{"id":119414,"date":"2012-10-01T12:00:00","date_gmt":"2012-10-01T12:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2012\/10\/adamek-2\/"},"modified":"2023-08-23T23:26:15","modified_gmt":"2023-08-23T21:26:15","slug":"adamek","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2012\/10\/adamek\/","title":{"rendered":"Kreditratingagenturen und ihre Rolle in der Schuldenkrise"},"content":{"rendered":"<p>Kreditratingagenturen spielen in der Schuldenkrise eine ambivalente Rolle. Einerseits stellen sie mit ihren Ratings einfach verst\u00e4ndliche Informationen zur Kreditw\u00fcrdigkeit von Staaten bereit, was wertvoll und unkritisch ist. Gleichzeitig sind mit ihren Bonit\u00e4tsnoten aber auch heikle Effekte verbunden. Grund daf\u00fcr sind haupts\u00e4chlich eine verbreitete, direkte reglementarische Ber\u00fccksichtigung von Ratings sowie grunds\u00e4tzliche potenzielle Probleme einer notenbasierten Bonit\u00e4tsbewertung durch Agenturen. Um negative Einfl\u00fcsse von Ratingagenturen zu reduzieren, setzen Reformen auf internationaler Ebene in diesen zwei Bereichen an.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<i>\u00abWir m\u00fcssen den Einfluss der Ratingagenturen begrenzen.\u00bb<\/i> Diese \u00c4usserung des deutschen Finanzministers Wolfgang Sch\u00e4uble vom Juli 2011 zeigt exemplarisch, dass Kreditratingagenturen (<i>Credit Rating Agencies, CRA<\/i>) derzeit kritisch beurteilt werden. Ein Grund daf\u00fcr ist die Schuldenkrise im Euroraum, in deren Verlauf sich im Nachgang zu Ratingherabstufungen immer wieder die Renditen von Staatsanleihen \u2013 und damit die Finanzierungskosten f\u00fcr Staaten \u2013 erh\u00f6ht haben. Daraus leitet sich der Vorwurf ab, die Agenturen seien mit schuld daran, dass europ\u00e4ische L\u00e4nder finanziell unter Druck gerieten. In der Tat finden wissenschaftliche Studien&#13;<br \/>\nVgl. z.B. IMF (2010). einen signifikanten Einfluss von Kreditratingaktionen auf die Renditen von Staatsanleihen, was aufgrund internationaler Finanzverflechtungen auch zu indirekten Folgeeffekten f\u00fcr weitere L\u00e4nder f\u00fchren kann. Spielen also CRA eine problematische Rolle, wie dies einzelne Politiker und Studien&#13;<br \/>\nVgl. z.B. G\u00e4rtner und Griesbach (2012). postulieren? Um diese Frage beantworten zu k\u00f6nnen, m\u00fcssen die Funktionen und Einflusskan\u00e4le von Ratings im aktuellen internationalen Finanzsystem gekl\u00e4rt werden.&#13;<\/p>\n<h2>Generelle Funktion von Ratings: Information<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nKreditratingagenturen bewerten die Kreditw\u00fcrdigkeit von Schuldnern. Dabei untersuchen sie verschiedenste quantitative und qualitative Merkmale und fassen die Ergebnisse der vielf\u00e4ltigen Analysen in einer Note, dem Rating, zusammen. Der grosse Vorteil dieser Form der Bonit\u00e4tsbeurteilung liegt in den <i>tiefen Informationskosten<\/i> f\u00fcr potenzielle Investoren. Dank einer einfach verst\u00e4ndlichen Note, die auf einer umfangreichen Informationsbasis beruht, ist es m\u00f6glich, sich auch mit geringem Aufwand von einem Schuldner ein Bild zu machen. Ausserdem bestehen im Kreditratingbereich \u2013 neben den \u00fcblichen Spezialisierungsvorteilen durch Arbeitsteilung \u2013 auch Gr\u00f6ssenvorteile aufgrund der typischen Kostenstruktur, welche durch hohe Fixkosten bei vergleichsweise tiefen variablen Kosten gepr\u00e4gt ist. Dadurch kann eine CRA ihre Dienstleistung umso g\u00fcnstiger anbieten, je mehr Auftr\u00e4ge sie erh\u00e4lt. Entsprechend ist es f\u00fcr Investoren kostensparend, die Beurteilung der Kreditw\u00fcrdigkeit an Agenturen zu delegieren.Nebst diesem Vorteil weist die notenbasierte Bonit\u00e4tsbewertung durch spezialisierte Agenturen auch m\u00f6gliche Nachteile auf, insbesondere in den folgenden Bereichen:\u2212 <i>Intransparenz:<\/i> Bei der Auswahl, Beurteilung und Gewichtung einzelner Kriterien besteht Ermessensspielraum. Ohne Offenlegung der Datenbasis sowie der Bewertungs- und Aggregationsprozesse sind deshalb die Urteile von CRA f\u00fcr Aussenstehende kaum nachvollziehbar.\u2212 <i>Interessenskonflikt:<\/i> Im aktuell \u00fcblichen Gesch\u00e4ftsmodell beim Kreditrating werden die Agenturen f\u00fcr die Erstellung eines Ratings vom zu bewertenden Schuldner bezahlt (sogenanntes <i>Issuer-pays-Modell,<\/i> vgl. <i>Kasten 1<\/i>&#13;<\/p>\n<h3>Issuer-pays- vs. Investor-pays-Modell<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\n<i>Zur Vermeidung des mit dem Issuer-pays-Modell verbundenen Interessenskonflikts verfolgen einige kleinere Ratingagenturen \u2013 wie z.B. Egan Jones Rating oder Financial Health Ratings \u2013 einen alternativen Ansatz, bei welchem sie durch potenzielle Investoren, quasi Abonnenten, entsch\u00e4digt werden (sogenanntes Investor-pays-Modell). Im Falle dieser Nischenanbieter kann sich dies positiv auf die Ratingqualit\u00e4t auswirken, wie etwa die Studie von Strobl und Xia (2012) belegt. Allerdings besteht beim Investor-pays-Ansatz ein grunds\u00e4tzliches Trittbrettfahrerproblem, das gerade f\u00fcr die grossen internationalen Agenturen bedeutsam sein d\u00fcrfte, deren Ratings nicht nur von einer spezifischen Investorenschaft nachgefragt werden. Denn falls es nicht m\u00f6glich ist, die Kenntnis eines Ratings auf die bezahlenden Abonnenten zu beschr\u00e4nken, besteht f\u00fcr jeden potenziellen Investor ein Anreiz, sich das Rating umsonst zu beschaffen und die Bezahlung anderen zu \u00fcberlassen. Gerade bei Schuldnern mit einem breiten Kreis an m\u00f6glichen Investoren d\u00fcrfte diese Geheimhaltung von Bonit\u00e4tsnoten schwer fallen. In letzter Konsequenz k\u00f6nnte dieses Trittbrettfahrerproblem dazu f\u00fchren, dass niemand bereit w\u00e4re, f\u00fcr die Erstellung des Ratings aufzukommen, und daher die Benotung eines Schuldners ausbliebe.<\/i>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n). Dadurch besteht f\u00fcr jede CRA ein Anreiz, tendenziell milde zu bewerten, da ansonsten der Kunde zur n\u00e4chsten, m\u00f6glicherweise nachsichtigeren Agentur abzuwandern droht.\u2212 <i>Marktmacht:<\/i> Die genannten Gr\u00f6ssenvorteile bei der Kreditbewertung haben eine unerfreuliche Kehrseite: Sie beg\u00fcnstigen die Bildung marktm\u00e4chtiger Agenturen.Aufgrund dieser potenziellen Probleme, welche sich negativ auf den Informationsgehalt eines Ratings auswirken k\u00f6nnen, kommen der <i>Qualit\u00e4t<\/i> und <i>Integrit\u00e4t<\/i> einer CRA entscheidende Bedeutung zu.Unter dem Strich ist ein Kreditrating also eine n\u00fctzliche, wenn auch nicht perfekte Informationsquelle. Empirische Untersuchungen,&#13;<br \/>\nVgl. z.B. IMF (2010), S. 105 ff. oder Kiff, Nowak und Schumacher (2011). in denen CRA bei der Einstufung von Ausfallrisiken f\u00fcr Staaten ziemlich gut abschneiden, best\u00e4tigen dies.Diese recht positive Einsch\u00e4tzung steht im scharfen Gegensatz zur eingangs erw\u00e4hnten Kritik an Ratingagenturen. Dieser Kritik l\u00e4sst sich allerdings entgegnen, dass sie oft bloss den \u00dcberbringer der schlechten Nachricht trifft. Und dass Informationen \u00fcber die Kreditw\u00fcrdigkeit eines Schuldners auch Auswirkungen auf dessen Finanzierungskosten haben, ist keineswegs unangebracht, sondern folgerichtig. So scheinen etwa f\u00fcr das sich in finanzieller Schieflage befindende Griechenland ein vergleichsweise tiefes Rating sowie eine hohe Risikopr\u00e4mie f\u00fcr Staatsanleihen durchaus plausibel. Dar\u00fcber hinaus stellen Ratings zwar eine wichtige, aber bei weitem nicht die einzige Informationsquelle zur finanziellen Verfassung eines Schuldners dar. Die Vorstellung, die Finanzm\u00e4rkte w\u00e4ren ohne CRA beispielsweise nicht \u00fcber die prek\u00e4re Finanzlage gewisser spanischer Banken informiert, ist abwegig.Da also Ratings alleine aufgrund ihres Informationsgehalts kaum eine speziell problematische Rolle spielen, stellt sich die Frage, ob sie allenfalls \u00fcber einen weiteren Wirkungskanal einen kritisch zu beurteilenden Einfluss aus\u00fcben. Tats\u00e4chlich besteht ein solcher Kanal, welcher von der besonderen Rolle herr\u00fchrt, die den Bonit\u00e4tsnoten heutzutage an vielen Stellen zukommt.&#13;<\/p>\n<h2>Spezifische Funktion von Ratings: Zertifizierung<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDas Spezielle an Ratings ist, dass diese expliziten Eingang in viele Regelwerke, Statuten und Vertr\u00e4ge gefunden haben. Beispielsweise stellen Anlagevorschriften von institutionellen Anlegern (z.B. Pensionskassen) oftmals direkt auf Kreditratings ab. Auch bei der Bankenregulierung gem\u00e4ss den Regeln des Basler Ausschusses f\u00fcr Bankenaufsicht (BCBS) m\u00fcssen Banken ihre Aktiven je nach Risiko mit unterschiedlich viel Eigenkapital unterlegen. Dabei werden diese Risiken teilweise aufgrund von Bonit\u00e4tsnoten beurteilt. Daneben machen auch Zentralbanken den m\u00f6glichen Belehnungsgrad von Sicherheiten bei Refinanzierungsgesch\u00e4ften oft direkt von den Ratings dieser Sicherheiten abh\u00e4ngig. Schliesslich sind Ratings auch in der Privatwirtschaft vielerorts Teil von Reglementen, so etwa in Vereinbarungen bez\u00fcglich der vorzuhaltenden Sicherheiten bei Derivatgesch\u00e4ften.Die ausdr\u00fcckliche, reglementarische Ber\u00fccksichtigung von Ratings \u2013 in diesem Zusammenhang wird auch von der <i>Zertifizierungsfunktion<\/i> von CRA gesprochen \u2013 hat zur Folge, dass diese nicht mehr bloss eine Meinung unter vielen sind, sondern zwingend ber\u00fccksichtigt werden m\u00fcssen. Dies hat unter anderem folgende Konsequenzen:\u2212 <i>Automatische Reaktionen, Cliffs:<\/i> Generell l\u00f6sen Regeln, welche explizit auf Ratings abstellen, im Nachgang zu Rating\u00e4nderungen automatische Marktreaktionen aus. Die Regelwerke nehmen zudem oft nicht v\u00f6llig kontinuierlich Bezug auf die Bonit\u00e4tsnoten. Stattdessen erfolgt der Einfluss meist sprunghaft, etwa wenn Pensionskassen nur in Anlagen einer minimalen G\u00fcte investieren d\u00fcrfen. F\u00e4llt nun die Bonit\u00e4tsnote einer Anlage nach einer Herabstufung unter diese statutarische Schwelle, m\u00fcssen entsprechende Positionen komplett abgestossen werden. Insbesondere wenn mehrere Institutionen gleichzeitig verkaufen m\u00fcssen, f\u00fchrt die Herabstufung automatisch zu einer Reaktion, welche m\u00f6glicherweise \u00fcber den Effekt hinausgeht, den die reine Zusatzinformation ausl\u00f6sen w\u00fcrde. Solche starken Effekte beim \u00dcberqueren einer (k\u00fcnstlichen) Grenze werden Klippeneffekte (<i>Cliff Effects,<\/i> kurz <i>Cliffs<\/i>) genannt. Eine typische solche Grenze stellt der \u00dcbergang von <i>Investment Grade<\/i> zu <i>Non-Investment Grade<\/i> (sogenannter Junk- oder Ramschbereich) dar. Ein anschauliches Beispiel hierf\u00fcr liefert Portugal in der Schuldenkrise (vgl. <i>Grafik 1<\/i>): Die f\u00fcnf Ratingherabstufungen der drei grossen Agenturen Moody\u2019s, Standard &amp; Poor\u2019s und Fitch von Ende M\u00e4rz und Anfang April 2011 f\u00fchrten jeweils zu relativ geringen unmittelbaren Marktreaktionen bei portugiesischen Staatsanleihen. Zur Erinnerung: Portugal beantragte Anfang April 2011 internationale Finanzhilfe. Hingegen nahmen die Renditen dieser Anleihen bei den Herabstufungen Portugals in den Ramschbereich jeweils sprunghaft zu.\u2212 <i>Generelle Rating-Schw\u00e4chen werden unumg\u00e4nglich:<\/i> Der Zwang zur Ber\u00fccksichtigung von Ratings f\u00fchrt dazu, dass die zu Beginn genannten grunds\u00e4tzlichen Probleme bei der notenbasierten Bonit\u00e4tsbewertung durch CRA automatisch ins System transferiert werden. So k\u00f6nnen Investoren beispielsweise den Interessenskonflikt aufgrund des Issuer-pays-Ansatzes nicht durch die Beiziehung weiterer Informationsquellen entsch\u00e4rfen. Die Abh\u00e4ngigkeit von Ratings f\u00fchrt umgekehrt auch dazu, dass ein blinder Glaube an Ratings faktisch beglaubigt wird \u2013 teils sogar offiziell, wie etwa bei der Bankenregulierung. Dadurch wird der Aufbau entsprechender Kapazit\u00e4ten und F\u00e4higkeiten zur Risikoanalyse tendenziell vernachl\u00e4ssigt.Durch die verpflichtende Ber\u00fccksichtigung von Bonit\u00e4tsnoten wird \u00fcberdies die eingangs erw\u00e4hnte Gefahr einer Bildung marktm\u00e4chtiger Agenturen deutlich problematischer, weil so die quasi-offizielle Zertifizierungsfunktion de facto in den H\u00e4nden eines privaten Oligopols liegt. Global betr\u00e4gt der gemeinsame Marktanteil von Moody\u2019s, Standard &amp; Poor\u2019s und Fitch \u00fcber 90%. Vor dem Hintergrund einer unausweichlichen Ber\u00fccksichtigung von Ratings \u00fcberlagern sich letztlich all die genannten Negativaspekte und f\u00fchren dazu, dass CRA aktuell tats\u00e4chlich eine teilweise problematische Rolle spielen.&#13;<\/p>\n<h2>L\u00f6sungsans\u00e4tze<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nAufgrund der globalen Tragweite von CRA und deren Ratings sind globale Ans\u00e4tze zur Probleml\u00f6sung n\u00f6tig. Zwei heikle Bereiche haben wir identifiziert: zum einen zentrale Schw\u00e4chen wie Intransparenz oder Interessenskonflikte, welche die Qualit\u00e4t der Bonit\u00e4tsnoten potenziell beeintr\u00e4chtigen, und zum anderen die Auswirkungen der Zertifizierungsfunktion von Ratingagenturen. Folglich m\u00fcssen zur Verbesserung der Situation einerseits die Regulierung und Aufsicht der Ratingagenturen gest\u00e4rkt werden, um diese zentralen Schw\u00e4chen zu bek\u00e4mpfen. Andererseits geht es darum, die Zertifizierungseffekte zu reduzieren, indem die Ratingabh\u00e4ngigkeit der Finanzinstitute gemindert und deren Anreiz zur F\u00f6rderung der eigenen Risikoanalyse erh\u00f6ht wird.Die neuen internationalen Standards befassen sich mit diesen beiden Problembereichen. Der Verhaltenskodex der <i>International Organization of Securities Commissions (Iosco)<\/i> von 2008 geht die genannten Schw\u00e4chen an, indem er einen Rahmen zur Regulierung und Aufsicht der CRA bereitstellt.&#13;<br \/>\nIosco, Code of Conduct Fundamentals for Credit Rating Agency, Mai 2008. Auf der anderen Seite hat das <i>Financial Stability Board (FSB)<\/i> Ende 2010 Prinzipien entwickelt, um die Abh\u00e4ngigkeit der Finanzinstitute von den Ratings zu verringern.&#13;<br \/>\nFSB, Principles for Reducing Reliance on CRA Ratings, Oktober 2010.<i>Grafik 2<\/i> illustriert die beiden Reformen und die Beziehungen zwischen den einzelnen Akteuren.Am Gipfel von 2009 in London hielt die G20 ihre Mitgliedstaaten zur Umsetzung des Iosco-Kodex an.&#13;<br \/>\nG20, Declaration on Strengthening the Financial System \u2013 London Summit, April 2009. Zudem verabschiedete die G20 am Gipfel in Seoul 2010 auch die FSB-Prinzipien und beauftragte das FSB mit einer Evaluation der Mitglieder zum Stand der Umsetzung beim Kodex und den Prinzipien.&#13;<br \/>\nG20, The Seoul Summit Document, November 2010.&#13;<\/p>\n<h2>Antwort der Iosco auf zentrale Schw\u00e4chen<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDer Iosco-Kodex dient als Rahmenwerk dazu, die einzelnen Schw\u00e4chen zu beheben oder zumindest zu entsch\u00e4rfen. So haben die CRA beispielsweise zur Erh\u00f6hung der <i>Transparenz<\/i> die Ratings und die Details der Evaluationsverfahren offenzulegen und Vertraulichkeitsprobleme mit den Emittenten zu regeln. Um ihre <i>Unabh\u00e4ngigkeit<\/i> zu st\u00e4rken und um <i>Interessenskonflikte<\/i> zu vermeiden, d\u00fcrfen Ratingagenturen keinem wirtschaftlichen oder politischen Druck unterliegen. Sie m\u00fcssen die Unabh\u00e4ngigkeit ihrer Analysten bei der Beurteilung gew\u00e4hrleisten und einen klaren, dokumentierten Prozess zur Vermeidung von Interessenskonflikten aufbauen. Zur St\u00e4rkung der <i>Qualit\u00e4t<\/i> und <i>Integrit\u00e4t<\/i> haben Ratingagenturen schliesslich eine rigorose Methodologie anzuwenden, angemessene Mittel sicherzustellen sowie eine Mitwirkung von Analysten bei der Entwicklung strukturierter Produkte zu untersagen.&#13;<\/p>\n<h2>FSB-Ansatz zur Verringerung der Ratingabh\u00e4ngigkeit<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nKeine L\u00f6sung bietet der Verhaltenskodex in Bezug auf die Abh\u00e4ngigkeit der Finanzinstitute von den Ratingagenturen. Hier setzen die FSB-Prinzipien vom Oktober 2010 an. Ihr Ziel ist es, die Vorschriften, Reglemente oder Standards mit ausdr\u00fccklicher Ber\u00fccksichtigung von Ratings zu reduzieren. Konkret ersucht das FSB, die Standardsetter sowie die Beh\u00f6rden beim Erlass von Gesetzen und Regulierungen reglementarische Bezugnahmen auf Bonit\u00e4tsnoten zu vermeiden. Finanzinstitute wiederum werden angehalten, ihre Entscheide anstatt auf Ratings auf ihre eigene Beurteilung abzust\u00fctzen. Ebenso sollen es die Zentralbanken vermeiden, sich bei ihren Entscheiden an Bonit\u00e4tsnoten zu orientieren. Auf diese Weise sollen die Auswirkungen der Zertifizierungsfunktion von Kreditratingagenturen verringert werden.&#13;<\/p>\n<h2>Vorsprung einerseits, R\u00fcckstand andererseits<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\n2012 hat das FSB, wie von der G20 beauftragt, bei den Mitgliedern eine Evaluation sowohl in Bezug auf die Umsetzung des Iosco-Kodex als auch auf die Einhaltung der FSB-Prinzipien vorgenommen. Die Mitglieder haben einerseits betr\u00e4chtliche Anstrengungen unternommen, indem sie mehrheitlich den Iosco-Kodex umgesetzt und einen Prozess zur Anerkennung der CRA eingef\u00fchrt haben. Bez\u00fcglich der Umsetzung seiner Prinzipien zur Verringerung der Ratingabh\u00e4ngigkeit musste das FSB allerdings feststellen, dass diese unkoordiniert verl\u00e4uft und nur langsam vorankommt; dies haupts\u00e4chlich wegen der Schwierigkeit, glaubw\u00fcrdige Alternativen zu den Bonit\u00e4tsnoten der Ratingagenturen zu finden. Das FSB hat deshalb die Standardsetter \u2013 insbesondere den BCBS \u2013 ersucht, darauf hinzuwirken, dass die Finanzinstitute die Berechnung der Eigenmittel st\u00e4rker auf ihr eigenes Risikomanagement abst\u00fctzen, anstatt direkt an Kreditratings anzubinden. Der BCBS ist daran, bis Ende Jahr entsprechende Richtlinien auszuarbeiten.&#13;<\/p>\n<h2>Fazit<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie beiden geschilderten Problembereiche im Zusammenhang mit Kreditratingagenturen sind seit langem bekannt. Die internationalen Standards versuchen, daf\u00fcr L\u00f6sungen zu bieten. Eine bessere Regulierung und Aufsicht werden die Qualit\u00e4t und das Vertrauen gegen\u00fcber den Kreditratingagenturen aller Voraussicht nach erh\u00f6hen. Dies droht allerdings, die Anziehungskraft der Ratings f\u00fcr Finanzinstitute und Investoren \u2013 und dadurch die Abh\u00e4ngigkeit von Bonit\u00e4tsnoten \u2013 weiter zu steigern. Die FSB-Prinzipien wollen die mit dieser Abh\u00e4ngigkeit verbundenen, automatischen Effekte verringern, indem die ausdr\u00fcckliche Ber\u00fccksichtigung von Ratings in Standards, Gesetzen und Reglementen reduziert oder vermieden wird. Die Urteile von Ratingagenturen stellen aber eine nur schwer zu ersetzende Informationsquelle dar. Solange es keine glaubw\u00fcrdige Alternative daf\u00fcr gibt, werden die Zukunftsaussichten f\u00fcr CRA rosig bleiben.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nGrafik 1: \u00abCliff Effects \u2013 Portugal in der Schuldenkrise\u00bb&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nGrafik 2: \u00abKreditrating \u2013 Reformans\u00e4tze der Iosco und des FSB\u00bb&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nKasten 1: Issuer-pays- vs. Investor-pays-Modell&#13;<\/p>\n<h3>Issuer-pays- vs. Investor-pays-Modell<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\nZur Vermeidung des mit dem Issuer-pays-Modell verbundenen Interessenskonflikts verfolgen einige kleinere Ratingagenturen \u2013 wie z.B. Egan Jones Rating oder Financial Health Ratings \u2013 einen alternativen Ansatz, bei welchem sie durch potenzielle Investoren, quasi Abonnenten, entsch\u00e4digt werden (sogenanntes <i>Investor-pays-Modell<\/i>). Im Falle dieser Nischenanbieter kann sich dies positiv auf die Ratingqualit\u00e4t auswirken, wie etwa die Studie von <i>Strobl und Xia (2012)<\/i> belegt. Allerdings besteht beim Investor-pays-Ansatz ein grunds\u00e4tzliches Trittbrettfahrerproblem, das gerade f\u00fcr die grossen internationalen Agenturen bedeutsam sein d\u00fcrfte, deren Ratings nicht nur von einer spezifischen Investorenschaft nachgefragt werden. Denn falls es nicht m\u00f6glich ist, die Kenntnis eines Ratings auf die bezahlenden Abonnenten zu beschr\u00e4nken, besteht f\u00fcr jeden potenziellen Investor ein Anreiz, sich das Rating umsonst zu beschaffen und die Bezahlung anderen zu \u00fcberlassen. Gerade bei Schuldnern mit einem breiten Kreis an m\u00f6glichen Investoren d\u00fcrfte diese Geheimhaltung von Bonit\u00e4tsnoten schwer fallen. In letzter Konsequenz k\u00f6nnte dieses Trittbrettfahrerproblem dazu f\u00fchren, dass niemand bereit w\u00e4re, f\u00fcr die Erstellung des Ratings aufzukommen, und daher die Benotung eines Schuldners ausbliebe.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nKasten 2: Situation in der Schweiz und in der EU&#13;<\/p>\n<h3>Situation in der Schweiz und in der EU<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\nDie gr\u00f6ssten CRA sind in den USA und in Grossbritannien angesiedelt. Fedafin ist die einzige Ratingagentur der Schweiz. Ihr Fokus liegt auf dem Schweizer Marktsegment \u00f6ffentlich-rechtlicher K\u00f6rperschaften und ihrer Instrumente.a Ihre Beurteilung umfasst \u00fcber 2400 Schweizer Gemeinden und St\u00e4dte, die Kantone, 150 staatsnahe Betriebe sowie 70 private Unternehmen. In Bezug auf die Regulierung und Aufsicht in der Schweiz hat die Aufsichtsbeh\u00f6rde Finma 2008 das Rundschreiben \u00abRatingagenturen\u00bb in Kraft gesetzt und per 1. Januar 2012 revidiert.b Es richtet sich an die Beaufsichtigten der Finma, welche die Benotungen allein zu aufsichtsrechtlichen Zwecken verwenden (Berechnung der Eigenmittel bei den Banken und Kapitalbestimmung gem\u00e4ss <i>Swiss Solvency Test<\/i> bei den Versicherungen). Die Kriterien zur Anerkennung von CRA richten sich nach den Grunds\u00e4tzen des Iosco-Kodex von 2008. Konkret anerkennt die Finma f\u00fcnf Ratingagenturen: Moody\u2019s, Standard &amp; Poor\u2019s, Fitch, DBRS und Fedafin.c Die Verwendung der Ratings f\u00fcr andere als aufsichtsrechtliche Belange \u2013 z.B. zur Information oder im Rahmen des Risikomanagements der Beaufsichtigten \u2013 bleibt uneingeschr\u00e4nkt m\u00f6glich.In der EU beaufsichtigt die <i>European Securities and Markets Authority (Esma)<\/i> die CRA. Basis dieser Aufsichtst\u00e4tigkeit bildet eine EU-weite Regulierung,d deren Fokus auf der Vermeidung von Interessenskonflikten und Intransparenz sowie auf der Verbesserung der Ratingqualit\u00e4t und -methodologie liegt. Sie geht damit in Richtung des Iosco-Verhaltenskodex. Daneben strebt die EU-Kommission weitere CRA-bezogene Regulierungen an, welche \u00fcberwiegend im Einklang mit den Initiativen des FSB stehen.Verschiedentlich wird die Schaffung einer international t\u00e4tigen europ\u00e4ischen Kreditratingagentur erwogen. Vereinzelt wird gar die Gr\u00fcndung einer \u00f6ffentlich-rechtlichen Agentur gefordert. Ein \u00f6ffentliches Engagement zugunsten einer Agentur w\u00e4re deren Glaubw\u00fcrdigkeit und Unabh\u00e4ngigkeit jedoch abtr\u00e4glich. Zudem s\u00e4he sich ein europ\u00e4ischer Bonit\u00e4tspr\u00fcfer grunds\u00e4tzlich mit denselben Problemen konfrontiert wie die bestehenden Institute. Nicht zuletzt aus diesen Gr\u00fcnden konzentriert sich die Europ\u00e4ische Kommission deshalb auf die Verbesserung des allgemein g\u00fcltigen Rahmens und \u00fcberl\u00e4sst die Entstehung europ\u00e4ischer CRA privaten Initiativen, wie etwa den Bestrebungen des Beratungsunternehmens Roland Bergere oder dem Projekt der Bertelsmann Stiftung f\u00fcr eine <i>International Non-Profit Credit Rating Agency (Incra).<\/i>f&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\na Fedafin: <i><a href=\"http:\/\/www.fedafin.ch\">http:\/\/www.fedafin.ch<\/a>.<\/i>b Finma-RS 12\/1 Ratingagenturen, Anerkennung von Instituten zur Bonit\u00e4tsbeurteilung (Ratingagenturen), Juni 2011.c Finma, Anerkannte Ratingagenturen.d Verordnung (EG) Nr. 1060\/2009 des Europ\u00e4ischen Parlaments und des Rates \u00fcber Rating-Agenturen, inklusive \u00c4nderungen und Erg\u00e4nzungen.e Vgl. Roland Berger: <i><a href=\"http:\/\/www.rolandberger.de\/medien\/\">http:\/\/www.rolandberger.de\/medien\/<\/a> presse\/pressemitteilungen\/Ratingagentur_europaeischen_Ursprungs.html.<\/i>f Bertelsmann Foundation: <i><a href=\"http:\/\/www.bfna.org\">http:\/\/www.bfna.org<\/a>,<\/i> Publications, Apr 16 2012, Blueprint for INCRA: An International Non-Profit Credit Rating Agency.&#13;<br \/>\nKasten 3: Literaturverzeichnis&#13;<\/p>\n<h3>Literaturverzeichnis<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\n\u2212 G\u00e4rtner und Griesbach (2012): Rating Agencies, Self-Fulfilling Prophecy and Multiple Equilibria? An Empirical Model of the European Sovereign Debt Crisis 2009\u20132011, Discussion Paper Nr. 2012\u201315, Universit\u00e4t St.Gallen.\u2212 IMF (2010): Global Financial Stability Report, Kapitel 3, Oktober 2010, Washington DC: International Monetary Fund.\u2212 Kiff, Nowak und Schumacher (2011): Are Rating Agencies Powerful? An Investigation into the Impact and Accuracy of Sovereign Ratings, IMF Working Paper 12\/23, Washington DC: International Monetary Fund.\u2212 Strobl und Xia (2012): The Issuer-Pays Model and Ratings Inflation: Evidence from Corporate Credit Ratings, Working Paper, Februar 2012, University of Texas at Dallas.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kreditratingagenturen spielen in der Schuldenkrise eine ambivalente Rolle. Einerseits stellen sie mit ihren Ratings einfach verst\u00e4ndliche Informationen zur Kreditw\u00fcrdigkeit von Staaten bereit, was wertvoll und unkritisch ist. Gleichzeitig sind mit ihren Bonit\u00e4tsnoten aber auch heikle Effekte verbunden. Grund daf\u00fcr sind haupts\u00e4chlich eine verbreitete, direkte reglementarische Ber\u00fccksichtigung von Ratings sowie grunds\u00e4tzliche potenzielle Probleme einer notenbasierten Bonit\u00e4tsbewertung [&hellip;]<\/p>","protected":false},"author":3666,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"om_disable_all_campaigns":false,"ep_exclude_from_search":false,"footnotes":""},"post__type":[66],"post_opinion":[],"post_serie":[],"post_content_category":[96,154],"post_content_subject":[],"acf":{"seco_author":3666,"seco_co_author":[3801,0],"author_override":"","seco_author_post_ocupation_year":"","seco_author_post_occupation_de":"Sektion W\u00e4hrung und Finanzstabilit\u00e4t, Staatssekretariat f\u00fcr internationale Finanzfragen SIF, Bern","seco_author_post_occupation_fr":"Section Finances internationales et stabilit\u00e9 financi\u00e8re, Secr\u00e9tariat d\u2019\u00c9tat aux questions financi\u00e8res internationales SFI, Berne","seco_co_authors_post_ocupation":[{"seco_co_author":3801,"seco_co_author_post_occupation_year":"","seco_co_author_post_occupation_de":"Senior Economist, W\u00e4hrung und Finanzstabilit\u00e4t, Staatssekretariat f\u00fcr internationale Finanzfragen (SIF), Bern","seco_co_author_post_occupation_fr":"Section Monnaie et stabilit\u00e9 financi\u00e8re, Secr\u00e9tariat d\u2019\u00c9tat aux questions financi\u00e8res internationales (SFI), Berne"}],"short_title":"","post_lead":"","post_hero_image_description":"","post_hero_image_description_copyright_de":"","post_hero_image_description_copyright_fr":"","post_references_literature":"","post_kasten":null,"post_notes_for_print":"","first_teaser_header_de":"","first_teaser_header_fr":"","first_teaser_text_de":"","first_teaser_text_fr":"","second_teaser_header_de":"","second_teaser_header_fr":"","second_teaser_text_de":"","second_teaser_text_fr":"","kseason_de":"","kseason_fr":"","post_in_pdf":119417,"main_focus":null,"serie_email":null,"frontpage_slider_bild":"","artikel_bild-slider":null,"legacy_id":"7349","post_abstract":"","magazine_issue":"20121001","seco_author_reccomended_post":null,"redaktoren":null,"korrektor":null,"planned_publication_date":null,"original_files":null,"external_release_for_author":"19700101","external_release_for_author_time":"00:00:00","link_for_external_authors":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/exedit\/54ec2e8b50026"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/119414"}],"collection":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3666"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=119414"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/119414\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":127348,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/119414\/revisions\/127348"}],"acf:user":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/0"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3801"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3666"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=119414"}],"wp:term":[{"taxonomy":"post__type","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post__type?post=119414"},{"taxonomy":"post_opinion","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_opinion?post=119414"},{"taxonomy":"post_serie","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_serie?post=119414"},{"taxonomy":"post_content_category","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_content_category?post=119414"},{"taxonomy":"post_content_subject","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_content_subject?post=119414"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}