{"id":119259,"date":"2012-12-01T12:00:00","date_gmt":"2012-12-01T12:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2012\/12\/salame-2\/"},"modified":"2023-08-23T23:25:38","modified_gmt":"2023-08-23T21:25:38","slug":"salame","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2012\/12\/salame\/","title":{"rendered":"Energiepolitik der Weltbank in Afrika: \u2028Eine Chance f\u00fcr den privaten Sektor"},"content":{"rendered":"<p>Die afrikanischen L\u00e4nder s\u00fcdlich der Sahara (Sub-Sahara-Afrika) leiden unter chronischem Energiemangel. Die reichlich vorhandenen energetischen Reserven werden noch viel zu wenig genutzt. Die Weltbank ist mit ihrer starken Pr\u00e4senz vor Ort und ihren grossen Kapazit\u00e4t im Bereich &shy;Investitionen und technische Unterst\u00fctzung gut positioniert, um\u00a0zur Ausweitung und nachhaltigen Bewirtschaftung des afrikanischen Energiesektors beizu&shy;tragen. Wichtig ist dabei eine enge Zusammenarbeit mit dem &shy;privaten Sektor, dem eine tragende Rolle im Energiebereich zukommt. <img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"article_rect\" src=\"\/dynBase\/images\/article_rect\/201212_18_Salame_01.eps.jpg\" alt=\"\" width=\"370\" height=\"278\" \/>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie Weltbankgruppe h\u00e4lt den allgemeinen Zugang zu Energie und die zuverl\u00e4ssige Stromversorgung f\u00fcr eine wesentliche Voraussetzung einer nachhaltigen Entwicklung. Anl\u00e4sslich des Rio+20-Gipfels vom Juni 2012 hat sich die Weltbank der UNO-Initiative <i>Nachhaltige Energie f\u00fcr alle<\/i> ange&shy;schlossen. Die Initiative verlangt von den Regierungen, den Unternehmen und der Zivilgesellschaft, bis 2030 folgende Ziele zu &shy;realisieren:\u2212 Gew\u00e4hrleistung eines allgemeinen Zugangs zu Elektrizit\u00e4t;\u2212 Erh\u00f6hung des Anteils nachhaltiger Energien von heute 15% auf 30%;\u2212 Verdoppelung des Grades der Verbesserung bei der Energieeffizienz.Die Weltbank hat sich speziell daf\u00fcr engagiert, die Hebelung ihrer j\u00e4hrlichen Kredite im Energiesektor auf 16 Mrd. US-Dollar zu verdoppeln.&#13;<br \/>\nDie Weltbank hat in den vergangenen f\u00fcnf Jahren j\u00e4hrlich rund 8 Mrd. US-Dollar im Energiesektor investiert und dabei in etwa die gleiche Summe bei anderen Quellen mobilisiert (z.B. regionale Entwicklungsbanken, Privatsektor usw.). Die Weltbank wird ihr Engagement im Energie&shy;sektor im gleichen Rahmen halten. Sie hofft aber, die &shy;Mobilisierung bei anderen Quellen auf 16 Mrd. US-Dollar zu verdoppeln. Mit diesen zus\u00e4tzlichen Mitteln sollen die L\u00e4nder bei der Definition ihren Energieerschliessungspl\u00e4ne unterst\u00fctzt und 250 Mio. Menschen in Afrika mit Elektrizit\u00e4t zu einem erschwinglichen Preis versorgt werden.&#13;<br \/>\nWorld Bank Board Oral Briefing on Rio Plus 20. Juli 2012, Diapositiv 9.Im vorliegenden Artikel werden zun\u00e4chst die Gr\u00fcnde f\u00fcr die verst\u00e4rkten Investitionen im Energiesektor von Sub-Sahara-Afrika und die Ausrichtung der regionalen Engagements erl\u00e4utert. Anschliessend wird erkl\u00e4rt, welche Arten von Projekten unterst\u00fctzt werden. Schliesslich wird die Anwendung \u00f6ffentlich-privater Partnerschaften (<i>Public Private Partnerships, PPP<\/i>) vorgestellt und erkl\u00e4rt, welche Chancen sich f\u00fcr den privaten Sektor daraus ergeben.&#13;<\/p>\n<h2>Gr\u00fcnde f\u00fcr eine verst\u00e4rkte Pr\u00e4senz<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nEnergie ist ein zentraler Faktor f\u00fcr die wirtschaftliche Entwicklung und die Armutsreduktion. Alle Wirtschaftsbereiche \u2013 vom Transport von G\u00fctern und Personen \u00fcber die Stromversorgung von Industrie, Handel und Landwirtschaft bis hin zu sozialen Dienstleistungen wie Bildung und Gesundheit \u2013 sind davon abh\u00e4ngig.Sub-Sahara-Afrika leidet unter einer ausgepr\u00e4gten Energiearmut. Der Elektrifizierungsgrad betr\u00e4gt hier nur gerade 30% und ist damit der tiefste der Welt. Um das An&shy;gebot mit der Nachfrage in Einklang zu &shy;bringen, die grenz\u00fcberschreitenden Energielieferungen zu steigern und den Elektrifizierungsgrad in Sub-Sahara-Afrika um 10% zu erh\u00f6hen, br\u00e4uchte es Investitionen von gesch\u00e4tzten 40 Mrd. US-Dollar pro Jahr. Gegenw\u00e4rtig werden nur rund 11 Mrd. US-Dollar j\u00e4hrlich daf\u00fcr investiert.&#13;<br \/>\nSiehe <a href=\"http:\/\/www.worldbank.org\">http:\/\/www.worldbank.org<\/a>Dabei verf\u00fcgt Sub-Sahara-Afrika \u00fcber immense ungenutzte Energieressourcen. Nur 10% des Potenzials an Wasserkraft des Subkontinents wurden bisher genutzt.&#13;<br \/>\nVgl. World Bank Group Infrastructure Strategy Update FY12-FY15, S.34. Die Region k\u00f6nnte 9000 Megawatt an geothermischer Energie erzeugen.&#13;<br \/>\nVgl. The AU\/NEPAD African Action Plan 2010\u20132015: &shy;Advancing Regional and Continental Integration of &shy;Africa, S.5. Die meisten afrikanischen K\u00fcstenl\u00e4nder w\u00fcrden sich auch sehr gut f\u00fcr die Produktion von Windenergie eignen. Hinzu kommen grosse \u00d6l- und Gasvorkommen.&#13;<\/p>\n<h2>Ausrichtung des Engagements der &shy;Weltbank<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nUm den Herausforderungen zu begegnen, engagiert sich die Weltbank \u2013 zusammen mit den Geberl\u00e4ndern \u2013 auf vier Ebenen:\u2212 beim Erstellen oder Renovieren von Energieinfrastruktur;\u2212 bei der Mobilisierung von Finanzmitteln im privaten Sektor;\u2212 bei der St\u00e4rkung der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung (Governance) von Elektrizit\u00e4tsunternehmen;\u2212 bei der Unterst\u00fctzung von Reformen im Bereich Energiepolitik, um die fiskalische Nachhaltigkeit der Stromproduktion zu erh\u00f6hen. Anl\u00e4sslich der Revision ihrer Strategie im Bereich Energieinfrastruktur im Dezember 2011 hat die Weltbank beschlossen, in gr\u00f6ssere und komplexere Projekte mit regionaler oder sogar globaler Dimension zu investieren. Ausserdem sollen ihre Partnerschaften mit anderen Entwicklungsbanken und dem privaten Sektor verst\u00e4rkt werden.K\u00fcrzlich hat die <i>International Development Agency (IDA)<\/i> \u2013 die Weltbank-Agentur f\u00fcr die \u00e4rmsten L\u00e4nder \u2013 eine Investition in den <i>Energiepool f\u00fcr Westafrika<\/i> get\u00e4tigt. Dies ist ein gutes Beispiel f\u00fcr eines der \u00abtransformatorischen\u00bb Projekte, welche die Weltbank in den n\u00e4chsten Jahren verst\u00e4rkt f\u00f6rdern will. Die Exekutivdirektoren der Weltbank haben im Mai 2012 einen zinslosen Kredit \u00fcber 145\u00a0Mio. US-Dollar und eine Spende in der H\u00f6he von 31,5 Mio. US-Dollar f\u00fcr zwei Projekte im Rahmen des Energiepools f\u00fcr Westafrika gesprochen. Die Mittel werden zur Steigerung der Energieproduktion und Kostensenkung in der Elfenbeink\u00fcste, Liberia, Sierra Leone und Guinea eingesetzt. Die erste Tranche ist zur Finanzierung der Infrastruktur einer \u00dcbertragungsleitung durch die vier L\u00e4nder \u00fcber eine Distanz von 1349 Kilometer bestimmt. Die zweite Tranche dient der Durchf\u00fchrung technischer und analytischer Vorstudien zum Bau von Wasserkraftwerken, welche ihren Strom dereinst \u00fcber die Leitung transportieren sollen.&#13;<br \/>\nVgl. World Bank Project Appraisal Document, Liberia \u2013 West African Power Pool (WAPP) \u2013 C\u00f4te d\u2019Ivoire, Sierra Leone, Liberia and Guinea (CLSG) Power Interconnection Project and West African Power Pool \u2013 Integration and Technical Assistance Project (APL I), 31. Mai 2012.Die Projekte richten sich an ausgew\u00e4hlte afrikanische L\u00e4nder, welche Konfliktsituationen hinter sich haben und zu den \u00e4rmsten L\u00e4ndern der Welt z\u00e4hlen. Die Stromnetze in Liberia, Sierra Leone und Guinea weisen einen dringenden Renovations- und Ausbaubedarf auf. Mit dem Bau der \u00dcbertragungsleitung kann der Zugang der Haushalte und Unternehmen zu Elektrizit\u00e4t erheblich verbessert werden; gleichzeitig erm\u00f6glicht sie signifikante Kosteneinsparungen. Die Projekte erlauben die Integration der Stromnetze der beteiligten L\u00e4nder sowie die Erh\u00f6hung des Stromangebots und der Zuverl\u00e4ssigkeit der Stromversorgung. Der Verbund wird den Verbrauch an fossilen Brennstoffen in den vier L\u00e4ndern reduzieren und \u00fcber die gesamte Projektdauer 5,6 Mio. Tonnen CO2-Emissionen vermeiden.Parallel zur Finanzierung des Energiepools Westafrika arbeitet die Weltbank eng mit den verantwortlichen Regierungsstellen zusammen, um mittels Reformen der staatlichen Energiepolitiken und der Governance von Stromversorgungsunternehmen die finanzielle Nachhaltigkeit der Infrastrukturen zu verbessern. Da Strom oft stark subventioniert wird, bekunden die \u00f6ffentlichen Institutionen M\u00fche mit der Instandhaltung bestehender und der Finanzierung neuer Installationen. Darum ist es wichtig, die Subventionen gezielter einzusetzen und vorsichtig herunterzufahren. Solche Massnahmen sind jedoch umstritten und k\u00f6nnen gar die politische Stabilit\u00e4t der L\u00e4nder gef\u00e4hrden. Die Weltbank unterst\u00fctzt deshalb betroffene L\u00e4nder dabei, die Subventionen am richtigen Ort einzusetzen und Auffangnetze f\u00fcr die \u00e4rmsten Bev\u00f6lkerungsgruppen aufzubauen. Um den Betroffenen die Vorteile der Reformen n\u00e4herzubringen, setzt sie sich f\u00fcr die Durchf\u00fchrung von Konsultations- und Informationskampagnen ein. Die Governance der Stromversorgungsunternehmen will die Weltbank verbessern, indem sie einen klaren juristischen, vertraglichen und fiskalischen Rahmen schafft.&#13;<\/p>\n<h2>F\u00f6rderung sauberer Energien<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie Weltbank setzt sich daf\u00fcr ein, dass die Nutzung sauberer Energien in Sub-Sahara-Afrika erleichtert wird. Gef\u00f6rdert werden in erster Linie Wasserkraft sowie geo- und solarthermische Energien. Fossile Energien (Erd\u00f6l, Kohle und Erdgas) werden von der Weltbank nur sehr vorsichtig und nach einer sorgf\u00e4ltigen Abw\u00e4gung der Kosten und aller Optionen unterst\u00fctzt. Die Bed\u00fcrfnisse der Kunden werden dabei ebenso ber\u00fccksichtigt wie die vorhandenen Energieressourcen und Kapazit\u00e4ten. Nur wenn es finanziell und technisch nicht gelingt, die Energieversorgung mittelfristig mit erneuerbaren Energien sicherzustellen, kommen fossile Energien zum Zug. Die ausgew\u00e4hlten Projekte m\u00fcssen bez\u00fcglich des Wirkungsgrades auf dem neuesten technologischen Stand sein und den Ausstoss an Treibhausgasen m\u00f6glichst tief halten.Das Wasserkraftprojekt Lom Pangar in Kamerun illustriert gut den komparativen Vorteil von grossen Projekten mit bedeutenden sozialen und \u00f6kologischen Auswirkungen. Die Exekutivr\u00e4te der Weltbank haben im M\u00e4rz 2012 Investitionen in der H\u00f6he von 132 Mio. US-Dollar zum Nullzins f\u00fcr den Bau eines Staudamms beschlossen. Damit soll die hydroelektrische Kapazit\u00e4t des Flusses Sanaga um 40% gesteigert, die Stromproduktion der zwei bestehenden Wasserkraftanlagen um 120 MW erh\u00f6ht und der Anschluss ans Stromnetz f\u00fcr 5 Mio. Kameruner verbessert sowie die Kosten gesenkt werden. Kamerun ist das Land mit dem drittgr\u00f6ssten Potenzial an Wasserkraft in Afrika; es wird auf 12\u2009000 MW gesch\u00e4tzt, davon 50% allein im Einzugsgebiet des Sanaga.&#13;<br \/>\nVgl. World Bank Project Appraisal Document, Cameroon-Lom Pangar Hydropower Project, 27. M\u00e4rz 2012.Das Lom-Pangar-Projekt hat jedoch auch betr\u00e4chtliche soziale und \u00f6kologische Folgen. Der geplante Stausee wird eine Fl\u00e4che von 540 km2 an Regenwald \u00fcberfluten, in dem 6700 Menschen leben und der eine &shy;bedeutende tropische Fauna beherbergt. &shy;Zudem wird die Pipeline Tschad-Kamerun &shy;teilweise unter Wasser verlaufen. Um die potenziellen Auswirkungen auf die betroffene Bev\u00f6lkerung zu reduzieren, hat die Weltbank intensive Gespr\u00e4che in der Planungsphase des Projekts gef\u00fchrt. Sie unterst\u00fctzt die Umsiedlung der betroffenen Personen und stellt ihnen eine neue Unterkunft, aber auch Agrarland zur Verf\u00fcgung.&#13;<br \/>\nEbd., Annex 6: Environmental and Social Safeguards, S.115. Die in der N\u00e4he des Staudamms lebenden Gorillas werden von Wildh\u00fctern \u00fcberwacht, um das Wildern und die illegale Abholzung zu unterbinden. Bez\u00fcglich der Pipeline hat die Eigent\u00fcmerin, die Cameroon Oil Transportation Company (Cotco), eine Sozial- und Umweltfolgenanalyse durchgef\u00fchrt sowie einen Notfallplan f\u00fcr den Fall einer \u00d6lpest aufgestellt, der den Anspr\u00fcchen der Weltbank gen\u00fcgt.&#13;<br \/>\nEbd., S.41.&#13;<\/p>\n<h2>Public Private Partnerships<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nSeit Anfang der 1990er-Jahre waren PPP eine wichtige Finanzierungsquelle f\u00fcr den Energiesektor in Sub-Sahara-Afrika. Da die \u00f6ffentlichen Mittel oft nicht ausreichten, um die Energieproduktion zu steigern und die wenig leistungsf\u00e4higen Anlagen zu unterhalten, haben sich die Staaten zur Kompensation der fehlenden Mittel an den privaten Sektor gewandt. Die Weltbank und andere bilaterale und multilaterale Partner haben die Sub-Sahara-Staaten dabei unterst\u00fctzt, ihren rechtlichen Rahmen im Hinblick auf eine leichtere Gr\u00fcndung von PPP anzupassen. In den letzten Jahrzehnten waren PPP sowohl in Europa wie auch in Afrika nicht immer von Erfolg gekr\u00f6nt. Doch eine Reihe von Untersuchungen haben dazu beigetragen, die richtigen Schl\u00fcsse aus den Erfahrungen zu ziehen. Die Forschung tendiert heute zu einem Konsens dar\u00fcber, dass die wesentlichen Erfolgsfaktoren bei Energieprojekten in Afrika folgende sind: \u2212 ein g\u00fcnstiges Investitionsklima;\u2212 eine klare Rechtslage bei Vertr\u00e4gen und \u00f6ffentlichen Beschaffungsm\u00e4rkten;\u2212 lokal verf\u00fcgbare Energieressourcen zu konkurrenzf\u00e4higen Preisen;\u2212 dass die Risiken von denjenigen getragen werden, die sie am besten kontrollieren k\u00f6nnen;\u2212 das volle Engagement der Partner in der PPP.&#13;<br \/>\nVgl. Anton Eberhard und Katharine Nawal Gratwick, IPP in Sub-Saharan Africa: Determinants of Success; Peter Farlam, Assessing Public Private Partnerships in Africa, NEPAD Policies Focus Series; World Bank Institute, Public Private Partnerships, Reference Guide.Das Projekt eines Gaskraftwerks in Kribi (Kamerun) ist ein gutes Beispiel f\u00fcr die Art und Weise, wie PPP im afrikanischen Energiesektor von der Weltbank unterst\u00fctzt werden. Das Projekt, das im November 2011 vom Exekutivrat angenommen wurde, besteht in einem thermischen Gaskraftwerk&#13;<br \/>\nDie Weltbank unterst\u00fctzt dieses Erdgas-Projekt, weil die Wasserkraftprojekte \u2013 wie Lom Pangar \u2013 erst ab 2015 wirksam werden. Thermische Gaskraftwerke stellen kurzfristig die billigste L\u00f6sung zur \u00dcberbr\u00fcckung dar. mit 216 MW Leistung und einer \u00dcbertragungsleitung von 100 Kilometern L\u00e4nge, welche eine zuverl\u00e4ssige Stromversorgung f\u00fcr \u00fcber 160\u2009000 Haushalte in Kamerun gew\u00e4hrleistet. Im Rahmen dieses Projekts hat die IDA eine Garantie von 82 Mio. US-Dollar unterzeichnet, dank der lokale Gesch\u00e4ftsbanken den Energiesektor erstmals mit &shy;langfristigen Krediten versorgen und ihre Finanzierungskapazit\u00e4ten st\u00e4rken k\u00f6nnen. Eines der Ziele ist es, die Einnahmen der Versorger in lokaler W\u00e4hrung zu erh\u00f6hen und die Endverbraucher von den Unw\u00e4gbarkeiten der Wechselkursschwankungen zu sch\u00fctzen. Die <i>International Finance Corporation (IFC)<\/i>, welche innerhalb der Weltbank-Gruppe f\u00fcr die Finanzierung des Privat&shy;sektors zust\u00e4ndig ist, hat der <i>Kribi Power Development Company<\/i> einen Kredit von 86\u00a0Mio. US-Dollar zur Realisierung dieses Projekts zugesprochen.Parallel dazu hat die Weltbank in den letzten Jahren eng mit der Regierung von Kamerun zusammengearbeitet, um die Governance und Effizienz im Energiesektor zu verbessern sowie die Beteiligung des privaten Sektors zu erh\u00f6hen. Im Rahmen der Reform der Energiepolitik war sie beratend t\u00e4tig. Zudem hat sie eine Vielzahl von Projekten zur technischen Unterst\u00fctzung im Hinblick auf die Verbesserung der finanziellen Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung &shy;des Sektors betreut, eine Tiefkosten-Energieplanung angeregt, bei der Einf\u00fchrung von kostendeckenden Stromtarifen mitgewirkt und gute Praktiken f\u00fcr Vertr\u00e4ge bei \u00f6ffentlichen Beschaffungen f\u00fcr das Projekt Kribi etabliert.&#13;<\/p>\n<h2>Fazit<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie Energieressourcen in Sub-Sahara-\u2028Afrika sind zu einem grossen Teil noch ungenutzt. Dennoch herrscht in der Region Energieknappheit. Daraus ergibt sich ein enormes Potenzial f\u00fcr grosse Investitionen zur Erschliessung der Energiekapazit\u00e4ten vieler L\u00e4nder und den Anschluss aller afrikanischen Haushalte ans Stromnetz. Die Weltbank ist mit ihrer Pr\u00e4senz vor Ort sowie ihren Kapazit\u00e4ten bez\u00fcglich Investitionen, Beratung und technischer Hilfe sehr gut positioniert, um die Erweiterung und nachhaltige Bewirtschaftung des Energiesektors der afrikanischen L\u00e4nder s\u00fcdlich der Sahara begleiten zu k\u00f6nnen. Da die Finanzierung durch die \u00f6ffentliche Hand und die Entwicklungsbanken oft nicht gen\u00fcgt, nimmt der private Sektor diesbez\u00fcglich eine zentrale Rolle ein. Die Schweizer Unternehmen verf\u00fcgen ihrerseits \u00fcber grosse M\u00f6glichkeiten und viel einschl\u00e4giges Know-how. Sie sollten ihre Chance nutzen (siehe <i>Kasten 1<\/i>&#13;<\/p>\n<h3>Zusammenarbeit mit der Weltbank<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\nBei der Suche nach Gesch\u00e4ftsm\u00f6glichkeiten lohnt es sich, zum Einstieg den Resource Guide zu konsultieren: <a href=\"http:\/\/www.worldbank.org\">http:\/\/www.worldbank.org<\/a>, Rubriken \u00abBusinesses\u00bb, \u00abOperational Procurement\u00bb, \u00abReference Guide to Consulting, Supply and Contracting Opportunities in Projects financed by the World Bank\u00bb. Dieser pr\u00e4sentiert einen Lebenszyklus der Weltbank-Projekte, die Regeln f\u00fcr \u00f6ffentlich Beschaffungen und die Gesch\u00e4ftsm\u00f6glichkeiten im Rahmen von Weltbank-Projekten.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nBeraterinnen und Berater k\u00f6nnen sich an folgende Seite wenden: <i><a href=\"https:\/\/wbgeconsult2.worldbank.org\/wbgec\/index.html\">https:\/\/wbgeconsult2.worldbank.org\/wbgec\/index.html<\/a><\/i>. Hier sind die Mandate aufgelistet, welche die Weltbank zu vergeben gedenkt, und es besteht die M\u00f6glichkeit, sich direkt bewerben zu k\u00f6nnen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nF\u00fcr weitergehende Informationen zum B\u00fcro des Schweizer Exekutivdirektors bei der Weltbank siehe <i><a href=\"http:\/\/www.worldbank.org\">http:\/\/www.worldbank.org<\/a><\/i>, \u00abAbout\u00bb, \u00abLeadership\u00bb, \u00abBoards of Directors\u00bb, \u00abCountry: Switzerland\u00bb oder \u00abOffice code: eds24\u00bb ausw\u00e4hlen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n).&#13;<br \/>\nKasten 1: Zusammenarbeit mit der Weltbank&#13;<\/p>\n<h3>Zusammenarbeit mit der Weltbank<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\nBei der Suche nach Gesch\u00e4ftsm\u00f6glichkeiten lohnt es sich, zum Einstieg den <i>Resource Guide<\/i> zu konsultieren: <i><a href=\"http:\/\/www.worldbank.org\">http:\/\/www.worldbank.org<\/a><\/i>, Rubriken \u00abBusinesses\u00bb, \u00abOperational Procurement\u00bb, \u00abReference Guide to Consulting, Supply and Contracting Opportunities in Projects financed by the World Bank\u00bb. Dieser pr\u00e4sentiert einen Lebenszyklus der Weltbank-Projekte, die Regeln f\u00fcr \u00f6ffentlich Beschaffungen und die Gesch\u00e4ftsm\u00f6glichkeiten im Rahmen von Weltbank-Projekten.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nBeraterinnen und Berater k\u00f6nnen sich an folgende Seite wenden: <i><a href=\"https:\/\/wbgeconsult2.worldbank.org\/wbgec\/index.html\">https:\/\/wbgeconsult2.worldbank.org\/wbgec\/index.html<\/a><\/i>. Hier sind die Mandate aufgelistet, welche die Weltbank zu vergeben gedenkt, und es besteht die M\u00f6glichkeit, sich direkt bewerben zu k\u00f6nnen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nF\u00fcr weitergehende Informationen zum B\u00fcro des Schweizer Exekutivdirektors bei der Weltbank siehe <i><a href=\"http:\/\/www.worldbank.org\">http:\/\/www.worldbank.org<\/a><\/i>, \u00abAbout\u00bb, \u00abLeadership\u00bb, \u00abBoards of Directors\u00bb, \u00abCountry: Switzerland\u00bb oder \u00abOffice code: eds24\u00bb ausw\u00e4hlen.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die afrikanischen L\u00e4nder s\u00fcdlich der Sahara (Sub-Sahara-Afrika) leiden unter chronischem Energiemangel. Die reichlich vorhandenen energetischen Reserven werden noch viel zu wenig genutzt. 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