{"id":119274,"date":"2012-12-01T12:00:00","date_gmt":"2012-12-01T12:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2012\/12\/schneider-6\/"},"modified":"2023-08-23T23:25:52","modified_gmt":"2023-08-23T21:25:52","slug":"schneider-5","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2012\/12\/schneider-5\/","title":{"rendered":"Grundlagen und Instrumente der verantwortungsvollen \u2028Unternehmensf\u00fchrung"},"content":{"rendered":"<p>Die vergangenen Jahre k\u00f6nnen als Schl\u00fcsseljahre f\u00fcr die Entwicklung der verantwortungsvollen Unternehmensf\u00fchrung (Corporate Social Responsibility, CSR) betrachtet werden. Parallel zur Weiterentwicklung bestehender Instrumente und Standards entstanden neue internationale Referenzwerke. Das erneuerte Rahmenwerk international anerkannter CSR-Instrumente umschreibt die globalen Leitplanken f\u00fcr nachhaltig und verantwortungsvoll handelnde Unternehmen. In diesem Artikel werden die internationalen Referenzstandards und die wichtigsten Merkmale weiterer CSR-Instrumente sowie die aktuellen Herausforderungen bei der Umsetzung der Unternehmensverantwortung dargestellt. Zudem wird die Rolle der Politik diskutiert.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"article_rect\" src=\"\/dynBase\/images\/article_rect\/201212_04_Schneider_01.eps.jpg\" alt=\"\" width=\"370\" height=\"246\" \/>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nSeit Herbst 2010 wurden innerhalb eines knappen Jahres bedeutende internationale CSR-Koordinaten neu ausgerichtet. Der Publikation der <i>Norm ISO 26000 zur gesellschaftlichen Verantwortung von Organisationen<\/i> im November 2010 folgte die Aktualisierung der <i>OECD-Leits\u00e4tze f\u00fcr multinationale Unternehmen<\/i> im Mai 2011 und die Ver\u00f6ffentlichung der <i>UNO-Leitlinien f\u00fcr Wirtschaft und Menschenrechte<\/i> im Juni 2011. Im Oktober 2011 pr\u00e4sentierte die EU-Kommission schliesslich eine neue CSR-Strategie, welche die Weiterentwicklungen des internationalen CSR-Rahmens fortf\u00fchrt und in ihren Aktionsplan f\u00fcr die EU-Staaten integriert.&#13;<br \/>\nVgl. Mitteilung der EU-Kommission \u00fcber eine neue EU-CSR-Strategie (2011\u20132014), KOM(2011)681 endg\u00fcltig.Diese dynamische Entwicklung des Konzepts der verantwortungsvollen Unternehmensf\u00fchrung ist nicht zuf\u00e4llig. Seit der \u2028Jahrtausendwende hat sich das weltwirtschaftliche Umfeld rasch und tiefgreifend ver\u00e4ndert. Neben der fortschreitenden Globalisierung der Unternehmen und M\u00e4rkte haben insbesondere Konzerne und Investoren aus den aufstrebenden Schwellenl\u00e4ndern Asiens und Lateinamerikas stark an Bedeutung gewonnen. Die Unternehmen befinden sich in einem globalen Wettbewerb um den Zugang zu Rohstoffen und Absatzm\u00e4rkten. Gleichzeitig stehen sie vor \u00f6kologischen und sozialen Herausforderungen wie der Klima&shy;erw\u00e4rmung oder der Korruption, welche ebenfalls ein globales Ausmass haben. Die Bew\u00e4ltigung dieser Herausforderungen ist eine Aufgabe, die prim\u00e4r im staatlichen Aufgabenbereich liegt. Dazu geh\u00f6rt, die geeigneten Rahmenbedingungen abzustecken und daf\u00fcr zu sorgen, dass die regulierten und dadurch verbindlichen Anforderungen an die Unternehmen durchgesetzt werden. Es kann nicht die Aufgabe der Unternehmen sein, regulatorische oder institutionelle M\u00e4ngel zu kompensieren.&#13;<\/p>\n<h2>Beitrag der Unternehmen zur &shy;nachhaltigen Entwicklung<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nGleichwohl k\u00f6nnen Unternehmen einen bedeutenden Beitrag zur konkreten Um&shy;setzung staatlicher Ziele leisten. Durch eine verantwortungsvolle Unternehmensf\u00fchrung unterst\u00fctzen sie die nachhaltige Entwicklung, indem sie beispielsweise ihren Ressourcenbedarf verringern oder durch eine sorgf\u00e4ltige Selektion und regelm\u00e4ssige \u00dcberpr\u00fcfung ihrer Lieferkette die verantwortungsvolle Unternehmensf\u00fchrung auch bei ihren Zulieferern f\u00f6rdern. Dabei wenden Unternehmen h\u00e4ufig Standards an, die in schwach regulierten Staaten \u00fcber die Anforderungen lokaler Gesetze hinaus gehen. Die Zunahme von Unternehmenskodizes und CSR-Strategien wie auch die namhafte \u2028Beteiligung von Unternehmen und ihrer Verb\u00e4nde an der Ausarbeitung neuer Standards sind ein Zeichen des Beitrags der Wirtschaft an ein nachhaltiges Wirtschaftswachstum.Verschiedene Gr\u00fcnde sprechen f\u00fcr das Engagement der Wirtschaft. Langfristig &shy;planende Unternehmen messen aus wirtschaftlichem Eigeninteresse der nachhaltigen Unternehmensf\u00fchrung eine besondere Bedeutung zu. Sie sichern sich dadurch den langfristigen Zugang zu Rohstoffen, Arbeitskr\u00e4ften und Konsumenten. Zahlreiche Unternehmen sch\u00e4tzen auch die Flexibilit\u00e4t freiwilliger Standards (<i>Soft Law<\/i>), mit denen sie in ihrem Gesch\u00e4ftsbereich \u00fcber die Grenzen von Jurisdiktionen hinweg auf soziale, \u00f6kologische und wirtschaftliche Herausforderungen ihrer T\u00e4tigkeit eingehen k\u00f6nnen \u2013 und dies rascher als mittels nationaler gesetzlicher Vorschriften (<i>Hard Law<\/i>). Das Engagement der Wirtschaft f\u00fcr CSR korreliert ebenfalls mit der Erwartungshaltung von Kunden und Konsumenten, die immer mehr Wert auf nachhaltig produzierte G\u00fcter legen.&#13;<\/p>\n<h2>Das Konzept der verantwortungsvollen Unternehmensf\u00fchrung<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nCSR ist, wie andere sozialwissenschaftliche Denkmodelle, kein statisches Konzept, sondern entwickelt sich dynamisch und kontextabh\u00e4ngig weiter. Gewisse Gepflogenheiten \u2013 wie die hierzulande etablierte Sozialpartnerschaft \u2013 bestanden lange bevor das Konzept der Unternehmensverantwortung in die Unternehmensstrategien Eingang fand und als CSR deklariert wurde. Ausserdem k\u00f6nnen Regeln, die in den westlichen Industriestaaten durch weitreichende Umwelt- und Sozialgesetzgebungen festgelegt sind, in anderen Staaten als CSR gelten, wenn sie dort von den Unternehmen ohne gesetzlichen Zwang auf freiwilliger Basis angewendet werden. Diverse meist englischsprachige Fachausdr\u00fccke versuchen, der dynamischen Natur des Konzepts gerecht zu werden. Als gel\u00e4ufigste Bezeichnung wird der Begriff <i>Corporate Social Responsibility<\/i> (soziale Verantwortung von Unternehmen) verwendet. Der Fachausdruck Triple Bottom Line&#13;<br \/>\nDie Bottom Line ist der Schlussstrich unter die Gewinn und Verlustrechnung. verweist auf den \u00f6konomischen, \u00f6kologischen und sozialen Mehrwert, den ein verantwortungsvoll handelndes Unternehmen schafft. Neben CSR sind auch der Begriff <i>Corporate Responsibility<\/i> (Unternehmensverantwortung)&#13;<br \/>\nJe nach Interpretation umfasst Corporate Responibility neben CSR auch die Corporate Governance (Ordnungsrahmen f\u00fcr die Leitung und \u00dcberwachung eines Unternehmens) und das gesellschaftliche Engagement, bzw. philantrophische Aktivi&shy;t\u00e4ten eines Unternehmens (Corporate Citizenship). oder der von der OECD propagierte Ausdruck <i>Responsible Business Conduct<\/i> (verantwortliche Unternehmensf\u00fchrung). Einige Unternehmen umschreiben ihre CSR-Politik zudem als gemeinsame Wertsch\u00f6pfung des Unternehmens und seiner Anspruchsgruppen (<i>Stakeholder<\/i>) und bezeichnen diesen Prozess als <i>Creating Shared Value (CSV)<\/i>.Die unterschiedlichen Bezeichnungen &shy;haben gemeinsam, dass sie die Verantwortung der Unternehmen gegen\u00fcber ihren Stakeholdern hervorheben. Dabei ber\u00fccksichtigen Unternehmen ohne gesetzlichen Zwang \u2013 neben den \u00f6konomischen Aspekten \u2013 auch soziale und umweltrelevante Gesichtspunkte ihrer Gesch\u00e4ftst\u00e4tigkeit, welche direkte Auswirkungen auf ihre Stakeholder haben k\u00f6nnen. Die Integration der CSR als Kernbestandteil in die Unternehmensstrategie ist eine wesentliche Voraussetzung daf\u00fcr, dass es gelingt, die \u00f6konomischen, \u00f6kologischen und sozialen Interessen zu verbinden. Viele Unternehmen haben zur Umsetzung der Unternehmensverantwortung eigene Verhaltenskodizes und CSR-Standards definiert. Einige beteiligen sich auch an sektorspezifischen Initiativen oder suchen im Rahmen eines Multi-Stakeholder-Dialogs nach L\u00f6sungsans\u00e4tzen, die von den betroffenen Interessensgruppen mitgestaltet und getragen werden. Da eine umfassende \u00dcbersicht der CSR-Instrumente den Rahmen dieses Artikels sprengen w\u00fcrde, werden an dieser Stelle nur die wichtigsten Grundtypen charakterisiert:&#13;<br \/>\nVgl. Unctad, World Investment Report 2011, S. 111-113.\u2212 <i>Standards zwischenstaatlicher Organisationen:<\/i> Die massgebenden CSR-Standards, welche auf zwischenstaatlicher Ebene ausgearbeitet wurden, lassen sich an \u2028einer Hand abz\u00e4hlen. Dazu geh\u00f6ren die <i>OECD-Leits\u00e4tze f\u00fcr multinationale Unternehmen (OECD-Leits\u00e4tze)<\/i>, die <i>dreiglie&shy;drige Grundsatzerkl\u00e4rung \u00fcber multinationale Unternehmen und Sozialpolitik<\/i> der ILO und der <i>Global Compact<\/i> der UNO (vgl. <i>Tabelle 1<\/i>). Im Juni 2011 hat der UNO-Menschenrechtsrat ausserdem die <i>Leitlinien f\u00fcr Wirtschaft und Menschenrechte<\/i> gutgeheissen. Die Leitlinien <i>(Guiding Principles)<\/i> sind jedoch kein klassisches CSR-Instrument. Sie beruhen auf den drei Pfeilern <i>Protect, Respect and Remedy<\/i>, wovon nur der zweite sich ausschliesslich an die Unternehmen richtet. Der erste Pfeiler weist auf die Pflicht des Staates hin, die Menschenrechte zu sch\u00fctzen <i>(state duty to protect human rights);<\/i> der zweite illustriert die Verantwortung der Unternehmen, die Menschenrechte zu respektieren <i>(corporate responsibility to respect human rights)<\/i>. Der letzte Pfeiler fordert Mechanismen zur Wiedergutmachung und Streitbeilegung <i>(access to remedy)<\/i> und richtet sich sowohl an die Staaten als auch an Unternehmen, Indu&shy;strieverb\u00e4nde und Multi-Stakeholder-Initiativen. \u2212 <i>Multi-Stakeholder-Initiativen:<\/i>&#13;<br \/>\nAls Stakeholder gelten Anspruchsgruppen wie beispielsweise Konsumenten, lokale Bev\u00f6lkerungen, Nicht&shy;regierungsorganisationen (NGO) oder auch Mitarbeitende, die von wirtschaftlichen oder politischen Aktivit\u00e4ten und Entscheidungen beeinflusst werden oder diese selbst beeinflussen k\u00f6nnen. Bei derartigen Initiativen tragen Akteure aus Staat, Wirtschaft und Gesellschaft mit ihrer Sachkenntnis gemeinsam zur Umsetzung der Unternehmensverantwortung bei. Derzeit bestehen einige Dutzend Initiativen, wovon die umfassende Norm ISO 26000 zur gesellschaftlichen Verantwortung von Organisationen eines der aktuellsten Beispiele ist. Sie wurde im Rahmen einer Multi-Stakeholder-Initiative unter der \u00c4gide der Internationalen Organisation f\u00fcr Normung (ISO) erarbeitet. Auch der umfassende Leitfaden f\u00fcr die Nachhaltigkeits-Berichterstattung entstand im Rahmen der <i>Global Reporting Initiative (GRI)<\/i> in Kooperation zahlreicher Anspruchsgruppen. Multi-Stakeholder-Ini&shy;tiativen sind h\u00e4ufig sektorspezifische Standards, welche sich mit den charakteristischen Herausforderungen eines bestimmten Produktions- und Verarbeitungsprozesses auseinandersetzen, so zum Beispiel die <i>Extractive Industries Transparency Initiative (EITI)<\/i>, welche mit umfassenden Transparenzvorschriften die Bek\u00e4mpfung der Korruption und die gute Regierungsf\u00fchrung in rohstoffreichen Entwicklungsl\u00e4ndern unterst\u00fctzt. Weitere Beispiele sind der <i>Kimberley-Prozess<\/i> zur Unterbindung des Handels mit Konfliktdiamanten oder die OECD-Anleitung zur Umsetzung der Sorgfaltspflicht in der Rohstoff-Lieferkette <i>(OECD Due Diligence Guidance<\/i>&#13;<br \/>\nOECD Due Diligence Guidance for Responsible Supply Chains of Minerals from Conflict-Affected and High-Risk Areas.). Die Anleitung wurde in einem Multi-Stakeholder-Prozess unter der \u00c4gide der OECD ausgearbeitet. Sie unterst\u00fctzt die in Konfliktgebieten t\u00e4tigen Unternehmen im Bestreben, Risiken zu identifizieren und ihre Sorgfaltspflicht f\u00fcr die Lieferkette wahrzunehmen. Damit soll verhindert werden, dass die Unternehmen mit ihrer T\u00e4tigkeit indirekt Konflikte unterst\u00fctzen oder zu Menschenrechtsverletzungen beitragen. Weitere Multi-Stakeholder-Prozesse dienen der F\u00f6rderung der nachhaltigen Fischerei oder Forstwirtschaft sowie der nachhaltigen Produktion von Rohstoffen wie Kaffee, Baumwolle oder Palm\u00f6l.&#13;<br \/>\nVgl. Marine Stewardship Council (MSC); Forest Stewardship Council (FSC), 4C Association; Better Cotton Initiative (BCI); Roundtable on Sustainable Palm Oil (RSPO).\u2212 <i>Industrie-Kodizes:<\/i> Dies sind von einer Gruppe von Unternehmen oder Branchenverb\u00e4nden gemeinsam erarbeitete und angewandte Standards, die sich mit den sozialen oder umweltrelevanten Herausforderungen der betroffenen Unternehmen befassen. So bildet die <i>Business Social Compliance Initiative (BSCI)<\/i> eine von europ\u00e4ischen Unternehmen lancierte Plattform zur Verbesserung der sozialen Standards in ihren Lieferketten. Mittels Audits wird dabei \u00fcberpr\u00fcft, ob die Lieferanten der Ende 2011 knapp 800 betei&shy;ligten Unternehmen die sozialen und ethischen Anforderungen des Verhaltenskodexes der BSCI achten.&#13;<br \/>\nVgl. <a href=\"http:\/\/www.bsci-intl.org\">http:\/\/www.bsci-intl.org<\/a> Ein weiteres Beispiel ist der vom <i>World Gold Council<\/i> im Oktober 2012 ver\u00f6ffentlichte <i>Gold-Standard<\/i>, mit dem die beteiligten Unternehmen den Missbrauch des Goldabbaus zur Konfliktfinanzierung zu verhindern suchen.&#13;<br \/>\nVgl. Conflict-Free Gold Standard, <a href=\"http:\/\/www.gold.org\/about_gold\/sustainability\/conflict_free_standard\">http:\/\/www.gold.org\/about_gold\/sustainability\/conflict_free_standard<\/a> Dieser Standard integriert die im Rahmen der OECD erarbeitete <i>Due Diligence Guidance<\/i>. Zahlreiche weitere Industrie-Kodizes basieren auf den massgebenden internationalen CSR-Referenzwerken und erleichtern die praktische Umsetzung der allgemeinen Grunds\u00e4tze in einem bestimmten Industriesektor. \u2212 <i>Unternehmenskodizes:<\/i> Es bestehen unz\u00e4hlige Kodizes, welche Unternehmen eigenst\u00e4ndig erarbeiten. Laut Zahlen der Unctad verf\u00fcgen in Entwicklungs- und Industriestaaten rund 90% der multinationalen Unternehmen \u00fcber CSR-Kodizes. Rund die H\u00e4lfte der Kodizes beziehen sich auf die oben erw\u00e4hnten zwischenstaatlichen Referenzstandards der OECD, UNO und ILO.&#13;<br \/>\nVgl. Unctad, World Investment Report 2011, S. 113; World Investment Report 2012, S. 93.&#13;<\/p>\n<h2>Die Rolle der Politik<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nCSR geht definitionsgem\u00e4ss von den Unternehmen selbst aus, ist also <i>business-driven.<\/i>&#13;<br \/>\nVgl. CSR-Konzept des Seco, 2009, S. 3. Die Staaten anerkennen das Primat und die praktische Erfahrung der Unternehmen. Staatliche Organe leisten aber ebenfalls einen Beitrag an die verantwortungsvolle Unternehmensf\u00fchrung (siehe <i>Kasten 2<\/i>&#13;<\/p>\n<h3>Wachstum im Agrarsektor \u2028und Armutsreduktion<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\nDass Wachstum im Agrarsektor sowohl zum Wirtschaftswachstum als auch zur Armuts&shy;reduktion beitr\u00e4gt, ist anerkannt. Die direkte Armutsreduktion h\u00e4ngt in l\u00e4ndlichen \u2028Gegenden mit steigenden Ertr\u00e4gen und verbesserter landwirtschaftlicher Arbeitsproduktivit\u00e4t zusammen. Allerdings gibt es grosse regionale Unterschiede. Gem\u00e4ss De Janvry und Sadoulet (2009)a bewirkt ein Wachstum des Bruttoinlandprodukts, das seine Urspr\u00fcnge in der Landwirtschaft hat, ein Einkommenswachstum bei 40% der \u00c4rmsten. Es f\u00e4llt somit dreimal h\u00f6her aus als Wachstum, das der \u00fcbrigen Wirtschaft entspringt. Die Landwirtschaft hat zudem starke Wachstumsschnittstellen mit der \u00fcbrigen Wirtschaft. W\u00e4hrend die Wirksamkeit von Wachstum aus der Landwirtschaft heraus zur Armutsreduk&shy;tion bewiesen ist, ist diejenige \u00f6ffentlicher Investitionen zur Ankurbelung des landwirtschaftlichen Wachstums noch unvollst\u00e4ndig und abh\u00e4ngig von den Umst\u00e4nden.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\na Alain de Janvry and Elisabeth Sadoulet, 2009, Agricultural Growth and Poverty Reduction: Additional Evidence, The World Bank Observer, 25(1): 1-20.). CSR ist auf der internationalen Ebene zunehmend von wirtschaftspolitischer Bedeutung. Der Staat kann daher \u00fcber den regulierten Bereich hinaus aktiv werden, sofern dies politisch gewollt oder aufgrund internationaler Verpflichtungen geboten ist.&#13;<br \/>\nVgl. Ivo Kaufmann, Thomas Stauffer, Corporate Responsibility \u2013 Ans\u00e4tze und Perspektiven, in: Die Volkswirtschaft 1-2003, S. 54. So treten die Staaten beispielsweise bei der Weiterentwicklung der globalen Referenzinstrumente \u2013 wie der OECD-Leits\u00e4tze oder der UNO-Leitlinien f\u00fcr Wirtschaft und Menschenrechte \u2013 als Hauptakteure auf. Der Umstand, dass 15 von 27 EU-Staaten \u00fcber eine staatliche CSR-Strategie verf\u00fcgen, weist exemplarisch darauf hin, dass zahlreiche Regierungen die Entwicklung der CSR nicht allein der Wirtschaft und ihren Stakeholdern \u00fcberlassen.&#13;<br \/>\nVgl. Mitteilung der EU-Kommission \u00fcber eine neue EU-CSR-Strategie (2011\u20132014), KOM(2011)681 endg\u00fcltig, S. 5. In der Schweiz hat das Staatssekretariat f\u00fcr Wirtschaft (Seco) 2009 ein CSR-Konzept ver\u00f6ffentlicht. Dieses h\u00e4lt ebenfalls fest, dass es sich bei CSR um ein Querschnittsthema handle; deswegen sei bei der Festlegung und Umsetzung der Massnahmen das partnerschaftliche und koordinierte Zusammenwirken aller Akteure aus Wirtschaft, Gesellschaft, Forschung und Staat notwendig.&#13;<br \/>\nVgl. CSR-Konzept des Seco, 2009, S. 3.Das \u00fcber die vergangenen Jahre sichtbar st\u00e4rkere Engagement der Staaten f\u00fcr CSR entspricht einer weltweiten Tendenz. Neben der bereits erw\u00e4hnten neuen CSR-Strategie der EU aus dem Jahr 2011 haben die skandinavischen Staaten im Oktober 2012 eine verst\u00e4rkte Zusammenarbeit beschlossen, um eine gemeinsame nordische CSR-Strategie zu erarbeiten.&#13;<br \/>\nVgl. <a href=\"http:\/\/www.norden.org\">http:\/\/www.norden.org<\/a> Globale Staatengruppen wie die G8 und G20 haben sich ebenfalls der Thematik angenommen.&#13;<br \/>\nVgl. Inter-agency Working Group on the Private Investment and Job Creation Pillar of the G20. Nicht zuletzt zeigten auch Schwellenl\u00e4nder wie Indien und Brasilien in den vergangenen Jahren ein gr\u00f6sseres Interesse f\u00fcr das Potenzial der CSR, ihre wirtschaftliche Entwicklung nachhaltiger zu gestalten.&#13;<br \/>\nBrasilien ist Unterzeichnerstaat der OECD-Leits\u00e4tze f\u00fcr multinationale Unternehmen; in Indien wird derzeit \u00fcber eine gesetzlich verpflichtende CSR-Abgabe (2% des Gewinns) gr\u00f6sserer Unternehmen diskutiert.&#13;<\/p>\n<h2>Aktuelle Herausforderungen<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie Debatte \u00fcber die Unternehmensverantwortung f\u00fchrt kein Nischendasein mehr. Vieles deutet darauf hin, dass sich die CSR-Thematik \u00fcber das vergangene Jahrzehnt im wirtschaftlichen, politischen und akademischen Diskurs nachhaltig etabliert hat und einen st\u00e4rkeren Einfluss auf die M\u00e4rkte &shy;aus\u00fcbt. Die breite Etablierung der CSR in der Wirtschaft birgt jedoch auch neue Herausforderungen und Gefahren. In den letzten Jahren wurden unz\u00e4hlige Kodizes, Nachhaltigkeits-Labels und Instrumente zur Berichterstattung eingef\u00fchrt. Die Flut der CSR-Instrumente ist ein Zeichen der spezifischen Herausforderungen, welchen sich die Unternehmen je nach Sektor, Land und Unternehmensgr\u00f6sse stellen. Sie ist der \u00dcbersichtlichkeit jedoch nicht dienlich. Es ist deshalb wichtig, dass in den kommenden Jahren die Bem\u00fchungen f\u00fcr mehr Transparenz \u00fcber die konkrete Umsetzung der Unternehmensverantwortung und f\u00fcr eine bessere Kompa&shy;tibilit\u00e4t der CSR-Instrumente weitergef\u00fchrt werden. Vor diesem Hintergrund ist die bereits laufende regelm\u00e4ssige Abstimmung zwischen den zust\u00e4ndigen internationalen Organisationen und Gremien sowie den Tr\u00e4gern bestehender CSR-Initiativen angezeigt. Die gemeinsame Anstrengung zur Harmonisierung der Instrumente hat sich bereits bei der Aktualisierung der OECD-Leits\u00e4tze und der Erarbeitung der UNO-Leitlinien f\u00fcr Wirtschaft und Menschenrechte als hilfreich erwiesen. Zahlreiche Akteure unterst\u00fctzen auch die Bestrebungen, Industrie- und Unternehmensstandards zu harmonisieren und die Umsetzung der Unternehmensverantwortung in den Lieferketten einheitlicher zu gestalten. Dadurch kann vermieden werden, dass in die Lieferkette globaler Konzerne eingebundene Unternehmen mit zu vielen unterschiedlichen und m\u00f6glicherweise widersprechenden Auflagen verschiedener CSR-Kodizes konfrontiert werden. Gerade kleinere Unternehmen, insbesondere aus Entwicklungsstaaten, k\u00f6nnten sonst mit den Anforderungen nicht Schritt halten und dadurch von den Lieferketten ausgeschlossen werden. Die Errichtung hoher b\u00fcro&shy;kra&shy;tischer H\u00fcrden bei der Umsetzung von So&shy;zial- und Umweltstandards sollte ver&shy;mieden werden. Schliesslich geht es auch darum, dass die zahlreichen CSR-Standards von Unternehmen, Verb\u00e4nden oder Multi-Stakeholder-&shy;Initiativen als sich erg\u00e4nzende und ver&shy;gleichbare Instrumente zur Umsetzung der Unternehmensverantwortung allgemein anerkannt werden. Dazu braucht es klare &shy;Leitlinien, auf die sich diese CSR-Standards beziehen k\u00f6nnen. Diesen globalen CSR-Referenzrahmen bilden die in den vergangenen zwei Jahren aktualisierten, international anerkannten und breit abgest\u00fctzten Instrumente der OECD, UNO und ILO, welche die Erwartungen der Staaten an ihre Unternehmen zum Ausdruck bringen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nTabelle 1: \u00ab\u00dcbersicht \u00fcber die CSR-Instrumente\u00bb&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nKasten 1: Weshalb engagiert sich der Staat im Bereich der Unternehmensverantwortung?&#13;<\/p>\n<h3>Weshalb engagiert sich der Staat im Bereich der Unternehmensverantwortung?<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\nF\u00fcr die Rolle des Staates im Bereich der Unternehmensverantwortung werden in der Fachliteratur folgende Gr\u00fcnde und Aufgabenbereiche am h\u00e4ufigsten genannt:a\u2013 <i>F\u00f6rderung der CSR,<\/i> insbesondere bei KMU, weil sie nicht \u00fcber dieselben Kapazit\u00e4ten verf\u00fcgen wie grosse Konzerne, die h\u00e4ufig eine eigens f\u00fcr CSR zust\u00e4ndige Abteilung unterhalten. Die OECD-Leits\u00e4tze erw\u00e4hnen explizit die Aufgaben der Staaten und ihrer nationalen Kontaktpunkte, die Unternehmen f\u00fcr CSR gem\u00e4ss OECD-Leits\u00e4tzen zu sensibilisieren.b&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n\u2212 <i>Kooperation mit Unternehmen und ihren Stakeholdern:<\/i> Etliche Multi-Stakeholder-Initiativen basieren auf der Zusammenarbeit mit staatlichen Stellen oder bedingen deren Unterst\u00fctzung. Bei der EITI sind die beteiligten Entwicklungsl\u00e4nder die ersten Nutzniesser der Initia&shy;tive.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n\u2212 CSR deckt sich h\u00e4ufig mit den Zielen der Regierungen und internationaler Organisationen im Bereich der nachhaltigen Entwicklung. Regierungen f\u00f6rdern CSR, weil entsprechende Managementpraktiken einen Beitrag leisten k\u00f6nnen, um <i>politische Ziele wie Korruptionsbek\u00e4mpfung und den Schutz der Umwelt zu erreichen.<\/i> Dass die Staaten dem Beitrag der Wirtschaft an eine nachhaltige Entwicklung seit einigen Jahren mehr Bedeutung beimessen, widerspiegelt sich in entsprechenden Klauseln in Regierungsprogrammen wie in der Lissabon-Strategie der EU aus dem Jahr 2000, nationalen Aktionspl\u00e4nen zur nachhaltigen Entwicklung oder in internationalen \u00dcbereinkommen wie dem Abschlussdokument des UNO-Nachhaltigkeitsgipfels Rio+20.c In der Schweiz ist die F\u00f6rderung der verantwortungsvollen Unternehmensf\u00fchrung in Entwicklungsl\u00e4ndern zudem ein Schwerpunkt der Entwicklungszusammenarbeit.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n\u2212 Im Gegensatz zur innerstaatlichen Gesetzgebung k\u00f6nnen CSR-Politiken <i>\u00fcber das Hoheitsgebiet des einzelnen Staates hinaus positive Auswirkungen<\/i> haben. Die OECD-Leits\u00e4tze enthalten Empfehlungen von 44 Unterzeichnerstaaten an ihre Unternehmen; sie gelten f\u00fcr deren weltweite Aktivit\u00e4ten, so etwa f\u00fcr die Zusammenarbeit mit Zulieferern aus weniger regulierten Staaten, welche die entsprechenden Deklarationen der OECD nicht unterzeichnet haben.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n\u2212 Nicht zuletzt betreffen CSR-Standards auch <i>staatliche Stellen,<\/i> wenn der Staat beispielsweise als Wirtschaftsakteur (durch Staatsunternehmen) oder als Investor (Staatsfonds) auftritt.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\na Vgl. z.B. Reinhard Steurer, Die Rolle der Politik im Themenfeld CSR, in: A. Schneider; R. Schmidpeter (Hrsg.),Verantwortungsvolle Unternehmensf\u00fchrung in Theorie und Praxis, Berlin 2012, S. 731\u2013732.&#13;<br \/>\nKasten 2: Wachstum im Agrarsektor \u2028und Armutsreduktion&#13;<\/p>\n<h3>Wachstum im Agrarsektor \u2028und Armutsreduktion<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\nDass Wachstum im Agrarsektor sowohl zum Wirtschaftswachstum als auch zur Armuts&shy;reduktion beitr\u00e4gt, ist anerkannt. Die direkte Armutsreduktion h\u00e4ngt in l\u00e4ndlichen \u2028Gegenden mit steigenden Ertr\u00e4gen und verbesserter landwirtschaftlicher Arbeitsproduktivit\u00e4t zusammen. Allerdings gibt es grosse regionale Unterschiede. Gem\u00e4ss <i>De Janvry und Sadoulet (2009)<\/i>a bewirkt ein Wachstum des Bruttoinlandprodukts, das seine Urspr\u00fcnge in der Landwirtschaft hat, ein Einkommenswachstum bei 40% der \u00c4rmsten. Es f\u00e4llt somit dreimal h\u00f6her aus als Wachstum, das der \u00fcbrigen Wirtschaft entspringt. Die Landwirtschaft hat zudem starke Wachstumsschnittstellen mit der \u00fcbrigen Wirtschaft. W\u00e4hrend die Wirksamkeit von Wachstum aus der Landwirtschaft heraus zur Armutsreduk&shy;tion bewiesen ist, ist diejenige \u00f6ffentlicher Investitionen zur Ankurbelung des landwirtschaftlichen Wachstums noch unvollst\u00e4ndig und abh\u00e4ngig von den Umst\u00e4nden.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\na Alain de Janvry and Elisabeth Sadoulet, 2009, Agricultural Growth and Poverty Reduction: Additional Evidence, The World Bank Observer, 25(1): 1-20.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die vergangenen Jahre k\u00f6nnen als Schl\u00fcsseljahre f\u00fcr die Entwicklung der verantwortungsvollen Unternehmensf\u00fchrung (Corporate Social Responsibility, CSR) betrachtet werden. Parallel zur Weiterentwicklung bestehender Instrumente und Standards entstanden neue internationale Referenzwerke. Das erneuerte Rahmenwerk international anerkannter CSR-Instrumente umschreibt die globalen Leitplanken f\u00fcr nachhaltig und verantwortungsvoll handelnde Unternehmen. 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