{"id":119219,"date":"2012-12-01T12:00:00","date_gmt":"2012-12-01T12:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2012\/12\/cina-2\/"},"modified":"2023-08-23T23:25:51","modified_gmt":"2023-08-23T21:25:51","slug":"cina","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2012\/12\/cina\/","title":{"rendered":"Vision und Strategie f\u00fcr die wirtschaftliche Entwicklung eines Gebirgskantons am Beispiel des Wallis"},"content":{"rendered":"<p>Als Gebirgskanton weist das Wallis einige Besonderheiten auf, die auf seine Topografie zur\u00fcckzu&shy;f\u00fchren sind. Diese haben nicht nur die Besiedlung der Landschaft durch den Menschen, sondern auch die wirtschaftliche Entwicklung grundlegend beeinflusst. Um diesen Besonderheiten Rechnung zu tragen, hat der Kanton Wallis 2009 im Vorfeld zur Ausarbeitung seiner Wirtschaftsf\u00f6rderungsstrategie eine umfassende Analyse der verschiedenen sozio-\u00f6konomischen Dimensionen seines Kantonsgebiets in Auftrag &shy;gegeben.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"article_rect\" src=\"\/dynBase\/images\/article_rect\/201212_15_Cina_01.eps.jpg\" alt=\"\" width=\"370\" height=\"247\" \/>&#13;<\/p>\n<h2>Die demografische Dynamik<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDas Bev\u00f6lkerungswachstum im Wallis war in den letzten 20 Jahren mit +24,5% ungef\u00e4hr doppelt so hoch wie in der \u00fcbrigen Schweiz. Allerdings zeigen sich erhebliche regionale Unterschiede:\u2013 Am h\u00f6chsten war das Wachstum in den <i>(peri-)urbanen Gebieten der Talebene<\/i>, gefolgt von den Wintertourismuszentren in den Bergen.\u2013 Das <i>Unterwallis<\/i> verzeichnet aufgrund seiner N\u00e4he zur Metropolregion Genf-Lausanne das h\u00f6chste relative Bev\u00f6lkerungswachstum. Es ist auch die einzige Region, in der die j\u00fcngeren Bev\u00f6lkerung signifikant zunimmt.\u2013 Im <i>Mittelwallis<\/i> verl\u00e4uft das Bev\u00f6lkerungswachstum etwa im kantonalen Durchschnitt; der Wachstumsbeitrag der J\u00fcngeren konzentriert sich hier auf die periurbanen Gemeinden. \u2013 Im eher peripheren <i>Oberwallis<\/i> steigt die Bev\u00f6lkerungszahl nur langsam, und die Zahl der J\u00fcngeren geht zur\u00fcck. Hier ist eine auffallende Konzentration in der Agglomeration Brig-Visp-Naters sowie in den Touristenzentren von Saas-Fee und Zermatt zu beobachten.Trotz dieser an sich erfreulichen demografischen Entwicklung ist zu bedenken, dass sie mit einem Zuzug von Rentnern und relativ wenig qualifizierten Personen sowie einer Abwanderung der besser qualifizierten, j\u00fcngeren Bev\u00f6lkerung einhergeht. Als Folge davon haben sich die Strukturunterschiede zu den Metropolitanregionen des Landes noch verst\u00e4rkt.&#13;<\/p>\n<h2>Das Wirtschaftssystem<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nHinsichtlich der Besch\u00e4ftigung zeigt sich im Kanton Wallis das Ph\u00e4nomen einer ausgepr\u00e4gten Periurbanisierung um die zwei Wachstumspole Sitten (+1555 VZ\u00c4) und Visp (+2274 VZ\u00c4). Weniger vorteilhaft war die Entwicklung der an der Sprachgrenze gelegenen St\u00e4dte Siders (\u20137%\/\u2013688 VZ\u00c4) und Leuk (\u20139%\/\u2013138 VZ\u00c4). Im Gegensatz dazu profitierte das Goms als Randregion von verschiedenen politischen Massnahmen und steigerte die Zahl der Arbeitspl\u00e4tze um 10%; quantitativ blieb das Wachstum aber beschr\u00e4nkt (+223 VZ\u00c4).Die Entwicklung mit zwei Wachstumspolen \u2013 bzw. drei, wenn man das Chablais als interkantonale Region hinzuz\u00e4hlt \u2013 entsprach nicht der urspr\u00fcnglichen Zielsetzung einer ausgeglichenen Entwicklung \u00fcber die verschiedenen sozio-\u00f6konomischen Regionen hinweg. Die Polarisierung der Arbeitsplatzentwicklung, wie sie auch auf nationaler Ebene sichtbar ist, hat damit auch die Randregionen des Wallis erreicht.Diese Feststellung best\u00e4tigt sich, wenn man das Verh\u00e4ltnis zwischen der Ansiedlung von Arbeitspl\u00e4tzen und der Wohnbev\u00f6lkerung betrachtet, und zwar in verschiedener Hinsicht: \u2013 Die Arbeitsm\u00e4rkte von Sitten und \u2013 in geringerem Ausmass \u2013 des Mittelwallis spielen auf kantonaler Ebene eine vorrangige Rolle.\u2013 Im Oberwallis nimmt die Agglomeration Brig-Visp-Naters eine analoge Stellung ein, auch wenn hier ausserhalb dieser Zentren sekund\u00e4re Pole bestehen mit touristischem (Leukerbad, Zermatt, Saas-Fee), industriellem (Steg) oder regionalem (Fiesch) Hintergrund.\u2013 Alle Bem\u00fchungen zur Streuung der Arbeitspl\u00e4tze, die seit 1985 unternommen wurden, haben nicht ausgereicht, um der Tendenz zur Konzentration der Aktivit\u00e4ten in den sechs St\u00e4dten des Kantons entgegenzuwirken.&#13;<\/p>\n<h2>Strategie zur Wirtschaftsentwicklung<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nAusgehend von diesen Befunden hat der Kanton Wallis 2006 beschlossen, seine Strategie zur Wirtschaftsentwicklung grunds\u00e4tzlich neu auszurichten. Die Neuausrichtung trug den Ver\u00e4nderungen in diversen Bereichen \u2013 wie der Regional-, Tourismus- oder Agglomerationspolitik, den \u00f6ffentlichen Finanzen, der Globalisierung und der Versch\u00e4rfung des internationalen Wettbewerbs sowie den Anforderungen eines nachhaltigen Wachstums \u2013 Rechnung. Herrschte bis anhin eine Sichtweise vor, die sich an den institutionellen Grenzen orientierte (transversale Vision), so beruht die neue Strategie auf der Schaffung funktionaler R\u00e4ume (longitudinale Vision). Die neue Vision erfasst die drei Raumtypen des Kantonsgebiets mit ihren jeweils unterschie&shy;d&shy;lichen Entwicklungspotenzialen: Talebene, Tourismuszentren und l\u00e4ndlicher Raum (siehe <i>Grafik 1<\/i>).\u2212 Die <i>Talebene<\/i> bildet das R\u00fcckgrat des &shy;Kanton Sie beherbergt das <i>Pilotprojekt The Ark<\/i>, die verschiedenen Industrie- und Einkaufszonen rund um die Agglomerationen sowie die Tourismuszentren. Ziels des Projekts The Ark zur F\u00f6rderung von Unternehmen und Start-ups ist eine Diversifizierung der Walliser Wirtschaft. Dazu wurden in den Hauptkompetenzbereichen des Kantons \u2013 Life Sciences, Informations- und Telekommunikationstechnologien sowie industrielle Systeme im Bereich der Energiewirtschaft \u2013 Cluster und Inkubatoren aufgebaut. Der Aufbau dieser Cluster hatte zugleich den Vorteil, dass die St\u00e4dte Brig, Visp, Siders, Sitten, Martinach und Monthey vernetzt werden konnten, da sie alle im Stiftungsrat von The Ark vertreten sind.\u2212 Die <i>regionalen Zentren<\/i> im Berggebiet sind bekannte Orte mit intensiver Tourismuswirtschaft wie etwa Zermatt, Saas-Fee, Montana oder Verbier.\u2212 Dagegen dominiert im <i>l\u00e4ndlichen Raum<\/i> kein einzelner Wirtschaftszweig. Die T\u00e4ler und Gebirgsregionen haben ihr Potenzial in der Landwirtschaft, im sanften Tourismus oder im Energiebereich.Die neue kantonale Vision orientiert sich folglich an Wertsch\u00f6pfungssystemen \u2013 egal ob im Rhonetal, in den Tourismuszentren oder in den l\u00e4ndlichen Zonen. Ziel ist die F\u00f6rderung von Unternehmen in den drei Raumtypen; dabei kann es sich um bestehende, neu zu gr\u00fcndende oder anzusie&shy;delnde Firmen handeln. <i>Tabelle 1<\/i> fasst die spezifischen Schl\u00fcsselrahmenbedingungen f\u00fcr jeden Raumtyp sowie die vom Kanton entwickelten dazugeh\u00f6rigen Instrumentarien zusammen. Die Regionalpolitik und die grenz\u00fcberschreitende Zusammenarbeit spielen eine besondere Rolle, da sie als trans&shy;versale Politiken in allen Raumtypen zur &shy;Anwendung kommen. Um eine genaue Zuordnung der Gemeinden und Regionen zu den jeweiligen Raumtypen vorzunehmen, hat der Kanton das Projekt <i>Raumentwicklung Wallis-Valais<\/i> ins Leben gerufen.&#13;<\/p>\n<h2>Vision und Strategie<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDas 2012 angenommene Dokument beschreibt detailliert die Strategie der kantonalen Wirtschaftsentwicklung und ber\u00fccksichtigt die vom Staatsrat bei der Ausarbeitung der Rahmenvereinbarung 2008\u20132011 zur &shy;Regionalpolitik verabschiedeten Punkte. Es st\u00fctzt sich auf die Vision <i>Zukunftsland Wallis: Gemeinsam ein florierendes, offenes, dynamisches, diversifiziertes und attraktives Wallis schaffen.<\/i>Die Begriffe, mit denen diese Vision beschrieben wird, sind wie folgt zu verstehen:\u2212 <i>Gemeinsam: f\u00fcr die wirtschaftliche Zukunft des Wallis zusammenarbeiten.<\/i> Damit ist gemeint, Kooperationen innerhalb eines T\u00e4tigkeitsfeldes oder zwischen unterschiedlichen Bereichen zu entwickeln und zu f\u00f6rdern. \u2212 <i>Florierend: Effizienz anstreben, um das Wachstum zu verbessern.<\/i> Dies bedeutet, Innovationen zu f\u00f6rdern und bestehende Produkte zu verbessern, um die Wertsch\u00f6pfung und damit das kantonale BIP zu steigern. \u2212 <i>Offen: den Kanton f\u00fcr die Chancen \u00f6ffnen.<\/i> Dieser Punkt umfasst die Schaffung eines kantonalen Bewusstseins f\u00fcr die bestehenden Chancen mittels einer F\u00f6rderung des ausserkantonalen Austausches und mehrwertschaffender Exporte. \u2212 <i>Dynamisch: dem kantonalen Wirtschaftsstandort Dynamik verleihen.<\/i> Dazu geh\u00f6rt, die Anpassungs- und Antizipationsf\u00e4higkeit der wirtschaftlichen Akteure des Kantons zu st\u00e4rken.\u2212 <i>Diversifiziert: die Potenziale bestm\u00f6glich diversifizieren und ausnutzen.<\/i> Dies be&shy;inhaltet die Nutzung aller bestehenden Potenziale, die Schaffung neuer Kompetenzen und die rationelle Nutzung der Ressourcen. \u2212 <i>Attraktiv: einen attraktiven Lebens- und Wirtschaftsraum sicherstellen.<\/i> Hier geht es darum, die Walliser Firmen weiterzuentwickeln, neue Firmen anzusiedeln und eine hohe Lebensqualit\u00e4t zu sichern. Diese Vision entspricht dem politischen Ziel des Departements, die wirtschaftliche Entwicklung auf die Potenziale des Kantons auszurichten und die Bev\u00f6lkerungsdichte im gesamten Kantonsgebiet zu bewahren. Sie unterteilt sich in drei spezifische Achsen, welche die im Gesetz \u00fcber die kantonale Wirtschaftspolitik vom 11. Februar 2000 festgelegten Priorit\u00e4ten \u00fcbernehmen. Jede Achse besteht aus Zielsetzungen, die durch die Umsetzung konkreter, detaillierter Massnahmen erreicht werden sollen:&#13;<\/p>\n<h2>Schwerpunkt 1: Verbesserung der Rahmen&shy;bedingungen.<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\n\u2212 Anpassung des regulatorischen Rahmens zur St\u00e4rkung der wirtschaftlichen Attraktivit\u00e4t des Kantons;\u2212 Weiterentwicklung von Kompetenzen und Know-how;\u2212 Steigerung der Lebensqualit\u00e4t und F\u00f6rderung einer dezentralen Besiedelung;\u2212 F\u00f6rderung eines nachhaltigen Umgangs mit den Ressourcen;\u2212 Raumplanung unter Ber\u00fccksichtigung \u2028der Interessen aller wirtschaftlichen Akteure.&#13;<\/p>\n<h2>Schwerpunkt 2: Wirtschaftsentwicklung und Wettbewerbsf\u00e4higkeit.<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\n\u2212 Diversifizierung des Wirtschaftsgef\u00fcges durch endogene und exogene Wirtschaftsf\u00f6rderungsmassnahmen;\u2212 Steigerung der Wertsch\u00f6pfung im Tourismus;\u2212 Branchen\u00fcbergreifende Vermarktung des Wallis (siehe <i>Kasten 1<\/i>&#13;<\/p>\n<h3>Das Projekt Tourismus 2015 und Valais\/Wallis Promotion<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\nDer Tourismus und die branchenbergreifende Vermarktung nehmen eine besondere Stellung ein. F\u00fcr den im Kanton Wallis enorm wichtigen Tourismus hat die Regierung das Projekt Tourismus 2015 erarbeitet. Mit diesem Projekt sollen die notwendigen Reformen durchgef\u00fchrt werden, um die Stellung des Wallis als eine der weltweit f\u00fchrenden alpinen Tourismusdestinationen zu festigen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nAuf Vorschlag des Departements f\u00fcr Volkswirtschaft will die Walliser Regierung ausserdem ein Instrumentarium f\u00fcr die koordinierte, professionelle und qualitative Vermarktung aller Walliser Wirtschaftszweige zugunsten des Tourismus und der Wirtschaft schaffen. Diese Struktur einer gemeinsamen branchen\u00fcbergreifenden Vermarktung unter der Bezeichnung Valais\/Wallis Promotion mit einem Jahresbudget von ca. 10 Mio. Franken wird alle Marketingkompetenzen der Dachverb\u00e4nde von Tourismus, Landwirtschaft, Handel und Industrie unter einem Dach vereinen, um das \u00abProdukt Wallis\u00bb integral zu verkaufen. Diese Zusammenf\u00fchrung der Kr\u00e4fte ist eine Schl\u00fcsseletappe f\u00fcr die kantonale Vermarktung. Sie wird von rund 200 Akteuren der Walliser Wirtschaft unterst\u00fctzt, die beim Tourismusgipfel 2011 zusammengekommen sind.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n).&#13;<\/p>\n<h2>Schwerpunkt 3: Bessere Koordination in wirtschaftlichen Belangen.<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\n\u2212 Information zuhanden der Bev\u00f6lkerung;\u2212 St\u00e4rkung der intra- und interkantonalen Beziehungen;\u2212 Belebung des kantonalen Wirtschaftsgef\u00fcges.Die Umsetzung dieser Strategie der wirtschaftlichen Entwicklung beruht auf folgenden transversalen Richtlinien:\u2212 <i>Koordination der verschiedenen Politikbereiche:<\/i> Die Strategie der Wirtschaftsentwicklung konkretisiert die Vision des Staatsrats zur Entwicklung der Walliser Wirtschaft. Ihre Anwendung setzt die Koh\u00e4renz der vom Kanton angenommenen und umgesetzten Sachpolitiken voraus. Dabei schliesst sie alle Departemente und Dienststellen des Kantons mit ein.\u2212 <i>Nachhaltige Entwicklung unter Einhaltung der Agenda 21:<\/i> Bei der Realisierung der Vision m\u00fcssen die Prinzipien der nachhaltigen Entwicklung und der Agenda 21 eingehalten werden. Diese Prinzipien betreffen alle Schwerpunkte und strategischen Ziele (Transversalit\u00e4t). Ziel ist die konstante Verbesserung der kantonalen \u00d6kobilanz, d.h. der Auswirkungen der wirtschaftlichen Aktivit\u00e4t der Walliser Unternehmen auf die Umwelt.\u2212 <i>Intra- und interkantonale Kooperation:<\/i> Die kantonale Wirtschaftsentwicklung muss sich auf eine verst\u00e4rkte Zusammenarbeit mit anderen Kantonen st\u00fctzen. Um sich als starker interkantonaler Partner pr\u00e4sentieren zu k\u00f6nnen, braucht es einen starken inneren Zusammenhalt. Dieser Zusammenhalt kann nur mit einer vertieften Zusammenarbeit aller Leistungserbringer der verschiedenen Sprachteile des Kantons erreicht werden.&#13;<\/p>\n<h2>Neue Energiepolitik<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDas Wallis als Hauptproduzent von Energie aus Wasserkraft in der Schweiz will sich \u2013 speziell im Hinblick auf den Heimfall der Konzessionen und den Ausbau der erneuerbaren Energien \u2013 den neuen Herausforderungen der Energie- und Wirtschaftspolitik stellen. Die Regierung hat daher im Juli 2011 eine <i>Strategie Wasserkraft Kanton Wallis<\/i> aufgestellt, deren Ziel es ist, das diesbez\u00fcgliche Entwicklungspotenzial auszubauen. Dies kommt nicht nur der einheimischen, sondern auch der Schweizer Wirtschaft insgesamt zugute. Im Zusammenhang mit der Neuausrichtung seiner Energiepolitik hat der Kanton vor kurzem eine Strategie f\u00fcr die erneuerbaren Energien aufgestellt. Auch mit Blick auf die Energiestrategie 2050 des Bundes muss der traditionsreiche Energieproduzent Wallis einen einheitlichen Kurs fahren, um weiterhin eine tragende Rolle in diesem Bereich spielen zu k\u00f6nnen.&#13;<\/p>\n<h2>Fazit<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nMit der Annahme der Strategie zur &shy;kantonalen Wirtschaftsentwicklung hat der Staatsrat alle betroffenen Departemente damit beauftragt, in ihrem jeweiligen Zust\u00e4ndigkeitsbereich die Schwerpunkte dieser Strategie und ihre Massnahmen koordiniert einzuf\u00fchren. Diese \u00dcbernahme der Vorgehensweise durch alle Dienststellen der Kantonsverwaltung st\u00e4rkt die Beteiligung aller betroffenen Einheiten und stellt die Koh\u00e4renz mit den Sektoralstrategien sicher. Das Departement f\u00fcr Volkswirtschaft wird in Zusammenarbeit mit anderen Departementen eine regelm\u00e4ssige \u00dcberpr\u00fcfung im Zweijahresrhythmus durchf\u00fchren. Die integrierte Wirtschaftsstrategie verbindet im Rahmen des Raumplanungsprojekts Valais-Wallis auch die Einzelstrategien in den Bereichen Energie, Tourismus sowie Landwirtschaft und Weinbau miteinander. Durch diesen Willen zur Koh\u00e4renz will das Wallis die Grundlagen zur Schaffung eines nachhaltigen Wohlstands im Sinne seiner Zielsetzung als \u00abZukunftsland Wallis\u00bb sicherstellen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nGrafik 1: \u00abUnternehmensentwicklung im Wallis\u00bb&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nTabelle 1: \u00abAktionsfelder der Regionalpolitik\u00bb&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nKasten 1: Das Projekt Tourismus 2015 und Valais\/Wallis Promotion&#13;<\/p>\n<h3>Das Projekt Tourismus 2015 und Valais\/Wallis Promotion<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\nDer Tourismus und die branchenbergreifende Vermarktung nehmen eine besondere Stellung ein. F\u00fcr den im Kanton Wallis enorm wichtigen Tourismus hat die Regierung das Projekt Tourismus 2015 erarbeitet. Mit diesem Projekt sollen die notwendigen Reformen durchgef\u00fchrt werden, um die Stellung des Wallis als eine der weltweit f\u00fchrenden alpinen Tourismusdestinationen zu festigen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nAuf Vorschlag des Departements f\u00fcr Volkswirtschaft will die Walliser Regierung ausserdem ein Instrumentarium f\u00fcr die koordinierte, professionelle und qualitative Vermarktung aller Walliser Wirtschaftszweige zugunsten des Tourismus und der Wirtschaft schaffen. Diese Struktur einer gemeinsamen branchen\u00fcbergreifenden Vermarktung unter der Bezeichnung Valais\/Wallis Promotion mit einem Jahresbudget von ca. 10 Mio. Franken wird alle Marketingkompetenzen der Dachverb\u00e4nde von Tourismus, Landwirtschaft, Handel und Industrie unter einem Dach vereinen, um das \u00abProdukt Wallis\u00bb integral zu verkaufen. Diese Zusammenf\u00fchrung der Kr\u00e4fte ist eine Schl\u00fcsseletappe f\u00fcr die kantonale Vermarktung. 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