{"id":119494,"date":"2012-10-01T12:00:00","date_gmt":"2012-10-01T12:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2012\/10\/willimann-2\/"},"modified":"2023-08-23T23:26:45","modified_gmt":"2023-08-23T21:26:45","slug":"willimann","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2012\/10\/willimann\/","title":{"rendered":"Risikokapital in der Schweiz: Problemfelder und Massnahmen"},"content":{"rendered":"<p>Der Bundesrat hat am 27. Juni 2012 den Bericht \u00abRisikokapital in der Schweiz\u00bb verabschiedet. Der Bericht liefert die erste Gesamtschau des Bundes \u00fcber den Schweizer Risikokapitalmarkt und kommt zum Schluss, dass dieser Markt grunds\u00e4tzlich gut funktioniert. Der Fokus der Politik des Bundesrates auf die st\u00e4ndige Verbesserung der wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen hat sich grunds\u00e4tzlich auch f\u00fcr diesen Bereich bew\u00e4hrt. Weitere Verbesserungen sind beispielsweise bei den steuerlichen Rahmenbedingungen oder im Aktienrecht geplant.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie neu gegr\u00fcndeten Unternehmen in den wachstumsstarken Sektoren haben einen bedeutenden Anteil an den neu geschaffenen Arbeitspl\u00e4tzen und tragen zur Erneuerung der Wirtschaftsstrukturen bei. Die neuen Unternehmen schaffen in ihrem Gr\u00fcndungsjahr j\u00e4hrlich \u00fcber 20&nbsp;000 Arbeitsstellen. Sch\u00e4tzungen gehen davon aus, dass \u00fcber 350&nbsp;000 der heutigen Arbeitspl\u00e4tze durch Jungunternehmen in den letzten zehn Jahren geschaffen wurden. Dies ist der Hauptgrund daf\u00fcr, dass Bund, Kantone und Gemeinden dieser Kategorie von Unternehmen besondere Aufmerksamkeit schenken. Wenn junge Unternehmen gute Rahmenbedingungen vorfinden, so sind dies beste Voraussetzungen zur St\u00e4rkung der Innovations- und Wettbewerbsf\u00e4higkeit einer Volkswirtschaft.&#13;<\/p>\n<h2>Die Schweiz im internationalen Vergleich<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nVerschiedene internationale Vergleiche zeigen regelm\u00e4ssig: Die Schweiz ist eines der innovativsten und wettbewerbsf\u00e4higsten L\u00e4nder. Die St\u00e4rken der Schweiz liegen \u2013 neben guten Rahmenbedingungen \u2013 vor allem im Generieren von Ideen und Forschungsresultaten. Die Schweiz geh\u00f6rt zu den f\u00fchrenden Forschungsnationen. Gemessen an der Anzahl Patentanmeldungen pro Einwohner ist die Schweiz das aktivste Land der OECD. Die hohe Zahl der Patentanmeldungen h\u00e4ngt auch mit der Schweiz als Konzernstandort zusammen. Ein grosser Teil der Patente wird von Grossunternehmen angemeldet.Eine grosse Herausforderung liegt darin, diese zahlreichen Ideen zur Marktreife zu bringen. Die im Vergleich beispielsweise mit den USA zur\u00fcckhaltende Unternehmer- und Risikokultur in der Schweiz wirkt dabei eher hemmend.Innovationsf\u00e4higkeit sowie Unternehmertum und Rahmenbedingungen f\u00fcr Risikokapital m\u00fcssen st\u00e4ndig weiter verbessert werden. Mit einer Wirtschaft, die immer st\u00e4rker im globalen Wettbewerb steht, ist es f\u00fcr die verh\u00e4ltnism\u00e4ssig kleine Schweiz nicht von Vorteil, dass die kritische H\u00f6he von Investitionstransaktionen eine grosse Bedeutung hat. Die Schweiz muss deshalb bessere Rahmenbedingungen anbieten als andere L\u00e4nder, um ihre f\u00fchrende Position im Bereich Innovation zu behalten.Im Gegensatz zur Schweiz kennen viele Staaten direkte F\u00f6rderbeitr\u00e4ge f\u00fcr Jungunternehmen. Die Schweiz unterst\u00fctzt Unternehmensgr\u00fcndungen mit professioneller Beratung \u2013 ein aus Unternehmersicht kritischer Erfolgsfaktor \u2013 sowie mit Hilfestellung bei der Suche nach geeigneten Partnern. Das gewerbeorientierte B\u00fcrgschaftswesen kann einem Teil der Neugr\u00fcndungen zu Bankkrediten verhelfen.Aktuelle Zahlen der <i>European Private Equity and Venture Capital Association (EVCA)<\/i> zeigen, dass die Schweiz zu den L\u00e4ndern mit einem st\u00e4rker entwickelten Venture Capital-Markt geh\u00f6rt. Die Schweiz belegte 2011 beim prozentualen Anteil Investitionen in Venture Capital&#13;<br \/>\nDie EVCA definiert Venture Capital als Unterkategorie von Private Equity, die Eigenkapital-Investitionen in die Einf\u00fchrung, die fr\u00fche Entwicklung oder die Erweiterung einer Unternehmensaktivit\u00e4t umfasst (Seed, Start-up und Later Stage Capital). am BIP hinter Schweden, D\u00e4nemark, Grossbritannien und Finnland den f\u00fcnften Platz (siehe <i>Grafik 1<\/i>). Die gute Position der Schweiz wird auch durch den <i>Global Venture Capital and Private Equity Country Attractiveness Index 2011<\/i> best\u00e4tigt. Die Schweiz nimmt in diesem internationalen Vergleich ebenfalls den f\u00fcnften Platz hinter den USA, Grossbritannien, Kanada und Singapur ein.&#13;<\/p>\n<h2>Risikokapital in der Schweiz<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nAbgesehen von einem R\u00fcckgang der Totalinvestitionen w\u00e4hrend der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008\/09 hat sich das investierte Risikokapital in der Schweiz in den letzten Jahren positiv entwickelt. Risikokapital wird vermehrt in einer sp\u00e4teren Phase eingesetzt, wo das Risiko kleiner und die Aussichten auf einen minimalen finanziellen Ertrag gr\u00f6sser sind. Der Zufluss von Risikokapital aus dem Ausland \u00fcbersteigt den Abfluss von einheimischem Kapital regelm\u00e4ssig; das heisst es ist ein Netto-Zufluss von Risikokapital in die Schweiz festzustellen (siehe <i>Tabelle 1<\/i>).Die Konsolidierung der Risikokapitalfl\u00fcsse zeigt, dass der Schweizer Markt offen ist und zu einem grossen Teil durch Mittel aus dem Ausland versorgt wird. Ausl\u00e4ndische Investitionen wurden besonders bei Unternehmens\u00fcbernahmen angezogen. Daraus l\u00e4sst sich schliessen, dass der Schweizer Markt im Allgemeinen ausreichend mit Risikokapital versorgt ist, was die bedeutenden Operationen und Firmenr\u00fcckk\u00e4ufe betrifft. Dasselbe gilt aber nicht notwendigerweise f\u00fcr die fr\u00fchen Phasen des Unternehmenszyklus; in diesem Segment werden ausl\u00e4ndische Fonds nur selten t\u00e4tig.Die Statistiken der EVCA best\u00e4tigen, dass die Investitionen vor allem in sp\u00e4teren Phasen get\u00e4tigt werden (siehe <i>Tabelle 2<\/i>). Das investierte Kapital in der fr\u00fchen (<i>Seed<\/i> und <i>Start-up<\/i>), in der sp\u00e4teren (<i>Later<\/i>) sowie in der Wachstumsphase (<i>Growth<\/i>) ist in den letzten f\u00fcnf Jahren dramatisch um etwa zwei Drittel zur\u00fcckgegangen. Gem\u00e4ss KTI-T\u00e4tigkeitsbericht 2011 liegt die Schweiz damit weit hinter anderen L\u00e4ndern Europas zur\u00fcck, die im Schnitt sogar einen Zuwachs an investiertem Kapital verzeichnen. Dabei haben insbesondere Gesch\u00e4ftsideen zu k\u00e4mpfen, die noch ganz am Anfang stehen.&#13;<\/p>\n<h2>Potenzielle L\u00fccken im Risikokapitalmarkt<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nAls <i>Innovation-Gap<\/i> \u2013 oder Innovationsl\u00fccke \u2013 wird die L\u00fccke zwischen dem bezeichnet, was die Forschung an Wissen produziert, und dem, was in der Wirtschaft gebraucht wird, um daraus Gewinn zu schlagen. Idealerweise k\u00f6nnen innovative Konzepte immer zum kommerziellen Erfolg gef\u00fchrt werden. In der Realit\u00e4t ist dies aber kaum der Fall. Ursache f\u00fcr eine Innovation Gap k\u00f6nnen u.a. die Risikoaversion der Unternehmen oder mangelhafte Vernetzung zwischen Forschung und Wirtschaft sein.Als m\u00f6glicher Indikator f\u00fcr das Erkennen einer Innovation-Gap kann der <i>Global Innovation Index (GII)<\/i>&#13;<br \/>\nVgl. <i><a href=\"http:\/\/www.globalinnovationindex.org\">http:\/\/www.globalinnovationindex.org<\/a>.<\/i> der Insead&#13;<br \/>\nInsead (fr\u00fcher \u00abInstitut Europ\u00e9en d\u2019Administration des Affaires\u00bb) ist eine Business School mit verschiedenen Standorten auf der ganzen Welt. herangezogen werden. Die Schweiz belegt 2012 in diesem Vergleich den ersten Platz. W\u00e4hrend andere Indikatoren zur Innovation den Input \u2013 wie z.B. Forschungsausgaben, Anzahl Publikationen etc. \u2013 messen und vergleichen, versucht der GII auch den Output einzubeziehen, um Aussagen \u00fcber die Qualit\u00e4t und Marktf\u00e4higkeit der Innovationen zu machen.Eine <i>Information Gap<\/i> \u2013 oder Informationsl\u00fccke \u2013 existiert, wenn die Marktteilnehmer nicht \u00fcber gen\u00fcgend Informationen verf\u00fcgen: Investoren m\u00fcssen von Innovationsprojekten und die jungen Unternehmen von m\u00f6glichen Finanzierungsquellen Kenntnis haben. Gerade f\u00fcr junge Unternehmen, die noch nicht \u00fcber ein grosses Netzwerk verf\u00fcgen, kann die Suche nach potenziellen Investoren mit relativ hohen Transaktionskosten verbunden sein. Verschiedene private Initiativen versuchen deshalb, junge Unternehmen und potenzielle Investoren \u00fcber Vermittlungsplattformen zusammenzubringen.Bei einer <i>Funding Gap<\/i> \u2013 oder Finanzierungsl\u00fccke \u2013 sind nicht gen\u00fcgend finanzielle Mittel verf\u00fcgbar, um die vorhandenen Produktideen zur Marktreife und zum Erfolg zu bringen. Eine Finanzierungsl\u00fccke kann in verschiedenen Phasen des Lebenszyklus eines Unternehmens entstehen. Eine Befragung des Staatssekretariats f\u00fcr Wirtschaft (Seco) zur Finanzierung der kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) hat gezeigt, dass 68% der KMU \u00fcber keinen Bankkredit verf\u00fcgen und ausschliesslich mit Eigenmitteln arbeiten oder auf eine andere externe Finanzierung \u2013 wie zum Beispiel Darlehen von Dritten \u2013 zur\u00fcckgreifen.&#13;<br \/>\nM.I.S. Trend (2009\/2010): Studie zur Finanzierung der KMU in der Schweiz, Untersuchung im Auftrag des Seco, <i><a href=\"http:\/\/www.seco.admin.ch\">http:\/\/www.seco.admin.ch<\/a>,<\/i> Aktuell, Medienmitteilung vom 1. Juni 2010: \u00abDie Finanzierung der KMU bleibt gut\u00bb. Bei jungen Unternehmen d\u00fcrfte dieser Prozentsatz noch h\u00f6her liegen. Einlagen der Besitzer und Aktion\u00e4re bilden somit eines der wesentlichen Finanzierungsinstrumente. Das Eigenkapital muss die h\u00f6chsten Risiken tragen und ist daher f\u00fcr den Unternehmer auch kostspielig. In F\u00e4llen, wo sich die Produkte noch im Ideenstadium befinden und der Absatz noch nicht gew\u00e4hrleistet ist, sind die Risiken derart hoch, dass oft nur eine Finanzierung mittels Eigenkapital in Frage kommt. Deshalb m\u00fcssen die Problemstellungen zus\u00e4tzlich im Kontext der verschiedenen Lebensphasen der Unternehmen unterschieden werden. Die Finanzierung ist in einer fr\u00fchen Phase sehr viel schwieriger, als wenn sich das Unternehmen bereits etabliert hat.&#13;<\/p>\n<h2>Funktionierender Risikokapitalmarkt<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nEine durch mangelnde Ideen oder Forschungsergebnisse begr\u00fcndete Innovation Gap l\u00e4sst sich f\u00fcr die Schweiz in den letzten Jahren nicht nachweisen. Die Schweiz ist gem\u00e4ss internationalen Vergleichen eines der innovativsten L\u00e4nder, das zahlreiche neue Produkte hervorbringt. Eine ungen\u00fcgende kommerzielle Nutzung der Forschungs- und Entwicklungsergebnisse kann zwar vermutet, aber empirisch gegenw\u00e4rtig nicht nachgewiesen werden. Die Feststellung von ungenutztem Potenzial aus Forschungs- und Entwicklungsergebnissen ist jedoch in Expertenkreisen weit verbreitet. Wichtig ist, dass die jungen Unternehmen an die n\u00f6tige Finanzierung kommen. Dazu ist Transparenz und ein guter Informationsaustausch wichtig. Bereits heute tragen verschiedene staatliche Massnahmen dazu bei, eine allf\u00e4llige Innovationsl\u00fccke zu vermindern. Die KTI stellt entsprechende Angebote im Rahmen des Coachings von Jungunternehmen zur Verf\u00fcgung. Der Bundesrat ist grunds\u00e4tzlich der Meinung, dass die bestehenden Angebote auf staatlicher und privater Seite hinsichtlich der Innovationsf\u00f6rderung ausreichen.Auch im Bereich des Informationsaustausches konnte in den letzten Jahren keine L\u00fccke im Sinne eines Marktversagens festgestellt werden. W\u00e4hrend der Informationsaustausch innerhalb des Kreises, der sich intensiv mit der Thematik Risikokapital auseinander setzt, gut funktioniert, besteht aber ein gewisser Bedarf, auch ausserhalb dieses Kreises weitere Interessengruppen anzusprechen und zus\u00e4tzliche potenzielle Investoren zu gewinnen. In der Schweiz bestehen verschiedene private Initiativen, deren Ziel insbesondere das Zusammenbringen von jungen Unternehmen und interessierten Investoren ist. Selbstverst\u00e4ndlich kann und soll dieser Informationsaustausch st\u00e4ndig verbessert werden. Gerade die T\u00e4tigkeit von <i>Business Angels<\/i> \u2013 d.h. verm\u00f6genden Privatpersonen, welche sich am Unternehmen finanziell beteiligen und die Jungunternehmen auch mit Expertise und Kontakten unterst\u00fctzen \u2013 k\u00f6nnte st\u00e4rker publik gemacht werden, damit sich junge Unternehmen und Investoren noch besser finden. Der Bundesrat ist der Meinung, dass diese Aufgabe haupts\u00e4chlich der Wirtschaft zuf\u00e4llt (z.B. <i>Capital proximit\u00e9).<\/i>Schliesslich stellt sich die Frage, ob gen\u00fcgend Risikokapital verf\u00fcgbar ist oder ob eine L\u00fccke im Sinne einer Funding Gap besteht. Grunds\u00e4tzlich l\u00e4sst sich feststellen, dass der Schweizer Risikokapitalmarkt gem\u00e4ss der Konsolidierung der Risikokapitalfl\u00fcsse offen ist und zu einem grossen Teil durch Mittel aus dem Ausland versorgt wird.Die Verf\u00fcgbarkeit von Kapital muss grunds\u00e4tzlich nach Phasen des Unternehmenszyklus unterschieden werden. W\u00e4hrend Banken, aber auch Venture-Capital-Fonds vorzugsweise bei Vorliegen eines fertigen Produkts oder in der Wachstums- und Expansionsphase investieren, wird vor allem in einer fr\u00fchen Phase (Seed Stage f\u00fcr Forschung und Entwicklung oder die Erarbeitung eines Businessplans) eine gewisse Finanzierungsl\u00fccke ausgemacht. Der Anteil der Investitionen im Seed-Bereich liegt bei allen L\u00e4ndern unter 10%. Die Schweiz liegt hier mit rund 3% sogar unter dem europ\u00e4ischen Durchschnitt. In dieser Phase ist das Risiko noch deutlich erh\u00f6ht, so dass Eigenmittel oder Kapital von Familie, Freunden bzw. philanthropischen Stiftungen oder allenfalls Business Angels praktisch die einzige M\u00f6glichkeit der Finanzierung sind. Zus\u00e4tzlich zeigt sich, dass die Finanzierung w\u00e4hrend der Seed-Phase eine st\u00e4rkere konjunkturelle Sensitivit\u00e4t aufweist.In der verst\u00e4rkten Kommerzialisierung von Forschungsresultaten besteht noch weiteres Potenzial. Das in einer fr\u00fchen Phase naturgem\u00e4ss h\u00f6here Risiko f\u00fchrt zu einer Zur\u00fcckhaltung bei den Investoren. Diese Zur\u00fcckhaltung h\u00e4ngt auch mit der Einstellung der Investoren zum Risiko zusammen. Aufgrund ihrer kulturellen Einstellung scheinen europ\u00e4ische Investoren zur\u00fcckhaltender als beispielsweise amerikanische Kapitalgeber, was die H\u00fcrden f\u00fcr Jungunternehmen noch vergr\u00f6ssert. Die Einstellung der Bev\u00f6lkerung gegen\u00fcber dem Jungunternehmertum spielt deshalb ebenfalls eine zentrale Rolle. Ver\u00e4nderungen bei diesen weichen Faktoren \u2013 wie die Steigerung des Unternehmergeistes \u2013 nehmen jedoch viel Zeit in Anspruch und k\u00f6nnen etwa mittels schulischen Angeboten vermehrt gef\u00f6rdert werden.&#13;<\/p>\n<h2>Weitere Massnahmen geplant<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDer Fokus auf die st\u00e4ndige Verbesserung der wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen hat sich auch f\u00fcr den Risikokapitalmarkt grunds\u00e4tzlich bew\u00e4hrt. In den letzten Jahren wurden verschiedene Massnahmen zur St\u00e4rkung der Unternehmen umgesetzt. Ein Beispiel ist die vom Volk beschlossene Unternehmenssteuerreform II, bei der mit Anpassungen der Dividendenbesteuerung oder des Beteiligungsabzugs die steuerliche Beg\u00fcnstigung der Selbstfinanzierung gemildert wurde.Um die Rahmenbedingungen f\u00fcr den Risikokapitalmarkt weiter zu verbessern, sind folgende Massnahmen geplant:\u2212 Heute besteht eine gewisse Unsicherheit, ab wann Kapitalgewinne als privat und somit steuerfrei gelten, und wann die Grenze zum gewerbem\u00e4ssigen Wertschriftenhandel \u00fcberschritten wird (Quasi-Wertschriftenhandel). Dies ist insbesondere relevant f\u00fcr Business Angels. Damit die Rechtssicherheit in diesem Bereich gest\u00e4rkt wird, sieht die Eidgen\u00f6ssische Steuerverwaltung (ESTV) vor, das bestehende Kreisschreiben, das die Auslegung bestehender rechtlicher Grundlagen pr\u00e4zisiert, im Laufe des Jahres 2012 anzupassen.\u2212 Im Rahmen der Unternehmenssteuerreform III plant der Bundesrat die Abschaffung der Emissionsabgabe auf Eigenkapital sowie Verbesserungen beim System des Beteiligungsabzugs f\u00fcr juristische Personen. Davon sollen u.a. junge Unternehmen profitieren.\u2212 Die zurzeit noch im Parlament h\u00e4ngige Aktienrechtsrevision sieht als neues Instrument zur Kapitalerh\u00f6hung bzw. -herabsetzung das Kapitalband vor: Die Generalversammlung kann den Verwaltungsrat erm\u00e4chtigen, das Aktienkapital w\u00e4hrend einer bestimmten Dauer innerhalb einer bestimmten Bandbreite herauf- und herabzusetzen. Gerade junge Unternehmen erhalten dadurch mehr Flexibilit\u00e4t und sparen sich Notariatsgeb\u00fchren, die sonst bei Kapital\u00e4nderungen anfallen.Neben den bestehenden und den geplanten staatlichen Massnahmen existieren eine Vielzahl von wertvollen privaten Initiativen zur F\u00f6rderung von jungen Unternehmerinnen und Unternehmern. Der Bundesrat verfolgt die Entwicklung des Risikokapitalmarkts und sieht die Pr\u00fcfung m\u00f6glicher Verbesserungen der Rahmenbedingungen oder anderer geeigneter Massnahmen als Daueraufgabe. Die Schweiz muss auch in Zukunft ihre gute Stellung im internationalen Vergleich halten und st\u00e4ndig ausbauen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nGrafik 1: \u00abAnteil Investitionen in Venture Capital am BIP, 2011\u00bb&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nTabelle 1: \u00abInvestitionen in Private Equity in der Schweiz nach geografischer Herkunft und Destination, 2004\u20132011\u00bb&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nTabelle 2: \u00abInvestitionen nach Phasen\u00bb<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Bundesrat hat am 27. Juni 2012 den Bericht \u00abRisikokapital in der Schweiz\u00bb verabschiedet. Der Bericht liefert die erste Gesamtschau des Bundes \u00fcber den Schweizer Risikokapitalmarkt und kommt zum Schluss, dass dieser Markt grunds\u00e4tzlich gut funktioniert. 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