{"id":119204,"date":"2012-12-01T12:00:00","date_gmt":"2012-12-01T12:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2012\/12\/brechbuehler-2\/"},"modified":"2023-08-23T23:25:50","modified_gmt":"2023-08-23T21:25:50","slug":"brechbuehler","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2012\/12\/brechbuehler\/","title":{"rendered":"Seltene Metalle: Ist die Knappheit ein Problem f\u00fcr die Schweizer Industrie?"},"content":{"rendered":"<p>Seltene Metalle haben in den letzten Jahren stark an Bedeutung gewonnen. Da die weltweiten Reserven und Produktionst\u00e4tten dieser Metalle oft nur auf wenige L\u00e4nder konzentriert sind, ist die Versorgungsproblematik zunehmend brisant. Viele L\u00e4nder, deren Industrie auf seltene und andere Metalle angewiesen ist, haben diese bereits als kritisch identifiziert und Strategien zur Sicherung der Rohstoffversorgung ausgearbeitet. Zur Bedeutung seltener Metalle f\u00fcr die Schweizer Industrie gibt es bislang nur wenige Informationen. Auch eine Definition der f\u00fcr die Schweiz kritischen Metalle liegt bislang nicht vor. Eine empirische Studie der Berner Fachhochschule zeigt nun, dass seltene Metalle f\u00fcr Schweizer Unternehmen durchaus relevant sind.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"article_rect\" src=\"\/dynBase\/images\/article_rect\/201212_16_Brechbuehler_01.eps.jpg\" alt=\"\" width=\"370\" height=\"220\" \/>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nSeltene Metalle \u2013 wie Neodym, Lithium, Niob, Kobalt und Tantal \u2013 sind aus der heutigen Welt nicht mehr wegzudecken. Aufgrund ihrer besonderen chemischen Eigenschaften sind sie f\u00fcr das Funktionieren von Mobiltelefonen, Flachbildschirmen, Elektroautos, Windkraftwerken, Photovoltaikanlagen und vielem mehr unverzichtbar. Metalle gelten als selten, wenn sie in einer Konzentration von weniger als 0,01 Gewichtsprozenten in der Erdkruste vorkommen. Zus\u00e4tzlich sind die geologischen Lagerst\u00e4tten und bei manchen Metallen (z.B. seltene Erden) die derzeitige Produktion auf einige wenige Staaten konzentriert. Das stellt ein Versorgungsrisiko dar, zumal diese Staaten oftmals politisch instabil sind oder ihre Wirtschaftspolitik nicht grunds\u00e4tzlich nach marktwirtschaftlichen Prinzipien ausrichten.&#13;<br \/>\nKohl (2010), S. 22.&#13;<\/p>\n<h2>Preisanstieg aufgrund von nat\u00fcrlicher Verknappung\u2026<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDa seltene Metalle nur in wenigen L\u00e4ndern gef\u00f6rdert werden und die Erschliessung neuer Minen mit hohen Investitionen verbunden ist, stand die erh\u00f6hte weltweite Nachfrage in den letzten Jahren einem relativ starren Angebot gegen\u00fcber. Dies hatte markante Preisanstiege zur Folge. So hat sich \u2028beispielsweise der Preis f\u00fcr Niob seit 2009 verdreifacht. Im Normalfall sind solche Preisanstiege Knappheitsindikatoren. Solange alle Marktteilnehmer von den Preisanstiegen gleichermassen betroffen sind, verzerren sie den Wettbewerb nicht.&#13;<\/p>\n<h2>\u2026 oder aufgrund von Marktverzerrungen<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nProblematisch ist hingegen, wenn die Preisanstiege eine Folge von wettbewerbsverzerrenden Massnahmen der produzierenden L\u00e4nder sind. Mittels solcher Massnahmen kann beispielsweise das Angebot k\u00fcnstlich beschr\u00e4nkt oder die Nachfrage k\u00fcnstlich ausgedehnt werden.Bei den seltenen Erden, die eine Untergruppe der seltenen Metalle bilden, deckt China zurzeit 97% des weltweiten Jahresbedarfs ab.&#13;<br \/>\nUSGS (2011), S. 129. Die chinesische Regierung k\u00fcndigte im Jahr 2010 an, die Exportquoten f\u00fcr seltene Erden um einen Drittel zu reduzieren. Dasselbe galt f\u00fcr Wolfram und Molybd\u00e4n.&#13;<br \/>\nHatch (2012). Die Reduktion der Exporte begr\u00fcndete &shy;China mit \u00abUmwelt- und Nachhaltigkeits&shy;aspekten\u00bb&#13;<br \/>\nHellmann (2012). und einem erh\u00f6hten Versorgungsbedarf des heimischen Marktes.&#13;<br \/>\nNZZ Online (2012). Die Reduktion der Exportquoten hatte zur &shy;Folge,\u00a0dass sich die Preise einzelner seltener Erden im Jahr 2011 ausserhalb Chinas versechsfachten.Die USA, die EU und Japan reichten aufgrund der Senkung der Exportquoten f\u00fcr seltene Erden bei der WTO Klage gegen China ein. Mitte August 2012 k\u00fcndigte China nun an, die Exporte wieder leicht zu erh\u00f6hen. Gleichzeitig begann das Land, seine strategischen Reserven aufzustocken und verknappte mit der dadurch erh\u00f6hten Nachfrage die seltenen Erden erneut.&#13;<br \/>\nAFP (2012).Aufgrund der Preissteigerungen auf dem ausserchinesischen Markt k\u00f6nnen Marktteilnehmer seltene Erden in China bis zu 50% billiger beziehen.&#13;<br \/>\nNDR (2012). Damit sind Unternehmen mit Produktionsstandort China bevorteilt. Da die Exportquoten f\u00fcr Halb- und Fertigfabrikate nicht gesenkt wurden, kann diese Bevorteilung dazu f\u00fchren, dass internationale Unternehmen ihre Produktionsstandorte nach China verlagern. Das Land k\u00f6nnte somit zus\u00e4tzliche Glieder der Wertsch\u00f6pfungskette bedienen.&#13;<br \/>\nBardt (2012).&#13;<\/p>\n<h2>Lieferengp\u00e4sse und verl\u00e4ngerte Lieferfristen aufgrund von Marktverzerrungen<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nEine Folge wettbewerbsverzerrender Massnahmen k\u00f6nnen \u2013 neben Preissteigerungen \u2013 auch verl\u00e4ngerte Lieferfristen sein. So kann die Senkung der Exportquoten bei konstant bleibender Produktion die Industrie des exportierenden Landes nicht nur durch tiefere Preise, sondern auch durch k\u00fcrzere Lieferfristen bevorteilen. Im Extremfall k\u00f6nnen L\u00e4nder mit einem Produktionsmonopol den Marktmechanismus g\u00e4nzlich ausser Kraft setzen, indem sie ihre Exporte ganz stoppen. In einem solchen Fall k\u00f6nnten ausl\u00e4ndische Unternehmen unabh\u00e4ngig von ihrer Zahlungsbereitschaft die Metalle auf dem Markt nicht mehr beschaffen. Die industrielle Wertsch\u00f6pfung der betroffenen Staaten w\u00e4re dadurch grunds\u00e4tzlich in Frage gestellt.&#13;<br \/>\nKohl (2010), S. 22.Die Nichtbelieferung von Japan durch China im Rahmen eines Territorialstreits im Jahr 2010&#13;<br \/>\nMildner (2011), S. 54. zeigt auf, \u00fcber welche Macht L\u00e4nder mit einem Quasimonopol verf\u00fcgen. Ein Quasimonopol besteht gleich bei mehreren seltenen Metallen. In <i>Tabelle 1<\/i> sind alle Metalle aufgef\u00fchrt, bei denen sich die gesch\u00e4tzte Weltreserve und\/oder die aktuelle Weltproduktion stark (zu mindestens 75%) auf ein einziges Land konzentriert. Aufgrund dieser grossen Abh\u00e4ngigkeit von jeweils einem einzigen Land handelt es sich um besonders kritische Metalle. In der Tabelle ist weiter angegeben, in welchen Branchen diese kritischen Metalle am h\u00e4ufigsten eingesetzt werden.&#13;<\/p>\n<h2>Relevanz f\u00fcr die Schweizer Industrie<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie Betroffenheit der Schweizer Industrie von Verknappungen bei seltenen Metallen wurde bisher einzig vom Verband der Schweizer Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie (Swissmem) in einer Umfrage bei seinen Verbandsmitgliedern erhoben. Diese zeigt auf, dass 75% der antwortenden Unternehmen mindestens ein seltenes Metall in ihren Produkten einsetzen. Swissmem schliesst daraus, dass die Schweizer MEM-Industrie in hohem Masse von der Problematik betroffen ist. Die Tabelle best\u00e4tigt diesen Befund: Alle acht aufgef\u00fchrten Metalle werden in Branchen verwendet, in welchen auch viele Schweizer Unternehmen t\u00e4tig sind. Seltene Metalle sind folglich f\u00fcr Schweizer Unternehmen durchaus von Bedeutung.&#13;<\/p>\n<h2>Empirische Untersuchung<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nIn einer empirischen Studie der Berner Fachhochschule wurde untersucht, welche Bedeutung seltene Metalle f\u00fcr die befragten Unternehmen haben. Insbesondere wurde analysiert, ob die Verknappung des Angebots, der Preisanstieg und die wettbewerbsverzerrenden Massnahmen der letzten Jahre die Wettbewerbsf\u00e4higkeit der befragten Unternehmen beeintr\u00e4chtigt haben. Weiter wurde untersucht, wie die Unternehmen die Gefahr einer k\u00fcnftigen Beeintr\u00e4chtigung einsch\u00e4tzen.Im Rahmen der Untersuchung wurden vier Unternehmen aus der deutschsprachigen Schweiz in qualitativen Interviews befragt. Da alle Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen stammen, wird der nicht repr\u00e4sentativen Untersuchung eine erh\u00f6hte Aussagekraft beigemessen.&#13;<\/p>\n<h2>Resultate der qualitativen Interviews<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie Untersuchung zeigt, dass seltene Metalle f\u00fcr Schweizer Unternehmen von grosser Bedeutung sind. Diese werden mehrheitlich indirekt \u00fcber Zulieferteile, teilweise aber auch direkt \u2013 z.B. als Teil einer Metall-Legierung \u2013 verarbeitet. Zwar werden die Metalle oftmals nur in sehr kleinen Mengen ben\u00f6tigt; dennoch sind sie h\u00e4ufig f\u00fcr das Funktionieren des Produkts unverzichtbar. So ist es beispielsweise derzeit nur mit Magneten aus einer Neodym-Fer-Bor- oder aus einer Samarium-Kobalt-Mischung m\u00f6glich, sehr kleine Motoren mit hohem Wirkungsgrad herzustellen.Aus der Untersuchung geht weiter hervor, dass die Verknappungen der letzten Jahre auch f\u00fcr Schweizer Unternehmen sp\u00fcrbar waren. Aufgrund geeigneter Absicherungsmassnahmen \u2013 wie z.B. langfristiger Liefervertr\u00e4ge oder Erweiterung des Lagerbestandes \u2013 wurde die Wettbewerbsf\u00e4higkeit der Schweizer Unternehmen bislang jedoch nicht beeintr\u00e4chtigt. Zudem befinden sich Schweizer Unternehmen in den Wertsch\u00f6pfungsketten meist relativ weit hinten (siehe <i>Grafiken 1\u20134<\/i>), sodass der Preiseffekt \u2013 auch aufgrund von Absicherungsmassnahmen vorgelagerter Unternehmen \u2013 abged\u00e4mpft ist.&#13;<br \/>\nSt\u00e4hli (2012), S. 66.Mit ihren qualitativ hochstehenden, hoch pr\u00e4zisen und innovativen Produkten k\u00f6nnen sich die untersuchten Schweizer Unternehmen im Wettbewerb mit anderen, ebenfalls von Preisanstiegen bei seltenen Metallen betroffenen Unternehmen durchsetzen. Qualit\u00e4t, Pr\u00e4zision und Innovation erlauben der Schweizer Industrie zum Teil auch hohe Margen, mit denen Preisanstiege aufgefangen werden k\u00f6nnen. Auch der in der Schweiz im Vergleich zum Ausland relativ tiefe Materialkostenanteil&#13;<br \/>\nKunz (2012), S. 8. erweist sich diesbez\u00fcglich als Vorteil. Preisanstiege bei seltenen Metallen waren daher f\u00fcr die Endkunden der Schweizer Unternehmen bisher kaum sp\u00fcrbar.&#13;<\/p>\n<h2>Schweizer Industrie gelassen<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDa es in jenen L\u00e4ndern, die \u00fcber Quasimonopole von seltenen Metallen verf\u00fcgen, derzeit keine ebenb\u00fcrtige Konkurrenz gibt, sehen Schweizer Unternehmen ihre Wettbewerbsf\u00e4higkeit auch k\u00fcnftig nicht gef\u00e4hrdet.Weitreichendere Folgen als Wettbewerbsverzerrungen h\u00e4tten f\u00fcr Schweizer Unternehmen Exportembargos. Diese k\u00f6nnten im schlimmsten Fall dazu f\u00fchren, dass Schweizer Unternehmen ihre Produkte nicht mehr herstellen k\u00f6nnen. Gem\u00e4ss <i>Kohl (2010)<\/i> w\u00e4re in diesem Fall die hiesige industrielle Wertsch\u00f6pfung grunds\u00e4tzlich in Frage gestellt.&#13;<br \/>\nKohl (2010), S. 22. Da es bislang keine derartigen Anzeichen gab, sch\u00e4tzen die Unternehmen dieses Risiko jedoch als klein ein.&#13;<\/p>\n<h2>Handlungsoptionen f\u00fcr Schweizer Unternehmen<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie Untersuchung zeigt, dass Schweizer Unternehmen in den Wertsch\u00f6pfungsketten relativ weit hinten liegen und seltene Metalle haupts\u00e4chlich indirekt verwenden. Daher sind f\u00fcr sie Massnahmen wie eine Verk\u00fcrzung der Wertsch\u00f6pfungskette mit einer Beteiligung an rohstoffproduzierenden Unternehmen ungeeignet. Da seltene Metalle f\u00fcr die Funktionalit\u00e4t von Schweizer Produkten oftmals unverzichtbar sind, ist es f\u00fcr die Unternehmen wichtig, \u00fcber einen Lagerbestand zu verf\u00fcgen, der die Zeit bis zur Realisierung von Handlungsalternativen zu \u00fcberbr\u00fccken vermag. Des Weiteren k\u00f6nnten Schweizer Unternehmen auf den Recyclingkreislauf setzen und f\u00fcr die Kunden Anreize schaffen, die Produkte zu retournieren.Die Handlungsoptionen der Schweizer Unternehmen sind aber h\u00e4ufig beschr\u00e4nkt. Damit gewinnt eine sichere Rohstoffversorgung zus\u00e4tzlich an Bedeutung. Letztlich wird die Abh\u00e4ngigkeit von seltenen Metallen daher zu einer Abh\u00e4ngigkeit von der Rohstoffstrategie der Lieferanten.&#13;<\/p>\n<h2>Handlungsoptionen f\u00fcr die Schweiz<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nF\u00fcr Schweizer Unternehmen ist wichtig, dass der Staat die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen schafft, die ausserhalb ihres unternehmerischen Gestaltungsspielraums liegen.&#13;<br \/>\nKohl (2010), S. 23. Wenn diese Rahmenbedingungen verhindern, dass wettbewerbsverzerrende Massnahmen implementiert werden k\u00f6nnen, sind auch die Schweizer Unternehmen vor Benachteiligungen auf dem internationalen Markt gesch\u00fctzt, und die Versorgung mit den Vorprodukten und den Metallen ist gew\u00e4hrleistet. Konkret bedeutet dies, dass sich die Schweiz bei der Organisation f\u00fcr wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) und bei der WTO f\u00fcr einen offenen und diskriminierungsfreien Zugang zu den Rohstoffm\u00e4rkten einsetzen sollte.&#13;<br \/>\nSeco (2011), S. 9.Aufgrund der indirekten Betroffenheit sind finanzielle Garantien f\u00fcr Explorationsvorhaben, wie sie andere Staaten sprechen, f\u00fcr die Schweiz nicht sinnvoll.&#13;<br \/>\nSeco (2011), S. 7. Es gilt aber zu bedenken, dass letztlich auch Schweizer Unternehmen von Massnahmen profitieren, die von vorgelagerten Unternehmen implementiert wurden. Wenn diese Massnahmen aufgrund staatlicher Absicherung ergriffen wurden, k\u00f6nnte es sich als fair erweisen, wenn sich die Schweiz an den Strategien anderer L\u00e4nder beteiligt.Da die Schweiz die Mehrheit ihrer Rohstoffe aus der EU importiert, besteht gem\u00e4ss <i>Seco (2011)<\/i> eine hohe Abh\u00e4ngigkeit vom Vorhandensein der Rohstoffe in der EU und damit von der Rohstoffstrategie der EU. Deshalb sollte eine \u00abM\u00f6glichkeit der Zusammenarbeit mit der EU im Rahmen der Schweizer Rohstoffstrategie\u00bb gepr\u00fcft werden.&#13;<br \/>\nSeco (2011), S.10. Des Weiteren sollte die Schweiz durch geeignete Massnahmen das Recycling seltener Metalle unterst\u00fctzen. Als internationaler Forschungsstandort k\u00f6nnte die Schweiz zudem die Forschung f\u00fcr die Substitution von seltenen Metallen und f\u00fcr deren effizienteren Einsatz vorantreiben.&#13;<\/p>\n<h2>Fazit<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie empirische Untersuchung der Berner Fachhochschule zeigt, dass wettbewerbsverzerrende Massnahmen und Exportembargos f\u00fcr Schweizer Unternehmen gravierende Folgen (Produktionsstopp) h\u00e4tten. Dennoch sch\u00e4tzen Schweizer Unternehmen das Risiko, durch wettbewerbsverzerrende Massnahmen oder durch Exportembargos benachteiligt zu werden, als klein ein. Da die Metalle f\u00fcr die Produkte von zentraler Bedeutung sind und valable Alternativen derzeit fehlen, sind Schweizer Unternehmen auf eine sichere Versorgung mit seltenen Metallen zu fairen Preisen angewiesen&#13;<br \/>\nKohl (2010), S. 21. und damit in hohem Masse von wirtschaftspolitischen Entscheidungen der produzierenden L\u00e4nder abh\u00e4ngig.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nGrafik 1: \u00abMagnetst\u00e4be f\u00fcr Transversalflussmotoren\u00bb&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nGrafik 2: \u00abWolframcarbid-Messer\u00bb&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nGrafik 3: \u00abPermanentmagnete aus Samarium-Kobalt\u00bb&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nGrafik 4: \u00abKobalt-Chrom-Legierung f\u00fcr Implantate\u00bb&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nTabelle 1: \u00abSeltene Metalle im \u00dcberblick\u00bb&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nKasten 1: Quellenverzeichnis&#13;<\/p>\n<h3>Quellenverzeichnis<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\n\u2212 Achzet, Benjamin et al. (2011b): Unternehmensstrategien zur Sicherung von Rohstoffen, in: Pusch Thema Umwelt, 2011 (2), S. 10-11.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n\u2212 AFP (2012): Seltene Erden: China will Reserven aufstocken, 24.8.2012.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n\u2212 Bardt, Hubertus (2010): Rohstoffe f\u00fcr die Industrie, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 3.12.2010.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n\u2212 Hatch, Gareth (2012): The WTO Rare Earths Trade Dispute: An Initial Analysis.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n\u2212 Hellmann, Norbert (2012): Seltene Erdmetalle vor der WTO. Die USA, Europa und Japan gehen gegen Exportbeschr\u00e4nkungen Chinas vor, in: NZZ Online, 23.3.2012.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n\u2212 Kohl, Jean-Philippe (2010): Eine Rohstoffstrategie f\u00fcr den Werkplatz Schweiz, in: Die Volkswirtschaft 11-2010, S. 21-23.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n\u2212 Kunz, Andreas (2012): Die Relevanz seltener Metalle f\u00fcr die Optikindustrie, Pr\u00e4sentation am Technology Briefing Seltene Metalle f\u00fcr Zukunftstechnologien der Empa, D\u00fcbendorf, 9.1.2012.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n\u2212 Mildner, Stormy-Annika et al. (2011): Machtressource Metalle. Achilles der alten Wirtschaftsnationen, in: IP, Mai\/Juni 2011, S. 53-59.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n\u2212 NZZ Online (2012): Streit um Hightech-Rohstoffe spitzt sich zu. USA und EU klagen gegen die Exportbeschr\u00e4nkungen Chinas, 13.3.2012.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n\u2212 NDR-H\u00f6rfunkstudio Br\u00fcssel (NDR) (2012): Seltene Erden: EU klagt gegen China, 13.3.2012.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n\u2212 Staatssekretariat f\u00fcr Wirtschaft (SECO) (2011): Rohstoffstrategie des <a href=\"http:\/\/www.evd.admin.ch\/\">EVD<\/a> im Bereich der kritischen Rohstoffe. Version vom 11. August 2011 zu Handen der Aussenpolitischen Kommission des Nationalrates, Bern.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n\u2212 St\u00e4hli, Bettina (2012): Die Bedeutung seltener Metalle f\u00fcr Schweizer Unternehmen. Bachelorarbeit, Bern: Fachbereich Wirtschaft der Berner Fachhochschule.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n\u2212 U.S. Geological Survey (USGS) (2011): Mineral Commodity Summaries 2011, U.S. Geological Survey.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seltene Metalle haben in den letzten Jahren stark an Bedeutung gewonnen. 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