hat die gesamtschweizerische H\u00f6chstzahl der j\u00e4hrlichen kantonalen Bewilligungskontingente auf die gesetzliche H\u00f6chstlimite von 1500 Einheiten festgesetzt.Wie bis anhin kann ein Kanton die im laufenden Jahr nicht gebrauchten Kontingentseinheiten auf das darauf folgende Jahr \u00fcbertragen. Ende Oktober des zweiten Jahres fallen diese an den Bund zur\u00fcck und k\u00f6nnen auf Gesuch einem andern Kanton zugeteilt werden, wenn dieser sein Kontingent des laufenden Jahres bereits aufgebraucht hat. Es darf ihm aber h\u00f6chstens die H\u00e4lfte seines ordentlichen Kontingents zus\u00e4tzlich zugesprochen werden. Einzig der Kanton Wallis beanspruchte zus\u00e4tzliche Einheiten aus dem Kontingent 2011. <i>Das gesamtschweizerische Kontingent von 1500 Einheiten wurde zu 75% ausgesch\u00f6pft (im Vorjahr 76%)<\/i>.Die Aussch\u00f6pfung der kantonalen Kontingente stimmt im Jahr mit der Anzahl der kontingentspflichtigen Bewilligungen nicht unbedingt \u00fcberein. Diese kann insgesamt oder auch nur in einzelnen Kantonen etwas h\u00f6her als das Jahreskontingent liegen, dies aus zwei Gr\u00fcnden:&#13;<\/p>\n<ul>&#13;<\/p>\n<li>Erstens sind die Kontingentseinheiten, die in einem Jahr nicht gebraucht werden, auf das folgende Jahr \u00fcbertragbar.<\/li>\n<p>&#13;<\/p>\n<li>Zweitens k\u00f6nnen in fr\u00fcheren Jahren erteilte Grundsatzbewilligungen (Zusicherungen von Bewilligungen an Verk\u00e4ufer) auch sp\u00e4ter noch \u00fcber einen bestimmten Zeitraum ausgesch\u00f6pft werden.<\/li>\n<p>&#13;\n<\/ul>\n<p>&#13;<br \/>\nDer <i>Grafik 1<\/i> kann entnommen werden, dass die Kontingente im langj\u00e4hrigen Durchschnitt nur etwa zu 80% ausgesch\u00f6pft wurden.&#13;<\/p>\n<h2>Bewilligungen und Hand\u00e4nderungen<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\n2011 wurden in der Schweiz 1330 Bewilligungen f\u00fcr den Erwerb von Ferienwohnungen durch Personen im Ausland erteilt (im Vorjahr 1854). Der Grossteil der Bewilligungen wurde in den Kantonen Wallis (700), Tessin (183), Waadt (165), Graub\u00fcnden (135) und Bern (85) erteilt.Die Hand\u00e4nderungsstatistik gibt im Unterschied zur Bewilligungsstatistik Aufschluss \u00fcber die tats\u00e4chlich ausge\u00fcbten Erwerbsgesch\u00e4fte. Im langj\u00e4hrigen Durchschnitt f\u00fchren etwa 85% aller Bewilligungen zu einem Grundbucheintrag. Die Differenz zwischen der Hand\u00e4nderungs- und der Bewilligungsstatistik ergibt sich, weil zwischen der Erteilung einer Bewilligung und dem Eintrag im Grundbuch in der Regel mehrere Monate verstreichen und die Statistik auf die Hand\u00e4nderungen des erhobenen Jahres abstellen muss. Weiter kann es vorkommen, dass die Ausl\u00e4nder auf den Erwerb verzichten.Im Jahre 2011 war die Zahl der Hand\u00e4nderungen von 821 Ferienwohnungen deutlich niedriger als im Vorjahr (1375). Am meisten Grundbucheintragungen wurden in den klassischen Fremdenverkehrskantonen verzeichnet: Wallis 566, Graub\u00fcnden 93, Tessin 75, Bern 32 und Waadt 9. Die Aufteilung der Hand\u00e4nderungen nach der Nationalit\u00e4t der Erwerberinnen und Erwerber hat sich kaum ge\u00e4ndert (siehe <i>Tabelle 1<\/i>).&#13;<\/p>\n<h2>Nettozuwachs und Ver\u00e4usserungs&shy;gesch\u00e4fte<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nUm den Nettozuwachs von ausl\u00e4ndischem Ferienwohnungseigentum in der Schweiz zu berechnen, sind vom Total der Hand\u00e4nderungen einerseits die R\u00fcckerwerbe durch Schweizerinnen und Schweizer und andererseits die Ver\u00e4usserungen von Ausl\u00e4ndern an Ausl\u00e4nder in Abzug zu bringen. F\u00fcr das Jahr 2011 ergibt dies nach Abzug von 212 \u00dcbertragungen zwischen Ausl\u00e4ndern und 657 R\u00fcck\u00fcbertragungen an Schweizerinnen und Schweizer eine Abnahme von 48 Ferienwohnungen (Vorjahr: Zuwachs von 545 Ferienwohnungen). Fl\u00e4chenm\u00e4ssig entspricht dies einer Abnahme von rund 8,5 Hektaren (Vorjahr: Zuwachs von 23 Hektaren). Detaillierte Angaben mit der Verteilung auf die Kantone k\u00f6nnen der <i>Tabelle 2<\/i> entnommen werden.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nGrafik 1: \u00abEntwicklung der Kontingentsaussch\u00f6pfung, 1985\u20132011\u00bb&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nTabelle 1: \u00abHand\u00e4nderungen nach Nationalit\u00e4t pro Kanton, 2011\u00bb&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nTabelle 2: \u00abNettozuwachs 2011\u00bb&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nTabelle 3: \u00abBewilligungen und Hand\u00e4nderungen von Ferienwohnungen, 2011\u00bb<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Jahr 2011 wurden f\u00fcr den Erwerb von Ferienwohnungen durch Personen im Ausland rund 39% weniger Bewilligungen erteilt als im Vorjahr. Die Zahl der tats\u00e4chlich erfolgten Erwerbe durch Ausl\u00e4nder ist ebenfalls deutlich niedriger als im Vorjahr, was sich auch auf die bewilligte Fl\u00e4che auswirkte. 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