{"id":119919,"date":"2012-04-01T12:00:00","date_gmt":"2012-04-01T12:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2012\/04\/sauter-2\/"},"modified":"2023-08-23T23:28:31","modified_gmt":"2023-08-23T21:28:31","slug":"sauter","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2012\/04\/sauter\/","title":{"rendered":"Z\u00fcrich \u2013 die leistungsstarke Metropole"},"content":{"rendered":"<p>Der Kanton Z\u00fcrich nimmt in der internationalen Standortattraktivit\u00e4t einen Spitzenplatz ein. Um diese Position wahren zu k\u00f6nnen, sind immer gr\u00f6ssere Anstrengungen n\u00f6tig. Angesichts der grossen Herausforderungen, mit denen die gewichtige Finanzbranche konfrontiert ist, geht es darum, die Wirtschaftsstruktur zu diversifizieren, damit sie in Krisenzeiten breiter abgest\u00fctzt ist. Die Volkswirtschaftsdirektion des Kantons Z\u00fcrich setzt auf qualitatives Wachstum innovativer Branchencluster und optimale Rahmenbedingungen f\u00fcr unternehmerisches Handeln. <img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"article_rect\" src=\"\/dynBase\/images\/article_rect\/201204_15_Sauter_01.eps.jpg\" alt=\"\" width=\"370\" height=\"370\" \/>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie Wirtschaft im Kanton Z\u00fcrich ist leistungsstark und fit, genauso wie das Symboltier des Kantons, der Z\u00fcri-Leu. Das Bruttoinlandprodukt pro Kopf betrug 2010 mehr als 80&nbsp;000 US-Dollar. Damit liegt Z\u00fcrich auf einem Spitzenplatz beim BAK Performance Index der Regionen, deutlich vor Regionen wie London, Paris (\u00cele de France) und Genfersee (Bassin L\u00e9manique). Lediglich Luxemburg und die Nordwestschweiz \u00fcbertreffen Z\u00fcrich. Ebenso beeindruckend f\u00e4llt der Vergleich bei der Arbeitsproduktivit\u00e4t und dem Besch\u00e4ftigungswachstum aus. Lediglich die Zunahme der Produktiv\u00e4t ist eher unterdurchschnittlich, was teilweise durch das schon hohe Niveau von Wertsch\u00f6pfung und Produktivit\u00e4t bedingt ist. Dies ist denn auch die Herausforderung f\u00fcr den Kanton Z\u00fcrich: Um weiterhin an der Spitze mit dabei zu sein, m\u00fcssen die Anstrengungen immer weiter verst\u00e4rkt werden.&#13;<\/p>\n<h2>Optimale Rahmenbedingungen f\u00fcr unternehmerisches Handeln<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie gute Wirtschaftsperformance von Z\u00fcrich ist nicht prim\u00e4r das Resultat einer aktiven Wirtschaftspolitik, die das Geschehen lenkt und bestimmt. Das w\u00e4re angesichts der pulsierenden und vielf\u00e4ltigen wirtschaftlichen Aktivit\u00e4t dieser Metropole ein vermessener Anspruch. Die politischen Entscheidungsprozesse namentlich in f\u00f6deralistischen Strukturen erschweren zudem ein aktives Vorgehen. Die Z\u00fcrcher Regierung konzentriert sich daher darauf, der Privatwirtschaft bestm\u00f6gliche Rahmenbedingungen zu bieten und aktive Massnahmen auf klar umgrenzte Bereiche zu beschr\u00e4nken. Die Richtlinien der Regierungspolitik 2011\u20132015 definieren im Bereich Wirtschaftspolitik folgende Legislaturziele: \u2212 Der Kanton Z\u00fcrich ist ein wettbewerbsf\u00e4higer Wirtschaftsstandort mit hoher Lebensqualit\u00e4t. Das Arbeitsplatz- und Lehrstellenangebot ist vielf\u00e4ltig, und die administrative Belastung von Bev\u00f6lkerung und Wirtschaft gering.\u2212 Der Finanzhaushalt ist gesund und mittelfristig ausgeglichen. Die kantonalen Aufgaben werden sparsam und wirtschaftlich erf\u00fcllt. Kanton und Gemeinden k\u00f6nnen im Steuerwettbewerb bestehen.\u2212 Der Kanton Z\u00fcrich ist ein herausragender nationaler und internationaler Hochschulstandort mit hochstehender, wettbewerbsf\u00e4higer und innovativer Forschung. \u2212 Die Integration in den Arbeitsmarkt ist rasch und dauerhaft.\u2212 Der \u00f6ffentliche Verkehr und der motorisierte Individualverkehr sind leistungsf\u00e4hig, zuverl\u00e4ssig und qualitativ hochwertig. Der Flughafen ist konkurrenzf\u00e4hig und unterst\u00fctzt die wirtschaftlichen Interessen des Kantons. \u2212 Die raumwirksamen T\u00e4tigkeiten sind aufeinander abgestimmt. Die Lebensr\u00e4ume sind attraktiv und vielf\u00e4ltig, und der Boden wird haush\u00e4lterisch genutzt.&#13;<\/p>\n<h2>Laufende Massnahmen<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nAus den Legislaturzielen in den Bereichen Finanzpolitik und Standortf\u00f6rderung ergeben sich folgende wirtschaftspolitische Massnahmen f\u00fcr die Periode 2011\u20132015:&#13;<\/p>\n<h2>Die Position des Kantons Z\u00fcrich im internationalen und interkantonalen Steuerwettbewerb st\u00e4rken und das Steuersubstrat optimieren<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nZ\u00fcrich bem\u00fcht sich, trotz zunehmendem Steuerwettbewerb steuerlich attraktiv zu bleiben. Gem\u00e4ss dem BAK Taxation Index 2009 geh\u00f6rt Z\u00fcrich bei den effektiven durchschnittlichen Steuers\u00e4tzen zur Gruppe der Wirtschaftsmetropolen Europas mit den tiefsten Werten, sowohl f\u00fcr Unternehmen als auch f\u00fcr hochqualifizierte Arbeitskr\u00e4fte. Der internationale Wettbewerb wird den Kanton Z\u00fcrich auch weiterhin dazu zwingen, seine Dienstleistungen effizient zu erbringen und die Steuern so attraktiv wie m\u00f6glich zu halten.&#13;<\/p>\n<h2>Den Wirtschaftsstandort Z\u00fcrich auf ein qualitatives und diversifiziertes Wachstum ausrichten<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nIn der Legislaturperiode 2011\u20132015 wurden bei der Standortf\u00f6rderung die Schwerpunkte in der Clusterentwicklung und im Standortmarketing gesetzt, um so die Bem\u00fchungen der Vorjahre weiterzuf\u00fchren und zu fokussieren. Die neuen Initiativen zur administrativen Entlastung von Unternehmen sind weitere Beispiele f\u00fcr die steten Bem\u00fchungen des Kantons, seine Leistungen zu optimieren und den Anstrengungen von Bev\u00f6lkerung und Privatwirtschaft gerecht zu werden.&#13;<\/p>\n<h2>Die Clusterentwicklung in wichtigen und zukunftstr\u00e4chtigen Branchen vorantreiben<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDer Kanton Z\u00fcrich engagiert sich in Zusammenarbeit mit der Stadt Z\u00fcrich f\u00fcr die Weiterentwicklung sogenannter Branchencluster. Das sind Netzwerke von Unternehmen in ausgew\u00e4hlten und zukunftstr\u00e4chtigen Produktionsbereichen inklusive ihrer Zulieferfirmen (siehe <i>Kasten 1<\/i>&#13;<\/p>\n<h3>Clusterpolitik<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\nAktive Cluster der Standortf\u00f6rderung sind die Finanzdienstleistungen, Life Sciences, Informations- und Kommunikationstechnologie, Kreativwirtschaft, Tourismus, Cleantech, Nanotechnologie und Aerospace. In diesen Clustern werden mit unterschiedlichen Mitteln und Intensit\u00e4t individuelle, massgeschneiderte Netzwerk- und Marketingaktivit\u00e4ten durchgef\u00fchrt. Der Aufbau der Dachmarke Life Science Zurich ist ein gutes Beispiel f\u00fcr diese Bem\u00fchungen. Dieses Projekt tr\u00e4gt dazu bei, die Attraktivit\u00e4t des Hochschulstandorts Z\u00fcrich und die Vernetzung von Forschern und Unternehmern im Bereich Biotechnologie, Medizintechnologie und pharmazeutischer Industrie zu f\u00f6rdern. Das gleiche gilt f\u00fcr die Initiative Zurich IT-Valley, welche beabsichtigt, aus der Glatttalregion im Norden von Z\u00fcrich ein europ\u00e4isches \u00c4quivalent zum Silicon Valley zu machen.Bei diesen Projekten arbeitet der Kanton Z\u00fcrich mit den verschiedenen Branchenvertretern, den Hochschulen sowie seinen Partnern der St\u00e4dte Z\u00fcrich und Winterthur und teilweise auch anderen Kantonen zusammen. <i>Toolpoint<\/i> ist ein Beispiel eines kleinen, aber ausgesprochen effizienten Netzwerkes, welches Z\u00fcrich in seinen Vernetzungsaktivit\u00e4ten im Bereich Life Sciences unterst\u00fctzt. In ausgew\u00e4hlten und vielversprechenden F\u00e4llen wie diesen geht Z\u00fcrich noch weiter und f\u00f6rdert auch Investitionen in die Infrastruktur. Im Life-Science-Bereich macht der Kanton dies \u00fcber die zwei Organisationen <i>GlaTec<\/i> und <i>Bio-Technopark.<\/i> GlaTec bietet mit \u00f6ffentlicher und privater Beteiligung jungen innovativen Unternehmen zu guten Konditionen Infrastrukturdienstleistungen an. Die Leitung im Forschungsbereich hat dabei die Empa D\u00fcbendorf. Der Bio-Technopark in Schlieren-Z\u00fcrich ist das Resultat einer Kooperation mit dem Technopark Z\u00fcrich und dem Inkubator biotop. Der Bio-Technopark Schlieren hat zusammen mit ihren Vorg\u00e4ngern massgeblich zur Start-up-F\u00f6rderung von rund 40 Spin-offs der ETH beziehungsweise der Universit\u00e4t Z\u00fcrich beigetragen. In gleicher Weise investiert Z\u00fcrich auch beim Technopark Winterthur in Innovationsf\u00f6rderung und Wissenstransfer. Z\u00fcrich engagiert sich ausserdem \u00fcber die Kantons- und Landesgrenzen hinaus, wie beispielsweise im Cleantechbereich mit dem Projekt der Metropolitankonferenz <i>Green Region.<\/i> Dies dient dazu, den grenz\u00fcberschreitenden Herausforderungen und Aufgaben im Bereich Energieeffizienz im Geb\u00e4udebereich Rechnung zu tragen. Ebenfalls im Rahmen der Metropolitankonferenz wird die Clusterbildung gef\u00f6rdert, in einem ersten Schritt mit dem Pilotmodul Energie- und Geb\u00e4udetechnik. Auf Landesebene angesiedelt ist der Z\u00fcrcher Beitrag an den Swiss Technology Award als Zeichen der Unterst\u00fctzung f\u00fcr vision\u00e4re und innovative Pioniere in der Schweiz. Alle diese Bem\u00fchungen dienen letztlich dem Ziel, die Akteure entlang der Wertsch\u00f6pfungskette miteinander zu verkn\u00fcpfen, den Wissenstransfer und Innovationsprozess zu beschleunigen und so Synergien zu erzeugen. Damit sollen die Rahmenbedingungen gezielt verbessert und die Chancen f\u00fcr Innovationen erh\u00f6ht werden. Die Clusterpolitik wird wissenschaftlich begleitet und \u00fcberpr\u00fcft, um die Ressourcen effizient und zielorientiert einzusetzen und die Wertsch\u00f6pfung in diesen Bereichen absch\u00e4tzen zu k\u00f6nnen. Diese empirischen Grundlagen dienen der Standortf\u00f6rderung, namentlich im Bereich der Ansiedlung von Unternehmen und der Bestandespflege.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nInternet: <a href=\"http:\/\/www.awa.zh.ch\">http:\/\/www.awa.zh.ch<\/a>, Standortf\u00f6rderung.).Die gr\u00f6sste Herausforderung im Bereich der Clusterpolitik besteht gegenw\u00e4rtig darin, die bisherigen St\u00e4rken des Wirtschaftsstandorts Z\u00fcrich, welche sicher beim florierenden Finanzsektor (rund 25% der Wertsch\u00f6pfung im Kanton Z\u00fcrich 2010) liegen, zu pflegen. Gleichzeitig wird zunehmend wichtig, neuen Branchenschwerpunkten gute Rahmenbedingungen zu bieten, damit die Wirtschaft in Krisenzeiten breit abgest\u00fctzt ist. Die Unternehmensdienstleistungen haben mit gut 10% bereits einen beachtlichen Anteil der Wertsch\u00f6pfung des Kantons erreicht. Diese Aktivit\u00e4ten sind aber mit dem Finanzsektor eng verbunden. So ist der Cluster der Informations- und Kommunikationstechnologie ein Teil dieser Branche und daher keine Erg\u00e4nzung zum Finanzcluster. Eine St\u00e4rkung der Unternehmen in den \u00fcbrigen Wirtschaftsclustern \u2013 namentlich den Life Sciences, Cleantech, Nanotechnologie und Aerospace \u2013 kann besser als Ausgleich f\u00fcr den Konjunkturverlauf wirken, wenn der Finanzsektor eine Schw\u00e4chephase hat. Diesen neuen und zukunftstr\u00e4chtigen Bereichen gute Produktionsbedingungen zu bieten, wird an Bedeutung gewinnen. Die Entwicklung der verschiedenen Wirtschaftsbranchen h\u00e4ngt auch davon ab, inwiefern gut qualifiziertes und motiviertes Personal f\u00fcr die Unternehmen zur Verf\u00fcgung steht. Dazu leisten die Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) im Kanton Z\u00fcrich einen wichtigen Beitrag. Sie pflegen intensive Kontakte mit den Arbeitgebern, um deren Bed\u00fcrfnisse noch besser zu kennen, Stellensuchende gezielt zu qualifizieren und zu vermitteln und die Arbeitgeber im Personalmanagement zu unterst\u00fctzen. An Zukunftsworkshops gehen Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer und Personalverantwortliche der Unternehmen mit den RAV den Fragen nach, welche die zuk\u00fcnftigen Herausforderungen in ihrem Business sein werden, welche Anforderungen an die Angestellten ihrer Branche daraus resultieren und wie die RAV die Arbeitgeber dabei unterst\u00fctzen k\u00f6nnen. Zurzeit werden verschiedene Qualifizierungs- und Vermittlungsprojekte im Bau, Transportwesen und Gesundheitswesen geplant und durchgef\u00fchrt. Das Ziel dieses innovativen Ansatzes ist es, die Weiterbildung der Stellensuchenden f\u00fcr bestimmte T\u00e4tigkeiten dieser Branchen gezielt und gemeinsam durch Arbeitgeber und Arbeitslosenversicherung zu gestalten.Im Weiteren hat der Kanton Z\u00fcrich auf den 1. Januar 2011 das Gesetz zur administrativen Entlastung der Unternehmen \u2013 kurz Entlastungsgesetz \u2013 in Kraft gesetzt und nimmt damit ein zentrales Anliegen der Privatwirtschaft auf. Seither f\u00fchrt die Koordinationsstelle f\u00fcr Unternehmensentlastung&#13;<br \/>\nSiehe <a href=\"http:\/\/www.awa.zh.ch\/entlastung\">http:\/\/www.awa.zh.ch\/entlastung<\/a>. bei jedem neuen kantonalen Erlass eine Regulierungsfolgenabsch\u00e4tzung (RFA) durch. Damit kann der Kantonsrat seine Beratung \u00fcber neue Gesetze in Kenntnis der implizierten administrativen Belastung der Unternehmen treffen. Bis Ende 2011 wurden rund 15 RFA durchgef\u00fchrt. Voraussichtlich bis Ende 2012 \u00fcberpr\u00fcft zudem eine Kommission unter Leitung von Regierungsrat Ernst Stocker das bisherige Recht auf \u00fcberm\u00e4ssig belastende Erlasse.&#13;<\/p>\n<h2>Grundlagen f\u00fcr eine gezielte Innovationspolitik des Kantons Z\u00fcrich erarbeiten und Anreize f\u00fcr Innovationen schaffen<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nBisher unterst\u00fctzt der Kanton Z\u00fcrich Innovationen und die Zusammenarbeit zwischen Hochschulen und Wirtschaft vornehmlich \u00fcber die Netzwerke der bestehenden Cluster. Dabei werden ausgew\u00e4hlte Innovations- und Netzwerkprojekte je nach Cluster an vielen verschiedenen Standorten gef\u00f6rdert. Ideal w\u00e4re zudem, diese Standorte r\u00e4umlich in einem grossen Innovationspark zusammenzuf\u00fchren. Dies w\u00fcrde den lebhaften Forschungsaktivit\u00e4ten im Raum Z\u00fcrich einen weiteren Schub verleihen. Der Kanton Z\u00fcrich setzt sich daher f\u00fcr die M\u00f6glichkeit eines Innovationsparks auf dem Flughafenareal D\u00fcbendorf ein. Allerdings sind diesbez\u00fcglich noch einige entscheidende Fragen offen; so hat sich der Bund noch nicht festgelegt, ob er das Areal auch k\u00fcnftig aviatisch nutzen will. Eine Einbettung in einen gesamtschweizerischen Innovationspark ist anzustreben und w\u00fcrde aufgrund der Standortvorteile \u2013 wie z.B. der N\u00e4he zum Flughafen Z\u00fcrich und zu renommierten Hochschulen \u2013 einen landesweiten Nutzen bringen.&#13;<\/p>\n<h2>Die F\u00fchrung der Marke Z\u00fcrich beanspruchen und die Standortqualit\u00e4ten in der \u00f6ffentlichen Wahrnehmung verankern und f\u00f6rdern<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDer internationale Wettbewerb zwischen St\u00e4dten und Regionen um Unternehmen, qualifizierte Arbeitskr\u00e4fte und Touristen ist in den letzten Jahren h\u00e4rter geworden. Es ist deshalb unabdingbar, dass sich Standorte unverwechselbar positionieren. Dies geschieht f\u00fcr den Standort Z\u00fcrich im Rahmen des Integrierten Standort- und Destinationenmarketings. Ziel ist die gemeinsame Vermarktung Z\u00fcrichs sowohl aus wirtschaftlicher als auch aus touristischer Sicht unter Einbezug der massgeblichen Akteure. Im Juli 2011 haben Stadt und Kanton Z\u00fcrich sowie Z\u00fcrich Tourismus hierf\u00fcr eine entsprechende Markenvereinbarung unterzeichnet und das gemeinsame Markenlogo sowie den Slogan \u00abZ\u00fcrich \u2013 World Class. Swiss Made\u00bb der \u00d6ffentlichkeit vorgestellt.Dem Markenlogo ist im Auftrag des Kantons ein Imagemonitoring vorangegangen, mit welchem die Wahrnehmung der Region Z\u00fcrich erhoben wurde. Daraus liessen sich erste Handlungsfelder ableiten, die bei der koordinierten Planung der Marketingaktivit\u00e4ten ber\u00fccksichtigt werden. Ein erstes gemeinsam koordiniertes Vorhaben ist die Vermarktung Z\u00fcrichs als Standort f\u00fcr Filmdrehs unter dem Dach des Z\u00fcrich Film Office.&#13;<br \/>\nSiehe <a href=\"http:\/\/www.stadt-zuerich.ch\/filmoffice\">http:\/\/www.stadt-zuerich.ch\/filmoffice<\/a>. In Vorbereitung sind auch gemeinsam koordinierte Auftritte an Grossanl\u00e4ssen, so beispielsweise an den Olympischen Sommerspielen 2012 in London. Die B\u00fcndelung dieser Standortaktivit\u00e4ten unter den verschiedenen Partnern erh\u00f6ht die Wirkung und spart Ressourcen.&#13;<\/p>\n<h2>Autonomie und Handlungsf\u00e4higkeit des Finanzplatzes zur Wahrung der Posititon im internationalen Wettbewerb durch aktive Interessenvertretung st\u00e4rken<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie laufenden Ver\u00e4nderungen der nationalen und internationalen Wirtschaftsstrukturen stellen auch die Z\u00fcrcher Wirtschaft vor neue Herausforderungen. Angesichts der schlechteren Finanzlage der \u00f6ffentlichen Hand konkurrierender Standorte im Ausland steigt einerseits der Druck, dass sich die Schweiz dem regulatorischen Umfeld in anderen OECD-L\u00e4ndern \u2013 vor allem im Bereich der Steuern \u2013 anpassen soll. Andererseits hat der Wettbewerbsdruck in der Finanzbranche seit der Finanz- und W\u00e4hrungskrise zugenommen. Die Kapitalisierung der Banken muss vielfach erh\u00f6ht werden, und die Ertragsaussichten haben sich verschlechtert. Die Branche scheint vor einer l\u00e4ngeren Konsolidierungsphase auf internationaler Ebene \u2013 und damit auch in der Schweiz und im Kanton Z\u00fcrich \u2013 zu stehen. Es gilt daher, wachsam zu bleiben und auf allen Ebenen weiterhin f\u00fcr optimale Bedingungen der Finanzbranche zu sorgen. Der Kanton Z\u00fcrich liess diese Thematik von der BAK Basel im Rahmen der Studie \u00abFinanzplatz Z\u00fcrich 2011\u00bb vertieft untersuchen und bietet damit Wirtschaft und Politik solide Grundlagen f\u00fcr eine Diskussion der Handlungsoptionen an.&#13;<\/p>\n<h2>Fazit<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie bisherigen Bem\u00fchungen des Kantons Z\u00fcrich, gute Rahmenbedingungen f\u00fcr die Wirtschaft zu schaffen und sich auf ausgew\u00e4hlte Aktivit\u00e4ten zur F\u00f6rderung der Standortattraktivit\u00e4t sowie der Innovationen zu beschr\u00e4nken, haben Fr\u00fcchte getragen. Dies zeigt der Indikator f\u00fcr die wirtschaftliche Attraktivit\u00e4t der BAK Basel, bei dem Z\u00fcrich den absoluten Spitzenplatz unter den vergleichbaren Regionen einnimmt. Z\u00fcrich ist attraktiv bez\u00fcglich der Steuerbelastung, der geografischen Erreichbarkeit, der Produktemarkt- und Arbeitsmarktregulierung, der Qualit\u00e4t der Universit\u00e4ten sowie seiner Forschungsaktivit\u00e4ten gemessen an der Patent- und Publikationsdichte. Die Fortsetzung dieser Bem\u00fchungen, verschiedenen Bereichen von zukunftstr\u00e4chtigen T\u00e4tigkeiten und Produktionen einen attraktiven Standort zu bieten, Innovationen gezielt zu f\u00f6rdern und den schon leistungsstarken Finanzsektor soweit wie m\u00f6glich zu unterst\u00fctzen, d\u00fcrfte auch weiterhin eine gewinnbringende Strategie f\u00fcr Z\u00fcrich sein. Der hohe Wert Z\u00fcrichs beim BAK Structural Potential Index best\u00e4rkt diese Zuversicht. Dieser Index misst das wirtschaftliche Potenzial der Branchenstruktur einer Region, deren Wettbewerbsf\u00e4higkeit sowie die Effizienz der politischen Strukturen und der Verwaltung. In den kommenden Jahren wird insbesondere der Finanzsektor mit grossen Herausforderungen konfrontiert sein. Um eine ausgewogene Wirtschaftsentwicklung im Kanton Z\u00fcrich zu erm\u00f6glichen, muss die Aufmerksamkeit zunehmend den Bed\u00fcrfnissen der \u00fcbrigen zukunftstr\u00e4chtigen Branchen und Wirtschaftscluster \u2013 namentlich Life Sciences, Cleantech, Nanotechnologie und Aerospace \u2013 geschenkt werden. Wenn dies gelingt, wird Z\u00fcrich eines der attraktivsten Wirtschaftszentren der Schweiz und Europas bleiben.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nGrafik 1: \u00abStandortattraktivit\u00e4t von Regionen im Vergleich\u00bb&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nGrafik 2: \u00abRegionales Wachstumspotenzial\u00bb&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nKasten 1: Clusterpolitik&#13;<\/p>\n<h3>Clusterpolitik<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\nAktive Cluster der Standortf\u00f6rderung sind die Finanzdienstleistungen, Life Sciences, Informations- und Kommunikationstechnologie, Kreativwirtschaft, Tourismus, Cleantech, Nanotechnologie und Aerospace. In diesen Clustern werden mit unterschiedlichen Mitteln und Intensit\u00e4t individuelle, massgeschneiderte Netzwerk- und Marketingaktivit\u00e4ten durchgef\u00fchrt. Der Aufbau der Dachmarke <i>Life Science Zurich<\/i> ist ein gutes Beispiel f\u00fcr diese Bem\u00fchungen. Dieses Projekt tr\u00e4gt dazu bei, die Attraktivit\u00e4t des Hochschulstandorts Z\u00fcrich und die Vernetzung von Forschern und Unternehmern im Bereich Biotechnologie, Medizintechnologie und pharmazeutischer Industrie zu f\u00f6rdern. Das gleiche gilt f\u00fcr die Initiative <i>Zurich IT-Valley,<\/i> welche beabsichtigt, aus der Glatttalregion im Norden von Z\u00fcrich ein europ\u00e4isches \u00c4quivalent zum Silicon Valley zu machen.Bei diesen Projekten arbeitet der Kanton Z\u00fcrich mit den verschiedenen Branchenvertretern, den Hochschulen sowie seinen Partnern der St\u00e4dte Z\u00fcrich und Winterthur und teilweise auch anderen Kantonen zusammen. <i>Toolpoint<\/i> ist ein Beispiel eines kleinen, aber ausgesprochen effizienten Netzwerkes, welches Z\u00fcrich in seinen Vernetzungsaktivit\u00e4ten im Bereich Life Sciences unterst\u00fctzt. In ausgew\u00e4hlten und vielversprechenden F\u00e4llen wie diesen geht Z\u00fcrich noch weiter und f\u00f6rdert auch Investitionen in die Infrastruktur. Im Life-Science-Bereich macht der Kanton dies \u00fcber die zwei Organisationen <i>GlaTec<\/i> und <i>Bio-Technopark.<\/i> GlaTec bietet mit \u00f6ffentlicher und privater Beteiligung jungen innovativen Unternehmen zu guten Konditionen Infrastrukturdienstleistungen an. Die Leitung im Forschungsbereich hat dabei die Empa D\u00fcbendorf. Der Bio-Technopark in Schlieren-Z\u00fcrich ist das Resultat einer Kooperation mit dem Technopark Z\u00fcrich und dem Inkubator biotop. Der Bio-Technopark Schlieren hat zusammen mit ihren Vorg\u00e4ngern massgeblich zur Start-up-F\u00f6rderung von rund 40 Spin-offs der ETH beziehungsweise der Universit\u00e4t Z\u00fcrich beigetragen. In gleicher Weise investiert Z\u00fcrich auch beim Technopark Winterthur in Innovationsf\u00f6rderung und Wissenstransfer. Z\u00fcrich engagiert sich ausserdem \u00fcber die Kantons- und Landesgrenzen hinaus, wie beispielsweise im Cleantechbereich mit dem Projekt der Metropolitankonferenz <i>Green Region.<\/i> Dies dient dazu, den grenz\u00fcberschreitenden Herausforderungen und Aufgaben im Bereich Energieeffizienz im Geb\u00e4udebereich Rechnung zu tragen. Ebenfalls im Rahmen der Metropolitankonferenz wird die Clusterbildung gef\u00f6rdert, in einem ersten Schritt mit dem Pilotmodul Energie- und Geb\u00e4udetechnik. Auf Landesebene angesiedelt ist der Z\u00fcrcher Beitrag an den Swiss Technology Award als Zeichen der Unterst\u00fctzung f\u00fcr vision\u00e4re und innovative Pioniere in der Schweiz. Alle diese Bem\u00fchungen dienen letztlich dem Ziel, die Akteure entlang der Wertsch\u00f6pfungskette miteinander zu verkn\u00fcpfen, den Wissenstransfer und Innovationsprozess zu beschleunigen und so Synergien zu erzeugen. Damit sollen die Rahmenbedingungen gezielt verbessert und die Chancen f\u00fcr Innovationen erh\u00f6ht werden. Die Clusterpolitik wird wissenschaftlich begleitet und \u00fcberpr\u00fcft, um die Ressourcen effizient und zielorientiert einzusetzen und die Wertsch\u00f6pfung in diesen Bereichen absch\u00e4tzen zu k\u00f6nnen. Diese empirischen Grundlagen dienen der Standortf\u00f6rderung, namentlich im Bereich der Ansiedlung von Unternehmen und der Bestandespflege.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nInternet: <a href=\"http:\/\/www.awa.zh.ch\">http:\/\/www.awa.zh.ch<\/a>, Standortf\u00f6rderung.&#13;<br \/>\nKasten 2: Literatur&#13;<\/p>\n<h3>Literatur<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\n\u2212 Richtlinien der Regierungspolitik 2011\u20132015, Staatskanzlei, Hrsg.: Regierungsrat des Kantons Z\u00fcrich, Juli 2011, <i><a href=\"http:\/\/www.regierungsrat.zh.ch\">http:\/\/www.regierungsrat.zh.ch<\/a>.\u2212 Cluster-Bericht 2009\u20132010, A. Martinecz Feh\u00e9r, Hrsg.: Volkswirtschaftsdirektion des Kantons Z\u00fcrich, Amt f\u00fcr Wirtschaft und Arbeit, Standortf\u00f6rderung, November 2010, <a href=\"http:\/\/www.standort.zh.ch\">http:\/\/www.standort.zh.ch<\/a>.\u2212 Finanzplatz Z\u00fcrich 2011, D. Spichiger, E. Frost, BAK Basel Economics AG, Hrsg.: Volkswirtschaftsdirektion des Kantons Z\u00fcrich, Amt f\u00fcr Wirtschaft und Arbeit, Januar 2012, <i><a href=\"http:\/\/www.finanzplatz-zuerich.ch\">http:\/\/www.finanzplatz-zuerich.ch<\/a>.<\/i><\/i><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Kanton Z\u00fcrich nimmt in der internationalen Standortattraktivit\u00e4t einen Spitzenplatz ein. Um diese Position wahren zu k\u00f6nnen, sind immer gr\u00f6ssere Anstrengungen n\u00f6tig. Angesichts der grossen Herausforderungen, mit denen die gewichtige Finanzbranche konfrontiert ist, geht es darum, die Wirtschaftsstruktur zu diversifizieren, damit sie in Krisenzeiten breiter abgest\u00fctzt ist. 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