{"id":119399,"date":"2012-11-01T12:00:00","date_gmt":"2012-11-01T12:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2012\/11\/vaterlaus-2\/"},"modified":"2023-08-23T23:26:26","modified_gmt":"2023-08-23T21:26:26","slug":"vaterlaus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2012\/11\/vaterlaus\/","title":{"rendered":"Die Regulierung des schweizerischen Strommarktes ist im internationalen \u2028 Vergleich weniger effizienzorientiert"},"content":{"rendered":"<p><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"article_rect\" src=\"\/dynBase\/images\/article_rect\/201211_08_Vaterlaus_01.eps.jpg\" alt=\"\" width=\"749\" height=\"500\" \/><\/p>\n<p>&#13;<\/p>\n<p><span class=\"text__legend\">Mit den regulatorischen Ver\u00e4nderungen zur Gestaltung des Strommarktes werden die Komponenten des Endkundenpreises auf den verschiedenen Wertsch\u00f6pfungsstufen direkt und indirekt beeinflusst. \u00a0Keystone<\/span><\/p>\n<p>&#13;<\/p>\n<h2>Das Regulierungsumfeld wird sich \u2028wandeln<\/h2>\n<p>&#13;<\/p>\n<p>Im Vergleich zum europ\u00e4ischen Umfeld befindet sich die Strommarkt\u00f6ffnung in der Schweiz im R\u00fcckstand. W\u00e4hrend in zahl&shy;reichen EU-L\u00e4ndern seit mehreren Jahren alle Verbraucher ihren Stromlieferanten frei w\u00e4hlen k\u00f6nnen, ist dies in der Schweiz gem\u00e4ss Stromversorgungsgesetz (StromVG) erst seit 2009 und nur f\u00fcr Grossverbraucher m\u00f6glich. Verschiedene Faktoren f\u00fchren dazu, dass sich der regulatorische Rahmen in \u2028der Schweiz ver\u00e4ndern wird. Dazu geh\u00f6ren etwa die vom Bundesrat geplante zweite Stufe der Markt\u00f6ffnung, die Umsetzung der Energiestrategie 2050 oder die verst\u00e4rkte Einbindung der Schweiz in das europ\u00e4ische Stromversorgungskonzept (Stichwort Energieabkommen). Mit den regulatorischen Ver\u00e4nderungen zur Gestaltung des Strommarktes werden die Komponenten des Endkundenpreises auf den verschiedenen Wertsch\u00f6pfungsstufen direkt und indirekt beeinflusst. Grunds\u00e4tzlich k\u00f6nnen vier relevante Komponenten des Strompreises identifiziert werden (vgl. <i>Grafik 1<\/i>). Der Preis f\u00fcr die Elektrizit\u00e4t <i>(Energiepreis)<\/i> ergibt sich zweistufig \u00fcber den Gross- und Detailhandelspreis. Im Bereich des Grosshandels ist zudem die Nutzung von \u00dcbertragungskapazit\u00e4ten an den Landesgrenzen f\u00fcr die Preisbildung relevant <i>(Grenzkapazit\u00e4tspreis).<\/i> Der <i>Regelenergiepreis<\/i> bildet sich in der Regel zwischen Erzeugern als Anbieter und dem Systemdienstleister als Nachfrager. Das <i>Netznutzungsentgelt<\/i> \u2013 der Preis f\u00fcr die Nutzung der Infrastruktur zum Transport und zur Verteilung von Elektrizit\u00e4t \u2013 ergibt sich aufgrund des jeweiligen Regulierungsrahmens f\u00fcr das Netz als \u00abmonopolistisches Bottleneck\u00bb.Im Hinblick auf eine effiziente Stromversorgung ist es wichtig, dass die Preise den Akteuren die \u00abrichtigen\u00bb Knappheitssignale senden. Um die Funktionsf\u00e4higkeit des Preismechanismus zu untersuchen, hat das Seco Polynomics beauftragt, die aktuelle Strommarktregulierung der Schweiz auf Basis eines \u00f6konomisch fundierten Referenzmodells zu beurteilen und mit anderen L\u00e4ndern zu vergleichen.<a href=\"#footnote_1\" id=\"footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor\">[1]<\/a><br \/>&#13;<br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/10.32.68.4\/graphics\/cache\/201211_08D_Grafik01.eps.gif\" alt=\"Komponenten des Strompreises\" width=\"840\" height=\"664\" \/><\/p>\n<p>&#13;<\/p>\n<h2>Regulierung wo n\u00f6tig und Markt \u2028wo m\u00f6glich<\/h2>\n<p>&#13;<\/p>\n<p>Im Endkundenpreis sind Abgeltungen f\u00fcr die in <i>Grafik 1<\/i> aufgef\u00fchrten Wertsch\u00f6pfungsstufen enthalten. F\u00fcr die Preisbildung ist auf jeder einzelnen Stufe mit einem Referenzmodell zu pr\u00fcfen, ob es aufgrund technischer oder \u00f6konomischer Restriktionen einen Regulierungsbedarf gibt, und wenn ja, welche Regulierungsausgestaltung sich aus Effizienzoptik als zielf\u00fchrend erweist. Um die erforderlichen Massnahmen absch\u00e4tzen zu k\u00f6nnen, sind Ziele zu formulieren, an denen sich ein regulatorischer Eingriff in die Preisbildung zu orientieren hat. Dem Referenzmodell liegen folgende grunds\u00e4tzlichen Annahmen zu Grunde:\u2212 Eine wettbewerbliche Marktorganisation ergibt sich auf einer Wertsch\u00f6pfungsstufe ohne Regulierungseingriffe, wo weder \u00f6konomische noch technische Restriktionen Marktversagen begr\u00fcnden. \u2212 Verhindern \u00f6konomische oder technische\u00a0Restriktionen eine wettbewerbliche Marktorganisation, sind auf die Behebung des Marktversagens zugeschnittene Regulierungen notwendig. Aus \u00f6konomischer Sicht sind diese Regulierungen positiv zu beurteilen, falls zu \u2028erwarten ist, dass sie zu einer effizienteren Allokation der Ressourcen einer Volkswirtschaft f\u00fchren. Dies ist z.B. dann der Fall, wenn die Regulierung dazu beitr\u00e4gt, externe Kosten der Stromproduktion zu internalisieren, oder wenn sie verhindert, dass Monopolpreise zu ineffizientem Konsum f\u00fchren. Die Regulierung soll dabei einen volkswirtschaftlich effizienten Mitteleinsatz sichern und nicht selbst zu Ineffizienzen f\u00fchren (Regulierungsversagen). Das \u00fcbergeordnete Effizienzziel kann zudem hinsichtlich weiterer Regulierungsziele \u2013 wie der Sicherung der langfristigen Versorgungssicherheit oder der Sicherstellung der kurzfristigen Versorgungsqualit\u00e4t \u2013 konkretisiert werden.<\/p>\n<p>&#13;<\/p>\n<h2>Identifikation von Best-Practice durch einen Vergleich mit dem Referenzmodell<\/h2>\n<p>&#13;<\/p>\n<p>Basierend auf der \u00f6konomischen Analyse des Regulierungsbedarfs bei den verschiedenen Preiskomponenten lassen sich insgesamt 24 relevante Regulierungsfragen identifizieren (vgl. <i>Tabelle 1<\/i>). Unterschieden werden dabei regulatorische Eingriffe beim Energiepreis (Grosshandels- und Detailhandelspreis sowie dem Preis f\u00fcr die Nutzung von knappen Grenzkapazit\u00e4ten), beim Preis f\u00fcr die Regelenergie sowie bei den Netznutzungsentgelten. Jede dieser Regulierungsfragen l\u00e4sst sich unter Ber\u00fccksichtigung der dem Referenzmodell zugrundliegenden Annahmen hinsichtlich Effizienz- und Verteilungskriterien beantworten.Um die Schweiz im internationalen Vergleich zu positionieren, wurde die konkrete Regulierungsumsetzung der Regulierungsfragen in Deutschland, \u00d6sterreich, Norwegen, den Niederlanden und Kalifornien untersucht. Damit wurden bewusst L\u00e4nder ausgew\u00e4hlt, die entweder eine zur Schweiz vergleichbare Erzeugerstruktur oder Marktgr\u00f6sse aufweisen, \u00fcber mehrj\u00e4hrige Erfahrungen mit alternativen Regulierungssystemen verf\u00fcgen, vielfach als Vorbild f\u00fcr die Schweiz dienen oder negative Erfahrungen mit Regulierungsfehlern gemacht haben. Um die <i>Best Practice<\/i> zu erkennen, wurden die konkreten Regulierungsumsetzungen in den L\u00e4ndern mit dem Referenzmodell verglichen. Zur Beurteilung der Regulierungsumsetzung wurde zudem die konkrete Vorgehensweise im Quervergleich mit anderen L\u00e4ndern und im Vergleich zum Referenz&shy;modell anhand der Regulierungsfragen beurteilt. Steht die Effizienzwirkung analog zum Referenzmodell im Fokus der Regulierungsumsetzung, wurde diese f\u00fcr das betreffende Land mit 1 bewertet. Weicht dagegen die Regulierungsumsetzung von der im Referenzmodell vorgeschlagenen Umsetzung ab, wurde entweder der Wert 0,5 oder 0 vergeben. Je st\u00e4rker die Verteilungswirkungen bei der Regulierungsumsetzung angestrebt werden, desto eher liegt die Beurteilung bei 0. Die einzelnen bewerteten Regulierungsfragen wurden anschliessend entsprechend dem Anteil der einzelnen Preiskomponenten am gesamten Strompreis (in der Schweiz) gewichtet und zu einem Index zusammen&shy;gefasst. Von den betrachteten L\u00e4ndern zeichnet sich das derzeit g\u00fcltige Regulierungssystem in der Schweiz (Stand Fr\u00fchjahr 2012) durch die geringste Effizienzausrichtung aus. Am st\u00e4rksten ist die Effizienzorientierung in Norwegen. Auch in Deutschland, \u00d6sterreich, den Niederlanden und Kalifornien ist das Regulierungssystem st\u00e4rker auf die Effizienz&shy;wirkung ausgerichtet als in der Schweiz (vgl. <i>Grafik 2<\/i>). Analysiert man die Regulierung der einzelnen Wertsch\u00f6pfungsstufen, so ist in den betrachteten L\u00e4ndern insbesondere die Regulierung der Grenzkapazit\u00e4ts- und der Regelenergiepreise stark auf die Effizienz ausgerichtet. In der Schweiz ergeben sich vor allem bei der Regulierung der Grenzkapazit\u00e4ten Defizite in der Effizienzausrichtung, da keine impliziten Auktionen \u2013 d.h. Koppelung der Kapazit\u00e4ten an konkrete Transporte \u2013 durchgef\u00fchrt werden. \u00dcberdies schr\u00e4nken die Langfristvertr\u00e4ge, welche in der Schweiz noch bestehen, die Effizienz der Allokation von Grenzkapazit\u00e4ten teilweise ein. Auch bei der Regulierung der Regelenergiepreise positioniert sich die Schweiz bez\u00fcglich Effizienzorientierung im Mittelfeld der betrachteten L\u00e4nder. Einschr\u00e4nkungen ergeben sich bez\u00fcglich der Weitergabe der Abgeltungen f\u00fcr die Vorhaltung von Regelleistung, die heute als Systemdienstleistungsentgelt in Abh\u00e4ngigkeit vom Energieverbrauch \u2013 d.h. un&shy;abh\u00e4ngig von der Prognosegenauigkeit \u2013 verrechnet werden.<img decoding=\"async\" class=\"\" src=\"http:\/\/10.32.68.4\/graphics\/cache\/201211_08D_Tabelle01.eps.gif\" alt=\"\" width=\"789\" height=\"1061\" \/><\/p>\n<p>&#13;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"\" src=\"http:\/\/10.32.68.4\/graphics\/cache\/201211_08D_Grafik02.eps.gif\" alt=\"Strompreisregulierungen im internationalen Vergleich\" width=\"789\" height=\"833\" \/><\/p>\n<p>&#13;<\/p>\n<h2>Starke Verteilungsoptik beim Gross-\/\u2028Detailhandelspreis und bei Netz&shy;nutzungsentgelten<\/h2>\n<p>&#13;<\/p>\n<p>Deutlich weniger effizienzorientiert ist in den betrachteten L\u00e4ndern die Regulierung der Gross- und Detailhandelspreise sowie der Netznutzungsentgelte. Eine Ausnahme bildet die Regulierung der Grosshandelspreise in Norwegen. Der Unterschied zwischen Norwegen und den \u00fcbrigen betrachteten L\u00e4ndern liegt in der Art der F\u00f6rderung der erneuerbaren Energien, die zur Internalisierung externer Effekte der Stromproduktion und des Stromtransports praktiziert wird. Anstelle der in den \u00fcbrigen Vergleichsl\u00e4ndern praktizierten Einspeiseverg\u00fctungen, die zu Marktverzerrungen f\u00fchren k\u00f6nnen, besteht in Norwegen ein Zertifikathandel ohne Bindung an bestimmte Produktionstechnologien. Die Schweiz weist sowohl bei der Grosshandels- als auch bei der Detailhandelspreisregulierung im L\u00e4ndervergleich die geringste Effizienzorientierung auf. Haupts\u00e4chlich verantwortlich hierf\u00fcr sind auf der Grosshandelsstufe die \u00abGestehungskostenregu&shy;lierung\u00bb und die Nicht-Teilnahme am &shy;euro&shy;p\u00e4ischen CO2-Zertifikatehandel. Beim Detailhandel ist aus Effizienzoptik ausserdem die Teilmarkt\u00f6ffnung negativ zu beurteilen. Bei der Regulierung der Netznutzungsentgelte ist die Effizienzorientierung in allen betrachteten L\u00e4ndern vergleichsweise schwach ausgepr\u00e4gt. Die Schweiz und Kalifornien schneiden bez\u00fcglich der Effi&shy;zienz&shy;orientierung der Netznutzungsentgelte im Vergleich mit den anderen L\u00e4ndern schlechter ab. Mitverantwortlich ist die kosten- statt anreizbasierte Netzentgeltregulierung. Auf die Investitionsanreize wirkt sich diese jedoch positiv aus. In Kalifornien schliesslich stehen relativ starke Eingriffe in die Struktur der Netznutzungsentgelte der Effizienzorientierung entgegen.<\/p>\n<p>&#13;<\/p>\n<h2>Massnahmen im Hinblick auf eine \u2028st\u00e4rkere Effizienzausrichtung<\/h2>\n<p>&#13;<\/p>\n<p>Die Analyse zu den Regulierungen der verschiedenen Preiskomponenten kommt zum Schluss, dass folgende Anpassungen der Strommarktregulierung in der Schweiz zu einer st\u00e4rkeren Effizienzausrichtung f\u00fchren:\u2212 Vollst\u00e4ndige Markt\u00f6ffnung und damit \u2028verbunden eine Abschaffung der Grundversorgungsregulierung mit der heute \u2028angewandten \u00abGestehungskostenregulierung\u00bb.\u2212 Einf\u00fchrung einer Anreizregulierung mit individuellen Anreizen zur Belohnung vergangener Effizienzanstrengungen sowie zur Sicherstellung gen\u00fcgender Investitionsanreize f\u00fcr den zuk\u00fcnftigen Um- und Ausbau der Netze. Hier w\u00e4re z.B. denkbar, dass ein Effizienzvergleich auf Basis der durchschnittlichen einer vergangenen Zeitperiode als \u2028Indikation f\u00fcr individuelle Effizienz&shy;vorgaben dient. W\u00e4hrend der Regulierungsperiode sollten die Plankosten von Investitionen direkt in der Erl\u00f6svorgabe ber\u00fccksichtigt werden. Am Ende eines Jahres wird dann \u00fcber ein entsprechendes Regulierungskonto ein Abgleich der Plan- mit den effektiven Investitionskosten vorgenommen. \u2212 Weitergehende Abkehr vom Ausspeisemodell, um die Kosten des Netzum- und -ausbaus verursachergerechter zu finanzieren. Dabei k\u00f6nnte ein gr\u00f6sserer Teil der zus\u00e4tzlichen Netzkosten, welche auf den Anschluss neuer Erzeugungskapazit\u00e4ten zur\u00fcckzuf\u00fchren sind, von den Erzeugern getragen werden.\u2212 St\u00e4rkere Beteiligung der Verursacher von Fahrplanabweichungen an den Kosten f\u00fcr die Vorhaltung der Regelleistung. \u2212 Teilnahme am europ\u00e4ischen CO2-Handel und verst\u00e4rkter Einsatz von technologieneutralen Instrumenten bei der F\u00f6rderung von erneuerbaren Energien. Zu \u2028denken w\u00e4re etwa an eine m\u00f6glichst technologieneutrale Quotenregulierung in Bezug auf den Anteil erneuerbarer Energieformen am gesamtschweizerischen Strommix bei gleichzeitiger Installation eines entsprechenden gesamtschweizerischen Zertifikathandels f\u00fcr erneuerbare Energien.<\/p>\n<p>&#13;<\/p>\n<ol class=\"footnote\"><li id=\"footnote_1\" class=\"footnote--item\">Vaterlaus S., Berner S., Fischer B., Widmer P., Worm H. (2012): L\u00e4nderstudie zu den Erfahrungen im Bereich Strommarktliberalisierung: Effizienzsteigerung durch verbesserte Angebotsorientierung. Studie im Auftrag des Staatssekretariats f\u00fcr Wirtschaft (Seco).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><\/ol>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#13; Mit den regulatorischen Ver\u00e4nderungen zur Gestaltung des Strommarktes werden die Komponenten des Endkundenpreises auf den verschiedenen Wertsch\u00f6pfungsstufen direkt und indirekt beeinflusst. \u00a0Keystone &#13; Das Regulierungsumfeld wird sich \u2028wandeln &#13; Im Vergleich zum europ\u00e4ischen Umfeld befindet sich die Strommarkt\u00f6ffnung in der Schweiz im R\u00fcckstand. 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Damit die langfristige Versorgungssicherheit gew\u00e4hrleistet werden kann, m\u00fcssen die Strompreise die \u00abrichtigen\u00bb Knappheitssignale senden. Wie eine Studie im Auftrag des Staatssekretariats f\u00fcr Wirtschaft (Seco) aufzeigt, ist die aktuelle Schweizer Strommarktregulierung im internationalen Vergleich weniger effizienzorientiert und gewichtet die Verteilungsaspekte st\u00e4rker. F\u00fcr die anstehende Revision des Stromversorgungsgesetzes (StromVG) ergibt sich bei allen Komponenten des Endkundenpreises Handlungsbedarf. 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