{"id":119949,"date":"2012-03-01T12:00:00","date_gmt":"2012-03-01T12:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2012\/03\/colombier-6\/"},"modified":"2023-08-23T23:28:40","modified_gmt":"2023-08-23T21:28:40","slug":"colombier-5","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2012\/03\/colombier-5\/","title":{"rendered":"Demografischer Wandel stellt die Gesundheitspolitik prim\u00e4r in der Pflege vor grosse Herausforderungen"},"content":{"rendered":"<p>Wie die Ausgabenprojektionen f\u00fcr das Gesundheitswesen zeigen, ist besonders die Langzeitpflege der \u00fcber 65-J\u00e4hrigen von der Alterung der Bev\u00f6lkerung betroffen. Im Gesundheitswesen ohne die Langzeitpflege ist der Kostendruck zu gleichen Teilen auf den demografischen Wandel und nicht-demografische Einflussfaktoren wie den medizinisch-technischen Fortschritt zur\u00fcckzuf\u00fchren. Die Gesundheitspolitik ist damit vor grosse Herausforderungen gestellt. Eine h\u00f6here Gewichtung der Pr\u00e4vention, Effizienzsteigerungen und eine vorausschauende Personalplanung im Gesundheitswesen \u2013 vor allem in der Pflege \u2013 k\u00f6nnten f\u00fcr Entlastung sorgen. <img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"article_rect\" src=\"\/dynBase\/images\/article_rect\/201203_05_Colombier_01.eps.jpg\" alt=\"\" width=\"370\" height=\"247\" \/>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDas Gesundheitswesen ist \u2013 neben der Alterssicherung (z.B. AHV) \u2013 am st\u00e4rksten von der Alterung der Bev\u00f6lkerung betroffen. Gem\u00e4ss dem mittleren Demografieszenario (A-00-2010) des Bundesamts f\u00fcr Statistik (BFS) wird der Anteil der \u00fcber 80-J\u00e4hrigen von 5% im Jahr 2010 auf 12% im Jahr 2060 ansteigen. Dies wird einen erheblichen Druck auf die Gesundheitsausgaben aus\u00fcben. Dazu gesellt sich eine \u00fcberaus dynamische Entwicklung der Gesundheitsausgaben in der Vergangenheit. Zwischen 1960 und 2009 haben sich die Ausgaben f\u00fcr das Gesundheitswesen im Verh\u00e4ltnis zum Bruttoinlandprodukt (BIP) von 4,8% auf 11,4% mehr als verdoppelt. Dies zeigt, dass im Gesundheitswesen auch anderen Kostentreibern \u2013 wie etwa dem medizinisch-technischen Fortschritt \u2013 eine erhebliche Bedeutung zukommt. Angesichts dieser Herausforderungen hat der Bundesrat nun zum zweiten Mal Entwicklungsszenarien f\u00fcr das Gesundheitswesen vorgelegt (siehe <i>Kasten 1<\/i>&#13;<\/p>\n<h3>Entwicklungsszenarien<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\n<i>Nachdem der Bundesrat erstmals im Jahr 2008 im Rahmen der Legislaturfinanzplanung 2009-2011 Entwicklungsszenarien f\u00fcr das Gesundheitswesen ver\u00f6ffentlicht hat, liegen mit dem Legislaturfinanzplan 2013-2015 nun zum zweiten Mal Entwicklungsszenarien f\u00fcr das Gesundheitswesen vor (vgl. BR 2008; BR 2012). Die Entwicklungsszenarien basieren auf dem im April 2006 in Kraft getretenen Artikel 8 der Finanzhaushaltsverordnung. Danach soll der Bundesrat periodisch, aber mindestens alle vier Jahre f\u00fcr ein Aufgabengebiet des Staates Entwicklungen mit ihren finanziellen Folgen und m\u00f6gliche Steuerungs- und Korrekturmassnahmen aufzeigen, die \u00fcber den Horizont der Finanzplanung hinausgehen.<\/i>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n). Diese umfassen Ausgabenprojektionen f\u00fcr das gesamte Gesundheitswesen und die \u00f6ffentliche Hand von 2009 bis 2060.&#13;<br \/>\nF\u00fcr eine ausf\u00fchrliche Darstellung der Projektionen vgl. Colombier (2012). Dieser Zeitraum wurde gew\u00e4hlt, um die Folgen der Alterung der Bev\u00f6lkerung \u2013 insbesondere bedingt durch die Baby-Boomer-Generation \u2013 zu erfassen. Dabei wird einerseits mit der Annahme gearbeitet, dass sich die geltenden gesetzlichen Rahmenbedingungen nicht \u00e4ndern. Zugleich werden die Kosteneffekte k\u00fcrzlich beschlossener Massnahmen \u2013 wie der neuen Spitalfinanzierung (Fallkostenpauschalen) \u2013 untersucht.&#13;<br \/>\nMit der neuen Spitalfinanzierung soll der Wettbewerb zwischen den Spit\u00e4lern und die Transparenz gef\u00f6rdert werden. Wesentlicher Baustein sind die seit Beginn 2012 eingef\u00fchrten leistungsorientierten Fallkostenpauschalen im Spitalbereich (Diagnosis-Related-Groups). Die Entwicklungsszenarien sollen damit auf strategische Stellgr\u00f6ssen hinweisen, \u00fcber welche die Politik die zuk\u00fcnftige Kostenentwicklung im Gesundheitswesen bremsen kann.&#13;<\/p>\n<h2>Projektionsmethodik<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nIn Anlehnung an die international \u00fcbliche Praxis wurden die Ausgaben f\u00fcr die Gesundheit getrennt nach den Bereichen Gesundheit ohne Langzeitpflege und die Langzeitpflege der \u00fcber 65-J\u00e4hrigen projiziert.&#13;<br \/>\nVgl. AWG EU (2009). Falls nicht anders ausgef\u00fchrt, wird im Folgenden der Begriff \u00abLangzeitpflege\u00bb als Synonym f\u00fcr die Langzeitpflege der \u00fcber 65-J\u00e4hrigen verwendet. In diesen beiden Bereichen wirken teilweise unterschiedliche Kostentreiber. Um die Sensitivit\u00e4t der Gesundheitsausgaben hinsichtlich der einzelnen Kostentreiber zu verdeutlichen und eine Idee \u00fcber die Unsicherheit der Projektionen zu gewinnen, wurden verschiedene Szenarien mit unterschiedlichen Annahmen konstruiert. Dar\u00fcber hinaus wurden Effizienzszenarien erstellt, in welchen die Wirkungen gesundheitspolitischer Massnahmen grob abgesch\u00e4tzt werden sollen. Die Annahmen f\u00fcr makro\u00f6konomische Kennzahlen wie das BIP stammen aus den Langfristperspektiven der \u00f6ffentlichen Finanzen in der Schweiz.&#13;<br \/>\nVgl. Geier (2012). Zur Ermittlung der demografischen Auswirkungen wurde das mittlere Basisszenario A-00-2010 des BFS herangezogen. Dem Migrationsszenario, in dem die Kosteneffekte einer erh\u00f6hten Nettoeinwanderung (ca. +20 000 p.a.) gesch\u00e4tzt werden, liegt das Demografieszenario A-17-2010 des BFS zugrunde.Ein grosses Augenmerk lag auf dem Zusammenhang zwischen der Morbidit\u00e4t, welche ein Indikator f\u00fcr den Gesundheitszustand der Bev\u00f6lkerung ist, und der Ver\u00e4nderung der Lebenserwartung. Aufgrund der bestehenden Unsicherheit \u00fcber diesen Zusammenhang wurden in beiden Gesundheitsbereichen neben dem Referenzszenario drei weitere Szenarien mit unterschiedlichen Annahmen bez\u00fcglich der Entwicklung des Gesundheitszustands entworfen (siehe <i>Kasten 2<\/i>&#13;<\/p>\n<h3>Lebenserwartung und Gesundheitszustand<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\nGem\u00e4ss den Demografieszenarien des BFS nimmt die Lebenserwartung zu. \u00dcber den Zusammenhang zwischen der Zunahme der Lebenserwartung und der Ver\u00e4nderung des Gesundheitszustands der Bev\u00f6lkerung (Morbidit\u00e4t) existieren unterschiedliche Theorien (vgl. z.B. Colombier\/ Weber, 2010, 248f.). Diese werden in den vorliegenden Projektionen durch unterschiedliche Szenarien erfasst. Im Referenzszenario wird eine Kompromissannahme \u00fcber diesen Zusammenhang getroffen. Danach kann die Bev\u00f6lkerung die H\u00e4lfte der gewonnenen Lebenszeit in einem guten Gesundheitszustand verbringen. In den weiteren Morbidit\u00e4tsszenarien werden die folgenden vom Referenzszenario abweichenden Annahmen getroffen:\u2212 <i>Pure Ageing:<\/i> Der Gesundheitszustand der Bev\u00f6lkerung verschlechtert sich trotz steigender Lebenserwartung gegen\u00fcber dem Basisjahr. Die gewonnene Lebenszeit wird bei schlechter Gesundheit verbracht (Ausweitung der Morbidit\u00e4t).\u2212 <i>Healthy Ageing:<\/i> Die gesamte gewonnene Lebenszeit wird bei guter Gesundheit erlebt (relative Verringerung der Morbidit\u00e4t).\u2212 <i>Compression of Morbidity:<\/i> Die Lebenszeit, welche die Bev\u00f6lkerung in Krankheit oder als Pflegefall verbringt, nimmt gegen\u00fcber dem Basisjahr ab. Die Bev\u00f6lkerung kann \u00fcber die gewonnene Lebenszeit hinaus noch zus\u00e4tzliche Zeit bei guter Gesundheit verbringen (absolute Verringerung der Morbidit\u00e4t).&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n). Aufgrund eines absehbaren Engpasses beim Gesundheitspersonal \u2013 insbesondere im Pflegebereich \u2013 wurde ein Lohndruckszenario erstellt.&#13;<br \/>\nHierf\u00fcr verantwortlich sind v.a. die \u00dcberalterung von Bev\u00f6lkerung und Pflegepersonal. Allein aufgrund der zunehmenden Alterung der Bev\u00f6lkerung rechnen Jaccard und Weaver (2010, 11) mit einem Zusatzbedarf von 50&nbsp;000 Fachkr\u00e4ften, wovon 90% f\u00fcr den Pflegebereich ben\u00f6tigt werden. Darin wird angenommen, dass ab 2020 die L\u00f6hne f\u00fcr Gesundheitsfachkr\u00e4fte um j\u00e4hrlich 20% und f\u00fcr Pflegefachkr\u00e4fte um j\u00e4hrlich 30% st\u00e4rker als in der Gesamtwirtschaft steigen.&#13;<br \/>\nGem\u00e4ss dem Demografieszenario A-00-2010 des BFS ist 2022 das erste Jahr mit r\u00fcckl\u00e4ufiger Erwerbsbev\u00f6lkerung.Zudem wird f\u00fcr die Gesundheit ohne Langzeitpflege davon ausgegangen, dass die Ausgaben j\u00e4hrlich um 10% st\u00e4rker als das Durchschnittseinkommen der Bev\u00f6lkerung \u2013 ausgedr\u00fcckt als BIP pro Kopf \u2013 steigt. Dieser Annahme liegt die Hypothese zugrunde, dass eine Gesellschaft mit steigendem Wohlstand bereit ist, mehr f\u00fcr die Gesundheit aufzuwenden. F\u00fcr die Langzeitpflege wird unterstellt, dass kein Produktivit\u00e4tsfortschritt herrscht und damit der Baumoleffekt \u2013 ein spezieller Preiseffekt \u2013 vollst\u00e4ndig wirksam ist (siehe <i>Kasten 3<\/i>&#13;<\/p>\n<h3>Baumol- und Einkommenseffekt<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\nBaumoleffekt&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDieser angebotsseitige Effekt besagt, dass die Preise in einigen arbeitsintensiven Branchen \u2013 wie dem Gesundheitswesen \u2013 st\u00e4rker als in anderen Branchen steigen (Baumol, 1967). Dies l\u00e4sst sich wie folgt erkl\u00e4ren: Eine relativ unelastische Nachfrage nach Gesundheitsdienstleistungen erm\u00f6glicht eine \u00fcber den annahmegem\u00e4ss tiefen Produktivit\u00e4tsfortschritt im Gesundheitswesen hinausgehende Lohnsteigerung. Gew\u00f6hnlich wird davon ausgegangen, dass die Reall\u00f6hne im Gesundheitswesen mit dem h\u00f6her liegenden Produktivit\u00e4tsfortschritt der Gesamtwirtschaft wachsen. Die Preissteigerung im Gesundheitswesen \u00fcbersteigt dann die allgemeine Inflationsrate um die Differenz zwischen dem gesamtwirtschaftlichen Produktivit\u00e4tsfortschritt und dem Produktivit\u00e4tsfortschritt im Gesundheitswesen. Ein vollst\u00e4ndiger Baumoleffekt liegt vor, wenn es keinen Produktivit\u00e4tsfortschritt im Gesundheitswesen gibt.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nEinkommenseffekt&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nEmpirisch l\u00e4sst sich ein positiver \u00fcberproportionaler Zusammenhang zwischen der gesamtwirtschaftlichen Einkommensentwicklung und den Gesundheitsausgaben beobachten. Allerdings ist es anhand der Daten schwierig, zwischen der vom Einkommen abh\u00e4ngigen Nachfrage und den Angebotseffekten, welche sich im Einkommen niederschlagen, zu unterscheiden. Daher wird davon ausgegangen, dass im Einkommenseffekt eine Vielzahl von angebots- und nachfrageseitigen Kostentreibern erfasst werden, so z.B. der medizinisch-technische Fortschritt, die zunehmenden Anspr\u00fcche der Bev\u00f6lkerung an das Gesundheitswesen oder die aufgrund von Informationsasymmetrien \u2013 etwa zwischen Arzt und Patient \u2013 durch Anbieter im Gesundheitswesen zus\u00e4tzlich hervorgerufene Nachfrage nach Gesundheitsdienstleistungen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n).&#13;<\/p>\n<h2>Ausgaben f\u00fcr das gesamte Gesundheitswesen<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nUnabh\u00e4ngig vom Szenario nehmen die Gesundheitsausgaben deutlich zu. Im Referenzszenario steigen die Ausgaben von 2009 bis 2060 in Prozent des (konjunkturbereinigten) BIP von 11,3% auf 15,8% an (siehe <i>Tabelle 1<\/i>). Dieser Ausgabenanstieg ist jeweils ungef\u00e4hr zur H\u00e4lfte durch demografisch bedingte Kostentreiber wie Alterung und Morbidit\u00e4t sowie auf nicht-demografische Kostentreiber \u2013 etwa die Nachfrage nach Gesundheitsdiensten, der medizinisch-technische Fortschritt und der Baumoleffekt \u2013 zu erkl\u00e4ren. Dabei reagieren die Ausgaben stark auf eine Ver\u00e4nderung der Morbidit\u00e4t und der Lohnkosten. Im Szenario <i>Compression of Morbidity<\/i> liegt die Ausgabenzunahme bis zum Jahr 2060 um \u00fcber 40% (\u20132,0% des BIP) unterhalb der projizierten Ausgaben des Referenzszenarios, w\u00e4hrend sie im Lohndruckszenario etwa 30% (+1,4% des BIP) dar\u00fcber liegen. Bei einer erh\u00f6hten Nettoeinwanderung wird die zus\u00e4tzliche Dynamik des BIP durch die zugewanderten Arbeitskr\u00e4fte gr\u00f6sstenteils durch die mit der h\u00f6heren Bev\u00f6lkerungszahl steigende Nachfrage nach Gesundheitsdienstleistungen kompensiert. Gegen\u00fcber dem Referenzszenario wird der Ausgabenanstieg im Migrationsszenario nur wenig ged\u00e4mpft (\u20130,4% des BIP).Die Bedeutung der Kostentreiber ist f\u00fcr den Bereich Gesundheit ohne Langzeitpflege \u00e4hnlich wie im gesamten Gesundheitswesen, mit dem Unterschied, dass im Referenzszenario nicht-demografische Kostentreiber \u2013 hier der Einkommenseffekt \u2013 sogar rund 60% des Ausgabenanstiegs von 1,8% des BIP von 2009 bis 2060 erkl\u00e4ren. Im Gegensatz dazu sind die Ausgaben f\u00fcr die Langzeitpflege \u00fcberwiegend von demografischen Faktoren getrieben. So sind im Referenzszenario drei Viertel des Ausgabenanstiegs von 2,7% des BIP durch den demografischen Wandel erkl\u00e4rbar. Rund ein Drittel des Anstiegs ist auf den Baumoleffekt zur\u00fcckzuf\u00fchren; das zeigt, dass nach der Alterung die Lohnkosten die wichtigste Rolle in der Langzeitpflege spielen. Entlastend wirkt jedoch die mit steigender Lebenserwartung der Bev\u00f6lkerung angenommene Verbesserung ihres Gesundheitszustands. Die Bedeutung der Morbidit\u00e4t (bzw. Pflegebed\u00fcrftigkeit) f\u00fcr die Langzeitpflege zeigt sich darin, dass im Gegensatz zur Gesundheit ohne die Langzeitpflege das Szenario mit dem h\u00f6chsten Ausgabenzuwachs das Pure-Ageing-Szenario mit einem Anstieg von 3,4% des BIP ist.Der Druck der demografischen Entwicklung lastet also insbesondere auf den Ausgaben f\u00fcr die Langzeitpflege. Entsprechend stark steigt deren Anteil an den Gesamtausgaben: von 14% im Jahr 2009 auf 27% bis zum Jahr 2060. Demgegen\u00fcber sinkt der Anteil der Gesundheit ohne Langzeitpflege von 67% auf 59%. Als Finanzierungstr\u00e4ger ist besonders der Staat betroffen, dessen Finanzierungsanteil an den gesamten Gesundheitsausgaben zwischen 2009 und 2060 gem\u00e4ss Referenzszenario von 31% auf 36% steigt. Verantwortlich daf\u00fcr sind der h\u00f6here Anteil der Langzeitpflege an den \u00f6ffentlichen Gesundheitsausgaben und die Neuregelungen bei der Pflege- und Spitalfinanzierung.&#13;<br \/>\nDie Neuordnung der Pflegefinanzierung ist seit Anfang 2011 in Kraft (vgl. BG 2008, Fn. 2). Der Anteil der obligatorischen Krankenpflegeversicherung (OKP) verharrt praktisch konstant bei 29%.&#13;<br \/>\nUm Doppelz\u00e4hlungen zu vermeiden, sind die Ausgaben der OKP um die Kostenbeteiligung der Versicherten und die Ausgaben f\u00fcr die individuelle Pr\u00e4mienverbilligung (IPV) bereinigt worden. Letztere werden von Bund und Kantonen getragen. Der Anteil der restlichen Finanzierungstr\u00e4ger (private Haushalte, Suva, Zusatzversicherungen) sinkt von 40% auf 35%.&#13;<\/p>\n<h2>\u00d6ffentliche Gesundheitsausgaben<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nF\u00fcr die \u00f6ffentlichen Ausgaben ist die Demografie aufgrund des h\u00f6heren Gewichts der Ausgaben f\u00fcr die Langzeitpflege im \u00f6ffentlichen Sektor noch bedeutender. So steigen die \u00f6ffentlichen Ausgaben (gemessen als Anteil zum BIP) relativ st\u00e4rker als die Ausgaben f\u00fcr das gesamte Gesundheitswesen (60% gegen\u00fcber 40% im Referenzszenario). Die \u00f6ffentlichen Ausgaben legen im Referenzszenario um 2,1% des BIP zu. Wie f\u00fcr die gesamten Gesundheitsausgaben sind sowohl die Entwicklung des Gesundheitszustands der Bev\u00f6lkerung (geringster Zuwachs im Szenario Compression of Morbidity: +1,4% des BIP) als auch die Lohnkosten (h\u00f6chster Zuwachs im Lohndruckszenario: +2,6% des BIP) von grosser Bedeutung. Die Hauptlast des Ausgabenanstiegs entf\u00e4llt auf Kantone (rund 80%) und Gemeinden (knapp 15%). Der restliche Anstieg wird ungef\u00e4hr zur H\u00e4lfte vom Bund und von AHV\/IV (Hilflosenentsch\u00e4digung, Beitr\u00e4ge an medizinische Leistungen, therapeutische Apparate) getragen. Zu beachten ist dabei, dass aufgrund der Neuregelungen bei der Pflege- und Spitalfinanzierung die Ausgaben der \u00f6ffentlichen Hand einmalig um ungef\u00e4hr knapp 0,3% des BIP ansteigen werden.&#13;<\/p>\n<h2>\u00d6ffentliche Ausgaben f\u00fcr die Gesundheit ohne Langzeitpflege<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie \u00f6ffentlichen Ausgaben f\u00fcr die Gesundheit ohne Langzeitpflege setzen sich aus den Ausgaben f\u00fcr die Spit\u00e4ler, die individuelle Pr\u00e4mienverbilligung (IPV) und \u00fcbrigen Gesundheitsausgaben wie Ausgaben f\u00fcr die Pr\u00e4vention und Forschung und Entwicklung zusammen (siehe <i>Grafik 1<\/i>). Vereinfachend wurde angenommen, dass Bund und Kantone die IPV je zur H\u00e4lfte finanzieren.&#13;<br \/>\nAufgrund des grossen Handlungsspielraums der Kantone bei der IPV ist die Entwicklung ihres Beitrags nur schwer vorhersagbar (vgl. BR, 2008, Kasten 3). Der wesentliche Teil des Ausgabenanstiegs im Referenzszenario ist auf die haupts\u00e4chlich von den Kantonen finanzierten Beitr\u00e4ge an die Spit\u00e4ler zur\u00fcckzuf\u00fchren (knapp +0,6% des BIP). Der geringere Teil der Zunahme entf\u00e4llt auf die Ausgaben f\u00fcr die IPV, welche um 0,3% des BIP zulegen. Die Ergebnisse f\u00fcr die IPV basieren auf den Projektionen der OKP-Ausgaben. Diese nehmen von 2009 bis 2060 von 3,3% des BIP auf 4,6% des BIP zu.&#13;<\/p>\n<h2>\u00d6ffentliche Ausgaben f\u00fcr die Langzeitpflege<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nAuff\u00e4llig ist, dass sich gem\u00e4ss Referenzszenario der Anteil der \u00f6ffentlichen Ausgaben f\u00fcr die Langzeitpflege im Zeitraum von 2009 bis 2060 mit einem Anstieg von 17% auf 33% fast verdoppelt. Gemessen als Anteil zum BIP verdreifachen sich die Ausgaben sogar von 0,6% auf 1,9%. Verantwortlich daf\u00fcr ist neben dem demografischen Wandel und dem Baumoleffekt zu einem geringeren Teil die Neuordnung der Pflegefinanzierung (knapp +0,1% des BIP). Ansonsten wirken dieselben Kostentreiber wie f\u00fcr den gesamten Bereich der Langzeitpflege.Dabei entwickeln sich insbesondere die Ausgaben der Kantone und Gemeinden f\u00fcr die Pflegeheime \u00e4usserst dynamisch. Die Beitr\u00e4ge von Kantonen und Gemeinden an die Spitex (ambulante Krankenpflege), die kantonalen Pflegebeitr\u00e4ge an die Erg\u00e4nzungsleistungen der AHV und die Hilflosenentsch\u00e4digung der AHV nehmen ebenfalls deutlich zu.&#13;<\/p>\n<h2>Internationaler Vergleich<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nEin Vergleich mit den aktuellen Ausgabenprojektionen der EU f\u00fcr die 15 westlichen EU-Mitgliedsl\u00e4nder von 2007 bis 2060 zeigt, dass der Anstieg der \u00f6ffentlichen Gesundheitsausgaben der Schweiz (hier: plus Ausgaben der OKP) h\u00f6her als in den 15 westlichen EU-Staaten ausf\u00e4llt (Gesundheit ohne Langzeitpflege CH: +1,7% des BIP, EU-15: +1,5% des BIP).&#13;<br \/>\nVgl. AWG EU (2009). Die Ausgaben der OKP werden zur besseren Vergleichbarkeit der Projektionsergebnisse ber\u00fccksichtigt. Im Gegensatz zur Schweiz wird in den EU-Staaten die obligatorische Krankenversicherung in der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung zum Staatssektor gez\u00e4hlt. Dies gilt insbesondere f\u00fcr die Langzeitpflege (CH: +1,8% des BIP, EU-15: +1,2% des BIP). Verantwortlich daf\u00fcr k\u00f6nnten eine konservativere Annahme \u00fcber den Schweizer Produktivit\u00e4tsfortschritt oder h\u00f6here Gesundheitsausgaben f\u00fcr die \u00e4ltere Bev\u00f6lkerung im Basisjahr 2009 sein.&#13;<\/p>\n<h2>Potenzielle Wirkungen von Reformmassnahmen<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nAuf Basis von empirischen Analysen und Expertenwissen wurde versucht abzusch\u00e4tzen, wie sich langfristig Fallkostenpauschalen im Spitalbereich, die Strategie eHealth des Bundesrates (Einf\u00fchrung eines elektronischen Patientendossiers) und die F\u00f6rderung von Managed-Care-Modellen&#13;<br \/>\nManaged-Care-Modelle liegen vor, wenn die Versicherten f\u00fcr den Einlass in die ambulante Gesundheitsversorgung einen bestimmten Arzt (z.B. den Hausarzt) akzeptieren. in der OKP auf die Gesundheitsausgaben auswirken.&#13;<br \/>\nF\u00fcr Kosteneffekte dieser Massnahmen vgl. Beck et al. (2009), RFA (2010), Kirchg\u00e4ssner\/Gerritzen (2011). Um die Unsicherheit der kostend\u00e4mpfenden Wirkungen dieser Massnahmen zu ber\u00fccksichtigen, wurden zwei Effizienzszenarien berechnet: ein moderates Szenario, bei dem bis 2020 von einer Kosteneinsparung gegen\u00fcber den projizierten Ausgaben des Referenzszenarios um 10% ausgegangen wird, und ein optimistisches Szenario mit einer Einsparung von 20%. Die H\u00e4lfte dieser Einsparungen soll durch eine deutliche Anhebung der in Managed-Care-Modellen OKP-Versicherten erreicht werden, deren Anteil derzeit 10% betr\u00e4gt. Mit einem bis 2060 um 0,6% des BIP im optimistischen Szenario bzw. um 0,3% im moderaten Szenario geringeren Ausgabenanstieg als im Referenzszenario ist der Einspareffekt relativ bescheiden. Zum Vergleich: Im <i>Healthy-Ageing-Szenario<\/i> w\u00fcrde die Einsparung gegen\u00fcber dem Referenzszenario immerhin 1,0% des BIP betragen. Bei den \u00f6ffentlichen Ausgaben w\u00e4re der Einspareffekt im Verh\u00e4ltnis sogar noch geringer.K\u00f6nnten Produktivit\u00e4tsfortschritte in der Langzeitpflege erzielt werden, die z.B. den Baumoleffekt um die H\u00e4lfte d\u00e4mpfen w\u00fcrden, so liessen sich sp\u00fcrbarere Einsparungen gegen\u00fcber dem projizierten Ausgabenanstieg gem\u00e4ss Referenzszenario erzielen, welche 1% des BIP f\u00fcr das gesamte Gesundheitswesen und 0,4% f\u00fcr den Staat ausmachen w\u00fcrden.&#13;<br \/>\nJaccard-Ruedin\/ Weaver (2009, 12) weisen auf die M\u00f6glichkeit von Produktivit\u00e4tsgewinnen in der Langzeitpflege hin.&#13;<\/p>\n<h2>Vergleich mit den Entwicklungsszenarien 2008<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nEin wesentlicher Unterschied zu den ersten Entwicklungsszenarien aus dem 2008 ist, dass das BFS seine Projektionen f\u00fcr den Anteil der \u00fcber 65-J\u00e4hrigen an der Bev\u00f6lkerung nach oben revidiert hat. Daher f\u00e4llt der Ausgabenanstieg vergleichbarer aktueller Projektionen gegen\u00fcber dem Referenzszenario aus dem Jahr 2008 h\u00f6her aus, und zwar um gut 0,5% des BIP f\u00fcr das gesamte Gesundheitswesen und um 0,3 des BIP f\u00fcr den Staat. Bei einem direkten Vergleich mit dem aktuellen Referenzszenario wird diese Entwicklung jedoch durch einen gegenl\u00e4ufigen Basisjahreffekt \u00fcberlagert.&#13;<br \/>\n\u00dcbersch\u00e4tzung der Ausgabenentwicklung bis 2009; Revision der Finanzstatistik 2008.&#13;<\/p>\n<h2>Fazit<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie Ergebnisse der Projektionen legen nahe, dass im Gesundheitswesen zuk\u00fcnftig ein erheblicher Kostendruck \u2013 sowohl vom demografischen Wandel als auch von nicht-demografischen Kostentreibern \u2013 ausge\u00fcbt wird. Bei der Langzeitpflege ist der demografische Wandel der Hauptkostentreiber, was sich im besonderen Masse beim Staat niederschl\u00e4gt. Zusatzlasten bei der \u00f6ffentlichen Hand kommen prim\u00e4r auf die kantonalen Haushalte zu. Massnahmen zur Kostend\u00e4mpfung sollten insbesondere darauf abzielen, den Gesundheitszustand der Bev\u00f6lkerung durch Pr\u00e4vention zu verbessern, den Lohndruck \u00fcber eine vorausschauende Personalplanung zu mindern und Produktivit\u00e4ts- und Effizienzsteigerungen \u2013 z.B. \u00fcber den effizienten Einsatz neuer Technologien und das Setzen von Anreizen zu kostensparendem Verhalten der Leistungserbringer \u2013 zu erzielen. Auch k\u00f6nnte der Kostendruck auf die Langzeitpflege durch eine St\u00e4rkung der ambulanten und informellen Pflege gesenkt werden.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nGrafik 1: \u00abStruktur der \u00f6ffentlichen Gesundheitsausgaben im Referenzszenario (in&nbsp;%)\u00bb&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nTabelle 1: \u00abAusgaben im Gesundheitswesen im Jahr 2060 (in&nbsp;% des BIP)\u00bb&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nKasten 1: Entwicklungsszenarien&#13;<\/p>\n<h3>Entwicklungsszenarien<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\nNachdem der Bundesrat erstmals im Jahr 2008 im Rahmen der Legislaturfinanzplanung 2009-2011 Entwicklungsszenarien f\u00fcr das Gesundheitswesen ver\u00f6ffentlicht hat, liegen mit dem Legislaturfinanzplan 2013-2015 nun zum zweiten Mal Entwicklungsszenarien f\u00fcr das Gesundheitswesen vor (vgl. BR 2008; BR 2012). Die Entwicklungsszenarien basieren auf dem im April 2006 in Kraft getretenen Artikel 8 der Finanzhaushaltsverordnung. Danach soll der Bundesrat periodisch, aber mindestens alle vier Jahre f\u00fcr ein Aufgabengebiet des Staates Entwicklungen mit ihren finanziellen Folgen und m\u00f6gliche Steuerungs- und Korrekturmassnahmen aufzeigen, die \u00fcber den Horizont der Finanzplanung hinausgehen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nKasten 2: Lebenserwartung und Gesundheitszustand&#13;<\/p>\n<h3>Lebenserwartung und Gesundheitszustand<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\nGem\u00e4ss den Demografieszenarien des BFS nimmt die Lebenserwartung zu. \u00dcber den Zusammenhang zwischen der Zunahme der Lebenserwartung und der Ver\u00e4nderung des Gesundheitszustands der Bev\u00f6lkerung (Morbidit\u00e4t) existieren unterschiedliche Theorien (vgl. z.B. Colombier\/ Weber, 2010, 248f.). Diese werden in den vorliegenden Projektionen durch unterschiedliche Szenarien erfasst. Im Referenzszenario wird eine Kompromissannahme \u00fcber diesen Zusammenhang getroffen. Danach kann die Bev\u00f6lkerung die H\u00e4lfte der gewonnenen Lebenszeit in einem guten Gesundheitszustand verbringen. In den weiteren Morbidit\u00e4tsszenarien werden die folgenden vom <i>Referenzszenario<\/i> abweichenden Annahmen getroffen:\u2212 <i>Pure Ageing:<\/i> Der Gesundheitszustand der Bev\u00f6lkerung verschlechtert sich trotz steigender Lebenserwartung gegen\u00fcber dem Basisjahr. Die gewonnene Lebenszeit wird bei schlechter Gesundheit verbracht (Ausweitung der Morbidit\u00e4t).\u2212 <i>Healthy Ageing:<\/i> Die gesamte gewonnene Lebenszeit wird bei guter Gesundheit erlebt (relative Verringerung der Morbidit\u00e4t).\u2212 <i>Compression of Morbidity:<\/i> Die Lebenszeit, welche die Bev\u00f6lkerung in Krankheit oder als Pflegefall verbringt, nimmt gegen\u00fcber dem Basisjahr ab. Die Bev\u00f6lkerung kann \u00fcber die gewonnene Lebenszeit hinaus noch zus\u00e4tzliche Zeit bei guter Gesundheit verbringen (absolute Verringerung der Morbidit\u00e4t).&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nKasten 3: Baumol- und Einkommenseffekt&#13;<\/p>\n<h3>Baumol- und Einkommenseffekt<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\nBaumoleffekt&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDieser angebotsseitige Effekt besagt, dass die Preise in einigen arbeitsintensiven Branchen \u2013 wie dem Gesundheitswesen \u2013 st\u00e4rker als in anderen Branchen steigen (Baumol, 1967). Dies l\u00e4sst sich wie folgt erkl\u00e4ren: Eine relativ unelastische Nachfrage nach Gesundheitsdienstleistungen erm\u00f6glicht eine \u00fcber den annahmegem\u00e4ss tiefen Produktivit\u00e4tsfortschritt im Gesundheitswesen hinausgehende Lohnsteigerung. Gew\u00f6hnlich wird davon ausgegangen, dass die Reall\u00f6hne im Gesundheitswesen mit dem h\u00f6her liegenden Produktivit\u00e4tsfortschritt der Gesamtwirtschaft wachsen. Die Preissteigerung im Gesundheitswesen \u00fcbersteigt dann die allgemeine Inflationsrate um die Differenz zwischen dem gesamtwirtschaftlichen Produktivit\u00e4tsfortschritt und dem Produktivit\u00e4tsfortschritt im Gesundheitswesen. Ein vollst\u00e4ndiger Baumoleffekt liegt vor, wenn es keinen Produktivit\u00e4tsfortschritt im Gesundheitswesen gibt.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nEinkommenseffekt&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nEmpirisch l\u00e4sst sich ein positiver \u00fcberproportionaler Zusammenhang zwischen der gesamtwirtschaftlichen Einkommensentwicklung und den Gesundheitsausgaben beobachten. Allerdings ist es anhand der Daten schwierig, zwischen der vom Einkommen abh\u00e4ngigen Nachfrage und den Angebotseffekten, welche sich im Einkommen niederschlagen, zu unterscheiden. Daher wird davon ausgegangen, dass im Einkommenseffekt eine Vielzahl von angebots- und nachfrageseitigen Kostentreibern erfasst werden, so z.B. der medizinisch-technische Fortschritt, die zunehmenden Anspr\u00fcche der Bev\u00f6lkerung an das Gesundheitswesen oder die aufgrund von Informationsasymmetrien \u2013 etwa zwischen Arzt und Patient \u2013 durch Anbieter im Gesundheitswesen zus\u00e4tzlich hervorgerufene Nachfrage nach Gesundheitsdienstleistungen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nKasten 4: Literatur&#13;<\/p>\n<h3>Literatur<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\n\u2212 AWG, Ageing Working Group of the Economic Policy Committee und European Commission (2009): Ageing Report \u2013 Economic and Budgetary Projections for the EU-27 Member States 2008\u20132060, in: European Economy 2\/2009.\u2212 Baumol W. J. (1967): Macroeconomics of Unbalanced Growth: The Anatomy of Urban Crisis, in: American Economic Review, 57(3), S. 415\u201326.\u2212 Beck K., K\u00e4ser U., Trottmann M., von Rotz St. (2009): Effizienzsteigerung dank Managed Care, in: Datamaster, Edition 5, S. 15\u201321.\u2212 BG, Bundesgesetz \u00fcber die Neuordnung der Pflegefinanzierung vom 01. Juni 2008.\u2212 BR, Schweizerischer Bundesrat (2008): Entwicklungsszenarien f\u00fcr das Gesundheitswesen, in: Legislaturfinanzplan 2009\u201311, Kapitel 5 und Anhang 7.\u2212 BR, Schweizerischer Bundesrat (2012): Entwicklungsszenarien f\u00fcr das Gesundheitswesen, in: Legislaturfinanzplan 2013-15, Kapitel 9.1.2 und Anhang 7.\u2212 Colombier C. (2012): Ausgabenprojektionen f\u00fcr das Gesundheitswesen bis 2060, Working Paper der Eidgen\u00f6ssischen Finanzverwaltung Nr. 18, Eidgen\u00f6ssische Finanzverwaltung, erscheint im Fr\u00fchjahr 2012.\u2212 Colombier C., Weber W. (2011): Projecting Health-Care Expenditure for Switzerland: Further Evidence Against the \u00abRed-Herring\u00bb Hypothesis, in: The International Journal of Health Planning and Management, 26, S. 245\u2013263.\u2212 Geier A. (2012): Langfristige Perspektiven der \u00f6ffentlichen Finanzen in der Schweiz, in: Die Volkswirtschaft, 3-2012, S. 4 ff.\u2212 Jaccard Ruedin H., Weaver F. (2009): Ageing Workforce in an Ageing Society \u2013 Wieviele Health Professionals braucht das Schweizer Gesundheitssystem bis 2030?, Careum Working Paper Nr. 1, Schweizerisches Gesundheitsobservatorium.\u2212 Kirchg\u00e4ssner G., Gerritzen B. (2011): Leistungsf\u00e4higkeit und Effizienz von Gesundheitssystemen: Die Schweiz im internationalen Vergleich, Gutachten zuhanden des Staatssekretariats f\u00fcr Wirtschaft SECO.\u2212 RFA, Ecoplan und empirica (2010): Regulierungsfolgenabsch\u00e4tzung zur Umsetzung der Strategie \u00abehealth\u00bb, Bericht im Auftrag des Bundesamts f\u00fcr Gesundheit BAG und des Staatssekretariats f\u00fcr Wirtschaft SECO, 17.11.2010.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie die Ausgabenprojektionen f\u00fcr das Gesundheitswesen zeigen, ist besonders die Langzeitpflege der \u00fcber 65-J\u00e4hrigen von der Alterung der Bev\u00f6lkerung betroffen. Im Gesundheitswesen ohne die Langzeitpflege ist der Kostendruck zu gleichen Teilen auf den demografischen Wandel und nicht-demografische Einflussfaktoren wie den medizinisch-technischen Fortschritt zur\u00fcckzuf\u00fchren. Die Gesundheitspolitik ist damit vor grosse Herausforderungen gestellt. 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