{"id":119374,"date":"2012-11-01T12:00:00","date_gmt":"2012-11-01T12:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2012\/11\/schaffner-2\/"},"modified":"2023-08-23T23:26:44","modified_gmt":"2023-08-23T21:26:44","slug":"schaffner","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2012\/11\/schaffner\/","title":{"rendered":"Stromnetzausbau und Smart Grids"},"content":{"rendered":"<p>Die Stromnetze sind als Bindeglied zwischen Produktion und Verbrauch ein zentrales Element des Energieversorgungssystems. Anders als bei den Kraftwerken handelt es sich beim Stromnetz um ein nat\u00fcrliches und reguliertes Monopol. Im Stromnetz m\u00fcssen gerade im Hinblick auf die Energiestrategie 2050 grosse Herausforderungen gemeistert werden, die wie folgt zusammengefasst werden k\u00f6nnen:&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n&nbsp;&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n\u2212 Im Bereich <i>\u00dcbertragungsnetz:<\/i> Erheblicher Erneuerungsbedarf (Substanzerhaltung), da der Grossteil der schweizerischen \u00dcbertragungsleitungen vor mehr als \u202840 Jahren erstellt wurde; Ausbaubedarf &shy;aufgrund von Engpasssituationen im heu&shy;tigen Netz (vorhandene Transport&shy;leistung st\u00f6sst zunehmend an Grenzen); \u2028Optimierung der Genehmigungsverfahren; Sicherstellung der engen Anbindung an Europa.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n&nbsp;&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n\u2212 Im Bereich <i>Verteilnetze:<\/i> Integration von dezentralen Kraftwerken und fluktuierenden Einspeisern; Entwicklung der Ver&shy;teilnetze in Richtung intelligente Netze (Smart Grids); konventioneller Ausbau der Verteilnetze.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n&nbsp;&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDas Bundesamt f\u00fcr Energie (BFE) hat in diesem Zusammenhang zwei Studien<a href=\"#footnote_1\" id=\"footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor\">[1]<\/a> in Auftrag gegeben. Gem\u00e4ss den Ergebnissen der Studie \u00abEinfluss verschiedener Stromangebotsvarianten auf das \u00dcbertragungsnetz der Schweiz\u00bb ist der Einfluss des inl\u00e4ndischen Kraftwerkparks bzw. Produktions&shy;mixes auf die Belastungen im Schweizer \u00dcbertragungsnetz \u2013 im Verh\u00e4ltnis zur Angebots- und Nachfragesituation in den europ\u00e4ischen Nachbarl\u00e4ndern \u2013 eher gering. Regional kann jedoch f\u00fcr die Einbindung neuer Kraftwerke durchaus zus\u00e4tzlicher Ausbaubedarf entstehen. Ob in der Schweiz vorwiegend zentral oder dezentral eingespeist wird, hat also keine wesentlichen Auswirkungen auf die Belastungen im \u00dcbertragungsnetz. Die Studie kommt zum Schluss, dass bis 2050 \u00fcber das Netz 2020 hinaus mit einem zus\u00e4tzlichen Ausbaubedarf in der Gr\u00f6ssenordnung von 300\u2013600 km bzw. 300\u2013700 Mio. Franken zu rechnen ist.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nGem\u00e4ss den Ergebnissen der Studie zu den Auswirkungen eines verst\u00e4rkten Ausbaus der dezentralen Erzeugung auf die Schweizer Verteilnetze ist der Investitionsbedarf in den Verteilnetzen aufgrund der Integration von dezentralen Einspeisungen h\u00f6her als derjenige im \u00dcbertragungsnetz. Er bewegt sich \u2013 je nach Szenario und Variante \u2013 zwischen 3,9 Mrd. und 12,6 Mrd. Franken. In den Verteilnetzen kann der Investitionsbedarf durch innovative Massnahmen (Smart Grid) \u2013 wie z.B. eine Spannungsregelung in den unteren Netzebenen \u2013 signifikant ged\u00e4mpft werden. Insgesamt rechnet der Bundesrat f\u00fcr den Ausbau und die Erneuerung im \u00dcbertragungsnetz sowie den Ausbau im Verteilnetz bis 2050 mit Kosten von rund 18 Mrd. Franken.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nUm die anstehenden Herausforderungen bew\u00e4ltigen und den n\u00f6tigen Aus- und Umbau des Netzes zeitgerecht und effizient realisieren zu k\u00f6nnen, werden auf Basis der Resultate dieser Studien vom BFE folgende Arbeiten ausgef\u00fchrt:&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n\u2212 <i>Strategie Stromnetze:<\/i> Damit der Netzausbau und Netzumbau zeit- und bedarfsgerecht vorangetrieben werden kann, wird eine Strategie Stromnetze erarbeitet. Diese umfasst auch eine Optimierung der Genehmigungsverfahren.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n\u2212 <i>Smart Grids Roadmap:<\/i> Zur vertieften Analyse der Potenziale im Bereich Smart Metering und Smart Grids f\u00fchrte das BFE gemeinsam mit den schweizerischen Interessensvertretern ein Impact Assessment f\u00fcr die Schweiz durch. Es wird diese \u2028Resultate nun im Rahmen der Erarbeitung einer Smart Grids Roadmap konkretisieren.&#13;<\/p>\n<h2>Die 50-Hz-Stromnetze der Schweiz<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie 50-Hz-Stromnetze in der Schweiz sind gem\u00e4ss ihren Spannungsniveaus in verschiedene Netzebenen gegliedert (siehe \u2028<i>Grafik 1<\/i>). Bis anhin waren die grossen Produktionskapazit\u00e4ten vorwiegend in den &shy;Netzebenen 1 und 3 angeschlossen. Mit dem verst\u00e4rkten Einsatz von kleineren Einheiten (v.a. auf Basis von neuen erneuerbaren En&shy;er&shy;gien) wird im Rahmen der Energiestrategie die Anschlussleistung auf den unteren Netz&shy;ebenen (7 und 5) massiv zunehmen. <i>Grafik 2<\/i> zeigt das Schweizer \u00dcbertragungsnetz (Netz&shy;ebene 1, Stand 1.1.2011). Deutlich ist dabei die enge Anbindung an das umliegende &shy;Ausland erkennbar. Das am 1. Januar 2008 \u2028in Kraft getretene Stromversorgungsgesetz (StromVG, SR 734.1) sieht vor, dass sp\u00e4testens am 1. Januar 2013 Swissgrid Eigent\u00fc&shy;merin des 6700 Kilometer langen Schweizer \u00dcbertragungsnetzes wird.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/10.32.68.4\/graphics\/cache\/201211_05D_Grafik01.eps.gif\" alt=\"Die Netzebenen in der Schweiz\" width=\"840\" height=\"808\" \/>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<a class=\"graphic-link\" title=\"Schweizer \u00dcbertragungsnetz, Stand 1.1.2011\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/10.32.68.4\/graphics\/cache\/201211_05D_Grafik02.eps.gif\" alt=\"Schweizer \u00dcbertragungsnetz, Stand 1.1.2011\" width=\"840\" height=\"728\" \/><\/a>&#13;<\/p>\n<h2>Strategie Stromnetze<\/h2>\n<p>&#13;<\/p>\n<h2>Zielsetzung<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nMit der Strategie Stromnetze werden die Stossrichtungen, die durch den Infrastrukturbericht des Bundes vorgegeben wurden, konkretisiert. Grundlegendes Ziel der Strategie ist die nachhaltige Beschleunigung der bedarfsgerechten Netzentwicklung, die den oben genannten Herausforderungen Rechnung tr\u00e4gt. Dies soll erreicht werden durch eine erh\u00f6hte Planungssicherheit (grunds\u00e4tzliche Vorgaben aus den Leitlinien), klarere Rahmenbedingungen (energiewirtschaftlicher Szenariorahmen), erh\u00f6hte Akzeptanz (transparente Bedarfsermittlung mit Ein&shy;bindung aller beteiligten Akteure und der \u00d6ffentlichkeit), erh\u00f6hte Investitionssicherheit (Vorab-Best\u00e4tigung des grunds\u00e4tzlichen Bedarfs) und optimierte r\u00e4umliche Koordi&shy;nation durch fr\u00fchzeitigem Einbezug der Kantone sowie durch eine Optimierung der Bewilligungsverfahren.&#13;<\/p>\n<h2>Grunds\u00e4tze und Leitlinien<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie Strategie Stromnetze beschreibt die angestrebte zuk\u00fcnftige Ausgestaltung von Rahmenbedingungen und Abl\u00e4ufen f\u00fcr eine bedarfs- und zeitgerechte Netzentwicklung. Mit der Umsetzung der Strategie sind keine Verlagerung der Planungskompetenz der Netze vorgesehen, sondern eine effiziente Netzplanung nach klar definierten Vorgaben. Die Netzbetreiber m\u00fcssen bei der Bedarfsermittlung im Rahmen der Erstellung ihrer Mehrjahrespl\u00e4ne die gesetzlich verankerten Leitlinien und den energiewirtschaftlichen Szenariorahmen f\u00fcr den Aus- und Umbau der Stromnetz ber\u00fccksichtigen. Eine Vorab\u00fcberpr\u00fcfung des Bedarfs durch die ElCom soll zu einer h\u00f6heren Investitionssicherheit f\u00fcr die Netzbetreiber f\u00fchren. Die r\u00e4umliche Koordination soll strategischer ausgerichtet werden. Der <i>Sachplan \u00dcbertragungsleitungen (S\u00dcL)<\/i> soll dabei zu einem <i>Sachplan Energienetze (SEN)<\/i> ausgeweitet werden. Der Fokus liegt zu Beginn auf den Stromnetzen, der SEN soll aber sp\u00e4ter auf alle leitungsgebundenen Energien \u2013 auch Gas und \u00d6l \u2013 Anwendung finden. Folgende gesetzlich verankerte Leitlinien sollen f\u00fcr die Netzbetreiber verbindliche Vorgaben zu den erforderlichen Funktionalit\u00e4ten der Stromnetze machen:&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n\u2212 <i>Inl\u00e4ndische Versorgung:<\/i> Die Netzbetreiber stellen mit ihrer Planung sicher, dass das schweizerische Stromnetz die Versorgung der inl\u00e4ndischen Endverbraucher und den Abtransport der in der Schweiz produzierten Elektrizit\u00e4t jederzeit ausreichend und sicher gew\u00e4hrleistet.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n\u2212 <i>Internationale Anbindung:<\/i> Die nationale Netzgesellschaft stellt sicher, dass das schweizerische \u00dcbertragungsnetz grenz\u00fcberschreitend so dimensioniert ist, dass mit ausreichenden Import- und Exportkapazit\u00e4ten die Versorgungssicherheit gew\u00e4hrleistet wird und Ausgleichsm\u00f6glichkeiten auf europ\u00e4ischer Ebene bestehen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n\u2212 <i>Electricity Highways (Supergrid):<\/i> Die nationale Netzgesellschaft stellt \u2013 unterst\u00fctzt durch den Bund \u2013 sicher, dass die Interessen der Schweiz in die Planung f\u00fcr die paneurop\u00e4ischen Electricity Highways eingebracht werden, um langfristig eine m\u00f6glichst effiziente Anbindung an das europ\u00e4ische Verbundnetz zu gew\u00e4hrleisten. \u2212 <i>Koordination bei der Bedarfsermittlung:<\/i> Die nationale Netzgesellschaft koordiniert die Planung des \u00dcbertragungsnetzes und die damit zusammenh\u00e4ngende Bedarfsermittlung mit der Planung der Verteilnetzbetreiber sowie der SBB und den Produzenten.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n\u2212 <i>Langfristige und \u00fcber\u00f6rtliche Koordination von Stromnetzen und Raum:<\/i> Die schweizerische Planung der Stromnetze muss langfristig ausgerichtet sein und fr\u00fchzeitig zwischen Bund, den Netzbetreibern, angrenzenden \u00dcbertragungsnetzbetreibern im Ausland, SBB, Kraftwerksbetreibern und Kantonen koordiniert werden.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n\u2212 <i>Nationale Bedeutung der \u00dcbertragungsnetze:<\/i> Vorhaben, die als Teil des Mehrjahresplans der nationalen Netzgesellschaft oder der Bedarfsplanung der SBB in einen Sachplan nach dem Raumplanungsgesetz aufgenommen wurden, stellen ein Interesse von nationaler Bedeutung dar.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n\u2212 <i>Interessenabw\u00e4gung Projekte \u00dcbertragungsnetz (Netzebene 1):<\/i> Bei der Beurteilung \u2028von Korridorvarianten f\u00fcr \u00dcbertra&shy;gungsleitungen erfolgt eine umfassende &shy;Interessenabw\u00e4gung, welche die Auswirkungen auf Raum und Umwelt, technische Aspekte sowie betriebs- und volkswirtschaftliche \u00dcberlegungen ber\u00fccksichtigt.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n\u2212 <i>Verkabelung auf der Hochspannungsebene (Netzebene 3):<\/i> Hochspannungsleitungen auf neuen Trassen der Netzebene 3 und tiefer sind, sofern technisch m\u00f6glich, grunds\u00e4tzlich als Erdkabel auszuf\u00fchren, wenn die Gesamtkosten f\u00fcr Errichtung und Betrieb des Erdkabels die Gesamtkosten einer technisch gleichwertigen Freileitungsvariante nicht um einen bestimmten Faktor \u00fcberschreiten.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n\u2212 <i>Spannungsebenen \u00fcbergreifende Kompensation von Freileitungen:<\/i> Als Kompensa&shy;tion f\u00fcr die Erstellung von neuen Freileitungen auf der H\u00f6chstspannungsebene (Netzebene 1) k\u00f6nnen&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n\u2013 sofern technisch machbar \u2013 in der gleichen Region Freileitungen auf niedrigeren Spannungsebenen verkabelt werden. \u2212 <i>Anrechenbare Zusatzkosten von Netzprojekten:<\/i> Die Kosten f\u00fcr Wiederherstellungs- oder Ersatzmassnahmen, Dienstbarkeiten und erg\u00e4nzende Abgeltungen f\u00fcr den Ausgleich von Nachteilen, die durch die Realisierung von Projekten im \u00dcbertragungsnetz entstehen, gelten als anrechenbare Kosten im Sinne des Bundesgesetzes vom 23. M\u00e4rz 2007 \u00fcber die Stromversorgung (StromVG; SR 734.7).&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n\u2212 <i>Forschung, Entwicklung und Demonstration (FE&amp;D) im Netzbereich (inkl. Smart Grid):<\/i> Die Netzbetreiber (Swissgrid und Verteilnetzbetreiber) k\u00f6nnen Ausgaben f\u00fcr FE&amp;D in einer noch zu bestimmenden H\u00f6he&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n\u2013 z.B. einem gewissen Anteil der Einnahmen durch Netznutzungsentgelte \u2013 als anrechenbare Kosten geltend machen. Die Netzbetreiber m\u00fcssen den Nachweis erbringen, dass sich die entsprechenden Ausgaben auf FE&amp;D beziehen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n\u2212 <i>Mitwirkung und Kommunikation:<\/i> Bei der Planung der schweizerischen Stromnetze ist der Einbezug der \u00d6ffentlichkeit und eine umfassende Kommunikation durch alle Akteurinnen und Akteure im Verfahren sicherzustellen. Die erforderlichen Prozesse und Anforderungen werden dokumentiert und transparent kommuniziert.&#13;<\/p>\n<h2>Ablauf und Zust\u00e4ndigkeiten<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nEine \u00dcbersicht \u00fcber die Teilschritte, Abl\u00e4ufe und involvierten Institutionen bei der zuk\u00fcnftigen Netzplanung gem\u00e4ss der Strategie Stromnetze ist in <i>Grafik 3<\/i> dargestellt. Entlang der Zeitachse von oben nach unten wird der Netzplanungsprozess kontinuierlich konkreter. An den Erlass von gesetzlichen Grundlagen und Ausf\u00fchrungsbestimmungen zur Umsetzung der Leitlinien schliesst sich der periodische Prozess der Anpassung der Ausf\u00fchrungsbestimmungen (Verordnungen, Sachplan, energiewirtschaftlicher Szenariorahmen), der Bedarfsermittlung und der r\u00e4umlichen Koordination. Darauf folgen die Bewilligung und Ausf\u00fchrung konkreter Projekte und die schlussendliche \u00dcberpr\u00fcfung der Kosteneffizienz. Neue \u2028Elemente im zuk\u00fcnftigen Ablauf ergeben sich in den ersten drei Teilschritten gesetzliche Grundlagen, Ausf\u00fchrungsbestimmungen und Bedarfsermittlung. Weiter sind Anpassungen im Bereich der r\u00e4umlichen Koordination vorgesehen. Die Bewilligung der Projekte sowie die Ausf\u00fchrung und \u00dcberpr\u00fcfung der Kosteneffizienz erfolgt wie bisher. Das schrittweise und transparente Vorgehen sowie eine klare Rollenverteilung sollen dazu beitragen, dass die vorhandene Komplexit\u00e4t beherrschbar bleibt und die \u2028erforderliche Koordination zwischen den \u2028beteiligten Akteuren effizient stattfinden kann.<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/10.32.68.4\/graphics\/cache\/201211_05D_Grafik03.eps.gif\" alt=\"\u00dcbersicht \u00fcber die Abl\u00e4ufe und involvierten Institutionen bei der Netzplanung und Projektrealisierung\" width=\"840\" height=\"839\" \/>&#13;<\/p>\n<h2>Smart Grids Roadmap<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDurch die in einem Smart Grid vorhandene bidirektionale Kommunikation kann eine direkte Interaktion zwischen Verbrauchern, anderen Netznutzern und Energie&shy;versorgern hergestellt werden. Je nach \u2028Aus&shy;gestaltung und Einsatz k\u00f6nnen das unmittelbare Feedback zum Verbrauch und die M\u00f6glichkeit der Verbrauchssteuerung beim Endkunden Anreize f\u00fcr einen effizienteren Umgang mit Energie schaffen. Smart Grids erm\u00f6glichen zudem eine gezieltere Netzbewirtschaftung, was sich in einem sichereren Netz niederschl\u00e4gt und zu erh\u00f6hter Kosteneffizienz beitragen kann. Vor allem bei der Integration von erneuerbaren Energien und Elektroautos ins Stromsystem kommt Smart Grids eine entscheidende Rolle zu hin&shy;sichtlich des Ausgleichs des fluktuierenden Strom&shy;angebots aus Wind- und Solarstrom und damit der Stabilisierung und Optimierung der Netze. Zus\u00e4tzlich zur Steuerung von flexiblen Erzeugungsanlagen (z.B. WKK oder GuD) und von verschiebbaren Lasten (Demand Side Management) sind Speicher eine Option, diesen Ausgleich zu bewerkstelligen. Mit zunehmendem Anteil der angebotsabh\u00e4ngigen (fluktuierenden) Erzeugung durch Wind- und Photovoltaikanlagen steigt auch die Bedeutung der Speicherung. Neben der Pumpspeicherung, die heute die einzige wirtschaftliche Speichertechnologie in grosstechnischem Massstab darstellt, werden weitere Technologien \u2013 wie z.B. Power-to-Gas, Druckluft oder dezentrale Batterien \u2013 einen Beitrag zur Deckung des zuk\u00fcnftigen Anforderungsspektrums bez\u00fcglich Speicherung leisten m\u00fcssen. Dabei k\u00f6nnen bestehende Gesch\u00e4ftsmodelle \u2013 wie z.B. die Lieferung von Reserveenergie durch Endverbraucher \u2013 weiterentwickelt werden, und neue Gesch\u00e4ftsmodelle k\u00f6nnen zus\u00e4tzlich entstehen. Nicht zuletzt k\u00f6nnen auf der Plattform Smart Grids innovative Energiedienstleistungen angeboten werden, was einen positiven Einfluss auf den Wettbewerb im Endkundenbereich hat.&#13;<\/p>\n<h2>Ausblick<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDas BFE ist derzeit dabei, im Rahmen der Erarbeitung der Strategie Stromnetze gemeinsam mit den schweizerischen Interessensvertretern eine Smart Grids Roadmap zu entwickeln. Dabei soll analysiert werden, zu welchem Zweck und wie Smart Grids in der Schweiz funktionell ausgestaltet werden m\u00fcssen, um zielgerichtet und effizient betrieben werden zu k\u00f6nnen. Anhand verschiedener Szenarien wird der Zielzustand eines Schweizer Smart Grids definiert werden, um die notwendigen Schritte zur Umsetzung abzuleiten.<\/p>\n<ol class=\"footnote\"><li id=\"footnote_1\" class=\"footnote--item\">Verf\u00fcgbar online unter www.bfe.admin.ch\/dokumentation\/publikationenund www.energiestrategie2050.ch.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><\/ol>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Stromnetze sind als Bindeglied zwischen Produktion und Verbrauch ein zentrales Element des Energieversorgungssystems. Anders als bei den Kraftwerken handelt es sich beim Stromnetz um ein nat\u00fcrliches und reguliertes Monopol. 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