{"id":119309,"date":"2012-11-01T12:00:00","date_gmt":"2012-11-01T12:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2012\/11\/vonlanthen-2\/"},"modified":"2023-08-23T23:26:07","modified_gmt":"2023-08-23T21:26:07","slug":"vonlanthen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2012\/11\/vonlanthen\/","title":{"rendered":"Die Energiestrategie 2050 ist unausweichlich"},"content":{"rendered":"<p>Die Ereignisse in Fukushima und die darauf folgenden Beschl\u00fcsse von Bundesrat und Parlament haben den Bedarf nach Leitlinien best\u00e4tigt und deren Zielrichtung genau vorgegeben. So hat die EnDK am 4. Mai 2012 ihre <i>Energiepolitischen Leitlinien<\/i> verabschiedet. Die Energiepolitik der Kantone st\u00fctzt sich nach diesen Leitlinien auf folgende f\u00fcnf Grunds\u00e4tze ab:&#13;<\/p>\n<ol>&#13;<\/p>\n<li>Beachtung des Klima- und Ressourcenschutzes;<\/li>\n<p>&#13;<\/p>\n<li>effiziente Nutzung der Energie sowie optimale Aussch\u00f6pfung des Potenzials an erneuerbaren Energien;<\/li>\n<p>&#13;<\/p>\n<li>Gew\u00e4hrleistung der Energieversorgung;<\/li>\n<p>&#13;<\/p>\n<li>Beachtung der Eigenverantwortlichkeit und Subsidiarit\u00e4t;<\/li>\n<p>&#13;<\/p>\n<li>Beachtung von Investitions-Lebenszyklen und Finanzierungsm\u00f6glichkeiten von Strukturerneuerungen.<\/li>\n<p>&#13;\n<\/ol>\n<p>&#13;<br \/>\n&nbsp;&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDiese Grunds\u00e4tze zeigen, dass die Energiepolitik komplex ist. Ein \u00fcberst\u00fcrztes Vorgehen w\u00e4re deshalb falsch. Es braucht eine etappenweise Realisierung der Strategie, um Unter- und \u00dcbersteuerungen mit ihren negativen Folgen zu vermeiden oder zumindest zu begrenzen. Die Energiedirektoren sind sich in der Grundfrage einig, dass im Zeithorizont 2050 aus heutiger Sicht der Ersatz der Kernkraft durch Kernkraft politisch wenig wahrscheinlich ist. Um trotzdem die Versorgung mit Energie sicherzustellen und Fortschritte in der Klimapolitik zu erzielen, war die rechtzeitige strategische Anpassung der Energiepolitik durch den Bund erforderlich. Im Grundsatz ist die Energiestrategie 2050 deshalb bei den Energiedirektoren unbestritten. Diskussionen wird es jedoch \u00fcber deren konkrete Ausgestaltung, die Etappierung sowie der Einsch\u00e4tzung des realistischen Fortschrittstempos geben.&#13;<\/p>\n<h2>Tragende Rolle der Kantone im \u2028Geb\u00e4udebereich\u2026<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nMit der Erkl\u00e4rung vom 2. September 2011 haben die Energiedirektoren den Startschuss f\u00fcr die Revision der sogenannten Mustervorschriften der Kantone im Energiebereich (MuKEn) gegeben, die auf neue ambitionierte Ziele ausgerichtet werden sollen. Die Revision wird bis Ende 2014 abgeschlossen sein, so dass die Mustervorschriften bis sp\u00e4testens 2020 ins kantonale Recht \u00fcbernommen werden k\u00f6nnen. Der Prozess ist anspruchsvoll und muss sicherstellen, dass der Vollzug trotz der hochgesteckten Ziele machbar bleibt. Die Hauseigent\u00fcmer sollen zudem durch Information und Beratung sowie mit Hilfe des Geb\u00e4udeenergieausweises der Kantone (GEAK) in ihren Bem\u00fchungen unterst\u00fctzt werden, ihre Geb\u00e4ude energetisch aufzur\u00fcsten. Dabei ist die Komplexit\u00e4t von energetischen Sanierungen, die vom Hauseigent\u00fcmer zuerst einmal eher kritisch wahrgenommen werden, nicht zu untersch\u00e4tzen. F\u00f6rdermassnahmen im Geb\u00e4udebereich sind also sorgf\u00e4ltig zu bestimmen, wenn sie die gr\u00f6sstm\u00f6gliche Wirkung zur Zielerreichung leisten sollen.&#13;<\/p>\n<h2>\u2026 in der Raumordnungspolitik\u2026<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie Energiedirektoren sprechen sich auch f\u00fcr eine st\u00e4rkere Rolle der Raumplanung in der Erschliessung des Potenzials an erneuerbaren Energien aus. \u00dcber die Sachplanung des Bundes und die kantonale Richtplanung soll die Ausscheidung von Energieproduktionsgebieten \u2013 z.B. Windkraft, Wasserkraft, grossfl\u00e4chige Solaranlagen \u2013 oder der notwendige Ausbau der Netzinfrastrukturen mit anderen raumwirksamen Massnahmen koordiniert werden. Zusammen mit der Straffung von Bewilligungsverfahren soll so eine rasche Aussch\u00f6pfung des Potenzials an erneuerbaren Energien erm\u00f6glicht und der Netzausbau erleichtert werden.&#13;<\/p>\n<h2>\u2026 und f\u00fcr die Versorgungssicherheit<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie Versorgungssicherheit ist von leistungsf\u00e4higen Versorgungsinfrastrukturen abh\u00e4ngig. Das Stromnetz ist ein massgebliches R\u00fcckgrat der Energieversorgung in der Schweiz. Dieses Stromnetz, auf das sich die Umsetzung der Energiestrategie abst\u00fctzt, weist jedoch einen Nachholbedarf im Unterhalt aus. Die Kantone setzen sich deshalb \u2028daf\u00fcr ein, die regulatorischen Rahmenbe&shy;dingungen so zu setzen, dass sich Investitionen in das Netz und die Netzerweiterung lohnen.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Ereignisse in Fukushima und die darauf folgenden Beschl\u00fcsse von Bundesrat und Parlament haben den Bedarf nach Leitlinien best\u00e4tigt und deren Zielrichtung genau vorgegeben. So hat die EnDK am 4. Mai 2012 ihre Energiepolitischen Leitlinien verabschiedet. 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Mit den strategischen Leitlinien soll in den Kantonen die Basis f\u00fcr ein gemeinsames Verst\u00e4ndnis der Energiepolitik geschaffen werden.","post_hero_image_description":"","post_hero_image_description_copyright_de":"","post_hero_image_description_copyright_fr":"","post_references_literature":"","post_kasten":null,"post_notes_for_print":"","first_teaser_header_de":"","first_teaser_header_fr":"","first_teaser_text_de":"","first_teaser_text_fr":"","second_teaser_header_de":"","second_teaser_header_fr":"","second_teaser_text_de":"","second_teaser_text_fr":"","kseason_de":"","kseason_fr":"","post_in_pdf":119312,"main_focus":null,"serie_email":null,"frontpage_slider_bild":"","artikel_bild-slider":null,"legacy_id":"7425","post_abstract":"","magazine_issue":"20121101","seco_author_reccomended_post":null,"redaktoren":null,"korrektor":null,"planned_publication_date":null,"original_files":null,"external_release_for_author":"19700101","external_release_for_author_time":"00:00:00","link_for_external_authors":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/exedit\/54ec31221107f"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/119309"}],"collection":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3829"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=119309"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/119309\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":127328,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/119309\/revisions\/127328"}],"acf:user":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3829"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=119309"}],"wp:term":[{"taxonomy":"post__type","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post__type?post=119309"},{"taxonomy":"post_opinion","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_opinion?post=119309"},{"taxonomy":"post_serie","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_serie?post=119309"},{"taxonomy":"post_content_category","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_content_category?post=119309"},{"taxonomy":"post_content_subject","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_content_subject?post=119309"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}