{"id":119544,"date":"2012-09-01T12:00:00","date_gmt":"2012-09-01T12:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2012\/09\/kienholz-2\/"},"modified":"2023-08-23T23:26:50","modified_gmt":"2023-08-23T21:26:50","slug":"kienholz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2012\/09\/kienholz\/","title":{"rendered":"Freihandelsabkommen der Schweiz mit asiatischen L\u00e4ndern: Stand und Entwicklung"},"content":{"rendered":"<p>Vor fast zehn Jahren ist das erste Freihandelsabkommen der Schweiz im asiatischen Raum in Kraft getreten. Seither hat die Schweiz erfolgreich weitere Abkommen in der Region abgeschlossen. Verhandlungen mit gewichtigen Partnern wie China, Indien oder Indonesien sind im Gange. Die wachstumsstarken asiatischen M\u00e4rkte weisen im vom starken Schweizer Franken gepr\u00e4gten Umfeld eine grosse Anziehungskraft auf. Entsprechend betreibt die Schweiz im asiatischen Raum eine \u00e4usserst aktive Freihandelspolitik. Bis die Fr\u00fcchte dieser Arbeit geerntet werden k\u00f6nnen, gilt es aber einige Hindernisse zu \u00fcberwinden: Freihandelsverhandlungen mit asiatischen Partnern sind eine Herausforderung. <img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"article_rect\" src=\"\/dynBase\/images\/article_rect\/201209_05_Kienholz_01.eps.jpg\" alt=\"\" width=\"370\" height=\"246\" \/>&#13;<\/p>\n<h2>\u00dcberblick<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nGegenw\u00e4rtig verf\u00fcgt die Schweiz im asiatischen Raum \u00fcber vier abgeschlossene Freihandelsabkommen (FHA): Die Abkommen mit <i>Singapur<\/i>, der <i>Republik Korea<\/i> und <i>Hongkong<\/i> (noch nicht in Kraft) hat die Schweiz wie die meisten ihrer mittlerweile 26 FHA im Rahmen der Europ\u00e4ischen Freihandelsassoziation (Efta) abgeschlossen. Mit <i>Japan<\/i> hat die Schweiz hingegen bilateral ein Freihandels- und wirtschaftliches Partnerschaftsabkommen ausgehandelt. Die Schweiz ist damit das erste und bisher einzige europ\u00e4ische Land, das mit Japan ein solches Abkommen abschliessen konnte. Bei allen bisher in der Region ausgehandelten Abkommen handelt es sich um umfassende FHA, die neben dem Warenverkehr namentlich auch Dienstleistungen, Investitionen und das geistige Eigentum abdecken. Aktuell laufen in Asien Freihandelsverhandlungen mit <i>China, Indien, Indonesien<\/i> sowie <i>Vietnam.<\/i> Diese Verhandlungen befinden sich in unterschiedlichen Stadien. Ausserdem haben sich in j\u00fcngster Zeit die Kontakte im Hinblick auf eine Fortsetzung des seit 2006 unterbrochenen Verhandlungsprozesses mit <i>Thailand<\/i> intensiviert. Daneben pflegt die Schweiz mit verschiedenen weiteren asiatischen L\u00e4ndern exploratorische Kontakte. Mit <i>Malaysia<\/i> und der <i>Mongolei<\/i> verf\u00fcgt die Efta \u00fcber Zusammenarbeitserkl\u00e4rungen. Diese sehen u.a. die Einsetzung eines gemischten Ausschusses zur Pr\u00fcfung der Intensivierung der Wirtschaftsbeziehungen vor. Mit Malaysia werden m\u00f6glicherweise noch dieses Jahr Freihandelsverhandlungen lanciert. Auch mit <i>Pakistan<\/i> ist die Unterzeichnung einer Zusammenarbeitserkl\u00e4rung vorgesehen. Mit den <i>Philippinen<\/i> steht die Efta ebenfalls im Kontakt im Hinblick auf die Pr\u00fcfung einer m\u00f6glichen Intensivierung der Freihandelsbeziehungen (siehe <i>Tabelle 1<\/i>).&#13;<\/p>\n<h2>Gr\u00fcnde f\u00fcr die Intensivierung der Freihandelsbeziehungen mit Partnern im asiatischen Raum<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie Schweiz verfolgt im asiatischen Raum eine \u00e4usserst aktive Freihandelspolitik. Mehr als die H\u00e4lfte der derzeit laufenden FHA-Verhandlungen der Schweiz betreffen asiatische Partner. In einem von Turbulenzen an den internationalen Finanzm\u00e4rkten und dem starken Schweizer Franken gepr\u00e4gten wirtschaftlichen Umfeld sind im Rahmen der langfristig ausgerichteten Wachstumspolitik des Bundesrates Massnahmen zur weiteren \u00d6ffnung der Exportm\u00e4rkte von zentraler Bedeutung. Dabei liegt der Fokus nach wie vor auf der Ausweitung der Freihandelsbeziehungen auf wachstumsstarke Schwellenl\u00e4nder \u2013 insbesondere in Asien \u2013 sowie auf der Vertiefung der bestehenden Beziehungen. Auch im asiatischen Raum stehen die \u00fcblichen Kriterien der Aussenwirtschaftsstrategie des Bundesrates f\u00fcr die Auswahl von m\u00f6glichen Freihandelspartnern im Vordergrund:\u2212 die aktuelle und potenzielle wirtschaftliche Bedeutung eines m\u00f6glichen Partners;\u2212 das Ausmass bestehender oder potenzieller Diskriminierungen, die sich aus Freihandelsabkommen eines m\u00f6glichen Partners mit wichtigen Konkurrenten der Schweiz ergeben;\u2212 die Verhandlungsbereitschaft des m\u00f6glichen Partners und die entsprechenden Erfolgsaussichten;\u2212 weitere Erw\u00e4gungen wie z.B. der zu erwartende Beitrag eines Freihandelsabkommens zur wirtschaftlichen Stabilisierung und Entwicklung eines m\u00f6glichen Partners oder generell die \u00dcbereinstimmung mit den Zielen der schweizerischen Aussenpolitik.In Asien finden sich zahlreiche m\u00f6gliche Freihandelspartner, die \u00fcber ein beachtliches wirtschaftliches Potenzial verf\u00fcgen. F\u00fcr die Schweiz ist dieser Raum schon heute von grosser wirtschaftlichen Bedeutung: 2011 exportierte sie Waren im Wert von mehr als 37 Mrd. Franken in asiatische L\u00e4nder.&#13;<br \/>\nNordostasien, S\u00fcdostasien, S\u00fcd- und Zentralasien. Ohne Mittlerer Osten. Dies entspricht 18% unserer Gesamtexporte.&#13;<br \/>\nVgl. Eidgen\u00f6ssische Zollverwaltung, Schweizerische Aussenhandelsstatistik Juni 2012, Ergebnisse einschliesslich Edelmetalle, Edel- und Schmucksteine sowie Kunstgegenst\u00e4nde und Antiquit\u00e4ten, ohne Goldhandel.Viele asiatische Staaten verfolgen seit einigen Jahren eine aktive Freihandelspolitik (siehe <i>Tabelle 2<\/i>). Lange hatten diese L\u00e4nder die Tendenz, regionale pr\u00e4ferenzielle Abkommen innerhalb Asiens abzuschliessen. Seit einigen Jahren gibt es eine Entwicklung hin zur Aushandlung \u00fcberregionaler Abkommen. Dies bedeutet f\u00fcr die Schweiz einerseits die Chance, neue FHA abzuschliessen. Da auch die wichtigsten Konkurrenten der Schweiz \u2013 speziell die EU, aber auch die USA und Japan \u2013 im asiatischen Raum eine aktive Freihandelspolitik betreiben, besteht andererseits das Risiko, dass die Schweizer Unternehmen auf den entsprechenden M\u00e4rkten diskriminiert werden. Im Zusammenhang mit einer k\u00fcnftigen m\u00f6glichen Diskriminierung auf asiatischen M\u00e4rkten gilt auch den Verhandlungen f\u00fcr das Trans-Pacific Partnership (TPP) \u2013 einem FHA \u00fcber drei Kontinente, an dessen Verhandlungen mittlerweile elf L\u00e4nder aktiv beteiligt sind \u2013 ein besonderes Augenmerk.&#13;<\/p>\n<h2>Auswirkungen der Freihandelsabkommen mit asiatischen Partnern<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nIm Falle der drei bereits in Kraft getretenen Abkommen hat sich der Handel mit dem jeweiligen Partner seit Inkrafttreten unterschiedlich, aber dennoch mehrheitlich positiv entwickelt. Die Schweiz exportierte 2011 Waren im Wert von rund 3151 Mio. Franken nach <i>Singapur.<\/i> 2002, d.h. im Jahr vor dem Inkrafttreten des FHA, betrug das Total der Schweizer Exporte 1530 Mio. Franken. Im selben Zeitraum wuchsen die Importe der Schweiz aus Singapur von 296 Mio. Franken auf 666 Mio. Franken. Im Fall von <i>Korea<\/i> nahmen die Schweizer Exporte zwischen 2006 und 2011 von 1682 auf 2324 Mio. Franken zu, w\u00e4hrend die Importe von 771 auf 493 Mio. Franken sanken. Dieser R\u00fcckgang erkl\u00e4rt sich mindestens zum Teil damit, dass in der Automobil- und der elektronischen Industrie Produktionsverlagerungen von Korea nach Osteuropa und China stattgefunden haben. Entsprechend erscheinen diese G\u00fcter \u2013 auch wenn sie nach wie vor von koreanischen Unternehmen produziert werden \u2013 nicht mehr als Importe aus Korea. Seit dem Inkrafttreten des FHA mit <i>Japan<\/i> 2009 ist das Handelsvolumen zwar insgesamt leicht gestiegen; die Exporte der Schweiz nach Japan sanken jedoch vom Rekord 2009 von 7148 auf 6735 Mio. Franken in 2011. In Bezug auf die Importe war im selben Zeitraum ein Anstieg von 3597 auf 4144 Mio. Franken zu verzeichnen.&#13;<br \/>\nVgl. Eidgen\u00f6ssische Zollverwaltung, schweizerische Aussenhandelsstatistik (Juni 2012).Bei diesen Zahlen ist zu beachten, dass sie nach der alten Erhebungsmethode der schweizerischen Aussenhandelsstatistik erhoben worden (Erzeugungsland). Seit Anfang 2012 wird nun das Ursprungsland f\u00fcr die Erhebung beigezogen. Diese \u00c4nderung d\u00fcrfte sich positiv auf die Zahlen der Importe aus aussereurop\u00e4ischen Handelspartnern auswirken.&#13;<br \/>\nSiehe den Artikel von Busch und Schmidbauer auf S. 4 ff in dieser Ausgabe.Zu den neben dem Warenverkehr von den FHA abgedeckten Bereichen wie Dienstleistungen, geistiges Eigentum oder \u00f6ffentliches Beschaffungswesen sind kaum statistische Kennzahlen verf\u00fcgbar, weshalb diesbez\u00fcglich in erster Linie eine qualitative Beurteilung vorgenommen werden kann. Freihandelsabkommen verbessern gerade auch in diesen Bereichen die regulatorischen Rahmenbedingungen und verschaffen den schweizerischen Wirtschaftsakteuren damit einen stabileren, vorhersehbareren und gegen\u00fcber den Hauptkonkurrenten hindernis- und diskriminierungsfreien Zugang zu ausl\u00e4ndischen M\u00e4rkten.&#13;<br \/>\nVgl. dazu insbesondere Abt, Bedeutung von Freihandelsabkommen mit Partnern ausserhalb der EU.Gewisse quantitative Aussagen lassen sich dagegen in Bezug auf die Investitionen machen, wo die <i>Direktinvestitionen<\/i> als Indikator herangezogen werden k\u00f6nnen. Im Fall von Singapur ist der Kapitalbestand der Direktinvestitionen zwischen 2002 und 2010 von 14&nbsp;410 auf 15&nbsp;600 Mio. Franken leicht gestiegen. Auch in Korea ist seit dem Inkrafttreten des Abkommens (2006) ein Anstieg des Bestandes der Direktinvestitionen von 2556 auf 4840 Mio. Franken im Jahr 2010 zu verzeichnen. Dasselbe gilt f\u00fcr Japan, wo der Bestand von 15&nbsp;327 (2009) auf 16&nbsp;203 Mio. Franken (2010) zugenommen hat.&#13;<br \/>\nVgl. Schweizerische Nationalbank, Direktinvestitionen 2010 (Dezember 2011) bzw. 2003.&#13;<\/p>\n<h2>Herausforderungen bei Verhandlungen mit asiatischen Partnern<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nVerhandlungen mit asiatischen Partnern sind in vielerlei Hinsicht herausfordernd. Bei den aktuellen Verhandlungspartnern der Schweiz im asiatischen Raum handelt es sich um sehr grosse bis mittelgrosse dynamische Volkswirtschaften, deren offensive und defensive Interessen sich teilweise deutlich von denjenigen der Schweiz unterscheiden. Entsprechend vertreten sie ihre Positionen und Interessen in den Verhandlungen mit Nachdruck und durchaus selbstbewusst. Verhandlungen mit der Schweiz bzw. der Efta geniessen f\u00fcr solche Partner zudem h\u00e4ufig nicht zwingend eine grosse Priorit\u00e4t; der Fokus dieser Staaten liegt meist auf der asiatisch-pazifischen Region sowie auf ihren gr\u00f6ssten Handelspartnern. Auf Grund ihrer grossen Binnenm\u00e4rkte sind diese Staaten ausserdem zum Teil weniger auf den Absatz im Ausland angewiesen als etwa die Schweiz. Entsprechend dieser Interessenlage erstaunt es wenig, dass China und Indien, aber auch Indonesien und Vietnam in den Verhandlungen von der Schweiz Zugest\u00e4ndnisse \u2013 namentlich in Bezug auf die Erbringung von Dienstleistungen durch nat\u00fcrliche Personen oder den Marktzugang f\u00fcr Landwirtschaftsprodukte \u2013 fordern, welche die Schweiz noch mit keinem anderen Freihandelspartner eingegangen ist. Auch ist es schwierig, diese Verhandlungspartner davon zu \u00fcberzeugen, das bereits bestehende tiefe Zollniveau der Schweiz f\u00fcr Industrieprodukte als Vorleistung anzuerkennen. Gegen\u00fcber offensiven schweizerischen Forderungen \u2013 etwa bez\u00fcglich Marktzugang f\u00fcr Industrieprodukte, verschiedenen Dienstleistungssektoren (u.a. Finanz- und Logistikdienstleistungen) oder geistiges Eigentum \u2013 zeigen diese Partner wiederum Zur\u00fcckhaltung und machen defensive Schutzinteressen geltend. Eine weitere Herausforderung stellt sich im Zusammenhang mit den Modellbestimmungen \u00fcber Handel und nachhaltige Entwicklung, welche die Schweiz bzw. die Efta seit Mitte 2010 s\u00e4mtlichen Freihandelspartnern vorschlagen. Die meisten asiatischen Partner stehen solchen Bestimmungen \u2013 etwa bez\u00fcglich den Arbeitsstandards \u2013 sehr skeptisch gegen\u00fcber. Sie sind der Auffassung, dass diese nicht in ein Handelsabkommen geh\u00f6ren. Wie die meisten Entwicklungsl\u00e4nder bef\u00fcrchten sie, dass solche Bestimmungen f\u00fcr protektionistische Zwecke missbraucht werden k\u00f6nnten. Im ersten praktischen Anwendungsfall, dem FHA mit Hongkong, gelang es den Efta-Staaten \u2013 quasi als \u00abPioniere\u00bb und dank viel \u00dcberzeugungsarbeit \u2013 dennoch, entsprechende Umweltbestimmungen im FHA sowie Bestimmungen \u00fcber Arbeitsstandards in einem Parallelabkommen zu vereinbaren.Ein weiterer Punkt, den es in Verhandlungen insbesondere mit asiatischen Partnern zu beachten gilt, ist die m\u00f6glicherweise notwendige G\u00fcterabw\u00e4gung zwischen einem raschen Verhandlungsabschluss und dem Ambitionsniveau eines Abkommens. Dies kommt vor allem dann zum Tragen, wenn der entsprechende Partner parallel mit grossen Konkurrenten wie der EU, den USA oder Japan, die eine gr\u00f6ssere Verhandlungsmacht haben, in Verhandlung steht. Erfahrungen mit dem FHA mit Korea, aber auch mit Singapur haben gezeigt, dass die Weiterentwicklung oder \u00abNachbesserung\u00bb von Abkommen gerade mit asiatischen FHA-Partnern ein schwieriges und langwieriges Unterfangen ist. Um eine Angleichung an ein h\u00f6heres Ambitionsniveau anderer FHA dieser Partner zu erreichen, muss die Schweiz unter Umst\u00e4nden bereit sein, weitere Verpflichtungen einzugehen, was nicht immer einfach zu erreichen ist.&#13;<\/p>\n<h2>Fazit<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDank einer aktiven Politik ist die Schweiz insgesamt gut positioniert, wenn es um Freihandelsabkommen in Asien geht. Sie hat mit einigen wirtschaftlich interessanten Partnern im asiatischen Raum bereits Abkommen abschliessen k\u00f6nnen; mit anderen steht sie in Verhandlungen oder zumindest im exploratorischen Kontakt. Es darf also erwartet werden, dass die Schweizer Wirtschaftakteure auf immer mehr asiatischen M\u00e4rkten in Zukunft von stabileren, vorhersehbareren und gegen\u00fcber den Hauptkonkurrenten m\u00f6glichst hindernis- und diskriminierungsfreien Zugangsbedingungen profitieren werden. Der Weg dahin bleibt allerdings anspruchsvoll und herausfordernd.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nTabelle 1: \u00abBestehende FHA, laufende FHA-Verhandlungen und exploratorische Kontakte der Schweiz im asiatischen Raum im \u00dcberblick\u00bb&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nTabelle 2: \u00abFreihandelsbeziehungen aktueller und potenzieller Freihandelspartner der Schweiz\u00bb&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nKasten 1: Trans-Pacific Partnership&#13;<\/p>\n<h3>Trans-Pacific Partnership<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\nDie Verhandlungen f\u00fcr das Trans-Pacific Partnership (TPP)a konnten im M\u00e4rz 2010 lanciert werden. Die TPP basiert auf dem Trans-Pacific SEP (Brunei, Chile, Neuseeland, Singapur), auch P4 genannt. Das P4-Abkommen enth\u00e4lt eine Beitrittsklausel f\u00fcr andere Staaten (Artikel 20.6). Die USA haben 2008 als erste das Interesse an einer Teilnahme bekundet; wenig sp\u00e4ter folgten Australien und Peru. Malaysia und Vietnam haben sich im Verlaufe des Jahres 2010 dem Prozess angeschlossen. Im Juni 2012 sind nun auch Mexiko und Kanada eingeladen worden, sich an den Verhandlungen zu beteiligen. Japan ist ebenfalls an einem Beitritt interessiert. Das TPP soll ein ambiti\u00f6ses Abkommen werden, das neben dem Warenverkehr, den Dienstleistungen und Investitionen auch das geistige Eigentum, das \u00f6ffentliche Beschaffungswesen, Arbeit- und Umweltstandards sowie Bestimmungen zu kleinen und mittleren Unternehmen abdecken soll.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\na Vgl. Elms (2012), S. 1ff.&#13;<br \/>\nKasten 2: Literatur&#13;<\/p>\n<h3>Literatur<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\n\u2212 Marianne Abt (2009), Bedeutung von Freihandelsabkommen mit Partnern ausserhalb der EU, SECO Studie, <i><a href=\"http:\/\/www.seco.admin.ch\/themen\/00513\/00515\/01330\/index.html?lang=de\">http:\/\/www.seco.admin.ch\/themen\/00513\/00515\/01330\/index.html?lang=de<\/a>.<\/i>\u2212 Deborah Elms (2012), Getting from Here to There: Stitching Together Goods Agreements in the Trans-Pacific Partnership (TPP) Agreement, in: RSIS Working Paper No. 235 S. 1ff.\u2212 Eigen\u00f6ssische Zollverwaltung, Schweizerische Aussenhandelsstatistik Juni 2012, <i><a href=\"http:\/\/www.ezv.admin.ch\/themen\/00504\/index.html?lang=de\">http:\/\/www.ezv.admin.ch\/themen\/00504\/index.html?lang=de<\/a>.<\/i>\u2212 Schweizerische Nationalbank, Schweizerische Direktinvestitionen, <i><a href=\"http:\/\/www.snb.ch\/de\/iabout\/stat\/statpub\/fdi\/id\/statpub_fdi_hist\">http:\/\/www.snb.ch\/de\/iabout\/stat\/statpub\/fdi\/id\/statpub_fdi_hist<\/a>.<\/i><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vor fast zehn Jahren ist das erste Freihandelsabkommen der Schweiz im asiatischen Raum in Kraft getreten. 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