{"id":119799,"date":"2012-05-01T12:00:00","date_gmt":"2012-05-01T12:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2012\/05\/kohl-4\/"},"modified":"2023-08-23T23:28:16","modified_gmt":"2023-08-23T21:28:16","slug":"kohl-3","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2012\/05\/kohl-3\/","title":{"rendered":"Schweizer MEM-Industrie als Probleml\u00f6serin f\u00fcr aktuelle Herausforderungen"},"content":{"rendered":"<p>Die Technologien und Produkte der Schweizer Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie (MEM-Industrie) leisten einen wichtigen Beitrag, um Wirtschaftswachstum auch bei knapper werdenden Ressourcen zu erm\u00f6glichen. Die MEM-Industrie, die mit ihren \u00fcber 330&nbsp;000 Besch\u00e4ftigten knapp 10% zum Schweizer Bruttoinlandprodukt (BIP) beitr\u00e4gt, verbraucht ihrerseits wertsch\u00f6pfungsbereinigt immer weniger Ressourcen. Zudem helfen die Produkte der MEM-Industrie massgeblich, dass die im Produktionsprozess eingesetzten Ressourcen immer effizienter genutzt werden k\u00f6nnen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nKlimawandel, sichere Energieversorgung, Bew\u00e4ltigung der Mobilit\u00e4t und nachhaltiger Umgang mit Rohstoffen heissen die grossen globalen Herausforderungen im Umwelt- und Ressourcenschutz, die in den n\u00e4chsten Jahren und Jahrzehnten bew\u00e4ltigt werden m\u00fcssen. Im Umgang mit knapper werdenden nat\u00fcrlichen Ressourcen nimmt die Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie (MEM-Industrie) eine Schl\u00fcsselposition ein. Einerseits ben\u00f6tigt sie in ihren eigenen Prozessen viel Energie und Material. Andererseits entwickelt die MEM-Industrie genau jene Produkte und Technologien, die zur Verbesserung des Umwelt- und Ressourcenschutzes dringend notwendig sind.&#13;<\/p>\n<h2>Sinkender Energieverbrauch<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie Schweizer MEM-Industrie leistet einen bedeutenden Beitrag zur Ressourceneffizienz. Sie hat den Energieverbrauch seit dem Jahr 2000 um 20% gesenkt \u2013 dies bei gleichzeitiger Steigerung der Wertsch\u00f6pfung um 30%. Diese Entwicklung ist zwar nicht alleine auf eine verbesserte Energieeffizienz zur\u00fcckzuf\u00fchren. Strukturwandel, Produktionsverlagerungen und weitere Faktoren spielen ebenfalls eine Rolle. Trotzdem haben die Anstrengungen der Firmen zur Verbesserung der Energieeffizienz massgeblich zu diesem Ergebnis beigetragen. Noch deutlicher schlagen sich die Erfolge verbesserter Produktionsprozesse in der CO<i>2<\/i>-Statistik nieder. Die MEM-Industrie hat die CO<i>2<\/i>-Emissionen seit 1990 um 48% gesenkt.&#13;<\/p>\n<h2>Produkte zur Effizienzsteigerung<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie Produkte der MEM-Industrie erh\u00f6hen auf allen Wertsch\u00f6pfungsstufen die Ressourceneffizienz, zum Beispiele bei der <i>effizienten Energieerzeugung:<\/i> Die MEM-Industrie\u2013 entwickelt laufend leistungsf\u00e4higere Turbinen f\u00fcr Gas- und Wasserkraftwerke;\u2013 erm\u00f6glicht den Transport von Elektrizit\u00e4t mit m\u00f6glichst geringen Verlusten mit Hilfe der Hochspannungs-Gleichstrom\u00fcbertragung (HG\u00dc); \u2013 spart wertvolles Material durch immer d\u00fcnner werdende Schichtdicken der Module f\u00fcr Photovoltaikanlagen; \u2013 erreicht eine geschickte Abstimmung von Stromproduktion und -verbrauch mit Smart Grids oder intelligenten Stromnetzen.Die Produkte der MEM-Industrie helfen aber auch, <i>Produktionsprozesse effizienter<\/i> zu gestalten. \u2013 Moderne Maschinen und Anlagen stellen mehr Produkte her bei mit geringerem Energieverbrauch.\u2013 Verbessertes Maschinendesign reduziert die freigesetzte Abw\u00e4rmemenge und nutzt sie teilweise weiter.\u2013 Optimierte Komponenten senken den Energieverbrauch entscheidend. Das trifft besonders ausgepr\u00e4gt bei Elektromotoren, Kompressoren und Pumpen zu, die rund zwei Drittel des in der Industrie verbrauchten Stroms ben\u00f6tigen.Auch beim <i>effizienten Umgang mit Materialien<\/i> erm\u00f6glichen die Technologien der MEM-Industrie Fortschritte. In diesem Bereich wird intensiv geforscht, sei es bei Anlagen f\u00fcr die Metallverarbeitung oder in der Verpackungsindustrie. So verringert eine geschickt gew\u00e4hlte Geometrie den Abfall. Schmutzabweisende Oberfl\u00e4chen verhindern ein Verstopfen der Maschine. Und sanftere Transportmechanismen erm\u00f6glichen die Bearbeitung d\u00fcnnerer Materialien.&#13;<\/p>\n<h2>Gute Rahmenbedingungen f\u00fcr den Werkplatz Schweiz<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie Schweizer MEM-Industrie exportiert bis zu 80% ihrer Produkte. Damit sie auch in Zukunft ihre Rolle als erfolgreiche Probleml\u00f6serin im internationalen Wettbewerb wahrnehmen kann, ist sie auf gute Rahmenbedingungen f\u00fcr den Werkplatz Schweiz angewiesen. Der Zugang zu den internationalen M\u00e4rkten muss m\u00f6glichst offen und diskriminierungsfrei sein. Der flexible Schweizer Arbeitsmarkt sowie die Personenfreiz\u00fcgigkeit mit der EU m\u00fcssen bestehen bleiben. Die staatliche Forschungs- und Innovationsf\u00f6rderung bedarf der Kontinuit\u00e4t und ausreichender finanzieller Mittel. Die Stromversorgung muss mit hoher Versorgungssicherheit zu wettbewerbsf\u00e4higen Preisen gew\u00e4hrleistet werden.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Technologien und Produkte der Schweizer Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie (MEM-Industrie) leisten einen wichtigen Beitrag, um Wirtschaftswachstum auch bei knapper werdenden Ressourcen zu erm\u00f6glichen. 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