{"id":119369,"date":"2012-11-01T12:00:00","date_gmt":"2012-11-01T12:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2012\/11\/previdoli-2\/"},"modified":"2023-08-23T23:26:25","modified_gmt":"2023-08-23T21:26:25","slug":"previdoli","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2012\/11\/previdoli\/","title":{"rendered":"Energiestrategie 2050: In Etappen zum Ziel"},"content":{"rendered":"<p><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"article_rect\" src=\"\/dynBase\/images\/article_rect\/201211_04_Previdoli_01.eps.jpg\" alt=\"\" width=\"799\" height=\"535\" \/>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<span class=\"text__legend\">Bei der Ende September 2012 vom Bundesrat verabschiedeten Vorlage handelt es sich um das erste von mehreren Massnahmenpaketen. Damit sollen haupts\u00e4chlich jene Effizienzpotenziale genutzt werden, welche die Schweiz bereits heute realisieren kann und f\u00fcr die keine tiefgreifende, internationale Zusammenarbeit erforderlich ist. Im Bild: Windrad beim Griesssee am Nufenenpass. Keystone<\/span>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nMit der Energiestrategie 2050 legt der Bundesrat dar, wie der etappenweise Umbau des Energiesystems erfolgen soll. Die Strategie orientiert sich am Szenario <i>Neue Energiepolitik<\/i>. In diesem Szenario wird eine m\u00f6gliche Entwicklung des Energieverbrauchs und der Stromproduktion der Schweiz bis im Jahr 2050 dargestellt, die bewirkt, dass die CO2-Emissionen bis dann auf 1 bis 1,5 Tonnen pro Kopf sinken. Dies bedingt jedoch eine international abgeglichene CO2-Reduktions- und Energieeffizienzpolitik sowie eine vertiefte internationale Zusammenarbeit im Bereich von Forschung und Entwicklung (F&amp;E). In Ber\u00fccksichtigung des schrittweisen Wegfalls der Stromproduktion aus der Kernenergie geht der Bundesrat davon aus, dass der Stromdeckungsbedarf im Jahr 2035 rund 27,5 Terawattstunden (TWh) und im Jahr 2050 rund 23,7 TWh betragen wird.&#13;<\/p>\n<h2>Erste Etappe zur Umsetzung der Strategie<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nEnde September 2012 hat der Bundesrat das erste Massnahmenpaket zur Umsetzung der Energiestrategie 2050 verabschiedet und die Vernehmlassung zur Vorlage er\u00f6ffnet. Bei der Vorlage handelt es sich um das <i>erste<\/i> von mehreren <i>Massnahmenpaketen<\/i>. Damit sollen haupts\u00e4chlich jene Effizienzpotenziale genutzt werden, welche die Schweiz bereits heute mit den vorhandenen beziehungsweise absehbaren Technologien realisieren kann und f\u00fcr die keine tiefgreifende, internationale Zusammenarbeit mit der EU und mit Drittstaaten erforderlich ist. Mit den vorliegenden Massnahmen k\u00f6nnen die langfristigen energie- und klimapolitischen Ziele jedoch nur teilweise erreicht werden. Deshalb geht der Bundesrat davon aus, dass weitere Massnahmen beschlossen werden m\u00fcssen, um auch k\u00fcnftig eine sichere und zuverl\u00e4ssige Energieversorgung in der Schweiz zu gew\u00e4hrleisten. So sieht er f\u00fcr die Zeit nach 2020 eine weitere Etappe vor, in der gemeinsam mit der Weiterentwicklung der Klimapolitik die Energiepolitik strategisch neu ausgerichtet werden soll. Dabei ist eine Energieabgabe auf s\u00e4mtliche Energietr\u00e4ger mit R\u00fcckerstattung an Wirtschaft und Bev\u00f6lkerung angedacht. Der \u00dcbergang vom bestehenden F\u00f6rder- hin zu einem Lenkungssystem soll fliessend und innerhalb einer vertretbaren \u00dcbergangsfrist stattfinden.&#13;<\/p>\n<h2>Energieeffizienz: Massnahmen zur \u2028Senkung des Energieverbrauchs<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nUm den Energie- und Elektrizit\u00e4tsbedarf auch k\u00fcnftig zu decken, muss in erster Linie der Verbrauch gesenkt werden. Deshalb setzt der Bundesrat auf eine konsequente Umsetzung der Energieeffizienz in den Bereichen <i>Geb\u00e4ude, Elektroger\u00e4te, Industrie, Gewerbe und Dienstleistungsbetriebe<\/i> sowie <i>Mobilit\u00e4t:<\/i>\u2013 Mit einem Anteil von rund 46% am inl\u00e4ndischen Energieverbrauch kommt der Energiereduktion im <i>Geb\u00e4udebereich<\/i> eine Schl\u00fcsselrolle bei der Erf\u00fcllung der Ziele der Energiestrategie zu. Entsprechend liegt hier der Fokus bei der Verst\u00e4rkung des bestehenden Geb\u00e4udeprogramms: Die finanzielle F\u00f6rderung von Bund und Kantonen soll deutlich ausgebaut und die Globalbeitr\u00e4ge des Bundes an die kantonalen F\u00f6rderprogramme erh\u00f6ht werden. Weiter ist eine Versch\u00e4rfung und der Ausbau der Mustervorschriften der Kantone im Energiebereich vorgesehen. Mit einer Anpassung des Steuerrechts will der Bundesrat zudem Hausbesitzer dazu motivieren, Gesamt&shy;sanierungen anstelle von Teilsanierungen vorzunehmen. \u2013 Auch das energetische Sparpotenzial in <i>Industrie, Gewerbe und Dienstleistungen<\/i> ist betr\u00e4chtlich. Mit der Einbindung von Unternehmen in Vereinbarungen \u00fcber verbindliche Effizienzziele sowie dem Ausbau der wettbewerblichen Ausschreibungen und der Verst\u00e4rkung der freiwilligen Effizienzmassnahmen wird dieses Potenzial erschlossen. \u2013 Serienm\u00e4ssig hergestellte <i>Elektroger\u00e4te<\/i> verbrauchen eine betr\u00e4chtliche Menge an Elektrizit\u00e4t. Gegenw\u00e4rtig bestehen f\u00fcr dreizehn Ger\u00e4tekategorien verbindliche Effizienzvorschriften bzw. energetische Mindestanforderungen. Solche Effizienz&shy;anforderungen sollen auf weitere Ger\u00e4tekategorien ausgeweitet und periodisch dem technischen Fortschritt angepasst werden. Gebrauchsvorschriften sollen zudem dazu beitragen, dass Elektroger\u00e4te angemessen eingesetzt werden. \u2013 Im Bereich der <i>Mobilit\u00e4t<\/i> sieht der Bundesrat Massnahmen vor, welche die Energieeffizienz der Fahrzeuge, des Schienenverkehrs, der Verkehrsinfrastruktur und beim Einsatz von Transportmitteln optimieren. Auch soll die Verkehrsinfrastruktur zur Energieerzeugung genutzt werden.\u2013 Schliesslich sollen auch die <i>Energieversorgungsunternehmen (EVU)<\/i> dazu beitragen, m\u00f6glichst viel Strom einzusparen. Heute basiert ihr Gesch\u00e4ftsmodell vorwiegend auf dem Ansatz, m\u00f6glichst viel Elektrizit\u00e4t zu verkaufen. Auch aufgrund ihrer N\u00e4he zu den Konsumenten dr\u00e4ngt sich eine Verkn\u00fcpfung des Stromverkaufs mit dem Bereitstellen von innovativen Dienstleistungen und Produkten im Bereich der Energieeffizienz auf. Mit verpflichtenden Effizienzzielen f\u00fcr Energieversorger will der Bundesrat den Weg f\u00fcr einen Energiedienstleistungsmarkt ebnen.Zudem wird die Ausrichtung der <i>Energieforschung<\/i> im ETH-Bereich, an den Fachhochschulen und den Universit\u00e4ten \u00fcberpr\u00fcft sowie die Zusammenarbeit zwischen den Hochschulen, der Wirtschaft und den Technologiekompetenzzentren weiter gef\u00f6rdert. Schliesslich ist vorgesehen, dass Bund, Kantone, St\u00e4dte und Gemeinden mit gutem Beispiel vorangehen und k\u00fcnftig den Eigenbedarf an Strom und W\u00e4rme weitgehend durch erneuerbare Energietr\u00e4ger decken.&#13;<\/p>\n<h2>Elektrizit\u00e4tsangebot: F\u00f6rderung der \u2028erneuerbaren Energien<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nUm den stufenweisen Wegfall der Elektrizit\u00e4tsproduktion aus der Kernkraft aufzufangen, setzt der Bundesrat beim Elektrizit\u00e4tsangebot prim\u00e4r auf einen starken Ausbau der erneuerbaren Energien, dies unter Ab&shy;w\u00e4gung von Schutz und Nutzen. Zur Deckung des verbleibenden Restbedarfs steht die fossil-thermische Stromerzeugung im Vordergrund. Je nach Entwicklung des Stroman&shy;gebots auf dem europ\u00e4ischen Markt \u2013 insbesondere bei den erneuerbaren Ener&shy;gien \u2013 stehen Stromimporte als Option zur Erg\u00e4nzung des Angebots zur Verf\u00fcgung.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/10.32.68.4\/graphics\/cache\/201211_04D_Grafik01.eps.gif\" alt=\"Entwicklung des Elektrizit\u00e4tsangebots\" width=\"840\" height=\"778\" \/>&#13;<\/p>\n<h2>Das Massnahmenpakt zeigt Wirkung<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nAllein mit dem vorliegenden ersten Massnahmenpaket werden die langfristigen Ziele der neuen Energiepolitik des Bundesrats \u2013 gem\u00e4ss dem Szenario <i>Neue Energie&shy;politik<\/i> \u2013 nur teilweise erreicht: Beim Endenergieverbrauch werden die Ziele des Bundesrats bis 2020 zu 39%, bis 2035 zu 43% und bis 2050 zu 45% erreicht. Ein \u00e4hnliches Bild zeichnen die Modellrechnungen f\u00fcr die Entwicklung des Elektrizit\u00e4tsverbrauchs auf der Basis des vorliegenden Massnahmenpakets. Bis im Jahr 2034 wird weiterhin Strom aus der Kernkraft anfallen. Ohne gr\u00f6ssere Technologiespr\u00fcnge wird trotz dem erheblichen Ausbau der erneuerbaren Energien auch noch im Jahr 2050 die fossile Stromproduktion erg\u00e4nzend n\u00f6tig sein, um den Strombedarf in der Schweiz zu decken.&#13;<\/p>\n<h2>Direkte volkswirtschaftliche \u2028Auswirkungen<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie energiewirtschaftlichen Bottom-up-Modelle von <i>Prognos (2012)<\/i> beziffern den Um- und Ausbau des schweizerischen Kraftwerksparks im Zeitraum von 2010 bis 2050 auf rund 191 Mrd. Franken. Rund 125 Mrd. Franken fallen dabei auf den bestehenden Kraftwerkspark; 66 Mrd. Franken werden f\u00fcr den Kraftwerkzubau ben\u00f6tigt. Die F\u00f6rderung der erneuerbaren Energien f\u00fchrt zu \u2028gesch\u00e4tzten Mehrkosten im Jahr 2050 von 1,1 Mrd. Franken. Die summierten j\u00e4hrlichen (annuisierten) Investitionskosten, die aufgrund des ersten Massnahmenpakets zur Umsetzung der Energiestrategie 2050 anfallen, steigen bis 2050 auf 3,0 Mrd. Franken an. Die daraus resultierende, nicht diskontierte Summe betr\u00e4gt 84,7 Mrd. Franken. Demgegen\u00fcber stehen jedoch eingesparte Energietr\u00e4gerimporte, die bis auf 1,9 Mrd. Franken im Jahr 2050 anwachsen werden. Dies entspricht einer nicht diskontierten Summe in der H\u00f6he von rund 46 Mrd. Franken. Da \u2028im Vergleich zum Referenzszenario <i>Weiter wie bisher<\/i> wegen der tieferen Nachfrage der Kraftwerkspark weniger stark ausgebaut werden muss, werden weiter 13,1 Mrd. Franken eingespart. Insgesamt ergeben sich saldiert Mehrkosten von 25,3 Mrd. Franken. Zudem rechnet der Bundesrat f\u00fcr den Ausbau und die Erneuerung des heute bestehenden, veralteten Stromnetzes mit Kosten von rund 18 Mrd. Franken.&#13;<\/p>\n<h2>Gesamtwirtschaftliche Auswirkungen<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nF\u00fcr die Absch\u00e4tzung der volkswirtschaftlichen Auswirkungen der Szenarien kam das gesamtwirtschaftliche berechenbare Gleichgewichtsmodell <i>Swissgem_E<\/i> von <i>Ecoplan (2012)<\/i> zur Anwendung. Die volkswirtschaftlichen Auswirkungen werden mit den prozentualen Ver\u00e4nderungen der Wohlfahrt, des Bruttoinlandproduktes (BIP) sowie mit der H\u00f6he der Schattenpreise (Kosten der energiepolitischen Massnahmen, ausgedr\u00fcckt in Franken pro eingesparte Tonne CO2 oder in Prozent des Strompreises) des ersten Massnahmenpakets im Vergleich zum Referenzszenario <i>Weiter wie bisher<\/i> dargestellt. Damit die mit dem ersten Massnahmenpaket angestrebte CO2-Minderung und Stromnachfragereduktion mit einem Lenkungssystem erreicht werden kann, ist eine maximale CO2-Abgabe von 210 CHF\/t CO2 (entspricht 55 Rp.\/Liter Heiz\u00f6l EL) und eine maximale Stromabgabe von +23% (als Zuschlag auf dem Strompreis im Vergleich mit dem Referenzszenario <i>Weiter wie bisher<\/i>) n\u00f6tig.Werden die Sekund\u00e4rnutzen (Abnahme der externen Kosten dank besserer Luft, weniger Gesundheitssch\u00e4den, L\u00e4rm und Unf\u00e4llen usw.) in das Wohlfahrtsmass einbezogen, \u2028so ergeben sich per Saldo f\u00fcr die Schweizer Bev\u00f6lkerung als Ganzes sogar leicht positive Wohlfahrtseffekte: +0,03% (2020 und 2035) bis +0,06% (2050). Das BIP nimmt im Vergleich zum Referenzszenario um \u20130,2% (Jahr 2020) bis \u20130,6% (Jahr 2050) ab. Diese BIP-Abnahme ist so zu interpretieren, dass das BIP im Jahre 2050 im Szenario erstes Massnahmenpaket um \u20130,6% unter dem BIP des \u2028Referenzszenarios liegt. Wird dieser Niveauunterschied im BIP in j\u00e4hrliche BIP-Wachstumsraten umgerechnet, so entspricht dies einer Wachstumseinbusse von \u20130,02% pro Jahr. Aufgrund von Substitutionseffekten f\u00e4llt der Verlust an Besch\u00e4ftigung weniger stark aus. Es muss mit Besch\u00e4ftigungseinbussen von \u20130,1% (2020) bis maximal \u20130,2% (2050) gerechnet werden.Die Belastung durch die Abgaben ist nicht in allen Branchen und f\u00fcr alle Haushalte gleich. Gr\u00f6ssere Effekte auf Exporte und Importe sind nicht auszuschliessen, betreffen aber im Wesentlichen Branchen mit kleinerem Export- und Importvolumen. Mit gr\u00f6sseren Exporteinbussen haben das Textilgewerbe, Bekleidung und Fahrzeugbau zu rechnen. F\u00fcr die sechs gr\u00f6ssten Branchen der Schweiz (Chemie, Handel, Kreditgewerbe, Unternehmensdienstleistungen, Immobilienwesen und Baugewerbe) hat das erste Massnahmenpaket kaum Auswirkungen auf das Produktionsniveau. Die gr\u00f6ssten Einbussen erleidet die relativ kleine Branche Textilgewerbe. Eine h\u00f6here Nachfrage f\u00fchrt vor allem beim \u00f6ffentlichen Verkehr zu einer deutlichen Zunahme des Produktionsniveaus.Welche Haushalte wie stark betroffen sind, h\u00e4ngt von der R\u00fcckverteilung der \u2028Einnahmen aus den Abgaben ab. Werden die Einnahmen aus der Abgabe wie heute die CO2-Abgabe \u00fcber eine Senkung der Lohnnebenkosten an die Wirtschaft und eine Pro-Kopf-Pauschale an die Bev\u00f6lkerung r\u00fcck&shy;verteilt, so werden die \u00e4rmeren Familienhaushalte besser gestellt; die Rentner&shy;haushalte haben tendenziell die gr\u00f6ssten Ein&shy;bussen.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#13; &#13; Bei der Ende September 2012 vom Bundesrat verabschiedeten Vorlage handelt es sich um das erste von mehreren Massnahmenpaketen. Damit sollen haupts\u00e4chlich jene Effizienzpotenziale genutzt werden, welche die Schweiz bereits heute realisieren kann und f\u00fcr die keine tiefgreifende, internationale Zusammenarbeit erforderlich ist. Im Bild: Windrad beim Griesssee am Nufenenpass. 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Der Endenergie- und Stromverbrauch soll reduziert, die erneuerbaren Energien gef\u00f6rdert und die CO2-Emissionen gesenkt werden, dies unter Bewahrung der zuverl\u00e4ssigen, wirtschaftlichen und nachhaltigen Energieversorgung in der Schweiz.","post_hero_image_description":"","post_hero_image_description_copyright_de":"","post_hero_image_description_copyright_fr":"","post_references_literature":"","post_kasten":[{"kasten_title":"Kasten 1","kasten_box":"<h2>Stromangebot (basierend auf Prognos, 2012)<\/h2>&#13;\n\u2212 Aufgrund des vorliegenden Massnahmenpakets erh\u00f6ht sich die <i>Stromproduktion aus den neuen erneuerbaren Energien<\/i> bis 2050 schrittweise auf 24,2 TWh. Davon werden dereinst rund 11,12 TWh auf die Photovoltaik, 4,26 TWh auf Wind und 4,29 TWh auf die Geothermie \u2028fallen.&#13;\n&#13;\n\u2212 Die Stromproduktion aus der Gross- und Kleinwasserkraft soll bis 2035 auf eine Jahresdurchschnittsmenge von mindestens 43 TWh und bis 2050 auf 44,15 TWh ausgebaut \u2028werden.&#13;\n&#13;\n\u2212 Damit das nutzbare Potenzial der erneuerbaren Energien erschlossen werden kann, schl\u00e4gt der Bundesrat eine <i>Erh\u00f6hung der finanziellen F\u00f6rderung der erneuerbaren Energien<\/i> vor. \u2028Im Vordergrund steht die Optimierung und der Ausbau des bestehenden Modells der Einspeiseverg\u00fctung. Mit der Entfernung bestehender Kostendeckel (Gesamtdeckel und Teildeckel f\u00fcr einzelne Technologien) will der Bundesrat \u2028sicherstellen, dass die n\u00f6tigen Mittel zur F\u00f6rderung der erneuerbaren Energien vorhanden sind. Einzig f\u00fcr die Photovoltaik sollen weiterhin Zubaukontingente festgelegt werden, um eine nachhaltige Entwicklung der Branche und der F\u00f6rderkosten sicher zu stellen. Weitere Massnahmen \u2013 wie beispielsweise die Optimierung der Verg\u00fctungss\u00e4tze, die Einf\u00fchrung \u2028einer Eigenverbrauchsregelung oder Gebietsausscheidungen f\u00fcr die Nutzung erneuerbarer Energien \u2013 sollen dazu beitragen, den neuen erneuerbaren Energien zum endg\u00fcltigen Durchbruch zu verhelfen.&#13;\n&#13;\n\u2212 Die Energiestrategie ber\u00fccksichtigt, dass das Zusammenspiel zwischen Bandenergie und Spitzenstrom neu gestaltet werden muss. Eine begrenzte Anzahl von <i>Gaskombikraftwerken<\/i> k\u00f6nnte das ganze Jahr hindurch Strom liefern und zur Netzstabilit\u00e4t beitragen. <i>W\u00e4rme-Kraft-Kopplungsanlagen<\/i> sind dazu pr\u00e4destiniert, \u2028im Winterhalbjahr gleichzeitig Strom und W\u00e4rme zu liefern und k\u00f6nnen die dann reduzierte Stromproduktion aus Sonne und Wasserkraft kompensieren. Aus Kostengr\u00fcnden will der Bundesrat vor allem Anlagen im Kontext mit industriellen Prozessen, bei grossen Geb\u00e4uden und bei vereinzelten W\u00e4rmenetzen f\u00f6rdern.&#13;\n&#13;\n\u2212 Die verst\u00e4rkte F\u00f6rderung der erneuerbaren Energien und der damit einhergehende Wechsel von zentraler zu vermehrt dezentraler und unregelm\u00e4ssiger Stromerzeugung bedingt, dass innerhalb des Kraftwerksparks entsprechende <i>Back-up-Kapazit\u00e4ten<\/i> bereitgestellt werden m\u00fcssen, mit denen Betriebsausf\u00e4lle grosser Produktionsanlagen aufgefangen werden k\u00f6nnen. Diese Aufgabe kommt in erster \u2028Linie den bestehenden und geplanten <i>Pumpspeicherwerken<\/i> zu. Weiter verst\u00e4rkt der \u2028Bundesrat die F\u00f6rderung der Energieforschung speziell auf dem Gebiet der Energiespeicherung und sieht eine Mittelaufstockung bei den Pilot- und Demonstrationsprojekten vor."},{"kasten_title":"Kasten 2:","kasten_box":"<h2>Literatur<\/h2>&#13;\n\u2212 BFE (2012), Energiestrategie 2050 \u2013 erstes Massnahmenpaket.&#13;\n&#13;\n\u2212 Prognos AG (2012), Die Energiepers\u00adpektiven 2050.&#13;\n&#13;\n\u2212 Ecoplan (2012), Energiestrategie 2050 \u2013 volkswirtschaftliche Auswirkungen: \u00adAnalyse mit einem berechenbaren \u2028Gleichgewichtsmodell f\u00fcr die Schweiz.&#13;\n&#13;\nSiehe auch: <i><a href=\"http:\/\/www.energiestrategie2050.ch\">http:\/\/www.energiestrategie2050.ch<\/a><\/i>."}],"post_notes_for_print":"","first_teaser_header_de":"","first_teaser_header_fr":"","first_teaser_text_de":"","first_teaser_text_fr":"","second_teaser_header_de":"","second_teaser_header_fr":"","second_teaser_text_de":"","second_teaser_text_fr":"","kseason_de":"","kseason_fr":"","post_in_pdf":119372,"main_focus":null,"serie_email":null,"frontpage_slider_bild":"","artikel_bild-slider":null,"legacy_id":"7409","post_abstract":"","magazine_issue":"20121101","seco_author_reccomended_post":null,"redaktoren":null,"korrektor":null,"planned_publication_date":null,"original_files":null,"external_release_for_author":"19700101","external_release_for_author_time":"00:00:00","link_for_external_authors":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/exedit\/54ec3271a1f6e"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/119369"}],"collection":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3824"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=119369"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/119369\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":127339,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/119369\/revisions\/127339"}],"acf:user":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3824"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=119369"}],"wp:term":[{"taxonomy":"post__type","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post__type?post=119369"},{"taxonomy":"post_opinion","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_opinion?post=119369"},{"taxonomy":"post_serie","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_serie?post=119369"},{"taxonomy":"post_content_category","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_content_category?post=119369"},{"taxonomy":"post_content_subject","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_content_subject?post=119369"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}